Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Di 28. Nov 2017, 17:20

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 17:09)

Einer Bank ist das egal, denn die haben das Recht Geld aus dem Nichts zu erschaffen.

Nö. Aber das hatten wir schon.

Wird auch wohl niemals bei bestimmten Usern zwecks Verständnis hängen bleiben. :s

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Di 28. Nov 2017, 18:28

Skull hat geschrieben:(28 Nov 2017, 17:20)

Nö. Aber das hatten wir schon.

Wird auch wohl niemals bei bestimmten Usern zwecks Verständnis hängen bleiben. :s

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Wie erklärst du dir dass eine Bank Kredite vergeben kann?
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Di 28. Nov 2017, 18:39

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 18:28)

Wie erklärst du dir dass eine Bank Kredite vergeben kann?

DAS hatten wir schon DUTZENDE Male. Diesen Kreis drehe ich ........ nicht ... mehr.

Banken brauchen für die Kreditvergabe LIQUIDITÄT, um Kredite überhaupt auszahlen zu können.
Und irgendwelche Luftbuchungsbetrachtungen im Micky Mouse Land helfen da nicht weiter.

PUNKT.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Di 28. Nov 2017, 20:18

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 18:28)

Wie erklärst du dir dass eine Bank Kredite vergeben kann?



weil sie das RECHT dazu hat...

Eine Banklizenz...

die wiederum setzt viel Eigenkapital voraus...

befasse dich doch einfach mal mit den diesbezüglichen Grundlagen...

Bei der Bafin wirst du da fündig
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Di 28. Nov 2017, 21:22

Skull hat geschrieben:(28 Nov 2017, 18:39)

DAS hatten wir schon DUTZENDE Male. Diesen Kreis drehe ich ........ nicht ... mehr.

Banken brauchen für die Kreditvergabe LIQUIDITÄT, um Kredite überhaupt auszahlen zu können.
Und irgendwelche Luftbuchungsbetrachtungen im Micky Mouse Land helfen da nicht weiter.

PUNKT.

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Und woher nimmt sie diese "Liquidität"? :D
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Di 28. Nov 2017, 21:24

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 21:22)

Und woher nimmt sie diese "Liquidität"? :D

Willst Du wieder Spam abladen ? Ich kann gerne und umgehend auf MOD-Modus umschalten. :)

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Di 28. Nov 2017, 21:25

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 21:22)

Und woher nimmt sie diese "Liquidität"? :D



Eigenkapital

wie jedes andere Unternehmen auch...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Mi 29. Nov 2017, 08:07

Rote_Galaxie hat geschrieben:(28 Nov 2017, 17:19)

Da ich weiß dass du das ausnutzen würdest und mir das Geld nicht zurückgeben willst was ich an deinen Aussage herauslese würde ich dir kein Geld verleihen.

Du missverstehst mich. Ich würde versuchen dir das Geld zurück zu bezahlen. Aber wenn es zu viel Leid bei mir verursacht, würdest du doch auch sagen, dass wir das Zurückbezahlen lieber bleiben lassen, oder? Und ich denke, dass es irgendwann Leid verursacht. Immerhin würde das Haus ja ziemlich groß werden und da muss ich eh schon so viele Nebenkosten begleichen.

Also wie viel leihst du mir?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon BlueMonday » Mi 29. Nov 2017, 10:48

Vor allem gibt man als Kommunist ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Wenn man sich fürchtet, ausgenutzt zu werden, dann ist man noch im spießbürgerlichen kapitalistischen Denkmodus gefangen und sollte in sich gehen. Der einzige legitime Grund für einen Kommunisten nichts zu geben wäre, nichts zu haben. Das ist freilich das Problem an dieser ganzen Idee, dass man dann im kommunistischen Kreis vorm ausgehenden Lagerfeuer sitzt und alle nichts haben und alle darauf warten, dass man ihnen etwas zinslos, gegenleistungslos gibt...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon keinervondaoben » Mi 29. Nov 2017, 14:51

Hallo Leute,

jetzt mal sachlich mit der Diskussion.

Natürlich haben wir ein Zinsproblem....aber wie kommt das.

Es gibt eine Zentralbank, die über das Zentralbankgeld verfügt. Sie vergibt Kredite an die Geschäftsbanken gegen Zins.

Die Geschäfsbanken wiederrum vergeben Kredite an den Staat, sowie an Firmen und Privatleute....gegen Zins.

