Akademisches Prekariat in Deutschland

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frems
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Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » Do 16. Feb 2017, 14:34

2015: Promovenden und Postdocs rebellieren gegen schlechte Bezahlung und Kurzzeitverträge. Die Politik bewegt sich. (http://www.zeit.de/2015/06/wissenschaft ... ttansicht=
2016: Tausende HochschullehrerInnen unterrichten, ohne bezahlt zu werden. Ein Skandal, sagt die Philosophieprofessorin Theda Rehbock. (http://www.taz.de/!5321695/)
2017: Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter, Junior-Professoren: Ein Regierungsbericht beleuchtet die Situation junger Akademiker. Ihre Lage ist oft schwierig, an Familiengründung kaum zu denken. (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/un ... 34894.html)

Während Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt gut aufgenommen werden (überdurchschnittliche Gehälter und unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote), sieht es bei den "Hochschulbetrieben" recht prekär aus und eine Besserung ist -- trotz aller Versprechen der Politik -- nicht erkennbar. Wo hakt es Eurer Sicht nach? Zu viele Absolventen mit Wunsch, eine Forschungskarriere anzustreben, sodass die Hochschulen Fachkräfte trotz prekärer Bedingungen vorfinden? Sollte der Staat Stellen unterhalb einer Professur attraktiver gestalten, z.B. durch unbefristete Verträge, damit die Lebens- bzw. Familienplanung auch für Akademiker im öffentlichen Dienst nicht immens erschwert wird?
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon watisdatdenn? » Do 16. Feb 2017, 16:01

befristete stellen sind wirklich kacke für die lebensplanung (insbesondere mit kindern).
das ist der grund warum sich meine frau jetzt umorientiert und doch noch (trotz hohem wissenschaftlichen Interesse) in die wirtschaft geht (sich evtl. sogar nochmal umorientiert). das krasse ist, selbst wenn sie sich von projekt zu projekt hangeln würde, dürfte sie das auch nur für ne gewisse zeit (ich glaub 6 jahre oder so)

wir leisten uns in deutschland flüchtlinge mit kosten in milliardenhöhe ohne gesellschaftlichen nutzen, aber spielen mit unserer gesellschaftlichen innovationsfähigkeit indem wir in hohem maße kompetente wissenschaftler durch befristete arbeitsverhältnisse vergraulen!

wir haben zum glück trotzdem noch genug kluge und gebildete leute in deutschland, aber wir könnten noch besser sein, wenn wir unseren akademischen nachwuchskräften die daumenschrauben (durch befristete verträge) nicht so eng anziehen.


auch aus demografischer sicht ist nachwuchs bei akademikern erstrebenswert, da deren kinder oft auch (als fachkräfte dringend benötigte) akademiker werden. hier wird durch befristete verträge eine ganz schlechte demografiespirale gemacht.
Hartz4-Empfänger haben planungssicherheit (wohnung/haus, wenn auch kein eigenes + einkommen) und können kinder machen.
akademiker die vllt. eine eigene wohnung haben und diese nicht verlieren wollen, müssen sich an der uni von einem projekt zum nächsten in befristeten verträgen hangeln und haben keine finanzielle planungssicherheit auf basis derer sie eine familienplanung gestalten können ohne hohes risiko gesellschaftlich rapide abzusteigen..

sehr sehr kurzsichtig das ganze :mad:.

aktuell kann man wirklich nur jedem empfehlen NICHT in richtung wissenschaft zu gehen, wenn man irgendwann nachwuchs möchte.
Zuletzt geändert von watisdatdenn? am Do 16. Feb 2017, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Ebiker » Do 16. Feb 2017, 16:39

Na klar, ausgerechnet Philosophen und Politikwissenschaftler heulen rum das sie keine gescheite Anstellung bekommen. Hätten was anderes studieren sollen als Erdbeerpflücker. Zu mehr sind sie in der freien Wirtschaft nicht zu gebrauchen. Und irgendwann iist auch im Unilehrbetrieb kein Platz mehr für sie.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon watisdatdenn? » Do 16. Feb 2017, 16:52

