Rote_Galaxie Sammelthread

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Skull
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Fr 23. Feb 2018, 18:01

Liebe Leute,

der Strang und die Diskussion hier, steht doch seit Tausenden Beiträgen für sich.
Der Threadtitel ebenfalls.

Also...nervt Euch bitte nicht an, werdet bitte nicht allzu persönlich.
Wenn es zu sehr nervt...einfach nicht antworten.

Ich möchte nicht permanent Beiträge in die Ablage verschieben.

Danke für die Beachtung.
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Rote_Galaxie
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Rote_Galaxie » Fr 23. Feb 2018, 18:30

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(23 Feb 2018, 18:18)

anwortest du dann auf Beiträge wie diesen

viewtopic.php?p=4139215#p4139215

nur mit einem Einzeiler? Einem schwachsinnigen noch dazu. Reicht dein Intellekt nicht, das Thema ausführlich zu diskutieren?


Auch so ein nutzloser Spruch aus dem arg angestaubten Zettelkasten, den man ja beliebig für alles verwenden könnte. Nationalsozialismus, Katholizismis, Liberalismus, Kapitalismus ...
So wirst du leider keinen mm vorankommen.

"Wer meine Überzeugung dumm nennt, ist dumm." Das ist im Grunde das alte (Auge um Auge) Prinzip, da steckt man noch in den Kinderschuhen, will gar nicht offen diskutieren, sondern schwimmt hermetisch abgeriegelt in der eigenen Gedankensuppe.
Und da kann ich dir eines verraten: das war der Hauptgrund, wieso der Realsozialismus untergegangen ist, weil er genau diese Haltung hatte und nicht fähig war, sich wenigstens einen kritischen Umgang mit sich gefallen zu lassen. Er immunisierte sich sozusagen gegen jede Störung, gegen Kritik, gegen die Auseinandersetzung, gegen jeden Einwand, sah das alles immer als existenzielle Bedrohung statt als unbedingt notwendiges Korrektiv. Das Ende ist bekannt. Auch wenn manche offenbar daraus nichts lernen und alles wiederholen wollen.


Es geht nun darum, immer wieder Wege und Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen, wie mit der immer bestehenden Knappheit am besten umzugehen ist. Das ist anstrengend, riskant, aber unvermeidlich.
Jeder, der das bewusst tut und handelt, reduziert dabei ja Knappheit, indem er Alternativen verwirft und aus seiner Sicht die verfügbaren Mittel am sinnvollsten einsetzt.
Wobei auch Knappheit kein Übel ist, sondern letztlich der Vorstellungskraft des Menschen entspringt: zum Einem aus Dingen der Umwelt Mittel zu machen und sich dann für ein Mittel mehrere Verwendungszwecke vorstellen zu können.


Nein man kann diesen "Spruch" nicht für alles verwenden weil verschiedene Ansichten der Welt unterschiedlich sind. Wer Faschismus und Kommunismus in eine Schublade macht hat nichts verstanden.
DU wirfst mir vor ich würde nicht diskutieren wollen aber Fakt ist dass das Einzige was von dir kommt Polemik oder Thesen sind die du nicht mal begründest sondern als wahr voraussetzt.
Der "Realsozialismus" ist untergegangen weil die Lehre von Marx nicht richtig umgesetzt wurde und weil das Kapital ständig daran gearbeitet hat dieses System zu vernichten.
Knappheit ist ein künstliches Produkt wie ich schon dargelegt habe ist Konsum beschränkt womit sich dieser Gegensatz aufhebt.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 23. Feb 2018, 19:09

Rote_Galaxie hat geschrieben:(23 Feb 2018, 18:56)

Ok, dann schieß mal los was willst du genau wissen?
Frage prinzipiell danach was was ist und ich werde dir so gut es geht antworten.


viewtopic.php?p=4139215#p4139215
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon odiug » Fr 23. Feb 2018, 19:31





gott ... ihr nervt nur noch :dead:
Warum geht ihr nicht ein Bier in einer Kneipe trinken und hört auf mir hier unnötige Arbeit zu machen :mad2:
Also Schluss jetzt ... sofort :eek:
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Disskurs » Fr 23. Feb 2018, 21:08

Rote_Galaxie hat geschrieben:(23 Feb 2018, 17:13)

Ist dir klar dass du dich mit so einer Aussage gegen die ehrliche Liebe stellst?
Vergewaltigung ist das Schlimmste was man einer Frau antun kann.

Du hast den Unterschied zwischen Krankheit und Gesundheit festgestellt.


Mir ist klar, dass ich das nicht tue. Aus meinen Aussagen kann man das auch definitiv nicht schließen.

Ich habe gesagt:

1) "Natürlich" ist für mich alles, was in der Natur vorkommt.
2) Vergewaltigung ist natürlich.

