Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Di 7. Aug 2018, 19:18

Aktuell ist die Aktie wieder bei über 360 Dollar. Da hat Musk mit Twitter aber ein wenig nachgeholfen: https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-08/ ... musk-aktie
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Orbiter1
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Di 7. Aug 2018, 19:30

frems hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:18)

Aktuell ist die Aktie wieder bei über 360 Dollar. Da hat Musk mit Twitter aber ein wenig nachgeholfen: https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-08/ ... musk-aktie
Da ist ja dann noch ordentlich Luft nach oben wenn Musk 420 $ dafür bezahlt damit Tesla wieder von der Börse genommen werden kann. Das wären dann ca 61 Mrd $ für ein Unternehmen das seit 15 Jahren rote Zahlen schreibt. Die Finanzierung für die Aktion ist angeblich gesichert. Dann können ja alle Tesla-Fans blind kaufen und risikolos 13,5% Rendite machen, beim aktuellen Kurs von 370 $.
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Teeernte
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 19:35

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 00:03)

Wem würdest Du denn letztendlich die Haftung "auf's Auge" drücken ?

Dem Verkäufer (Hersteller) oder dem Fahrer ?

Einer MUSS da ja definitiv im Strassenverkehr haften. Ich gehe mal davon aus, dass die Hersteller es nicht sein wollen.
OBWOHL sie diese Technik ja freundlich...in Deutschland einführen wollen. :D

Aus Deinem obigen Kommentar muss ich ja schliessen, technikfreundlich ... würde Haftung der Hersteller bedeuten.

mfg


Tesla hat ja extra für den Haftungsausschluss AUSGEGRÜNDET ....Tesla USA haftet hier für....NIX. Nicht mal für die Garantie.

Wer ist Garantiegeber?
Tesla Motors Netherlands B.V. Atlasstraat 7-9, 5047 RG
Tilburg, Niederlande
Achtung: Fahrzeugservice Telefonnummer: 0031 13 515 97 30

DIESE NEUWAGENGARANTIE IST DIE EINZIGE GARANTIEERKLÄRUNG IN VERBINDUNG MIT IHREM TESLA-FAHRZEUG. AUSDRÜCKLICHE ODER KONKLUDENTE GEWÄHRLEISTUNGEN
UND BEDINGUNGEN AUS DEN GESETZLICHEN VORSCHRIFTEN IN IHREM LAND ODER NACH BILLIGKEIT, SOFERN ZUTREFFEND, EINSCHLIESSLICH JEDOCH NICHT BESCHRÄNKT AUF KONKLUDENTE GEWÄHRLEISTUNGEN UND BEDINGUNGEN DER HANDELSÜBLICHKEIT ODER MARKTÜBLICHEN QUALITÄT, EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK, DAUERHAFTIGKEIT ODER SOLCHE, DIE AUS VERHALTENSWEISEN ODER HANDELSBRAUCH ENTSTEHEN, WERDEN VOLLSTÄNDIG UND IM WEITESTEN ZULÄSSIGEN GESETZLICHEN RAHMEN IHRER REGION ABGELEHNT.....
https://www.tesla.com/sites/default/fil ... an_1.0.pdf
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Aug 2018, 19:56

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 00:03)

Wem würdest Du denn letztendlich die Haftung "auf's Auge" drücken ?

Niemandem. Eine Haftung gibt es nur bei vorsätzlichem oder fahrlässigen Fehlverhalten -> §823 Abs. 1 BGB. Ein Computer, eine Software macht so etwas aber nicht, die verhalten sich so, wie sie programmiert wurden. Und wenn es eine staatliche Zulassung für diese Systeme gibt, muss man sich als Fahrzeugführer darauf verlassen dürfen. Passiert trotzdem ein Unfall, wird der Verursacher ermittelt und dessen Versicherung begleicht dann den Schaden. Das wäre mMn. ein Fall von höherer Gewalt -> §7 Abs. 2StVG.

