Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Frank_Stein
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 19:01

Ger9374 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:36)

Ist es denn dein Kapital was er angeblich verbrennt . Investieren muss man schon um etwas neues oder verbessertes auf den Markt zu bringen .Das nennt man wohl Risikokapital.
Mittel zum Zweck.



Mir ist lieber, wenn jemand auf diese Weise Geld verbrennt, als wenn dieses Geld in die Rüstung fließt.
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Frank_Stein
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 19:04

William hat geschrieben:(03 Apr 2017, 19:33)

Weniger Reichweite und Sicherheit bei vergleichsweise hohem Preis ist kein Fortschritt sondern Rückschritt.

Ich habe keinerlei Vorteile mit einem Tesla im direkten Vergleich mit einem deutschen oder asiatischen Verbrenner-PKW, weder beim Komfort, dem Preis, der Ausstattung, den Unterhaltskosten, noch der Alltagstauglichkeit oder Reparaturfreundlichkeit.
Kurzum: Tesla hat weder das Rad noch das Auto neu erfunden und ist kein Deut besser als andere Markenhersteller mit konventioneller Motortechnik.

Nur weil etwas neu ist, muss es nicht unbedingt besser sein. Das hat nichts mit Technikverweigerung zu tun, sondern eher rationionaler Kaufentscheidung.

Teslas sind optisch ansprechende Autos, das ist ein Ford Ranger oder Porsche 911, Cayman in meinen Augen aber auch. Davon lasse ich mich aber nur in zweiter Instanz beeindrucken, viel wichtiger ist die Alltagstauglichkeit.
Komme ich mit einem Tesla in 6...7 Stunden von M nach HH? Nein?! Dann kaufe ich ihn nicht, denn eine asiatische Schweinemöhre für 25.000 € mit halbwegs Leistung packt das locker.


der Vorteil besteht vor allem darin, dass man die Kiste wohl auch dann fahren darf, wenn gerade höchste Feinstaub oder NOX-Warnstufe angesagt ist
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jorikke
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jorikke » Mo 3. Apr 2017, 19:05

immernoch_ratlos hat geschrieben:(29 Mar 2017, 01:56)

Während man in D gerade mal mit ach und krach ~6.000 Startups pro Jahr gründet, schaffen die Amis 100.000 - nein kein Null zuviel - dort wollen einige die Welt verändern, hier suchen alle eine Anstellung möglichst bei Vater Staat.

Es ist eine Frage der Zeit, wie lange "wir" uns so noch "oben" halten können...

Auch die Geldspritze vom chinesische Internetkonzern Tencent, der für eine fünfprozentige Beteiligung bei Tesla 1,78 Milliarden Dollar einbrachte arbeitet mit Risikokapital. Donald der neue amerikanische Präsi sieht Tesla als Hoffnungsträger. Und Musk scheint weiter treu an seiner Seite zu stehen. Deutschen Zulieferer SHW AG (mit Sitz in Aalen ist ein Automobilzulieferer ) wurde ein Zuliefervertrag rund 100 Millionen € "wegen technischer Mängel" gekündigt. :?

Was den tödlichen Unfall angeht :

Das Rennen um die "vorderen Plätze" läuft :


Deine ersten beiden Sätze bezeichnen das Dilemma der USA.
Tatsache ist, Deutschland ist Exportweltmeister, die USA dümpeln rum und kriegen den Arsch nicht hoch.
Die vielen Startups der USA sind einfach für viele die letzte Chance da es nicht genug gut bezahlte Jobs gibt.
Die allermeisten Neugründungen in den USA setzen sich nicht durch. Dann probiert man es wieder.
In Deutschland wollen nur relativ wenige das gutbezahlte Angestelltennest gegen einen Selbstversuch als Unternehmer tauschen.
Warum auch, findige Köpfe werden von der Industrie gut bezahlt.
Alles ein Ergebnis der Bildung und Ausbildung in der Breite.
Da unser System gezeigt hat wie effektiv es ist, stellt sich mir die Frage nach dem "wie lange noch" nicht.
Es sind eher die Amis die einigen Nachholbedarf haben.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon William » Mo 3. Apr 2017, 19:07

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:04)

der Vorteil besteht vor allem darin, dass man die Kiste wohl auch dann fahren darf, wenn gerade höchste Feinstaub oder NOX-Warnstufe angesagt ist


Mein Auto fährt auch ohne Wald.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon William » Mo 3. Apr 2017, 19:10

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:01)

Mir ist lieber, wenn jemand auf diese Weise Geld verbrennt, als wenn dieses Geld in die Rüstung fließt.


