Rote_Galaxie Sammelthread

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unity in diversity
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon unity in diversity » Mo 23. Apr 2018, 01:45

Adam Smith hat geschrieben:(22 Apr 2018, 22:55)

Eine weltweite Währung ist möglich. Natürlich gibt es dazu Fragen.

Stimmt. Die Produktion von Gütern mit einer hohen Wertdichte, konzentriert sich in wenigen Weltregionen. Die Zulieferer dieser High-Tech Industrie, gruppieren sich um diese Zentren.
Dort wird gut verdient. Wie viel läßt man den Rest der Menschheit verdienen?
Das Einkommensgefälle zwischen Asien und Afrika ist schon heute unübersehbar.
Braucht man eine weltweite Transferunion und wie erklärt man den gut Verdienern, warum sie wie viel an wen abgeben sollen?
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 07:10

Rote_Galaxie hat geschrieben:(21 Apr 2018, 16:55)

Selten so gelacht... :D

ALLE kapitalistischen Konzerne denken an Profit in möglichst hoher Art in immer wenigem Zeitraum auf Kosten der Umwelt.
Beispiel Tabak...

Würde ein Unternehmen nur an kurzfristige Gewinne denken, würde das langfristige Wachstum auf 0 gehen und die irgendwann unvermeintlich die Pleite kommen (würde vorher in die Aktienkurse eingepreist). Würde zB. BMW sagen, sie würden nun Forschung und Entwicklung komplett runter fahren, würden die Gewinne sich wohl verdoppeln. Und der Aktienkurs würde auf einen Bruchteil zurückgehen. Die Hälfte von BMW gehört den Quants, wodurch ihr Vermögen aktuell bei etwa 25Mrd. liegt. Kurzfristige Gewinne würden also fast 25Mrd. kosten.

Was hätten die Quants an kurzfristigen Gewinnen?
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 07:16

Skull hat geschrieben:(22 Apr 2018, 22:56)

W I E denn ? KONKRET bitte.

Ohne (die immer gleichen) Worthülsen und ohne Phrasen.

mfg

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine weltweite Währung. Gab es ja bis zur Aufhebung des Goldstandards ja zB. auch schon. Nur dass die Ausprägung von Gold eben Dollar, DM, Lira etc. war, was Tauschen mit relativ viel Aufwand nötig machte und eben die Gefahr war, dass ne Währung doch nicht zu 100% gedeckt wäre. Aber was spräche gegen eine reine Goldwärhung. Man bezahlt eben mit Gold bzw. Giralgold. Dagegen spräche nichts, außer der Mythos, dass wirtschaftlich schwächere Regionen da einen Nachteil hätten.
Wo ist der Unterschied?
Ein Land erhält 100 Einheiten, die in einem Jahr 110 Einheiten wert sind.
Oder das Land erhält 110 Einheiten.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 07:31

franktoast hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:16)

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine weltweite Währung.

Könntet IHR mal eine Sekunde länger nachdenken ?

Hunderte von Ländern mit Hunderten von Wirtschaftsräumen...heute...mit einer einzigen Währung für alle ? :?:

Oder im roten Galaxenland. Eine einzige BAR-Währung in EINEM weltumfassenden Galaxenland ?
Wie soll das funktionieren ? Die konkreten Antworten bleibt er (zu Recht) ja schuldig.

mfg
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 07:51

Skull hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:31)

Könntet IHR mal eine Sekunde länger nachdenken ?

