Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Provokateur » Fr 1. Sep 2017, 11:20

Praia61 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 12:16)

Oder beides, der Spargel wird teurer und der Spargelbauer aufgrund der niedrigen Löhne reicher.


Aber Leute aus Kinhasa können hier nicht ohne weiteres arbeiten.

Dann kommen die Leute aus dem Sachgebiet F, kontrollieren die Beschäftigten (Steuer, MiLoG und Aufenthalt) und dann wird es teuer.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Boracay » Fr 1. Sep 2017, 11:23

Provokateur hat geschrieben:Deutsche wollen keinen Spargel stechen.


Die wollen auch keine Äpfel pflücken - die obwohl es hier den Mindestlohn meist Netto gibt (Bauern führen meist nur Fantasiebeträge ab). Kann mich nicht erinnern schon mal einen Angestellten auf einem Hof gesehen zu haben der nicht Pol, Rumäne oder sonstwo her war. Ist wie der Bau auch - zu anstrengend. Da gibt es auch keine Deutschen mehr.
Gleichzeitig muss der Bau immer dafür her halten dass man die Rente mit 70 nicht einführen kann - Deutsche sind da aber komplett Fehlanzeige.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Provokateur » Fr 1. Sep 2017, 11:27

Boracay hat geschrieben:(01 Sep 2017, 12:23)
Ist wie der Bau auch - zu anstrengend. Da gibt es auch keine Deutschen mehr.
Gleichzeitig muss der Bau immer dafür her halten dass man die Rente mit 70 nicht einführen kann - Deutsche sind da aber komplett Fehlanzeige.


Stimmt so nicht. Mein Vater ist auf dem Bau, Rohrlegen beim Wasserwerk, Frischwasser. GWI. Und der hat zwei Eltern mit Ariernachweis. Seine Kollegen sind auch deutsch. Ja, ein Italiener und ein Türke sind dabei.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon imp » Fr 1. Sep 2017, 12:12

Ist der Lohn hoch genug, kommt der Stechbot.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Praia61 » Fr 1. Sep 2017, 12:43

Provokateur hat geschrieben:(01 Sep 2017, 12:20)

Aber Leute aus Kinhasa können hier nicht ohne weiteres arbeiten.

Dann kommen die Leute aus dem Sachgebiet F, kontrollieren die Beschäftigten (Steuer, MiLoG und Aufenthalt) und dann wird es teuer.

Konnten die Polen , Rumänen etc. vorher auch nicht.
Demnächst dürfen die Syrien und alle diversen Flüchtlinge arbeiten .
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Praia61 » Fr 1. Sep 2017, 12:45

Provokateur hat geschrieben:(01 Sep 2017, 12:27)

Stimmt so nicht. Mein Vater ist auf dem Bau, Rohrlegen beim Wasserwerk, Frischwasser. GWI. Und der hat zwei Eltern mit Ariernachweis. Seine Kollegen sind auch deutsch. Ja, ein Italiener und ein Türke sind dabei.

Einzelfall.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon relativ » Fr 1. Sep 2017, 13:12

Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 10:19)

öhm

WAS soll der Gesetzgeber da machen?

wir haben ja einen ML - der jährlich überprüft wird

Ja eben, muss er z.B. erhöht werden, wenn ein Staat sich nicht der Gefahr aussetzen möchte mit einer ausufernden Altersarmut konfrontiert zu sein. Das sind gesellschaftliche Überlegungen und auch Unternehmen sind ein Teil dieser.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon relativ » Fr 1. Sep 2017, 13:15

Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 10:20)

WAS ist da genau errechnet und als "Grenze zur Grundsicherung" zugrunde gelegt worden?

Der ökonomische Wert der Grundsicherung in Meckvorpolen - oder in München?

Ne das sinkende Rentenniveau, Beitragsjahre und Vergütung, ich denke schon, daß dies vernüftige Mathematiker/Ökonomen schon ziemlich genau Hochrechnen können, was da vielen im Alter droht.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon relativ » Fr 1. Sep 2017, 13:16

Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 10:22)

wer sonst?

Mindestrente ist ja dann eine Leistung, die auch nur (früheren) Beitragszahlern zugute kommen kann.

