Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

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Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 28. Apr 2017, 12:01

In mehreren anderen Threads kam schon das Thema Genossenschaften zur Sprache. Und zwar als alternative Rechtsform zu GmbHs oder AGs.
Ein durchaus interessantes Thema, dass einen eigenen Thread verdient hat. In Deutschland In Deutschland fristen Genossenschaften eher ein Nischendasein. Die größte Anzahl dürften wohl Wohnungsbaugenossenschaften oder Banken sein. Dazu kommen oft noch Einkaufsgenossenschaften zu denen sich Einzelhändler zusammenschließen um ihre Einkaufskonditionen zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es Spanien mit Mondragon einen Konzern der genossenschaftlich organisiert ist. Hier können Mitarbeiter durch Erwerb eines Anteils für ca. 14.000 € Mitglieder der Genossenschaft werden, erhalten dafür eine Gewinnausschüttung und sind mit Erwerb natürlich auch stimmberechtigt. Rund 81% der Beschäftigten nutzen diese Möglichkeit.

Wäre das eine Rechtsform für die Zukunft? Wenn ja, warum fristet die Genossenschaft in Deutschland nur ein Nischendasein? Wie kann man das ändern? Wer muss aktiv werden?
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Wähler » Sa 29. Apr 2017, 07:09

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Apr 2017, 13:01)
Wäre das eine Rechtsform für die Zukunft? Wenn ja, warum fristet die Genossenschaft in Deutschland nur ein Nischendasein? Wie kann man das ändern? Wer muss aktiv werden?

Genossenschaft ist nicht nur eine Rechtsform, sondern vor allem ein Lebensstil. Unsere Wohnungsbaugenossenschaft beruht auf den Prinzipien der subsidiären Selbstverwaltung, dem sozialen Ausgleich und der ökologischen Nachhaltigkeit. Selbstverwaltung bedeutet Basisdemokratie, da eine größere Menge an Anteilen an der Genossenschaft nicht zu mehr Stimmrechten führt. Soziale Kontrolle ist wichtig, um so zu gewährleisten, dass sich auch jeder entsprechend seiner Kräfte in das gemeinsame Projekt einbringt. Damit das Ganze nicht zu einem kleinen Dorf aus 150 Haushalten pro Wohnsiedlungsprojekt wird, ist der Kontakt zu städtischen Behörden wichtig, dem Stadtbauamt und dem Wohnungamt für die Belegung des Anteils an Sozialwohnungen. Ich denke, jeder sollte sich fragen, ob er auch der Typ für einen solchen Lebensstil ist.
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Selina
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Selina » Sa 29. Apr 2017, 08:59

Wähler hat geschrieben:(29 Apr 2017, 08:09)

Genossenschaft ist nicht nur eine Rechtsform, sondern vor allem ein Lebensstil. Unsere Wohnungsbaugenossenschaft beruht auf den Prinzipien der subsidiären Selbstverwaltung, dem sozialen Ausgleich und der ökologischen Nachhaltigkeit. Selbstverwaltung bedeutet Basisdemokratie, da eine größere Menge an Anteilen an der Genossenschaft nicht zu mehr Stimmrechten führt. Soziale Kontrolle ist wichtig, um so zu gewährleisten, dass sich auch jeder entsprechend seiner Kräfte in das gemeinsame Projekt einbringt. Damit das Ganze nicht zu einem kleinen Dorf aus 150 Haushalten pro Wohnsiedlungsprojekt wird, ist der Kontakt zu städtischen Behörden wichtig, dem Stadtbauamt und dem Wohnungamt für die Belegung des Anteils an Sozialwohnungen. Ich denke, jeder sollte sich fragen, ob er auch der Typ für einen solchen Lebensstil ist.


Interessante Beschreibung. Ich hab das Thema ja auch im Kommunismus-Thread angeschnitten, weil ich es eher als übergreifendes alternatives - und ja, wie du auch schreibst, mit dem Lebensstil zusammenhängendes - Prinzip begreife. Mir geht es weniger um die schon lange existierende kleine Schustergenossenschaft "PGH Froher Leisten" :D oder dergleichen, sondern eher um eine genossenschaftliche Gesellschaft als soziales Zukunftsmodell.

