Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

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Selina
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Feb 2017, 10:25

Misterfritz hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:23)

Ja, das funktioniert, weil Du Deine Familie liebst und Deine Familie Dich - also eine emotionale Beziehung besteht. Das hat nun nicht wirklich etwas mit Kommunisimus oder anderen Gesellschaftsformen zu tun.


Damit wollte er ja auch nur ne heiter-ironische Note in diese Diskussion bringen, vermute ich. Finde ich toll. Es wird sowieso zu wenig gelacht. 600 Mal pro Tag wäre gut :)
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Europa2050
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Europa2050 » Mi 15. Feb 2017, 10:27

Misterfritz hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:23)

Ja, das funktioniert, weil Du Deine Familie liebst und Deine Familie Dich - also eine emotionale Beziehung besteht. Das hat nun nicht wirklich etwas mit Kommunisimus oder anderen Gesellschaftsformen zu tun.


Genau das meine ich :thumbup: .

Aber ich höre mir gerne auch Gegenargumente an.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Europa2050 » Mi 15. Feb 2017, 10:29

Selina hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:25)

Damit wollte er ja auch nur ne heiter-ironische Note in diese Diskussion bringen, vermute ich. Finde ich toll. Es wird sowieso zu wenig gelacht. 600 Mal pro Tag wäre gut :)


Vorsicht Selina ! Stichwort Sterbehilfe ;)

Wobei mir das mit dem Grössendilema echt ernst ist, weil ich das als Knackpunkt sehe,
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Moses » Mi 15. Feb 2017, 10:33

Europa2050 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:29)

Vorsicht Selina ! Stichwort Sterbehilfe ;)

Wobei mir das mit dem Grössendilema echt ernst ist, weil ich das als Knackpunkt sehe,


Und selbst im kleinen gibt es Fallstricke -> siehe "Kommune1"
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 10:40

Selina hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:08)

Dieses gedachte (visionäre) Gesellschaftssystem muss weder klassenlos noch unfrei noch undemokratisch sein. Die Diskussion ist mir bis jetzt zu rückwärtsgewandt in Richtung gescheiterter Sozialismus. Die Gesellschaft, die ich meine, würde auf dem Weg von Transformation allmählich entstehen über verschiedene Stufen, die aber immer allesamt demokratisch legitimiert wären. Ich halte auch nichts von dieser Familien-Kuschel-Kommunismus-Theorie. Einziger Ansatz für mehr Gerechtigkeit (immer global gesehen) ist, das Primat der Politik herzustellen, also Mehrheiten zu organisieren, die dafür sorgen, dass sich das Wirtschaften immer den Interessen der Menschen unterordnet und nicht umgekehrt. Das wäre dann aber keine - so gefürchtete - Planwirtschaft, sondern das wären unter anderem kleine, große und sehr große genossenschaftliche Unternehmen und Strukturen, an deren Erfolg (oder Misserfolg) die Anteilseigner immer beteiligt sind, wie es ja im Kleinen bereits gut funktioniert. In den einzelnen Transformationsstufen wird es auch alle anderen Eigentumsformen weiterhin geben.

Der Finanzsektor müsste radikal umgebaut werden, so dass es eine gravierende und wirksame Umverteilung gibt. Auch immer mit Blickrichtung Mensch, also mal vereinfacht gedacht (Finanzer unter uns könnten das präzisieren): Bei dem Gesamtfinanzkapital, dass auf der Welt existiert, dürfte eigentlich locker dafür gesorgt werden können, dass nirgendwo großflächig noch Hunger und Wassernot existieren, wie es ja jetzt noch der Fall ist. Man könnte überall "fare trade" einführen. Der gesamte Welthandel würde praktisch nur noch fair ablaufen, die Gesellschaften könnten von ihrer eigenen Hände Arbeit locker leben. Sie wären stark miteinander vernetzt global, so ähnlich wie heute, nur immer mit dem Ziel "Mensch und Gerechtigkeit".

