Spitzensteuersatz weiter senken?

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3x schwarzer Kater
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 09:51

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Mar 2017, 10:49)

Da ist, wie ich meiner Post Ergänzung schrieb aber die REICHENSTEUER u. nicht der Spitzensteuersatz...
http://www.steuerklassen.com/steuern/spitzensteuersatz/


Doch natürlich ist das der Spitzensteuersatz

http://www.steuerklassen.com/steuern/reichensteuer/

:-)
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firlefanz11
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 29. Mär 2017, 10:02

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Mar 2017, 10:51)

Doch natürlich ist das der Spitzensteuersatz

http://www.steuerklassen.com/steuern/reichensteuer/

:-)

Nö. Per Definitonem nicht. Wenn dann höchstens als semantische Spitzfindigkeit.
Die Reichensteuer ist der höchtste Steuersatz für Einkommen im deutschen Steuerrecht.
Sie liegt bei 45% und ist höher als der Spitzensteuersatz. :p
http://www.steuerklassen.com/steuern/reichensteuer/
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Quatschki » Mi 29. Mär 2017, 10:13

zuzüglich Solidaritätszuschlag nicht zu vergessen!

Zu beachten ist auch, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen der Abgeltungssteuer unterworfen werden können und dann pauschal nur mit 26,375 % statt 47,475 % besteuert werden. Und das ist bei großen Einkommen der Löwenanteil!
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Skull » Mi 29. Mär 2017, 12:28

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Mar 2017, 11:02)

Nö. Per Definitonem nicht. Wenn dann höchstens als semantische Spitzfindigkeit.
Die Reichensteuer ist der höchtste Steuersatz für Einkommen im deutschen Steuerrecht.
Sie liegt bei 45% und ist höher als der Spitzensteuersatz. :p
http://www.steuerklassen.com/steuern/reichensteuer/

Ist eigentlich im Einkommensteuerrecht das Wort Reichensteuer zu finden ? :dead:

Wie nennt sich DAS da wohl ?

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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 12:53

Quatschki hat geschrieben:(29 Mar 2017, 11:13)

zuzüglich Solidaritätszuschlag nicht zu vergessen!

Zu beachten ist auch, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen der Abgeltungssteuer unterworfen werden können und dann pauschal nur mit 26,375 % statt 47,475 % besteuert werden. Und das ist bei großen Einkommen der Löwenanteil!


Naja, sofern es sich um Dividenden handelt, was du wohl meinst, wenn du von Einkommen sprichst iegt die Gesamtbesteuerung ausgeschütteter Gewinne aus Kapitalgesellschaft ja schon irgendwo um die 50%.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 13:09

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Mar 2017, 11:02)

Nö. Per Definitonem nicht. Wenn dann höchstens als semantische Spitzfindigkeit.
Die Reichensteuer ist der höchtste Steuersatz für Einkommen im deutschen Steuerrecht.
Sie liegt bei 45% und ist höher als der Spitzensteuersatz. :p
http://www.steuerklassen.com/steuern/reichensteuer/


Es gibt keine Reichensteuer. Weder in einem Gesetzestext noch in sonst irgendwelchen Steuerrichtlinien. Was hat man gemacht? Man hat ab einem bestimmten Einkommen den Spitzensteuersatz erhöht und zwar für Deutschland unüblich mit einem Stufentarif. Genau da lässt sich die umgangssprachliche Verwendung des Wortes Reichensteuer klären. Letztendlich sollte damit nur deutlich werden, dass die 99% die unter dieser Grenze liegen von der Steuerreform nicht betroffen sind (was bei dem sonst üblichen gleitenden Übergang ja anders wäre). Wobei festzuhalten bleibt, dass der Spitzensteuersatz in Deutschland bei 45% plus Soli liegt und ab gut 250k € zu versteuerndem Einkommen gilt.

Ebenso kann man auch festhalten, dass jemand mit einem Bruttojahreseinkommen von 300.000 € als Alleinstehender tatsächlich eine Steuerbelastung von etwa 37% hat. Also noch sehr weit von der Höchstbelastung entfernt ist. Das ständige Schielen auf den Spitzensteuersatz halte ich für kontraproduktiv. Letztendlich zählt die tatsächliche Steuerbelastung.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Mi 29. Mär 2017, 17:06

Quatschki hat geschrieben:(29 Mar 2017, 11:13)

zuzüglich Solidaritätszuschlag nicht zu vergessen!

Zu beachten ist auch, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen der Abgeltungssteuer unterworfen werden können und dann pauschal nur mit 26,375 % statt 47,475 % besteuert werden. Und das ist bei großen Einkommen der Löwenanteil!



