Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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Alter Stubentiger
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 5. Okt 2017, 14:59

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 18:30)

Und Mehrwert erwirtschaften bedeutet: Geld verdienen, Geld, welches geschöpft wurde.
Nicht geschöpftes Geld kann nicht verdient - im Sinne von als Einkommen erhalten - werden; nicht mitgeschöpfter Zins, eine zusätzliche Geldmenge zusätzlich zum Kreditbetrag kann somit nicht erwirtschaftet werden, da nicht vorhanden.

Somit wird er, der Geldzins, anderweitig geschöpft. Muß bzw. sollte ja, denn ansonsten bekommen sämtliche Kreditnehmer Bezahlschwierigkeiten.


Deine Argumentation ist fehlerhaft weil du die notwendige und legitime Anpassung der Geldmenge durch die Zentralbanken in einen Topf wirfst mit der problematischen Geldschöpfung der Banken um Kapitalmarktgeschäfte/Finanzinvestoren zu finanzieren.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 5. Okt 2017, 15:13

franktoast hat geschrieben:(05 Oct 2017, 08:37)

Ich will ein Apple-Handy und tausche meine 700€ gegen das Gerät. Apple wiederum tauscht 5000$ gegen 160std Arbeit des Programmierers etc.

Du verstehst das Prinzip nicht. Es wird nicht getauscht im Sinne von tauschen. Es wird gekauft und verkauft. Bei jedem Geschäftsvorgang entsteht ein Mehrwert. Und der wird ja auch versteuert. Mehrwertsteuer. Wenn du schon mal Buchhaltung gemacht hast weißt du dass auch. Heute sagt man Umsatzsteuer, Vorsteuer. Meint aber das Gleiche.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 15:17

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 16:13)

Bei jedem Geschäftsvorgang entsteht ein Mehrwert. Und der wird ja auch versteuert.

Nein. Weder der erste Satz, noch der zweite. :)

mfg
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 5. Okt 2017, 15:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 16:13)

Du verstehst das Prinzip nicht. Es wird nicht getauscht im Sinne von tauschen. Es wird gekauft und verkauft. Bei jedem Geschäftsvorgang entsteht ein Mehrwert. Und der wird ja auch versteuert. Mehrwertsteuer. Wenn du schon mal Buchhaltung gemacht hast weißt du dass auch. Heute sagt man Umsatzsteuer, Vorsteuer. Meint aber das Gleiche.


Das stimmt so mal nicht. Umsatzsteuer ist ein Oberbegriff. Die kann unterschiedlichen Prinzipien folgen. In Deutschland folgt sie z.B. dem Mehrwertsteuerprinzip (International: Value added Tax). Aber auch in USA gibt es z.B, eine Umsatzsteuer (hier: Sales Tax). Die folgt aber nicht den Mehrwertsteuerprinzipien.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Do 5. Okt 2017, 15:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 15:59)

n in einen Topf wirfst mit der problematischen Geldschöpfung der Banken um Kapitalmarktgeschäfte/Finanzinvestoren zu finanzieren.



die Geldschöpfung der Banken dient primär der Finanzierung von Unternehmen und den Konsumenten

die Investoren "investieren" mit Eigenkapital ihrer Kunden
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Do 5. Okt 2017, 15:32

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 16:13)

Du verstehst das Prinzip nicht. Es wird nicht getauscht im Sinne von tauschen. Es wird gekauft und verkauft. Bei jedem Geschäftsvorgang entsteht ein Mehrwert. Und der wird ja auch versteuert. Mehrwertsteuer. Wenn du schon mal Buchhaltung gemacht hast weißt du dass auch. Heute sagt man Umsatzsteuer, Vorsteuer. Meint aber das Gleiche.

Ok, also ist deine Ansicht, dass bei jedem Geschäftsvorgang ein Mehrwert entsteht. Also wenn ich ein Apple-Handy kaufe, dann erziele ich einen Mehrwert (mir ist das Handy offenbar mehr wert als die 700€) und Apple erzielt auch einen Mehrwert (für Apple sind die 700€ wertvoller als das Handy). Macht Sinn. Jemand wird keinen Kauf oder Verkauf tätigen, wenn er nix davon hat.

