Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

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Realist2014
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:37

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:32)

Korrekt, sie schöpfen. Jedoch nicht für sich selbst, eigentlich... :?


ja

und wenn das "geschöpfte" nicht getilgt wird, dann haben sie eine Realverlust


jetzt zum 100ten mal...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:38

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:36)

Von jeder meiner Kundenbanken, die noch keinen Nullzins durchgesetzt haben, so viel Geld für die Herausgabe von Zentralbankgeld verlangen, so daß sie sich meinem Willen unterordnen.

.


es gibt doch den Nullzins bei den Sparguthaben
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franktoast
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon franktoast » Mi 4. Okt 2017, 16:42

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:36)

Von jeder meiner Kundenbanken, die noch keinen Nullzins durchgesetzt haben, so viel Geld für die Herausgabe von Zentralbankgeld verlangen, so daß sie sich meinem Willen unterordnen.

Ist angenehmer anstelle eines Crashes als deutliches Zeichen dafür, daß Zinsen Leid verursachen.


Ok, das war nicht meine Frage. Ja, ein Zinsverbot bzw. 0Zins könnte man so erreichen. Also im Schnitt. Aber ziemlich egoistisch gegenüber den Nicht-Reichen. Die kaufen sich einfach was sie wollen. Ein Eigenheim wird für Nicht-Reiche dann wohl doch eher ein Traum.

Bist du reich oder war bist du so?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 16:45

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 16:07)

Börsengewinne erzielt man dadurch, das man Aktien kauft und nach einer Kursteigerung wieder verkauft ( als ein Beispiel)

WIE "zahlen" die "anderen Leute" diese Kursteigerung?

wenn "ein Superreicher" dieses Aktien an einen anderen "Superreichen" verkauft?


Der Gewinn entsteht aus Luft? Es geht auch nicht nur um Aktien wo oft genug Kleinaktionäre von "Börsenprofis" über den Tisch gezogen werden . Es geht vor allem um den Hochfrequenzhandel. Da agieren noch nicht einmal Menschen sondern Algorithmen im Auftrag der Big player. Und es geht um alle denkbaren Derivatgeschäfte. Dort entstehen gewaltige Gewinne. Aber einer muß die Zeche doch bezahlen. Die vielen Verlierer kennt man natürlich nicht persönlich. Sie entstehen überall auf der Welt. Unbedeutende Leute die dich wohl nicht interessieren. Aber die großen Gewinner kennt man. Schau mal regelmässig bei Forbes vorbei. Da kannst du sehen wie die wenigen Superreichen immer mehr anhäufen. Nimm das doch einfach mal wahr anstatt alles abzustreiten.

Der klassische Aktionär ist doch gar nicht das Thema, er ist nicht das große Problem.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:45

franktoast hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:31)

Richtig. Eine Dienstleistung eben.

Warum ?
Warum mit Geld bezahlen, welches durch die Dienstleitung selbst ja erst entstand und irgendwie doch nicht ?
Geht doch gar nicht. Du kannst doch nicht mit etwas bezahlen, was es so nicht gibt. Den Zins in Form von Geld gibt es nicht. Denn er wird nicht mitgeschöpft bei der Dienstleitung Geldschöpfung = Kreditgewährung.

Somit muß der Kreditnehmer ihn von anderen Personen nehmen; sie um deren Kreditzahlfähig berauben. Denn was denen genommen wurde, können sie nicht nutzen. Anfangs nicht für ihre Kreditrückzahlung und später definitiv nicht für ihre Kreditzinszahlung.

Warum verteidigst Du einen solchen Umstand ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 16:46

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 16:09)

die Vermögensverteilung hat sich in kaum verändert - wenn man seriös vergleicht

was sich geändert hat ist natürlich die stärkere Vermögensbildung wegen der notwendigen zusätzlichen Altersvorsorge

und welche "Lösung" für ein nicht existierendes Problem?


und inwiefern habe ich als Freiberufler ein "parasitäres Geschäftsmodell"???


Du leugnest einfach nur. Ich gern einmal was Konstruktives von dir hören.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:47

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:26)

ein Preis wie Miete und Pacht

Mietkauf beim Geld wollt ihr aber nicht haben ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:48

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:37)
und wenn das "geschöpfte" nicht getilgt wird, dann haben sie eine Realverlust

Sie ? Bankensystem ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:49

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:46)

Du leugnest einfach nur. .



was genau "leugne" ich?

es gibt keine "Umverteilung von unten nach oben"

weil "unten" nichts ist zum "umverteilen"

die Umverteilung erfolgt in der Realität von OBEN nach UNTEN aufgrund des progressiven Steuersystems
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:50

franktoast hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:42)
Aber ziemlich egoistisch gegenüber den Nicht-Reichen.

