Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

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Alpha Centauri
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 17. Jul 2017, 18:28

Nur dass eben anderer die dafür nichts können.und eben nicht die Egos a la Trump selbst für dieses engstirnige Verhalten diese " ja nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauen" Mentalität bezahlen müssen, mitunter mit dem.eigenen Leben
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mo 17. Jul 2017, 18:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2017, 19:28)

Nur dass eben anderer die dafür nichts können.und eben nicht die Egos a la Trump selbst für dieses engstirnige Verhalten diese " ja nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauen" Mentalität bezahlen müssen, mitunter mit dem.eigenen Leben



das Leben ist eines der ungerechtesten und endet immer mit dem Tod...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 17. Jul 2017, 19:13

Realist2014 hat geschrieben:(17 Jul 2017, 19:00)

ist diese Zahl schon FALSCH

wurde mehrfach schon dargestellt...


Dann nenne mal, ein paar besser manipulierte Zahlen diesbezüglich :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mo 17. Jul 2017, 19:25

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2017, 20:13)

Dann nenne mal, ein paar besser manipulierte Zahlen diesbezüglich :D



es wurde bei den "unteren 50%" der Weltbevölkerung das Vermögen mit den Schulden "gegengerechnet"

nur ist diese ganze "Betrachtung" völliger Mumpitz

denn "global" gehört unsere "jammernde, arme ökonomische Unterschicht" ja zu den 10% REICHSTEN auf diesem Planeten...
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 17. Jul 2017, 19:40

Realist2014 hat geschrieben:(17 Jul 2017, 20:25)

es wurde bei den "unteren 50%" der Weltbevölkerung das Vermögen mit den Schulden "gegengerechnet"

nur ist diese ganze "Betrachtung" völliger Mumpitz

denn "global" gehört unsere "jammernde, arme ökonomische Unterschicht" ja zu den 10% REICHSTEN auf diesem Planeten...


??? Diese Zahlen der Studie beziehen ja sich aufs rein global Verhältnis und nicht nur auf DE.

Und stimmen sie, hieße dass wie schon gesagt eine Art wirtschaftlicher Feudalismus im ach so modernen 21. Jahrhundert, wobei nicht mal zu Zeiten des europäischen Alt- Feudalismus dürfte diese Ungleichgewicht so radikal ausgefallen sein.

Aber natürlich sind die Zahlen der Studie symbolischer Ausdruck linker Spinnereien.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mo 17. Jul 2017, 20:45

Dark Angel hat geschrieben:(17 Jul 2017, 18:54)

Wie soll das funktionieren?
Willst du jedem Mann eine Frau zuteilen und jeder Frau einen Mann? Was ist mit Liebe zueinander? Zählt sowas dann noch?
Apropos Gleichheit - es werden mehr Jungen geboren!
Schönheit/Hässlichkeit liegt im Auge des Betrachters. Willst du etwa per Dekret festlegen was jemand als schön oder hässlich anzusehen hat?
Wenn jemand einen geliebten Menschen verliert, willst du dann um der "Gleichheit" willen, jedem anderen auch einen geliebten Menschen nehmen?
Oder was soll man sich in diesem Zusammenhang unter Gleichheit vorstellen?


Nein, ich strebe einen gesellschaftlichen Prozess an indem die Menschen sich als gleichwertig betrachten,
wenn diese Denkweise sich durchgesetzt hat wird viel Leid verschwinden.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 17. Jul 2017, 21:40

Realist2014 hat geschrieben:(17 Jul 2017, 20:53)

sind sind völlig sinnfrei

wie gesagt, die deutsche ökonomische jammernde Unterschicht- gehört zu den 10% REICHSTEN - global gesehen...



Belege der angesprochene SINNfreiheit dieser Studie?? Wie gesagt auf globale gesamt Ebene betrachtet???
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Realist2014 » Mo 17. Jul 2017, 21:43

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2017, 22:40)

Belege der angesprochene SINNfreiheit dieser Studie?? Wie gesagt auf globale gesamt Ebene betrachtet???


wie oft soll ich den Verweis auf unsere ökonomische Unterschicht noch liefern?

im globalen Vergleich?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mo 17. Jul 2017, 21:55

Da es einigen Usern scheinbar nicht um das Threadthema geht,
und sie weiterhin ihre persönlichen Spiele nachgehen, wird der Thread erst einmal geschlossen.