Ebiker hat geschrieben:(16 Feb 2017, 16:39)
Na klar, ausgerechnet Philosophen und Politikwissenschaftler heulen rum das sie keine gescheite Anstellung bekommen. Hätten was anderes studieren sollen als Erdbeerpflücker. Zu mehr sind sie in der freien Wirtschaft nicht zu gebrauchen. Und irgendwann iist auch im Unilehrbetrieb kein Platz mehr für sie.

meine frau hat molekulare biotechnologie studiert, also kein laberfach.

aber scheiß drauf.. soll doch der rest der welt gentechnik machen, wir deutsche haben grundlagenforschung in diesem bereich anscheinend nicht nötig...
wir bekommen ja sowieso schon genug fachkräfte durch die flüchtlinge, da kann man an der uni auch getrost auf akademiker "die hier schon länger leben" verzichten.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Ebiker » Do 16. Feb 2017, 17:16

das ist schade für deine Frau, meiner Schwester ging es ähnlich, allerdings in der Umbruchzeit 1990. Hatte keinen Bock auf dauernde Befristungen und ist in die Pharmabranche gegangen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon watisdatdenn? » Do 16. Feb 2017, 17:47

Ebiker hat geschrieben:(16 Feb 2017, 17:16)
das ist schade für deine Frau, meiner Schwester ging es ähnlich, allerdings in der Umbruchzeit 1990.

ist alles halb so wild. sie hat ja einen gut verdienenden ehemann und ist auch noch jung genug (mitte zwanzig) um nochmal umzusatteln (oder auch pharmabranche ;)).

aber für leute die auf das gehalt angewiesen sind, ist das aktuell schon sehr heftig. hier agieren wir als gesellschaft einfach langfristig falsch.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Feb 2017, 18:40

Assistenten und Praktikanten arbeiten im Hochschulbetrieb immer befristet.
Das gilt auch für weitergehende Studien, wie Doktoranden und angehende Proffs.
Das sind alles keine Lebensstellungen, sondern Startblöcke.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Boraiel » Do 16. Feb 2017, 19:05

Von Wissen kann man sich halt nichts kaufen. :x
"Die größte Strafe aber ist, von Schlechteren regiert zu werden, wenn einer nicht selbst regieren will; und aus Furcht vor dieser scheinen mir die Rechtschaffenen zu regieren, wenn sie regieren."
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Feb 2017, 19:08

Boraiel hat geschrieben:(16 Feb 2017, 19:05)

Von Wissen kann man sich halt nichts kaufen. :x

Wie man sich mit Wissen was kaufen kann, würde ich nicht zum Pflichtfach mit Abschlußexamen erheben.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 16:26

Ebiker hat geschrieben:(16 Feb 2017, 16:39)

Na klar, ausgerechnet Philosophen und Politikwissenschaftler heulen rum das sie keine gescheite Anstellung bekommen.

Nicht nur Überschriften lesen. In den MINT-Fächern sieht's nicht nennenswert besser aus.

Knapp ein Viertel aller Naturwissenschaftler arbeiten im Bereich Lehre und Forschung – viele nehmen dafür eine Aneinanderreihung befristeter Verträge in Kauf.
http://www.zeit.de/campus/2017/s1/arbei ... ettansicht

Hier noch vier Einzelfälle (Physikerin, Ökonom, Ethnologin und Mikrobiologe), die von ihrem Werdegang berichten:

Nachwuchswissenschaftler an deutschen Unis müssen sich oft jahrelang mit befristeten Arbeitsverträgen durchschlagen. Hier erzählen vier von ihnen, wie sie damit umgehen
http://www.zeit.de/2014/35/wissenschaft ... ettansicht
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 16:57

unity in diversity hat geschrieben:(16 Feb 2017, 18:40)

Assistenten und Praktikanten arbeiten im Hochschulbetrieb immer befristet.
Das gilt auch für weitergehende Studien, wie Doktoranden und angehende Proffs.
Das sind alles keine Lebensstellungen, sondern Startblöcke.

