Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

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prime-pippo
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon prime-pippo » Mi 15. Mär 2017, 19:38

Dark Angel hat geschrieben:(15 Mar 2017, 12:12)
Der Kollektiv-"Gedanke" hat seinen Usprung in der marxistischen Ideologie und da hat das Kollektiv, haben die Interessen des Kollektivs Vorrang vor den Inetessen des Individuums/dem Individuum.
Im Humananismus hingegen hat das Individuum, haben die Interessen des Individuums Vorrang.
Tja - die Menschheit ist nunmal kein Kollektiv, weil jeder Mensch bestrebt ist, zuerst seine eigenen (individuellen) Interessen und Bedürfnisse (materielle und immaterielle) zu befriedigen. Und das ist das genaue Gegenteil des ideologischen Kollektiv-Gedankens.


Du hast Marx gelesen?
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
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Selina
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Mär 2017, 19:59

Kollektive, Teams, Gruppen ... all das schließt Individualität im Übrigen nicht aus. Das kann gut zusammengehen. Genau das ist es ja, was ich meinte, als ich sagte: Es gibt solche und solche Hierarchien. In der, die ich mir vorstellen könnte, tun sich Individuen mit ganz speziellen Fertigkeiten und Fähigkeiten mal für eine Weile zusammen, um gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten. Dabei bringt jeder das ein, was er am besten kann. Unterm Strich kommt eine gelungene gemeinsame Sache, ein neues Produkt, ein Forschungsergebnis oder eine neue Hypothese heraus. Danach geht jeder wieder seiner Wege... bis zur nächsten gemeinsamen Aufgabe. Die beiden Begriffe "Kollektiv/Gruppe" und "Individuum" als sich gegenseitig ausschließende Erscheinungen darzustellen, erscheint mir zu dogmatisch gedacht. Das hängt auch mit der Beschädigung des "Kollektiv"-Begriffs im Sozialismus zusammen, dass da oftmals so ein Gegensatz konstruiert wird. In diesen Gesellschaften, die mir vorschweben, sind das keine Gegensätze, sondern Gruppe und Individuen bedingen einander.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Occham » Mi 15. Mär 2017, 20:34

Dark Angel hat geschrieben:(15 Mar 2017, 18:50)

Oooohhh Mann bist du einfach gestrickt, wenn du bei dem Begriff Bedürfnis nur an Sex denken kannst.
Mir fällt da ne ganze Menge mehr ein.

Ich wollte damit das sagen was ich ausgedrückt hatte, das eine einseitige Handhabung des Individuums im Gesellschaftswesen, sowohl als auch eine einseitig Handhabung des Gesellschaftswesen gegenüber des Individuums beides so seine Nachteilchen hervorbringt.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 15. Mär 2017, 20:43

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Mar 2017, 10:48)

"Wer sich nicht bewegt, der spürt seine Fesseln nicht..."

Bei Kommunisten mag dieser Kalenderspruch in der Küche an der Wand hängen.
Und zwar gleich neben: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten ...." , Walther Ulbricht.
Auch wenn ich davon ausgehen muss, dass DIR der Zusammenhang beider Sätze, und ich spreche nicht nur vom semantischen Part, nicht klar sein wird ..... :p



Du meinst also, andere Menschen würden ihre Fesseln nicht bemerken, weil sie bereits zu sehr "eingelullt" seien und man ihnen stets mit dem Zeigefinger kommen kann, "... woanders ist es noch viel schlimmer...".
Marx und Engels beispielsweise hätten weder in der DDR noch in der Sowjet Union ihre Ideen wieder erkannt. Nicht überall, wo Marxismus draufsteht, ist auch Marxismus drin, oftmals liegt es lediglich am Etikett und dessen Beschriftung.
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Mär 2017, 20:53

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:43)

Du meinst also, andere Menschen würden ihre Fesseln nicht bemerken, weil sie bereits zu sehr "eingelullt" seien und man ihnen stets mit dem Zeigefinger kommen kann, "... woanders ist es noch viel schlimmer...".


Nein, ich meine, dass Ideologen, wie z.B. Kommunisten, anderen Menschen erst Fesseln andichten. Wer in seinem Leben keine Fesseln fühlt, hat praktisch auch keine.