Ok, wo genau liegt nun dein Problem?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 5. Okt 2017, 16:52

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 16:17)

Nein. Weder der erste Satz, noch der zweite. :)

mfg


Gut. Woher kommt dann die Mehrwertsteuer? Vom Mehrwert vielleicht? Könnte es sein dass dieser besteuert wird? Wo ist er entstanden? Lass mal hören.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 16:58

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 17:52)

Gut. Woher kommt dann die Mehrwertsteuer? Vom Mehrwert vielleicht? Könnte es sein dass dieser besteuert wird? Wo ist er entstanden? Lass mal hören.

Wir werden hier jetzt keinen Diskurs zur Mehrwertsteuer machen. :)

Dein erster Satz:

Bei JEDEM GeschäftsVORGANG entsteht ein Mehrwert.

Das ist natürlich totaler Quatsch.

Dein zweiter Satz:

Und der wird auch versteuert.

Auch diejenigen Geschäftsvorgänge, die einen Mehrwehrt beinhalten,
unterliegen weder immer noch zwangsläufig der Mehrwehrtsteuererhebung.
Da gibt es jede Menge Beispiele und Dinge.
Also ebenfalls ein klares NEIN.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 5. Okt 2017, 17:00

Realist2014 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 16:27)

die Geldschöpfung der Banken dient primär der Finanzierung von Unternehmen und den Konsumenten

die Investoren "investieren" mit Eigenkapital ihrer Kunden


Auch das muß man trennen. Es wird immer dann heikel wenn Investoren mit geringem Eigenkapital im großen Stil Geld bei den Banken leihen um z.B. eine Firma aufzukaufen. Denn dann muß die Bank bei wiederum geringem Eigenkapital Geld "schöpfen". Dadurch können gewaltige Hebel für den Investor zur Verfügung gestellt werden. Dafür muß der natürlich reichlich Zinsen zahlen. Diese Zinsen muß die aufgekaufte Firma aufbringen. Und das wiederrum führt leider zum Ausverkauf der Firmen.

Es muß nicht so laufen. Es gibt auch viele seriöse Investoren. Aber alleine die Möglichkeit hat schon vor vielen Jahren die "Heuschrecken" stark gemacht wie Peer Steinbrück es formulierte.

Meine Kritik gilt nicht der Sparkasse wo der Handwerker von nebenan sein Gewerk finanziert.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 5. Okt 2017, 17:01

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 17:58)

Wir werden hier jetzt keinen Diskurs zur Mehrwertsteuer machen. :)

Dein erster Satz:

Bei JEDEM GeschäftsVORGANG entsteht ein Mehrwert.

Das ist natürlich totaler Quatsch.

Dein zweiter Satz:

Und der wird auch versteuert.

Auch diejenigen Geschäftsvorgänge, die einen Mehrwehrt beinhalten,
unterliegen weder immer noch zwangsläufig der Mehrwehrtsteuererhebung.
Da gibt es jede Menge Beispiele und Dinge.
Also ebenfalls ein klares NEIN.

mfg

War klar daß da nichts konkretes kommt. Na ja. Lassen wir dass.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Do 5. Okt 2017, 17:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:01)

War klar daß da nichts konkretes kommt. Na ja. Lassen wir dass.

Wie bitte ?

Du schreibst eindeutigen BLÖDSINN, man weist Dich darauf hin...
...und dann kommt der Verwurf, es würde nichts mehr kommen ? :D

Deine von mir thematisierten Aussagen waren schlicht und einfach......falsch.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 6. Okt 2017, 15:04

Skull hat geschrieben:(05 Oct 2017, 18:03)

Wie bitte ?

Du schreibst eindeutigen BLÖDSINN, man weist Dich darauf hin...
...und dann kommt der Verwurf, es würde nichts mehr kommen ? :D

Deine von mir thematisierten Aussagen waren schlicht und einfach......falsch.

mfg

Ich hab bei Buchführung immer eine eins gehabt. Ist zwar schon eine Weile her aber die Mehrwertsteuer wird immer konkret verbucht und am Ende des Tages vom Endverbraucher entrichtet.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Skull » Fr 6. Okt 2017, 21:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 16:04)

Ich hab bei Buchführung immer eine eins gehabt.
Ist zwar schon eine Weile her aber die Mehrwertsteuer wird immer konkret verbucht
und am Ende des Tages vom Endverbraucher entrichtet.

Und ?

Hat nichts mit meiner Kritik an Deinen KONKRETEN Aussagen zu tun.

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 10:05

Dampflok94 hat geschrieben:(05 Oct 2017, 12:01)

Aber der Laden könnte regelmäßig eine Zahlung verlangen, so lange diese Lizenz bzw. die Software genutzt wird. Und bei Rückgabe der Lizenz muß auch nichts mehr gezahlt werden.