Durch die schwammige Formulierung
Der Fahrzeugführer ist verpflichtet, die Fahrzeugsteuerung unverzüglich wieder zu übernehmen, wenn er erkennt oder auf Grund offensichtlicher Umstände erkennen muss, dass die Voraussetzungen für eine bestimmungsgemäße Verwendung der hoch- oder vollautomatisierten Fahrfunktionen nicht mehr vorliegen.
wird es zu massenhaft Prozessen kommen, in denen die Versicherungen sich um die Begleichung des Schadens herumdrücken werden wollen, indem sie den Fahrzeugführer mit in die Pflicht nehmen. Greift der nämlich trotz "offensichtlicher Umstände" (Welche sollen das sein, wo sind die aufgelistet?) nicht ein, handelt er mindestens fahrlässig und wird von der Versicherung in Regress genommen. Dieses Risiko werden Fahrzeugführer natürlich scheuen und auf solche Systeme verzichten, Ergebnis: Deutschland ist bei Nutzung einer innovativen Technik mal wieder hinten dran.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Di 7. Aug 2018, 20:17

Orbiter1 hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:30)

Dann können ja alle Tesla-Fans blind kaufen und risikolos 13,5% Rendite machen, beim aktuellen Kurs von 370 $.
Aber nur falls der Handel in Tesla-Aktien wieder aufgenommen wird.

"Trading of Tesla (TSLA) shares were halted after CEO Elon Musk tweeted that he might take the electric car company private, raising ethical and legal questions about whether the tweet could be regarded as an effort to influence the share price."

Wir werden dann sicher bald wissen was an der Sache dran ist. Es gibt jedenfalls kaum einen zweiten CEO der dermaßen polarisiert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Aug 2018, 20:36

Orbiter1 hat geschrieben:(07 Aug 2018, 21:17)

Aber nur falls der Handel in Tesla-Aktien wieder aufgenommen wird.

"Trading of Tesla (TSLA) shares were halted after CEO Elon Musk tweeted that he might take the electric car company private, raising ethical and legal questions about whether the tweet could be regarded as an effort to influence the share price."

Wir werden dann sicher bald wissen was an der Sache dran ist. Es gibt jedenfalls kaum einen zweiten CEO der dermaßen polarisiert.


Tesla-Chef Musk will Autobauer von der Börse nehmen – Aktie vom Handel ausgesetzt
Elon Musk überrascht auf Twitter mit Plänen, Tesla zu einem Privatunternehmen zu machen. Zuvor war der Einstieg des saudi-arabischen Staatsfonds bekannt geworden.
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... 89090.html
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Skull » Di 7. Aug 2018, 20:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:56)

Niemandem.

Eine Haftung gibt es nur bei vorsätzlichem oder fahrlässigen Fehlverhalten -> §823 Abs. 1 BGB.

Ein Computer, eine Software macht so etwas aber nicht, die verhalten sich so, wie sie programmiert wurden.
Und wenn es eine staatliche Zulassung für diese Systeme gibt,
muss man sich als Fahrzeugführer darauf verlassen dürfen.


Niemandem?

Du willst letztendlich die Haftung der zulassenden Stelle zuschanzen - also dem Staat.

Dem kann und will ich nicht folgen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 7. Aug 2018, 22:12

Skull hat geschrieben:(07 Aug 2018, 21:58)

Dem kann und will ich nicht folgen.

Kannst du natürlich machen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Mi 8. Aug 2018, 08:13

Orbiter1 hat geschrieben:(07 Aug 2018, 20:30)

Da ist ja dann noch ordentlich Luft nach oben wenn Musk 420 $ dafür bezahlt damit Tesla wieder von der Börse genommen werden kann. Das wären dann ca 61 Mrd $ für ein Unternehmen das seit 15 Jahren rote Zahlen schreibt. Die Finanzierung für die Aktion ist angeblich gesichert. Dann können ja alle Tesla-Fans blind kaufen und risikolos 13,5% Rendite machen, beim aktuellen Kurs von 370 $.

Das ist das normale Prozedere einer Übernahme. Im Zweifel wird der Handel für ne Weile gestoppt. Und dann gibt es einen Bieterkurs pro Aktie. Der echte Kurs nähert sich dem Kurs an, jedoch ist immer eine Unsicherheit, dass das Ganze doch nicht klappt. Deshalb steht der Kurs nicht bei $420, sondern etwas darunter. Wäre sich der Markt zu 100% sicher, dass Tesla von der Börse genommen würde, wäre der Kurs auch bei 420$.