Warnungen gab es da wohl genug.

Wenn ich Zeit habe, werde ich schauen, wie es hier weitergeht.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Di 18. Jul 2017, 07:48

Knapp 30 ! Beiträge in die Ablage verschoben.

Hauptsächlich wieder von Realist2014 und Alpha Centauri (und nicht nur in diesem Thread).

Kolleteralschäden bei den Verschiebungen waren nicht zu vermeiden.
Auch User wie Teeernte und Rote Galaxy sollten berücksichtigen, meine Geduld ist nicht unendlich.

Thread...erstmal...wieder offen.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon franktoast » Di 18. Jul 2017, 08:11

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Jul 2017, 18:28)
Bei ungleichen Einkommen und Vermögen wird die Sache schon kompliziert. Ja nicht jeder hat das Talent unternehmerisch tätig zu sein ,von erfolgreich tätig, ganz zu schweigen, einem Anderen wiederum, ist Geldvermögen anzuhäufen oder materiellen Wohlstand zu erlangen vielleicht nicht mal.so wichtig (je nach individueller Einstellung) nur das Problem heute ist doch die globale extreme ungleiche Verteilung von Vermögen,die bedenkliche Ausmaße angenommen hat.

Im Vergleich zum Mittelalter haben sich wohl sämtliche Eigenschaften - auch das Vermögen - angeglichen. Ansonsten hängt es immer davon, wie man eine Statistik liest und ob man versteht, wie es zu anderen Werten kommt (Stichwort Studenten. Je mehr Leute studieren, desto ungleicher wird die Verteilung - als Beispiel. Je mehr Frauen studieren, desto ungleicher wird es nochmal, denn dann sucht sich der Arzt nicht die Krankenschwester, sondern die Ärztin)
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Dark Angel » Di 18. Jul 2017, 10:50

Rote_Galaxie hat geschrieben:(17 Jul 2017, 21:45)

Nein, ich strebe einen gesellschaftlichen Prozess an indem die Menschen sich als gleichwertig betrachten,
wenn diese Denkweise sich durchgesetzt hat wird viel Leid verschwinden.

Du springst durch Begriffe, wie dir's grade passt.
Gleichheit ist nicht gleichbedeutend mit Gleichwertigkeit.
Letztere haben wir bereits - siehe Art.1 AEMR "Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten und Würde geboren"

Und wie bereits geschrieben wurde: Eine Welt ohne Leid ist eine Welt ohne Freude und ohne Glück!
Wenn Leid verschwindet, verschwinden Freude und Glück, verschwindet Menschlichkeit insgesamt.
In einer solchen Welt will - einige Spinner ausgenommen - niemand leben.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon BlueMonday » Di 18. Jul 2017, 11:12

Die Frage ist dann, was man mit so einer völligen "Gleichwertigkeit" anfangen will. Gleicher Wert hieße ja handlungslogisch: alles steht ausnahmlos, unterschiedslos auf einer Stufe, jede Option.

Wie wählt man da bspw. einen Lebenspartner oder ähnliches? Alle Menschen sind dann ja "gleichwertig". Man wäre anders gesagt, "indifferent" zwischen allen Menschen, man könnte sich nicht entscheiden, also selbst zu einer Entscheidung und einem Entschluss kommen. Man müsste es dem Zufall überlassen. Man wäre also quasi ein von Münzwürfen oder rollenden Würfeln abhängiger, fremdgesteuerter Mensch. Man hätte gerade das verloren, was den Menschen auszeichnet, dass er handlungsfähig ist, dass er Entscheidungen treffen kann, dass er Unterschiede wahrnimmt. Gerade da beginnt ja erst die "Würde" einen souveränen Menschen, dass er DInge aus seiner Perspektive bewertet, durchaus auch anders als andere Menschen und dann auf Basis dieser unterschiedlichen Wahrnehmung Schlüsse zieht und entsprechend handelt, Verantwortung für diese Handlungen übernimmt und dann nicht den Münzwürfen und Würfeln die Schuld gibt...