Hunderte von Ländern mit Hunderten von Wirtschaftsräumen...heute...mit einer einzigen Währung für alle ? :?:

Oder im roten Galaxenland. Eine einzige BAR-Währung in EINEM weltumfassenden Galaxenland ?
Wie soll das funktionieren ? Die konkreten Antworten bleibt er (zu Recht) ja schuldig.

mfg

Wo genau liegt denn das Problem? Die Vorteile einer gemeinsamen Währungen liegen auf der Hand. Arbeitsteilung und Reisen werden erleichtert. Hyperinflationen, die Länder in den Ruin geworfen haben, gäbe es nicht mehr.
Und wo liegen die Nachteile?
Sollte es so sein, dass ein Land dadurch einen Vorteil hätte, indem es seine eigene Währung abwertet, hätte den Vorteil ja jedes Land und würde auch jedes Land machen. Das klassische Beispiel Deutschland und Griechenland. Griechenland wertet also seine Währung ab, damit de facto jeder griechische Arbeiter sich weniger leisten kann. Eine Lohnverringerung würde man auch in Gold oder sonst was hinbekommen. Wobei es wohl nicht mal eine Lohnverringerung wäre, sondern nur ein langsamerer Anstieg.
Also bei 5% Inflation, steigt der Betrag auf dem Lohnzettel jedes Jahr um 6%, bei 0% Inflation nur um 1%. Was kommt besser an? Da würde ich als Nachteil einer Weltwährung betrachten.

Der andere Nachteile wäre, dass es schon etwas drauf an käme, wer diese Währung steuert.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Misterfritz » Mo 23. Apr 2018, 07:53

Rote_Galaxie hat geschrieben:(22 Apr 2018, 22:21)

Ja wenn die "heile Welt" in Gefahr ist... :rolleyes:
Welche heile Welt? Siehst Du das irgendwo?
Aber wenn man schon über Lösungen nachdenkt, sollte man etwas Realismus mit einbeziehen.
Ausserdem sollte man fähig sein, Fragen zu beantworten.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 08:45

franktoast hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:51)

Wo genau liegt denn das Problem? Die Vorteile einer gemeinsamen Währungen liegen auf der Hand.

[...]

Der andere Nachteile wäre, dass es schon etwas drauf an käme, wer diese Währung steuert.

Die Vorteile einer gemeinsamen Währung für Hunderte von Ländern mit
unterschiedlichen Wirtschaftsräumen, Systemen und Entwicklungsstufen...

gibt es ... wohl nicht. :D

Und der letzte Satz, ist DAS, worauf ich seit Seiten drauf hinweise und letztendlich nachfrage.

mfg
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Adam Smith » Mo 23. Apr 2018, 08:45

franktoast hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:51)

Wo genau liegt denn das Problem? Die Vorteile einer gemeinsamen Währungen liegen auf der Hand. Arbeitsteilung und Reisen werden erleichtert. Hyperinflationen, die Länder in den Ruin geworfen haben, gäbe es nicht mehr.
Und wo liegen die Nachteile?
Sollte es so sein, dass ein Land dadurch einen Vorteil hätte, indem es seine eigene Währung abwertet, hätte den Vorteil ja jedes Land und würde auch jedes Land machen. Das klassische Beispiel Deutschland und Griechenland. Griechenland wertet also seine Währung ab, damit de facto jeder griechische Arbeiter sich weniger leisten kann. Eine Lohnverringerung würde man auch in Gold oder sonst was hinbekommen. Wobei es wohl nicht mal eine Lohnverringerung wäre, sondern nur ein langsamerer Anstieg.
Also bei 5% Inflation, steigt der Betrag auf dem Lohnzettel jedes Jahr um 6%, bei 0% Inflation nur um 1%. Was kommt besser an? Da würde ich als Nachteil einer Weltwährung betrachten.

Der andere Nachteile wäre, dass es schon etwas drauf an käme, wer diese Währung steuert.

Das Problem liegt hier, dass Skull nicht mitbekommen hat, dass man sich mit dem Thema Weltwährung seit 1944 beschäftigt.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 08:48

Adam Smith hat geschrieben:(23 Apr 2018, 09:45)

Das Problem liegt hier, dass Skull nicht mitbekommen hat,
dass man sich mit dem Thema Weltwährung seit 1944 beschäftigt.