Marx und Engels beispielsweise hätten weder in der DDR noch in der Sowjet Union ihre Ideen wieder erkannt. Nicht überall, wo Marxismus draufsteht, ist auch Marxismus drin, oftmals liegt es lediglich am Etikett und dessen Beschriftung.


Ja, aber das können die Kommunisten intern definieren, wie sie nur wollen. Fakt ist, dass der real existierende Sozialismus ganz genau DAS war, was aus den Ideen von Marx und Engels gemacht werden kann.
Es wird nie etwas Anderes dabei herauskommen als kommunistische Uniformität im Glauben und Unterdrückung und Vernichtung Andersdenkender
Von Israel zu lernen, heisst, siegen zu lernen ....
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 15. Mär 2017, 21:09

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:53)

Nein, ich meine, dass Ideologen, wie z.B. Kommunisten, anderen Menschen erst Fesseln andichten. Wer in seinem Leben keine Fesseln fühlt, hat praktisch auch keine.




Ja, aber das können die Kommunisten intern definieren, wie sie nur wollen. Fakt ist, dass der real existierende Sozialismus ganz genau DAS war, was aus den Ideen von Marx und Engels gemacht werden kann.
Es wird nie etwas Anderes dabei herauskommen als kommunistische Uniformität im Glauben und Unterdrückung und Vernichtung Andersdenkender



Dabei übersiehst Du aber sehr gnädig, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben. Was würde beispielsweise einer der Schöpfer des Kapitalismus, Adam Smith, zum heutigen Finanz Kapitalismus und dessen rigoroser,
brutaler Ausbeutung ganzer Gesellschaften sagen? Also bitte immer schön mit b e i d e n Augen nach vorne schauen ! Ausserdem geht es in diesem Thread um die Idee des Kommunismus, nicht darum, wie er von Gewissenlosen Machthabern pervertiert wurde.
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 15. Mär 2017, 21:23

Selina hat geschrieben:(15 Mar 2017, 19:59)

Kollektive, Teams, Gruppen ... all das schließt Individualität im Übrigen nicht aus. Das kann gut zusammengehen. Genau das ist es ja, was ich meinte, als ich sagte: Es gibt solche und solche Hierarchien. In der, die ich mir vorstellen könnte, tun sich Individuen mit ganz speziellen Fertigkeiten und Fähigkeiten mal für eine Weile zusammen, um gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten. Dabei bringt jeder das ein, was er am besten kann. Unterm Strich kommt eine gelungene gemeinsame Sache, ein neues Produkt, ein Forschungsergebnis oder eine neue Hypothese heraus. Danach geht jeder wieder seiner Wege... bis zur nächsten gemeinsamen Aufgabe. Die beiden Begriffe "Kollektiv/Gruppe" und "Individuum" als sich gegenseitig ausschließende Erscheinungen darzustellen, erscheint mir zu dogmatisch gedacht. Das hängt auch mit der Beschädigung des "Kollektiv"-Begriffs im Sozialismus zusammen, dass da oftmals so ein Gegensatz konstruiert wird. In diesen Gesellschaften, die mir vorschweben, sind das keine Gegensätze, sondern Gruppe und Individuen bedingen einander.


Dankeschön und Applaus. :) :D
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon twilight » Mi 15. Mär 2017, 21:28

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:23)

Dankeschön und Applaus. :) :D

Bravo, jetzt seid ihr schon zu Zweit :D :D :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Mär 2017, 21:36

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:09)

Dabei übersiehst Du aber sehr gnädig, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben. Was würde beispielsweise einer der Schöpfer des Kapitalismus, Adam Smith, zum heutigen Finanz Kapitalismus und dessen rigoroser,
brutaler Ausbeutung ganzer Gesellschaften sagen? Also bitte immer schön mit b e i d e n Augen nach vorne schauen ! Ausserdem geht es in diesem Thread um die Idee des Kommunismus, nicht darum, wie er von Gewissenlosen Machthabern pervertiert wurde.


