Spitzensteuersatz weiter senken?

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Bielefeld09
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Bielefeld09 » Do 30. Mär 2017, 13:57

firlefanz11 hat geschrieben:(29 Mar 2017, 10:23)

Was für Zuwanderung? Von qualifizierten Kräften oder weiteren Millionen von Analphabeten u. Sprengkommandos?
Erstere hielte eine Demokratie in der Tat aus. Letztere nicht...

Was soll denn immer diese Polemik?
Ein Einwanderungsgesetz ist das Mittel gegen Facharbeitermangel.
Das hat aber so gar nichts mit Asyl oder der Flüchtlingproblematik zu tun.
Wobei vor diesem Hintergrund die Senkung der Steuern völlig kontraproduktiv wäre.
Integration und innere Sicherheit kosten nun mal Geld.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
pikant
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Di 18. Apr 2017, 09:45

4.2 Millionen AN bezahlen den Spitzensteuersatz in Deutschland!
am besten die Bemessungsgrundlage nochmals senken, damit man die Zahl ueber 10 Millionen schrauben kann :rolleyes:
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3x schwarzer Kater
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 18. Apr 2017, 15:58

pikant hat geschrieben:(18 Apr 2017, 10:45)

4.2 Millionen AN bezahlen den Spitzensteuersatz in Deutschland!


Ich denke nicht, dass in Deutschland so viele Arbeitnehmer ein zu versteuerndes Einkommen von über 256 k€ pro Jahr haben.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon jack000 » Di 18. Apr 2017, 18:27

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(18 Apr 2017, 16:58)

Ich denke nicht, dass in Deutschland so viele Arbeitnehmer ein zu versteuerndes Einkommen von über 256 k€ pro Jahr haben.

So ist es! Das Gerede über den Spitzensteuersatz wird überbewertet. Aber die Problematik die dahinter steht ist die Steuer nicht mit den Durchschnittseinkommen steigt. D.h. wenn z.B. das Einkommen um 2% steigt und die Inflationsrate um 2% steigt dann hätte der Beschäftigte zwar keine Steigerung aber auch keine Kürzung, sondern ein +/-0.
Die Problematik aber ist, dass die Lohnsteigerung eine prozentuale Erhöhung der Einkommensteuer nach sich zieht und das ist der Verlust an der Lohnerhöhung.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 10. Mai 2017, 13:20

Zahl verdoppelt sich seit 2004
Spitzensteuersatz gilt für 2,7 Millionen Bürger

Nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums fallen immer mehr Bürger unter den Spitzensteuersatz. Weil die Steuertarife bei kräftigen Lohnsteigerungen nicht dementsprechend angepasst werden, sind auch immer mehr Normalverdiener betroffen.
...
Für immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland wird der Spitzensteuersatz fällig. Nach aktuellen Schätzungen des Bundesfinanzministeriums fallen in diesem Jahr etwa 2,69 Millionen Steuerpflichtige unter den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Derzeit greift für Ledige ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 54.058 Euro der landläufig Spitzensteuersatz genannte Tarif. Damit unterliegen 6,4 Prozent aller Steuerpflichtigen dem Spitzensteuersatz, wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken heißt. 2004 fielen noch gut 1,2 Millionen Steuerpflichtige in diese Kategorie.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spitzenst ... 31784.html

Es ist höchste Zeit die Grenze endlich anzuheben (80.000 Minimum eher höher) !!!
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Boracay » Mi 10. Mai 2017, 13:33

firlefanz11 hat geschrieben:(10 May 2017, 14:20)

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spitzenst ... 31784.html

Es ist höchste Zeit die Grenze endlich anzuheben (80.000 Minimum eher höher) !!!


