Rote_Galaxie Sammelthread

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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Jun 2018, 18:31

Occham hat geschrieben:(07 Jun 2018, 19:24)

Mach dir Mal keine Sorgen, effektive Systeme werden nur durch noch effektivere ersetzt. Weniger würde die Mehrheit nicht zulassen, also freu dich :D

So sei es.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Realist2014 » Do 7. Jun 2018, 18:32

Occham hat geschrieben:(07 Jun 2018, 19:24)

Mach dir Mal keine Sorgen, effektive Systeme werden nur durch noch effektivere ersetzt. Weniger würde die Mehrheit nicht zulassen, also freu dich :D


Geld als Tauschmittel wird ganz sicher nicht ersetzt

Es ändern sich lediglich die "Erscheinunsgform" und die Prozesse

das betrifft aber die Effizienz, nicht die Effektivität....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon unity in diversity » Do 7. Jun 2018, 18:34

Realist2014 hat geschrieben:(07 Jun 2018, 19:32)

Geld als Tauschmittel wird ganz sicher nicht ersetzt

Es ändern sich lediglich die "Erscheinunsgform" und die Prozesse

das betrifft aber die Effizienz, nicht die Effektivität....

Wss unterscheidet Effizienz von Effektivität?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Realist2014 » Do 7. Jun 2018, 20:12

unity in diversity hat geschrieben:(07 Jun 2018, 19:34)

Wss unterscheidet Effizienz von Effektivität?


- Einsatz der Mittel vs. Zielerreichungsgrad
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Michi » Fr 8. Jun 2018, 20:11

Rote_Galaxie hat geschrieben:(01 Jun 2018, 22:38)

Aber diese Geschichte beweist dass der Sozialismus funktioniert hätte wenn die SED nicht wie Stalin gedacht hätte.

Ja, wenn man die Reformen konsequent weiter verfolgt und den Sozialismus in eine soziale Marktwirtschaft wie in der BRD transformiert hätte, dann hätte das funktioniert. Merksteselberne?
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Rote_Galaxie » Fr 8. Jun 2018, 21:14

Michi hat geschrieben:(08 Jun 2018, 21:11)

Ja, wenn man die Reformen konsequent weiter verfolgt und den Sozialismus in eine soziale Marktwirtschaft wie in der BRD transformiert hätte, dann hätte das funktioniert. Merksteselberne?


Nein wenn die Dezentralisierung umgesetzt worden wäre hätte es funktioniert.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Kommunismus

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 12:08

franktoast hat geschrieben:(06 Jun 2018, 16:10)

Man stelle sich das sozialistische oder kommunistische Utopia vor, in dem es keine Preise gibt. Demzufolge hat man auch keine Chance herauszufinden, was aufwändiger herzustellen ist und somit "teurer". Man tappt völlig im Dunkeln. Ich vermute, dass man sich das gar nicht vorstellen kann.
PS: Und nein, im sozialistischem Paradies gibt es keinen kapitalistischen Nachbarn, an dessen Marktpreisen man sich orietieren kann, wie es im Realsozialismus war.


du versuchst hier die Idee einer klassenlosen Gesellschaft, nennen wir es "Kommunismus" als "Utopie" zu verunglimpfen, indem du ihn mit den Ansprüchen, Mitteln und Zielen kapitalistischer Produktion zu vergleichen versuchst. Zu alledem wirfst du dabei Begriffe wie Kommunismus und Sozialismus zusammen in einen Topf. Es steckt also viel Unwissen, Unverständnis und Polemik in deinem Versuch.