Sehen die Amis etwas anders, denn wenn für nichts anderes Geld da ist.... Für Rüstung immer.
Für Umweltschutz weniger.
Aber was hat das mit einem schnell entflammbaren Tesla zu tun?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Mo 3. Apr 2017, 19:18

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 19:58)

Mursk ist ein Macher - jemand wie ihn könnte es in Deutschland nicht geben.
In Deutschland würde er entweder keine Kapitalgeber finden, weil ihm jeder sagt, dass das alles nicht funktionieren kann, was er vorhat - bzw. die vielen Vorschriften und Zulassungsverfahren ihm das Genick brechen würden - oder - wenn er damit erfolgreich ist, würden ihm die Linken nicht die Butter aufs Brot gönnen, weil es ja ungerecht wäre, wenn einer allein so viel Geld hat - dass man eine hohe Steuer einführen sollte, um ihm das Geld wieder wegzunehmen.

Zum Glück gibt es Amerika und solche Menschen, die uns zeigen, dass Träume und Spinnereien doch wahr werden können.

Blöderweise meiden nicht nur Leute wie Musk Deutschland, sondern ziehen auch Talente ab. Beispielsweise den Chefingenieur von SpaceX, Hans Königsmann. Studium an der TU Berlin, Promotion an der Uni Bremen, kurz darauf Umzug nach Kalifornien. In Deutschland erklärte man das Vorhaben lange für ein Hirngespinst. Jüngstes Ergebnis: http://www.fr.de/wissen/astronomieraumf ... -a-1252833

Geld spielt sicherlich eine Rolle. Ein Ingenieur will aber auch etwas erschaffen. Wenn die Politik nur Steine in den Weg legt und man von der Gesellschaft nur angeblafft wird, dann schaut man sich mal nach andere Standorte um. An Leuten, die auf ein Scheitern hoffen, mangelt es hierzulande wirklich nicht. Warum sie es erstrebenswert finden, erfährt man wiederum nicht.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 19:27

frems hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:18)

Blöderweise meiden nicht nur Leute wie Musk Deutschland, sondern ziehen auch Talente ab. Beispielsweise den Chefingenieur von SpaceX, Hans Königsmann. Studium an der TU Berlin, Promotion an der Uni Bremen, kurz darauf Umzug nach Kalifornien. In Deutschland erklärte man das Vorhaben lange für ein Hirngespinst. Jüngstes Ergebnis: http://www.fr.de/wissen/astronomieraumf ... -a-1252833

Geld spielt sicherlich eine Rolle. Ein Ingenieur will aber auch etwas erschaffen. Wenn die Politik nur Steine in den Weg legt und man von der Gesellschaft nur angeblafft wird, dann schaut man sich mal nach andere Standorte um. An Leuten, die auf ein Scheitern hoffen, mangelt es hierzulande wirklich nicht. Warum sie es erstrebenswert finden, erfährt man wiederum nicht.


Du kennst mich ja und ich argumentiere gern, dass man seiner Heimat treu bleiben sollte, weil man ja von seinen Eltern das Leben bekam und vom Staat und Umfeld Bildung und Erziehung und man eine Verantwortung hat, diese Gaben zu nutzen, um seine Schulden an die Gesellschaft zurückzuzahlen.
Aber die von Dir genannte Perspektive hat auch eine Berechtigung. Eine Gesellschaft, die einem Freigeist die Flügel stutzt, darf sich nicht wundern, wenn der Vogel den Käfig gern verlassen möchte.
Wir sollten in Deutschland auch einen Ort schaffen, wo die Verrückten sich austoben können. Berlin geht da sicherlich schon mal in die richtige Richtung.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 3. Apr 2017, 19:35

Immer das Gleiche gejammere... :(

Ein Prognose für Smartphone wäre um die 1990 herum sicher ähnlich ausgefallen - es dauerte bis etwa 2007, bevor das "iPhones" vom "Außenseiter Apple" den Markt für "tragbare Kommunikationsgeräte" so richtig aufmischte. Als Folge ging der zuvor Marktführer bei Mobilfunkgeräten Denglisch "Handy" genannt "über die Wupper". Die hatten offenbar auch nicht an die Wirkung von sog. "Killerprodukten" geglaubt.