Der Staat kann kein Geld mit Zins oder Zinsfrei von der Zentralbank bekommen (ist halt so....warum nur?...ein Schelm, wer böses dabei denkt).

Als gutes Beispiel kann man das Jahr der Währungsreform 1949 nehmen.

Die Zentralbank gibt das erste Geld (Münzgeld und erste Kredite) and die Geschäftsbanken. Die Geschäftsbanken vergeben die ersten Kredite and Unternehmen und Privatleute.

Jetzt ist es so....wenn eine Geschäftsbank einen Kredit vergibt, so tut sie das durch einen einfachen Buchungssatz in ihrem Rechnungswesen....der Fachmann spricht von Bilanzverlängerung...das heisst die Bank bucht Forderung an Verbindlichkeit.

Für den Kredit, ist zunächst einmal überhaupt kein Geld geflossen, sondern lediglich ein Buchungssatz bei der Bank entstanden.

Und jetzt kommts....erst wenn Ihr den Kredit ausgebt entscheidet sich für die Bank, ob sie den gegebenen Kredit (also Buchgeld der Bank) in echtes Geld (Zentralbankgeld) ganz oder teilweise eintauschen muss.

Nehmen wir mal an, ihr kauft euch von dem Geld ein Auto....und nehmen wir weiter an, dass die Bank des Autoverkäufers die gleiche wie eure ist. Dann braucht eure Bank nämlich gar kein echtes Geld. Sie kann Buchgeld von eurem Konto auf das Konto des Autoverkäufers buchen. Die Bank braucht hierfür kein echtes Geld.

Hat der Autoverkäufer das Konto bei einer anderen Geschäftsbank, so muss eure Bank der anderen Geschäftsbank den Betrag in echtem Geld (Zentralbankgeld) geben. Denn für die zweite Geschäftsbank hat das Buchgeld der anderen Bank natürlich überhaupt keinen Wert...sie verlangt daher das werthaltige Zentralbankgeld. Dazu findet täglich in Deutschland unter den Geschäftsbanken ein Nettosaldenaustausch der Überweisungen statt, damit die Salden untereinander ausgeglichen sind.

Euer erspartes ist für die Bank eigentlich Peenuts.....sie tut es halt aus Gründen der Kundenbindung.....das Geld spielt aber für die Kreditvergabe kein Rolle.

Dann gibt es noch den Mindestsatz, den die Bank bei jedem Kredit halten muss....in DE so 2% ungefähr....der ändert aber nichts am Prinzip.

Die Bank muss also immer soviel Zentralbankgeld vorhalten, um die gesetzlichen Mindestkapitalvorschriften bzw. den Mindestreservesatz einzuhalten....sonst nichts.

Zwischenfazit:

die Zentralbank vergibt Kredite für Zentralbankgeld gegen Zins
die Geschäftsbanken vergeben Kredite für Geschäftsbankengeld gegen Zins
der Staat, Firmen und Privatleute können nur bei den Geschäftsbanken Kredite gegen Zins bekommen
die Geschäftsbanken vergeben Kredite NICHT für Zentralbankgeld, sondern gegen Geschäftsbankgeld.......dazu brauchen sie Zentralbankgeld für den Teil den der Kreditnehmer bei anderen Marktteilnehmern ausgeben will....0 bis 100%.

=> ABER jetzt kommt es......wie gesehen, vergeben alle in diesem System Kredit gegen Zins........ABER das Geld für die Zinszahlungen ist gar nicht im System vorhanden. <=

Was heisst das konkret....alle Teilnehmer an diesem System müssen jetzt versuchen durch ihre Tätigkeit soviel Geld bis zum nächsten Zinstermin zu erwirtschaften, daß sie den Zins bezahlen können. Da das Geld für den Zins nicht im System vorhanden ist gelingt das einigen...anderen nicht.

DER TRICK...die Geschäftsbanken wissen das....das heisst...am Ende jeder Zinsperiode gibt es Kreditnehmer die brav ihre Zinsen zahlen UND es gibt Kreditnehmer die das nicht können. Für die Kreditnehmer die die Zinszahlung nicht leisten können, bedeutet das, daß sie entweder einen weiteren Kredit nehmen müssen, um die Zinszahlung zu begleichen, oder die Bank bekommt die Sicherheiten für den Kredit.

