Spitzensteuersatz weiter senken?

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syna
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Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon syna » Mi 22. Mär 2017, 21:31

Der Spitzensteuersatz beträgt zur Zeit bei 42% bzw. ab
250.000 €/a 45%. Müssen wir diesen Satz senken?

Denn der Hurun-Report hat ergeben, dass Deutschland
zu viele Milliardäre vergrault. Durch zu hohe Steuern. Iss ja klar,
wenn man fast die Hälfte seiner Einnahmen an den Fiskus
verliert, dann geht man doch lieber woanders hin. Schweiz oder
Lichtenstein - da ist das Wetter ja auch besser.

Deutschland ist der größte Milliardärs-Vertreiber überhaupt:


Große Vermögen werden offenbar nach wie vor in Deutschland gemacht,
nur bleiben sie nicht in Deutschland. Ganze 31 Milliardäre haben Deutschland
verlassen.

Siehe hier.

Milliardäre verlassen Deutschland. Und damit geht auch ihre
Geschäftstätigkeit verloren und der Staat verliert die durch
sie erfolgten Steuereinnamen. Ein Verlust!

Und da liegt die Lösung ja auf der Hand: Um die Milliardäre hier
zu behalten - und damit unterm Strich sogar mehr Steuereinnahmen
zu haben - müssen wir den Spitzensteuersatz senken. 42% ist ja
ohnehin viel zu hoch! :thumbup:

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Frank_Stein
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Mi 22. Mär 2017, 21:43

syna hat geschrieben:(22 Mar 2017, 21:31)

Der Spitzensteuersatz beträgt zur Zeit bei 42% bzw. ab
250.000 €/a 45%. Müssen wir diesen Satz senken?

Denn der Hurun-Report hat ergeben, dass Deutschland
zu viele Milliardäre vergrault. Durch zu hohe Steuern. Iss ja klar,
wenn man fast die Hälfte seiner Einnahmen an den Fiskus
verliert, dann geht man doch lieber woanders hin. Schweiz oder
Lichtenstein - da ist das Wetter ja auch besser.

Deutschland ist der größte Milliardärs-Vertreiber überhaupt:



Siehe hier.

Milliardäre verlassen Deutschland. Und damit geht auch ihre
Geschäftstätigkeit verloren und der Staat verliert die durch
sie erfolgten Steuereinnamen. Ein Verlust!

Und da liegt die Lösung ja auf der Hand: Um die Milliardäre hier
zu behalten - und damit unterm Strich sogar mehr Steuereinnahmen
zu haben - müssen wir den Spitzensteuersatz senken. 42% ist ja
ohnehin viel zu hoch! :thumbup:



und Frankreich ist der größte Millionärsvertreiber - die haben wirklich alles dafür getan, Millionäre zu unerwünschten Personen zu erklären

Eine Senkung des Spitzensteuersatzes kann tatsächlich dazu führen, dass die Steuereinnahmen des Staates steigen, beispielsweise weil die Reichen das Land nicht mehr verlassen.
Unter 40% sollte man trotzdem nicht gehen - lieber die MWST auf 20% erhöhen, denn auch die Reichen wollen ihr Geld irgendwann einmal ausgeben.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Realist2014 » Mi 22. Mär 2017, 23:01

syna hat geschrieben:(22 Mar 2017, 21:31)

[


Und da liegt die Lösung ja auf der Hand: Um die Milliardäre hier
zu behalten - und damit unterm Strich sogar mehr Steuereinnahmen
zu haben - müssen wir den Spitzensteuersatz senken. 42% ist ja
ohnehin viel zu hoch! :thumbup:

[/color]



deine Analyse ist leider falsch

die Einkommenssteuer ist nicht der Grund...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Frank_Stein
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Frank_Stein » Do 23. Mär 2017, 00:41

Realist2014 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 23:01)

deine Analyse ist leider falsch

die Einkommenssteuer ist nicht der Grund...



