Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

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Positiv Denkender
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Positiv Denkender » Do 16. Mär 2017, 13:06

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Mar 2017, 13:01)

Richtig, Deutschland schneidet im Vergleich zu anderen europaeischen Laendern sehr gut ab.
- In keiner Industrienation sind die Lebensmittelpreise so niedrig wie in Deutschland, zeigt eine neue Studie.

Im Vergleich: In Deutschland zahlt der Kunde pro Kugel in einer guten Eisdiele ca € 1.60, in Italien und Frankreich € 2-3. :)

Hier bezahlt man 1- 1,20 für die Kugel Eis .Ein Bio Eis Anbieter nimmt ca 140 -160 für die Kugel .
Bei schönen Wetter stehen dort 6 Verkäufer hinter dem Eistresen hinzu kommen die Servicekräfte die an Tischen bedienen .
Ein wesentlicher Punkt die Speiseeis Saison geht von etwa März bis Ende Oktober .Die Zeit von November bis März 4 Monate muss auch überbrückt werden .
Das gilt natürlich nur für reine Eisdielen .
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Mär 2017, 15:40

Viele Eisdielen sind eben nicht nur Eisdielen sondern auch Caffees oder Restaurants, die auch im Winter geöffnet haben und recht gut laufen. Andere Italiener fahren in den drei Monaten, wo sie hier geschlossen haben zu ihren Familien nach Italien und arbeiten in deren Familienbetrieben mit. So kenne ich dass von einer großen italienischen Speiseeis-Dynastie, die in mehreren norddeutschen Städten Eisdielen betreiben.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Mär 2017, 15:43

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 Mar 2017, 12:47)
Brötchen sind im Verhältnis zum Einkommen nicht teurer geworden .

Bitte noch einmal meinen Eingangsbeitrag lesen! Der Preiserhöhung von Brötchen seit Mitte der 1960er Jahre von 2000 bis 2400 Prozent steht wohl kaum eine gleichhohe Steigerung des Durchschnittseinkommens gegenüber.
Bleibtreu hat geschrieben:(16 Mar 2017, 13:01)
Richtig, Deutschland schneidet im Vergleich zu anderen europaeischen Laendern sehr gut ab.
- In keiner Industrienation sind die Lebensmittelpreise so niedrig wie in Deutschland, zeigt eine neue Studie.
Im Vergleich: In Deutschland zahlt der Kunde pro Kugel in einer guten Eisdiele ca € 1.60, in Italien und Frankreich € 2-3. :)

Und in Polen nur die Hälfte. ;) Es geht hier nicht um einen EU-Vergleich der Lebensmittelpreise. Ich weiß, dass Lebensmittel in Deutschland vergleichsweise günstig sind. Wahrscheinlich werde ich da vollkommen falsch verstanden. Auch gehöre ich nicht zu den wahrscheinlich mehr als 95 Prozent deutscher Dänemarktouristen, die vor ihrem Urlaub ihren Kofferraum über die Belastungsgrenze des Autos hinaus mit Lebensmitteln vom deutschen Aldi beladen.
Ich halte mich ja in den letzten Jahren mehr in Dänemark auf als in Deutschland und bin da mit einem Campingplatzbetreiber sehr gut befreundet. Was sagt der über seine deutschen Gäste? „Wenn du in meine Müllcontainer mit Restmüll guckst kämst du nie auf den Gedanken auf einem dänischen Campingplatz zu sein“.

Obwohl meine Frau und ich uns überwiegend in Dänemark aufhalten kaufen wir fast ausschließlich dort ein, auch wenn ich regelmäßig in Deutschland bin. Nur bestimmte Dinge kaufe ich noch hier: Kaffee, Nuss-Nougat-Creme, frischen Seefisch direkt vom Bremerhavener Fischmarkt (die Truhe ist immer gut bestückt).

Soll unterm Strich heißen: Alles ist gut. Nur bei den Brötchen und beim Eis scheint zumindest mir die Welt nicht ganz in Ordnung. Wenn ihr aber gern 1,35 Euro für eine Kugel Eis bezahlt und euch nicht wundert… ich sehe das eben etwas anders. Aber wir müssen ja nicht alle einer Meinung sein. Denn dann würde sich jedes Internetforum wie dieses erübrigen. ;)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Ammianus » Do 16. Mär 2017, 16:01

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 12:25)

Willst du nicht verstehen? Ich rede doch gar nicht vom industriell hergestellten Eis aus der Kühltruhe des Supermarktes. Auch vergleiche ich nicht die Preise von Speiseeis beim Italiener und dem aus dem Supermarkt. Was soll das jetzt?


