"Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

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Helmuth_123
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Helmuth_123 » Mi 23. Aug 2017, 20:56

BlueMonday hat geschrieben:(23 Aug 2017, 21:32)

Es soll auch in der Heimat Menschen geben, die mittlerweile Onlinehandel betreiben und davon leben wollen. Onlinehandel ist in der Regel auch Einzelhandel, abgesehen eben vom Großhandel. Am Ende sitzt so ein Onlinehändler immer in irgendeiner Heimat. Heimat ist überall!
Da so ein Onlinehändler ein Impressum haben muss, kann man sogar nachschauen, ob man dann die eigene Heimat mit einem Einkauf unterstützt oder die Heimat eines anderen Menschen. Was ja auch nicht verkehrt ist. Wer will schon eine Heimat über eine andere stellen, so aus Prinzip?
Wenn ein Nichtthüringer thüringische Nussknacker aus einem thüringischen Onlineshop kauft, dann erhält er die thüringische Heimat gewissermaßen aus der nichthüringischen Ferne. Ich vermute, so ein thüringischer Nussknackeronlineshop wird sogar in der Mehrzahl nichtthüringische Kunden haben. Und das dank Internet und Onlinekauf.


Ich habe nur eine Heimat, eben meine Heimat. Und ich möchte, dass es dieser wirtschaftlich gut geht, da ja auch ich davon profitiere. Eine florierende Wirtschaft sorgt für Steuereinahmen, davon können Kulturangebote finanziert werden (z.B. wenn ein sehr schönes Stadtmuseum in meiner Heimatstadt), die ich gerne und häufig nutze. Davon profitieren wiederum die Mitarbeiter der jeweiligen Kulturangebote, die dann nicht auf der Straße sitzen. Und natürlich steht meine Heimat für mich an erster Stelle. Vor allem, da ja gerade in meiner Heimat noch viel Aufbauarbeit geleistet werden muss.
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Helmuth_123
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Helmuth_123 » Mi 23. Aug 2017, 21:01

Quatschki hat geschrieben:(23 Aug 2017, 21:52)

Die meisten Buchhandlungen gehören irgendwelchen Ketten. die irgendwelchen fremdländischen Investoren gehören und die Gebäude, in denen sie Ladenmiete zahlen, gehören auch irgendwelchen fremdländischen Investoren.
So was steht bei mir nicht unter Artenschutz.
Und die Bücher, die mich interessieren, haben die sowieso nicht in der Filiale.


Meine Buchhandlung ist kein Teil einer Kette. :)
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Quatschki
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Quatschki » Mi 23. Aug 2017, 21:06

Ich lass zum Beispiel meist zur Packstation schicken.
Da die Packstation laufend kaputt ist, hat der Packstationreparaturmann immer zu tun.
Und weil dann die Sendung zur Postfiliale umgeleitet wird, hat die Postfilialenfrau zu tun.
Und der Paketbote sowieso.

In einer Buchhandlung gehe ich ja auch nur hin, bediene mich selbst
die Tante scannt den Code ein und kassiert
Und wenn ich wage, nach einer Tüte zu fragen, hagelt es neuerdings vorwurfsvolle Blicke, als ob ich die Delfine ausrotten würde. Das muß ich mir nicht antun!
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 23. Aug 2017, 21:42

gödelchen hat geschrieben:(23 Aug 2017, 15:28)

Eigentlich geht es darum nicht. Das urbane Leben, das Leben in der Stadt wird runter gehen., noch mehr runter als es heute schon ist. Eintreten für den Verlust von Qualität an Bauten, positiv gestimmten Menschen, Plätzen zum Verweilen muss die öffentliche Hand. Bezahlt von Geldern, die Amazon, und Co nicht zahlen.

