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Rote_Galaxie
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Do 14. Dez 2017, 18:15

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:13)

Wenn man von einem schwarzen Schimmel (ich meine das Pferd) redet, ist man seiner Zeit in der Regel nicht voraus sondern hat ein grundsätzliches Verständnisproblem, was denn ein Schimmel ist.


Dann kann man die Defintion erweitern...

https://de.wikipedia.org/wiki/Parecon

Hier ist ein Artikel der in die gleiche Richtung geht.

Zu Doof dass ich nicht der einzige bin der für dieses System eintritt was? :rolleyes:
Zuletzt geändert von Rote_Galaxie am Do 14. Dez 2017, 18:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Tom Bombadil
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Dez 2017, 18:16

Rote_Galaxie hat geschrieben:(13 Dec 2017, 23:13)

Ich würde die Produktionsmittel die privatisiert sind vergesellschaften.

Horst-Kevin kauft sich von seinem Anteil dann einen Porsche, fährt den im Suff gegen den Baum und ist wieder arm, der, der ihm den Porsche verkauft hat, ist reich. Wie geht es dann weiter?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Do 14. Dez 2017, 18:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:16)

Horst-Kevin kauft sich von seinem Anteil dann einen Porsche, fährt den im Suff gegen den Baum und ist wieder arm, der, der ihm den Porsche verkauft hat, ist reich. Wie geht es dann weiter?


Im Kommunismus gibt es kein Geld mehr.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Dez 2017, 18:21

Rote_Galaxie hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:20)

Im Kommunismus gibt es kein Geld mehr.

Wie kommen die Waren zum Bürger? Wie werden ausländische, nicht-kommunistische Lieferanten bezahlt?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Do 14. Dez 2017, 18:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:21)

Wie kommen die Waren zum Bürger? Wie werden ausländische, nicht-kommunistische Lieferanten bezahlt?


Ich denke Lager? :D Wieso sollte man andere bezahlen wenn man selbst alles hat?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 14. Dez 2017, 18:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:21)

Wie kommen die Waren zum Bürger? Wie werden ausländische, nicht-kommunistische Lieferanten bezahlt?


Im Kommunismus gibt es weder Nicht-Kommunismus noch Ausland :D
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Dez 2017, 18:25

Aha, im Kommunismus gibt es alles und alles wird frei Haus geliefert, niemand muss arbeiten und niemand muss für irgendetwas bezahlen. Toll.
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Paradiesmus?

Beitragvon Europa2050 » Do 14. Dez 2017, 18:45

Rote_Galaxie hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:23)
Wieso sollte man andere bezahlen wenn man selbst alles hat?


Kommunismus ist genauso wie Kapitalismus ein Modell, wie man die Probleme löst, die mit der Knappheit der Resourcen bei gleichzeitiger Unbeschränktheit der Bedürfnisse entstehen.

Was Du entwirfst - so verstehe ich es zumindest - ist weder Kommunismus noch Kapitalismus, sondern eher etwas, das wir aus der Bibel kennen - das Paradies.

Da ich persönlich nicht an die Überlieferungen aus dem AT glaube, glaube ich auch nicht an dein Modell.

Und außerdem war mit Paradies auch Schluss als Eva ein Bedürfnis entwickelte, das von den frei verfügbaren Ressourcen abwich.

Ich glaube ja auch, dass wir in den nächsten 50 Jahren einige neue Güter als „frei“ erleben werden, z.B. Internet und Energie, vermutlich auch Nahrung. Aber so umfassend wie Du es siehst, ist es wohl doch eher Wunschtraum.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Skull » Do 14. Dez 2017, 19:05

Guten Abend,
ein paar beleidigende Beiträge (und deren Antworten darauf) ... entsorgt.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon rain353 » Do 14. Dez 2017, 20:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Dec 2017, 17:10)

Warum ist die Energiewende denn ein zerstören des Wettbewerbs? Tatsächlich ist die Energiewende notwendig und hat mehr Jobs geschaffen als jeder für möglich gehalten hat. Und immer mehr Staaten ziehen nach. Auch der Wettbewerb wurde gestärkt. Das kann man ja am Machtverlust der Energieriesen erkennen.
Was wäre denn deine Alternative? Schmutzige Braunkohle? Atomkraft?