Wie kannst du daraus folgern, dass ich Vergewaltigung gut finde? Nirgendwo habe ich ein normatives Urteil gefällt. Ich habe einzig gesagt, dass Vergewaltigung ein natürliches Phänomen ist, dass es in der Natur vorkommt.

Deinen letzten Satz verstehe ich nicht, worauf beziehst du dich da?
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » Fr 23. Feb 2018, 23:31

Guten Abend,

der Thread ist nun erst einmal gesperrt.

Zuviel Spam. Zuviele Postings die in die Ablage wandern.
Zuviele User, die nicht die Hinweise der Moderation beachten.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » Sa 24. Feb 2018, 21:16

Disskurs hat geschrieben:(24 Feb 2018, 19:58)

Was wäre denn in deinem Modell die Kompensation für das Risiko des Kreditgebers?


Das Risiko existiert nur im Kapitalismus.
Die Unsicherheit bestimmt das Leben nur wenn es auf Zinsen ausgelegt ist.
Deswegen gibt es schon im Sozialismus keine Zinsen mehr.
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Feb 2018, 21:22

Rote_Galaxie hat geschrieben:(24 Feb 2018, 21:16)

Das Risiko existiert nur im Kapitalismus.
Die Unsicherheit bestimmt das Leben nur wenn es auf Zinsen ausgelegt ist.
Deswegen gibt es schon im Sozialismus keine Zinsen mehr.


....und Kredit auch nicht... :D :D :D
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 24. Feb 2018, 21:23

Rote_Galaxie hat geschrieben:(24 Feb 2018, 21:16)

Das Risiko existiert nur im Kapitalismus.
Die Unsicherheit bestimmt das Leben nur wenn es auf Zinsen ausgelegt ist.
Deswegen gibt es schon im Sozialismus keine Zinsen mehr.


Klar, im Sozialismus gibt es weder Unsicherheit noch Knappheit, deswegen ist er ja auch so toll :rolleyes:
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » So 25. Feb 2018, 01:16

Disskurs hat geschrieben:(25 Feb 2018, 01:15)

Dreht sich wieder alles im Kreis. Ohne Geld bzw. irgendein anderes Tauschmittel funktioniert die Welt nur, wenn es keine Knappheit mehr gäbe. Da dies aber nicht möglich ist, endet das Gedankenexperiment an dieser Stelle.

Welchen Verteilungsmechanismus schlägst du vor? Möglichst konkret bitte.


Die Technologie wird dieses Problem der Knappheit lösen, sobald die Energie der Sonne umgewandelt werden kann ist der Kommunismus auch praktisch und nicht nur theoretisch möglich.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Disskurs » So 25. Feb 2018, 01:32

Rote_Galaxie hat geschrieben:(25 Feb 2018, 01:16)

Die Technologie wird dieses Problem der Knappheit lösen, sobald die Energie der Sonne umgewandelt werden kann ist der Kommunismus auch praktisch und nicht nur theoretisch möglich.


Energie ist nicht das einzige knappe Gut.

Mehr sage ich dazu an der Stelle nicht, da das ja nicht der Kommunismus Thread ist.

Aber um hier zu bleiben - wenn der Kommunismus aktuell praktisch noch nicht möglich ist, dann brauchen wir aktuell also auch Zinsen? Oder hast du einen Alternativvorschlag?
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 25. Feb 2018, 07:53

Disskurs hat geschrieben:(24 Feb 2018, 19:58)

Was wäre denn in deinem Modell die Kompensation für das Risiko des Kreditgebers?


In seinem Modell gibt es keine Kredite und somit kein Risiko.
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon TheManFromDownUnder » So 25. Feb 2018, 07:58

Rote_Galaxie hat geschrieben:(25 Feb 2018, 01:16)

Die Technologie wird dieses Problem der Knappheit lösen, sobald die Energie der Sonne umgewandelt werden kann ist der Kommunismus auch praktisch und nicht nur theoretisch möglich.


Das ist doch schoen. Ich habe Solarzellen auf dem Dach. Ich verwandle Sonnenenergie in Strom, deshalb zahle ich sehr wenig an einen Stromerzeuger.

Aber wie verwandele ich Sonnenenergie in ein Auto, in eine Reise oder in Wasser????

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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Gruwe » So 25. Feb 2018, 11:55

Rote_Galaxie hat geschrieben:(25 Feb 2018, 01:09)

Ich bin grundsätzlich gegen das Geldsystem weil es zu einer Situation führt die wir momentan haben.


Du willst also wieder den ganzen Tag durch die Welt irren, um Tauschpartner zu finden, die genau das tauschen wollen was du haben willst gegen etwas, dass du haben hast und die haben wollen, dazu noch aufgrubd mangelnder Teilbarkeit in genau dem richtigen Austauschverhältnis? Viel Spaß dabei!
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Re: Warum Zinsen immer mit Leid verbunden sind.