Na, Du bist ja lustig ..... :p ....schreibst, völlig zu Recht, dass es in diesem Strang um Kommunismus geht, bringst aber selber Adam Smith und mahnst mich an, schön mit beiden Augen nach vorne zu schauen, möchtest aber die menschenverachtende Praxis der Kommunisten aussen vor lassen ....
Und Kommunisten, welche ihr Leben Marx und Engels gewidmet haben, in Gefänginissen und KZs sassen, sind nun auf einmal "gewissenlose Machthaber ...." :cool:
Das hat was!
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 15. Mär 2017, 21:41

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:36)

Na, Du bist ja lustig ..... :p ....schreibst, völlig zu Recht, dass es in diesem Strang um Kommunismus geht, bringst aber selber Adam Smith und mahnst mich an, schön mit beiden Augen nach vorne zu schauen, möchtest aber die menschenverachtende Praxis der Kommunisten aussen vor lassen ....
Und Kommunisten, welche ihr Leben Marx und Engels gewidmet haben, in Gefänginissen und KZs sassen, sind nun auf einmal "gewissenlose Machthaber ...." :cool:
Das hat was!


Hast du gerade wirklich positiv über Kommunisten gesprochen? :?
Erschreckend. :cool:
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 15. Mär 2017, 21:43

twilight hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:28)

Bravo, jetzt seid ihr schon zu Zweit :D :D :D


Warts ab geht immer schneller. :)
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon twilight » Mi 15. Mär 2017, 21:50

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:43)

Warts ab geht immer schneller. :)

Muss gerade an die Milliardenvölker China und Indien denken :) , die vollen nur das Eine: Konsumieren bis der Arzt kommt :D,
die warten dort schon auf dich ... :thumbup:
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 15. Mär 2017, 21:56

twilight hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:50)

Muss gerade an die Milliardenvölker China und Indien denken :) , die vollen nur das Eine: Konsumieren bis der Arzt kommt :D,
die warten dort schon auf dich ... :thumbup:


Im Zeitalter des Massenkonsums zu leben ist nicht der richtige Terminus.
Ich bevorzuge "Zeitalter des Kühlschranks." :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon twilight » Mi 15. Mär 2017, 22:03

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:56)

Im Zeitalter des Massenkonsums zu leben ist nicht der richtige Terminus.
Ich bevorzuge "Zeitalter des Kühlschranks." :D

Mir ist Wurst wo du leben willst, erzähle das mal den Chinesen oder Inder :D
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Dark Angel » Mi 15. Mär 2017, 22:12

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)

Mal was aktuelles und ja ich habe den ganzen Artikel gelesen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 37366.html

Trotz Probleme liegen die Chinesen immer noch wachstumsmäßig im Plan der KP. Dass das gesamte System schlecht ist wie du behauptest ist somit klar aus der Luft gegriffen.
Typisch schwarz-weiß Denken eben.

Echt jetzt - ich zitiere und verlinke Analysen eines Wirtshaftsinstitus und benutze Wirtschaftsmagazine als Quelle und du kommst mit einem Spiegelartikel, der in die Selbstbeweihräucherung der chinesischen Parteiführung mit einstimmt.
Aber natürlich - so kann man sich eine Krise, das Versagen von Wirtschaftsstrategien auch schön reden.
Wirtschaftswachstum ist nicht alles, da gibt es Bereiche, um die sich die chinesische Führung so gar nicht kümmert - die da wären Nachhaltige Wirtschaftsweise, Umweltschutz etc pp. China hat z.B. den höchsten CO2-Ausstoß weltweit, ist der weltweit größte Produzent von Schwefelwasserstoffen und Stickoxiden, die in die Atmosphäre gelangen. Und dieser Dreck bleibt nicht in China, der wird mit dem Jetstream um die ganze Welt verteilt.
Das Wirtschaftswachstum führt zur Aridisierung und Verkarstung des Landes, weil insbesondere die hohen Wasserentnahmen aus dem Yangtse für Bewässerungen und für die Industrie. Die Fläche der Binnenseen ist bereits um 13% geschrumpft, die Urbanisierung - insbesondere Ostchinas führt zum Verlust von 300.000 km² fruchtbaren Nutzlandes. Und auf Satellitenaufnahmen verschwindet China unter einer Glocke aus giftigen Aerosolen.
Das ist die Kehrseite, deines hochgepriesenen chinesischen Wirtschaftsmodells.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)

Tja, dann kennst du Marx eben nicht. Marx war Humanist und zwar einer der Besten. Schauen wir mal was er im kommunistischen Manifest und anderer Werke so sagt.
snip.