Das "Elend" ist doch heute schon mehr als fühlbar. Es ist da. Einerlei des Erscheinungsbildes von Geschäften der Ketten Zara, H+M etc, Menschen in Jogginganzügen mit grauen, abgehangener Mimik und Haltung, elende Gestalten drücken sich in die entstehenden Ecken und Leere der sich entblößenden Stadt. Vertraute Cafès, Winkel und Ecken, die Stadtkultur vermitteln verschmutzen. Es drängelt sich die Masse der Smartphon-Junkies und Selfie-Fischer geballt an Hot-Spots.

Wer muss für den Ausgleich sorgen, den Dreck wegmachen? Die öffentliche Hand. Bezahlt von Geldern, die Amazon, ebay und Co nicht zahlen.......

Weitermachen (lassen) :-)
Smartphon Junkies und stets den Kopf gebeugt haltende Technik Sklaven, jede größere Stadt ist voll davon, hier beginnt ja im Grund schon dass Elend, :D
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Boracay » Mi 23. Aug 2017, 22:20

gödelchen hat geschrieben:(23 Aug 2017, 15:28)

Eigentlich geht es darum nicht. Das urbane Leben, das Leben in der Stadt wird runter gehen., noch mehr runter als es heute schon ist. Eintreten für den Verlust von Qualität an Bauten, positiv gestimmten Menschen, Plätzen zum Verweilen muss die öffentliche Hand. Bezahlt von Geldern, die Amazon, und Co nicht zahlen.

Das "Elend" ist doch heute schon mehr als fühlbar. Es ist da. Einerlei des Erscheinungsbildes von Geschäften der Ketten Zara, H+M etc, Menschen in Jogginganzügen mit grauen, abgehangener Mimik und Haltung, elende Gestalten drücken sich in die entstehenden Ecken und Leere der sich entblößenden Stadt. Vertraute Cafès, Winkel und Ecken, die Stadtkultur vermitteln verschmutzen. Es drängelt sich die Masse der Smartphon-Junkies und Selfie-Fischer geballt an Hot-Spots.

Wer muss für den Ausgleich sorgen, den Dreck wegmachen? Die öffentliche Hand. Bezahlt von Geldern, die Amazon, ebay und Co nicht zahlen.......

Weitermachen (lassen) :-)


Das Gegenteil ist der Fall.

Ich war nach Jahren letztens wieder mal in der Stadt (muss man ja nicht mehr, kauft doch kein Mensch mehr in der Stadt ein) und war erstaunt wie viele Bars, Cafes, usw. es jetzt gibt. Viele Länden haben dich gemacht, gegen die Online-Konkurrenz haben die ja keine Chance, aber dafür sind brutal viele Gastro Angebote dazu gekommen und viele Länden sind in Büros umgestylt worden. Echt cool. Werde zwar weiterhin nicht in die Stadt gehen, da ich dafür viel zu geizig bin (3€ für einen Kaffee, sind da Gold und Diamanten drin??) aber wem das gefällt.....
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Selina
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Selina » Mi 23. Aug 2017, 22:34

BlueMonday hat geschrieben:(23 Aug 2017, 21:32)

Es soll auch in der Heimat Menschen geben, die mittlerweile Onlinehandel betreiben und davon leben wollen. Onlinehandel ist in der Regel auch Einzelhandel, abgesehen eben vom Großhandel. Am Ende sitzt so ein Onlinehändler immer in irgendeiner Heimat. Heimat ist überall!
Da so ein Onlinehändler ein Impressum haben muss, kann man sogar nachschauen, ob man dann die eigene Heimat mit einem Einkauf unterstützt oder die Heimat eines anderen Menschen. Was ja auch nicht verkehrt ist. Wer will schon eine Heimat über eine andere stellen, so aus Prinzip?
Wenn ein Nichtthüringer thüringische Nussknacker aus einem thüringischen Onlineshop kauft, dann erhält er die thüringische Heimat gewissermaßen aus der nichthüringischen Ferne. Ich vermute, so ein thüringischer Nussknackeronlineshop wird sogar in der Mehrzahl nichtthüringische Kunden haben. Und das dank Internet und Onlinekauf.