Zwischenfazit 2:
Die Geschäftsbanken bekommen den Zins in Form echten Zentralbankgeldes ODER die Sicherheiten....IMMER BEIDES....nach Ablauf einer Zinsperiode.
Das ist ganz klar ein Schneeballsystem....nur halt gut gemacht.
ODER anders ausgedrückt....die Geschäftsbanken bekommen auf lange Sicht für ihr (wertloses) Buchgeld wertvolle Sicherheiten (Häuser, Zentralbankgeld aus Versicherungen, Grundstücke, etc).

Deshalb sagt man auch.....besser als eine Bank auszurauben ist es eine Bank zu gründen :-).


Was habt Ihr mit dem Zins zu tun?
Sehr viel...denn der Zins steckt ja überall drin....jede Firma arbeitet heutzutage mit Krediten...also steckt in jedem Rohstoff, jedem Zwischenprodukt und damit jedem Endprodukt auch ein Zinsanteil.
Das Problem ist jetzt, das durch den Zinseszinseffekt (siehe Josefpfennig)...die Zinslast überproportinal steigt.

Heute 2017 stecken in jedem Produkt ungefähr 35% Zins. Den müsst Ihr mitbezahlen.
Wer bekommt den Zins...die Kreditgeben (Banken, Reiche). Für was?....für nichts, nur wegen dem Schneeballsystem.

Ergibt sich hieraus ein Problem?
JA....die Banken und Reichen können mit dem Geld natürlich ihre Interessen durchsetzen....oder sie können auch den Staat quasi erpressen (wenn Du nicht das tust, was wir wollen dann gibt es nur noch teure Kredite...oder wir machen was mit deinen Wählern)....die Banken und Reichen haben somit sehr, sehr viel Macht in diesem System.

Geht es auch anders?
JA....man kann anstatt einem Kredit mit Zins eine Beteiligung vornehmen gegen Gewinnbeteiligung....ist das nicht das Gleiche?...wo ist der Unterschied?......Bei einem Kredit ist der Bank egal, ob es einem Kreditnehmer gut oder schlecht geht....sie bekommt ja entweder den Zins oder die Sicherheit....die Bank siegt also immer...............bei einer Beteiligung bekommt sie nur einen Zins (Gewinn), wenn es dem Kreditnehmer gut ergeht......der Kreditgeber wird sich also ganz anders seinem Kreditnehmer ggü verhalten.

Hat es Geldsysteme ohne Zins schon mal gegeben?
JA....Deutsches Reich (1933-1945), Afghanistan, Irak, Lybien, Syien, Iran, Nordkorea.

MERKT IHR WAS?

Gruss
keinervondaoben
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Mi 29. Nov 2017, 16:11

keinervondaoben hat geschrieben:(29 Nov 2017, 14:51)
Was habt Ihr mit dem Zins zu tun?
Sehr viel...denn der Zins steckt ja überall drin....jede Firma arbeitet heutzutage mit Krediten...also steckt in jedem Rohstoff, jedem Zwischenprodukt und damit jedem Endprodukt auch ein Zinsanteil.
Das Problem ist jetzt, das durch den Zinseszinseffekt (siehe Josefpfennig)...die Zinslast überproportinal steigt.

Heute 2017 stecken in jedem Produkt ungefähr 35% Zins. Den müsst Ihr mitbezahlen.
Wer bekommt den Zins...die Kreditgeben (Banken, Reiche). Für was?....für nichts, nur wegen dem Schneeballsystem.

Preisfrage: Wenn ein Unternehmen unterm Strich Zinsen bezahlt, schlagen sie das auf den Preis drauf. Also zahl ich als Käufer den Zins. Wenn ein Unternehmen unterm Strich einen Zinsgewinn erwirtschaftet (zB. hab ich ein Girokonto bei einer Bank), bekomme ich als Käufer dann auch Zinsen?

Außerdem ist ein Gewinn etwas anderes als ein Zins. Also never ever kannst du den Kaufpreis auf 35% Zinsen runterbrechen.


Geht es auch anders?
JA....man kann anstatt einem Kredit mit Zins eine Beteiligung vornehmen gegen Gewinnbeteiligung....ist das nicht das Gleiche?...wo ist der Unterschied?......Bei einem Kredit ist der Bank egal, ob es einem Kreditnehmer gut oder schlecht geht....sie bekommt ja entweder den Zins oder die Sicherheit....die Bank siegt also immer...............bei einer Beteiligung bekommt sie nur einen Zins (Gewinn), wenn es dem Kreditnehmer gut ergeht......der Kreditgeber wird sich also ganz anders seinem Kreditnehmer ggü verhalten.