Ich will dir zu deinen "Informationen in Preisen" und zu deiner Kommunismus-Häme folgendes sagen:
Der Preis ist, wie du richtig erkennst, nur ein Maß für den Aufwand, der in einem Produkt steckt. Im Kommunismus könnte es einfach durch das Maß an Arbeitszeit ersetzt werden, so wie die Menschen schon vor 10.000 Jahren die Effektivität ihrer Arbeiten verglichen haben, um herauszufinden, auf welche Weise sie ihr Leben erleichtern können, also wie sie weniger arbeiten oder mit gleicher Arbeit mehr Nutzen erreichen können. Es soll im Kommunismus auch nicht wie im Kapitalismus darum gehen, dass gleiche Arbeitszeiten unterschiedlich bemessen werden, weil z.b. jemand klüger, begabter oder stärker ist. Denn dies würde wieder nur zu einer "Verwertung" dieser Unterschiede führen z.b., dass jemand weniger als andere arbeiten müsste oder sich mehr als andere aneignen könnte. Man muss sich also von diesen kapitalistischen Vorstellungen der Verwertung von Arbeitszeit lösen, wenn man das Konzept verstehen will. Wenn man also wissen möchte, welche Produktion "teurer" ist, vergleicht man im Kommunismus die darin enthaltene Arbeitszeit. Was für das Konzept der "gleichwertigen" Arbeit für verschiedene Arbeiten spricht ist folgende Überlegung: Der Wert von Arbeitszeit wird durch den viel höheren Wert, der in dieser Zeit verlorenen Lebenszeit überlagert. Lebenszeit kann man nicht mit Geld aufwiegen, denn Lebenszeit ist begrenzt. Auch nach der neoklassischen Grenznutzentheorie müsste Arbeitszeit als unwiderruflich verausgabte Lebenszeit mit jeder verstreichenden Sekunde immer wertvoller werden und kann auch nicht durch die in dieser Zeit erschaffenen Werte bemessen bzw. aufgewogen werden ;) Die Arbeitszeit kann bei dieser Sichtweise "wertmäßig" also nur eine untergeordnete Rolle spielen und verlorene Lebenszeit kann auch nicht unterschiedlich bemessen werden, nur weil jemand "privilegierter" für bestimmte Produktionshandlungen ist. Es sollte soweit einleuchten, dass es in einer kommunistischen Ökonomie darum geht, Wohlstand zu vermehren, das Leben zu erleichtern und das kostbarste Gut des Menschen - die Lebenszeit - schonend und nach den Bedürfnissen der Menschen einzusetzen.

Kommen wir zur Produktion:
Innerhalb von kapitalistischen Unternehmen findet ein reger Wissenstransfer statt, der als Ursprung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts angesehen werden kann. Dieser muss sogar stattfinden, wenn das Unternehmen konkurrenzfähige Produkte herstellen will. Für diesen Prozess braucht es jedoch keinen Preis, denn nicht im konkurrierenden Wettkampf auf Märkten liegt das menschliche Schöpfertum, das ständig neue Dinge erfindet und neue Werte erschafft, sondern es liegt im Wissenstransfer und in den kooperativen Handlungen innerhalb der einzelnen Unternehmen. Die Konkurrenz auf dem Markt ist lediglich ein äußerer Zwang, der ständige Verbesserungen im Produktionsprozess einfordert und der dem Kapitalismus seine ungeheure Dynamik verleiht. Und diese hat leider nicht nur positive, sondern auch negative Folgen für Gesellschaft und Umwelt.
Im Kommunismus gibt es stark abweichende Zielsetzungen, um nützliche Dinge zu produzieren. Hier steht nicht der Eigennutz im Vordergrund, der als Nebeneffekt oder aufgezwungenes Mittel des Konkurrenzkampfes zu wissenschaftlich-technischen Fortschritt führt, sondern es sind die gesellschaftlichen Bedürfnisse in Abwägung mit individuellen Bedürfnissen, die diesen Prozess steuern. Die äußeren Zwänge im Kapitalismus als "Motor des Fortschritts" sind im Kommunismus die gesellschaftliche Zielsetzungen, zu denen maßgeblich - aber nicht vordergründig - die individuelle Bedürfnisbefriedigung zählt. Was jedoch vollkommen gleich zum Kapitalismus ist und dies ist der entscheidende Faktor für den sich ständig weiterentwickelnden Wohlstand: innerhalb der Unternehmen werden durch Kooperation und Wissenstransfer neue Wege gesucht, um das Leben der Menschen auf dieser Welt zu vereinfachen und die Menschen mit nützlichen Dingen zu versorgen. Denn das sind typisch menschliche Motivationen und ökonomische Handlungen seit Beginn der Urgesellschaft und keine Erfindungen des Kapitalismus. In der bürgerlichen Ökonomie werden die Menschen von den gesellschaftlichen Beziehungen in der ökonomischen Sphäre "entfremdet" und auf eigennützige Verwertungshandlungen reduziert, die sich irgendwie durch eine "unsichtbare Hand" zum Gemeinwohl formen sollen. Der Kommunismus hingegen stellt die vorhandenen gesellschaftlichen Beziehungen in der Ökonomie in den Vordergrund des Handelns.