Das wäre als erstes zu verstehen: wenn man handlungsfähiges Wesen sein will, dann kann man das nur, wenn Optionen verschiedene Stellenwerte (für einen selbst als Wertenden) haben. "Gleichwertigkeit" ist hingegen Handlungsunfähigkeit, Stillstand, Stasis. Allenfalls dreht man sich im Kreis, wie hier im Thread :).
Spending like there's no tomorrow means someday there'll be no tomorrow.
Unterschiede bewegen die Welt, nicht Gleichheit.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 18. Jul 2017, 12:48

Dark Angel hat geschrieben:(18 Jul 2017, 11:50)

Du springst durch Begriffe, wie dir's grade passt.
Gleichheit ist nicht gleichbedeutend mit Gleichwertigkeit.
Letztere haben wir bereits - siehe Art.1 AEMR "Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten und Würde geboren"

Und wie bereits geschrieben wurde: Eine Welt ohne Leid ist eine Welt ohne Freude und ohne Glück!
Wenn Leid verschwindet, verschwinden Freude und Glück, verschwindet Menschlichkeit insgesamt.
In einer solchen Welt will - einige Spinner ausgenommen - niemand leben.





Wenn ich Dich recht verstehe, dann meinst Du offenbar, Freude und Glück kann ein Mensch nur dann empfinden, wenn es dafür zumindest einem anderen schlecht geht?! Das erinnert mich irgendwie an die alten Pharisäer!
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 18. Jul 2017, 13:11

Rote_Galaxie hat geschrieben:(14 Jul 2017, 19:55)

Die kommunistische Gesellschaft wird eine komplett andere wie die jetzige sein.
Alleine wenn Logik und Ethik in den Schulen schon unterrichtet werden würde wären die Ergebnisse phänomenal.
Was wäre wenn schon Jugendliche auf dem Niveau von Studenten debattieren könnten.
Und erkläre mir mal wieso es Minderheiten geben soll wenn es die perfekte Lösung für ein Problem gibt.

Du meinst die menschenverachtende Form des Kommunismus wäre eine perfekte Lösung ? Ich gönne es niemanden
in einem derartigen System leben zu müssen . Du hast die Möglichkeit nach Nordkorea auszuwandern ,sicher das Land deiner Träume .
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon zollagent » Di 18. Jul 2017, 13:12

Occham hat geschrieben:(17 Jul 2017, 17:48)

Höhlenmenschen mussten auf das Kollektiv vertrauen, weil die Welt zur Zeit von Höhlenmenschen noch nicht so bevölkert war Und wenn wenig Menschen, muss man zwangsläufig zusammenhalten. Heute vraucht man nicht mehr zusammenhalten, um die Brötchen auf den Tisch zu bekommen.

Klingt fast, als ob du "das Kollektiv" für eine steinzeitliche Institution hältst?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon zollagent » Di 18. Jul 2017, 13:13

Rote_Galaxie hat geschrieben:(17 Jul 2017, 18:00)

Und was ist mit dem Gesetz dass jeder die gleiche Freiheit hat?

Was soll damit sein? Erklär doch mal, was du mit dieser Frage willst?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Occham » Di 18. Jul 2017, 13:56

zollagent hat geschrieben:(18 Jul 2017, 14:12)

Klingt fast, als ob du "das Kollektiv" für eine steinzeitliche Institution hältst?

Kollektiv bedeutet für mich direkte Kommunikation. Zu Zeiten von Höhlenmenschen muss das vermutlich noch möglich gewesen sein, darum beneide ich die "Höhlenmenschen".
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 18. Jul 2017, 15:32

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)