Klar geht das auch so. Facebook hat seiner Zeit seine Investitionen nicht durch Bankkredite bekommen, sondern sie haben Eigenkapital verkauft. zB. an Peter Thiel, der aus seinen anfänglichen 500 000$ ein paar Milliarden gemacht hat. Gegen so ein Modell ist auch nichts einzuwänden.
Ob Kredit oder Gewinnbeteiligung, das hat für beide Seiten Vor- und Nachteile. Hätte zB. Zuckerberg damals die 500 000$ geliehen, hätte er unterm Strich vielleicht 700 000$ zurück bezahlt. Da aus den 500 000 dann Milliarden geworden sind, wäre das ein deutlich besserer Deal gewesen. Außerdem redet einem eine Bank nicht rein.

Wie sich Kapitalnehmer und Geber einigen ist doch deren Sache.

Dass eine Bank immer gewinnt, würde bedeuten, dass eine Bank auch nie pleite gehen könnte und generell besser als andere Unternehmen abschneiden würde. Gerne, kauf mal Deutsche Bank Aktien. Du wirst schnell merken, dass an deiner Logik irgendwas falsch sein muss.

Hat es Geldsysteme ohne Zins schon mal gegeben?
JA....Deutsches Reich (1933-1945), Afghanistan, Irak, Lybien, Syien, Iran, Nordkorea.

MERKT IHR WAS?

Ja. Jetz wo ich die Länder sehe. Meinst du das alles ironisch?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 29. Nov 2017, 18:01

franktoast hat geschrieben:(29 Nov 2017, 08:07)

Du missverstehst mich. Ich würde versuchen dir das Geld zurück zu bezahlen. Aber wenn es zu viel Leid bei mir verursacht, würdest du doch auch sagen, dass wir das Zurückbezahlen lieber bleiben lassen, oder? Und ich denke, dass es irgendwann Leid verursacht. Immerhin würde das Haus ja ziemlich groß werden und da muss ich eh schon so viele Nebenkosten begleichen.

Also wie viel leihst du mir?


Ein Verhältnis das nicht auf Gleichheit aufgebaut ist respektiere ich nicht.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Mi 29. Nov 2017, 18:33

keinervondaoben hat geschrieben:(29 Nov 2017, 14:51)

jetzt mal sachlich mit der Diskussion.

[...]

Das Problem ist jetzt, das durch den Zinseszinseffekt (siehe Josefpfennig)...die Zinslast überproportinal steigt.
Heute 2017 stecken in jedem Produkt ungefähr 35% Zins. Den müsst Ihr mitbezahlen.


JA....man kann anstatt einem Kredit mit Zins eine Beteiligung vornehmen gegen Gewinnbeteiligung
....ist das nicht das Gleiche?...wo ist der Unterschied?......

[...]

MERKT IHR WAS?

Ja. :)

Ich habe es sofort bemerkt.

Da ist nix "sachlich".

Die 35 Prozent und der Josephspfennig sind alt bekannte Hüte.
Ist auch nichts sachliches daran.

Und Beteiligungen an den Staat, finanzierten Urlauben, Konsumartikeln oder fremdem Häuschen...
...stelle ich mir ... eher lustig vor. :D

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » Mi 29. Nov 2017, 20:00

keinervondaoben hat geschrieben:(29 Nov 2017, 14:51)
Hat es Geldsysteme ohne Zins schon mal gegeben?
JA....Deutsches Reich (1933-1945), ...

Wie meinen :?:

Also ich bin solzer Besitzer diverser Anleihen des Deutschen Reiches aus dieser Zeit. Mit Zinsversprechen. Gut, die Zinsen wurden letztlich nicht gezahlt. Oder nur teilweise. Und getilgt wurde auch nicht. Geplant war das aber anders. ;)
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Do 30. Nov 2017, 08:17

Rote_Galaxie hat geschrieben:(29 Nov 2017, 18:01)

Ein Verhältnis das nicht auf Gleichheit aufgebaut ist respektiere ich nicht.

Also ich kann leider nicht arbeiten. Ich hab Rücken. Ganz ehrlich. Gibst du mir nun die Hälfte deines Einkommens?