Dass die Dynamik der Güterproduktion (zumindest in der Theorie) nicht so groß wie im Kapitalismus ist, wird dadurch aufgewogen, dass die Unternehmen nicht in Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ein uneingeschränkter gesellschaftlicher Wissenstransfer stattfinden kann. Hierdurch entstehen ganz neue ökonomische Dynamiken und Effekte. Weiterhin wird nach ermittelten tatsächlichen Bedarf und deshalb Umwelt- und Ressourcen-schonender produziert. Die Menschen haben mehr Zeit für wichtigere Dinge im Leben als den größten Teil des Tages materielle Güter zu produzieren. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich, dass die Bedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können, unabhängig von ihrem Geldvermögen. usw.

Ich denke, das sollte einige Fragen beantworten, auch wenn die Antworten dir bei dem Verständnis einer auf kapitalverwertenden Ökonomie nicht weiterhelfen werden ;)
Zuletzt geändert von Sanity am Mi 13. Jun 2018, 13:14, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Mi 13. Jun 2018, 12:36

Sanity hat geschrieben:(13 Jun 2018, 13:08)
du versuchst hier die Idee einer klassenlosen Gesellschaft, nennen wir es "Kommunismus" als "Utopie" zu verunglimpfen, indem du ihn mit den Ansprüchen, Mitteln und Zielen kapitalistischer Produktion zu vergleichen versuchst. Zu alledem wirfst du dabei Begriffe wie Kommunismus und Sozialismus zusammen in einen Topf. Es steckt also viel Unwissen, Unverständnis und Polemik in deinem Versuch.

Mir ist der Unterschied schon bewusst. Marktpreise gibt es in keinem der beiden Systeme. Ich bin auch jederzeit offen für Vorschläge und Kritik.

Ich will dir zu deinen "Informationen in Preisen" und zu deiner Kommunismus-Häme folgendes sagen:
Der Preis ist, wie du richtig erkennst, nur ein Maß für den Aufwand, der in einem Produkt steckt. Im Kommunismus könnte es einfach durch das Maß an Arbeitszeit ersetzt werden, so wie die Menschen schon vor 10.000 Jahren die Effektivität ihrer Arbeiten verglichen haben, um herauszufinden, auf welche Weise sie ihr Leben erleichtern können, also wie sie weniger arbeiten oder mit gleicher Arbeit mehr Nutzen erreichen können. Es soll im Kommunismus auch nicht wie im Kapitalismus darum gehen, dass gleiche Arbeitszeiten unterschiedlich bemessen werden, weil z.b. jemand klüger, begabter oder stärker ist. Denn dies würde wieder nur zu einer "Verwertung" dieser Unterschiede führen z.b., dass jemand weniger als andere arbeiten müsste oder sich mehr als andere aneignen könnte. Man muss sich also von diesen kapitalistischen Vorstellungen der Verwertung von Arbeitszeit lösen, wenn man das Konzept verstehen will. Wenn man also wissen möchte, welche Produktion "teurer" ist, vergleicht man im Kommunismus die darin enthaltene Arbeitszeit. Was für das Konzept der gleichwertigen Arbeitszeit spricht: Der Wert von Arbeitszeit wird durch den viel höheren Wert, der in dieser Zeit verlorenen Lebenszeit überlagert, die man kaum mit Geld aufwiegen kann, den Lebenszeit ist begrenzt. Die Arbeitszeit kann bei dieser Sichtweise wertmäßig also nur eine untergeordnete Rolle spielen und verlorene Lebenszeit kann auch nicht unterschiedlich bemessen werden, nur weil jemand "privilegierter" für bestimmte Produktionshandlungen ist. Es sollte soweit einleuchten, dass es in einer kommunistischen Ökonomie darum geht, Wohlstand zu vermehren, das Leben zu erleichtern und das kostbarste Gut des Menschen - die Lebenszeit - schonend und nach den Bedürfnissen der Menschen einzusetzen.