Beitragvon Rote_Galaxie » So 25. Feb 2018, 12:04

Gruwe hat geschrieben:(25 Feb 2018, 11:55)

Du willst also wieder den ganzen Tag durch die Welt irren, um Tauschpartner zu finden, die genau das tauschen wollen was du haben willst gegen etwas, dass du haben hast und die haben wollen, dazu noch aufgrubd mangelnder Teilbarkeit in genau dem richtigen Austauschverhältnis? Viel Spaß dabei!


Im Überfluss muss man nicht durch die Welt irren sondern man bekommt alles so.
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Re:

Beitragvon Misterfritz » So 25. Feb 2018, 12:21

Rote_Galaxie hat geschrieben:(25 Feb 2018, 12:04)

Im Überfluss muss man nicht durch die Welt irren sondern man bekommt alles so.
Du meinst also, alles ist an jedem Ort im Überfluss vorrätig? Wie soll das gehen?
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Re: Re:

Beitragvon Kritikaster » So 25. Feb 2018, 12:36

Misterfritz hat geschrieben:(25 Feb 2018, 12:21)

Du meinst also, alles ist an jedem Ort im Überfluss vorrätig? Wie soll das gehen?

Na, ist doch klar: "Einfach so". :)
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Skull » So 25. Feb 2018, 12:38

Guten Tag,

Strang ist wieder offen.
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Troh.Klaus » So 25. Feb 2018, 13:25

Rote_Galaxie hat geschrieben:(23 Feb 2018, 17:44)

Ich denke dein Problem ist dass du genau weißt dass ich mehr kann als gewisse andere Subjekte, dich eingeschlossen.
Oder warum provozierst du mich?

Genau, das muss es sein.
Diese gewissen anderen Subjekte, mich eingeschlossen, sind einfach nicht in der Lage, der Weisheit Deiner Gedanken zu folgen.
Man kennt das ja: Für den Wissenden ist es oft schwierig, seine Gedanken für das einfache Volk verständlich zu formulieren. Das Orakel von Delphi ist auch nicht bekannt für seine glas-klaren Aussagen. Damit müssen wir niederen Wesen eben leben ...
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BlueMonday
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Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon BlueMonday » So 25. Feb 2018, 16:35

Tja, er kommt nicht aus seiner geistigen Sackgasse heraus.

[...] even if we were to assume that we lived in the Garden
of Eden, where there was a superabundance of everything needed
not only to sustain one’s life but to indulge in every possible comfort
by simply stretching out one’s hand, the concept of property
would necessarily have to evolve. For even under these “ideal” circumstances,
every person’s physical body would still be a scarce
resource and thus the need for the establishment of property rules,
i.e., rules regarding people’s bodies, would exist. One is not used to
thinking of one’s own body in terms of a scarce good, but in imagining
the most ideal situation one could ever hope for, the Garden
of Eden, it becomes possible to realize that one’s body is indeed the
prototype of a scarce good for the use of which property rights, i.e.,
rights of exclusive ownership, somehow have to be established, in
order to avoid clashes.

Hans-Hermann Hoppe in A Theory of Socialism and Capitalism

Anders gesagt: Knappheit existiert solange es Menschen gibt, die sich für etwas entscheiden und wenn es der eigene Aufenthaltsort ist. Der sogenannte "Sündenfall" im Paradies ist die Geburt der Knappheit und der Ausgang der Menschen aus ihrem bewusstlosen Dämmerzustand: Der Biss in die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Das war die erste menschliche Handlung, die Menschen zu dem gemacht hat, was er ist, ein handelndes, urteilendes Wesen.
Die Urerkenntnis: Man kann sich gegen eine Alternativlosgkeit stellen. Man hat die Wahl. Aber diese Wahl ist nie kostenlos. Man steht an einer Gabelung zweier Wege und jeder dieser Wege hat als Kosten den anderen.
Der neue Weg eingeschlagen am Baum der Erkenntnis beendet den paradiesischen Dämmerzustand der Unterschiedslosigkeit und markiert den Beginn der Menschheit, so wie wir sie kennen, so wie wir sind.

Natürlich kann man die Rückkehr zu diesem paradiesischen Urzustand als Ziel ausrufen. Praktisch jeder Menschen strebt ja danach, seine Lage immer wieder zu verbessern, in dem er sich erreichbare Ziele setzt - um irgendwann sich wieder zur Ruhe setzen zu können, um sich zumindest für Momente dem bloßen Dasein hinzugeben. Momente, in denen es nichts zu entscheiden gibt, weil alles richtig ist, wie es ist. Paradiesche Fragmente.
Nur sind es die unzähligen Handlungen, Erfindungen, Mühen und Leistungen, die die Menschen in die Nähe solcher Momente bringen. Ganz selten fallen diese Momente einfach so vom Himmel in die Arme des untätigen, ideenlosen Träumers. Die Lösung besteht jedenfalls nicht darin, das Paradies in "Kommunimus" oder sonst wie umzubennen und es dann dabei zu belassen.
But who would build the roads?

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