Guten Tag,

wenn Du nicht baldigst Deine Spam-Postings einstellst, rückst Du einer Sanktion gefährlich nahe.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 09:04

Skull hat geschrieben:(23 Apr 2018, 09:45)

Die Vorteile einer gemeinsamen Währung für Hunderte von Ländern mit
unterschiedlichen Wirtschaftsräumen, Systemen und Entwicklungsstufen...

gibt es ... wohl nicht. :D

Und der letzte Satz, ist DAS, worauf ich seit Seiten drauf hinweise und letztendlich nachfrage.

mfg

Weltwährung hört sich schlimmer an als es ist. Ist Gold nicht schon eine Art Weltwärhung? Zur Zeit des Goldstandards gab es auch unterschiedliche Wirtschaftsräume, Systeme, Entwicklungsstufen. Die USA war damals mit Abstand der stärkste Wirtschaftsraum. Waren es also die schwächeren Länder, die gegen die USA die Aufhebung des Goldstandards erzwungen haben?

Und wenn einzelne Länder ihre eigene Währung abwerten dürften, dann ist das kein Wunderheilmittel, sondern geht desöfteren komplett schief und erkläre mir bitte die Vorteile?
Man stelle sich eine Weltwährung vor. Den UNO. Von der UNO wird von den Mitgliedern (relativ zur Wirtschaftsstärke) die Zentralbankpolitik bestimmt.

Soviel zur Theorie. Gesellschaftliche und politische Akzeptanz sind zur Zeit nicht vorhanden. Das ist mir klar.

PS: Hunderte Länder mit vielen Unterschieden in einer Organisation wie UNO? Undenkbar. Eine Klimapolitik? Wird es nie geben. Natürlich ist das immer ein Zerren und Hin-Und-Her, aber die Welt wächst zusammen. Das ist meine feste Überzeugung.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 09:14

franktoast hat geschrieben:(21 Apr 2018, 15:22)
Verstehe den Zusammenhang zu Hartz4 nicht?


ganz einfach, es benötigt eine staatliche Macht, um Gesetze wie Hartz4 zu erschaffen. Ein Großteil der Menschen lehnt Hartz4 ab, wie ich oben gezeigt hatte. Deren Meinung kommt in diesem demokratischen System aber nicht zur Geltung. Der soziale Druck entlädt sich dann vielleicht mal durch Erfolge wie die der AFD. Der andere Teil der Menschen interessiert das Thema nicht, da sie in ihrem persönlich Umfeld nicht davon betroffen sind und deshalb überhaupt keine Vorstellung davon haben, wie schnell man in Hartz4 rutschen kann und was es heißt als Familie von Hartz4 leben zu müssen. Hinzu kommt dann die Beeinflussung der Presse, mit Meldungen, wie "Hartz4-Empfänger sagt: für weniger als 12 EUR lohnt sich Arbeit für mich nicht".
Es bedarf im Informationszeitalter keiner staatlichen Diktatur mehr, um "fragwürdige" Gesetze zu manifestieren. Es genügt eine "Diktatur der Informations- und Meinungshoheit", um starre demokratische Systeme zu "unterwandern".
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 09:15

Skull hat geschrieben:(20 Apr 2018, 23:20)

Nix. Er schreibt hier einen phantasievollen Beitrag nach dem anderen.

Die meisten Häuslebauer bringen ja auch Eigenkapital mit.
Um überhaupt den entsprechenden Kredit zu bekommen.
Eigenkapital plus Fremdkapital ergeben dann den Wert Ihrer Immobilie.
Den Schulden steht ja i.d.R. ein höherer Immobilienwert gegenüber.