Aber genau das führt zu Problemen und macht eine Aufrechnung zur Farce. Stell dir vor, 3 Azubis stellen etwas her. Und dann stellt man fest: 3 Ingenieure mit Topausbildung und 20 Jahren Berufserfahrungen schaffen das Gleiche in 10% weniger Zeit. Aha, also muss man das vorziehen? Und wie rechnet man die Qualität auf? Nehmen wir an, die 3 Ingenieure brauchen 10% mehr Zeit, aber das Produkt hält doppelt so lange. Und nu? Klar, man lässt es die Azubis machen, denn die benötigen weniger Zeit.
So ein Vorgehen führt schnell dazu, dass man mit der Zeit deutlich(!) weniger herstellt, bei gleichem Einsatz der Ressoucre Arbeitszeit.

Und wie sieht es aus, wenn ich einen Goldklumpen im Bach finde. Aufwand Null, also Preis Null? Wie sieht es mit meinem Gebrauchtwagen aus?

Ich mein das ja nicht böse, aber dein Vorgehen erscheint reichlich naiv.

Kommen wir zur Produktion:
Innerhalb von kapitalistischen Unternehmen findet ein reger Wissenstransfer statt, der als Ursprung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts angesehen werden kann. Dieser muss sogar stattfinden, wenn das Unternehmen konkurrenzfähige Produkte herstellen will. Für diesen Prozess braucht es jedoch keinen Preis, denn nicht im konkurrierenden Wettkampf auf Märkten liegt das menschliche Schöpfertum, das ständig neue Dinge erfindet und neue Werte erschafft, sondern es liegt im Wissenstransfer und in den kooperativen Handlungen innerhalb der einzelnen Unternehmen. Die Konkurrenz auf dem Markt ist lediglich ein äußerer Zwang, der ständige Verbesserungen im Produktionsprozess einfordert und der dem Kapitalismus seine ungeheure Dynamik verleiht. Und diese hat leider nicht nur positive, sondern auch negative Folgen für Gesellschaft und Umwelt.

Im Kommunismus gibt es stark abweichende Zielsetzungen, um nützliche Dinge zu produzieren. Hier steht nicht der Eigennutz im Vordergrund, der als Nebeneffekt oder aufgezwungenes Mittel des Konkurrenzkampfes zu wissenschaftlich-technischen Fortschritt führt, sondern es sind die gesellschaftlichen Bedürfnisse in Abwägung mit individuellen Bedürfnissen, die diesen Prozess steuern. Die äußeren Zwänge im Kapitalismus als "Motor des Fortschritts" sind im Kommunismus die gesellschaftliche Zielsetzungen, zu denen maßgeblich - aber nicht vordergründig - die individuelle Bedürfnisbefriedigung zählt. Was jedoch vollkommen gleich zum Kapitalismus ist und dies ist der entscheidende Faktor für den sich ständig weiterentwickelnden Wohlstand: innerhalb der Unternehmen werden durch Kooperation und Wissenstransfer neue Wege gesucht, um das Leben der Menschen auf dieser Welt zu vereinfachen und die Menschen mit nützlichen Dingen zu versorgen. Denn das sind typisch menschliche Handlungen seit Beginn der Urgesellschaft und keine Erfindungen des Kapitalismus. Dass die Dynamik der Güterproduktion (zumindest in der Theorie) nicht so groß wie im Kapitalismus ist, wird dadurch aufgewogen, dass die Unternehmen nicht in Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ein unbeschränkter gesellschaftlicher Wissenstransfer stattfinden kann. Hierdurch entstehen ganz neue ökonomische Dynamiken und Effekte. Weiterhin wird nach ermittelten tatsächlichen Bedarf und deshalb Umwelt- und Ressourcen-schonender produziert. Die Menschen haben mehr Zeit für wichtigere Dinge im Leben als den größten Teil des Tages materielle Güter zu produzieren. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich, dass die Bedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können, unabhängig von ihrem Geldvermögen. usw.