Hier einfach mal Zahlen für dich:

Heute kostete bei Netto ein Beutel mit 6 Schrippen -,79 Cent, das sind 13,1 Cent pro Brötchen und wären ungefähr 26,3 Pfennig.
Der durchschnittliche Verdienst eines Arbeitnehmers stieg von 125 Mark 1950 auf 2008 Euro in 2008 - jedenfalls nach folgender Quelle:
[url]
http://www.was-war-wann.de/historische_ ... slohn.html[/url]

Wichtige Argumente kamen auch von anderen Usern.
Also einfach mal drüber nachdenken.

Grundsätzlich aber gilt, dass ich nicht einfach einzelne Preise von 1950 mit solchen von 2017 vergleichen kann.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Mär 2017, 16:25

@ Ammianus:
vielleicht denkst du mal ein wenig nach und postest erst dann? Erstens ging es, und das wiederholte ich bereits, um frische Bäckerbrötchen und nicht um Industriebackware vom Discounter. Und dann verglich ich mit Brötchenpreisen analog zum Einkommen von Mitte der 1960er Jahre und heute. Jetzt kommst du mit dem Einkommen zwei Jahre nach der Währungsreform = 1950. Warum "verbiegst" du jetzt meine Vergleichsdaten? Noch einmal: Es ging bei meinem Vergleich um den Brötchenpreis von um die 1965 und dem heute üblichen Vergleichspreis. Und wenn du da das Einkommen zum Vergleich heranziehst, dann bitte auch von 1965! in den 15 Jahren davor hat sich nämlich einiges getan (Stichwort "Wirtschaftswunder"!)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Do 16. Mär 2017, 17:15

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 15:43)
[....] Soll unterm Strich heißen: Alles ist gut. Nur bei den Brötchen und beim Eis scheint zumindest mir die Welt nicht ganz in Ordnung. Wenn ihr aber gern 1,35 Euro für eine Kugel Eis bezahlt und euch nicht wundert… ich sehe das eben etwas anders. Aber wir müssen ja nicht alle einer Meinung sein. Denn dann würde sich jedes Internetforum wie dieses erübrigen. ;)


Ich hatte es dir hier schon geschrieben:

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Mar 2017, 12:37)

Und ich frag mich, was das ueberhaupt soll. :D

Wenn die Kunden beim Baecker oder der EisDiele bereit sind hoehere Preise zu zahlen, statt sich Broetchen und Eis dort zu kaufen, wo sie billiger oder wesentlich billiger sind, dann wird das offensichtlich Gruende haben. [Weil das Eis besser schmeckt, von besserer Qualitaet ist, Eissorten angeboten werden die es nicht im Supermarkt gibt etc.] Die Kunden werden ja nicht gezwungen die Waren zu kaufen, tun es aber trotzdem. Diese Diskussion erinnert mich schwer an die unsaeglichen NeidDebatten. Du willst nicht € 2,50 fuer eine Kugel zahlen? Gut, dann kauf dir im Supermarkt an der Ecke eben einen ganzen EisPott fuer denselben Preis. :p


Angemessen ist schlicht das, was die Kunden bereit sind zu bezahlen, die Entscheidung ist also subjektiv. Ich zahle sogar € 2,50 fuer eine Kugel, wenn mir das Eis schmeckt - da bin ich hemmungslos. Denn ich kaufe nicht nur schlicht Eis, sondern ein bestimmtes Eis, das ich haben will; dazu werde ich nicht gezwungen. Wem die EisDiele zu teuer ist, hat die guenstige Alternative im Supermarkt. Ebenso kaufe ich mir nur Unterwaesche von La Perla, statt guenstige von H&M. Beides ist fuer mich angemessen, weil ich einen fuer mich akzeptablen Gegenwert bekomme. So einfach ist das. :)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 16. Mär 2017, 17:31

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Mar 2017, 09:58)

Alles wird teurer! Zu dieser Erkenntnis ist wahrscheinlich auch der allerletzte Verbraucher gelangt. Dies ist seit Einführung der D-Mark und des Euros so, wahrscheinlich aber war das schon zu Zeiten des Tauschhandels so.
Was mir dabei aber aufgefallen ist, dass es im Bereich Lebensmittel solche gibt, die im Preis über Jahrzehnte recht stabil geblieben sind wie z.B. Butter und solche, wo die Preise geradezu explodiert sind. Von letzteren hier einmal zwei exemplarisch:

