Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

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Firlefanzdetektor
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Firlefanzdetektor » Mi 15. Mär 2017, 17:54

Positiv Denkender hat geschrieben:(15 Mar 2017, 15:03)

Kiste Öttinger 5,55 .

Das Thema war BIER! :D
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Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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BlueMonday
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon BlueMonday » Mi 15. Mär 2017, 17:56

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Mar 2017, 16:24)

Hmmm… Viele Meinungen aber keine, die die enorme Kostenexplosion bei Brötchen und Eis begründen. Bier wurde auch genannt. Ja, ist auch teurer geworden, aber nicht um 2000 Prozent.


Wieso? Ne Beispielkalkulation wurde doch genannt.
Die Produktionskosten sind halt gestiegen auf der einen Seite. In den 60ern, da hat die ganze Familie quasi mitgeholfen und kostenlos das Eis zsuammengerührt. Heute braucht man Mitarbeiter, krankenversichert, rentenversichtert, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, die ganze soziale Sicherheit kostet.... Dazu gestiegene Mieten, Energiekosten (Grünes Sonnewindbiogas...). Die Zutaten wie Milch, Zucker, Gewürze sind teurer geworden... Dieses Eisdieleneis ist doch quasi noch ein Handwerk, keine Massenproduktion, entsprechend drücken mehr Fixkosten auf die einzelne Kugel.
Lebensmittelstandards werden sich auch geändert haben seit den 60ern, gerade beim Speiseeis.

Apropos Handwerk: Was hat es bspw. in den 60ern gekostet, sich das Dach decken zu lassen im Vergleich zu heute? Oder sich einen Zahn füllen zu lassen?

Und auf der anderen Seite ist der Konsument bereit solche Preise zu zahlen bzw. hat das Geld dafür (nominell gestiegenes Einkommen seit den 60ern). Sonst könnte man diese Preise nicht realisieren. Es ist eine Art Luxus, den man sich eben gönnt.
Zuletzt geändert von BlueMonday am Mi 15. Mär 2017, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 15. Mär 2017, 17:59

Positiv Denkender hat geschrieben:Ca 25 Cent kostet der l Benzin in Dänemark mehr .

Das kann man pauschal nicht sagen. Da meine Frau Dänin ist, wir sehr viel in unserem Haus in Jütland verbringen und ich in diesem Jahr auch dorthin ziehen werden (meine Frau lebt bereits dort), kenne ich sehr gut die Preise. Beim Tanken muss man in Dänemark aufpassen wie ein Luchs. Jede Tankstelle hat da so seine "Spezialitäten". Wenn du mit einer deutschen Giro- oder Kreditkarte zahlst kann es sein, dass du zusätzliche Gebühren zahlst. Nicht nur die Auslandseinsatzgebühr bei deiner deutschen Bank sondern auch noch die Kartengebühr bei der Tankstelle für den Einsatz der deutschen Karte. Oder aber du zahlst bei Barzahlung eine "Servicegebühr" (Shell Viborg). Wer weiß wie es läuft zahlt in Dänemark mit der richtigen Karte für Sprit nicht mehr als in Deutschland, allenfalls sind es 5 Cent. Ist auch nicht ganz einfach zu vergleichen, weil auch bei uns der Spritpreis an ein und derselben Tankstelle am Tag oft mehrfach wechselt, über 24 Stunden bis zu 12 Cent Differenz! Und dann: Je größer die Tankstelle und häufiger frequentiert desto teurer der Sprit. ich tanke auf dem Dorf beim Supermarkt fernab von jedem Tourismus. Preiswerter gehts nicht (in Dänemark).
Positiv Denkender hat geschrieben:Es wird höchste Zeit das LM Preise hier im Land steigen .

Was spricht dagegen, wenn du der Kassiererin bei Edeka, Rewe oder Aldi hin und wieder einen Zehner zusteckst?
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 15. Mär 2017, 18:02

Firlefanzdetektor hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:54)

Das Thema war BIER! :D

Steht bei Öttinger auch drauf .Nicht meine Sorte aber die Marke mit den höchsten Zuwächsen beim Flaschenbier.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 15. Mär 2017, 18:10

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:59)