Ich kenne die Schriften von Marx und Engels - vielleicht besser als du.
Und eines weiß ich mit Sicherheit - Marx war alles mögliche, aber eins war er nicht - er war kein Humanist, er war vor allem ein Ideologe! Im Humanismus hat das Individuum Vorrang vor dem Kollektiv, bei Marx war es genau anders herum.
Das "Kommunistische Manifest" hat mit Humanismus so viel zu tun, wie Micky Maus mit dem Christentum - nämlich gar nichts.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Ich zitiere Wikipedia weil es in dem Fall eine gute Quelle ist.

Tja - Wikipedia ist eben keine gute Quelle - auch nicht in diesem Fall.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Lebewesen schaffen lebensfeindliche Bedinungen? :D

Aber sicher doch. Etwa 3,5 bis 4 Mrd Jahre lang beherrschte anaerobes Leben/anerobe Lebewesen (Einzeller) die Erde und diese produzierten Sauerstoff und dieser Sauerstoff ist für anerobes Leben das blanke Gift, eine sauerstoffhaltige Atmosphäre stellt für anerobes Leben lebensfeindliche Bedingungen dar.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Jedes Lebewesen ist danach bestrebt zu überleben und befindet sich in einem natürlichen Gleichgewicht mit seiner Umwelt. Nennt sich ökologisches Gleichgewicht. Nur der Mensch ist hier manchmal eine Ausnahme.

Falsch! Lebenwesen passen sich an ökologische Nischen/an Umweltbedingungen an, um zu überleben bzw sie überleben überhaupt nur unter, für sie, günstigen Bedingungen. Sind sie nicht fähig, sich anzupassen, sterben sie aus. Nennt sich Evolution!
Und dass sich nicht jedes Lebewesen im Gleichgewicht mit seiner Umwelt befindet zeigen die Sauerstoff produzierenden aneroben Lebewesen.
Mehr noch Lebewesen (und zwar alle) erzeugen negative Rückkopplungsschleifen

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Nebenbei sind deine "Argumente" für die Katz. Die Gaia-Hypothese kann simpel bewiesen werden. Wird z. B dass Meer leergefischt hat dies Einfluss auf andere Arten. Oder werden Bienen durch Pestizide vernichtet
sterben die Pflanzen zum Teil aus weil sie nicht mehr befruchtet werden, die Folge sind Schäden für Wälder was wiederum auf Tierarten einen negativen Einfluss hat wozu auch der Mensch gehört.

Ach meine Argumente sind für die Katz? Na dann empfehle ich dir, dich mal ein wenig mit der Entstehung des Lebens auf Erde zu beschäftigen.
Für den Anfang mögen die Internetseiten von Martin Neukamm reichen oder diese und diese sowie diese und diese.
Daher stammen u.a. die Argumente, die deiner Meinung nach, für die Katz sind.
Wissenschaftliche Hypothesen und Theorien (und die Gaiahypothese erhebt ja Anspruch darauf eine wissenschaftliche Hypothese zu sein) werden nicht bewiesen, sie werden widerlegt.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Fakt ist, entweder verstehst du dieses Modell nicht oder du lügst bewusst weil dir so eine Hypothese nicht in den Kram passt.

Fakt ist, dass ich das Modell sehr wohl verstanden habe, dass ich nicht lüge - ganz im Gegenteil ich stehe dieser Hypothese - wie jeder anderen auch, die Anspruch auf Wissenschaftlichekeit erhebt - neutral gegenüber und tue das, was jeder Wissenschaftler tut, ich versuche die Hypothese zu widerlegen und dazu konsultiere ich die entsprechenden Fachpublikationen. Es gibt einige wenige, die sich allerdings seeehr kritisch mit dieser Hypothese auseinander setzen, im allgemeinen wird sie jedoch von Naturwissenschaftlern als unwissenschaftliche ignoriert.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Aha und woher kommen die Grundannahmen? Von Erfahrungen die man gemacht hat. So einfach ist das. Du verwechselst die Reihenfolge.