Speiseeis beim Italiener oder einer deutschen Eisbude: Als Kind habe ich bis etwa 1960 für eine Kugel Eis 10 Pfennig = 5 Cent bezahlt. Heute kostet die Kugel Eis bei uns 1 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von 2000 Prozent! Oder anders: Wenn bei einer vierköpfigen Familie heute jeder eine Waffel mit jeweils vier Kugel Eis kauft hätte diese für den Transport früher einen großen Eimer mitnehmen müssen. Für das Geld hätte es 320 Kugeln Eis gegeben!

Ein anderes Beispiel sind Brötchen. Als Kind war es meine Aufgabe, samstags (und nur samstags) nebenan beim Bäcker Brötchen zu holen. Die Auswahl an Brötchen, die uns heute geboten wird gab es damals noch nicht. Es gab nur „normale“ und Mohnbrötchen. Seltsamerweise war der Preis gleich, nämlich 5 Pfennig = 2,5 Cent. Und heute? Das normale Brötchen kostet heute beim Bäcker zwischen 36 und 40 Cent, das Mohnbrötchen 60 Cent. Preissteigerung: zwischen 1400 und 2400 Prozent! Und dies, obwohl bei den großen Bäckereibetrieben mit Filialen der Herstellungsprozess von Brötchen bzw. Rohlingen, die täglich zu den Filialbetrieben gefahren und da aufgebacken werden fast vollautomatisch abläuft. Früher war das noch schwere Handarbeit, Nacht für Nacht.

Die Frage die ich mir da stelle: Werden wir Verbraucher da nicht über den Tisch gezogen? Sind diese Preissteigerungen nicht nur ungerecht sondern als organisierter und abgesprochener Wucher zu bezeichnen? Zum Vergleich: Laut dem Statistischem Bundesamt verdiente ein männlicher Arbeitnehmer Anfang der 60er-Jahre im Durchschnitt 590 DM (ca. 302 EUR) Brutto. Steht das im Verhältnis zu den heutigen Preisen von Speiseeis und Brötchchen? Nein, denn dann müsste der Arbeitnehmer mit Durchschnittsverdienst von Anfang der 1960er Jahre heute über 6000 Euro verdienen. Tut er das?

Ich habe mich mit meinem Bäcker darüber unterhalten. Er war da ganz ehrlich zu mir. Seine Antwort (aus dem Gedächtnis): „Wir müssen alle sehen wo wir bleiben. Heute wird der Preis an einer Ware längst nicht mehr daran bemessen, was diese in der Herstellung kostet sondern daran, was der Kunde bereit ist dafür zu bezahlen. Da spielt auch die Qualität kaum eine Rolle. An den Rohmaterialien (Mehl, Hefe, Wasser und gewisse Zutaten, die man vor 50 Jahren in keinem Brötchen fand) kann ein Bäcker kaum etwas sparen. Eine direkte Preisabsprache zwischen den Bäckereien erfolge nicht. Das läuft „im Stillen“ ab. Erhöht der Mitbewerber vor Ort den Brötchenpreis zieht der nächste schnell nach. So wird sich an die Schmerzgrenze des Verbrauchers langsam herangetastet. Der tatsächliche Wert einer Ware (hier Brötchen) hat nichts mit dem Verkaufspreis gemein."

Aha. Mit anderen Worten: Der Verbraucher lässt sich vom Bäcker und sicher auch von anderen Geschäftsleuten am Nasenring herumführen.
Mist, dass auch ich nicht auf das frische Bäckerbrötchen (nicht das von Aldi, Lidl und Co.) oder das Eis vom Italiener verzichten kann. Hab da auch den Nasenring…


Nie waren Brötchen billiger als heute. Und nie waren die Kosten für den Bäcker höher als heute. Zwar sind die Rohstoffe sehr billig. Aber die Lohn und Produktionskosten sind im handwerklichen Betrieb sehr hoch. Aldi läßt seine Brötchen ja in China produzieren und kann deshalb so billig sein. Bei Massenproduktion vs. Handarbeit kann der Bäcker nicht billig sein. Den Bäckern geht es schlecht. Schon seit den 80ern sterben täglich mehrere Bäckereien. Was übrig bleibt sind Großbetriebe die im Preiskampf mit den Diskountern aber auch immer mehr an Boden verlieren. So billig wie Netto und Co. kann eben keiner produzieren. Und die Qualität ist zumindest bei einigen Produkten schon recht hoch. Noch vor 10 Jahren haben die das so nicht hingekriegt.