Das zuständige Zauberwort ist
"disruptiv" - Eine disruptive Technologie (englisch to disrupt „unterbrechen“) ist eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt.
Sind diese Technologien erst einmal verfügbar, ist es schlicht eine Frage der Zeit, bis sie die jeweilige Vorgängertechnologie verdrängen.

Wer, wie ich seit Kriegsende (der WK II soviel Information muss sein) auf dieser schönen Welt lebt, hat das alles auch "erlebt". Wer hätte gewagt, damals, als die ersten Taschenrechner sauteuer auf den Markt kamen, (1967 von Texas Instruments), dass wenige Jahre später (in den 80ern) "Homecomputer" käuflich erworben werden konnten, ich hab in noch, den "Commodore SX-64" für anfänglich mehr als 3.000 DM. Danach der PC, der bis heute durchhält. Röhrenmonitore, längst abgelöst von Flachbild- Monitoren - das selbe Spiel mit "Fernsehern", die es inzwischen bis in Wohnzimmerwandgröße gibt. Nicht zu vergessen die wahrlich disruptive digitale Kamera- und Videotechnologie. Meine erste Videokamera mit den brikettartigen VHS Tonträgern - der Aufnahmeteil ~4,5 kg "leicht" und separat mitzuführen.

Das WWW - anfänglich mit Akustikmodem - heute habe ich 50 / 10 Gbit/s inkl. IP-Telefonie und, und, und...

Wer hätte vor einigen Jahren geglaubt, das eines Tages ein Unternehmen wie Google mit 2007 - 16.805 bis 2016 auf 72.053 Mitarbeiter und einen aktuellen Marktwert von 488,73 Milliarden US-Dollar Das Kapital von 3 US-Internetkonzerne (Apple (110.000) , Alphabet (Google) Microsoft (114.074) zusammen (schon 2015) deutlich größer sein würden, als alle 30 dt. DAX notierten Unternehmen zusammen... :?

All diese Konzerne, verfügen über sehr geringe "Personalverpflichtungen", können problemlos und ohne Rücksicht auf - Beispiele VW-Konzern 2015 ~600.000 Mitarbeiter, Daimler 2017 ~130.000 Beschäftigte, BMW - Group 2016 ~124.729 agieren. :rolleyes:

Nimmt man noch Facebook mit 2015 ~12.691 Mitarbeitern mit ~ 50.000.000.000 Kapital, liegt das Verhältnis bei beinahe 4 Millionen pro Mitarbeiter. Solche Firmen kaufen derzeit jede nur erdenkliche Innovation, die es auf dem Markt zu kaufen gibt, auf und treiben diese entlang ihrer Ideen voran. Solche Beweglichkeit kann disruptive Technologien beinahe über Nacht zur Wirkung bringen. Während die dt. Automobilindustrie mit einem sehr großen Mitarbeiteranteil, eher einem "Tanker" gleicht, der mühsam versucht, den neuen Kurs zu fahren, sind andere schon mehrere Kursänderungen weiter. :(

Was e-mobile angeht, VW hat da schon einen Kunden für den Start - Norwegen, "Schon 2025 (in ~8,5 Jahren) könnten nur noch E-Autos zugelassen werden titelt Welt 24 am 08.06.2016" Seit dem 16.01.2017 das ist gerade einmal knapp drei Monate her, dürfen In Oslo an bestimmten Tagen :
SPON hat geschrieben:von 6 bis 22 Uhr keine dieselgetriebenen Privatfahrzeuge unterwegs sein, haben die Behörden gerade angeordnet. Wer keine Ausnahmegenehmigung hat, trotzdem fährt und erwischt wird, muss 1500 Norwegische Kronen (rund 165 Euro) Geldstrafe bezahlen.