Ich verwechsle gar nicht und wenn du keine Ahnung von wissenschaftlicher Arbeit und wissenschaftlicher Methodik hast - einfach Finger von der Tastatur lassen. Du erzählst Dummsinn - das Erstellen wissenschaftlicher Theorien hat mit "Erfahrungen" überhaupt nichts zu tun - aber sowas von

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Du kannst die mathematische Strenge nicht für Natur- und Sozialwissenschaften gelten lassen. Strukturwissenschaften sind andere Wissenschaften wie Erfahrungswissenschaften.

Es gibt keine Strukturwissenschaften und schon gar keine "Erfahrungswissenschaften" - es gibt Geisteswissenschaften und es gibt Naturwissenschaften. Letzere arbeiten empirisch und kommen ohne Mathematik gar nicht aus, sogar die meisten Geistewissenschaften bedienen sich der Mathematik.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Dann weißt du offenbar nicht dass wissenschaftliche Methoden manchmal unterschiedlich sein können. Beispiel: Das Atommodell nach Bohr wurde durch ein Experiment entwickelt. In der Mathematik hingegen wird z. B die vollständige Induktion benutzt, es gibt also Unterschiede in der Vorgehensweise. Du wirfst alles in einen Topf und dies ist schlicht naiv oder falsch. Ein weiteres Beispiel ist die Philosophie, hier gibt es tatsächlich obwohl es eine Wissenschaft ist verschiedene Meinungen zur Erklärung der Welt. Der Streit zwischen Materialismus und Idealismus z. B.

Auweia gibst du einen Nonsens von dir, da kraulen sich einem ja die Fußnägel nach oben. Natürlich gibt es verschiedene wissenschaftliche Methoden, habe ich nie bestritten - experimentieren ist eine wissenschaftliche Methode, sie wird z.B. zur Überprüfung wissenschaftlicher Theorien benutzt. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden induktiv UND deduktiv gewonnen.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Jetzt fängst du wieder von vorne an. Ich habe dir schon versucht zu zeigen dass der Begriff "Symbiose" obwohl er aus der Biologie stammt in der Psychologie anders verwendet wird. :|
Hast du das vergessen? Und Menschen können zum gegenseitigen Nutzen zusammenleben so funktioniert die menschliche Zivilisation. Wenn du das nicht akzeptieren willst
kann dir niemand helfen dann bleibst du eben alleine und lebst im Schatten deiner Mitmenschen. Lese mal Kropotkin der hat das analysiert.

Nur weil Menschen in sozialen Gruppen, zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen zusammen leben, leben sie noch lange nicht in Symbiose.
Auch dann nicht wenn irgendwelche Psychoanalytiker den Begriff irgendwann in den Vierzigern - wahrscheinlich in völliger Unkenntnis seiner Definition - für sich entdeckt haben und für zwischenmenschliche Beziehungen verwenden.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)Und nur weil Fürsorge im Tierreich existiert ist dies kein Argument gegen meine Aussage, du hast schon eine seltsame Logik. :rolleyes:

Doch - genau das ist es - ein Argument gegen deine Aussage. Das würde nämlich bedeuten, alle Tiere die Brutpflege betreiben leben in Symbiose mit ihrem Nachwuchs und das ist absoluter Dummsinn!
Und warum sollte ich die Ergüsse irgendeines ideologischen Dummschwätzers lesen?

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)
Dann schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus

Definition und Anwendung des in der Politikwissenschaft etablierten Begriffs sind umstritten. Besonders diskutiert wird, inwieweit er als Oberbegriff für Linksextremismus und
Rechtsextremismus geeignet ist.

Der Begriff wird in der Politologie verwendet.

Ja und? Nur weil der Begriff "Extremismus" in den Politikwissenschaften verwendet wird, macht ihn das noch lange nicht zu einem wissenschaftlichen Begriff.

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:58)]Kinder nach der Geburt sind Individuen, richtig. Habe ich auch nicht bestritten was ich bestreite ist deine Aussage dass sie aufgrund ihrer Individualität nicht auf andere Menschen angewiesen sind.
Und das ist einfach Quatsch.