Ich zitiere mal einen Beitrag von vor einiger Zeit, auf den ich damals nicht eingehen konnte. Stellvertretend ist er für die gleichartigen Einwände vieler anderer Personen (nicht nur in diesem Forum).
Natürlich geht es im Marxismus (und speziell im Rätekommunismus) um gesellschaftliche Dinge. Aber Marx und andere haben den Kommunismus nicht als ein Handbuch für das individuelle Glück geschrieben, wobei letzteres natürlich wichtig ist. Das gesamte Werk (also die Gesamtheit kommunistischer Literatur) ist kein "Wie gestalte ich mein Wohnzimmer nach persönlichen Wünschen?"-Handbuch, sondern soll einen gesellschaftlichen Rahmen liefern. Es geht also gar nicht darum, individuelle Freiheiten einzuschränken. Das liefert die kommunistische Theorie auch gar nicht her, was selbst Nichtkommunisten zugeben müssen/müssten, wenn wir von den (z.T. realen) Schreckensbildern des "Realsozialismus" absehen. Es ist eher umgekehrt; durch den Kommunismus ist die individuelle Freiheit erst garantiert. Natürlich gibt es dann "Beschränkungen", wie z.B. Unternehmen gründen, ein Heer von Arbeitern unter sich haben und mit den Rechten und Pflichten behaftet, die in unserer jetzigen kapitalistischen Gesellschaft üblich sind. Da spielen natürlich mehrere "Reize" eine Rolle. Zum einen natürlich die Produktion selber (z.B. ein Motorrad-Liebhaber freut sich, ein Unternehmen zu haben, das Motorräder produziert), aber auch im Kommunismus kannst du dich mit der Produktion von Motorrädern beschäftigen. Der Kommunismus wird nicht in der Höhle mit Steinen und Lagerfeuer gelebt. Berücksichtigt werden muss natürlich die Ressourcenknappheit und die Umwelt. D.h., alle fahren umweltverpestende SUVs im Kommunismus ist nicht möglich. Und nun kommen wir zum anderen, letztlich bleibt dann als "Reiz" nur die Herrschaft über eine Masse von Arbeitern übrig (+ extremer Reichtum und damit verbundene Maßlosigkeit im Konsum. Fragt mal eure Mütter, ob die das so toll finden würden). Und dass das einem im Kommunismus verwehrt bleibt, kann man wahrlich nicht als Einschränkung der persönlichen Freiheit verstanden werden. Genauso wenig wir es als Einschränkung der persönichen Freiheit verstehen, dass wir keine Sklaven halten oder Menschen töten dürfen. Im Unternehmen gibt es bei leitenden Positionen natürlich Tätigkeiten, die sich je nach Branche unterscheiden. Produktivität steigern, durch neu Maschinen kaufen, Arbeitsabläufe ändern, Kontakte mit anderen Unternehmen herstellen, usw. Aber diese Tätigkeiten muss es zwangsläufig auch im Kommunismus geben. Daher soll es auch Betriebsorganisationen und Räte geben. Wie gesagt, es bleibt nur die Herrschaft über die Arbeiter (und übertriebener Konsum), die als Einschränkung der persönlichen Freiheit von den Kapitalismusverteidigern verstanden wird. Das ist dann aber eine persönliche Schwäche. D.h. der Ansatzpunkt zur Veränderung sollte nicht in der Theorie, sondern in einem selbst liegen.


Wie die meisten blendest du das Knappheitsproblem aus. Wie soll die Allokation der Ressourcen denn deiner Meinung nach erfolgen?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Dark Angel » Di 18. Jul 2017, 16:37

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)

Ich zitiere mal einen Beitrag von vor einiger Zeit, auf den ich damals nicht eingehen konnte. Stellvertretend ist er für die gleichartigen Einwände vieler anderer Personen (nicht nur in diesem Forum).
Natürlich geht es im Marxismus (und speziell im Rätekommunismus) um gesellschaftliche Dinge. Aber Marx und andere haben den Kommunismus nicht als ein Handbuch für das individuelle Glück geschrieben, wobei letzteres natürlich wichtig ist.

Marx äußert sich gar nicht zum Kommunismus und in Engels' Vorstellungen kommt kein Rätekommunismus vor, wohl aber eine "Diktatur des Proletariats". In den Vorstellungen, die Engels vom Kommunismus hat, hat Individualität keinen Platz, da geht es ausschließlich um das "Kollektiv" die Gesamtgesellschaft.

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)] Das gesamte Werk (also die Gesamtheit kommunistischer Literatur) ist kein "Wie gestalte ich mein Wohnzimmer nach persönlichen Wünschen?"-Handbuch, sondern soll einen gesellschaftlichen Rahmen liefern. Es geht also gar nicht darum, individuelle Freiheiten einzuschränken. Das liefert die kommunistische Theorie auch gar nicht her, was selbst Nichtkommunisten zugeben müssen/müssten, wenn wir von den (z.T. realen) Schreckensbildern des "Realsozialismus" absehen.

Es geht gerade nicht um den gesellschaftlichen Rahmen, es geht ausschließlich um die Gesamtgesellschaft. Individuelle Wünsche und Lebensplanungen/-gestaltungen haben da gar keinen Platz. Selbst die Erziehung der Kinder bzw die Kinder überhaupt sollen den Eltern entzogen und "der Gesellschaft" übertragen werden, damit sie ganz im Sinne der Ideologie indoktriniert werden können.
Persönliche Freiheiten sehen anders aus!