Ich kann an so einer Idee (die erst mal nur visionär und völlig unvollkommen formuliert ist) nichts Schlechtes finden. Gesellschaftswissenschaftler aller Art würden dafür den theoretischen Grundstock liefern (woran einige übrigens bereits arbeiten). Natürlich muss es für so einen Umbau der Gesellschaften überall solche politische Mehrheiten geben, die diesen Umbau auch mit aller Konsequenz wollen. Wenn nicht, dann nicht ;) Das Wort "Kommunismus" beschreibt das nur sehr ungenau, worum es geht. Im Gegenteil, der "Kommunismus", von dem hier einige reden und von dem ich meine, dass es den gar nicht gab oder gibt bislang, der ist diskreditiert durch den gescheiterten Sozialismus.

Trotzdem muss ich noch hinzufügen: Ich bin jetzt auch nicht die große Kapitalismus-Hasserin, solche Hassgefühle kenne ich sowieso nicht. Ich arrangiere mich halt mit dem und im System, wie es die Wessis schon immer tun (sie kennen ja nichts anderes) und wie wir Ossis das auch allmählich lernen. Einige schneller, andere langsamer. Es gibt aber halt auch in diesem bestehenden System unheimlich viele Möglichkeiten, das Ganze einfach etwas gerechter weltweit zu gestalten. Da bin ich eigentlich zuversichtlich.


Ich hasse grundsätzlich nicht.....kann einem den ganzen Tag versauen.

Also 100% Bio - öko fairtrade .....WELTBEVÖLKERUNG. 10 Eu das Kilo Tomaten.... 20 DM..... 200 OST-Mark ? Das sind "Behaltepreise".

Zucker bist Du bei 4 Eu....Mehl Mindestens 2 Eu das Kilo. Die Näherin in Indien schafft 2 Maßhemden am Tag ....

Nebenbei : Kapital ...das irgendwo "herumliegt" ....ist VERTRAUEN in Kapitalismus ....bedrucktes Papier - im Kommunismus so viel WERT wie ...öhmmm das was man im "Konsum" dafür bekommt ....also NICHTS.

Im Kapitalismus ist (fast) alles Schuldenfinanziert. (Ausser die Privathäuser , Schmuck, 4 PKW und die Yacht) ....von den Barren Gold - hat der Kommunist NICHTS - ausser es ist in Elektronik verbaut. Diamanten ....WERT ? ... als Splitter an der Betonsäge ! Sonst ? Gemeinschaftseigentum - zum draufglotzen ?

Quadratmeter Grund und Boden ? .....Einheitswert - 50 Cent der Quadratmeter in der Stadt. Als Acker ....5 Cent.

Damit ist Kapitalistischer "WERT" Nahe NULL. >>>> Eben - es ist KAPITALISTISCHER WERT !

Gehört ALLES ....ALLEN ..... gibt es im Kommunismus überhaupt "Verrechnungseinheiten" ? Geld ? ------oder Nimmt man ?

Es gibt dann .....nichts zum Umverteilen....

Grund und Boden ? ....gehörte mal irgendeinem Grossmulti mit Weizen.... Ich bin kein Bauer.....Du kannst Landwirtschaft ?

Jaaaa.....DER , der den Trecker fahren MUSSTE .... malt jetzt Sonnenuntergänge - in Öl.

Da ALLES Allen gehört - was hat es für einen WERT ? Eine Rolle Klopapier ....10......1000 1 Mio Rollen . ( Verbrauchsmaterial - nicht Recycling fähig.....aus Tropenholz. - wegen der langen Faser.......oder gibt es wieder guuutes VEB Altpapier ? grau - aus Schmirgelpapier ?)