Ich hab ne handvoll Teslaaktien. Ich erwäge zu verkaufen. 50% Plus in 5 Monaten. Das geht...
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Mi 8. Aug 2018, 11:27

franktoast hat geschrieben:(08 Aug 2018, 09:13)

Das ist das normale Prozedere einer Übernahme. Im Zweifel wird der Handel für ne Weile gestoppt. Und dann gibt es einen Bieterkurs pro Aktie. Der echte Kurs nähert sich dem Kurs an, jedoch ist immer eine Unsicherheit, dass das Ganze doch nicht klappt. Deshalb steht der Kurs nicht bei $420, sondern etwas darunter. Wäre sich der Markt zu 100% sicher, dass Tesla von der Börse genommen würde, wäre der Kurs auch bei 420$.
Inzwischen ist klar dass die Aktionäre darüber abstimmen müssen ob Tesla tatsächlich von der Börse genommen wird.
Ich hab ne handvoll Teslaaktien. Ich erwäge zu verkaufen. 50% Plus in 5 Monaten. Das geht...
Mein Glückwunsch, ich würde an deiner Stelle auch verkaufen. Dass Musk die Idee Tesla von der Börse zu nehmen ausgerechnet in dem Quartal kommt, in dem erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden sollen (nachdem es im Vorquartal noch ein Rekordverlust war) würde mich mehr als stutzig machen.

Edit: Dazu passt auch die Begründung von Musk warum er Tesla von der Börse holen will.
"Ihm gehe es darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Tesla auf die "langfristige Mission fokussiert bleiben" könne, so Musk. Die Pflicht, Quartalszahlen zu veröffentlichen, sorge für enormen Druck, Entscheidungen zu treffen, die kurzfristig Wirkung erzielten, "aber nicht zwingend richtig sind auf lange Sicht". Und: "Als börsennotiertes Unternehmen sind wir wilden Schwankungen unseres Aktienkurses ausgeliefert, die eine große Ablenkung für alle sein können, die bei Tesla arbeiten", so Musk."

Auf die kommenden Quartalszahlen, die wie er mehrfach betont hat schwarz sein werden, darf man gespannt sein. Falls sie noch veröffentlicht werden und Tesla noch an der Börse notiert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Do 9. Aug 2018, 16:19

Orbiter1 hat geschrieben:(08 Aug 2018, 12:27)
Inzwischen ist klar dass die Aktionäre darüber abstimmen müssen ob Tesla tatsächlich von der Börse genommen wird.

Wie bei einer normalen Übernahme eben.

Mein Glückwunsch, ich würde an deiner Stelle auch verkaufen. Dass Musk die Idee Tesla von der Börse zu nehmen ausgerechnet in dem Quartal kommt, in dem erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden sollen (nachdem es im Vorquartal noch ein Rekordverlust war) würde mich mehr als stutzig machen.

Edit: Dazu passt auch die Begründung von Musk warum er Tesla von der Börse holen will.
"Ihm gehe es darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Tesla auf die "langfristige Mission fokussiert bleiben" könne, so Musk. Die Pflicht, Quartalszahlen zu veröffentlichen, sorge für enormen Druck, Entscheidungen zu treffen, die kurzfristig Wirkung erzielten, "aber nicht zwingend richtig sind auf lange Sicht". Und: "Als börsennotiertes Unternehmen sind wir wilden Schwankungen unseres Aktienkurses ausgeliefert, die eine große Ablenkung für alle sein können, die bei Tesla arbeiten", so Musk."

Auf die kommenden Quartalszahlen, die wie er mehrfach betont hat schwarz sein werden, darf man gespannt sein. Falls sie noch veröffentlicht werden und Tesla noch an der Börse notiert.

