Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

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H2O
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon H2O » Do 23. Feb 2017, 17:26

Skull hat geschrieben:(23 Feb 2017, 14:58)

Ich weise lediglich auf die Widersprüche...auf "Anspruch" versus Realität,
auf Polemik versus messbare Ergebnisse hin.

In dem letzten Punkt ging es mir darum zu zeigen,
auch wenn man das Höchsteinkommen von Vorständen von AG's
mit einer 100 Prozent-Steuer beschliessen WÜRDE,
erhält der Staat zwar in der Summe kleinere Mehreinnahmen,

an dem Gehaltsgefüge und exorbitanten Auszahlungen ändert sich nichts.
Aber DAS wollte man ja ändern.

"Gerechtigkeitslücke" thematisiert, aber nichts geändert. :D

Von einem rechtlich einwandfreien und gerichtlich zu überprüfbarem Gesetz ganz zu schweigen. ;)

mfg


Die Gefühle kochen hoch, die Mehrheit der Mitbürger fühlt sich ungerecht entlohnt. Bei einem Lottogewinn wird der Normalverbraucher sich mit dem glücklichen Gewinner freuen. Aber bei Arbeitseinkünften entfallen solche Glücksgefühle, weil es dabei doch um einen Gegenwert geht: Hier die Leistung, da der Lohn. Und da paßt etwas überhaupt nicht mehr zusammen.

Das Thema Steuergerechtigkeit wird vielleicht im Wahlkampf 2021 eine Rolle spielen. Derzeit ist offenbar die Einkommensgerechtigkeit dran.

Warten wir einmal ab, welche Gesetze verfassungsfest geändert werden müssen, um die allgemein als Mißstand empfundene Selbstbedienung der Vorstände und Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften auf ein erträgliches Maß zurück zu drängen. Jetzt sind Wahlkampfzeiten... da werden viele Dinge möglich, die vorher immer wieder versandet sind, bis hin zur ganz großen Koalition im Bundestag. Politikverdrossenheit gibt es doch schon in ungesundem Maße.
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frems
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon frems » Fr 24. Feb 2017, 19:53

Zum Thema:

IG-Metall-Chef fordert "Obergrenze für alle"
In keinem Konzern ist die IG Metall so mächtig wie bei VW. Aber ausgerechnet bei dem Autobauer gibt es die größten Gehaltsexzesse. Gewerkschaftschef Jörg Hofmann sagt im SPIEGEL-Interview: "Das ist nicht akzeptabel."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 36149.html
Labskaus!

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » So 26. Feb 2017, 17:22

Skull hat geschrieben:(22 Feb 2017, 18:01)

Ich finde es eher unspannend. Natürlich könnte man jetzt zum x.male "hitzig" darüber diskutieren...

Die meisten wissen aber mittlerweile, was dann zum Schluss von solchen Ideen tatsächlich
GESETZLICH umgesetzt werden KANN...und wird. :D

mfg


Ja ? Ich weiß das nicht. Erzähl doch mal warum eine solch begrenzte Absetzbarkeit nicht "gesetzlich" durchgebracht werden kann.

Ich hätte da übrigens noch ein Idee. Man sollte auch die Absetzbarkeit von Firmenwagen begrenzen. Es ist nicht nötig, aus beruflichen Gründen, Luxuskarossen zu fahren.

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » So 26. Feb 2017, 17:33

frems hat geschrieben:(24 Feb 2017, 19:53)

Zum Thema:

IG-Metall-Chef fordert "Obergrenze für alle"
In keinem Konzern ist die IG Metall so mächtig wie bei VW. Aber ausgerechnet bei dem Autobauer gibt es die größten Gehaltsexzesse. Gewerkschaftschef Jörg Hofmann sagt im SPIEGEL-Interview: "Das ist nicht akzeptabel."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 36149.html



Bei den Unternehmen sitzen die Gewerkschaftsbosse im Aufsichtrat. Die hohen Jobs im Betriebsrat, werden mit Nutten u.ä. gepampert. Diese Institutionen überwachen die Gehälter des Vorstandes. Der wiederum entscheidet über die "Aufwandsendschädigung" des Aufsichtrates und der "Versorgung" der Betriebsrat-Bosse. So schließt sich der Kreis. Wir beauftragen die Wölfe mit der Bewachung des Fleischvorrates. Der Unsinn muss mal "behindert" werden. Eine eingeschränkte Absetzbarkeit erscheint mir als eine absolut geeignete Maßnahme.

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Skull » So 26. Feb 2017, 17:36

Elser hat geschrieben:(26 Feb 2017, 17:22)

Ja ? Ich weiß das nicht. Erzähl doch mal warum eine solch begrenzte Absetzbarkeit
nicht "gesetzlich" durchgebracht werden kann.