Auch bei den Eisdielen ist der Aufwand beträchtlich. Allein um die hygienischen Anforderungen bei Eis zu erfüllen braucht man heute ein Eislabor. Gesundheits/Ordnungsämter haben die Standards da sehr hoch gesetzt. Deshalb sind die Kugeln so teuer. Bei einer guten Eisdiele, meiner Stammpizzeria und dem Bäcker meines Vertrauens ist es mir aber wert.

Ich empfinde die Preise für Smartphones da schon eher als unverschämt.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Ammianus » Do 16. Mär 2017, 17:48

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 16:25)

@ Ammianus:
vielleicht denkst du mal ein wenig nach und postest erst dann? Erstens ging es, und das wiederholte ich bereits, um frische Bäckerbrötchen und nicht um Industriebackware vom Discounter. Und dann verglich ich mit Brötchenpreisen analog zum Einkommen von Mitte der 1960er Jahre und heute. Jetzt kommst du mit dem Einkommen zwei Jahre nach der Währungsreform = 1950. Warum "verbiegst" du jetzt meine Vergleichsdaten? Noch einmal: Es ging bei meinem Vergleich um den Brötchenpreis von um die 1965 und dem heute üblichen Vergleichspreis. Und wenn du da das Einkommen zum Vergleich heranziehst, dann bitte auch von 1965! in den 15 Jahren davor hat sich nämlich einiges getan (Stichwort "Wirtschaftswunder"!)


Sag mal, liest du überhaupt was ich schreibe? Auch habe ich eine Quelle für Zahlen geliefert. Ob die nun wasserdicht ist, kann ich nicht beschwören. Aber da steht eben auch der Durchschnittslohn von 1965. Warum hast du nicht einfach nachgesehen. Hier verbiegt niemand etwas. Ein anderer User hat dir nun auch schon was über Bäcker geliefert, warum es eben Geld kostet, den Leuten frische Brötchen auf den Ladentisch zu liefern - mit dem Eis wurde dir ja auch schon mehrfach erklärt.

Warum sagst du nicht einfach: "Oh, so hab ich das noch gar nicht betracht. Gut, wieder was dazugelernt."
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Do 16. Mär 2017, 18:09

Ammianus hat geschrieben:(16 Mar 2017, 17:48)

Sag mal, liest du überhaupt was ich schreibe? Auch habe ich eine Quelle für Zahlen geliefert. Ob die nun wasserdicht ist, kann ich nicht beschwören. Aber da steht eben auch der Durchschnittslohn von 1965. Warum hast du nicht einfach nachgesehen. Hier verbiegt niemand etwas. Ein anderer User hat dir nun auch schon was über Bäcker geliefert, warum es eben Geld kostet, den Leuten frische Brötchen auf den Ladentisch zu liefern - mit dem Eis wurde dir ja auch schon mehrfach erklärt.

Warum sagst du nicht einfach: "Oh, so hab ich das noch gar nicht betracht. Gut, wieder was dazugelernt."

Ja, das wurde alles ausfuehrlich und verstaendlich nachvollziehbar aufgefuehrt. Erwaehnen moechte ich noch, dass der Baecker WarenMengen produziert, ohne zu wissen, ob er diese auch los wird. Am FeierAbend bleibt also Ware uebrig, die geschreddert oder am naechsten Tag zu einem viel guenstigeren Preis angeboten werden muss. In Deutschland hatten wir einen Baecker der das Problem damit zu entschaerfen versuchte, dass er ab SamstagNachmittag mit einer Art ImbissWagen die Strassen abfuhr. Also ueber StrassenVerkauf die restliche Ware an den Kunden gebracht hat, bevor er sie wegschmeissen musste. Dadurch konnte er sich auch ein groesseres WarenAngebot leisten. :thumbup:
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Do 16. Mär 2017, 18:40

Ein echtes Bäckerbrötchen ist ja mittlerweile auch ein Lifestyle-Produkt
Wem es zu teuer ist, der muß eben Hühnchen essen.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Do 16. Mär 2017, 19:01

Quatschki hat geschrieben:(16 Mar 2017, 18:40)

Ein echtes Bäckerbrötchen ist ja mittlerweile auch ein Lifestyle-Produkt
Wem es zu teuer ist, der muß eben Hühnchen essen.