:?: Bitte was ?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 16:51

franktoast hat geschrieben:(04 Oct 2017, 16:10)

Ja und wenn du ein Gehalt von 1000€ bekommst, machst du die Reichen(Arbeitgeber) damit ärmer. Irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Sorry, so gesehen gäbe es bei jedem(!) Tauschgeschäft mindestens einen Verlierer und der Staat sollte jedes Unternehmen und jeden Tausch kontrollieren.

Das ist Quatsch. In der Realwirtschaft entstehen die Gewinne durch Mehrwert und nicht durch "Tausch".

An der Börse allerdings wird nichts erzeugt. Nichts geschaffen. Es wird nur getauscht. Darum sind die Gewinnen die die Finanzindustrie generiert nur ein Tauschgeschäft bei dem viele verlieren.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:51

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:45)

Warum ?
Warum mit Geld bezahlen, welches durch die Dienstleitung selbst ja erst entstand und irgendwie doch nicht ?
Geht doch gar nicht. Du kannst doch nicht mit etwas bezahlen, was es so nicht gibt. Den Zins in Form von Geld gibt es nicht. Denn er wird nicht mitgeschöpft bei der Dienstleitung Geldschöpfung = Kreditgewährung.

Somit muß der Kreditnehmer ihn von anderen Personen nehmen; sie um deren Kreditzahlfähig berauben. Denn was denen genommen wurde, können sie nicht nutzen. Anfangs nicht für ihre Kreditrückzahlung und später definitiv nicht für ihre Kreditzinszahlung.

Warum verteidigst Du einen solchen Umstand ?



warum stellst du nun zum 100ten mal falsche Thesen auf?

die schon x-mal widerlegt wurden....
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:51)


An der Börse allerdings wird nichts erzeugt. Nichts geschaffen. Es wird nur getauscht. Darum sind die Gewinnen die die Finanzindustrie generiert nur ein Tauschgeschäft bei dem viele verlieren.



bring diese deine These doch einfach mal in den Kontext vom Kauf und Verkauf von Aktien

WIE "verlieren" denn die "vielen"- wenn die gar nicht an der Börse aktiv sind?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 16:54

Skull hat geschrieben:(04 Oct 2017, 16:39)

Guten Tag,

ich möchte wieder einmal darauf hinweisen,
das ZINSEN das Thema sind.

Nicht Verschwörungstheorien über die Börse...
...und auch nicht Geschäftsmodelle von Freiberuflern.


Es ist aber nun einmal ein großer Irrtum auf die Zinsen zu schauen wie das Kaninchen. Da ist gar kein so großes Problem. Darum weise ich darauf hin daß das große Leid an der Börse geschaffen wird.
Und dies ist keine Verschwörungstheorie. Viele Wissenschaftler erkennen mittlerweile das das jetzige Finanzsystem in die Irre führt.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:54

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:48)

Sie ? Bankensystem ?



jede einzelne Bank

denn ein Kredit wird ja normalerweise auch von EINER Bank gegeben

und nicht vom "Bankensystem"
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Realist2014 » Mi 4. Okt 2017, 16:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:54)

Darum weise ich darauf hin daß das große Leid an der Börse geschaffen wird.
Und dies ist keine Verschwörungstheorie. Viele Wissenschaftler erkennen mittlerweile das das jetzige Finanzsystem in die Irre führt.


wie wird denn "an der Börse" Leid geschaffen?

das IST doch HUMBUG
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:56

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:51)

warum stellst du nun zum 100ten mal falsche Thesen auf?

die schon x-mal widerlegt wurden....

:D Vorsicht, sonst kommt noch jemand vom Vorstand und will Dir versuchsweise die Behauptung unwahrer Tatsachen oder Verdrehung dieser ans Fell heften...
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 16:57

Loki hat geschrieben:(04 Oct 2017, 16:41)

Du meinst damit das Verändern des Leitzinssatzes ?

Auch hier: Leitzinsanpassung ?

Nein. Wie regelt die Bundesbank die Geldmenge die im Umlauf ist und der Realwirtschaft zur Verfügung steht?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Loki » Mi 4. Okt 2017, 16:59

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:54)
[...] Darum weise ich darauf hin daß das große Leid an der Börse geschaffen wird.
Und dies ist keine Verschwörungstheorie. Viele Wissenschaftler erkennen mittlerweile das das jetzige Finanzsystem in die Irre führt.

Börse, Aktien ist hier im Thread jedoch eine Nebelkerze!

Zinsen für Wertpapiere jedoch eventuell noch am Thema dran; je nachdem, was der TE dazu meint.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 4. Okt 2017, 17:02

Realist2014 hat geschrieben:(04 Oct 2017, 17:37)

ja

und wenn das "geschöpfte" nicht getilgt wird, dann haben sie eine Realverlust


jetzt zum 100ten mal...


Das Problem ist daß sie mehr schöpfen können als ihnen an Eigenkapital zur Verfügung steht. Viel, viel mehr. Das führt dann alle paar Jahre zu großen Problemen die der Steuerzahler lösen muß. Einer der Verlierer des Systems.
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