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)]Es ist eher umgekehrt; durch den Kommunismus ist die individuelle Freiheit erst garantiert.

Ganz im Gegenteil, individuelle Freiheiten werden abgeschafft.

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)]Natürlich gibt es dann "Beschränkungen", wie z.B. Unternehmen gründen, ein Heer von Arbeitern unter sich haben und mit den Rechten und Pflichten behaftet, die in unserer jetzigen kapitalistischen Gesellschaft üblich sind.

Von welchem "Heer von Arbeitern" schwafelst du?
In jeder Gesellschaft haben die Bürger Rechte und Pflichten.

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)]Da spielen natürlich mehrere "Reize" eine Rolle. Zum einen natürlich die Produktion selber (z.B. ein Motorrad-Liebhaber freut sich, ein Unternehmen zu haben, das Motorräder produziert), aber auch im Kommunismus kannst du dich mit der Produktion von Motorrädern beschäftigen. Der Kommunismus wird nicht in der Höhle mit Steinen und Lagerfeuer gelebt. Berücksichtigt werden muss natürlich die Ressourcenknappheit und die Umwelt. D.h., alle fahren umweltverpestende SUVs im Kommunismus ist nicht möglich.

Nach dieser Schilderung werden individuelle Freiheiten ganz erheblich eingeschränkt, von Bedürfnisbefriedigung kann keine Rede sein, allen wird alles zugeteilt und vorgeschrieben.
Nee danke - auf solche eine Gesellschaftsform kann ich problemlos verzichten.
Hatten wir schon mal!

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)]Und nun kommen wir zum anderen, letztlich bleibt dann als "Reiz" nur die Herrschaft über eine Masse von Arbeitern übrig (+ extremer Reichtum und damit verbundene Maßlosigkeit im Konsum.

Von welchem Arbeiterheer schwatzt du denn nur?
Wer übt denn "Herrschaft über eine Masse von Arbeitern" aus?
Also über mich herrscht niemand. Ich lebe in einer Demokratie.

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06)Fragt mal eure Mütter, ob die das so toll finden würden). Und dass das einem im Kommunismus verwehrt bleibt, kann man wahrlich nicht als Einschränkung der persönlichen Freiheit verstanden werden.

Hey - was soll das "Mütter fragen"? Du diskutierst hier mit erwachsenen Menschen, die durchaus fähig sind, sich eine eigene Meinung zu bilden, teilweise ihr "Arbeitsleben" bereits hinter sich haben und auch über ein wesentlich höheres Bildungsniveau verfügen.
Kommunismus bedeutet in jedem Fall eine ganz massive Einschränkung persönlicher Freiheiten.

LeHe hat geschrieben:(16 Jul 2017, 14:06) Im Unternehmen gibt es bei leitenden Positionen natürlich Tätigkeiten, die sich je nach Branche unterscheiden. Produktivität steigern, durch neu Maschinen kaufen, Arbeitsabläufe ändern, Kontakte mit anderen Unternehmen herstellen, usw. Aber diese Tätigkeiten muss es zwangsläufig auch im Kommunismus geben. Daher soll es auch Betriebsorganisationen und Räte geben. Wie gesagt, es bleibt nur die Herrschaft über die Arbeiter (und übertriebener Konsum), die als Einschränkung der persönlichen Freiheit von den Kapitalismusverteidigern verstanden wird. Das ist dann aber eine persönliche Schwäche. D.h. der Ansatzpunkt zur Veränderung sollte nicht in der Theorie, sondern in einem selbst liegen.

Wer herrscht den über "die Arbeiter"? - NIEMAND herrscht!
Ich weiß ja nicht, in welchem Paralleluniversum du gerade lebst, aber in meiner Realität gibt es Gewerkschaften und Betriebsräte, welche dafür sorgen, dass die Rechte der AN gewahrt bleiben, da gibt es keine Willkür und in den Aufsichtsräten der Unternehmen sitzen auch AN.
Dein komischer Rätekommunismus IST Einschränkung par excellence! Einschränkungen der persönlichen Freiheiten, Einschränkung der Menschenrechte, Mangelwirtschaft, nicht vorhandene Bedürfnisbefriedigung etc pp.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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