Planwirtschaft hat noch nie Probleme gelöst... Selbst, wenn es teils die Probleme gelöst hat, sind dafür umso mehrere entstanden (Siemens bestes Beispiel)

Du würdest ja auch am liebsten Siemens verstaatlichen...
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon Rote_Galaxie » Do 14. Dez 2017, 21:29

Europa2050 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:45)

Kommunismus ist genauso wie Kapitalismus ein Modell, wie man die Probleme löst, die mit der Knappheit der Resourcen bei gleichzeitiger Unbeschränktheit der Bedürfnisse entstehen.

Was Du entwirfst - so verstehe ich es zumindest - ist weder Kommunismus noch Kapitalismus, sondern eher etwas, das wir aus der Bibel kennen - das Paradies.

Da ich persönlich nicht an die Überlieferungen aus dem AT glaube, glaube ich auch nicht an dein Modell.

Und außerdem war mit Paradies auch Schluss als Eva ein Bedürfnis entwickelte, das von den frei verfügbaren Ressourcen abwich.

Ich glaube ja auch, dass wir in den nächsten 50 Jahren einige neue Güter als „frei“ erleben werden, z.B. Internet und Energie, vermutlich auch Nahrung. Aber so umfassend wie Du es siehst, ist es wohl doch eher Wunschtraum.


Vielleicht ist der Kommunismus die wissenschaftliche Suche nach dem Paradies.
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon BlueMonday » Do 14. Dez 2017, 21:53

Europa2050 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:45)

Kommunismus ist genauso wie Kapitalismus ein Modell, wie man die Probleme löst, die mit der Knappheit der Resourcen bei gleichzeitiger Unbeschränktheit der Bedürfnisse entstehen.

.


Wie schon oft hier im Forum dargestellt:
Kommunismus ist das Ende des ökonomischen Grundproblems, das Ende aller Knappheiten, das Ende der Ökonomie als bewusster Umgang mit Knappheit. Es ist praktisch Antiökonomie.
Das Problem ist nun, dass unser werter Möchtgernkommunist hier keinerlei vorzeigbare Ideen in petto hat, wie man nun vom Zustand ökonomischer Knappheit zu dem utopischen Zustand jeglicher Freiheit von Knappheit gelangen kann. Den marktförmigen Weg lehnt er rigoros und wiederholt ab. Und der sozialistische/planwirtschaftliche Weg wurde von der Geschichte verworfen und abgewählt.

Was bleibt, ist achselzuckende Ratlosigkeit und jahrelanges Imkreisdrehen, eingewickelt in wattiger Naivität, die man nur einem sehr jungen, ahnungslosen Menschen nachsehen könnte.
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon Misterfritz » Do 14. Dez 2017, 22:04

BlueMonday hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:53)

Wie schon oft hier im Forum dargestellt:
Kommunismus ist das Ende des ökonomischen Grundproblems, das Ende aller Knappheiten, das Ende der Ökonomie als bewusster Umgang mit Knappheit. Es ist praktisch Antiökonomie.
Das Problem ist nun, dass unser werter Möchtgernkommunist hier keinerlei vorzeigbare Ideen in petto hat, wie man nun vom Zustand ökonomischer Knappheit zu dem utopischen Zustand jeglicher Freiheit von Knappheit gelangen kann. Den marktförmigen Weg lehnt er rigoros und wiederholt ab. Und der sozialistische/planwirtschaftliche Weg wurde von der Geschichte verworfen und abgewählt.

Was bleibt, ist achselzuckende Ratlosigkeit und jahrelanges Imkreisdrehen, eingewickelt in wattiger Naivität, die man nur einem sehr jungen, ahnungslosen Menschen nachsehen könnte.

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Re: Paradiesmus?

Beitragvon Europa2050 » Do 14. Dez 2017, 22:16

BlueMonday hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:53)

Wie schon oft hier im Forum dargestellt:
Kommunismus ist das Ende des ökonomischen Grundproblems, das Ende aller Knappheiten, das Ende der Ökonomie als bewusster Umgang mit Knappheit. Es ist praktisch Antiökonomie.
...