Ich kann ihn da schon auch verstehen. Börsennotierte Unternehmen zu leiten war ihm schon bei Paypal ein Dorn im Auge. Man hat eben ganz andere Auflagen (zum Schutz der Aktionäre). Das wird bei einem Zuckerberg oder Bezos nicht anders sein. SpaceX ist auch aus dem Grund nicht an der Börse.
Ich persönlich finde aber, dass es nicht hinderlich ist, an der Börse zu sein. Ganz im Gegenteil. Ich finde sogar, dass es fördlich ist, das Feedback vom Markt(Schwarmintelligenz) zu bekommen und dazu kann sich auch der kleine Mann (zB. ich) an so einer Unternehmung beteiligen.
Bei KUKA und athenahealth war es bei mir nicht anders. Allerdings kein unschöner Gewinn...

PS: Inzwischen bin ich relativ sicher, dass Tesla langfristig erfolg haben wird. Tesla nun private zu nehmen, ist da kein Widerspruch, denn die bleibenden (oder neuen) Investoren wissen womöglich mehr als wir beide. Und auch wenn das heute noch kein Gewinn wird, wird das in den nächsten Jahren kommen. Elon Musk als Lenker, Elektroautos, selbstfahrenden Autos. Das sind zu viele Faktoren, um zu scheitern. Und ja, Walmart war auch mal viel finanzstärker als Amazon. Ja, Amazon hat noch nie wirklich Gewinn erwirtschaftet. Das bedeutet noch nicht sooo viel.
Vielleicht sollt ich eher nachkaufen...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Do 9. Aug 2018, 16:48

franktoast hat geschrieben:(09 Aug 2018, 17:19)

Wie bei einer normalen Übernahme eben.


Ich kann ihn da schon auch verstehen. Börsennotierte Unternehmen zu leiten war ihm schon bei Paypal ein Dorn im Auge. Man hat eben ganz andere Auflagen (zum Schutz der Aktionäre). Das wird bei einem Zuckerberg oder Bezos nicht anders sein. SpaceX ist auch aus dem Grund nicht an der Börse.
Ich persönlich finde aber, dass es nicht hinderlich ist, an der Börse zu sein. Ganz im Gegenteil. Ich finde sogar, dass es fördlich ist, das Feedback vom Markt(Schwarmintelligenz) zu bekommen und dazu kann sich auch der kleine Mann (zB. ich) an so einer Unternehmung beteiligen.
Das sehe ich ganz genauso. Die Börsennotierung bringt außerdem jede Menge kostenlose Publicity weil ständig über Tesla gesprochen wird. Wenn er stattdessen lieber 3 Mrd $ im Jahr für Werbung ausgeben möchte soll er das tun.
PS: Inzwischen bin ich relativ sicher, dass Tesla langfristig erfolg haben wird. Tesla nun private zu nehmen, ist da kein Widerspruch, denn die bleibenden (oder neuen) Investoren wissen womöglich mehr als wir beide. Und auch wenn das heute noch kein Gewinn wird, wird das in den nächsten Jahren kommen. Elon Musk als Lenker, Elektroautos, selbstfahrenden Autos. Das sind zu viele Faktoren, um zu scheitern. Und ja, Walmart war auch mal viel finanzstärker als Amazon. Ja, Amazon hat noch nie wirklich Gewinn erwirtschaftet. Das bedeutet noch nicht sooo viel.
Vielleicht sollt ich eher nachkaufen...
Aktuell stellt die Börsenaufsicht erst einmal ein paar Fragen und will dazu auch klare Antworten.

"U.S. regulators are asking Tesla Inc. whether Chief Executive Elon Musk was truthful when he tweeted that he had secured funding for what would be the largest-ever corporate buyout, people familiar with the matter said. Officials at the Securities and Exchange Commission want to know whether Mr. Musk had a factual basis for tweeting Tuesday that the going-private transaction was all but certain, with only a shareholder vote needed to pull it off, the people said. The SEC’s inquiries, which originated from the agency’s San Francisco office, suggest Tesla could come under an enforcement investigation if regulators suspect that Mr. Musk’s statement was misleading or false."