Es geht nicht um die Absetzbarkeit. Oder steuerliche Behandlung.
Kann man ja alles VERSUCHEN zu ändern.

Meine Frage ist doch, was ändert es am Gehaltsunteschied zwischen x Millionen und tausende von Euros ?
Balsam auf die Seele...wenn überhaupt.

viewtopic.php?p=3829976#p3829976

WENN, wenn es um eine begrenzte steuerliche Absetztbarkeit gehen sollte...
...bin ich halt gespannt, WIE man den Unterschied zwischen einem Vorstand einer AG
und einem Selbständigen, Sportler oder sonstwen gesetzlich implementieren möchte. :D

mfg
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » So 26. Feb 2017, 18:18

Skull hat geschrieben:(26 Feb 2017, 17:36)

Es geht nicht um die Absetzbarkeit. Oder steuerliche Behandlung.
Kann man ja alles VERSUCHEN zu ändern.

Meine Frage ist doch, was ändert es am Gehaltsunteschied zwischen x Millionen und tausende von Euros ?
Balsam auf die Seele...wenn überhaupt.

viewtopic.php?p=3829976#p3829976

WENN, wenn es um eine begrenzte steuerliche Absetztbarkeit gehen sollte...
...bin ich halt gespannt, WIE man den Unterschied zwischen einem Vorstand einer AG
und einem Selbständigen, Sportler oder sonstwen gesetzlich implementieren möchte. :D

mfg


Du weißt doch selbst, dass ein "normaler" Selbstsändiger" seinen kompletten Überschuss auch komplett versteuern muss. Den kann er nicht als "gezahltes Gehalt" steuerlich geltend machen. Bei GmbHs ist die steuerliche Absetzbarkeit von Gehältern doch genau so zu begrenzen. Bei Vereinen könnte man die Gemeinnützigkeit aberkennen, wenn deren Einnahmen in Traumgehälter umgeschichtet werden (das würde ein Hallo.... :D ). Andererseits - wenn die Fans so blöde sind und solche "Selbstbedienungsläden" noch finanzieren........ Gespannt bin ich allerdings wie das dann bei der "BVB-AG" laufen wird? :D

Waren das alle Deine rechtlichen Bedenken? :)

Elser
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Skull » So 26. Feb 2017, 18:20

Elser hat geschrieben:(26 Feb 2017, 18:18)

Waren das alle Deine rechtlichen Bedenken?

Nö.

Lese meine Beiträge...und verstehe sie.

Wir werden ES sehen. ;)

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » So 26. Feb 2017, 18:30

Skull hat geschrieben:(26 Feb 2017, 18:20)

Nö.

Lese meine Beiträge...und verstehe sie.

Wir werden ES sehen. ;)

mfg


Ja - genau - kann ich auch nur allen anderen empfehlen, die diesen Deinen Beitrag lesen. Ob das allerdings erhellend sein wird.......? Mir hilft es nicht weiter.

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Orwellhatterecht » So 26. Feb 2017, 21:19

pikant hat geschrieben:(23 Feb 2017, 13:46)

dieser Vorschlag der SPD kommt am Stammtisch gut an und die CSU hat immer das Ohr am Stammtisch!
finde uebrigens diesen Vorschlag der SPD als Diskussionsgrundlage gut.




Interessant, alles, was irgendwie "am Lack" der Eliten auch nur mal zaghaft zu kratzen wagt, wird entweder als "Stammtischgelaber, linksversifft, Neiddebatte, Lieschen Müller etc. abgetan. Wunderbar, so kann man eine Diskussion über die realen Ungerechtigkeiten in diesem Land von Grund auf verhindern, merke, wer es wagt, auch mal anzuführen, dass mancher dieser Mann Nager sein Geld auch nicht annähernd wert ist, der wird sofort in die linke Ecke befördert, über Ahnung kann er ja nicht verfügen, denn sonst wüsste er ja, dass sich diese Figuren aufopferungsvoll für das jeweilige Unternehmen einsetzen und sofort die Konsequenzen ziehen, wenn sie mal eine Fehlentscheidung getroffen haben, Der Aufsichtsrat und die Aktionäre danken es ihnen, man gibt ihnen Millionen, damit sie endlich gehen...
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon H2O » So 26. Feb 2017, 23:01

Mir ist es ziemlich gleichgültig, wie Vorstände von Unternehmen sich letztlich bedienen, indem sie möglicherweise als Aufsichtsrat hier und als Vorstand da ihrer Seilschaft zu Phantasiegehältern verhelfen. Außerdem, das lerne ich hier voller Interesse, geht dieser Filzteppich bis in die Betriebsräte und die Landespolitik Niedersachsens hinein. Aus meiner Sicht eine Sache des Gesetzgebers, der derartige politische Vernetzungen zuläßt.