Worauf wir hier hinauswollen: Im Kommunismus ist es wie im Kapitalismus. Wenn jemand etwas nimmt, wird auch von ihm verlangt, dass er auch etwas gibt. Und zwar in etwa das, was er kann. Es gäbe eben sozialen Druck, wenn jemand zB. den ganzen Tag nur faul herum liegt, aber trotzdem so viel konsumiert wie jemand der arbeitet. Und irgendwann würde der Person eben kein Geld mehr zufließen (ähnlich wie Hartz4 heute). Und wenn für jemanden etwas machst, dann verlangst du auch, dass dieser auch etwas für dich tut. Sonst tust du das nicht mehr.

Diese soziale, nicht-kapitalistische Kontrolle funktioniert. Oft wird von Kommunisten ja auch die Familie oder das nähere soziale Umfeld genannt, wo das funktioniert.

Das hat eine wichtige Voraussetzung: Man kennt sich! Man weiß, wenn jemand einen ausnutzt.

Sollte man aber Geschäfte, Handel etc. mit Fremden abschließen, die man nur einmal sieht, funktioniert das nicht mehr. Es gäbe eine zu große Verführung, den anderen auszunutzen. Und genau da funktioniert der Kommunismus nicht mehr.

Genau deswegen leihst du keinem Fremden zinslos Geld, aber wohl natürlich einem Freund oder Familienmitglied. Letztere werden dich nicht ausnutzen, haben soziale Druck zum zurück bezahlen, du hast was gegen diese in der Hand. Gibst du einem Fremden einen Kredit, verlangst du natürlich eine Gebühr, die man in der Regel "Zins" nennt.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Do 30. Nov 2017, 08:21

Skull hat geschrieben:(29 Nov 2017, 18:33)
Die 35 Prozent und der Josephspfennig sind alt bekannte Hüte.
Ist auch nichts sachliches daran.

Das sind einfach Klassiker. Ich kann das aber verstehen. Stell dir vor, du hast dich noch nie mit Wirtschaft, Zins oder Geldsystem beschäftigt. Dann erzählt dir jemand solche Geschichten. Anfangs würde das wohl jedem einleuchtend vorkommen. Leider gibt es aber auch Leute, die sich schon Jahre damit beschäftigten und aus diesem Stadium nicht heraus kommen. Ich würde sagen: Weil es einem einfach zu gut in den Kram passt. Es ist ein toller Sündenbock(, warum man selber nichts auf die Reihe bekommt). Hand aufs Herz: Ein besserer Südenbock als Ausländer.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon keinervondaoben » Do 30. Nov 2017, 10:21

Hallo Leute,

wow...wie viele Dumme Menschen es doch gibt.....natürlich kann man mit 100% Eigenkapital ohne Zinsen wirtschaften, aber das ist ja kein Beispiel für das kreditbasierte Geldsystem [Mod: editiert] ...man kann auch als Einsiedler im Wald leben, ganz ohne Kredit und Zins, geht auch, aber auch das ist kein Beispiel für das Geldsystem...oh man. Man kann natürlich auch Aktien rausgeben..das ist ein Beispiel für das Geldsystem, aber das ist ja genau das, was ich sage...nämlich anstatt eines Kredites eine Beteiligung, also sehr gut.
Natürlich gehen Banken pleite..hat doch keiner das Gegenteil behauptet.....ich muss mich eindeutiger Ausdrücken, damit Ihr es versteht.

Es war gemeint das Bankensystem in Summe gewinnt immer...es gehen zwar einzelne Banken Pleite, aber das ganze System wird immer reicher und mächtiger.

=> zum Josefpfennig:...das ist Mathematik Leute.....durch den Zinseszinseffekt, hier im Beispiel natürlich vereinfacht...scheinbar für Euch noch zu hoch....bedeutet das, daß immer mehr Geld im Kreislauf benötigt wird, um den Kreislauf am Leben zu erhalten....und zwar mit exponenzieller Funktion

=> Dein Gegenbeispiel mit den Anteilsscheinen am Deutschen Reich kann ja nicht funktioniert haben, da bekanntlich der Krieg verloren ging... [Mod: editiert] ...Trotzdem bleibt es Tatsache, daß die deutsche Reichregierung damals vor dem Problem stand....kein Gold, keine Kredite vom internationalen Bankensystem...was tun?....damals hat man ein Zinsloses Geldsystem entwickelt, mit internationalem Warentausch...dieses System war so erfolgreich,

[Mod: editiert]

Das heisst, das die Allierte Seite das Verhältnis 3:1 hatte (sogar weit mehr)...damit Du es wieder verstehst....oben war ja nur von Deutschland angrenzenden Ländern gesprochen.