es ist Schulz, der eine Reichensteuer nach dem Vorbild Frankreichs einführen möchte und eine Vermögenssteuer
dazu eine Reform der Erbschaftssteuer
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Wähler » Do 23. Mär 2017, 06:11

syna hat geschrieben:(22 Mar 2017, 21:31)
Denn der Hurun-Report hat ergeben, dass Deutschland
zu viele Milliardäre vergrault. Durch zu hohe Steuern. Iss ja klar,
wenn man fast die Hälfte seiner Einnahmen an den Fiskus
verliert, dann geht man doch lieber woanders hin. Schweiz oder
Lichtenstein - da ist das Wetter ja auch besser.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer
Da der Anteil der Vermögenssteuer am gesamten Steueraufkommen in allen Ländern EU-Ländern eher gering ist, sollte man sich auf die Debatte um Mindestunternehmenssteuersätze in der EU konzentrieren. Überhaupt sollte die ganze Steuerdebatte vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die erste Frage muss lauten, was alles der Staat mit Steuergeldern finanzieren soll. Dann die Frage nach Steuerarten oder Gebührenfinanzierung und zuletzt die Frage nach der Höhe der Steuersätze im Vergleich zu den anderen EU-Ländern. So entsteht eine logisch nachvollziehbare Systematik.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo ... el_id=1232 (Zugang auch bundesweit)
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon firlefanz11 » Do 23. Mär 2017, 10:08

Meinetwegen soll der Spitzensteuersatz bei 42% bleiben aber bitte schön erst ab einem Jahresbrutto von 120.000 EUR.
Das wäre dann auch der Binnenkonjunktur förderlich aber um das zu raffen sind die Parteien alle entweder zu blöd oder es ist ihnen egal. Bei Gollum Schäuble ist bekannt, dass es ihm egal ist. Der will nur seinen Schatzzzz nämlich den einen Ring, den die schwarze Null repräsentiert nicht hergeben...
So wird stattdessen bei der aktuellen Grenze die Mittelschicht weiter lustig ausbluten gelassen... :mad2:
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Do 23. Mär 2017, 11:04

Frilefanz11 hat schon Recht - der Spitzensteuersatz greift zu frueh - bei Ledigen schon bei knapp 54 000 Euro Jahreseinkommen - und zudem ist der Spitzensteuersatz nicht 42%, sondern 44.31% (Solizuschlag beachten)

die 120 000 hat er wohl von Luxembourg abgeschrieben ;) , denn ab diesem Einkommen greift dort der Spitzensteuersatz von 40%.

Zwischen 50-100 000 Euro wuerde ich 35% ansetzen und ab 100 000 Euro dann 40% Spitzensteuersatz - mal ein Diskussionsvorschlag
Ab 2-3 Millionen Jahresverdienst koennte man noch 2% Reichensteuer nehmen - Solidaritaet der wirklich gut verdienenden.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 23. Mär 2017, 12:04

pikant hat geschrieben:(23 Mar 2017, 11:04)

Frilefanz11 hat schon Recht - der Spitzensteuersatz greift zu frueh - bei Ledigen schon bei knapp 54 000 Euro Jahreseinkommen - und zudem ist der Spitzensteuersatz nicht 42%, sondern 44.31% (Solizuschlag beachten)

die 120 000 hat er wohl von Luxembourg abgeschrieben ;) , denn ab diesem Einkommen greift dort der Spitzensteuersatz von 40%.

Zwischen 50-100 000 Euro wuerde ich 35% ansetzen und ab 100 000 Euro dann 40% Spitzensteuersatz - mal ein Diskussionsvorschlag
Ab 2-3 Millionen Jahresverdienst koennte man noch 2% Reichensteuer nehmen - Solidaritaet der wirklich gut verdienenden.


Der Spitzensteuersatz greift in Deutschland nicht bei bei einem (Brutto-)Jahreseinkommen von 54.000 €. Berechnungsgrundlage ist immer das zu versteuernde Einkommen. Da wird vom Brutto noch einiges abgezogen (Vorsorgebeiträge, Werbungskostenpauschale etc.). Und das ständige schielen auf den Spitzensteuersatz ist wenig aussagekräftig. Denn die tatsächliche Steuerbelastung hängt von vielen Faktoren ab. So hat ein lediger Besserverdiener mit 75.000 € Jahreseinkommen in Deutschland tatsächlich eine Steuerbelastung von etwa 26%.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Do 23. Mär 2017, 12:06

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Mar 2017, 12:04)

Der Spitzensteuersatz greift in Deutschland nicht bei bei einem (Brutto-)Jahreseinkommen von 54.000 €. Berechnungsgrundlage ist immer das zu versteuernde Einkommen. Da wird vom Brutto noch einiges abgezogen (Vorsorgebeiträge, Werbungskostenpauschale etc.). Und das ständige schielen auf den Spitzensteuersatz ist wenig aussagekräftig. Denn die tatsächliche Steuerbelastung hängt von vielen Faktoren ab. So hat ein lediger Besserverdiener mit 75.000 € Jahreseinkommen in Deutschland tatsächlich eine Steuerbelastung von etwa 26%.


dann sollte es doch kein Probelm sein, ihn zu senken.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 23. Mär 2017, 12:10

pikant hat geschrieben:(23 Mar 2017, 12:06)

dann sollte es doch kein Probelm sein, ihn zu senken.