Stabilisierung der Rentenkassebeiträge durch Steuergeld, da geht sogar einer mit in Bundeskanzlerrennen. :eek:
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Boracay » Fr 1. Sep 2017, 13:17

Praia61 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 13:45)

Einzelfall.


Würde ich so sehen - auf dem Bau habe ich seit Jahren keine Deutschen mehr gesehen. Früher waren da immer noch ein paar Ossis, jetzt sind es nur noch Ausländer.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Boracay » Fr 1. Sep 2017, 13:18

relativ hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:15)

Ne das sinkende Rentenniveau, Beitragsjahre und Vergütung, ich denke schon, daß dies vernüftige Mathematiker/Ökonomen schon ziemlich genau Hochrechnen können, was da vielen im Alter droht.


Tja - da hätte man mal Kinder bekommen sollen. Andere Länder leisten sich riesige Staatsfonds bei denen ordentlich was raus kommt, in D hat man dieses beschissene Umlageverfahren dass die Linken aber total geil finden.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon relativ » Fr 1. Sep 2017, 13:52

BlueMonday hat geschrieben:(01 Sep 2017, 11:23)

Dass Lohnkosten in die Preiskalkulation einfließen müssen, ist nun eine Wahrheit, die dir nicht zu gefallen scheint.
Margen heißt es zudem ... da hat ja schon der olle Marx gewusst, dass es die allgemeine Profitrate "im Kapitalismus" eher sinkt denn steigt.
Anderfalls ist da eher Protektionismus und Wettbewerbsunterdrückung am Werke, denn irgendeine nennenswerte "Liberalisierung".
Habe ich behauptet, daß sie nicht in die Preiskalulation einfließen muessen, oder einfließen. Was soll mir daran nicht passen? Nicht passen tut mir etwas ganz anderes, aber dies scheinen einige nicht in ihrem Überlegungsfokus zu haben, da denen wohl der gedanke von konkurrierender Preisbildung der unabhängig vom zu zahlenden Lohn ist, nicht gefällt.
Wettbewerb der diesbezüglich auch auf Kosten der Existenslöhne der Mitarbeiter geht , dagegen habe ich allerdings etwas. Wettbewerb,Liberalisierung die nicht auch das Gemeinwohl im Auge hat, ist blind.
Wenn wir schon bei Wahrheiten sind: die beliebte linke Lebenslüge besteht doch darin, dass man nur "die Reichen" (noch stärker) besteuern müsste, noch mehr umverteilen müsste, das umverteilende Staatswesen also noch mehr ausweiten müsse, damit der Reichtum für alle ausbricht. Das hat sich doch noch nie bewahrheitet. Im Gegenteil. Auf diesem Gedanken basierte doch der Realsozialismus, wo es nun wirklich keine "Reichen" mehr gab, wohl alles Nenneswerte an "Produktionsmitteln" enteignet wurde, wo es Grenzsteuersätze jenseits der 90% gab, damit ja niemand "reicher" werden konnte als der andere. Wäre diese linke Vorstellung richtig, müsste es doch den Realsozialismus immer noch geben, es müsste ihn nicht nur noch geben, er müsste alles andere längst eingeholt und überholt haben. Die Menschen wären in diese sozialistische Paradies ohne Reiche geströmt, stattdessen musste man sie einmauern, an der Flucht in liberalere, weniger sozialistische Wirtschaftssysteme hindern... Wohin fliehen die Menschen heute? Sollte man vielleicht auch mal als Indikator anerkennen.

