Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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Re: Re:

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 10:28

z4ubi hat geschrieben:(07 Oct 2018, 23:09)






Naja, wer kauft denn die Staatsanleihen?


Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Banken
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Re: Re:

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 11:01

Realist2014 hat geschrieben:(08 Oct 2018, 11:28)

Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Banken


Kreditinstitute, die alle ein Konto bei der Zentralbank haben müssen.

https://www.bundesbank.de/resource/blob ... r-data.pdf
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Re: Re:

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 11:23

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 12:01)

Kreditinstitute, die alle ein Konto bei der Zentralbank haben müssen.

https://www.bundesbank.de/resource/blob ... r-data.pdf

und ?

Die Bieter brauchen ein Zentralbankkonto um sofort mit Zentralbankgeld regulieren zu können.

Wo die Anleihen dann letztendlich hinwandern...ist eine ganz ander Frage. :D

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 11:45

U.a. brauchen die Banken ihre ZB-Konten um Mindsestreserven aufzustocken, wenn sie beim Kredite vergeben neues Buchgeld schöpfen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 11:47

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 12:45)

U.a. brauchen die Banken ihre ZB-Konten um Mindsestreserven aufzustocken,
wenn sie beim Kredite vergeben neues Buchgeld schöpfen.

Die Banken benötigen ZB-Konten...aus unterschiedlichsten Gründen. ;)

Und auch nicht JEDE eigenständige Bank hat ein ZB-Konto.
Die meisten aber schon...

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Re: Re:

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 11:56

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 12:01)

Kreditinstitute, die alle ein Konto bei der Zentralbank haben müssen.

https://www.bundesbank.de/resource/blob ... r-data.pdf



Lebensversicherungen & Rentenversicherungen stehen NICHT auf dieser Liste...

sondern NUR Banken..

jetzt kommt das Wort Prozesskette ins Spiel...
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Re: Re:

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 12:03

Realist2014 hat geschrieben:(08 Oct 2018, 12:56)

Lebensversicherungen & Rentenversicherungen stehen NICHT auf dieser Liste...

sondern NUR Banken..



... weil nur sie Buchgeld schöpfen können wenn sie Kredite vergeben oder in dem Fall Anleihen kaufen.
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Re: Re:

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 12:04

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 13:03)

... weil nur sie Buchgeld schöpfen können
wenn sie Kredite vergeben
oder in dem Fall Anleihen kaufen.

mhmmm...

wenn die Banken Staatsanleihen kaufen, schaffen sie aber kein Buchgeld. :)

DIE müssen ja mit Zentralbankgeld bezahlt werden.

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Re: Re:

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 12:10

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 13:03)

... weil nur sie Buchgeld schöpfen können wenn sie Kredite vergeben oder in dem Fall Anleihen kaufen.



Weder Lebensversicherungen noch Rentenversicherungen können Buchgeld schöpfen, weil sie meist gar keine Banklizenz haben...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 12:16

Das hat sich ja auf die Banken bezogen...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 12:41

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 13:16)

Das hat sich ja auf die Banken bezogen...


die verkaufen die Anleihen weiter an die LV's usw.

WO ist nun das Problem ?

Bzw. der Nachweis deiner "These"?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon BlueMonday » Mo 8. Okt 2018, 12:54

Buchgeld oder Giralgeld ist eh ein irreführender Begriff. Es geht um Sichteinlagen. Eine Sichteinlage ist eine Forderung des Publikums lautend auf EUR etc.

Wenn also bspw. eine Geschäftsbank ein Guthaben auf einem Kundenkonto aufgrund eines gewährten Kredits einräumt, dann hat sie kein Geld geschaffen oder geschöpft, sondern allenfalls eine Geldforderung gegen sich erzeugt. Und die muss sie in Zukunft erfüllen ("auf Sicht", zeitnah), also bei Überweisung nach außerhalb oder Barabhebung.
Dazu mus sie sich refinanzieren, denn selbst kann sie Geld nicht schaffen. Dies kann nur die Zentralbank (abgesehen von der Emission des Münzgelds, das obliegt der Regierung bzw dem Finanzministerium). Das läuft als Repogeschäft ab, also mit Rückkauf und Termin und zwar im Pfandpoolverfahren. Dazu müssen die Geschäftbanken Pfänder in ausreichender Höhe/Qualität bereits bei der Zentralbank hinterlegt haben. Nur dann fließt Geld von der Zentralbank. Das Besondere (und Bedenkliche) beim Staat ist, dass in der Regel die Anleihe selbst, also die bloße Schuld als Pfand dient (="notenbankfähige Sicherheit").