Kann es sein, daß die Geschichtsbücher ein wenig verfälscht wurden?


So, jetzt zum Hauptkern......damit es alle verstehen.....ES GIBT DEN ZINS GAR NICHT ALS GELD IM SYSTEM.....das bedeutet, das Bankensystem, weiß schon bei Kreditvergabe, daß NICHT ALLE Kreditnehmer ihren Kredit zurückzahlen können....da das Geld für den Zins ja gar nicht da ist.

Und noch mehr auf den Punkt gebracht bedeutet es, daß das Bankensystem für die Buchgeldkredite die es vergibt (Wertloses Zeug) bekommt dafür Zentralbankgeld bzw. die hinterlegten Sicherheiten.

Im Laufe der Zeit bekommt also das Bankensystem ALLES HAB UND GUT derjenigen Kreditnehmer die den Zins nicht zurückzahlen können.

Es geht weiter...auch ein Unternehmen, daß mit 100% Eigenkapital arbeitet hat im Endpreis des Produktes Zinskosten.....hä? wie? was? versteh ich nicht?.....ist doch klar, da wahrscheinlich nicht alle Zulieferer ebenso mit 100% Eigenkapital arbeiten, müssen diese ihre Kreditkosten in die Produktkosten miteinrechnen....daher sind in jedem Produkt Zinskosten vorhanden..quasi indirekt. Jetzt bitte wieder nicht so ein Gegenbeispiel bei dem einen Fall von einer Million wo das nicht der Fall ist...die gibt es natürlich auch, aber wir reden ja hier von dem ganzen System und nicht von Eínzelfällen.

Bis denne
Zuletzt geändert von Skull am Do 30. Nov 2017, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Do 30. Nov 2017, 10:40

Sehr geehrter Neuuser...

Die Geschichtsbücher wurden nicht gefälscht.

Das es dumme Menschen gibt, kann man nicht von der Hand weisen.
DU solltest aber da gerade recht vorsichtig sein, dieses anderen Menschen zu unterstellen.

Ansonsten würde ich zu Deinen Posting lediglich bemerken,
viel Text, wenig Sinn und viel UNVERSTÄNDNIS. :)

Welche Beteiligung solll denn der Kreditgeber für den "Kredit"
zur Finanzierung eines Fernsehers vom Kreditnehmer erhalten ? :D

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » Do 30. Nov 2017, 10:46

keinervondaoben hat geschrieben:(30 Nov 2017, 10:21)
=> zum Josefpfennig:...das ist Mathematik Leute.....durch den Zinseszinseffekt, hier im Beispiel natürlich vereinfacht...scheinbar für Euch noch zu hoch....bedeutet das, daß immer mehr Geld im Kreislauf benötigt wird, um den Kreislauf am Leben zu erhalten....und zwar mit exponenzieller Funktion

Stimmt. Das ist Mathematik. Aber mit Mathematik läßt sich alles berechnen. Reales und Irreales. Und der Josephspfennig ist irreal. Berechnen kann man ihn aber eben trotzdem.
[Mod: editiert]

Das Deutsche Reich war 1939 praktisch pleite. Das war mit ein Grund, warum der Krieg da los ging.
Und nein, das DR wurde nicht von allen bewundert. Lange nicht. Was Du hier machst ist Geschichtsklitterung.
Zuletzt geändert von Skull am Do 30. Nov 2017, 10:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Nachfolgezitat geändert
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 30. Nov 2017, 11:01

keinervondaoben hat geschrieben:(30 Nov 2017, 10:21)



So, jetzt zum Hauptkern......damit es alle verstehen.....ES GIBT DEN ZINS GAR NICHT ALS GELD IM SYSTEM.....das bedeutet, das Bankensystem, weiß schon bei Kreditvergabe, daß NICHT ALLE Kreditnehmer ihren Kredit zurückzahlen können....da das Geld für den Zins ja gar nicht da ist.



Auch dieser gern behauptete Unsinn wurde hier im Thread schon x-mal diskutiert. Trotzdem ist dieses Märchen wohl nicht auszurotten.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)

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