Es wird ja ständig Umverteilt, wenn es z.B. Steuergeschenke für Unternehmen und Wohlhabende gibt, heisst es, wird auch Zeit die Elite zu entlasten, die uns "den Wohlstand" bringen und die meisten Lasten tragen. Wenn die Umverteilung mal in die andere Richtung schlagen soll, sind dies gleich linke Tagträume, oder die berüchtigte Neiddebatte. Billige Totschlagargumente sind dies für mich, die das notwendige gesellschaftliche Gleichgewicht völlig aus den Augen verlieren.
Zu behaupten wir steuerten auf einen sozialismus zu, wenn man ein par stellschrauben verändert ist purer Populismus und eine mehr als lächerliche Behauptung. Selbst wenn die Linke ihr ganzes Programm 1 zu 1 umsetzen könnte, würden die Unterschiede sich wohl nur minimal Verschieben.
Kurioserweise sind es gerade eher Linke (In D die Schröder-SPD, in F jetzt Macron), die eingesehen haben, dass man es mit der Umverteilung nicht beliebig weit treiben kann, gerade wenn man denn den geliebten "Sozialstaat" langfristig erhalten will. Das war doch schon immer die Grundidee des Staatswesen, dass man die Basis, die man regelmäßig abschöpfen will, nur so weit abschöpft, dass sie wenigstens erhalten bleibt, evtl. sogar noch wächst, damit es mehr abzuschöpfen und zu verteilen gibt in der Zukunft. Und da sind wir wieder beim Beginn: eben nicht der Nominalwertillusion zu erliegen, sondern zu verstehen, dass es letztlich um Realeinkommen geht. Und die steigen nur, wenn die die produktive Struktur ausgebaut wird, wenn investiert wird, wenn Kapital akkumuliert werden kann, wenn fähige, sinnvoll ausgebildete Leute, woher sie auch immer kommen mögen, produktiv eingesetzt werden können, dass vor allem die Anreizstrukturen ansatzweise intakt bleiben.. und dass nicht "der Reiche" das eigentliche Problem ist.
Marcon ist noch nicht durch damit, es ist aber zu hoffen, daß er die Stellschrauebn nicht in diesem Maße verstellt wie Schröder und so das fragile gesellschaftliche Konstrukt zu stark beschädigt. Kein Politiker sollte sich da zur Geißel einer "posthumanen Wirtschaftsystematik" machen lassen. Es ist doch ein Märchen, daß nur dann investiert werden kann, wenn die Löhne besonders niedrig sind. Geschenkt nehmen die Wirtschaftsunternehmen, so eine System natürlich mit Kusshand.

Ein "Rentenproblem" entsteht nun schlicht, wenn die Menschen immer älter werden, immer länger Renten erhalten ... Dass die Menschen immer älter werden, ist doch ein positiver Indikator dafür, dass es ihnen so schlecht nicht ergangen sein kann, dass sie sich nicht so verbraucht haben, wie die Generationen vor ihnen, dass sie besser gelebt und leichter gearbeitet haben. Wie sah ein typischer Rentner noch vor 100, 150 Jahren aus? Wie lange lebte er noch, welches Renteneinkommen hatte er?
Es geht doch aber um Lösungen für unser mom. Rentensystemproblem und nicht darum warum dies geändert wurde.. Die drohende zunehmende Altersarmut hat den Hauptgrund (wenn nix geändert wird) zukünfig in den zu geringen Gehältern.
Die Lücke z.B. nur mit längerer Lebensarbeitzeit zu kompensieren, hat für mich, wenn dies für alle Berufsgruppen pauschal gilt, ein großes Fragezeichen.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Sep 2017, 14:01

relativ hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:52)

Es wird ja ständig Umverteilt, wenn es z.B. Steuergeschenke für Unternehmen und Wohlhabende gibt, heisst es,


welche Steuergeschenke für Wohlhabende oder Unternehmen gibt es denn?
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Praia61 » Fr 1. Sep 2017, 14:17

Manche Geschenke sind sinnvoll, andere nicht.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Sep 2017, 14:46

relativ hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:12)

Ja eben, muss er z.B. erhöht werden, wenn ein Staat sich nicht der Gefahr aussetzen möchte mit einer ausufernden Altersarmut konfrontiert zu sein. Das sind gesellschaftliche Überlegungen und auch Unternehmen sind ein Teil dieser.




denn für "den Staat" ist es völlig unerheblich, ob er später Steuersubventionierte Renten oder Grundsicherung im Alter bezahlt...

die "Argumentation" fällt also flach
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Sep 2017, 14:49

relativ hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:15)

Ne das sinkende Rentenniveau, Beitragsjahre und Vergütung, ich denke schon, daß dies vernüftige Mathematiker/Ökonomen schon ziemlich genau Hochrechnen können, was da vielen im Alter droht.


das war nicht meine Frage

die bezog sich auf die Referenzgröße "Grundsicherung im Alter"

denn die These ist ja:

"Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet und Beiträge zur RV bezahlt hat, der muss mehr haben, als die Grundsicherung im Alter"

daher nochmal meine Frage, über welche HÖHE bei dieser Grundsicherung reden wir da?