Selten also...Überschuldung. :D

mfg


Fehlende Phantasie kann man dir jedenfalls nicht vorwerfen ;) Wenn das eine Antwort auf meinen Beitrag sein soll, verstehe ich ihn nicht. Was haben deine trivialen Feststellungen mit meinen Aussagen zu tun? Willst du behaupten, dass es im Sozialismus keine Arbeit und damit keine Werte gibt, die einem Kredit als Sicherheit gegenüberstehen würden? Auf solche Polemik muss man nicht weiter eingehen. Außer reflexartigen Abwehrmechanismen gegen Vorstellung, die deiner Sicht auf die Welt widersprechen, kann ich hier wieder einmal nicht feststellen...
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 09:32

BlueMonday hat geschrieben:(21 Apr 2018, 11:09)

Das ist ja dieser ungeschichtliche Unfug, von dem ich schrieb. Also da etabliert sich ein neuer Begriff, ein neuer Liberalismus, um sich bewusst von seinem Vorläufer abzugrenzen. Worin der Unterschied im wesentlichen zw. Neu und Altliberalismus liegt, habe ich ja erläutert. Und dann verändert man einige Zeit später ohne Not den Bedeutungsinhalt der Neuschöpfung praktisch wieder zum alten, hat also zwei Begriffe mit dem selben Inhalt. Der Sinn von unterschiedlichen Begriffen ist nun aber die Unterscheidung. Wer ein wenig intellektuellen Anspruch hat, verwirft also diesen "Bedeutungswandel" als Unfug. Ja, man könnte sich fragen, warum es zu diesem blödsinnigen Bedeutungswandel überhaupt kam. Gerade der Neoliberalismus hat ja das Gewicht des Staates deutlich erhöht. Der Interventionismus nahm infolge rasant Fahrt auf. Die neoliberalen Staatswesen wuchsen und wuchsen, mit ihm die Abgabenlast, die Staatsschulden, der "Rahmen", um den sich der Staat zu kümmern hatte, uferte immer mehr aus, eine Intervention jagte die nächste, ... und daraufhin gab es kurze Phasen, in denen man versuchte, irgendwie auf die Bremse zu drücken (Reagan, Thatcher, Schröder). Das war dann vielleicht ein "Neoneoliberalismus", aber der blieb weitesgehend im Rhetorik der Wahlkampfreden stecken und änderte am Staatsausmaß nichts nennenswert, also alles fern ab von einem tatsächlichen "Marktfundamentalismus".

Milton Friedman war auch kein "Marktfundamentalist", sondern eben ein typischer Neoliberaler, allein wenn man schon seinen vertretenen Monetarismus hernimmt. Marktradikal ist dann eher sein Sohn, David Friedman ("Räderwerk der Freiheit"). Den sollte man mal lesen, um ne Ahnung zu bekommen, wovon man da bei "Marktfundamentalismus" plappert.

Und auch beim Sozialismus bist du nur bruchstückenhaft informiert. Schließlich gibt es ja da auch solche - wenn auch irrigen - Vorstellungen von einer "Marktwirtschaft ohne Kapitalismus", wie sie etwa die klassischen Anarchisten (Proudhon, Tucker etc.) hatten. Die wollten praktisch den reinen idealen Markt, sind so gesehen die eigentlichen "Marktfundamentalisten".


du versuchst den umkämpften Begriff "Neoliberalismus" zu deuten und Fridman vom "Vorwurf" des "Marktfundamentalismus" freizusprechen, obwohl er staatlich Interventionen auf Märkten ebenso kritisch gegenüber stand, wie andere Neoliberale. Natürlich gibt es unter Neoliberalen unterschiedliche Meinungen über die "Dosis" der notwendigen Eingriffe. Entscheidend ist die "quasi-religöse" Überzeugung einer Überlegenheit marktwirtschaftliche Prinzipien. Am ehesten plausibel halte ich die Deutung des Begriffes "Marktfundamentalismus" von Soros: "Marktfundamentalisten sind Menschen, die „glauben, dass Märkte ein Gleichgewicht anstreben und dass dem Allgemeinwohl am besten gedient ist, wenn man den Teilnehmern erlaubt, ihre Eigeninteressen zu verfolgen"
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 09:38

Sanity hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:15)

Außer reflexartigen Abwehrmechanismen gegen Vorstellung,
die deiner Sicht auf die Welt widersprechen,
kann ich hier wieder einmal nicht feststellen...