Oslos Bürger stellen sich auf ein Chaos ein. Denn 45 Prozent aller PKW im Ballungsraum der Metropole mit seinen fast zwei Millionen Menschen sind dieselgetrieben.
Die müssen auch keine Autoindustrie mit hunderttausenden von Arbeitsplätzen ins Kalkül ziehen. Bedienen können sich e-mobil Käufer in Norwegen bei jedem der international aktiven Hersteller.
Norwegen bietet Autokäufern ein Füllhorn von Kaufanreizen. So sind E-Mobile von der Zulassungssteuer befreit, die bei Autos mit Verbrennungsmotor im Durchschnitt mehr als 100.000 Kronen (gut 11.000 Euro) beträgt. Ebenso müssen ihre Käufer keine Mehrwertsteuer von 25 Prozent bezahlen. Und sie sind auch von der Maut befreit, die in Norwegen an allen erdenklichen Orten abkassiert wird. In Oslo dürfen E-Mobilisten dazu gratis parken sowie vielerorts auf der Busspur am Stau vorbeifahren und kostenlos Strom tanken.
Taktik : "Zuckerbrot für E-Mobile, Peitsche für Dieselfahrzeuge" Diese Grafik zeigt wo es lang geht. Sicher, das ist (noch) nur Norwegen :?:

Für VW bietet sich so eine Chance ihre Produktion aufzumischen - andere Hersteller folgen - das wiederum wird die Preise auch für Deutsche zunehmend attraktiver machen - eine "Anschubfinanzierung" der anderen Art.

Oh Wunder, auch in D gibt es nicht nur rückwärts orientierte Zeitgenossen. "Exportweltmeister" bleibt nur, wer etwas hat, was andere nicht haben, exportieren kann. Neben den bekannten Exporten, exportieren wir - davon redet hier kaum jemand - unsere aktivsten und wohl auch klügsten Köpfe in alle Wert. Das ist etwas, was "wir uns" nun wirklich nicht leisten können..... :(

Was die Amis angeht, das muss wohl abgewartet werden - der neue Präsi und gerade Elon Musk sind durchaus (noch) auf "gutem Fuß" miteinander...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Mo 3. Apr 2017, 19:36

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:27)

Du kennst mich ja und ich argumentiere gern, dass man seiner Heimat treu bleiben sollte, weil man ja von seinen Eltern das Leben bekam und vom Staat und Umfeld Bildung und Erziehung und man eine Verantwortung hat, diese Gaben zu nutzen, um seine Schulden an die Gesellschaft zurückzuzahlen.
Aber die von Dir genannte Perspektive hat auch eine Berechtigung. Eine Gesellschaft, die einem Freigeist die Flügel stutzt, darf sich nicht wundern, wenn der Vogel den Käfig gern verlassen möchte.
Wir sollten in Deutschland auch einen Ort schaffen, wo die Verrückten sich austoben können. Berlin geht da sicherlich schon mal in die richtige Richtung.

In Berlin mag das etwas lockerer sein als in konservativen Regionen, aber die staatlichen Rahmenbedingungen sind da ja nicht nennenswert anders. Und da wirst Du auch Leute finden, wie bei jedem innovativen, ambitionierten Unternehmen erstmal ihren Wunsch äußern, dass die Leute scheitern. Und wenn ein Projekt von zehn eingestampft wird, schreit man gehässig "Ha! Hab ich's doch gewusst! (Auch wenn ich mangels Wissen gar nicht abschätzen konnte, woran man scheitern könnte)" und spielt wieder den Angestellten, der den Sozialstaat schätzt und jeden Handgriff erklärt bekommen muss. Risiken eingehen? Pfui!
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 19:44

frems hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:36)

In Berlin mag das etwas lockerer sein als in konservativen Regionen, aber die staatlichen Rahmenbedingungen sind da ja nicht nennenswert anders. Und da wirst Du auch Leute finden, wie bei jedem innovativen, ambitionierten Unternehmen erstmal ihren Wunsch äußern, dass die Leute scheitern. Und wenn ein Projekt von zehn eingestampft wird, schreit man gehässig "Ha! Hab ich's doch gewusst! (Auch wenn ich mangels Wissen gar nicht abschätzen konnte, woran man scheitern könnte)" und spielt wieder den Angestellten, der den Sozialstaat schätzt und jeden Handgriff erklärt bekommen muss. Risiken eingehen? Pfui!


was ja häufig beschrieben wird, wenn man die Gründe in den USA mit den Gründern in Deutschland vergleicht

wenn in den USA jemand scheitert, dann versucht man es noch einmal oder macht etwas anderes
in Deutschland ist jemand, der scheitert, wahlweise ein Versager oder Betrüger

ich finde es gut, wenn in Deutschland eine neue Gründerkultur entsteht und ja - solche Veranstaltungen des
Scheiterns, wo Gründer über ihr Scheitern berichten und die Gründe dafür nennen - ist gut und lehrreich,
denn es ist doch besser, aus den Fehlern anderer zu lernen, als die Fehler selbst zu machen.

