Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

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Boracay
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Boracay » Fr 17. Mär 2017, 06:59

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Mar 2017, 00:29)
Und ich lebe nicht mehr in Deutschland und bin auch keine Deutsche. Wie ich hier schon anfuehrte - klick!, musst du in anderen Laendern noch ganz andere Preise zahlen. Da wird auf hohem Niveau gewinselt. ;)


In China sind 5€ pro Kugel Eis keine Seltenheit. Kaffeetasse für 8-10€ sind ebenfalls normal. Ist eine Lifestyle Produkt und das muss eben teuer sein (Leider kosten Lebensmittel allgemein das vierfache).
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Alter Stubentiger
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 17. Mär 2017, 15:42

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 19:33)

Ich kaufe nun wirklich keine Brötchen bei Aldi. Aber was die Produktion in China betrifft da solltest du gaaanz vorsichtig sein. Ich weiß, dass in China Brötchenrohlinge für den Export hergestellt werden, aber nicht für Aldi. Deren Backwaren und Teigrohlinge werden für Aldi Nord und teils auch für Aldi Süd in einem der drei Großbäckereien von Stör Brot in Westerstede und im Südoldenburgischen hergestellt (Dinklage). Stör Brot ist der "Haus- und Hoflieferant" von Aldi seit fast 40 Jahren.

Nebenbei:
Zitat: "„Übrigens: Gesehen hat die angeblichen Teiglinge aus China noch niemand", gibt der Verband Deutscher Großbäcker zu bedenken."
Quelle: http://www.abzonline.de/fokus/teiglinge ... 97551.html
Vielleicht alles nur eine Verschwörungstheorie? Einen Beweis für die Existenz bzw. Vertrieb von chinesischen Brötchen-Teigrohlingen gibt es bis heute nicht. Wenn selbst die Bäckerinnung nichts weiß...

Aldi bekommt überhaupt keine Teiglinge. Die TK-Brötchen sind schon gebacken und werden in den Backautomaten nur gebräunt. Danach werden sie 15 Minuten mit einer Art Fön warm gehalten. Was dann nicht verkauft ist wandert in den Müll. Das die in D. hergestellt werden halte ich für unmöglich. Das geht gar nicht bei dem VK und dem ungeheuren Gewicht der Brötchen. Schmecken tun die sowieso nicht. Nur billig. Kann man Tauben mit füttern.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 17. Mär 2017, 15:47

Raskolnikof hat geschrieben:(17 Mar 2017, 00:04)

Mir ist es egal, wo Discounter oder Supermarktketten ihre Brötchenrohlinge beziehen. Von mir aus auch von der Osterinsel. Nur ist das hier ja nicht Thema.
Aber egal. Ich denke, wir sind mit dem Thema durch. Wir drehen uns bereits fleißig im Kreis. Die Mehrheit der hier postenden User vertritt die Meinung, dass die Brötchen aus dem Bäckerladen und das Eis aus der Eisdiele nicht zu teuer sind. Im Gegenteil; es darf ruhig noch teurer sein (wenn das Eis gut ist bis 2,50 Euro/Kugel). Man könnte jetzt zu dem Schluss kommen, uns Deutschen geht es einfach zu gut, wenn sie gewillt sind, fast jeden Mondpreis für bestimmte Waren zu bezahlen. Gott sei Dank posten hier aber nur ein paar Foris mit viel Tagesfreizeit wie ich. :rolleyes:
In diesem Sinne und bis dann bei einem anderen Thema. :)


Wie gesagt. Deine Wahrnehmung ist falsch. In den 60ern waren frische Bäckerbrötchen noch eine Luxusprodukt das sich nicht jeder leisten konnte. Bei den Arbeiterfamilien gab es Graubrot. Und selbst wenn der Malocher sparsam lebte ging das meiste Geld für das Essen drauf. Durch die Diskounter ist das Bewusstsein für den Wert hochwertiger Lebensmittel verloren gegangen. So kommt es daß du falsche Schlüsse ziehst.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon BlueMonday » Fr 17. Mär 2017, 16:19

Raskolnikof hat geschrieben:(17 Mar 2017, 00:04)

Ich denke, wir sind mit dem Thema durch. Wir drehen uns bereits fleißig im Kreis. Die Mehrheit der hier postenden User vertritt die Meinung, dass die Brötchen aus dem Bäckerladen und das Eis aus der Eisdiele nicht zu teuer sind.