Entschuldigung.

Ich bin auf KONKRETE Aussagen von Dir eingegangen. :?:
Irgendwelche "ominösen" Vorstellungen meiner Sicht auf die Welt ... habe ich nicht einmal vorgenommen.

"Ihr" schreibt von Phantasien. Ich halte mich da immer an ganz konkrete Aussagen.
"Ihr" schreibt oftmals vom "ominösen" grossen Ganzen, ich bleibe da lieber beim greifbaren und diskutierbaren Detail.

Das ist schon alles. :)

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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 09:46

franktoast hat geschrieben:(21 Apr 2018, 15:22)
Im Kapitalismus geht es um langfristigen Erfolg (auch wenn man dem Kapitalismus immer das Gegenteil zuschreibt, da es auch Daytrader gibt oder man meint, Aktienunternehmen würden sich nur auf Quartalszahlen fokussieren).


Wow, was du alles vom Verhalten des "Kapitalismus" weißt. Und ich dachte immer, es sind Menschen, die ökonomische Entscheidungen treffen und Menschen, die ökonomische Rahmenbedingungen erschaffen ;) Ist dieses "kapitalistische Verhalten" auf Basis des Modells des "homo oeconomicus" in allen Menschen genetisch veranlagt oder nur anerzogen? Fragen über Fragen.... Aber wie ich dich kenne, findest du auf alle Fragen eine plausibel klingende Antwort in deinem "Handbuch für Betriebswirtschaft" ;)
Zuletzt geändert von Sanity am Mo 23. Apr 2018, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 09:48

Skull hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:38)
"Ihr" schreibt von Phantasien. Ich halte mich da immer an ganz konkrete Aussagen.
"Ihr" schreibt oftmals vom "ominösen" grossen Ganzen, ich bleibe da lieber beim greifbaren und diskutierbaren Detail.


wer ist "Ihr" ? Ich glaube, du verwechselst mich ;)
Zuletzt geändert von Sanity am Mo 23. Apr 2018, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Mo 23. Apr 2018, 09:52

Sanity hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:48)

wer ist "Ihr" ? ;)

Hier und auf den letzten Seiten... sind das...DU, der Threaderöffner und Undercover04.

Nun soll es aber gut sein. :)


Schliesslich soll es ja hier ... um die baldige praktikable Realisierung des Kommunismus gehen... :D

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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mo 23. Apr 2018, 10:35

franktoast hat geschrieben:(23 Apr 2018, 08:10)

Würde ein Unternehmen nur an kurzfristige Gewinne denken, würde das langfristige Wachstum auf 0 gehen und die irgendwann unvermeintlich die Pleite kommen (würde vorher in die Aktienkurse eingepreist). Würde zB. BMW sagen, sie würden nun Forschung und Entwicklung komplett runter fahren, würden die Gewinne sich wohl verdoppeln. Und der Aktienkurs würde auf einen Bruchteil zurückgehen. Die Hälfte von BMW gehört den Quants, wodurch ihr Vermögen aktuell bei etwa 25Mrd. liegt. Kurzfristige Gewinne würden also fast 25Mrd. kosten.