... oder Brot & Broetchen selber backen, in allen nur denkbaren Kreationen, wie es gefaellt. BackAutomaten sind heutzutage in der Kueche Standard. :)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Do 16. Mär 2017, 19:10

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:01)

... oder Brot & Broetchen selber backen, in allen nur denkbaren Kreationen, wie es gefaellt. BackAutomaten sind heutzutage in der Kueche Standard. :)

Vorsicht. Denn wenn man die Anschaffungskosten der Schickimickiküche auf die einzelne Mahlzeit runterkalkuliert, ist die Kneipe am Ende günstiger!
Und auch ein Billigbrotbackautomat will oft benutzt sein, damit er sich amortisiert.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Moses » Do 16. Mär 2017, 19:14

Quatschki hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:10)

Vorsicht. Denn wenn man die Anschaffungskosten der Schickimickiküche auf die einzelne Mahlzeit runterkalkuliert, ist die Kneipe am Ende günstiger!
Und auch ein Billigbrotbackautomat will oft benutzt sein, damit er sich amortisiert.

Ich hab mir einen Gärkorb für einige wenige €uro gekauft und backe mein Brot im Backofen . . . schmeckt lecker und schaut auch noch gut aus!
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Do 16. Mär 2017, 19:15

Quatschki hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:10)

Vorsicht. Denn wenn man die Anschaffungskosten der Schickimickiküche auf die einzelne Mahlzeit runterkalkuliert, ist die Kneipe am Ende günstiger!
Und auch ein Billigbrotbackautomat will oft benutzt sein, damit er sich amortisiert.

:D Ja, wer sein Leben nur von Zahlen bestimmen laesst hat ein Problem. Als Hedonistin [positiv konnotiert] rollen sich mir da die Fussnaegel auf! - Durch die SelbstHerstellung geht dem einen oder anderen dann vielleicht auf, was ein armes Broetchen alles fuer einen Aufwand durchlaufen muss, um eines zu werden, das auch noch schmeckt und damit sein Geld wert ist. :)
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Do 16. Mär 2017, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Do 16. Mär 2017, 19:21

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:15)
Durch die SelbstHerstellung geht dem einen oder anderen dann vielleicht auf, was ein armes Broetchen alles fuer einen Aufwand durchlaufen muss, um eines zu werden, das auch noch schmeckt und damit sein Geld wert ist. :)

Dazu mußt du erstmal ein Getreidefeld bestellen!
Wenn man mal am Feldrand so ein paar Körner aus der Ähre puhlt, wird einem bewußt, dass so ein Brot oder Kuchen doch ein Wunder der Zivilisation ist!
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Do 16. Mär 2017, 19:33

Quatschki hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:21)

Dazu mußt du erstmal ein Getreidefeld bestellen!
Wenn man mal am Feldrand so ein paar Körner aus der Ähre puhlt, wird einem bewußt, dass so ein Brot oder Kuchen doch ein Wunder der Zivilisation ist!

Nette Idee - wir koennen die BaeckerPreisMauler ueber die Felder jagen und anschliessend muessen sie das Korn noch selber mahlen! :D
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Mär 2017, 19:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Mar 2017, 17:31)[/url]
Aldi läßt seine Brötchen ja in China produzieren und kann deshalb so billig sein.

Ich kaufe nun wirklich keine Brötchen bei Aldi. Aber was die Produktion in China betrifft da solltest du gaaanz vorsichtig sein. Ich weiß, dass in China Brötchenrohlinge für den Export hergestellt werden, aber nicht für Aldi. Deren Backwaren und Teigrohlinge werden für Aldi Nord und teils auch für Aldi Süd in einem der drei Großbäckereien von Stör Brot in Westerstede und im Südoldenburgischen hergestellt (Dinklage). Stör Brot ist der "Haus- und Hoflieferant" von Aldi seit fast 40 Jahren.