Ich glaube, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen (ca. 500 Euro/Monat) den Menschen einen Rückhalt geben könnte, das Wagnis Unternehmensgründung einzugehen. Schauen wir mal nach Finnland - denn dort experimentiert man in der Region mit dem Grundeinkommen, wo Nokia tausende Arbeitsplätze abgebaut hat.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Mo 3. Apr 2017, 20:41

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 19:58)

Mursk ist ein Macher - jemand wie ihn könnte es in Deutschland nicht geben.
In Deutschland würde er entweder keine Kapitalgeber finden, weil ihm jeder sagt, dass das alles nicht funktionieren kann, was er vorhat - bzw. die vielen Vorschriften und Zulassungsverfahren ihm das Genick brechen würden - oder - wenn er damit erfolgreich ist, würden ihm die Linken nicht die Butter aufs Brot gönnen, weil es ja ungerecht wäre, wenn einer allein so viel Geld hat - dass man eine hohe Steuer einführen sollte, um ihm das Geld wieder wegzunehmen.

Zum Glück gibt es Amerika und solche Menschen, die uns zeigen, dass Träume und Spinnereien doch wahr werden können.

Du kannst doch auch in Musk investieren ... hast du es schon getan? Wenn "nein", warum nicht?
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 20:50

jack000 hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:41)

Du kannst doch auch in Musk investieren ... hast du es schon getan? Wenn "nein", warum nicht?


Ich habe gerade keine Bank, wo ich günstig Aktien kaufen und aufbewahren kann.
und wenn ich eine solche Bank hätte, würde ich keine Aktie kaufen, die ich persönlich
für überbewertet halte

Ich bin auch ein anderer Anlegertyp - ich kaufe dann, wenn alle panisch ihre Aktien auf den Markt werfen - ich kaufe
nicht in steigende Aktien sondern versuchte Tiefkurse zu erwischen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Schnitter » Mo 3. Apr 2017, 20:51

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 20:44)

was ja häufig beschrieben wird, wenn man die Gründe in den USA mit den Gründern in Deutschland vergleicht

wenn in den USA jemand scheitert, dann versucht man es noch einmal oder macht etwas anderes
in Deutschland ist jemand, der scheitert, wahlweise ein Versager oder Betrüger

ich finde es gut, wenn in Deutschland eine neue Gründerkultur entsteht und ja - solche Veranstaltungen des
Scheiterns, wo Gründer über ihr Scheitern berichten und die Gründe dafür nennen - ist gut und lehrreich,
denn es ist doch besser, aus den Fehlern anderer zu lernen, als die Fehler selbst zu machen.

Ich glaube, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen (ca. 500 Euro/Monat) den Menschen einen Rückhalt geben könnte, das Wagnis Unternehmensgründung einzugehen. Schauen wir mal nach Finnland - denn dort experimentiert man in der Region mit dem Grundeinkommen, wo Nokia tausende Arbeitsplätze abgebaut hat.


Musk ist genial.

Ein Innovator, ein Pionier.

Dank Leuten wie ihm fahren wir nicht mehr mit Postkutschen durch die Gegend.

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Mo 3. Apr 2017, 20:52

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:50)

Ich habe gerade keine Bank, wo ich günstig Aktien kaufen und aufbewahren kann.
und wenn ich eine solche Bank hätte, würde ich keine Aktie kaufen, die ich persönlich
für überbewertet halte

Ich bin auch ein anderer Anlegertyp - ich kaufe dann, wenn alle panisch ihre Aktien auf den Markt werfen - ich kaufe
nicht in steigende Aktien sondern versuchte Tiefkurse zu erwischen.

Zumindest würdest du doch niemals auf die Idee kommen in Aktien zu investieren, deren Unternehmen mehr Geld im Quartal verbrennt als es Umsatz hat ...
=> Somit ist es unfair das anderen vorzuwerfen!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 3. Apr 2017, 20:55

Schnitter hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:51)

Musk ist genial.