Man könnte ihn sogar erhöhen und trotzdem weniger Steuern zahlen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Dampflok94 » Do 23. Mär 2017, 14:40

Unter dem bekannten Sozialisten Helmut Kohl betrug der Spitzensteuersatz 53%. (Anfangs sogar 56%.) Haben damals auch alle Vermögenden fluchtartig das Land verlassen?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Do 23. Mär 2017, 14:45

Dampflok94 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:40)

Unter dem bekannten Sozialisten Helmut Kohl betrug der Spitzensteuersatz 53%. (Anfangs sogar 56%.) Haben damals auch alle Vermögenden fluchtartig das Land verlassen?


ab 130 000 DM damals - 65 000 Euro bei weit geringeren Verdiensten

nicht umsonst lahmte die Wirtschaft und rot-gruen hat dann den Spitzensteuersatz auf 42% gesenkt und musste Massnahmen ergreifen, um die Wirtschaft wieder flott zu bekommen.

damals unter Kohl ueber 4 Millionen Arbeitslose und die Staatsverschuldung stieg von 300 Milliarden auf 1500 Milliarden - MWST wurde laufend erhoeht und ja die Wirtschaft hatte keine Luft mehr zu atmen
die Zeiten von Kohl waren desastroes was Arbeitslosigkeit, Steuerbelastung und Verschuldung betrifft.
Zuletzt geändert von pikant am Do 23. Mär 2017, 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 23. Mär 2017, 14:49

Dampflok94 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:40)

Unter dem bekannten Sozialisten Helmut Kohl betrug der Spitzensteuersatz 53%. (Anfangs sogar 56%.) Haben damals auch alle Vermögenden fluchtartig das Land verlassen?


Nein. Und eine weitere Konzentration der Vermögen durch das Absenken des Steuersatzes löst auch kein Problem.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 23. Mär 2017, 14:53

pikant hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:45)

ab 130 000 DM damals - 65 000 Euro bei weit geringeren Verdiensten

nicht umsonst lahmte die Wirtschaft und rot-gruen hat dann den Spitzensteuersatz auf 42% gesenkt und musste Massnahmen ergreifen, um die Wirtschaft wieder flott zu bekommen.


Das lag daran daß man die Sozialabgaben gesenkt hat. Davon haben Unternehmen profitiert die wirklich Menschen beschäftigt haben und die Beschäftigten natürlich auch. Entlasten sollte man nur noch Unternehmen die Menschen beschäftigen. Vielleicht wären Abschreibungen auf Angestellte ein revolutionärer Ansatz.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon Dampflok94 » Do 23. Mär 2017, 14:54

pikant hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:45)
nicht umsonst lahmte die Wirtschaft und rot-gruen hat dann den Spitzensteuersatz auf 42% gesenkt und musste Massnahmen ergreifen, um die Wirtschaft wieder flott zu bekommen.

Das hat höchsten einige Konten flott bekommen. Und sonst gar nichts. Ich fordere übrigens auch nicht, den Spitzensteuersatz unter den gleichen Bedingungen wie heute zu erhöhen. Aber spätestens ab 150.000 wären 50% nicht unangemessen.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon syna » Do 23. Mär 2017, 14:56

syna hat geschrieben:Und da liegt die Lösung ja auf der Hand: Um die Milliardäre hier
zu behalten - und damit unterm Strich sogar mehr Steuereinnahmen
zu haben - müssen wir den Spitzensteuersatz senken.


Realist2014 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 23:01)
deine Analyse ist leider falsch
die Einkommenssteuer ist nicht der Grund...