Originalnussknacker kommen aus dem Erzgebirge. Nix Thüringen :D
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon schokoschendrezki » Do 24. Aug 2017, 08:50

Pro&Contra hat geschrieben:(23 Aug 2017, 14:52)

Der Einzelhandel ist größtenteils überflüssig geworden. Im Internet habe ich eine wesentliche größere Auswahl, eine viel bessere Vergleichsmöglichkeit und keinen Stress. Der Deutsche Einzelhandel wäre gut beraten, wenn er sich zusammentun würde und einen Onlinestore wie Amazon aufbauen würde. Ich persönlich kaufe so gut wie alles online. In Ausnahmefällen gehe ich in ein Fachgeschäft. Ein Fahrrad zum Beispiel kaufe ich lieber noch offline. Aber mindestens 90% meiner Einkäufe finden online statt. Von Lebensmitteln mal abgesehen.

Geht mir ziemlich ähnlich. Es gibt eine Reihe von Dingen, denen man sich haptisch nähern muss. Und Lebensmittel werden bei mir wahrscheinlich für immer (oder so lang es möglich ist) vom Online-Einkauf ausgenommen sein. Aber ansonsten: Auf der einen Seite kaufe ich überhaupt noch regelmäßig Bücher und Tonträger (einschließlich Vinyl), was möglicherweise gleichermaßen altmodisch wie ganz neuen Trends entsprechend ist. Auf der anderen Seite aber wirklich komplett online. Ohne jede Ausnahme. Vor allem bei Tonträgern wäre es so gut wie unmöglich (auch durch Bestellung), offline an eine Reihe von Sachen heranzukommen, die mich interessieren.

Ich sehe damit allerdings keineswegs ein "Ende der Innenstadt" für gekommen oder gar für wünschenswert an. Ich muss auch auf meine Kröten aufpassen, aber einen richtig guten, starken, aromatischen Espresso in einer Umgebung mit Stil und Format bekommt man eben nicht aus dem Kaffeautomaten beim Kettenbackwarengeschäft. Für mein Lebensgefühl erheblich wichtiger als PSse oder Taktraten. Die Frage ist, wie die Bürger bei der Gestaltung der Innenstädte wieder an Einfluss gewinnen können.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon gödelchen » Do 24. Aug 2017, 09:21

Boracay hat geschrieben:(23 Aug 2017, 23:20)

Das Gegenteil ist der Fall.

Ich war nach Jahren letztens wieder mal in der Stadt (muss man ja nicht mehr, kauft doch kein Mensch mehr in der Stadt ein) und war erstaunt wie viele Bars, Cafes, usw. es jetzt gibt. Viele Länden haben dich gemacht, gegen die Online-Konkurrenz haben die ja keine Chance, aber dafür sind brutal viele Gastro Angebote dazu gekommen und viele Länden sind in Büros umgestylt worden. Echt cool. Werde zwar weiterhin nicht in die Stadt gehen, da ich dafür viel zu geizig bin (3€ für einen Kaffee, sind da Gold und Diamanten drin??) aber wem das gefällt.....


lol..

geh nächstes jahr mal wieder hin, wie viele der Gastro Angebote noch da sind...:-) Büroflächen in Innenstadtlage ?.....Wer geht mit einer Büroetage in die Innenstadt. Wer bezahlt das ? Außerdem, mit den Büros die da ggf. hingehen( meist Freiberufler) und den Gastro-Betrieben (meist Kleingewerbetreibende und Klitschen) bekommt eine Großstadt KEINEN müden Euro an Steueraufkommen in ihr Steuersäckel.....