Ich denke, das sollte einige Fragen beantworten, auch wenn die Antworten dir bei dem Verständnis einer auf kapitalverwertenden Ökonomie nicht weiterhelfen wird ;)

Genaugenommen läuft das wieder auf das Thema Anreize hinaus. Darum geht es mir in dem Thread nicht. Ich nehme an, jeder Mensch ist altruistisch und kämpft mit voller Power für das Allgemeinwohl. Allerdings natürlich nur, so viel er kann und mit dem Wissen, was ihm zur Verfügung steht.

Es geht mir hier um die Produktion.
1. Was soll produziert werden?
2. Wie wird es produziert?

Wie das Produzierte verteilt wird, ist auch wieder ein anderes Thema.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon BlueMonday » Mi 13. Jun 2018, 19:06

Es gibt keine "Kommunistische Ökonomie". Der Kommunismus ist das Ende jeder Ökonomie. Ökonomie is bewusster Umgang mit Knappheit und Unsicherheit. Kommunismus ist es letztlich, wenn jeder noch so abseitige Zweck ausreichende Mittel zur Verfügung hätte, so dass kein Zweck auf Kosten eines anderen Zweckes (gegenwärtig wie zukünftig) verwirklicht wird. Also die totale Kostenlosigkeit bzw. die Lösung des ökonomischen Grundproblems: Beseitigung der Knappheit einerseits und Beseitigung der Unsicherheit andererseits. Sicherlich utopisch. Aber alles andere ist kein Kommunismus, sondern allenfalls Sozialismus. Und für den gibt es ja nun genug geschichtliches Anschauungsmaterial, aus dem zu lernen wäre. Und gerade hier wäre Kritik im Sinne einer Analyse des wiederholten Scheiterns nötig. Offenbar ist der Sozialismus nicht der rechte Weg in den "Kommunismus".
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Teeernte » Mi 13. Jun 2018, 19:25

Rote_Galaxie hat geschrieben:(08 Jun 2018, 22:14)

Nein wenn die Dezentralisierung umgesetzt worden wäre hätte es funktioniert.


Mao...der lange Marsch. und da hat das auch nicht funktioniert.
Zuletzt geändert von Teeernte am Mi 13. Jun 2018, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Teeernte » Mi 13. Jun 2018, 19:41

BlueMonday hat geschrieben:(13 Jun 2018, 20:06)

Es gibt keine "Kommunistische Ökonomie". Der Kommunismus ist das Ende jeder Ökonomie. Ökonomie is bewusster Umgang mit Knappheit und Unsicherheit. Kommunismus ist es letztlich, wenn jeder noch so abseitige Zweck ausreichende Mittel zur Verfügung hätte, so dass kein Zweck auf Kosten eines anderen Zweckes (gegenwärtig wie zukünftig) verwirklicht wird. Also die totale Kostenlosigkeit bzw. die Lösung des ökonomischen Grundproblems: Beseitigung der Knappheit einerseits und Beseitigung der Unsicherheit andererseits. Sicherlich utopisch. Aber alles andere ist kein Kommunismus, sondern allenfalls Sozialismus. Und für den gibt es ja nun genug geschichtliches Anschauungsmaterial, aus dem zu lernen wäre. Und gerade hier wäre Kritik im Sinne einer Analyse des wiederholten Scheiterns nötig. Offenbar ist der Sozialismus nicht der rechte Weg in den "Kommunismus".