Eine andere Möglichkeit der Geldschöpfung ist der Aktivkauf durch die Zentralbank (Gold). Sprich, nicht jeder Geldeinheit steht eine Schuld gegenüber, wie das hier an anderer Stelle behauptet wurde.
But who would build the roads?
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Re: Re:

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 16:30

Skull hat geschrieben:(08 Oct 2018, 13:04)

mhmmm...

wenn die Banken Staatsanleihen kaufen, schaffen sie aber kein Buchgeld. :)

DIE müssen ja mit Zentralbankgeld bezahlt werden.

mfg



Spielt letztlich keine Rolle mit welchem Geld die Banken die Staatsanleihen kaufen. Auch die Banken bekommen ihr ZB-Geld durch Kredite bei der ZB (oder anderen Banken, die über ein ZB-Konto verfügen). Also Geldschöpfung durch Kreditvergabe (Verschuldung).
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Re: Re:

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 16:44

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:30)

Spielt letztlich keine Rolle mit welchem Geld die Banken die Staatsanleihen kaufen.
Auch die Banken bekommen ihr ZB-Geld durch Kredite bei der ZB (oder anderen Banken,
die über ein ZB-Konto verfügen). Also Geldschöpfung durch Kreditvergabe (Verschuldung).

So enfach läuft das EBEN nicht.

Für den Kauf von Staatsanleihen benötigt man Zentralbankguthaben.

mfg
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Re: Re:

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 16:44

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:30)

Spielt letztlich keine Rolle mit welchem Geld die Banken die Staatsanleihen kaufen. Auch die Banken bekommen ihr ZB-Geld durch Kredite bei der ZB (oder anderen Banken, die über ein ZB-Konto verfügen). Also Geldschöpfung durch Kreditvergabe (Verschuldung).


sie tauschen gegen Aktiva...

wurde doch schon erläutert.


Nur was ist denn das "Ziel" deiner Argumentation?

Also- auf WAS möchtest du hin verweisen?
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Re: Re:

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 16:49

Skull hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:44)

So enfach läuft das EBEN nicht.

Für den Kauf von Staatsanleihen benötigt man Zentralbankguthaben.

mfg



Und Banken nehmen in der Regel bei der ZB einen Kredit auf und bekommen den Betrag dann als Guthaben auf ihr ZB-Konto geschrieben.
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Re: Re:

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 16:53

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:49)

Und Banken nehmen in der Regel bei der ZB einen Kredit auf und bekommen den Betrag
dann als Guthaben auf ihr ZB-Konto geschrieben.

Diese Zentralbank Kredite gibt es weder...
umsonst, noch selbstverständlich, gegen Pfand und unter Auflagen.

Da gibt es keine Selbsverständlichkeit oder einen Anspruch.
Ausserdem müssen diese KURZFRISTIGEN (Liquiditäts)- Zentralbankkredite auch zurückgezahlt werden.

Dagegen langsfristige Staatsanleihen zu kaufen funzt auch nicht mal so.

Stichworte wie Fristenkongruenz, Eigenkapitalgrundsätze
und andere bankrechtliche Normen sollten dort als Verweise genügen. :)

mfg
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Re: Re:

Beitragvon z4ubi » Mo 8. Okt 2018, 17:06

Skull hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:53)

Diese Zentralbank Kredite gibt es weder...
umsonst, noch selbstverständlich, gegen Pfand und unter Auflagen.

Da gibt es keine Selbsverständlichkeit oder einen Anspruch.
Ausserdem müssen diese KURZFRISTIGEN (Liquiditäts)- Zentralbankkredite auch zurückgezahlt werden.

Dagegn langsfristige Staatsanleihen zu kaufen funzt auch nicht mal so.

Stichworte wie Fristenkongruenz, Eigenkapitalgrundsätze
und andere bankrechtliche Normen sollten dort als Verweise genügen. :)

mfg



Natürlich müssen Banken Sicherheit hinterlegen. Hab ich ja nirgends ausgeschlossen. Dennoch kommen die Banken hauptsächlich durch die Kredite bei der ZB and ihr ZB-Guthaben.
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Re: Re:

Beitragvon Realist2014 » Mo 8. Okt 2018, 17:10

z4ubi hat geschrieben:(08 Oct 2018, 18:06)

Natürlich müssen Banken Sicherheit hinterlegen. Hab ich ja nirgends ausgeschlossen. Dennoch kommen die Banken hauptsächlich durch die Kredite bei der ZB and ihr ZB-Guthaben.



ich warte immer noch auf eine Erläuterung DIESER These:

"Würden es Wirtschafts- und Finanzpolitiker besser verstehen, wäre auch mehr Spielraum für u.a. sozialpolitische Maßnahmen."


was genau ist damit gemeint?

Erhöhung der Staatsschulden für WAS?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Mo 8. Okt 2018, 17:16

Realist2014 hat geschrieben:(08 Oct 2018, 18:10)

ich warte immer noch auf eine Erläuterung DIESER These:

"Würden es Wirtschafts- und Finanzpolitiker besser verstehen, wäre auch mehr Spielraum für u.a. sozialpolitische Maßnahmen."


was genau ist damit gemeint?

Erhöhung der Staatsschulden für WAS?

Guten Abend,

ich möchte daran erinnern, was das Threadthema ist:

===> Zinsen.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke

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