Problem erkannt ?
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon BlueMonday » Do 24. Aug 2017, 10:49

Selina hat geschrieben:(23 Aug 2017, 23:34)

Originalnussknacker kommen aus dem Erzgebirge. Nix Thüringen :D

Nö. Die ersten mit extra gefertigten Nussknackern nussknackende Nussknacker waren die nüsseliebenden Italiener und das zu Zeiten, da war das Erzgebirge noch hunderte Jahre lang entfernt davon, überhaupt besiedelt zu sein.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon BlueMonday » Do 24. Aug 2017, 10:58

Pro&Contra hat geschrieben:(23 Aug 2017, 14:52)

Der Einzelhandel ist größtenteils überflüssig geworden. Im Internet habe ich eine wesentliche größere Auswahl, eine viel bessere Vergleichsmöglichkeit und keinen Stress. Der Deutsche Einzelhandel wäre gut beraten, wenn er sich zusammentun würde und einen Onlinestore wie Amazon aufbauen würde. Ich persönlich kaufe so gut wie alles online. In Ausnahmefällen gehe ich in ein Fachgeschäft. Ein Fahrrad zum Beispiel kaufe ich lieber noch offline. Aber mindestens 90% meiner Einkäufe finden online statt. Von Lebensmitteln mal abgesehen.


Was da im Internet stattfindet ist ja Einzelhandel. Der ist da schon längst, seit vielen vielen Jahren... Unzählige Shops von klein bis groß, auch wenn es manche wohl noch nicht bemerkt haben.
Einzelhandel ist der Handel mit dem Endkunden, dem man in der Regel einzelne Warenexemplare verkauft, im Internet prinzipbedingt in Form des Versandhandels. Das Gegenteil nennt sich Großhandel. Da handelt der Großhändler oder Hersteller mit Einzelhändlern (Business2Business), und dann geht es in der Regel um Abnahme großer Mengen, so palettenweise... daher der Name.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Selina » Fr 25. Aug 2017, 17:01

BlueMonday hat geschrieben:(24 Aug 2017, 11:49)

Nö. Die ersten mit extra gefertigten Nussknackern nussknackende Nussknacker waren die nüsseliebenden Italiener und das zu Zeiten, da war das Erzgebirge noch hunderte Jahre lang entfernt davon, überhaupt besiedelt zu sein.


Ja, nussknackerähnliche Teile gab es bereits in der Antike. Aber die Nussknacker, die man heute gut kennt und die in alle Welt exportiert werden, stammen aus dem Erzgebirge.

Zitat:

Nach 1800 suchten die Menschen vor allem im so genannten Spielzeugwinkel im Erzgebirge zwischen Seiffen, Olbernhau und Neuhausen/Erzgeb. nach der Einstellung des Bergbaus nach neuen Erwerbsquellen, und so verlegte man sich hauptsächlich aufs Drechseln. Neben anderen dekorativen Gegenständen wie Stühlen und Möbeln wurden hier vor allem Holzspielzeug, Fensterfiguren wie Engel und Bergmann, Schwibbögen, Räuchermännchen und auch Nussknacker gefertigt. Zu den beliebtesten Figuren der „Hebelmänner“ wurden Gendarmen, Soldaten oder Könige. Den ersten Nussknacker in der heute bekannten erzgebirgischen Form und Farbgebung drechselte Friedrich Wilhelm Füchtner um 1870.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nussknacker#Geschichte
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 25. Aug 2017, 17:19

yogi61 hat geschrieben:(23 Aug 2017, 13:55)

Es ist eine Allianz der Giganten: Der US-Internetkonzern Google kooperiert ab September mit der Supermarktkette Walmart, dem größten Einzelhändler der Welt. Das teilten die beiden Unternehmen mit. Demnach will Walmart seine Produkte künftig bei "Google Express" anbieten, einer Art Online-Supermarkt des Konzerns. Auf der Plattform, die 2013 in Betrieb ging, können sich Kunden in vielen Ballungsgebieten der USA Lebensmittel nach Hause bestellen. Es wäre das erste Mal, dass Walmart seine Waren außerhalb des eigenen Online-Shops anbietet.

Die Kooperation zwischen Walmart und Google ist vor allem eines: eine Kampfansage an Amazon. Der Internet-Versandhändler, der anfangs noch Bücher und CDs verschickte, hat längst auch den Lebensmittel-Einzelhandel für sich entdeckt. Zuletzt gab Amazon etwa die Übernahme der Bio-Supermarktkette Whole Foods bekannt.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/g ... -1.3637305

Auch wenn wir in diesem Land meist zehn Jahre zurück sind,wird sich das am Ende durchsetzen. Unsere Enkel werden das Haus und die Wohnung wegen solcher Dinge wie Einkaufen nicht mehr verlassen.