80.000 sind ja auch nur ein Facharbeiterlohn (in großen Konzernen), da lacht so mancher Typ der bei Siemens eine sehr lockere Kugel schiebt drüber. 100.000 wäre okay und dann vor mir aus auch gleich incl. Reichensteuer (wobei das immer noch) weit weit weg von "Reich" ist.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 10. Mai 2017, 14:02

pikant hat geschrieben:(18 Apr 2017, 10:45)

4.2 Millionen AN bezahlen den Spitzensteuersatz in Deutschland!
am besten die Bemessungsgrundlage nochmals senken, damit man die Zahl ueber 10 Millionen schrauben kann :rolleyes:


Humbug. Wer den Höchststeuersatz wirklich zahlt ist doof. Es gibt fast immer reichlich was abzusetzen wenn man viel verdient.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 10. Mai 2017, 14:11

firlefanz11 hat geschrieben:(10 May 2017, 14:20)

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spitzenst ... 31784.html

Es ist höchste Zeit die Grenze endlich anzuheben (80.000 Minimum eher höher) !!!



Schon witzig, wie hartnäckig sich die die Vorstellung hält, der Spitzensteuersatz läge bei 42%. Tatsächlich liegt er seit 2007 bei 45%. Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 hatte man nämlich eine zusätzliche Progressionsstufe eingeführt und damit den Steuertarif geändert. Damit wurde auch der Spitzensteuersatz erhöht. Und tatsächlich muss man halt schon gut über 250.000 € verdienen um den Spitzensteuersatz zu zahlen.

Natürlich kann man beklagen, dass ein Arbeitnehmer ab etwa 64.000 € Jahresbruttogehalt schon einen Grenzsteuersatz von 42% hat. Aber letztendlich liegt das schon etwa 25% über dem Durchschnitsgehalt. Und es es bringt auch nichts immer nur auf den Grenzsteuersatz zu schielen. Entscheidend ist ja die tatsächliche Steuerbelastung. Und da liegt man bei besagten Gehalt als Single bei nicht mal 25% Steuerlast (inkl. SolZ). Selbst bei einem Brutto von 100.000 € erreicht man "nur"etwa 30%.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 10. Mai 2017, 14:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 May 2017, 15:02)

Humbug. Wer den Höchststeuersatz wirklich zahlt ist doof. Es gibt fast immer reichlich was abzusetzen wenn man viel verdient.


was denn zum Beispiel?
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 10. Mai 2017, 16:16

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(10 May 2017, 15:12)

was denn zum Beispiel?


Findest du es nicht ein bißchen arm mangelndes Allgemeinwissen vorzutäuschen? Hast du noch nie eine Steuererklärung gesehen oder erstellt???
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 10. Mai 2017, 16:19

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 May 2017, 17:16)

Findest du es nicht ein bißchen arm mangelndes Allgemeinwissen vorzutäuschen? Hast du noch nie eine Steuererklärung gesehen oder erstellt???


doch ... aber erklär doch mal, wie ein angestellter Spitzenverdiener mit sagen wir mal 500.000 € brutto pro Jahr, es schaffen soll, sein zu versteuerndes Einkommen auf unter 250.000 € zu drücken. Da bin ich mal gespannt.

Alternativ kannst du auch erklären wie jemand mit 100.000 € brutto unter 54.000 € zu versteuerndes Jahresgehalt kommt.

Ich bin gespannt.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Positiv Denkender » Do 11. Mai 2017, 14:40

Alter Stubentiger hat geschrieben:(10 May 2017, 15:02)

Humbug. Wer den Höchststeuersatz wirklich zahlt ist doof. Es gibt fast immer reichlich was abzusetzen wenn man viel verdient.

Was hat die Absetzbarkeit mit der Höhe des Steuersatzes zu tun?
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Mai 2017, 14:42

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(10 May 2017, 17:19)

doch ... aber erklär doch mal, wie ein angestellter Spitzenverdiener mit sagen wir mal 500.000 € brutto pro Jahr, es schaffen soll, sein zu versteuerndes Einkommen auf unter 250.000 € zu drücken. Da bin ich mal gespannt.

Alternativ kannst du auch erklären wie jemand mit 100.000 € brutto unter 54.000 € zu versteuerndes Jahresgehalt kommt.

Ich bin gespannt.