Ist ja richtig, aber teilweise recht lange Startblöcke, wenn man sich die Lebensläufe von Professoren anschaut. Da vergehen gerne mal 15-20 Jahre zwischen Studienende und Verbeamtung. Mit der Familienplanung wird's in der Zwischenzeit nicht gerade einfach, wenn man von einer WiMi-Stelle bzw. Gast- und Juniorprofessur zur nächsten pilgert und dies meist mit Ortswechsel und Auslandsaufenthalte verknüpft. Dass da viele deutsche Akademiker ins Ausland abwandern, wo sie selbst an Privathochschulen bessere Arbeitsbedingungen vorfinden, ist dann nicht überraschend und für Deutschland volkswirtschaftlich eher suboptimal, wenn man sie vorher viele Jahre durch Schule und Studium trieb. Leider fand ich keine Zahlen zu deutschen Akademikern, die in die Wissenschaft zogen, aber allgemein:

Deutsche Akademiker sind hierzulande unzufrieden, viele wandern aus. Sie sehnen sich nach Karriere und einem besseren Lebensstandard. Dafür nehmen sie sogar in Kauf, dass der Preis hoch ist.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... -Land.html

Kompetente wandern ab
300 000 Deutsche, die bis 2014 in die Schweiz emigriert sind, helfen der kleinen Demokratie, an der Weltspitze zu bleiben.

https://www.nzz.ch/meinung/auswanderung ... -ld.104291

Während ausländische Akademiker auf gepackten Koffern sitzen, konzentrieren sich Politiker darauf, fahnenflüchtige deutsche Wissenschaftler wieder einzufangen. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen belohnen Rückkehrer mit Fördermitteln für den Aufbau einer Forschungsgruppe. Stiftungen und Unternehmen bauen Brückenköpfe wie die German Scholars Organization, um den Kontakt zu deutschen Wissenschaftlern in den USA zu pflegen, oder loben Professuren aus.
http://www.wiwo.de/politik/ausland/hoch ... 382-3.html
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Ebiker » So 19. Feb 2017, 17:14

frems hat geschrieben:(19 Feb 2017, 16:26)

Nicht nur Überschriften lesen. In den MINT-Fächern sieht's nicht nennenswert besser aus.



Zwei der drei Links des TE führen halt zu sogenannten "Geisteswissenschaften". Und wenn Geld nur für neue Genderprofessorenstellen da ist brauchen auch die Mint- Studis nicht rumzuheulen, die sind doch politisch genau so gestrickt, also mitverantwortlich.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 18:56

Ebiker hat geschrieben:(19 Feb 2017, 17:14)

Zwei der drei Links des TE führen halt zu sogenannten "Geisteswissenschaften". Und wenn Geld nur für neue Genderprofessorenstellen da ist brauchen auch die Mint- Studis nicht rumzuheulen, die sind doch politisch genau so gestrickt, also mitverantwortlich.

Wie kommst Du darauf, dass Geld nur für neue Genderprofessuren ausgegeben wird und dass Forscher im MINT-Bereich alle dies begrüßen? Klingt nach zwei steilen Behauptungen, die wohl nicht zu halten sind.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Ebiker » So 19. Feb 2017, 19:14

Nur ist sicher etwas übertrieben, aber es sind schon knapp 200 Proffesuren an Unis und FH. Und diese Lehrstühle produzieren reichlich Erdbeerpflücker, in der Wirtschaft zu nix zu gebrauchen drängen sie an die Unis um zu "forschen". Und machen richtigen Wissenschaftlern die Mittel streitig und drängen sogar in deren Bereiche, gibt ja schon gegenderte Physiker. Und ich habe noch kaum einen Studenten getroffen der das in Frage stellt, die Ereignisse in Magdeburg sind ein gutes Beispiel dafür
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Fazer » So 19. Feb 2017, 20:22

unity in diversity hat geschrieben:(16 Feb 2017, 18:40)

Assistenten und Praktikanten arbeiten im Hochschulbetrieb immer befristet.
Das gilt auch für weitergehende Studien, wie Doktoranden und angehende Proffs.
Das sind alles keine Lebensstellungen, sondern Startblöcke.