Die von Meckvorpolen im Billighaus oder München Schwabing?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Sep 2017, 14:51

relativ hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:52)

Habe ich behauptet, daß sie nicht in die Preiskalulation einfließen muessen, oder einfließen. Was soll mir daran nicht passen? Nicht passen tut mir etwas ganz anderes, aber dies scheinen einige nicht in ihrem Überlegungsfokus zu haben, da denen wohl der gedanke von konkurrierender Preisbildung der unabhängig vom zu zahlenden Lohn ist, nicht gefällt.
Wettbewerb der diesbezüglich auch auf Kosten der Existenslöhne der Mitarbeiter geht , dagegen habe ich allerdings etwas. Wettbewerb,Liberalisierung die nicht auch das Gemeinwohl im Auge hat, ist blind.

Es wird ja ständig Umverteilt, wenn es z.B. Steuergeschenke für Unternehmen und Wohlhabende gibt, heisst es, wird auch Zeit die Elite zu entlasten, die uns "den Wohlstand" bringen und die meisten Lasten tragen. Wenn die Umverteilung mal in die andere Richtung schlagen soll, sind dies gleich linke Tagträume, oder die berüchtigte Neiddebatte. Billige Totschlagargumente sind dies für mich, die das notwendige gesellschaftliche Gleichgewicht völlig aus den Augen verlieren.
Zu behaupten wir steuerten auf einen sozialismus zu, wenn man ein par stellschrauben verändert ist purer Populismus und eine mehr als lächerliche Behauptung. Selbst wenn die Linke ihr ganzes Programm 1 zu 1 umsetzen könnte, würden die Unterschiede sich wohl nur minimal Verschieben.
Marcon ist noch nicht durch damit, es ist aber zu hoffen, daß er die Stellschrauebn nicht in diesem Maße verstellt wie Schröder und so das fragile gesellschaftliche Konstrukt zu stark beschädigt. Kein Politiker sollte sich da zur Geißel einer "posthumanen Wirtschaftsystematik" machen lassen. Es ist doch ein Märchen, daß nur dann investiert werden kann, wenn die Löhne besonders niedrig sind. Geschenkt nehmen die Wirtschaftsunternehmen, so eine System natürlich mit Kusshand.

Es geht doch aber um Lösungen für unser mom. Rentensystemproblem und nicht darum warum dies geändert wurde.. Die drohende zunehmende Altersarmut hat den Hauptgrund (wenn nix geändert wird) zukünfig in den zu geringen Gehältern.
Die Lücke z.B. nur mit längerer Lebensarbeitzeit zu kompensieren, hat für mich, wenn dies für alle Berufsgruppen pauschal gilt, ein großes Fragezeichen.



wir haben kein "Rentensystemproblem"

da der Großteil der Bürger zusätzlich vorsorgt

der REST bezieht, auch in der Zukunft, Grundsicherung im Alter
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Occham » Fr 1. Sep 2017, 15:55

Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 11:54)

das geht die Politik nichts an.

Ich finde schon das die Politik dort hinzuschauen hat, wo Menschen zusammenarbeiten.
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon Senexx » Fr 1. Sep 2017, 16:08

Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2017, 15:51)

wir haben kein "Rentensystemproblem"

da der Großteil der Bürger zusätzlich vorsorgt

der REST bezieht, auch in der Zukunft, Grundsicherung im Alter


Manchen haben kein Rentenproblem, auch ohne vorzusorgen. Die haben nämlich Pensionen.
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Re: Warum wenden sich die Gewerkschaften nicht gegen den Import von Lohndrückern?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 1. Sep 2017, 16:18

Boracay hat geschrieben:(01 Sep 2017, 14:17)

Würde ich so sehen - auf dem Bau habe ich seit Jahren keine Deutschen mehr gesehen. Früher waren da immer noch ein paar Ossis, jetzt sind es nur noch Ausländer.


Seh ich nicht so. Ich bau gerade und hab mich letztendlich für einen Anbieter im Mittelstand entschieden. Der setzt auf Fachkräfte mit deutscher Ausbildung. Und er ist nur unwesentlich teuerer als der polnische Preisführer in dem Segment.
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