Soweit mir bekannt, hat das aber ein gewisser Marx anders gesehen. :?:
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon Alster » Do 14. Dez 2017, 23:20

Rote_Galaxie hat geschrieben:Vielleicht ist der Kommunismus die wissenschaftliche Suche nach dem Paradies.

Die Suche nach dem Paradies, die wissenschaftlichen Anspruch vorschiebt, dem sie aber nicht gerecht wird.
Marx Analyse des Kapitalismus hat in der Tat wissenschaftliche Qualität aber in Sachen Kommunistische Wirtschaft wird dem Gläubigen platt eine "Auflösung aller Widersprüche" verheißen (engels: "von der utopie zur Wissenschaft")
dies ist keine Rechtsberatung sondern nur meine persönliche Meinung
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon Boraiel » Do 14. Dez 2017, 23:32

BlueMonday hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:53)

Wie schon oft hier im Forum dargestellt:
Kommunismus ist das Ende des ökonomischen Grundproblems, das Ende aller Knappheiten, das Ende der Ökonomie als bewusster Umgang mit Knappheit. Es ist praktisch Antiökonomie.
Das Problem ist nun, dass unser werter Möchtgernkommunist hier keinerlei vorzeigbare Ideen in petto hat, wie man nun vom Zustand ökonomischer Knappheit zu dem utopischen Zustand jeglicher Freiheit von Knappheit gelangen kann. Den marktförmigen Weg lehnt er rigoros und wiederholt ab. Und der sozialistische/planwirtschaftliche Weg wurde von der Geschichte verworfen und abgewählt.

Was bleibt, ist achselzuckende Ratlosigkeit und jahrelanges Imkreisdrehen, eingewickelt in wattiger Naivität, die man nur einem sehr jungen, ahnungslosen Menschen nachsehen könnte.

Ein erfrischend klarer Beitrag, wobei "Plan und Wirtschaft" durchaus gut zusammenpasst. ;)
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Paradiesmus?

Beitragvon BlueMonday » Do 14. Dez 2017, 23:49

Europa2050 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 22:16)

Soweit mir bekannt, hat das aber ein gewisser Marx anders gesehen. :?:


Inwiefern denn?

Bei Marx ging es um die "Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums", die er glaubte durch den sozialistischen Weg zum vollen Sprudeln zu bringen, um irgendwann das Ende des Ökonomisierens als eigentlichen Endziel zu erreichen, damit jeder "nach seinen Bedürfnissen" leben kann. Und das Endziel bekam den Namen Kommunismus. Ich meine, natürlich kann man so einen Zustand formulieren, vorstellen und als Ziel ausrufen und irgendwie benennen. Aber damit ist noch nichts Wesentliches getan und gesagt.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon rain353 » Fr 15. Dez 2017, 09:24

Alle "neoliberalen" Wirkungen und Kartelle sind nur auf die Planwirtschaft bzw. staatliche Eingriffe und Subventionen zurückzuführen...
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon jorikke » Fr 15. Dez 2017, 11:16

Rote_Galaxie hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:15)

Dann kann man die Defintion erweitern...

https://de.wikipedia.org/wiki/Parecon

Hier ist ein Artikel der in die gleiche Richtung geht.

Zu Doof dass ich nicht der einzige bin der für dieses System eintritt was? :rolleyes:


Beweist lediglich das Doofheit kein Alleinstellungsmerkmal ist.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 15. Dez 2017, 14:54

rain353 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 20:06)

Planwirtschaft hat noch nie Probleme gelöst... Selbst, wenn es teils die Probleme gelöst hat, sind dafür umso mehrere entstanden (Siemens bestes Beispiel)

Du würdest ja auch am liebsten Siemens verstaatlichen...


Lachhaft. Du verwechselst mich mit "Rote Galaxie". Nur weil ich kein Marktradikaler bin heißt dies dies noch lange nicht dass ich ein Kommunist bin.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

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