Und das ist auch richtig so. Denn ansonsten wären die Positionen dann für 30 Jahre besetzt, und der Nachwuchs könnte gar nicht mehr eine akademische Station machen. Dadurch, dass die Leute max. 5 Jahre bleiben kommen dann von unten immer wieder welche nach.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 20:27

Ebiker hat geschrieben:(19 Feb 2017, 19:14)

Nur ist sicher etwas übertrieben, aber es sind schon knapp 200 Proffesuren an Unis und FH. Und diese Lehrstühle produzieren reichlich Erdbeerpflücker, in der Wirtschaft zu nix zu gebrauchen drängen sie an die Unis um zu "forschen". Und machen richtigen Wissenschaftlern die Mittel streitig und drängen sogar in deren Bereiche, gibt ja schon gegenderte Physiker. Und ich habe noch kaum einen Studenten getroffen der das in Frage stellt, die Ereignisse in Magdeburg sind ein gutes Beispiel dafür

Wovon viele Professuren z.B. im Bereich der Medizin angesiedelt sind. Nicht sehr viel bei über 45.000 Professoren allein an deutschen Hochschulen. Dazu noch die außeruniversitäre Forschung der großen Gesellschaften (Fraunhofer, Max Planck, Helmholtz etc.). Wirkt schon fliegenschissig. Und wieso die Arbeitsbedingungen eines Physikers an irgendwelche politischen Ansichten anderer Wissenschaftler abhängen soll, erscheint nicht sehr schlüssig.
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon von Grimm » So 19. Feb 2017, 22:07

@Ebiker hat das Problem, das ein Thema, übrigens von der AfD unterstützt, welches die, wegen geringeren Gehirnvolumens, von Frauen, deren Dummheit nachweisen sollte. Das alles versucht von einem völlig verblödeten emeritierten Professor. Dies wurde von völlig normalen Studenten einfach verhindert.
Seit wann hat die AfD, oder anderes politisches Kroppzeug auf Wissenschaft Einfluss?
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » Di 21. Feb 2017, 20:01

Noch ein Beitrag zum Thema:

Hessen beschäftigt Doktoranden - für knapp drei Euro pro Stunde
Sie haben eine Top-Ausbildung, arbeiten mehr als Vollzeit und sind trotzdem arm: Doktoranden in Deutschland werden oft dreist ausgenutzt. Ein britischer Professor will nun sogar spenden.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/un ... 33923.html
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon Teeernte » Di 21. Feb 2017, 20:19

frems hat geschrieben:(21 Feb 2017, 20:01)

Noch ein Beitrag zum Thema:

Hessen beschäftigt Doktoranden - für knapp drei Euro pro Stunde
Sie haben eine Top-Ausbildung, arbeiten mehr als Vollzeit und sind trotzdem arm: Doktoranden in Deutschland werden oft dreist ausgenutzt. Ein britischer Professor will nun sogar spenden.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/un ... 33923.html


Doktoranden.... >> Studierende.

Wer will bekommt ein Doktorthema (richtiger Studiengang) im ersten Studienjahr..... :D
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Re: Akademisches Prekariat in Deutschland

Beitragvon frems » Sa 18. Mär 2017, 20:01

Teeernte hat geschrieben:(21 Feb 2017, 20:19)

Doktoranden.... >> Studierende.

Wer will bekommt ein Doktorthema (richtiger Studiengang) im ersten Studienjahr..... :D

Außer in der Medizin fängt man mit der Doktorarbeit erst nach erfolgreichem Studienabschluss an. Sind das alles "falsche" Studiengänge? :?:

Wie auch immer:

Prekär ist immer noch normal
Hochqualifiziert - und trotzdem prekär beschäftigt: Seit einem Jahr soll ein neues Gesetz die Situation vieler Wissenschaftler an Hochschulen verbessern. Jetzt warnt die Gewerkschaft, es tue sich kaum was. Zu Recht?

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/un ... 39090.html
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