Das kann man pauschal nicht sagen. Da meine Frau Dänin ist, wir sehr viel in unserem Haus in Jütland verbringen und ich in diesem Jahr auch dorthin ziehen werden (meine Frau lebt bereits dort), kenne ich sehr gut die Preise. Beim Tanken muss man in Dänemark aufpassen wie ein Luchs. Jede Tankstelle hat da so seine "Spezialitäten". Wenn du mit einer deutschen Giro- oder Kreditkarte zahlst kann es sein, dass du zusätzliche Gebühren zahlst. Nicht nur die Auslandseinsatzgebühr bei deiner deutschen Bank sondern auch noch die Kartengebühr bei der Tankstelle für den Einsatz der deutschen Karte. Oder aber du zahlst bei Barzahlung eine "Servicegebühr" (Shell Viborg). Wer weiß wie es läuft zahlt in Dänemark mit der richtigen Karte für Sprit nicht mehr als in Deutschland, allenfalls sind es 5 Cent. Ist auch nicht ganz einfach zu vergleichen, weil auch bei uns der Spritpreis an ein und derselben Tankstelle am Tag oft mehrfach wechselt, über 24 Stunden bis zu 12 Cent Differenz! Und dann: Je größer die Tankstelle und häufiger frequentiert desto teurer der Sprit. ich tanke auf dem Dorf beim Supermarkt fernab von jedem Tourismus. Preiswerter gehts nicht (in Dänemark).

Was spricht dagegen, wenn du der Kassiererin bei Edeka, Rewe oder Aldi hin und wieder einen Zehner zusteckst?

Ginge ohne Bargeld nicht . Nur was nützen die 10 ,€ von mir ? Der LM EH arbeitet mit minimalen Margen . Hinzu kommt dass es den Millionen AN in der LM Industrie
im Handel vor allem den bei den landwirtschaftlichen Produzenten wenig nützt . Übrigens die niedrigen Margen im LEH sind ein Grund dafür dass
sich alle internationalen LM Ketten aus Deutschland zurückgezogen haben . Von DS über Safeway hin zur Spar und dem größten LM Anbieter der Welt Wal Mart.
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Adam Smith
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Mi 15. Mär 2017, 18:23

Positiv Denkender hat geschrieben:(15 Mar 2017, 15:53)

Oft nicht mehr als 10 oder 12 Cent .Beim Bäcker inzwischen meistens auch Filialbetriebe ca 45 -55 Cent .


Hier mal ein Link zu diesen Preisen von 1970.

Meine erste selbst gekaufte Semmel erwarb ich mit großem Stolz für 5 Pfennig im Jahr 1970. Eine Brezel kostete damals schon 10 Pfennig.

Letzte Woche habe ich 45 Cent für eine vergleichbare Semmel bezahlt. Immerhin eine Preissteigerung von gut 1.700 Prozent in rund 44 Jahren.


http://www.misesde.org/?p=8717

Jetzt müsste noch geklärt werden wie hoch die Geldentwertung zwischen 1970 und heute ist.

1970 = 0,05 Pfennig

2017 = 0,17 Pfennig

http://www.finanzen-rechner.net/inflationsrechner.php

Heute kostet eine Semmel 10 Cent. Das sind 20 Pfennig.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 15. Mär 2017, 18:24

BlueMonday hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:56)[/url]
Wieso? Ne Beispielkalkulation wurde doch genannt.
Die Produktionskosten sind halt gestiegen auf der einen Seite. In den 60ern, da hat die ganze Familie quasi mitgeholfen und kostenlos das Eis zsuammengerührt. Heute braucht man Mitarbeiter, krankenversichert, rentenversichtert, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, die ganze soziale Sicherheit kostet.... Dazu gestiegene Mieten, Energiekosten (Grünes Sonnewindbiogas...). Die Zutaten wie Milch, Zucker, Gewürze sind teurer geworden... Dieses Eisdieleneis ist doch quasi noch ein Handwerk, keine Massenproduktion, entsprechend drücken mehr Fixkosten auf die einzelne Kugel.

Das trifft auf viele andere Lebensmittelprodukte auch zu, nur dass da die Preise lange nicht so gestiegen sind. Zudem war die Eisherstellung oder das Brötchenbacken noch echtes Handwerk. Da kam beim Bäcker der Teig auf den Tisch und die Bäckersleut formten noch mit den Händen Brötchen für Brötchen. Und heute? Der Mehlsilo steht im Hof, das Mehl wird in die Backstube und bestenfalls direkt in die Teigmaschine geblasen. Die Herstellung der Rohlinge erfolgt dann vollautomatisch. der Bäcker kriegt nicht einmal mehlige Finger.
Ich denke, es ist so: Eis und Brötchen brauch kein Mensch zwingend. Beides sind Luxusartikel, die auch die meisten Verbraucher nicht jeden Tag kaufen. Und da guckt man dann nicht so auf den Cent bzw. Euro. Diese Tatsache nutzen die Bäcker und Eisdielenbesitzer aus. Bei Grundnahrungsmitteln des täglichen Lebens aber guckt der Verbraucher sehr genau. Wird das Pfund Butter gerade 10 Cent günstiger angeboten werden gleich 6 Pakete gekauft. Erhöht sich der Milchpreis um 2 Cent ist gleich großes Geschrei angesagt.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 15. Mär 2017, 18:27

Adam Smith hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:23)
Heute kostet eine Semmel 10 Cent. Das sind 20 Pfennig.