Was hätten die Quants an kurzfristigen Gewinnen?


du glaubst ja nicht, was "Unternehmen" oder sollte ich sagen, was Manager in Unternehmen für Entscheidungen treffen, vor allem, wenn die Umsätze drastisch zurückgehen ;) Vielleicht solltest du dich von deinen modellhaften Vorstellung vom Kapitalismus mal befreien. Das Leben ist so komplex, dass bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen nie sämtliche Informationen vorliegen und die Folgen deshalb nie korrekt abgeschätzt werden können. Wenn es so einfach wäre, wäre das Risiko einer Unternehmensgründung nur gering und damit aber auch die Rendite, denn es könnte jeder ein erfolgreiches Unternehmen gründen. Im Kapitalismus ist vieles einfach nur Glück. Unternehmerisches Können wird oftmals nur hinterher "hineininterpretiert".
Eine alte Binsenweisheit besagt, 50% der Firmen-Neugründungen sind nach spätestens 5 Jahren wieder verschwunden und 80% nach spätestens 8 Jahren. Und das liegt nicht nur an der fachlichen Unfähigkeit der Unternehmer ;)
Darin liegt im Übrigen der Reiz des Unternehmertums im Kapitalismus. JEDER kann theoretisch Erfolg haben, aber eben nicht ALLE ;)
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 11:21

Sanity hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:14)

ganz einfach, es benötigt eine staatliche Macht, um Gesetze wie Hartz4 zu erschaffen. Ein Großteil der Menschen lehnt Hartz4 ab, wie ich oben gezeigt hatte. Deren Meinung kommt in diesem demokratischen System aber nicht zur Geltung. Der soziale Druck entlädt sich dann vielleicht mal durch Erfolge wie die der AFD. Der andere Teil der Menschen interessiert das Thema nicht, da sie in ihrem persönlich Umfeld nicht davon betroffen sind und deshalb überhaupt keine Vorstellung davon haben, wie schnell man in Hartz4 rutschen kann und was es heißt als Familie von Hartz4 leben zu müssen. Hinzu kommt dann die Beeinflussung der Presse, mit Meldungen, wie "Hartz4-Empfänger sagt: für weniger als 12 EUR lohnt sich Arbeit für mich nicht".
Es bedarf im Informationszeitalter keiner staatlichen Diktatur mehr, um "fragwürdige" Gesetze zu manifestieren. Es genügt eine "Diktatur der Informations- und Meinungshoheit", um starre demokratische Systeme zu "unterwandern".

Also du meinst, um ein deiner Ansicht nach zu niedrige Umverteilung zu Langzeitarbeitslosen zu erschaffen, benötigt man keine staatliche Macht?
Und ja, in einer Demokratie entscheiden nicht nur die Langzeitarbeitslosen, wie viel Geld die Langzeitarbeitslosen bekommen. Shocking. Achja, die Medien manipulieren wieder alle. Aber das stimmt eigentlich gar nicht. Die Rot-Grüne Presse schreibt immer, Hartz4 sei unfair und gehört abeschafft, aber trotzdem erhält es als geringstes Übel demokratische Zustimmung.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon franktoast » Mo 23. Apr 2018, 11:26

Sanity hat geschrieben:(23 Apr 2018, 10:46)

Wow, was du alles vom Verhalten des "Kapitalismus" weißt. Und ich dachte immer, es sind Menschen, die ökonomische Entscheidungen treffen und Menschen, die ökonomische Rahmenbedingungen erschaffen ;) Ist dieses "kapitalistische Verhalten" auf Basis des Modells des "homo oeconomicus" in allen Menschen genetisch veranlagt oder nur anerzogen? Fragen über Fragen.... Aber wie ich dich kenne, findest du auf alle Fragen eine plausibel klingende Antwort in deinem "Handbuch für Betriebswirtschaft" ;)

Wo hab ich den Kapitalismus personifiziert, so dass du den Sinner meiner Worte nicht mehr verstehst?
Also dass Menschen das Eigenwohl über das Allgemeinwohl stellen, sollte angeboren sein. Mit viel Religion und Nationalismus schafft man es aber sogar, dass Eigenwohl hinten ausgestellt wird (siehe Soldaten, die sich opfern). Würdest du dein Kind opfern, damit 10 dir fremde Kinder leben können? Jep, siehst du. Kommt deine Antwort daher, weil hier der Terrorkapitalismus dich so erzogen hat?:)
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