Wenn das mit der gesicherten Finanzierung nur heiße Luft war und Musk lediglich den Leerverkäufern der Tesla-Aktien mal ordentlich einen einschenken wollte wird es ungemütlich für ihn werden. So lange Unklarheit über diese Dinge herrscht geht es erst einmal etwas runter. Aktuell minus 4%.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 11. Aug 2018, 05:38

Inzwischen wurden von Investoren die ersten Klagen gegen Tesla und Musk eingereicht. Bei dem Tweet von Musk ging es angeblich nur darum die Leerverkäufer von Tesla-Aktien zu schädigen. Von einer gesicherten Finanzierung der Privatisierung könne keine Rede sein. https://www.theguardian.com/technology/ ... ured-tweet Die SEC ist ja auch dabei den Vorgang zu untersuchen. Da sollte Musk mal die Karten auf den Tisch legen und die "gesicherte Finanzierung" belegen. Ich vermute das kann er nur für wenige Mrd $. Und mehr wäre auch nicht erforderlich weil die überwältigende Mehrheit der Aktionäre für 420 $ gar nicht verkauft. Würde mich wundern wenn er aus der Geschichte unbeschädigt rauskommt. Diesmal ist er zu weit gegangen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 17. Aug 2018, 15:16

Orbiter1 hat geschrieben:(11 Aug 2018, 06:38)

Würde mich wundern wenn er aus der Geschichte unbeschädigt rauskommt. Diesmal ist er zu weit gegangen.
Das sehen andere wohl auch so. Vom Kurssprung nach Ankündigung der Privatisierung mit angeblich gesicherter Finanzierung von ca. 340$ auf fast 390 $ ist nichts mehr übrig. Im Gegentei, wir liegen mit aktuell 315 $ sogar deutlich darunter. Neben den Klagen und der Untersuchung der Börsenaufsichtsbehörde ist jetzt auch noch ein Interview von Elon Musk dazugekommen in dem er sich als vollkommen überarbeitet, um nicht zu sagen krank darstellt. Und die Investmentbank UBS schreibt dass pro Model 3 über 2.000 $ Verlust gemacht werden. Von Gewinnzone kann keine Rede sein. Wie auch immer, die Flut der schlechten Nachrichten hat die Wirkung auf den Aktienkurs nicht verfehlt. Ob aus der Privatisierung noch was wird wage ich zu bezweifeln.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 17. Aug 2018, 16:50

franktoast hat geschrieben:(09 Aug 2018, 17:19)

Wie bei einer normalen Übernahme eben.


Ich kann ihn da schon auch verstehen. Börsennotierte Unternehmen zu leiten war ihm schon bei Paypal ein Dorn im Auge. Man hat eben ganz andere Auflagen (zum Schutz der Aktionäre). Das wird bei einem Zuckerberg oder Bezos nicht anders sein. SpaceX ist auch aus dem Grund nicht an der Börse.
Ich persönlich finde aber, dass es nicht hinderlich ist, an der Börse zu sein. Ganz im Gegenteil. Ich finde sogar, dass es fördlich ist, das Feedback vom Markt(Schwarmintelligenz) zu bekommen und dazu kann sich auch der kleine Mann (zB. ich) an so einer Unternehmung beteiligen.
Bei KUKA und athenahealth war es bei mir nicht anders. Allerdings kein unschöner Gewinn...

PS: Inzwischen bin ich relativ sicher, dass Tesla langfristig erfolg haben wird. Tesla nun private zu nehmen, ist da kein Widerspruch, denn die bleibenden (oder neuen) Investoren wissen womöglich mehr als wir beide. Und auch wenn das heute noch kein Gewinn wird, wird das in den nächsten Jahren kommen. Elon Musk als Lenker, Elektroautos, selbstfahrenden Autos. Das sind zu viele Faktoren, um zu scheitern. Und ja, Walmart war auch mal viel finanzstärker als Amazon. Ja, Amazon hat noch nie wirklich Gewinn erwirtschaftet. Das bedeutet noch nicht sooo viel.
Vielleicht sollt ich eher nachkaufen...


Durchhalteparolen. Tesla ist am Ende.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Skull » Fr 17. Aug 2018, 17:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Aug 2018, 17:50)

Durchhalteparolen. Tesla ist am Ende.

Nö.

Es wird sich schon jemand finden, der Potentiale und Marktpräsenz einkaufen wird.

Ist nur die Frage des Preises. :D

mfg
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Fr 17. Aug 2018, 17:37

Skull hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:25)

Nö.