Der Anfang könnte durchaus regional von solchen gut funktionierenden Wohnungsgenossenschaften ausgehen als eine Art Motor, um den sich dann viele andere Genossenschaften herumgruppieren. Nur mal gesponnen ;) Genossenschaftswesen, Genossenschaftsgedanke, Genossenschaftsdemokratie. Das könnte was Größeres werden, weil die Genossenschaften sehr demokratisch arbeiten und das Prinzip Selbstverwaltung wichtig ist. Die Anteilseigner (z. B. Mieter, Kunden, Produzenten als Genossenschafter) sind meistens auch hoch motiviert, dass die Genossenschaft gut gedeihen kann, steckt doch das eigene Geld und die eigene Leistung darin. Und in der Vertreterversammlung bestimmen sie über ihre Vertreter mit, wohin es geht, was die Schwerpunkte der genossenschaftlichen Arbeit und des Zusammenlebens kurz-, mittel- und langfristig sein sollen. Ja, so etwas ist auch denkbar als eine Art genossenschaftliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Die Genossenschaften können sich untereinander vernetzen und arbeitsteilig agieren. Regional, national und international. Das könnte durchaus regional mit einem "Genossenschafts-Dorf" beginnen.

Genossenschaften fände ich unter anderem auch besonders sinnvoll in Bereichen, die der Daseinsvorsorge dienen: Wohnen, ÖPNV, Strom, Wasser, Abfallentsorgung, Gesundheitswesen, insbesondere mit dem Ziel, Einfluss auf eine soziale Preisgestaltung nehmen zu können, damit die Preise in den existenziell wichtigen Bereichen für den Einzelnen nicht ins Uferlose hochgetrieben werden können. Hat viel mit Lebensqualität und Gerechtigkeit zu tun ;)
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Senexx » Sa 29. Apr 2017, 09:29

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Apr 2017, 13:01)

In mehreren anderen Threads kam schon das Thema Genossenschaften zur Sprache. Und zwar als alternative Rechtsform zu GmbHs oder AGs.
Ein durchaus interessantes Thema, dass einen eigenen Thread verdient hat. In Deutschland In Deutschland fristen Genossenschaften eher ein Nischendasein. Die größte Anzahl dürften wohl Wohnungsbaugenossenschaften oder Banken sein. Dazu kommen oft noch Einkaufsgenossenschaften zu denen sich Einzelhändler zusammenschließen um ihre Einkaufskonditionen zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es Spanien mit Mondragon einen Konzern der genossenschaftlich organisiert ist. Hier können Mitarbeiter durch Erwerb eines Anteils für ca. 14.000 € Mitglieder der Genossenschaft werden, erhalten dafür eine Gewinnausschüttung und sind mit Erwerb natürlich auch stimmberechtigt. Rund 81% der Beschäftigten nutzen diese Möglichkeit.

Wäre das eine Rechtsform für die Zukunft?

Nein.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Wähler » Sa 29. Apr 2017, 09:37

Senexx hat geschrieben:(29 Apr 2017, 10:29)
Nein.

Ein Wort ist kein Argument. ;)
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Senexx » Sa 29. Apr 2017, 09:46

Wähler hat geschrieben:(29 Apr 2017, 10:37)

Ein Wort ist kein Argument. ;)

Sehen Sie es als Prognose.

Die Diskussion über Genossenschaften ist so alt, wie es Genossenschaften gibt.

Genossenschaften sind eine ineffiziente Gesellschaftsform, in der nach kurzer Zeit wenige Kungler das Ruder in der Hand halten. Warum, will ich jetzt nicht ausführlich erklären müssen.

Genossenschaften sind im Endergebnis pseudo-demokratische Vereinigungen, in denen kleine Cliquen das Sagen haben. Die Diskussion darüber ist müßig.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Wähler » Sa 29. Apr 2017, 09:52

Senexx hat geschrieben:(29 Apr 2017, 10:46)
Sehen Sie es als Prognose.
Die Diskussion über Genossenschaften ist so alt, wie es Genossenschaften gibt.
Genossenschaften sind eine ineffiziente Gesellschaftsform, in der nach kurzer Zeit wenige Kungler das Ruder in der Hand halten. Warum, will ich jetzt nicht ausführlich erklären müssen.
Genossenschaften sind im Endergebnis pseudo-demokratische Vereinigungen, in denen kleine Cliquen das Sagen haben. Die Diskussion darüber ist müßig.