Das denke ich nicht. Immer mehr merken daß Online nur in Teilbereichen besser ist. Vor allen bei standardisierten Massenprodukten. Oder wenn man die Produkte nach eigenen Wünschen bestellen kann. Es gibt einen gewissen Trend zur Manufaktur. Marketing online. Produktion klassisch. Wir haben da großen Erfolg mit.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon yogi61 » Fr 25. Aug 2017, 18:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Aug 2017, 18:19)

Das denke ich nicht. Immer mehr merken daß Online nur in Teilbereichen besser ist. Vor allen bei standardisierten Massenprodukten. Oder wenn man die Produkte nach eigenen Wünschen bestellen kann. Es gibt einen gewissen Trend zur Manufaktur. Marketing online. Produktion klassisch. Wir haben da großen Erfolg mit.


Die nächsten Generationen werden ihre Zeit sehr viel mehr zu schätzen wissen. Einkaufen wird da sicher nicht mehr als Zeiträuber eine grosse Rolle spielen. Wir hätten es wahrscheinlich auch schon so gemacht, wenn wir gekonnt hätten.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon JJazzGold » Fr 25. Aug 2017, 20:57

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 19:24)

Die nächsten Generationen werden ihre Zeit sehr viel mehr zu schätzen wissen. Einkaufen wird da sicher nicht mehr als Zeiträuber eine grosse Rolle spielen. Wir hätten es wahrscheinlich auch schon so gemacht, wenn wir gekonnt hätten.



Ich bin Foodshopperin und leidenschaftliche Köchin. Mir kommt nichts ins Haus und den Topf, was ich nicht selbst auf Frische, Aroma und Reife überprüft habe. Soviel Zeit zur Lebensqualität muss sein.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Quatschki » Fr 25. Aug 2017, 21:15

yogi61 hat geschrieben:(25 Aug 2017, 19:24)

Die nächsten Generationen werden ihre Zeit sehr viel mehr zu schätzen wissen. Einkaufen wird da sicher nicht mehr als Zeiträuber eine grosse Rolle spielen. Wir hätten es wahrscheinlich auch schon so gemacht, wenn wir gekonnt hätten.

Die größte Illusion meiner Generation war, dass Computer und Internet Zeit einsparen und Freizeit schaffen könnten.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon jorikke » Sa 26. Aug 2017, 07:42

JJazzGold hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:57)

Ich bin Foodshopperin und leidenschaftliche Köchin. Mir kommt nichts ins Haus und den Topf, was ich nicht selbst auf Frische, Aroma und Reife überprüft habe. Soviel Zeit zur Lebensqualität muss sein.


Sei dir unbenommen. Viele Dinge macht man einfach weil man Freude daran hat.
Was die Qualität von online bestellten Lebensmitteln angeht, da mache ich mir keine Sorgen.
Besonders bei älteren Leuten wird das Bestellen per PC zunehmen.
Wenn das Geschäft erst einmal größeren Umfang angenommen hat, wächst der Konkurrenzdruck und kein Kaufmann, der bestehen will, kann es sich dann noch leisten vergammeltes Zeug unter zu schieben.
Außerdem verstehe ich mich nicht als Bananentester und wegen ein bisschen Grünzeug den PKW zu satteln ist schon heute unsinnig.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon Misterfritz » Sa 26. Aug 2017, 08:23

jorikke hat geschrieben:(26 Aug 2017, 08:42)Außerdem verstehe ich mich nicht als Bananentester und wegen ein bisschen Grünzeug den PKW zu satteln ist schon heute unsinnig.
Ich komme auf dem Weg zur Arbeit (und somit auch auf dem Rückweg) sowieso an einigen Lebensmittelgeschäften vorbei, also kaufe ich da auch ein.
Im Übrigen ist es unpraktisch, wenn man bei der Lieferung zu Hause sein sollte. Die meisten Lebensmittel sollten relativ schnell ordentlich verstaut werden.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon JJazzGold » Sa 26. Aug 2017, 09:10

jorikke hat geschrieben:(26 Aug 2017, 08:42)