Es wird sich schon jemand finden, der Potentiale und Marktpräsenz einkaufen wird.

Ist nur die Frage des Preises. :D

mfg

Es ging dabei ja nicht um das KnowHow und die Marktpräsenz, das wird überleben. Aber die Firma Tesla an sich hat in ihrer jetzigen Form m.E. eher keine Zukunft mehr.
Ähnlich wie man jetzt auch Grundig Fernseher kaufen kann obwohl es die eigentliche Firma nicht mehr gibt.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 18. Aug 2018, 15:49

Skull hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:25)

Nö.

Es wird sich schon jemand finden, der Potentiale und Marktpräsenz einkaufen wird.

Ist nur die Frage des Preises. :D

mfg

Natürlich wird sich einer finden der sich um die Insolvenzmasse kümmert.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Mo 20. Aug 2018, 22:12

Ein ehemaliger Tesla-Techniker hat auf Twitter über seinen ehemaligen Arbeitgeber ausgepackt. Die Vorwürfe reichen von gewissenlosem Umgang mit Rohstoffen und Abfällen bis hin zu punktierten, potenziell lebensgefährlichen Akkus bei den Elektroautos.

Martin Tripp ist ein ehemaliger Tesla-Techniker, der in einer Batteriefabrik mit der dystopisch klingenden Bezeichnung "Gigafactory 1" in Nevada gearbeitet hat. Tripp hat im Juni Informationen über das Innenleben der Fabrik an die Presse weitergegeben und unter anderem behauptet, dass diese defekte Batterien auf den Markt bringen würde.

Am Mittwoch folgte über Twitter ein weiteres Konvolut ähnlicher Anschuldigungen – aber mit Fotos dazu.

"Bist du bereit?", twitterte Tripp, bevor er seiner Wut über den Kurznachrichtendienst Luft machte. Der erste Tweet beinhaltete eine Liste mit Fahrzeug-Identifikationsnummern (VIN). Er behauptete, dass die aufgeführten Fahrzeuge mit diesen Nummern punktierte Batteriemodule enthalten. Punktierte Module können explodieren oder Feuer fangen, wie dies Anfang des Jahres der Fall war, als sich ein Tesla Model S spontan zu entzünden schien – und das Stunden nach dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen auf einem kalifornischen Highway.

Tripp behauptete, dass beschädigte Batteriemodule überarbeitet, deren Löcher mit Kleber versiegelt und dann an eine andere Fabrik geschickt werden, um sie in weiterer Folge dort in ein Auto einzubauen.

Batteriezellen unsachgemäß gelagert?
Die im Modell 3 verwendeten Batteriemodule bestehen aus Tausenden von kleineren Lithium-Ionen-Batteriezellen, die entlang von Kühlbändern zu "Bandoliers" zusammengefügt sind. Sieben dieser Bänder werden dann zu einem Modul zusammengefügt, wobei vier solcher Module ein Auto antreiben.

Laut Tripp ist die Herstellung dieser Bandolieren ein verschwenderischer Prozess. Der ehemalige Techniker behauptete, dass pro Schicht zwischen 450 und 750 Bandolieren verschrottet würden, was etwa 67.000 bis 112.000 einzelnen Batteriezellen entspreche. Anstatt diese verschrotteten Bandolieren, wie Tesla behauptet, in klimatisierten Lagern zu lagern, sollen diese in Reihen von Sattelaufliegern auf dem Parkplatz der Fabrik stehen.

Tripp befindet sich seit einigen Monaten in einem hochkarätigen Rechtsstreit mit Tesla. Er behauptet, diese Probleme bei der Fabrikleitung und bei Elon Musk selbst angesprochen zu haben. Diese hätten seine Bedenken jedoch nur ignoriert und die Probleme nicht gelöst.