Das ist nicht mein Job. Das ist der Job von professionellen Steuerberatern. Die arbeiten für Geld. Warum gibt also ein Einkommenssteuerpflichtiger Geld aus für einen Steuerberater? Eventuell um Steuern zu sparen?

Und wenn es da nichts zu sparen gibt.....wie erklärst du dir dann die Existenz von Steuerberatern? Und bitte! Stell dich nicht dumm.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Mai 2017, 14:43

Positiv Denkender hat geschrieben:(11 May 2017, 15:40)

Was hat die Absetzbarkeit mit der Höhe des Steuersatzes zu tun?


Nicht mit der Höhe des Steuersatzes sondern mit dem was dann tatsächlich bezahlt werden muß.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Positiv Denkender » Do 11. Mai 2017, 14:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 May 2017, 15:43)

Nicht mit der Höhe des Steuersatzes sondern mit dem was dann tatsächlich bezahlt werden muß.

Möglichkeiten von der Steuer etwas abzusetzen hat jeder der Steuern zahlt.
Deshalb zahlen Rentner z.B . selten Steuern . Jeder kann eine Pauschale geltend machen ohne Nachweise für betreffende Ausgaben
zu bringen .Fakt bleibt wer en hohes Einkommen hat zahlt auch viel Steuern . Vorteile hat dadurch niemand .
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Hyde » Do 11. Mai 2017, 15:03

Von Milliardären, die ins Ausland flüchten und somit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im Heimatland nicht nachkommen und die den Hals nicht vollkriegen, halte ich nicht sonderlich viel.
Ich fände es völlig falsch und ungerecht, derartiges Verhalten auch noch zu belohnen, indem man den Milliardären als Belohnung für ihr asoziales Verhalten (Abwanderung) auch noch die Steuern senkt.

Es kann auch nicht sein, dass für die reichen Leute die Einkommensteuer immer weiter gesenkt wird (der Spitzensteuersatz war in Deutschland schon deutlich höher), man aber gleichzeitig die Mehrwertsteuer, die zulasten kleiner und mittlerer Verdiener geht, immer weiter erhöht (die war in Deutschland noch nie so hoch wie heute).

Der Spitzensteuersatz ist in Deutschland auf einem absolut vertretbaren Niveau, sicherlich nicht so hoch. Ihn weiter zu senken, halte ich moralisch nicht für gerechtfertigt, selbst wenn eine Absenkung (was ich bezweifle) zu steuerlichen Mehreinnahmen des Staates führen würde.

Und durch Senkung des Steuersatzes für Reiche würden die sozialen Unterschiede in unserer Gesellschaft nur noch größer werden.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 11. Mai 2017, 15:12

Alter Stubentiger hat geschrieben:(11 May 2017, 15:42)

Das ist nicht mein Job. Das ist der Job von professionellen Steuerberatern. Die arbeiten für Geld. Warum gibt also ein Einkommenssteuerpflichtiger Geld aus für einen Steuerberater? Eventuell um Steuern zu sparen?

Und wenn es da nichts zu sparen gibt.....wie erklärst du dir dann die Existenz von Steuerberatern? Und bitte! Stell dich nicht dumm.


Das erklärt noch nicht deine Aussage, dass man wohl kaum (Intelligenz und entsprechendes Vorgehen vorausgesetzt) den Spitzensteuersatz bezahlen muss. Was letztendlich ja den Schluss naheliegt, dass egal wie viel man verdient immer Möglichkeiten sein versteuerndes Einkommen unter den Betrag Betrag bekommen kann, der ab dem dieser eben fällig wird, Das ist eine absurde Behauptung. Aber gut, ich erkenne aus deinem Beitrag, dass du das zwar behauptest, aber nicht weißt wie das geht. Also eben keine Ahnung hast.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 11. Mai 2017, 15:20

Hyde hat geschrieben:(11 May 2017, 16:03)

Es kann auch nicht sein, dass für die reichen Leute die Einkommensteuer immer weiter gesenkt wird (der Spitzensteuersatz war in Deutschland schon deutlich höher), man aber gleichzeitig die Mehrwertsteuer, die zulasten kleiner und mittlerer Verdiener geht, immer weiter erhöht (die war in Deutschland noch nie so hoch wie heute).