:?: :?: :?:
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Adam Smith
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Mi 15. Mär 2017, 18:31

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:27)

:?: :?: :?:


Zitat focus.de:

Dienstag, 03.03.2015,
Im Discounter oder beim Backshop sind die Brötchen am günstigsten - aber gibt es für 13 Cent auch beste Qualität?


http://www.focus.de/finanzen/news/marke ... 16719.html
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Mi 15. Mär 2017, 18:35

Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Löhne real gestiegen sind zwischen 1970 und heute. Aus dem Grund kann man sich heute auch im Durchschnitt mehr Brötchen leisten als früher.

Ist das nicht schön?
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 15. Mär 2017, 20:32

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Mar 2017, 15:15)

Hmmm… Viele Meinungen aber keine, die die enorme Kostenexplosion bei Brötchen und Eis begründen. Bier wurde auch genannt. Ja, ist auch teurer geworden, aber nicht um 2000 Prozent.
Was mich dann auch wieder erstaunt ist die Tatsache, dass andere Lebensmittel im selben Zeitraum vergleichsweise wenig im Preis gestiegen sind. Beispiel: Butter. Die kostete in den 1960er Jahren ~ 1,69 DM. Heute bei uns regulär 1,59 Euro. Preissteigerung: 90 Prozent. Geschenkt!



Eis beispielsweise ist aber lediglich in den Eisdielen extrem teuer geworden. Bei Edeka und Aldi dagegen kosten 1000 ml Eis verschiedener Sorten seit Jahr und Tag 1.49 €, die Eisdielen dagegen haben in den letzten Jahren zu jedem Saisonstart
die Preise erhöht.
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 15. Mär 2017, 20:35

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Mar 2017, 10:48)

Davon kann ich nur träumen! Bei uns kostet sie 1,35 EUR (letztes Jahr noch 1,20)...
Ich warte noch darauf das linke o. Schulz (fast das selbe nebenbei) darauf kommen für die armen Hartzer einen Anspruch auf die Preise von 1960 zu fordern... :rolleyes:




Für 1,35 €/Kugel würde ich dem Eisdielen Betreiber die dringende Empfehlung mitgeben, er möge an seinem eigenen Eis ersticken ! Ich jedenfalls würde solche "Angebote" strikt ablehnen, Eis in den Supermärkten ist seit Jahr und Tag bei gleich bleibenden Preisen wesentlich günstiger zu erwerben. Bei Aldi und Edeka kosten 1000 ml beispielsweise lediglich 1,49 €.
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Ammianus » Mi 15. Mär 2017, 20:46

Adam Smith hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:35)

Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Löhne real gestiegen sind zwischen 1970 und heute. Aus dem Grund kann man sich heute auch im Durchschnitt mehr Brötchen leisten als früher.

Ist das nicht schön?


Das an diesen ganzen Diskussionen über einzelne Preise etwas faul ist, fiel mir schon nach Ende der DDR auf. Da wurde sich von bestimmten Jammerern (wir hatten alle weiter unsere Arbeit) eben über Brötchen- und andere Preise geschimpft. Das ein Fernseher jetzt für einen Zehntel des vorigen Preises zu haben war, wurde wie vieles anderes nicht berücksichtigt.
Ein Kollege sprach mich mal an, dass war so nach anderthalb Jahren einiges Deutschland: "Sag mal gehts dir wie mir, ich habe jedesmal am Monatsende mehr in der Tasche als zu Ostzeiten?" Und das, obwohl wir nur um die 65 Prozent des Westlohnes erhielten - allerdings stiegen die Mieten erstmal auch nur moderat.
Entscheidend ist nicht der Einzelpreis, sondern was unterm Strich dabei rauskommt. Das wird immer gern vergessen.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Mi 15. Mär 2017, 20:50

Ammianus hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:46)
Entscheidend ist nicht der Einzelpreis, sondern was unterm Strich dabei rauskommt. Das wird immer gern vergessen.