Nachdem Tripp von Tesla im Juni in einer Klage der Sabotage und des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen beschuldigt wurde, reichte der ehemalige Techniker im letzten Monat eine Gegenklage ein. In dieser behauptete er, dass Tesla in einer internen E-Mail falsche Anschuldigungen der Sabotage gegen ihn erhoben und ihn diffamiert habe, indem er als ein verärgerter Mitarbeiter beschrieben wurde, der nur so handelte, weil "er eine Beförderung wollte, die er nicht erhalten hat". Zusätzlich soll Tesla mehreren Nachrichtenagenturen zugetragen haben, dass Tripp gedroht hätte, in die Fabrik zu kommen und "dort eine Schießerei [zu] beginnen" - eine Behauptung, die Tripp vehement bestreitet.

Produktionssteigerung mit der Brechstange
Tripp nahm seine Verleumdungsklage gegen den Konzern ernst und verpflichtete dafür die Anwälte Robert Mitchell und Will Fischbach von Meissner Associates, die dafür bekannt sind, ein Urteil über 22,5 Millionen Dollar für einen Whistleblower gewonnen zu haben, der einen Finanzbetrug beim Agrarriesen Monsanto auffliegen ließ.

Die von Tripp unterstellten Vergehen sollen sich ereignet haben, während Tesla darum gekämpft hatte, die Produktionsziele seiner Mittelklasse-Limousine Modell 3 zu erreichen. Unter dem Druck, jahrelange Verluste eindämmen zu müssen, hatte Tesla die Produktion zunächst auf 2.500 Fahrzeuge pro Woche im März und dann auf 5.000 Fahrzeuge pro Woche im Juni gesteigert. Die Mitarbeiter beklagten, dass die Erfüllung der Produktionsziele nur auf Kosten von Pflicht-Überstunden und gelockerter Sicherheitsstandards möglich war.

Mit der Begründung, ein Umfeld schaffen zu wollen, in dem Tesla bestmöglich operieren könne und in dem starke Schwankungen des Aktienkurses genauso wie die Pflicht, Quartalszahlen veröffentlichen zu müssen, kein Thema mehr sind, möchte Elon Musk Tesla von der Börse nehmen, um die Mitarbeiter vor diesen "großen Ablenkungen" zu schützen. So ist es zumindest seinen Tweets zu entnehmen. Jüngst hat er angekündigt, dass er mit verschiedenen Unternehmen zusammenarbeitet, darunter Silver Lake und Goldman Sachs, um dieses Ziel zu erreichen.

Was Tripp angeht, so scheinen ihm seine Twitter-Aktivitäten vom Mittwoch eine vorübergehende Suspendierung von Twitter eingebracht zu haben – offenbar, weil er eine private E-Mail von Musk gepostet hat.

https://deutsch.rt.com/nordamerika/7475 ... ign=chrome
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 27. Aug 2018, 09:48

Orbiter1 hat geschrieben:(17 Aug 2018, 16:16)

Das sehen andere wohl auch so. Vom Kurssprung nach Ankündigung der Privatisierung mit angeblich gesicherter Finanzierung von ca. 340$ auf fast 390 $ ist nichts mehr übrig. Im Gegentei, wir liegen mit aktuell 315 $ sogar deutlich darunter. Neben den Klagen und der Untersuchung der Börsenaufsichtsbehörde ist jetzt auch noch ein Interview von Elon Musk dazugekommen in dem er sich als vollkommen überarbeitet, um nicht zu sagen krank darstellt. Und die Investmentbank UBS schreibt dass pro Model 3 über 2.000 $ Verlust gemacht werden. Von Gewinnzone kann keine Rede sein. Wie auch immer, die Flut der schlechten Nachrichten hat die Wirkung auf den Aktienkurs nicht verfehlt. Ob aus der Privatisierung noch was wird wage ich zu bezweifeln.
Mit meinen Zweifeln lag ich richtig. Nach zwischenzeitlichen Meldungen Tesla würde sich bei der angestrebten Privatisierung von den führenden Investmentbanken beraten lassen und einer damit einhergehenden Kurserholung kam nun die Nachricht man wolle die Pläne zur Privatisierung nicht weiterverfolgen und Tesla bleibt an der Börse. Musk reitet sich damit immer weiter ins Verderben. Keine Ahnung wer ihn jetzt noch ernst nimmt, aber die Musk-Fans sind ja hart im Nehmen. Mit dem Kurs dürfte es heute deutlich runter gehen, es sei denn er zaubert erneut irgendeine Story aus dem Hut.

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