Das Thema ist ja durchaus interessant, vor allem wenn man es allgemeiner angeht und nicht nur auf ein Gut beschränkt. Also mach doch mal einen Vorschlag: wie bestimmt man den "legitimen" Preis (Erdpreis statt Mondpreis?) eines Gutes? Aus welcher Quelle speist sich solch ein Preis?
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Mär 2017, 16:27

BlueMonday hat geschrieben:(17 Mar 2017, 16:19)

Das Thema ist ja durchaus interessant, vor allem wenn man es allgemeiner angeht und nicht nur auf ein Gut beschränkt. Also mach doch mal einen Vorschlag: wie bestimmt man den "legitimen" Preis (Erdpreis statt Mondpreis?) eines Gutes? Aus welcher Quelle speist sich solch ein Preis?

Das kommt auf das Gut an. Bei Brötchen vom Bäcker wird der Preis im Wesentlichen durch die Selbstkosten bestimmt. Bei z.B. Grundstücken fast nur durch Angebot und Nachfrage.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon unity in diversity » Fr 17. Mär 2017, 16:29

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Mar 2017, 00:29)

Es ist doch ganz einfach und ich schrieb es schon: Angemessen ist schlicht subjektiv. Dir erscheinen die Preise von Broetchen aus dem Baeckerladen und Eis aus der Eisdiele als nicht angemessen, zu teuer. Gut, wenn die Qualitaet den Preis fuer dich nicht rechtfertigt, dann kauf sie halt einfach nicht. Bedien dich dort, wo dir die Preise offenbar angemessen erscheinen. Billiges Eis und billige Broetchen kannst du an jeder Ecke kaufen, wenn du nicht gerade in der Einoede haust. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen - mich stoert es auch nicht, wenn sich der Baecker oder der Gelatiere einen goldenen Arsch verdienen wuerden. Fuer mich zaehlt nur, ob die Ware den Preis rechtfertigt und damit angemessen ist. Ob beim Broetchen, dem Eis oder der suendhaft teuren UnterWaesche. Stimmt der Gegenwert, ist alles in bester Ordnung und ich goenne dem Produzenten auch gerne einen moeglichen satten Gewinn, ohne mich uebers Ohr gehauen zu fuehlen. :thumbup:

Und ich lebe nicht mehr in Deutschland und bin auch keine Deutsche. Wie ich hier schon anfuehrte - klick!, musst du in anderen Laendern noch ganz andere Preise zahlen. Da wird auf hohem Niveau gewinselt. ;)

Preisbildungsprinzipien müssen warenkundlich erklärbar und von den Kunden nachvollziehbar sein.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Quatschki » Fr 17. Mär 2017, 16:31

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2017, 16:29)

Preisbildungsprinzipien müssen warenkundlich erklärbar und von den Kunden nachvollziehbar sein.
Alles andere führt zu Glaubensabfall und Religionskriegen.

Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Mär 2017, 16:39

Bei Grundstücken mit Gebäude oder wenn eins errichtet werden soll, wird der Preis wieder im Wesentlichen durch die Selbstkosten bestimmt. Natürlich bildet sich auch immer ein Marktpreis. Angebot und Nachfrage haben aber allein im Kapitalismus allein dadurch eine Auswirkung, dass nur das Angeboten wird, was auch nachgefragt wird. Der Käufer hat die Wahl und darf ständig wählen.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Mär 2017, 17:05

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2017, 16:29)

Preisbildungsprinzipien müssen warenkundlich erklärbar und von den Kunden nachvollziehbar sein.

Die meisten Kunden haben nicht den Schimmer einer Ahnung, wie der Preis der Produkte genau zustande kam und kalkuliert wird. Das kann dem Kunden auch voellig Schnurz sein, solange die Ware den Preis rechtfertigt. Denn der Hersteller oder Verkaeufer eines Produktes hat das Recht auf Gewinn und eine ordentliche Marge. Es gibt keinen vernuenftigen Grund, warum er seine Produkte so niedrig auspreist, dass er kurz vor dem Konkurs steht, nur weil einige Kaeufer sich einbilden man haette ihnen die Produkte fuer so gut wie nichts hinterher zu werfen. Gewinn wird als verwerflich und pfui angesehen. Wenn mein LieblingsBaecker qualitativ hochwertige und leckere Ware zu einem teureren Preis anbietet als der Discounter oder Konkurrenten, kann er sich mit seiner Leistung gerne eine goldene Nase verdienen. Das Preis/LeistungsVerhaeltnis muss stimmen. :) So wie du das Recht hast von deinem AG ein ordentliches Gehalt fuer deine Arbeit zu erwarten, statt dich mit einem HungerLohn zufrieden zu geben, der in keinem Verhaeltnis zu deiner Leistung steht. Vorausgesetzt du erbringst eine Leistung, die deine GehaltsVorstellung rechtfertigt.