Lerne lesen! Ich habe nirgnds behauptet, dass Kinder nicht auf andere Menschen angewiesen wären! :mad:
Ich habe gschrieben: "... Babies sind auch ohne Mutter überlebensfähig, sie benötigen lediglich eine Bezugsperson"
Und was ist eine Bezugsperson? Vielleicht kommste da ja von alleine drauf oder mussich dor das auch noch erklären?
Zuletzt geändert von Dark Angel am Mi 15. Mär 2017, 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Rote_Galaxie » Mi 15. Mär 2017, 22:13

twilight hat geschrieben:(15 Mar 2017, 22:03)

Mir ist Wurst wo du leben willst, erzähle das mal den Chinesen oder Inder :D


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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Dark Angel » Mi 15. Mär 2017, 22:16

Selina hat geschrieben:(15 Mar 2017, 19:59)

Kollektive, Teams, Gruppen ... all das schließt Individualität im Übrigen nicht aus. Das kann gut zusammengehen. Genau das ist es ja, was ich meinte, als ich sagte: Es gibt solche und solche Hierarchien. In der, die ich mir vorstellen könnte, tun sich Individuen mit ganz speziellen Fertigkeiten und Fähigkeiten mal für eine Weile zusammen, um gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten. Dabei bringt jeder das ein, was er am besten kann. Unterm Strich kommt eine gelungene gemeinsame Sache, ein neues Produkt, ein Forschungsergebnis oder eine neue Hypothese heraus. Danach geht jeder wieder seiner Wege... bis zur nächsten gemeinsamen Aufgabe. Die beiden Begriffe "Kollektiv/Gruppe" und "Individuum" als sich gegenseitig ausschließende Erscheinungen darzustellen, erscheint mir zu dogmatisch gedacht. Das hängt auch mit der Beschädigung des "Kollektiv"-Begriffs im Sozialismus zusammen, dass da oftmals so ein Gegensatz konstruiert wird. In diesen Gesellschaften, die mir vorschweben, sind das keine Gegensätze, sondern Gruppe und Individuen bedingen einander.

Du sprichst von Teams/Teamarbeit. Das hat aber nix mit Hierarchie i.S.v. Organisations- und Verwaltungsstruktur zu tun.
Solche Teams können auch durch eine Heterarchie strukturiert sein.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon twilight » Mi 15. Mär 2017, 22:19

Rote_Galaxie hat geschrieben:(15 Mar 2017, 22:13)

Jaja die bösen Chinesen und die bösen Inder. Die wollen nur unser Geld.

Die haben selber Geld, dank Kapitalismus und einen stark angestiegenen Mittelstandes in beiden Ländern :)
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Selina » Mi 15. Mär 2017, 22:21

twilight hat geschrieben:(15 Mar 2017, 21:28)

Bravo, jetzt seid ihr schon zu Zweit :D :D :D


Es sind schon ein paar mehr. Da gibts ganze Netzwerke, die sich mit ähnlichen Projekten befassen. "Kommunismus" nennt sich das natürlich nicht, aber es sind Gruppierungen und Netzwerke, die einen kapitalismuskritischen Ansatz haben. Wär ja auch komisch, wenn es auf diesen Rechtsruck in Europa, als extremste Form des Neoliberalismus, keine passenden Antworten gäbe.
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Re: Die Idee des Kommunismus - Planwirtschaft - keine Funktion?

Beitragvon Dark Angel » Mi 15. Mär 2017, 22:23

Occham hat geschrieben:(15 Mar 2017, 20:34)

Ich wollte damit das sagen was ich ausgedrückt hatte, das eine einseitige Handhabung des Individuums im Gesellschaftswesen, sowohl als auch eine einseitig Handhabung des Gesellschaftswesen gegenüber des Individuums beides so seine Nachteilchen hervorbringt.

Dann hast völligen Dummsinn produziert.
Bedürfnis = subjektiv empfundener Zustand eines Mangels. Solch ein Zustand eines Mangels ist nicht ausschließlich materieller Natur, es gibt auch immaterielle Bedürfnissen Ein subjektiv empfundener Zustand eines Mangels (Bedürfnis) kann auch sein, anderen Menschen helfen zu wollen, befriedigt wird dieses Bedürfnis, indem man anderen Menschen hilft.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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