Kann es sein, dass Du persönlich schlechte Erfahrungen gemacht hast? Wie im Unternehmen können sich Cliquen nur bilden, wenn die anderen Mitspieler nicht aufpassen und sich nicht einmischen.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Senexx » Sa 29. Apr 2017, 10:00

Ich sehe das nicht aus dem persönlichen Blickwinkel, sondern aus wissenschaftlicher Perspektive. Ich war noch nie Mitglied einer Genossenschaft.

Gestatten Sie mir eine prinzipielle Bemerkung: Sie sind hier nicht der Erste, der persönlich wird. Scheint hier häufiger in Diskussionen vorzukommen. Ich finde das befremdlich. Diskussionen sollten eigentlich streng sachlich sein, ad-personam ist irgendwie bäh.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Dark Angel » Sa 29. Apr 2017, 10:03

Selina hat geschrieben:(29 Apr 2017, 09:59)

Interessante Beschreibung. Ich hab das Thema ja auch im Kommunismus-Thread angeschnitten, weil ich es eher als übergreifendes alternatives - und ja, wie du auch schreibst, mit dem Lebensstil zusammenhängendes - Prinzip begreife. Mir geht es weniger um die schon lange existierende kleine Schustergenossenschaft "PGH Froher Leisten" :D oder dergleichen, sondern eher um eine genossenschaftliche Gesellschaft als soziales Zukunftsmodell.

Der Anfang könnte durchaus regional von solchen gut funktionierenden Wohnungsgenossenschaften ausgehen als eine Art Motor, um den sich dann viele andere Genossenschaften herumgruppieren. Nur mal gesponnen ;) Genossenschaftswesen, Genossenschaftsgedanke, Genossenschaftsdemokratie. Das könnte was Größeres werden, weil die Genossenschaften sehr demokratisch arbeiten und das Prinzip Selbstverwaltung wichtig ist. Die Anteilseigner (z. B. Mieter, Kunden, Produzenten als Genossenschafter) sind meistens auch hoch motiviert, dass die Genossenschaft gut gedeihen kann, steckt doch das eigene Geld und die eigene Leistung darin. Und in der Vertreterversammlung bestimmen sie über ihre Vertreter mit, wohin es geht, was die Schwerpunkte der genossenschaftlichen Arbeit und des Zusammenlebens kurz-, mittel- und langfristig sein sollen. Ja, so etwas ist auch denkbar als eine Art genossenschaftliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Die Genossenschaften können sich untereinander vernetzen und arbeitsteilig agieren. Regional, national und international. Das könnte durchaus regional mit einem "Genossenschafts-Dorf" beginnen.

Genossenschaften fände ich unter anderem auch besonders sinnvoll in Bereichen, die der Daseinsvorsorge dienen: Wohnen, ÖPNV, Strom, Wasser, Abfallentsorgung, Gesundheitswesen, insbesondere mit dem Ziel, Einfluss auf eine soziale Preisgestaltung nehmen zu können, damit die Preise in den existenziell wichtigen Bereichen für den Einzelnen nicht ins Uferlose hochgetrieben werden können. Hat viel mit Lebensqualität und Gerechtigkeit zu tun ;)

Gerade für Bereiche wie Energieversorgung, Wasser/Abwasser, Abfallentsorgung und Gesundheitswesen eigenen sich Genossenschaften nicht. Energieversorgung, Wasser Gesundheitswesen etc sind überregional organisiert und müssen entsprechend in öffentlicher Hand und unter öffentlicher Kontrolle bleiben. Genossenschaften funktionieren nur bis zu einer bestimmten Größe und Kompkexität. Mittels Kooperation untereinander sind nicht alle Probleme lösbar. Spätestens bei überregionalen bzw sogar internationalen Verbundsystemen funktionieren Genossenschaften nicht mehr.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Dark Angel » Sa 29. Apr 2017, 10:08

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Apr 2017, 13:01)

In mehreren anderen Threads kam schon das Thema Genossenschaften zur Sprache. Und zwar als alternative Rechtsform zu GmbHs oder AGs.
Ein durchaus interessantes Thema, dass einen eigenen Thread verdient hat. In Deutschland In Deutschland fristen Genossenschaften eher ein Nischendasein. Die größte Anzahl dürften wohl Wohnungsbaugenossenschaften oder Banken sein. Dazu kommen oft noch Einkaufsgenossenschaften zu denen sich Einzelhändler zusammenschließen um ihre Einkaufskonditionen zu verbessern. Auf der anderen Seite gibt es Spanien mit Mondragon einen Konzern der genossenschaftlich organisiert ist. Hier können Mitarbeiter durch Erwerb eines Anteils für ca. 14.000 € Mitglieder der Genossenschaft werden, erhalten dafür eine Gewinnausschüttung und sind mit Erwerb natürlich auch stimmberechtigt. Rund 81% der Beschäftigten nutzen diese Möglichkeit.