Einkünfte aus Kapitalvermögen sind so eine Sache - im Zeitalter des NULLZINS bedeutet das doch, dass etwas höhere Renditen mit entsprechend hohem Risiko erkauft werden müssen. Wenn man beispielsweise 3% an Zinsen bekommt - etwa, weil man noch einen alten Vertrag hat, dann geht ca. 1/4 davon an das Finanzamt. Somit bleibt eine NettoRendite von 2,25% - und davon die Inflation von 2% weg - da bleibt eine reale Rendite von 0,25%.
So richtig reich wird man davon nicht. Bedenkt man, dass Im Erbfall dann noch einmal ca. 50% davon weggehen alle 30-40 Jahre, dann merkt man, dass es heute nicht mehr so einfach ist, sein Vermögen über mehrere Generationen zu halten.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Quatschki » Mi 29. Mär 2017, 17:12

Die Nullzinspolitik wirkt de facto wie eine Sondersteuer auf (leistungslose) Kapitaleinkünfte und das Kapitalvermögen selbst, ist damit in ihrer Wirkung kommunistischer als alles, was die Linken je vorgeschlagen haben.
Aber das ist ein anderes Thema.
Zuletzt geändert von Quatschki am Mi 29. Mär 2017, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 17:24

Quatschki hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:12)

Die Nullzinspolitik wirkt de facto wie eine Sondersteuer auf (leistungslose) Kapitaleinkünfte,


Nö, das tut sie nicht. Aber das übersteigt wohl deinen Horizont.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 17:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:24)

Nö, das tut sie nicht. Aber das übersteigt wohl deinen Horizont.


Und wie ist dieser Artikel zu verstehen?

Minizinsen

Schäuble spart 122 Milliarden durch EZB-Politik

Im Parlament starten die Beratungen über den Haushalt für 2017. Der kommt laut "Handelsblatt" ohne neue Schulden aus, weil der Staat durch die EZB-Geldpolitik einen dreistelligen Milliardenbetrag gespart hat.

Auf 122 Milliarden Euro summierten sich die Einsparungen bei den Zinsen im Vergleich zu den ursprünglichen Finanzplänen in den Jahren von 2008 bis 2015, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 11045.html

Die Ausgaben des Staates sinken dadurch. Über eine Steuer hätte Schäuble jetzt auch € 122 Milliarden Euro in diesem Zeitraum einnehmen können. Der Effekt wäre der gleiche gewesen. In Bezug auf Deutschland natürlich. Um Deutschland geht es dabei aber nicht.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 17:44

Japan könnte das gleiche machen. Entweder die Zinseinnahmen auf Null bringen oder die Zinsen durch Steuern auf Null bringen. Der Effekt wäre identisch. Aus dem Grund ist ja auch der Primärüberschuss so wichtig für Japan. Japan kann dann nicht mehr pleite gehen (ich gehe davon aus, dass Japan dieses nicht hinbekommt). Wobei es natürlich hier dann nie mehr Zinsen geben kann/darf. In der Eurozone vielleicht auch nicht mehr. Vielleicht auch in den USA nicht mehr.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Mi 29. Mär 2017, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 17:45

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:33)

Und wie ist dieser Artikel zu verstehen?



http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 11045.html

Die Ausgaben des Staates sinken dadurch. Über eine Steuer hätte Schäuble jetzt auch € 122 Milliarden Euro in diesem Zeitraum einnehmen können. Der Effekt wäre der gleiche gewesen. In Bezug auf Deutschland natürlich. Um Deutschland geht es dabei aber nicht.


Höhere Zinsen würden auch mit einer höheren Inflationsrate korrelieren. Real gesehen wäre das egal.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 17:49

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:45)

Höhere Zinsen würden auch mit einer höheren Inflationsrate korrelieren. Real gesehen wäre das egal.


Das ist richtig. Es wird aber etwas übersehen. Je höher die Staatsverschuldung desto höher die Inflation. Die Inflationsraten würde sich immer weiter erhöhen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Mi 29. Mär 2017, 18:20

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:33)

Und wie ist dieser Artikel zu verstehen?



http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 11045.html

Die Ausgaben des Staates sinken dadurch. Über eine Steuer hätte Schäuble jetzt auch € 122 Milliarden Euro in diesem Zeitraum einnehmen können. Der Effekt wäre der gleiche gewesen. In Bezug auf Deutschland natürlich. Um Deutschland geht es dabei aber nicht.


viel wichtiger ist die Entwertung der Staatsschulden durch die Inflation
2% im Jahr ist auf Dauer nicht wenig
und wenn die Zinsen doch mal wieder steigen sollten, dann nimmt 1. die EZB wieder etwas mehr Geld ein und kann wieder mehr an die Notenbanken und somit an die Finanzämter verteilen - auf der anderen Seite bedeutet das, dass auch wieder höhere Einnahmen aus der Abgeltungssteuer zu erwarten sind.
Das eigentliche Problem haben wir dann, wenn die Versicherungen ihre zugesicherten Überschüsse nicht mehr erwirtschaften können und irgendwann entweder die Rentner leer ausgehen oder der Staat einspringen muss, um hier Verwerfungen zu vermeiden. Mal sehen - da droht auf jeden Fall noch mal eine Gefahr.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 29. Mär 2017, 18:24

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:49)

Das ist richtig. Es wird aber etwas übersehen. Je höher die Staatsverschuldung desto höher die Inflation. Die Inflationsraten würde sich immer weiter erhöhen.