Der Spitzensteuersatz war natürlich schon mal höher. Da gab es aber auch viele Möglichkeiten den individuellen Durchschnittssteuersatz zu senken. Er erinnere nur an die obskuren Abschreibungsmodelle, deren einziger Zweck darin lag durch letztendlich nicht existente Verlustzuweisungen den individuellen Steuersatz zu senken. Oder auch die Nichtbesteuerung von Gewinnen aus der Veräusserung von Wertpapieren nach einer lächerlichen Haltungsfrist von 6 Monaten. All das wurde mit der Senkung des Spitzensteuersatzes abgeschafft und hat letztendlich nicht zu weniger Steuereinnahmen geführt. Und die Umsatzsteuer ist im Vergleich zu internationalen Standards in Deutschland immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Positiv Denkender » Do 11. Mai 2017, 16:21

Hyde hat geschrieben:(11 May 2017, 16:03)

Von Milliardären, die ins Ausland flüchten und somit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung im Heimatland nicht nachkommen und die den Hals nicht vollkriegen, halte ich nicht sonderlich viel.
Ich fände es völlig falsch und ungerecht, derartiges Verhalten auch noch zu belohnen, indem man den Milliardären als Belohnung für ihr asoziales Verhalten (Abwanderung) auch noch die Steuern senkt.

Es kann auch nicht sein, dass für die reichen Leute die Einkommensteuer immer weiter gesenkt wird (der Spitzensteuersatz war in Deutschland schon deutlich höher), man aber gleichzeitig die Mehrwertsteuer, die zulasten kleiner und mittlerer Verdiener geht, immer weiter erhöht (die war in Deutschland noch nie so hoch wie heute).

Der Spitzensteuersatz ist in Deutschland auf einem absolut vertretbaren Niveau, sicherlich nicht so hoch. Ihn weiter zu senken, halte ich moralisch nicht für gerechtfertigt, selbst wenn eine Absenkung (was ich bezweifle) zu steuerlichen Mehreinnahmen des Staates führen würde.

Und durch Senkung des Steuersatzes für Reiche würden die sozialen Unterschiede in unserer Gesellschaft nur noch größer werden.

Seit wann geht die MwSt. hauptsächlich zu lasten von Geringverdiener ? Das Gegenteil ist der Fall .
Ein Auto für 50000 € fallen halt mehr Mwst an als auf einen Tretroller . Nicht gewusst ?
Für dich um es zu begreifen . Bei 19 % zahlt jemand der 100000 € ausgibt ca 19000 € Mwst .Wer nur 1000 € ausgibt zahlt lediglich 190 € MwSt.
Es bleibt natürlich dir überlassen was du für mehr oder weniger hältst .
Gleichmacherei hat noch nirgendwo funktioniert
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 11. Mai 2017, 16:55

Positiv Denkender hat geschrieben:(11 May 2017, 17:21)

Seit wann geht die MwSt. hauptsächlich zu lasten von Geringverdiener ? Das Gegenteil ist der Fall .
Ein Auto für 50000 € fallen halt mehr Mwst an als auf einen Tretroller . Nicht gewusst ?
Für dich um es zu begreifen . Bei 19 % zahlt jemand der 100000 € ausgibt ca 19000 € Mwst .Wer nur 1000 € ausgibt zahlt lediglich 190 € MwSt.
Es bleibt natürlich dir überlassen was du für mehr oder weniger hältst .
Gleichmacherei hat noch nirgendwo funktioniert


Nun ja. Wieviele 50.000 € Autos laufen wohl über die Firma und nicht als Privatfahrzeug? Wieviele Einkäufe von Firmenkunden bei der Metro werden wohl am Ende privat genutzt? Fragen über Fragen.....
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