Wäre das eine Rechtsform für die Zukunft? Wenn ja, warum fristet die Genossenschaft in Deutschland nur ein Nischendasein? Wie kann man das ändern? Wer muss aktiv werden?

Genossenschaften könnten sich zu einer Rechtsform der Zukunft entwickeln - Betonung auf eine und könnten. Eine Rechtsform/Eigentumsform unter mehreren, wobei bestimmte Bereiche immer in öffentlicher Hand bleiben sollten.
Genossenschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse und das wiederum setzt die Einsicht voraus, aus einen solchen freiwilligen Verbund entsprechende Vorteile für alle Genossenschaftsmitglieder zu ziehen.
Und genau da liegt wahrscheinlich das Problem - freiwillig heißt niemand darf zu einem solchen Zusammenschluss gezwungen werden.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon jorikke » Sa 29. Apr 2017, 10:11

Genossenschaften sind dann sinnvoll wenn sie in einem sozialen Ungleichgewicht agieren. Sozusagen organisierte Nachbarschaftshilfe. Sobald aber in einer Gesellschaft der Wohlstand steigt und man auf eigenen Füßen stehen kann, nimmt das Interesse rapide ab. Der dahinter stehende Gedanke wird dadurch nicht diskreditiert. Wo Bedarf entsteht ist es sicher eine sinnvolle, ausgleichende Organisationsform. Private Firmen sind, das hat die Vergangenheit gezeigt, offensichtlich leistungsfähiger, haben das passendere, aktuellere Angebot und haben sich bislang am Angebot und Nachfrage Markt immer durchgesetzt. Die Abwicklungen von vielerlei Genossenschaften haben das brutal bestätigt. Letztlich wurden sie verramscht.
Deshalb kann ich mir kaum vorstellen, dass eine Wiederbelebung sinnvoll ist.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Selina » Sa 29. Apr 2017, 10:16

Dark Angel hat geschrieben:(29 Apr 2017, 11:03)

Gerade für Bereiche wie Energieversorgung, Wasser/Abwasser, Abfallentsorgung und Gesundheitswesen eigenen sich Genossenschaften nicht. Energieversorgung, Wasser Gesundheitswesen etc sind überregional organisiert und müssen entsprechend in öffentlicher Hand und unter öffentlicher Kontrolle bleiben.


Was die Unternehmen der Daseinsvorsorge anbelangt, sagte ich das mit den Genossenschaften nur unter dem Aspekt, dass ich es nicht gut finde, in diesen Bereichen weitere Privatisierungen zuzulassen, wie es hier bei uns durchaus gerade geplant bzw. schon geschehen ist. Aber wenn du von öffentlicher Hand sprichst, also von kommunalem (zum Beispiel Stadt) bzw. staatlichem Eigentum (Bundesländerebene), dann ist das doch ok. Dafür bin ich auch. Was die Genossenschaften im Daseinsvorsorge-Bereich anbelangt, da sieht man an den Wohnungsgenossenschaften, dass es ganz gut funktioniert. Wie das bei Wasser, Abfall und Energie funktionieren könnte, weiß ich natürlich nicht genau, das gibt es ja auch noch nicht. Aber überregionales Agieren alleine würde für mich kein Grund sein, das nicht genossenschaftlich zu lösen. Ich könnte mir auch überregionale Genossenschaften vorstellen. Ist aber wie gesagt nur eine Theorie... Kann auch sein, dass Genossenschaften wirklich nur regional funktionieren. Sie könnten aber überregional zusammenarbeiten. Etwa im ÖPNV. Wäre denkbar. Ist für mich eine völlig offene Diskussion... mit vielem Pro und Kontra, Varianten, Abwägungen...
Zuletzt geändert von Selina am Sa 29. Apr 2017, 10:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Wähler » Sa 29. Apr 2017, 10:20

Senexx hat geschrieben:(29 Apr 2017, 10:46)
Sehen Sie es als Prognose.
Die Diskussion über Genossenschaften ist so alt, wie es Genossenschaften gibt.
Genossenschaften sind eine ineffiziente Gesellschaftsform, in der nach kurzer Zeit wenige Kungler das Ruder in der Hand halten. Warum, will ich jetzt nicht ausführlich erklären müssen.
Genossenschaften sind im Endergebnis pseudo-demokratische Vereinigungen, in denen kleine Cliquen das Sagen haben. Die Diskussion darüber ist müßig.