Und nun umgemünzt auf die Situation der Euro-Währung: Bei wie vielen Kreditgewährungen bisher im Jahre 2017 wurde eine derartige Vorgehensweise angewendet oder zumindest tatsächlich angedacht ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 10:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 Oct 2017, 15:59)

Deine Argumentation ist fehlerhaft weil du die notwendige und legitime Anpassung der Geldmenge durch die Zentralbanken in einen Topf wirfst mit der problematischen Geldschöpfung der Banken um Kapitalmarktgeschäfte/Finanzinvestoren zu finanzieren.

Begriffsklärung; Definiere bitte genauer, welche praktischen Vorgänge Du als "Anpassung der Geldmenge durch die Zentralbanken" bezeichnest.
Ist das etwas, was die Zentralbank(en) selbstständig machen, im Auftrag oder gar auf Anweisung ?
Und wie machen sie das das Deinem Verständnis nach ?

Wir reden hier ja nicht davon, daß sie jeder natürlichen Person im Euro-Raum mal eine (Starter-)Tüte voller Euromünzen - für die Person soweit kostenfrei, als Geschenk - postalisch und ohne Zinsbehaftung zusenden, um so die Geldmenge zu erhöhen... je nach Bedarf und geldpolitischer Sinnhaftigkeit.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 10:19

franktoast hat geschrieben:(05 Oct 2017, 08:32)

Wenn die EZB Banken dazu zwingt, zu maximal 0% Zinsen Geld zu verleihen, wer bekommt dann keinen Immobilienkredit mehr, der den womöglich nötig hätte? Marc Zuckerberg oder Rudi Familiengründer?

Vermutlich die eine Bank, die bei der anderen Bank eigentlich einen Kredit aufnehmen muß (darf sich ja nicht selbst Geld schöpfen...), um damit den neuen Luxusbau und die Zinsen für den Finanzierungskredites des alten Luxusbaues begleichen bzw. bezahlen zu können ?!
Weiß man nicht so genau...

Ernsthaft: Wäre eine Bank noch eine Bank, wenn sie sie aus Trotz wg. Nullzinspolitik die Kreditgewährung einstellt ??
Wer will dann noch Kunde bei solch einer trotzigen Bank bleiben ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 10:21

franktoast hat geschrieben:(05 Oct 2017, 08:31)

Sorry, ich kann deinen Gedankengang nicht nachvollziehen. Wenn du 100kg Kartoffeln im Frühjahr anpflanzt, [...]

Kommt jetzt: "Wenn Du als Gesamtheit der Nichtbanken 100 Münzen investierst..."
?

:rolleyes:
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 10:30

Das Leid der öffentlichen Haushalte wegen Zinsen bzw. insbesondere wegen einer Zinserhöhung: Man sollte niemals vergessen, daß die derzeitige Höhe der öffentlichen Haushaltsschulden (zum Beispiel die Schulden des Bundes, der Länder, Städte und Kommunen) im Euro-Währungsraum keine (hohe) Kreditzinssätze in einer bestimmten Größenordnung mehr zulassen, ohne für möglicherweise immenses Leid bei den Bewohnern dieser Länder mit zu sorgen.

Weniger das Leid durch Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer denkbaren Zinslast, sondern mehr die bis dato erfolgten Ausgabenverkürzungen, zum Zwecke der Zinsbedienung.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Dampflok94 » Do 26. Okt 2017, 12:09

Loki hat geschrieben:(26 Oct 2017, 11:05)

Und nun umgemünzt auf die Situation der Euro-Währung: Bei wie vielen Kreditgewährungen bisher im Jahre 2017 wurde eine derartige Vorgehensweise angewendet oder zumindest tatsächlich angedacht ?

Ist doch der Normalfall. So lange Du den Kredit hast, zahlst Du. Wird er beglichen, zahlst Du nicht mehr.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Do 26. Okt 2017, 12:13

Dampflok94 hat geschrieben:(26 Oct 2017, 13:09)

Ist doch der Normalfall. So lange Du den Kredit hast, zahlst Du. Wird er beglichen, zahlst Du nicht mehr.

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Zitat Dampflok94: "Und bei Rückgabe der Lizenz muß auch nichts mehr gezahlt werden."
(Hervorhebung von mir.)
Beim Eurokredit: Am Tag der Rückgabe noch, danach nichts mehr,
es sei denn, für die Geldzinszahlung selbst mußte ein (Neu-)Kredit gewährt werden.

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