Mathematisch leicht aufzulösen.

Ein Material - dass es nicht gibt - hat eine Versorgungssicherheit von NULL.

Eine GENERELLE Beseitigung von "Begrenzter" Versorgung und Versorgungssicherheit - ist ....die GUUUTE alte Russische Frage der Kosten eines Stöpsels im Waschbecken gegen Kosten des Warmen Wassers.

WarmWasserkosten = NULL .....dann brauchst Du keinen Stöpsel. Wärmeenergie Kostenfrei - dann kann man den Balkon "mitheizen". Wozu Licht"AUS" Schalter (ausser im Schlafraum) ?

Warum soll man NICHT... "mit dem Schinken nach der Wurst werfen" ? ? Genug da... ...und nach guter Russischer Sitte....unbedingt Goldzähne machen lassen...!!
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 19:47

BlueMonday hat geschrieben:(13 Jun 2018, 20:06)

Es gibt keine "Kommunistische Ökonomie". Der Kommunismus ist das Ende jeder Ökonomie. Ökonomie is bewusster Umgang mit Knappheit und Unsicherheit. Kommunismus ist es letztlich, wenn jeder noch so abseitige Zweck ausreichende Mittel zur Verfügung hätte, so dass kein Zweck auf Kosten eines anderen Zweckes (gegenwärtig wie zukünftig) verwirklicht wird. Also die totale Kostenlosigkeit bzw. die Lösung des ökonomischen Grundproblems: ".

Für einen kurzen Augenblick dachte ich "rote Galaxy" hätte dieses Statement verfasst, aber dann war da die deutliche Kritik am Kommunismus als Utopie doch zu deutlich ;)

Dass die Definition des Kommunismus ausgerechnet von einem Kommunismus-Gegner kommt und im selben Atemzug auf der eigenen Definition aufbauend die Kritik am Kommunismus postuliert wird, ist schon ein "dreister" rhetorischer Schachzug :)
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 19:53

BlueMonday hat geschrieben:(13 Jun 2018, 20:06)

Es gibt keine "Kommunistische Ökonomie". Der Kommunismus ist das Ende jeder Ökonomie. Ökonomie is bewusster Umgang mit Knappheit und Unsicherheit".

Die ökonomischen Grundprobleme sind auch im Kommunismus nicht verschwunden. Mit einer solchen Behauptung kann man den Kommunismus natürlich auf die Utopie-Schiene lenken und leichter "bekämpfen"
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 19:58

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2018, 20:41)

Mathematisch leicht aufzulösen.

Ein Material - dass es nicht gibt - hat eine Versorgungssicherheit von NULL.

Eine GENERELLE Beseitigung von "Begrenzter" Versorgung und Versorgungssicherheit - ist ....die GUUUTE alte Russische Frage der Kosten eines Stöpsels im Waschbecken gegen Kosten des Warmen Wassers.

WarmWasserkosten = NULL .....dann brauchst Du keinen Stöpsel. Wärmeenergie Kostenfrei - dann kann man den Balkon "mitheizen". Wozu Licht"AUS" Schalter (ausser im Schlafraum) ?

Warum soll man NICHT... "mit dem Schinken nach der Wurst werfen" ? ? Genug da... ...und nach guter Russischer Sitte....unbedingt Goldzähne machen lassen...!!


Da wir jetzt hier offenbar im Blödel-Thread zu dem Thema weiter diskutieren müssen, kann jetzt natürlich jeder seinen Spaß mit dem Thema haben
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Teeernte » Mi 13. Jun 2018, 20:13

Sanity hat geschrieben:(13 Jun 2018, 20:58)

Da wir jetzt hier offenbar im Blödel-Thread zu dem Thema weiter diskutieren müssen, kann jetzt natürlich jeder seinen Spaß mit dem Thema haben


Wo ist Der Beweis - dass die Formel nicht stimmt ?