Wie lange muss ich also für dieses "Handgeschöpfte Büttenpapier" arbeiten ? Womit Zahl ich ? ....darf ich 10 oder 1000 Rollen nehmen ?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Feb 2017, 10:42

Europa2050 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:29)

Vorsicht Selina ! Stichwort Sterbehilfe ;)

Wobei mir das mit dem Grössendilema echt ernst ist, weil ich das als Knackpunkt sehe,


Sterbehilfe? Also noch lebe ich, wenn auch gerade arg lädiert :D Das mit dem "Größendilemma" hängt von der Motivation der Leute ab. Hab schon mehrfach über solche Genossenschaften in Lateinamerika und Spanien gelesen, wo alle Mitglieder eine sehr hohe Motivation haben, da mitzumachen, weil sie wirklich sofort Erfolge ihrer Arbeit sehen und der Gemeinwohl-Aspekt sehr groß geschrieben wird. Motto: Gehts mir gut, gehts auch den anderen gut. Oder auch umgekehrt: Mir kanns nicht gut gehen, wenns den anderen nicht gut geht.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Feb 2017, 10:43

Oder meinste den "Totengräber"?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 10:43

Occham hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:19)

Soziale Bindungen gibt es in allen Systemen, ich bin der Meinung das unsere Logistik die sozialen Bindungen entstellt. Gibt es in China was Bindungen betrifft nicht viele Clans? Zum Thma zu große Familie. Ich kenn mich mit China wenig aus, würde mich aber gerade sehr interessieren.


China hat 3000 Jahre länger "Bürokratie" als Deutschland. Nicht OHNE Grund haben die immer noch 1 Grossen und 4 kleine Sterne auf rotem Grund.

Bei 10 Mitarbeitern ist einer von der Partei ...und einer vom Geheimdienst.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Misterfritz » Mi 15. Feb 2017, 10:43

Europa2050 hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:29)
Wobei mir das mit dem Grössendilema echt ernst ist, weil ich das als Knackpunkt sehe,

Nicht nur das Grössendilemma, sondern auch die Art der Beziehungen untereinander ist entscheidend!
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 10:46

Misterfritz hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:23)

Ja, das funktioniert, weil Du Deine Familie liebst und Deine Familie Dich - also eine emotionale Beziehung besteht. Das hat nun nicht wirklich etwas mit Kommunisimus oder anderen Gesellschaftsformen zu tun.


Genau diese BINDUNG benötigt der Kommunismus. Ohne den Familienmitgliedern den Frühstücksquark weg zu fressen....

Als GEMEISCHAFT - bei ALLEN..
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 10:51

Misterfritz hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:43)

Nicht nur das Grössendilemma, sondern auch die Art der Beziehungen untereinander ist entscheidend!


Null Verantwortung im Kommunismus..... alles kann ...nichts muss. :D :D :D
Kinder sind Allgemeingut.

Wer da mit wem ....entscheidet der Glanz im Auge.

Nabenbei ....aus Erfahrung :D derartige "Gesellschaften" neigen zur gepflegten Orgie.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mi 15. Feb 2017, 11:01

Selina hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:08)

Es gibt aber halt auch in diesem bestehenden System unheimlich viele Möglichkeiten,
das Ganze einfach etwas gerechter weltweit zu gestalten. Da bin ich eigentlich zuversichtlich.

An solchen Stellen frage ich mich immer, wie jeder die REALE Welt empfindet.

Das was DU in Deinem ganzen Beitrag beschreibst oder wünscht, findet doch seit Jahrhunderten BEREITS statt.
Und gerade der Wunsch oder die fiktive Idee des Kommunismus hat in dieser Entwicklung seine Berücksichtigung.
Eben auch DORT mit seinen Grenzen.

Die Menschheitsgeschichte ist doch die permanente Entwicklung von Versuch, Irrtum, Verbesserung,
Rückschritt und weiteren Versuchen.

Wenn man sich die Menschheit und verschiedene Gesellschaften des 15. Jahrhunderts
im Vergleich zum 18. Jahrhundert ansieht, die Menschheit des 19. Jahrhunderts anschaut,
und auf heute schaut...haben gewisse "Systeme" und gerade Herrschaftssystem versagt,
einige sind verschwunden, manche in Resten erhalten...