Beurteilen kann der Kunde, ob und zu welchem Preis er sich Waren leisten kann oder will. Das ist nun mal subjektiv. Der eine kauft die Schrippen bei Aldi, der andere beim Baecker. Dem einen reicht zB UnterWaesche von H&M, die er nach 10 Waeschen nur noch als Putzlappen benutzen kann, der andere hat hoehere Ansprueche und ist dafuer bereit auch entsprechend mehr zu zahlen. Der eine gibt sich mit billigem Fleisch vom Discounter zufrieden, dass nach dem braten nur noch ein drittel so gross ist, nach nix schmeckt und zaeh wird, der andere isst lieber weniger Fleisch in der Woche, dafuer qualitativ hochwertiges, gut abgehangenes oder legt wert auf koscheres Fleisch. Das kann unendlich fortgesetzt werden...

Alles andere führt zu Glaubensabfall und Religionskriegen.

Das Geschreibsel duenstet den Geruch von wirrem Schmonzes aus. :p
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon jorikke » Fr 17. Mär 2017, 17:21

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Mar 2017, 15:47)

Wie gesagt. Deine Wahrnehmung ist falsch. In den 60ern waren frische Bäckerbrötchen noch eine Luxusprodukt das sich nicht jeder leisten konnte. Bei den Arbeiterfamilien gab es Graubrot. Und selbst wenn der Malocher sparsam lebte ging das meiste Geld für das Essen drauf. Durch die Diskounter ist das Bewusstsein für den Wert hochwertiger Lebensmittel verloren gegangen. So kommt es daß du falsche Schlüsse ziehst.


"In den 60. waren frische Bäckerbrötchen...Luxusprodukt..."
Schlicht Quatsch.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Adam Smith » Fr 17. Mär 2017, 17:26

jorikke hat geschrieben:(17 Mar 2017, 17:21)

"In den 60. waren frische Bäckerbrötchen...Luxusprodukt..."
Schlicht Quatsch.

Das erkennt man auch schon allein daran was damals ein Brötchen gekostet hat. Damals musste aber ein Arbeitnehmer wesentlich mehr für Lebensmittel ausgeben als heute.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 17. Mär 2017, 17:43

jorikke hat geschrieben:(17 Mar 2017, 17:21)

"In den 60. waren frische Bäckerbrötchen...Luxusprodukt..."
Schlicht Quatsch.


Wir konnten uns keine leisten. Graubrot gab es. Das war so. Und belegte Brötchen und Coffee to go.....unbezahlbar, ja undenkbar. Das änderte sich erst langsam aber sicher nach 1970.
1960 mußte der Deutsche 38% seines Einkommens für Lebensmittel ausgeben. 2016 nur noch 13,7%.

Es ist schon erstaunlich. Heute will keiner mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Sie scheinen bei uns Nebensache zu sein. Quasi wertlos- Unvorstellbare Mengen werden weggeworfen.
Aber für Smartphones und Autos wird klaglos Geld ausgegeben. Da habe ich auch noch nie Klagen über Preissteigerungen gehört. Das sind eben Lifestyleprodukte. Das wird ganz anders bewertet.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon unity in diversity » Fr 17. Mär 2017, 18:17

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Mar 2017, 17:05)