Könnten Sie Ihre "wissenschaftliche Perspektive" bitte auch begründen und belegen.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Senexx » Sa 29. Apr 2017, 10:36

Wähler hat geschrieben:(29 Apr 2017, 11:20)

Könnten Sie Ihre "wissenschaftliche Perspektive" bitte auch begründen und belegen.

Ich habe Ihnen die Quintessenz der soziologischen Erkenntnis über die Herrschaftsdynamik in Genossenschaften in einem Satz dargelegt. Das muss Ihnen genügen. Ansonsten steht Ihnen die ganze soziologische Literatur über das Genossenschaftswesen zur freien Verfügung.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Dark Angel » Sa 29. Apr 2017, 11:36

Selina hat geschrieben:(29 Apr 2017, 11:16)

Was die Unternehmen der Daseinsvorsorge anbelangt, sagte ich das mit den Genossenschaften nur unter dem Aspekt, dass ich es nicht gut finde, in diesen Bereichen weitere Privatisierungen zuzulassen, wie es hier bei uns durchaus gerade geplant bzw. schon geschehen ist. Aber wenn du von öffentlicher Hand sprichst, also von kommunalem (zum Beispiel Stadt) bzw. staatlichem Eigentum (Bundesländerebene), dann ist das doch ok. Dafür bin ich auch. Was die Genossenschaften im Daseinsvorsorge-Bereich anbelangt, da sieht man an den Wohnungsgenossenschaften, dass es ganz gut funktioniert. Wie das bei Wasser, Abfall und Energie funktionieren könnte, weiß ich natürlich nicht genau, das gibt es ja auch noch nicht. Aber überregionales Agieren alleine würde für mich kein Grund sein, das nicht genossenschaftlich zu lösen. Ich könnte mir auch überregionale Genossenschaften vorstellen. Ist aber wie gesagt nur eine Theorie... Kann auch sein, dass Genossenschaften wirklich nur regional funktionieren. Sie könnten aber überregional zusammenarbeiten. Etwa im ÖPNV. Wäre denkbar. Ist für mich eine völlig offene Diskussion... mit vielem Pro und Kontra, Varianten, Abwägungen...

Wohnungsbau, Handel, Landwirtschaft, Dienstleistungen etc bis hin zu Bildungs- und Betreuungseinrichtungen betrachte ich Genossenschaften aus durchaus sinnvoll, sogar vorteilhaft. Ich bin allerdings der Meinung, dass ab einer bestimmen Größe und Komplexität Genossenschaften nicht mehr "handlebar" sind, dass die Verwaltungs- und Organisationsstrukturen in einer Komplexität entstehen, die rein "basisdemokratisch" geführt zu unflexibel werden, nicht mehr schnell und effektiv genug auf Schwankungen reagieren können. Genossenschaften haben, wie jedes Rechtssystem, wie jede Eigentumsform ihre Vor- und Nachteile. Und die Nachteile sehe ich vor allem darin, dass ab einer bestimmten Größe und Komplexität, zu viele unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen aufeinander treffen, die einer Konsensfindung entgegen stehen und in endlosen Diskussionen enden - wie sagt man so schön "viele Köche verderben den Brei".
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon John Galt » Sa 29. Apr 2017, 11:41

Ich habe es schon anderswo angesprochen. Die Gewerkschaften haben teilweise Milliardenvermögen. Dieses kann man flüssig machen oder beleihen und damit Gewerkschaftsgenossenschaftsunternehmen gründen. Natürlich mit Paradiesbedingungen für Arbeitnehmer.