Sei dir unbenommen. Viele Dinge macht man einfach weil man Freude daran hat.
Was die Qualität von online bestellten Lebensmitteln angeht, da mache ich mir keine Sorgen.
Besonders bei älteren Leuten wird das Bestellen per PC zunehmen.
Wenn das Geschäft erst einmal größeren Umfang angenommen hat, wächst der Konkurrenzdruck und kein Kaufmann, der bestehen will, kann es sich dann noch leisten vergammeltes Zeug unter zu schieben.
Außerdem verstehe ich mich nicht als Bananentester und wegen ein bisschen Grünzeug den PKW zu satteln ist schon heute unsinnig.


Mal abgesehen davon, dass ich viel von dem Grünzeug in der Küche nutze, momentam vorwiegend aus dem eigenen Gewächshaus und Garten, lehne ich es strickt ab, z.B. Hackfleisch online geliefert zu bekommen; BHs übrigens ebenso. Du bist ein Mann, aber die Frauen hier werden wahrscheinlich verstehen, was ich meine. ;) Was nutzt mir das online Umtauschrecht, wenn ich mehrfach Zeit damit verplempern muss, das Zeug zurückzuschicken und anderes zu bestellen, statt einmal vor Ort anzuprobieren und das passende Teil mitzunehmen.

Bei alten Menschen gehe ich davon aus, dass sie sich zunehmend von Essen auf Rädern o.Ä. beliefern lassen, also einem fertigen Produkt. Wie auch die, überspitzt dargestellt, “Lieferheld“ Generation, damit mehr Zeit für Internet und Online Games bleibt. mir nicht passieren, aber Kochen ist nun mal nicht Jedermanns Leidenschaft. Mir geht auch nicht um vergammelte Ware, das kann sich in der Tat kein Geschäftsmann leisten, mir geht es darum, selbst aussuchen zu können.
Ein Wunsch, dem sogar Aldi bei uns inzwischen Rechnung trägt, habe ich gerade im neuen Prospekt gelesen, indem jetzt bei Obst lose Ware angeboten wird.

Mag schon sein, dass die online Bestellungen irgendwann überhand nehmen, nichts desto trotz glaube ich, dass auch für (dann) Nischenmenschen wie mich immer ein vor Ort Angebot existent bleibt.



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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon JJazzGold » Sa 26. Aug 2017, 09:12

Misterfritz hat geschrieben:(26 Aug 2017, 09:23)

Ich komme auf dem Weg zur Arbeit (und somit auch auf dem Rückweg) sowieso an einigen Lebensmittelgeschäften vorbei, also kaufe ich da auch ein.
Im Übrigen ist es unpraktisch, wenn man bei der Lieferung zu Hause sein sollte. Die meisten Lebensmittel sollten relativ schnell ordentlich verstaut werden.


Richtig, Hackfleisch, Fisch, etc.
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Re: "Dem deutschen Einzelhandel droht ein Massensterben"

Beitragvon yogi61 » Sa 26. Aug 2017, 09:32

JJazzGold hat geschrieben:(25 Aug 2017, 21:57)

Ich bin Foodshopperin und leidenschaftliche Köchin. Mir kommt nichts ins Haus und den Topf, was ich nicht selbst auf Frische, Aroma und Reife überprüft habe. Soviel Zeit zur Lebensqualität muss sein.


Das kann man so sehen und ich glaube auch nicht, dass so etwas in den nächsten 10 Jahren passieren wird. Ich sprach von den nächsten Generationen. Da ist vielen Leuten übrigens das Kochen völlig egal, entweder sie können es gar nicht mehr, oder sie halten es für Zeitverschwendung.
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