Der berühmte statistische Warenkorb.
Darüber kann man sich auch streiten, was da alles hineingehört.
Eis essen im Winter ist da bestimmt nicht enthalten...
Im Winter Eis zu essen, ist sowieso dekadent
Viele Menschen in Afrika wären froh, überhaupt Winter zu haben!
Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Ammianus » Mi 15. Mär 2017, 20:50

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:35)

Für 1,35 €/Kugel würde ich dem Eisdielen Betreiber die dringende Empfehlung mitgeben, er möge an seinem eigenen Eis ersticken ! Ich jedenfalls würde solche "Angebote" strikt ablehnen, Eis in den Supermärkten ist seit Jahr und Tag bei gleich bleibenden Preisen wesentlich günstiger zu erwerben. Bei Aldi und Edeka kosten 1000 ml beispielsweise lediglich 1,49 €.


Ja,aber du musst doch mal die Kosten des Betreibers sehen. Der muss die Ladenmiete bezahlen. Gewerbemieten richten sich nach dem Ort wo der Laden liegt. Der muss den Laden einrichten, Energie, wahrscheinlich Personal, muss die Rohstoffe kaufen und alles andere auch. Und der möchte nun nicht gerade nach dem er 16 Stunden in seinem Laden stand noch auf der Straße Flaschen sammeln.

Da sieht es im Supermarkt nun mal völlig anders aus. Die kaufen das fertige Produkt, stellen es ins Regal und kassieren wenn du damit an der Kasse erscheinst.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Ammianus » Mi 15. Mär 2017, 20:57

Quatschki hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:50)

Der berühmte statistische Warenkorb.
Darüber kann man sich auch streiten, was da alles hineingehört.
Eis essen im Winter ist da bestimmt nicht enthalten...
Im Winter Eis zu essen, ist sowieso dekadent
Viele Menschen in Afrika wären froh, überhaupt Winter zu haben!


Ich meinte jetzt nicht mal den statistischen Warenkorb sondern meinen und den aus dem Bekanntenkreis. Das ist aber auch eine Frage des persönlichen Wirtschaftens. Ich kann mir nur leisten, was mein Budged erlaubt.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Boracay » Mi 15. Mär 2017, 22:39

Raskolnikof hat geschrieben:Was spricht dagegen, wenn du der Kassiererin bei Edeka, Rewe oder Aldi hin und wieder einen Zehner zusteckst?


Brauchen die aber nicht. Gerade bei den Discountern werden oft doppelt so hohe Löhne gezahlt wie bei kleinen Einzelhändlern.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Liegestuhl » Do 16. Mär 2017, 00:41

Ammianus hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:50)

Ja,aber du musst doch mal die Kosten des Betreibers sehen. Der muss die Ladenmiete bezahlen. Gewerbemieten richten sich nach dem Ort wo der Laden liegt. Der muss den Laden einrichten, Energie, wahrscheinlich Personal, muss die Rohstoffe kaufen und alles andere auch


Das musste er auch, als die Kugel Eis noch 10, 20 Pfennige gekostet hat. Natürlich sind auch dafür die Preise gestiegen. Jedoch nicht ansatzweise in dem Maße, wie beim Speiseeis.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 16. Mär 2017, 08:26

Adam Smith hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:31)
http://www.focus.de/finanzen/news/marke ... 16719.html

Adam Smith hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:35)
Zudem muss berücksichtigt werden, dass die Löhne real gestiegen sind zwischen 1970 und heute. Aus dem Grund kann man sich heute auch im Durchschnitt mehr Brötchen leisten als früher. Ist das nicht schön?

Das hinkt jetzt aber gewaltig. Ich sprach in meinem Eingangsbeitrag von frischen Brötchen vom Bäcker und auch vom chremigen Eis aus der Eisdiele. Ich vergleiche ja auch nicht einen VW Golf mit einem Dachia.

Die allgemeinen Lohnsteigerungen können auch nicht Grund dafür sein, dass der Brötchenpreis im genannten Zeitraumraum um 2000 Prozent und teils noch weit mehr gestiegen ist. Ansonsten müssten ja heute z.B. 250 gr. Butter rund 17 Euro kosten. Auch viele andere Grundnahrungsmittel sind in den vergangenen 50 Jahren lediglich im Preis um 100 Prozent gestiegen. ich denke nach wie vor dass es so ist, dass Nahrungsmittel wie Eis und Brötchen von den Produzenten als Luxusnahrungsmittel betrachtet werden und der deutsche Verbraucher die völlig überzogenen Preise einfach hinnimmt.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Do 16. Mär 2017, 08:32

Wie hoch war denn die Inflationsrate von dem Jahr 1970 bis heute insgesamt?

Einen Link dazu habe ich hier schon gepostet.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Do 16. Mär 2017, 08:35, insgesamt 2-mal geändert.

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