Die meisten Kunden haben nicht den Schimmer einer Ahnung, wie der Preis der Produkte genau zustande kam und kalkuliert wird. Das kann dem Kunden auch voellig Schnurz sein, solange die Ware den Preis rechtfertigt. Denn der Hersteller oder Verkaeufer eines Produktes hat das Recht auf Gewinn und eine ordentliche Marge. Es gibt keinen vernuenftigen Grund, warum er seine Produkte so niedrig auspreist, dass er kurz vor dem Konkurs steht, nur weil einige Kaeufer sich einbilden man haette ihnen die Produkte fuer so gut wie nichts hinterher zu werfen. Gewinn wird als verwerflich und pfui angesehen. Wenn mein LieblingsBaecker qualitativ hochwertige und leckere Ware zu einem teureren Preis anbietet als der Discounter oder Konkurrenten, kann er sich mit seiner Leistung gerne eine goldene Nase verdienen. Das Preis/LeistungsVerhaeltnis muss stimmen. :) So wie du das Recht hast von deinem AG ein ordentliches Gehalt fuer deine Arbeit zu erwarten, statt dich mit einem HungerLohn zufrieden zu geben, der in keinem Verhaeltnis zu deiner Leistung steht. Vorausgesetzt du erbringst eine Leistung, die deine GehaltsVorstellung rechtfertigt.

Beurteilen kann der Kunde, ob und zu welchem Preis er sich Waren leisten kann oder will. Das ist nun mal subjektiv. Der eine kauft die Schrippen bei Aldi, der andere beim Baecker. Dem einen reicht zB UnterWaesche von H&M, die er nach 10 Waeschen nur noch als Putzlappen benutzen kann, der andere hat hoehere Ansprueche und ist dafuer bereit auch entsprechend mehr zu zahlen. Der eine gibt sich mit billigem Fleisch vom Discounter zufrieden, dass nach dem braten nur noch ein drittel so gross ist, nach nix schmeckt und zaeh wird, der andere isst lieber weniger Fleisch in der Woche, dafuer qualitativ hochwertiges, gut abgehangenes oder legt wert auf koscheres Fleisch. Das kann unendlich fortgesetzt werden...


Das Geschreibsel duenstet den Geruch von wirrem Schmonzes aus. :p

Es gibt ein Recht auf Sparsamkeit, stimmt das so?
Dann gilt das für Anbieter und Verbraucher gleichermaßen.
Das zuende gedacht, bedeutet Deflation.
Das Ende jeder Wirtschaft.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Mär 2017, 18:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Mar 2017, 17:43)

Wir konnten uns keine leisten. Graubrot gab es. Das war so. Und belegte Brötchen und Coffee to go.....unbezahlbar, ja undenkbar. Das änderte sich erst langsam aber sicher nach 1970.
1960 mußte der Deutsche 38% seines Einkommens für Lebensmittel ausgeben. 2016 nur noch 13,7%.

Es ist schon erstaunlich. Heute will keiner mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Sie scheinen bei uns Nebensache zu sein. Quasi wertlos- Unvorstellbare Mengen werden weggeworfen.
Aber für Smartphones und Autos wird klaglos Geld ausgegeben. Da habe ich auch noch nie Klagen über Preissteigerungen gehört. Das sind eben Lifestyleprodukte. Das wird ganz anders bewertet.

Broetchen sind in der Tabelle leider nicht aufgefuehrt, erhellend ist der Artikel trotzdem:

“Früher war alles billiger!” – dieser oft gehörte Satz lässt sich wissenschaftlich nicht halten. Einer aktuellen Kaufkraft-Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge haben sich die Preise seit 1950 zwar knapp verfünffacht, allerdings sind die Nettoverdienste parallel um das 25-fache gestiegen. Im Ergebnis seien die meisten Waren des täglichen Bedarfs in den vergangenen 60 Jahren deutlich billiger geworden. Für ein Pfund Kaffe brauche man beispielsweise nur noch 19 Minuten zu arbeiten – statt mehr als eine halbe Woche wie noch 1950.
Dagegen hätten sich die Preise in den zurückliegenden 60 Jahren – Qualitätsunterschiede herausgerechnet – nur knapp verfünffacht. Somit seien im Verhältnis zur realen Lohnentwicklung viele Alltagsprodukte und -dienstleistungen günstiger geworden.



unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2017, 18:17)

Es gibt ein Recht auf Sparsamkeit, stimmt das so?
Dann gilt das für Anbieter und Verbraucher gleichermaßen.
Das zuende gedacht, bedeutet Deflation.
Das Ende jeder Wirtschaft.