Mich hatte eher das Gefühl der ungerechten Verteilung von Einkommen bewegt. Schließlich gibt es mit dem Gini-Index ein Maß für schieflastige Verteilungen, die zwischen "alle haben gleiche Einkünfte" und "einer bekommt alles" liegen. Nun müßte man nur noch herausfinden, bei welcher Annäherung an eine Gleichverteilung (Gini-Index = 0) sich die größte Zufriedenheit einstellt. Das Ergebnis könnte ein wenig vom zeitweiligen Nationalcharakter abhängen.

Wenn man wüßte, daß ein Spitzeneinkommen etwa dem 50-fachen des Medianeinkommens entsprechen dürfte, ohne daß deshalb weit verbreitet heftige Neidgefühle ausbrächen, dann könnte man eine solche Kurve konstruieren zwischen Mindestlohn und Spitzeneinkommen... und alle Menschen wären weitgehend glücklich. Die absolute Höhe der Einkommen spielt dabei eine geringere Rolle. Die Verteilung der Einkommen hat den wesentlichen Einfluß auf die Zufriedenheit.

Aber solche Glücksvorstellungen verkaufe man einmal im Wahlkampf! :eek:

Nehmen wir einmal an, wir erreichten in unserer Gesellschaft einen solchen Glückszustand. Wenn dann noch jemand meckert, dann wird er zu einem Grundkurs in Mathematik verdonnert! ;)
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 27. Feb 2017, 09:15

Die Vertragsverhandlungen mit den Vorständen sind eine klassische Aufgabe des AR-Vorsitzenden. Letztlich entscheiden muß immer das gesamte Gremium. Aber das wird sich schwertun seinen Vorsitzenden in den Senkel zu stellen, in dem es den ausgehandelten Vetrag ablehnt.

Die Kritik an den Arbeitnehmervertretern ist sicherlich teilweise berechtigt. Aber man muß bedenken, daß der Einsatz für weniger Vorstandsbezüge keine Punkte bringt. Jedenfalls nicht im Unternehmen. Aber jede Menge schlechte Stimmung macht. Und das ist wenig hilfreich bei den Punkten, die den AN-Vertretern meist wirklich wichtig sind.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Skull » Mo 27. Feb 2017, 09:15

H2O hat geschrieben:(26 Feb 2017, 23:01)

Wenn man wüßte, daß ein Spitzeneinkommen etwa dem 50-fachen des Medianeinkommens entsprechen dürfte, ohne daß deshalb weit verbreitet heftige Neidgefühle ausbrächen, dann könnte man eine solche Kurve konstruieren zwischen Mindestlohn und Spitzeneinkommen... und alle Menschen wären weitgehend glücklich. Die absolute Höhe der Einkommen spielt dabei eine geringere Rolle. Die Verteilung der Einkommen hat den wesentlichen Einfluß auf die Zufriedenheit.

Aber solche Glücksvorstellungen verkaufe man einmal im Wahlkampf!

Ich würde nicht meinen, das der Staat die Verantwortung hat, alle Menachen glücklich zu machen.
Es sei denn, man ist der Meinung, dem Staat gebühre die Allmacht.
Das führt aber zu anderen Systemen des Zusammenlebens. Versuche und Beispiele GAB es da ja genug.

ICH bin der Meinung, dem Staat steht es auch gar nicht zu,
einen allzu grossen Einfluss auf die Einkommensverteilung zu haben.
Es sei denn, ER SELBST ist Einkommensverteiler und stellt Einkommen zur Verfügung.
Bevor es einer wieder in den falschen Hals bekommt...
damit ist übrigens nicht gemeint, das der Staat die "Schwachen"
und deren Lebenslage nicht schützen solle.

Das ist dann alles eher eine grundsätzliche Frage, wie man sich einen Staat vorstellt.
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon H2O » Mo 27. Feb 2017, 09:37

Skull hat geschrieben:(27 Feb 2017, 09:15)

Ich würde nicht meinen, das der Staat die Verantwortung hat, alle Menachen glücklich zu machen.
Es sei denn, man ist der Meinung, dem Staat gebühre die Allmacht.
Das führt aber zu anderen Systemen des Zusammenlebens. Versuche und Beispiele GAB es da ja genug.

ICH bin der Meinung, dem Staat steht es auch gar nicht zu,
einen allzu grossen Einfluss auf die Einkommensverteilung zu haben.
Es sei denn, ER SELBST ist Einkommensverteiler und stellt Einkommen zur Verfügung.
Bevor es einer wieder in den falschen Hals bekommt...
damit ist übrigens nicht gemeint, das der Staat die "Schwachen"
und deren Lebenslage nicht schützen solle.

Das ist dann alles eher eine grundsätzliche Frage, wie man sich einen Staat vorstellt.