Ein Innovator, ein Pionier.

Dank Leuten wie ihm fahren wir nicht mehr mit Postkutschen durch die Gegend.

Als Entwicklungsleiter fasziniert mich sein Treiben.



was haben wir?
wie haben die CopyCat Samwer-Brothers - nicht so innovativ (sie kopieren Ideen, die in anderen Ländern funktionieren und passen die auf das jeweilige Land an) - aber Macher der anderen Art, die auch gebraucht werden.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 4. Apr 2017, 08:46

theo hat geschrieben:(03 Apr 2017, 19:58)

Mursk ist ein Macher - jemand wie ihn könnte es in Deutschland nicht geben.
In Deutschland würde er entweder keine Kapitalgeber finden, weil ihm jeder sagt, dass das alles nicht funktionieren kann, was er vorhat - bzw. die vielen Vorschriften und Zulassungsverfahren ihm das Genick brechen würden - oder - wenn er damit erfolgreich ist, würden ihm die Linken nicht die Butter aufs Brot gönnen, weil es ja ungerecht wäre, wenn einer allein so viel Geld hat - dass man eine hohe Steuer einführen sollte, um ihm das Geld wieder wegzunehmen.

Zum Glück gibt es Amerika und solche Menschen, die uns zeigen, dass Träume und Spinnereien doch wahr werden können.


Musk ist ein Blender. Sein Geschäftsmodell ist den Investoren das Gehirn auf links zu ziehen und sie dann auszunehmen. Technologie ist nur das Vehikel um ans Geld zu kommen. Und wenn das Geld verbrannt ist ist er ja für nichts persönlich haftbar zu machen.......und er behandelt seine Mitarbeiter postsozial. Schlechte Jobs mit High-Tech- Produkten. Schöne neue Welt.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 4. Apr 2017, 08:48

Schnitter hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:51)

Musk ist genial.

Ein Innovator, ein Pionier.

Dank Leuten wie ihm fahren wir nicht mehr mit Postkutschen durch die Gegend.

Als Entwicklungsleiter fasziniert mich sein Treiben.


Du bist seine Zielgruppe.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon firlefanz11 » Di 4. Apr 2017, 09:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Apr 2017, 09:46)

Musk ist ein Blender. Sein Geschäftsmodell ist den Investoren das Gehirn auf links zu ziehen und sie dann auszunehmen. Technologie ist nur das Vehikel um ans Geld zu kommen. Und wenn das Geld verbrannt ist ist er ja für nichts persönlich haftbar zu machen...

Linksgestrickte SPD Betonköppe mit grünem Anstrich wie Du werden jedenfalls nie in die Verlegenheit kommen mit faszinierenden Ideen u. Pioniergeist Leuten Geld aus der Tasche zu leieren.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 4. Apr 2017, 09:54

firlefanz11 hat geschrieben:(04 Apr 2017, 10:31)

Linksgestrickte SPD Betonköppe mit grünem Anstrich wie Du werden jedenfalls nie in die Verlegenheit kommen mit faszinierenden Ideen u. Pioniergeist Leuten Geld aus der Tasche zu leieren.


Mich können die Trump´s und Musk´s dieser Welt jedenfalls nicht blenden. Faszinierende Ideen faszinieren mich. Dumpfe Technikgläubigkeit schreckt mich ab.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Di 4. Apr 2017, 10:30

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Apr 2017, 09:46)

Musk ist ein Blender. Sein Geschäftsmodell ist den Investoren das Gehirn auf links zu ziehen und sie dann auszunehmen. Technologie ist nur das Vehikel um ans Geld zu kommen. Und wenn das Geld verbrannt ist ist er ja für nichts persönlich haftbar zu machen.......und er behandelt seine Mitarbeiter postsozial. Schlechte Jobs mit High-Tech- Produkten. Schöne neue Welt.

Aber die "schlechten Jobs" führten dazu, dass Tesla sowie SpaceX mittlerweile zu den fünf beliebtesten bzw. populärsten Arbeitgebern für junge Ingenieure gehören: https://www.forbes.com/sites/kathryndil ... s-in-2016/

Angesichts der innovativen Forschungsprojekte und Gehaltsaussichten kann man es den Leuten kaum verdenken.
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