Die grundsätzliche Tendenz geht aber doch dahin, das totalitäre Systeme wie reine Monarchien,
Tyranneien, Sozialismus und reiner darwinistischer Kapitalismus keine langfristigen Perspektiven
für die Menschen bietet und sie DIESES nicht (mehr) wollen.
Erfahrungen wurden gemacht, die man nicht nochmals machen möchte.

Ein Maß an Individualismus, Freiheit, Freizügigkeit und Selbstverwirklichung
in jedem Falle mit einem ausreichenden Maß an Sicherheit, Sozialsystemen und staatlichem kollektiven Einfluss.

Und diese Kombination scheint ja den Menschen ein grosses Maß an Lebensqualität, Wohlstand und Sicherheit zu bieten.

Die Frage ist doch seit Jahrzehnten, wo sind bestimmte Maße überschritten ?
Wo zuviel und wo zuwenig ?

Und DARUM wird immer wieder ums neue diskutiert, gerungen und in kleinen Schritten auch verändert.

Den "grossen" Systemwechsel (wohin auch ?) braucht da "niemand".
Allenfalls in den Ländern und Gesellschaften, wo die Ausgestaltung noch im GESTERN liegt.

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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Feb 2017, 11:02

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:40)

Ich hasse grundsätzlich nicht.....kann einem den ganzen Tag versauen.


Schön. Da sind wir ja einer Meinung. Wobei ansonsten schon ganz schön viel und oft gehasst wird immerzu, wie man überall sehen kann ;)


Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:40)

Gehört ALLES ....ALLEN ..... gibt es im Kommunismus überhaupt "Verrechnungseinheiten" ? Geld ? ------oder Nimmt man ?


Hab ich eigentlich lang und breit erklärt... mit der Genossenschaftsidee. Siehe oben. Genossenschaftliches Eigentum. Genossenschaftlicher Gewinn. Genossenschaftliche Verteilung. Alle für einen, einer für alle :D Nur halt jetzt nicht in der Mini-DDR-Dimension "PGH Schuhreparatur" oder so, sondern größer, gesellschaftlicher. Ein Beispiel hatte ich oben genannt. Und wie gesagt: Mit diesem Buddelflink-Kommunismus hat das nix zu tun :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Feb 2017, 11:11

Skull hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:01)

Die grundsätzliche Tendenz geht aber doch dahin, das totalitäre Systeme wie reine Monarchien,
Tyranneien, Sozialismus und reiner darwinistischer Kapitalismus keine langfristigen Perspektiven
für die Menschen bietet und sie DIESES nicht (mehr) wollen.
Erfahrungen wurden gemacht, die man nicht nochmals machen möchte.


Solche totalitären Systeme sind mit dem, was ich beschrieb, auch nicht gemeint. Das Ganze soll sich zutiefst demokratisch und frei entwickeln. Noch mal: So etwas gab es noch nicht.

Skull hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:01)

Ein Maß an Individualismus, Freiheit, Freizügigkeit und Selbstverwirklichung
in jedem Falle mit einem ausreichenden Maß an Sicherheit, Sozialsystemen und staatlichem kollektiven Einfluss. Und diese Kombination scheint ja den Menschen ein grosses Maß an Lebensqualität, Wohlstand und Sicherheit zu bieten.


Das ist eben nur in einem Teil der Welt der Fall. Man kann doch aber nicht zufrieden sein, wenn es woanders so schlecht aussieht und all das von dir Genannte überhaupt nicht existiert. Das müsste uns doch eigentlich allen schlaflose Nächte bereiten.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 11:25

Selina hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:02)

Schön. Da sind wir ja einer Meinung. Wobei ansonsten schon ganz schön viel und oft gehasst wird immerzu, wie man überall sehen kann ;)




Hab ich eigentlich lang und breit erklärt... mit der Genossenschaftsidee. Siehe oben. Genossenschaftliches Eigentum. Genossenschaftlicher Gewinn. Genossenschaftliche Verteilung. Alle für einen, einer für alle :D Nur halt jetzt nicht in der Mini-DDR-Dimension "PGH Schuhreparatur" oder so, sondern größer, gesellschaftlicher. Ein Beispiel hatte ich oben genannt. Und wie gesagt: Mit diesem Buddelflink-Kommunismus hat das nix zu tun :D