Nebenbei:
Zitat: "„Übrigens: Gesehen hat die angeblichen Teiglinge aus China noch niemand", gibt der Verband Deutscher Großbäcker zu bedenken."
Quelle: http://www.abzonline.de/fokus/teiglinge ... 97551.html
Vielleicht alles nur eine Verschwörungstheorie? Einen Beweis für die Existenz bzw. Vertrieb von chinesischen Brötchen-Teigrohlingen gibt es bis heute nicht. Wenn selbst die Bäckerinnung nichts weiß...
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Do 16. Mär 2017, 20:24

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:33)
Vielleicht alles nur eine Verschwörungstheorie? Einen Beweis für die Existenz bzw. Vertrieb von chinesischen Brötchen-Teigrohlingen gibt es bis heute nicht. Wenn selbst die Bäckerinnung nichts weiß...

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das rechnet.
Dann doch eher Polen und Tschechien.
Frische Konditorware in Handwerksqualität aus Böhmen wäre zum Beispiel in einer Stunde in Dresden in der Filiale.
Und die können Gebäck und Mehlspeisen ebenso gut wie überall in den alten Kronländern.
Wird aber meines Wissens noch nicht so oft gemacht.
Teiglinge aus Polen werden hingegen in großem Maßstab für die Discounter produziert
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 17. Mär 2017, 00:04

Mir ist es egal, wo Discounter oder Supermarktketten ihre Brötchenrohlinge beziehen. Von mir aus auch von der Osterinsel. Nur ist das hier ja nicht Thema.
Aber egal. Ich denke, wir sind mit dem Thema durch. Wir drehen uns bereits fleißig im Kreis. Die Mehrheit der hier postenden User vertritt die Meinung, dass die Brötchen aus dem Bäckerladen und das Eis aus der Eisdiele nicht zu teuer sind. Im Gegenteil; es darf ruhig noch teurer sein (wenn das Eis gut ist bis 2,50 Euro/Kugel). Man könnte jetzt zu dem Schluss kommen, uns Deutschen geht es einfach zu gut, wenn sie gewillt sind, fast jeden Mondpreis für bestimmte Waren zu bezahlen. Gott sei Dank posten hier aber nur ein paar Foris mit viel Tagesfreizeit wie ich. :rolleyes:
In diesem Sinne und bis dann bei einem anderen Thema. :)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Mär 2017, 00:29

Raskolnikof hat geschrieben:(17 Mar 2017, 00:04)

Mir ist es egal, wo Discounter oder Supermarktketten ihre Brötchenrohlinge beziehen. Von mir aus auch von der Osterinsel. Nur ist das hier ja nicht Thema.
Aber egal. Ich denke, wir sind mit dem Thema durch. Wir drehen uns bereits fleißig im Kreis. Die Mehrheit der hier postenden User vertritt die Meinung, dass die Brötchen aus dem Bäckerladen und das Eis aus der Eisdiele nicht zu teuer sind. Im Gegenteil; es darf ruhig noch teurer sein (wenn das Eis gut ist bis 2,50 Euro/Kugel). Man könnte jetzt zu dem Schluss kommen, uns Deutschen geht es einfach zu gut, wenn sie gewillt sind, fast jeden Mondpreis für bestimmte Waren zu bezahlen. Gott sei Dank posten hier aber nur ein paar Foris mit viel Tagesfreizeit wie ich. :rolleyes:
In diesem Sinne und bis dann bei einem anderen Thema. :)

Es ist doch ganz einfach und ich schrieb es schon: Angemessen ist schlicht subjektiv. Dir erscheinen die Preise von Broetchen aus dem Baeckerladen und Eis aus der Eisdiele als nicht angemessen, zu teuer. Gut, wenn die Qualitaet den Preis fuer dich nicht rechtfertigt, dann kauf sie halt einfach nicht. Bedien dich dort, wo dir die Preise offenbar angemessen erscheinen. Billiges Eis und billige Broetchen kannst du an jeder Ecke kaufen, wenn du nicht gerade in der Einoede haust. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen - mich stoert es auch nicht, wenn sich der Baecker oder der Gelatiere einen goldenen Arsch verdienen wuerden. Fuer mich zaehlt nur, ob die Ware den Preis rechtfertigt und damit angemessen ist. Ob beim Broetchen, dem Eis oder der suendhaft teuren UnterWaesche. Stimmt der Gegenwert, ist alles in bester Ordnung und ich goenne dem Produzenten auch gerne einen moeglichen satten Gewinn, ohne mich uebers Ohr gehauen zu fuehlen. :thumbup:

Und ich lebe nicht mehr in Deutschland und bin auch keine Deutsche. Wie ich hier schon anfuehrte - klick!, musst du in anderen Laendern noch ganz andere Preise zahlen. Da wird auf hohem Niveau gewinselt. ;)
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