Der "menschliche" Faktor verhindert die Lösung jeglicher ökonomischer "Probleme".
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 20:21

Genaugenommen läuft das wieder auf das Thema Anreize hinaus. Darum geht es mir in dem Thread nicht. Ich nehme an, jeder Mensch ist altruistisch und kämpft mit voller Power für das Allgemeinwohl. Allerdings natürlich nur, so viel er kann und mit dem Wissen, was ihm zur Verfügung steht.

Es geht mir hier um die Produktion.
1. Was soll produziert werden?
2. Wie wird es produziert?

Wie das Produzierte verteilt wird, ist auch wieder ein anderes Thema.

wenn du erwartest, dass dir irgendjemand schnelle Antworten zu solchen komplexen Themen " dahinrotzt", die du dann mühelos widerlegen kannst, dann ist meine Vermutung wohl richtig, dass es dir nur um Polemik geht. Ich hatte dir einen möglichen ökonomischen Rahmen im Kommunismus skizziert und die Behauptung aufgestellt, dass es den Preis und die darin enthaltenen Informationen im Kommunismus nicht braucht. Ohne diesen gesteckten Rahmen ist die Suche nach Lösungswege für ökonomische Probleme meiner Ansicht nach nicht möglich. Wenn du nun wissen willst, wie und was konkret produziert wird, kann man im nächsten Schritt mehr ins Detail gehen. Ich werde mich hierzu aber nur im Ursprungs-Beitrag äußern, wenn mein Beitrag wieder dahin verschoben wird, da ich die Methoden der Moderatoren mit der Verschiebung in diesen Beitrag hier äußerst fragwürdig finde. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass kein einzelner Mensch diese Fragen beantworten kann und sollte. Ich kann hier nur meine bescheidenen Überlegungen hierzu wiedergeben. Auch Marx hat den Kommunismus nicht konkret beschrieben. Die Lösungen zu diesen Problemen müssen vielmehr im Kontext eines gesellschaftlichen Entscheidungsprozesses gefunden werden und in einem gesellschaftlichen Konsens münden
Zuletzt geändert von Sanity am Mi 13. Jun 2018, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 20:29

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2018, 21:13)

Wo ist Der Beweis - dass die Formel nicht stimmt ?

Der "menschliche" Faktor verhindert die Lösung jeglicher ökonomischer "Probleme".

Wo ist die Begründung deiner These?
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Teeernte » Mi 13. Jun 2018, 20:36

Sanity hat geschrieben:(13 Jun 2018, 21:29)

Wo ist die Begründung deiner These?


Null Verfügbarkeit = Null Versorgungssicherheit

- nix These. Logik. Was Du nicht hast (nicht darüber verfügst) kannst du nicht verteilen. Keine Arme - keine Kekse ! Da hilft auch keine andere Gesellschaftsordnung !
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Sanity » Mi 13. Jun 2018, 20:59

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2018, 21:36)

Null Verfügbarkeit = Null Versorgungssicherheit

- nix These. Logik. Was Du nicht hast (nicht darüber verfügst) kannst du nicht verteilen. Keine Arme - keine Kekse ! Da hilft auch keine andere Gesellschaftsordnung !

Was man nicht hat, kann man nicht verteilen - Zustimmung, es sei denn jemand gibt dir einen Kredit ;)

Keine Arme - keine Kekse - da hilft auch keine Gesellschaftsordnung ??? Darin lässt sich viel hineininterpretieren. Das ist mir zu "schwammig" formuliert und kann ich deshalb nicht weiter kommentieren.

Wie bringt uns das alles in der Diskussion weiter?
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Re: Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Realist2014 » Mi 13. Jun 2018, 21:04

Sanity hat geschrieben:(13 Jun 2018, 21:59)

W .

Wie bringt uns das alles in der Diskussion weiter?



hier im Strang geht es um die "Rote_GaLaxie"

also Utopia

Genau wie beim Thema Kommunismus

ebenfalls "Utopia"

beides hat mit der Realität der Wirtschaft ( = Unterforum) auf diesem Planeten nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Und daran wird sich auch nichts ändern.

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