Gerade auch im Anti-Staazi-Bereich bieten sich Genossenschaften für Wasser, Strom und Sicherheit an. Dann haben die Eigentümer zu entscheiden und nicht die Staazis.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Dark Angel » Sa 29. Apr 2017, 12:08

Selina hat geschrieben:(29 Apr 2017, 11:16)

Was die Unternehmen der Daseinsvorsorge anbelangt, sagte ich das mit den Genossenschaften nur unter dem Aspekt, dass ich es nicht gut finde, in diesen Bereichen weitere Privatisierungen zuzulassen, wie es hier bei uns durchaus gerade geplant bzw. schon geschehen ist. Aber wenn du von öffentlicher Hand sprichst, also von kommunalem (zum Beispiel Stadt) bzw. staatlichem Eigentum (Bundesländerebene), dann ist das doch ok. Dafür bin ich auch. Was die Genossenschaften im Daseinsvorsorge-Bereich anbelangt, da sieht man an den Wohnungsgenossenschaften, dass es ganz gut funktioniert. Wie das bei Wasser, Abfall und Energie funktionieren könnte, weiß ich natürlich nicht genau, das gibt es ja auch noch nicht. Aber überregionales Agieren alleine würde für mich kein Grund sein, das nicht genossenschaftlich zu lösen. Ich könnte mir auch überregionale Genossenschaften vorstellen. Ist aber wie gesagt nur eine Theorie... Kann auch sein, dass Genossenschaften wirklich nur regional funktionieren. Sie könnten aber überregional zusammenarbeiten. Etwa im ÖPNV. Wäre denkbar. Ist für mich eine völlig offene Diskussion... mit vielem Pro und Kontra, Varianten, Abwägungen...

Nochmal darauf zurück zu kommen. Meiner Meinung nach idealisierst du hier zu sehr, du idealisierst die Rechts-/Eigentumsform Genossenschaft anhand eines funktierenden Beispiels und du idealisierst den Menschen selbst. Diesen Idealen Menschen, der seine eigenen Bedürfnisse und Bestrebungen dem Wohle aller, immer und in jeder Situation unterordnet, den gibt es nicht.
Deine Genossenschaften beschneiden ein Stück weit das Individuum und seine individuellen Freiheiten und deshalb können sie nur auf freiwwilliger Basis, in relativ engem Rahmen überhaupt funktionieren. Eine Kommune bis zu einer bestimmten Größe wäre das Maximum. Hast du beispielsweise eine Millionenstadt/Megacity funktioniert dein Modell schon nicht mehr, noch weniger funktioniert es auf Länder- oder Staatenebene und schon gar nicht global, weil dem viel zu unterschiedliche Interessen entgegen stehen. Daran ändert eine Vernetzung gar nichts, die verschlimmert das Problem nur.
Letztendlich würden sich immer (wieder) einzelne Interessenvertreter durchsetzen - siehe UNO
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Selina » Sa 29. Apr 2017, 12:16

Dark Angel hat geschrieben:(29 Apr 2017, 12:36)

Wohnungsbau, Handel, Landwirtschaft, Dienstleistungen etc bis hin zu Bildungs- und Betreuungseinrichtungen betrachte ich Genossenschaften aus durchaus sinnvoll, sogar vorteilhaft. Ich bin allerdings der Meinung, dass ab einer bestimmen Größe und Komplexität Genossenschaften nicht mehr "handlebar" sind, dass die Verwaltungs- und Organisationsstrukturen in einer Komplexität entstehen, die rein "basisdemokratisch" geführt zu unflexibel werden, nicht mehr schnell und effektiv genug auf Schwankungen reagieren können. Genossenschaften haben, wie jedes Rechtssystem, wie jede Eigentumsform ihre Vor- und Nachteile. Und die Nachteile sehe ich vor allem darin, dass ab einer bestimmten Größe und Komplexität, zu viele unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen aufeinander treffen, die einer Konsensfindung entgegen stehen und in endlosen Diskussionen enden - wie sagt man so schön "viele Köche verderben den Brei".