....die Genossenschaft ist Sozialismus eine Vorstufe des Kommunismus.. Der Sozialismus (von lateinisch socialis ‚kameradschaftlich')

Problem....Die Handlungs- und Bewegungsfreiheit der Individuen bildet in der zentral verwalteten Wirtschaft (sozialismus....PGH) einen latenten Störfaktor...
(Mauereffekt)

Zum WERT....

Sämtliche Wertbegriffe, wie wir sie heute kennen, sind samt und sonders kapitalistische Begriffe.

Luft, Sonnenlicht, Regen, Erdfeuchtigkeit, Humus, kurz, viele der wichtigsten Produktionsfaktoren sind, weil sie nicht monopolisiert werden konnten, heute kapitalistisch wertlos.

Mit dem Aufhören des Eigentumsbegriffes an Produktionsmitteln hört auch jeder Wertbegriff für den einzelnen auf.“




Nebenbei...: Besonders die Antideutschen beharren auf dem von Adorno (Negative Dialektik, Minima Moralia) proklamierten Bilderverbot, also dem bewussten Verzicht auf das Ausmalen der befreiten Zukunft.

Hier auch ??
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Occham » Mi 15. Feb 2017, 11:30

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 10:51)

Null Verantwortung im Kommunismus..... alles kann ...nichts muss. :D :D :D
Kinder sind Allgemeingut.

Wer da mit wem ....entscheidet der Glanz im Auge.

Nabenbei ....aus Erfahrung :D derartige "Gesellschaften" neigen zur gepflegten Orgie.

Wären dann nicht verschiedene Clans, also mehrere dieser 'Familien' die Gewaltenteilung einer Familie, die nicht zu groß werden darf, weil eine zu große Familie eine Illussion bleiben muss und eben um Orgien zu unterbinden?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Mi 15. Feb 2017, 11:33

Selina hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:11)

Das ist eben nur in einem Teil der Welt der Fall. Man kann doch aber nicht zufrieden sein,
wenn es woanders so schlecht aussieht und all das von dir Genannte überhaupt nicht existiert.
Das müsste uns doch eigentlich allen schlaflose Nächte bereiten.

Das habe ich ja auch nicht negiert. Sogar ausdrücklich genannt.

Ich (und andere) stellen an so einer Stelle doch immer die Frage, woran DAS liegt.

Syrien, Afghanistan, Lybien, Simbabwe, Angola, Mali, Äthopien... u.s.w. u.s.f.

DAS ist nicht DER Kapitalismus, es ist nicht DAS System.

Und Du selbst schriebst ebenfalls vor einigen Tagen von der Warnung vor der westlichen demokratischen Arroganz.


Die einfachen Gedanken und Versuche der Verantwortlichkeit ... des vermeintlichen Kapitalismus ist schuld,
und ein Kommunismus wird es schon richten...treffen die Situationen und Verantwortlichkeiten da nicht.

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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Occham » Mi 15. Feb 2017, 12:04

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:44)

Orgie ist guuuuuut! Gesundes Sexualleben - sichtbar.... auslebbar - frei von Besitzstand ....und ob da ein paar lesbisch/Schwul sind - holla - Bereicherung der "Fete".

Die ollen Griechen waren so organisiert .....und die Sommersonnenwendefeier der Briten in Stonehenge ist auch .....eigentlich ne Mordsorgie nach ein paar religiösen // politischen Botschaften.

Wer kein Tabu hat - mit dem kann man offen reden.... (Jeder kennt JEDE/n - wie Sauna ....nur eben mit Gespräch und poppen).

Kinder interessiert das nicht - ..... so dass es eigentlich passt. und bei den Älteren hat die Natur ne Grenze gesetzt ....so dass nur noch zuschauen - bei Interesse IST...

