Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Adam Smith
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Mo 27. Nov 2017, 21:08

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 20:49)

Vielen Dank dafür, daß Sie mir Ihr Wissen zum Stand der Technik von Brennstoffzellen zugänglich gemacht haben. Im Ergebnis dürfen wir also irgendwann massenhaft preisgünstige Brennstoffzellen erwarten. Damit dürfte in weiten Bereichen das Ende der großen Antriebsbatterien fest stehen.

Bei aller Hochachtung vor dem Selbstdarsteller und technikverliebten Herrn Musk... die Brennstoffzelle dürfte ihm die Geschäftsgrundlage für seine weitreichenden Pläne mit batterie-elektrischen Fahrzeugen entziehen. Wenn er kein Dickkopf ist, dann erkennt er das noch rechtzeitig und schwenkt auf Antriebe mit Brennstoffzellen um.

So weit ich sehen konnte, sind auch bei Antrieben mit Brennstoffzellen leistungsfähige Antriebsbatterien zur Pufferung von Antriebsenergie unvermeidlich, wenn auch mit bescheideneren Batteriekapazitäten. Vielleicht muß man sich das so vorstellen wie bei Hybridfahrzeugen der Firma Toyota. Dort werden Beschleunigung und "Recuperation" mit der Antriebsbatterie gesteuert, die Dauerlast aber einem gewöhnlichen Verbrennungsmotor zugewiesen. Wenn man diese Dauerlast aus einer Brennstoffzelle beziehen kann, dann ist man am Ziel der Entwicklung angelangt.

Musk ist ein vehementer Gegner der Brennstoffzelle. Wenn Musk etwas auf der Welt nicht mag, dann ist es die Brennstoffzelle. Durch seine Investitionen hat er sich festgelegt. Wechseln kann er nicht mehr.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 21:14

Adam Smith hat geschrieben:(27 Nov 2017, 21:08)

Musk ist ein vehementer Gegner der Brennstoffzelle. Wenn Musk etwas auf der Welt nicht mag, dann ist es die Brennstoffzelle. Durch seine Investitionen hat er sich festgelegt. Wechseln kann er nicht mehr.


Auha, das wird aber ein Absturz!
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Mo 27. Nov 2017, 21:32

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 21:14)

Auha, das wird aber ein Absturz!

Leider erst in vielen Jahren. Im Moment reagieren alle auf Tesla und stellen keine Brennstoffzellen-Autos her. Von Toyota gibt es den Mirai. Das war es aber auch schon. Und der kostet 80.000 Euro.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Mo 27. Nov 2017, 21:59

2018 wird auf jeden Fall die Nachfrage nach Kobalt deutlich zunehmen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 22:04

Adam Smith hat geschrieben:(27 Nov 2017, 21:32)

Leider erst in vielen Jahren. Im Moment reagieren alle auf Tesla und stellen keine Brennstoffzellen-Autos her. Von Toyota gibt es den Mirai. Das war es aber auch schon. Und der kostet 80.000 Euro.


HYUNDAI hat sich auch an den Antrieb mit Brennstoffzelle im Serienbau heran gewagt. Ein SUV, der aber auch richtig Geld kostet. Daimler ist mit einer Vorserie in den USA eingestiegen, angeblich mit einer eigenen Brennstoffzelle! Nur kann man den Ankündigungen dieser Manager nicht vertrauen. Angeblich soll Mitte 2020 eine ganze Heerschar von Autos mit Brennstoffzellen angeboten werden (VW, Daimler, BMW...) Wenn Herr Musk bis dahin nicht sein Hauptgeschäft mit batterie-elektrischen Autos machen konnte, dann wird er von dieser Entwicklung überrollt.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Mo 27. Nov 2017, 22:09

Adam Smith hat geschrieben:(27 Nov 2017, 21:59)

2018 wird auf jeden Fall die Nachfrage nach Kobalt deutlich zunehmen.


Das kann man wohl sagen:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 27592.html
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Mo 27. Nov 2017, 23:28

H2O hat geschrieben:(27 Nov 2017, 20:49)Bei aller Hochachtung vor dem Selbstdarsteller und technikverliebten Herrn Musk... die Brennstoffzelle dürfte ihm die Geschäftsgrundlage für seine weitreichenden Pläne mit batterie-elektrischen Fahrzeugen entziehen. Wenn er kein Dickkopf ist, dann erkennt er das noch rechtzeitig und schwenkt auf Antriebe mit Brennstoffzellen um.

In der Tat sehe ich da die Brenstoffzelle noch lange nicht am Ende, aber Musk wird da nicht umschwingen wollen oder auch können.
=> Was die Zukunft bringt wird sich zeigen ... ob das bessere Konzept gewinnt hängt nicht davon ab ob es das bessere Konzept ist ....
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 28. Nov 2017, 00:46

Was Musk alles Nicht kann und wie wenig Verlass auf ihn ist - da gibt es hier viel zu lesen.

Warum hat sich niemand bislang für diese Wette interessiert ? Quelle : Manager Magazin (15.03.2017)"Australien schreibt Speicher-Auftrag aus | Rivale zu Musks irrer 200-Millionen-Wette: Wir sind schneller"Das wäre doch die Gelegenheit gewesen dessen Unvermögen mal ganz groß zu feiern...