Gerade sparen lohnt sich bei den aktuellen Zinsen wohl kaum. :D
Natuerlich steht es dem Kunden zu sich die Schrippen bei Aldi, statt beim Baecker zu kaufen und umgekehrt. Aber es steht ihm nicht zu darueber zu klagen, dass der Baecker seine HandwerksWare nicht zum SpottPreis des Discounters verkauft. Und wer GummiSchrippen bei Aldi kauft, muss deswegen noch lange nicht sparsam sein. Der haut sein Geld dann vielleicht fuer anderes raus, statt es wie eine Glucke zu bebrueten. ;)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon unity in diversity » Fr 17. Mär 2017, 19:06

Well done.
Und was sagen wir den Vorsorgefetischisten?
Wer vorfrißt, soll nachhungern...
Irgendwas läuft schief.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 17. Mär 2017, 19:09

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Mar 2017, 18:37)

Broetchen sind in der Tabelle leider nicht aufgefuehrt, erhellend ist der Artikel trotzdem:

“Früher war alles billiger!” – dieser oft gehörte Satz lässt sich wissenschaftlich nicht halten. Einer aktuellen Kaufkraft-Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zufolge haben sich die Preise seit 1950 zwar knapp verfünffacht, allerdings sind die Nettoverdienste parallel um das 25-fache gestiegen. Im Ergebnis seien die meisten Waren des täglichen Bedarfs in den vergangenen 60 Jahren deutlich billiger geworden. Für ein Pfund Kaffe brauche man beispielsweise nur noch 19 Minuten zu arbeiten – statt mehr als eine halbe Woche wie noch 1950.
Dagegen hätten sich die Preise in den zurückliegenden 60 Jahren – Qualitätsunterschiede herausgerechnet – nur knapp verfünffacht. Somit seien im Verhältnis zur realen Lohnentwicklung viele Alltagsprodukte und -dienstleistungen günstiger geworden.




Gerade sparen lohnt sich bei den aktuellen Zinsen wohl kaum. :D
Natuerlich steht es dem Kunden zu sich die Schrippen bei Aldi, statt beim Baecker zu kaufen und umgekehrt. Aber es steht ihm nicht zu darueber zu klagen, dass der Baecker seine HandwerksWare nicht zum SpottPreis des Discounters verkauft. Und wer GummiSchrippen bei Aldi kauft, muss deswegen noch lange nicht sparsam sein. Der haut sein Geld dann vielleicht fuer anderes raus, statt es wie eine Glucke zu bebrueten. ;)

In Sachen Lebensmittel ist der "Gummiadler" (avila arabicum) nicht mehr die Nummer1, was die Beliebtheit betrifft. Geschmack wandelt sich genau so, nur die persönliche Geldbörse kann nicht immer mit. Darum studieren auch so viele Menschen FINANZWISSENSCHAFTEN !! (Stichwort: Am Ende vom Geld noch soviel MONAT!)
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Mär 2017, 19:16

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2017, 19:06)

Well done.
Und was sagen wir den Vorsorgefetischisten?
Wer vorfrißt, soll nachhungern...
Irgendwas läuft schief.


Ja - bei hysterischen UntergangsPhantasien, trotzt wachsendem Wohlstand, laeuft so einiges schief.
Ich bezweifle, dass diesen Patienten ernsthaft zu helfen ist. Die rechtfertigen ihre ideologische Existenz mit schlechtem HonigSeim. :D
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon unity in diversity » Fr 17. Mär 2017, 19:19

Ich bin ungebildet und weiß nicht, was HonigSeim ist.
Gib etwas Nachhilfe.
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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Mär 2017, 19:24

unity in diversity hat geschrieben:(17 Mar 2017, 19:19)

Ich bin ungebildet und weiß nicht, was HonigSeim ist.
Gib etwas Nachhilfe.

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Re: Brötchen und Speiseeis - Preise noch angemessen?

Beitragvon Misterfritz » Fr 17. Mär 2017, 19:55

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Mar 2017, 16:25)Es ging bei meinem Vergleich um den Brötchenpreis
Vielleicht solltest Du mal ein wenig über Mischkalkulation und Quersubventionierung in einer Bäckerei nachdenken.
Bei all dem muss der Bäcker 1. überleben können (was schon nicht einfach ist) und 2. seine Kunden halten, bestenfalls neue Kunden gewinnen.
Und wenn die Käufer bereit sind so und so viel für ein Brötchen zu zahlen, dann sichern sie dem Bäcker das Überleben.

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