Die grundsätzliche Frage wird uns ewig bewegen. Zwischen "Utopia" und "1984" liegen Welten. Eigentlich könnten wir einmal wieder eine Runde "Utopia" gebrauchen. So ganz weit weg davon sind wir doch gar nicht. Noch ein Schluck Mathematik, und schon ist statistisch gesehen das höchste gesamt-gesellschaftliche Glück erreicht. ;)
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Skull » Mo 27. Feb 2017, 09:39

H2O hat geschrieben:(27 Feb 2017, 09:37)

Die grundsätzliche Frage wird uns ewig bewegen.

Zwischen "Utopia" und "1984" liegen Welten. Eigentlich könnten wir einmal wieder eine Runde "Utopia" gebrauchen.

So ganz weit weg davon sind wir doch gar nicht.

Noch ein Schluck Mathematik, und schon ist statistisch gesehen das höchste gesamt-gesellschaftliche Glück erreicht.

Utopia bleibt Utopia.
Manche nannten es Paradies, andere das kommunistische Manifest. :D

Realität ist aber Realität. Und da kommt keiner dran vorbei.

mfg
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon H2O » Mo 27. Feb 2017, 09:42

Skull hat geschrieben:(27 Feb 2017, 09:39)

Utopia bleibt Utopia.

Realität ist Realität.

Mit freundlichen Grüßen


Da kann man einmal sehen, wie mißraten Realitäten sein können! ;) Das geht bis in ungerechte Vorstandsgehälter hinein. :D
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » So 5. Mär 2017, 18:23

Skull hat geschrieben:(27 Feb 2017, 09:39)

Utopia bleibt Utopia.
Manche nannten es Paradies, andere das kommunistische Manifest. :D

Realität ist aber Realität. Und da kommt keiner dran vorbei.

mfg



Und das was wir jetzt haben nenne ich SEBSTBEDIENUGSLADEN. Es ist nicht die Aufgabe des Staates diesen Selbstbedienungsladen abzusichern.

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Boracay » Mo 6. Mär 2017, 10:08

Elser hat geschrieben:(05 Mar 2017, 18:23)

Und das was wir jetzt haben nenne ich SEBSTBEDIENUGSLADEN. Es ist nicht die Aufgabe des Staates diesen Selbstbedienungsladen abzusichern.

Elser


Und warum bedienst du dich nicht selbst wenn das jeder doch so einfach machen kann?
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 6. Mär 2017, 11:02

Ich bin weiterhin dafür erst mal die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit zu begrenzen. Das paßt auch voll in unser Steuersystem. Das kennt jeder. Man kann Vorsorgeaufwendungen nur bis zu einer gewissen Höhe geltend machen oder auch Handwerkerrechnungen. Warum sollte das mit Managergehältern nicht auch so sein?
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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Elser » Mo 6. Mär 2017, 11:41

Boracay hat geschrieben:(06 Mar 2017, 10:08)

Und warum bedienst du dich nicht selbst wenn das jeder doch so einfach machen kann?



Weil ich kein politisches Amt dafür missbrauche - Du Witzbold.

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Re: Vorstandsgehälter in Aktiengesellschaften begrenzen?

Beitragvon Schwachzocker » Fr 31. Mär 2017, 16:52

Interessantes Thema!

Was ich an den bisher gemachten Ausführungen nicht verstehe, ist der Umstand, dass sich viele User wohl sicher sind, hier eine Regelung gefunden zu haben, die zu Lasten von Menschen mit hohen Einkommen geht und daher zur "Gerechtigkeit" beiträgt (was immer man darunter verstehen mag). Leider bin ich davon nicht überzeugt.

Die vorliegenden Pläne bedeuten letztlich eine höhere Steuerlast für Aktiengesellschaften. Damit verkleinert sich der Nettogewinn. In keiner Weise geht das zu Lasten der Vorstände, sondern zu Lasten der Eigentümer, namentlich der Aktionäre.
Den Aktionären wird das nicht gefallen. Sie werden nicht freiwillig auf einen Teil ihrer Dividende verzichten wollen.
Die Vorstände werden weiter das Nettogehalt verlangen, welches der Markt hergibt, und dies werden sie auch erhalten, weil der Markt es nun einmal hergibt.

Das Geld muss, wenn irgendwie möglich, auf andere Weise wieder hereingeholt werden.

Und jetzt dürft Ihr dreimal raten, bei wem gespart wird? Was meint Ihr?
Mir kommt es bereits vor, als wäre das längst passiert, und man kann solch eine Dummheit nicht mehr verhindern.

Offen gestanden halte ich es für sehr naiv, was sich manche Leute da im Namen der Gerechtigkeit ausdenken. Wenn es nur überflüssig wäre, müsste ich mich gar nicht darüber aufregen, aber es ist contra produktiv.
Es gibt sie nicht ...die Gerechtigkeit. Sie wird auch nicht erfunden!

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