Wir haben in Deutschland aber keine Zunahme der Staatsverschuldung und damit auch keine (wie behauptet) Enteigung der Sparer, die letztendlich einer Steuererhöhung entsprechen sollte.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 18:27

theo hat geschrieben:(29 Mar 2017, 19:20)

viel wichtiger ist die Entwertung der Staatsschulden durch die Inflation
2% im Jahr ist auf Dauer nicht wenig


Wie gesagt wird bei so einem Verfahren die Inflation sich stetig erhöhen. Die beiden anderen Möglichkeiten sind meines Erachtens auch zum Scheitern verurteilt. Es ist zwar prinzipiell möglich. Bloß wenn sich die Staatsverschuldung immer weiter erhöht ist die Grenze zwischen Primärüberschuss und keinen Primärüberschuss haben immer geringer. Und die Tendenz geht dann bei Störungen in die negative Richtung.

Das eigentliche Problem haben wir dann, wenn die Versicherungen ihre zugesicherten Überschüsse nicht mehr erwirtschaften können und irgendwann entweder die Rentner leer ausgehen oder der Staat einspringen muss, um hier Verwerfungen zu vermeiden. Mal sehen - da droht auf jeden Fall noch mal eine Gefahr.


Auch das sind dann negative Auswirkungen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Mi 29. Mär 2017, 18:29

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2017, 18:49)

Das ist richtig. Es wird aber etwas übersehen. Je höher die Staatsverschuldung desto höher die Inflation. Die Inflationsraten würde sich immer weiter erhöhen.



Inflation - die Chinesen haben die Inflation getötet. und der Euro sorgt dafür, dass der Zins zu einem politischen Instrument geworden ist - bzw. sorgt die Demografie dafür, dass die private Kreditnachfrage sinkt, weil es sich für Unternehmen nicht mehr so sehr lohnt, hier in Europa in die Zukunft zu investieren. Die Alten sparen für die private Rente, weil sie da keine großen Erwartungen mehr an den Staat haben und so gibt es ein Missverhältnis zwischen KreditAngebot und -Nachfrage, was auch dazu geführt hat, dass man für sein Geld kaum noch Zinsen bekommt.

Mal sehen, wie lange das noch so bleiben wird.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 18:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(29 Mar 2017, 19:24)

Wir haben in Deutschland aber keine Zunahme der Staatsverschuldung und damit auch keine (wie behauptet) Enteigung der Sparer, die letztendlich einer Steuererhöhung entsprechen sollte.

An Deutschland liegt das ja auch nicht. Wir sind nur Teil der Eurozone und da gibt es dann Länder die dieses Problem haben.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Mi 29. Mär 2017, 18:45

Adam Smith hat geschrieben:(29 Mar 2017, 19:33)

An Deutschland liegt das ja auch nicht. Wir sind nur Teil der Eurozone und da gibt es dann Länder die dieses Problem haben.



das Problem ist die fehlende private Kreditnachfrage - eine Voraussetzung für die Geldschöpfung sind Kredite

Am Ende bleibt dann nur der Staat und wenn dieser Haushaltsüberschüsse erzielt und Schulden abbaut, verringert sich dann auch die Geldmenge.
Was soll man dann machen? Helikoptergeld einführen - oder die Notenbank kauft die Märkte leer - nimmt alle möglichen Assets ins Depot
von Anleihen über Aktien, Edelmetalle, Rohstofffonds bis hin zu Immobilien.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Adam Smith » Mi 29. Mär 2017, 18:51

theo hat geschrieben:(29 Mar 2017, 19:45)

das Problem ist die fehlende private Kreditnachfrage - eine Voraussetzung für die Geldschöpfung sind Kredite

Am Ende bleibt dann nur der Staat und wenn dieser Haushaltsüberschüsse erzielt und Schulden abbaut, verringert sich dann auch die Geldmenge.
Was soll man dann machen? Helikoptergeld einführen - oder die Notenbank kauft die Märkte leer - nimmt alle möglichen Assets ins Depot
von Anleihen über Aktien, Edelmetalle, Rohstofffonds bis hin zu Immobilien.


Es ist nicht weiter schlimm, wenn sich die Geldmenge verringert.

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