Ich weiß, was du meinst. Deshalb sagte ich ja auch an anderer Stelle, es könnte so eine Art größere, aber noch "handlebare" Genossenschaft (etwa eine Wohnungsgenossenschaft) den Motor bzw. Kern dieser gedachten Gemeinschaft bilden. Und um sie herum entstünden dann mehrere kleinere Genossenschaften. Genossenschaften mit unterschiedlichen Inhalten und Anliegen, Handwerk, Reparaturleistungen, Kultur (Bibliothek, Theater, Kino, Internetcafe), Kindergarten, Landwirtschaft. Die würden dann alle miteinander kooperieren, sich ergänzen und ein loses Ganzes bilden. Aber ohne nun strukturell ein großes Ganzes zu sein. Jede der einzelnen Genossenschaften wäre dann relativ eigenständig, hätte seine eigene Vertreterversammlung, seinen eigenen Vorstand etc. Um das alles überschaubar zu halten. Aus so einem losen Gebilde aus mehreren Genossenschaften könnte sich dann möglicherweise ein Genossenschafts-Dorf oder gar eine Genossenschafts-Stadt entwickeln. So etwas gibt es auch bereits vereinzelt und in Ansätzen. Müsste ich aber noch mal schauen, wo ich das mal gelesen oder gesehen hab im TV. Bei dem einzelnen Beispiel, das ich noch vage in Erinnerung habe (würde ich aber bei Bedarf finden) hat sich wirklich ein ganzes Dorf gebildet, hier aber alles unter dem Dach einer einzigen Genossenschaft. Da gehört alles dazu: Handwerk, Wohnen, Schule, Transport, Kultur, ja, sogar eine autarke Energieversorgung war in Arbeit.

Auch das hier ist sehr interessant:

Aktuelle Trends
Energiegenossenschaft

Angestoßen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz erlebten Energiegenossenschaften seit Anfang der 2000er Jahre einen Aufschwung: Mehr als die Hälfte aller Genossenschafts-Neugründungen findet derzeit im Bereich Energie, Umwelt, Wasser statt. Mehr als 150 Energiegenossenschaften wurden allein im Jahr 2011 gegründet. Von 2008 bis 2011 hat sich die Anzahl von Energiegenossenschaften mit erneuerbaren Energien vervierfacht. Regional gibt es die meisten Bürgerenergiegenossenschaften in den großen Flächenländern Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen; derzeit halten mehr als 80.000 Personen in Deutschland Anteile an neuen Energiegenossenschaften. Über 500 in den letzten Jahren neu gegründete Energiegenossenschaften haben zusammen rund 800 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert.

Pflege- bzw. Seniorengenossenschaft

Ende September 2013 rief der neue niederländische König Willem-Alexander im Rahmen seiner ersten Thronrede für sein Land den „Übergang vom Sozial- zum Partizipationsstaat“ aus. Dort wie auch in Deutschland wird angesichts der demographischen Herausforderung einer immer älter- und damit pflegebedürftiger werdenden Gesellschaft, sowie der finanziellen und personellen Schwierigkeit zur Sicherstellung einer menschenwürdigen Pflege die Gründung von Pflegegenossenschaften als (preiswerte) Alternative in Selbsthilfe angesehen. Auch für die im Pflegebereich beruflich Tätigen ist diese Organisationsform eine mögliche Alternative – entsprechend den über 50 deutschen Ärztegenossenschaften mit über 10.000 Mitgliedern.


https://de.wikipedia.org/wiki/Genossens ... lle_Trends
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Senexx » Sa 29. Apr 2017, 12:28

Warten wir doch einfach einmal ab, was aus all diesen Gründungen wird.
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Re: Genossenschaften - Die Rechtsform der Zukunft?

Beitragvon Realist2014 » Sa 29. Apr 2017, 12:32

Selina hat geschrieben:(29 Apr 2017, 13:16)

I

Auch das hier ist sehr interessant:

[i]Aktuelle Trends
Energiegenossenschaft

Angestoßen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz erlebten Energiegenossenschaften seit Anfang der 2000er Jahre einen Aufschwung: Mehr als die Hälfte aller Genossenschafts-Neugründungen findet derzeit im Bereich Energie, Umwelt, Wasser statt. Mehr als 150 Energiegenossenschaften wurden allein im Jahr 2011 gegründet. Von 2008 bis 2011 hat sich die Anzahl von Energiegenossenschaften mit erneuerbaren Energien vervierfacht. Regional gibt es die meisten Bürgerenergiegenossenschaften in den großen Flächenländern Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen; derzeit halten mehr als 80.000 Personen in Deutschland Anteile an neuen Energiegenossenschaften. Über 500 in den letzten Jahren neu gegründete Energiegenossenschaften haben zusammen rund 800 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert.

s


Nur was hat das mit DEINER Vorstellung zu tun?


Wie viele der obigen "Genossen" ARBEITEN auch bei ihren EIGENEN Genossenschaften?

Deine "Kritik" in Bezug auf "Heute" ist ja "Niedriglöhner" usw...

Ich warte immer noch auf die Argumentation, inwieweit sich die LÖHNE durch die Genossenschaften dann angeblich ändern...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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