Warum? Was ist der Grund?
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Do 23. Mär 2017, 14:57

Alter Stubentiger hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:53)

Das lag daran daß man die Sozialabgaben gesenkt hat. Davon haben Unternehmen profitiert die wirklich Menschen beschäftigt haben und die Beschäftigten natürlich auch. Entlasten sollte man nur noch Unternehmen die Menschen beschäftigen. Vielleicht wären Abschreibungen auf Angestellte ein revolutionärer Ansatz.


man muss nach meiner Meinung die Abgaben-und Steuerlast der Unternehmen senken, damit diese mehr Spielraum fuer Investitionen haben und natuerlich konkurrenzfaehig bleiben und ihre Wettbewerbssituation ausbauen koennen und dann werden wieder neue Arbeitsplaetze geschaffen und das kommt dann dem AN zugute.
Anreize fuer neue Beschaeftigung zu schaffen sind in Ordnung.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon pikant » Do 23. Mär 2017, 15:00

Dampflok94 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 14:54)

Das hat höchsten einige Konten flott bekommen. Und sonst gar nichts. Ich fordere übrigens auch nicht, den Spitzensteuersatz unter den gleichen Bedingungen wie heute zu erhöhen. Aber spätestens ab 150.000 wären 50% nicht unangemessen.


Steuererhoehung koennen unsere Wirtschaft abwuergen oder erlahmen lassen - bei dieser fantastischen Haushaltslage und den sprudelnden Steuereinnahmen sollte man den Buerger entlasten und nicht mehr belasten.
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon syna » Do 23. Mär 2017, 15:01

Wähler hat geschrieben:(23 Mar 2017, 06:11)

https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer
Da der Anteil der Vermögenssteuer am gesamten Steueraufkommen in allen Ländern EU-Ländern eher gering ist, sollte man sich auf die Debatte um Mindestunternehmenssteuersätze in der EU konzentrieren.


Hier geht es ja gar nicht um die Vermögenssteuer. Sondern um die Einkommenssteuer! ;)

Wähler hat geschrieben:(23 Mar 2017, 06:11)
Überhaupt sollte die ganze Steuerdebatte vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die erste Frage muss lauten, was alles der Staat mit Steuergeldern finanzieren soll. Dann die Frage nach Steuerarten oder Gebührenfinanzierung und zuletzt die Frage nach der Höhe der Steuersätze im Vergleich zu den anderen EU-Ländern. So entsteht eine logisch nachvollziehbare Systematik.


Ahh, das klingt ja nach "Revolution"! :?:

Was soll der Staat denn nicht mehr finanzieren?
Und was soll er finanzieren?

Wie hoch sollen Einkommens- und Körperschaftssteuer und Mehrwertsteuer sein?
Was soll gebührenfinanziert werden?

Du scheinst ja ein ganz neues Konzept im Kopf zu haben ...
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Re: Spitzensteuersatz weiter senken?

Beitragvon relativ » Do 23. Mär 2017, 15:01

syna hat geschrieben:(22 Mar 2017, 21:31)

Der Spitzensteuersatz beträgt zur Zeit bei 42% bzw. ab
250.000 €/a 45%. Müssen wir diesen Satz senken?

Denn der Hurun-Report hat ergeben, dass Deutschland
zu viele Milliardäre vergrault. Durch zu hohe Steuern. Iss ja klar,
wenn man fast die Hälfte seiner Einnahmen an den Fiskus
verliert, dann geht man doch lieber woanders hin. Schweiz oder
Lichtenstein - da ist das Wetter ja auch besser.

Deutschland ist der größte Milliardärs-Vertreiber überhaupt:



Siehe hier.

Milliardäre verlassen Deutschland. Und damit geht auch ihre
Geschäftstätigkeit verloren und der Staat verliert die durch
sie erfolgten Steuereinnamen. Ein Verlust!

Und da liegt die Lösung ja auf der Hand: Um die Milliardäre hier
zu behalten - und damit unterm Strich sogar mehr Steuereinnahmen
zu haben - müssen wir den Spitzensteuersatz senken. 42% ist ja
ohnehin viel zu hoch! :thumbup:


Sorry, aber das sehe ich nicht so. Diejenigen, die bei 42%, 45% Spitzensteuersatz ein /ihr Land verlassen, die werden es auch bei 30% verlassen, wenn sie woanders nur 29% bezahlen muessen. Dieser Menschschlag sind für mich keine Menschen auf die eine Gesellschaft bauen kann noch sollte. Die haben hier die Möglichkeit große Geldmengen zu verdienen , aber etwas an die Allgemeinheit zurückgeben, das wollen sie nicht.
Damit diese Menschen nicht gehen senke ich doch nicht die Steuern,is ja total irre :?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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