Kann man sich dran gewöhnen... :D :D :D

Gut, Sexualität und Zusammenarbeit sollten sich meiner Meinung nach nicht kreuzen, denn sonst bringen es nur noch Pornodarsteller am weitesten und soll ich dir jetzt verraten wieviel cm der Horizont eines Pornodarstellers ist?... Die Natur hat aber nun den Mensch als sexuelles Lebewesen erschaffen, weshalb dies auf gesunde Weise "privat" ausgelebt werden muss, damit das die Zusammenarbeit nicht kreuzt. Das funktioniert aber eben nur auf einer gesunden Waagschale und ich bin der Meinung das eine Familie mit Bindungen eine bereitstellen kann. Eine zu große Familie ist laut Einwand aber auch nichts, weshalb meine Frage war, ob mehrere Familien (Clans) dieser Gegebenheit entgegenwirken können. Wo wir uns aber alle einig sind, der Mensch bleibt Mensch.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon BlueMonday » Mi 15. Feb 2017, 12:42

"Mit dem Aufhören des Eigentumsbegriffes an Produktionsmitteln hört auch jeder Wertbegriff für den einzelnen auf.“

Der Wertbegriff endet da, wo es keine potentielle Zielkonkurrenz um knappe Mittel mehr gibt. Ansonsten entstehen notwendigerweise auf irgendeine Weise Rangordnungen der Zwecke. Wert ist letztlich nichts anderes als ... Stellenwert, ein Über- und Unterordnen, ein Präferieren und Zurückstellen von alternativen Verwendungszwecken. Natürlich auch in der sozialistischen Produktion. Das ist ja gerade dort ein künstlich zentralisiertes Schlüsselproblem, also letztlich die Allokation der verfügbaren Mittel durch einem gesellschaftsumspannenden Zentralplan statt unzählige Teilpläne autonom zu verfolgen(=Marktwirtschaft). Der Wertbegriff reicht also über den Kapitalismus hinaus.

Eine (offene) Frage ist immer, auf welche Art&Weise diese Rangordnungen gebildet werden und welche Art&Weise letztlich mehr Wohlfahrt erzeugt.
Wobei "Wohlfahrt" nicht einfach objektiv messbar ist.
Spending like there's no tomorrow means someday there'll be no tomorrow.
Unterschiede bewegen die Welt, nicht Gleichheit.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 12:59

BlueMonday hat geschrieben:(15 Feb 2017, 12:42)

"Mit dem Aufhören des Eigentumsbegriffes an Produktionsmitteln hört auch jeder Wertbegriff für den einzelnen auf.“

Der Wertbegriff endet da, wo es keine potentielle Zielkonkurrenz um knappe Mittel mehr gibt. Ansonsten entstehen notwendigerweise auf irgendeine Weise Rangordnungen der Zwecke. Wert ist letztlich nichts anderes als ... Stellenwert, ein Über- und Unterordnen, ein Präferieren und Zurückstellen von alternativen Verwendungszwecken. Natürlich auch in der sozialistischen Produktion. Das ist ja gerade dort ein künstlich zentralisiertes Schlüsselproblem, also letztlich die Allokation der verfügbaren Mittel durch einem gesellschaftsumspannenden Zentralplan statt unzählige Teilpläne autonom zu verfolgen(=Marktwirtschaft). Der Wertbegriff reicht also über den Kapitalismus hinaus.

Eine (offene) Frage ist immer, auf welche Art&Weise diese Rangordnungen gebildet werden und welche Art&Weise letztlich mehr Wohlfahrt erzeugt.
Wobei "Wohlfahrt" nicht einfach objektiv messbar ist.


Deshalb hatten die Griechen einen "Wahlomaten" - .....Zufall.

Die Griechen hatten bereits - aufgrund ihres Wohlstandes (durch die Sklaven) - der in Zukunft durch Automaten geschaffen wird - eine Art Vorkommunismus - und die MEISTEN Probleme (Geistig) bereits gelöst.

Gleiche unter Gleichen.

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