Nun hat leider nicht geklappt ... :dead:

Quelle : derStandarf.at (23.11.2017) "Musk gewann Wette: Tesla baute größten Akku der Welt in unter 100 Tagen"

Und weil man bei Musk besonders misstrauisch sein muss - was sagen denn die Australier - wissen die überhaupt was dazu :?: Nja tatsächlich : Quelle : FORTUNE (23.10.2017) "Tesla Just Finished Building the World's Biggest Battery on a Wind Farm in South Australia"
FORTUNE hat geschrieben:(29.09.2017) Last year’s state-wide blackout was blamed by opponents of renewable energy on the state’s rush to embrace wind and solar, and fueled a backlash that has split Australia’s conservative federal government and led to renewed calls to support coal-fired power.
South Australia hopes the Tesla battery will forestall further blackouts, but Australia’s Treasurer Scott Morrison says it is just a “Hollywood solution” that is not solving the bigger problem of how to supply power when the wind isn’t blowing.
Analysts have estimated the battery, which will be tied to a wind farm run by France’s Neoen, should cost around $750 to $950 per kilowatt, or up to $95 million. Musk said in July the cost to Tesla would be “$50 million or more” if it failed to deliver the project on time.
Der letztjährige landesweite Stromausfall wurde von den Gegnern der erneuerbaren Energien für den Ansturm des Staates auf Wind und Sonne verantwortlich gemacht und löste eine Gegenreaktion aus, die Australiens konservative Bundesregierung spaltete und zu erneuten Aufrufen zur Unterstützung von Kohlekraft führte.

Südaustralien hofft, dass die Tesla-Batterie weiteren Stromausfällen vorbeugen wird, aber der australische Schatzmeister Scott Morrison sagt, es sei nur eine "Hollywood-Lösung", die das größere Problem der Stromversorgung nicht löst, wenn der Wind nicht bläst. Analysten schätzen, dass die Batterie, die an einen Windpark des französischen Neoen angeschlossen ist, etwa 750 bis 950 US-Dollar pro Kilowatt oder bis zu 95 Millionen US-Dollar kosten sollte. Musk sagte im Juli, dass die Kosten für Tesla "50 Millionen Dollar oder mehr" betragen würden, wenn das Projekt nicht pünktlich geliefert würde.
(23.11.2017)FORTUNE hat geschrieben:Tesla (tsla, +0.38%) has completed construction of the world’s largest lithium ion battery in Australia, putting it on track to meet a 100-day deadline for switching the battery packs on, the South Australian government said on Thursday.
Tesla won a bid in July to build the 129 megawatt hour battery for South Australia, the country’s most wind power-dependent state, [/b]When the grid connection deal was signed on Sept. 29, Tesla was already half way through installing the battery packs.

The Tesla Powerpacks have now been fully installed at a wind farm run by France’s Neoen, and testing is set to begin to provide grid security services in South Australia.

“While others are just talking, we are delivering our energy plan, making South Australia more self-sufficient, and providing back up power and more affordable energy for South Australians this summer,” state Premier Jay Weatherill said in a statement.
Tesla (tsla, + 0,38%) hat den Bau der weltweit größten Lithium-Ionen-Batterie in Australien abgeschlossen und damit die 100-Tage-Frist für den Wechsel der Batteriepacks erreicht, sagte die südaustralische Regierung am Donnerstag. Tesla gewann im Juli den Zuschlag für den Bau der 129-Megawattstunden-Batterie für Südaustralien, dem am stärksten von Windkraft abhängigen Bundesstaat, mit dem Gelöbnis von Chief Executive Elon Musk, es innerhalb von 100 Tagen nach der Unterzeichnung einer Netzanschlussvereinbarung zu installieren. der Staat kostenlos.

Als der Netzverbindungsvertrag am 29. September unterzeichnet wurde, war Tesla bereits bei der Installation der Akkupacks. Die Tesla Powerpacks sind jetzt vollständig in einem Windpark des französischen Unternehmens Neoen installiert, und Tests sollen in Südaustralien mit Netzsicherheitsdiensten beginnen. "Während andere nur reden, liefern wir unseren Energieplan, machen Südaustralien autarker und bieten Ersatzstrom und günstigere Energie für die Südaustralier in diesem Sommer", sagte Premier Jay Weatherill in einer Erklärung.
Nun können Interessierte beobachten wie diese EE (WKA) mit einem Speicher zusammenarbeiten. Ein französisches Unternehmen gewinnt so wertvolle Daten für den heimischen - europäischen Markt. Schau mer mal... :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 28. Nov 2017, 01:07

(27.11.2017) James hat geschrieben:Interessante Neuigkeiten. In Japan investiert man in der Tat viel in die Brennstoffzelle. Gab kürzlich einen Artikel auf "Spiegel Online", der sehr viral war.
Hauptsache, man geht rational an die Sache ran. Die Verbraucher müssen sich informieren und entsprechend politisch wählen und kaufen.


Nun was sagt man dazu : Quelle : heise online (28.11.2017 "Studie: Elektroautos mit Batterie sind effizienter als mit Brennstoffzelle" :?
Mit einem Berechnungsmodell sind Forscher der Stanford University und der Technischen Universität München (TUM) der Frage nachgegangen, welcher Antrieb künftig wirtschaftlicher bei Elektroautos sein wird, um CO2-Emissionen zu reduzieren: Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Batterie? Das Ergebnis fällt zugunsten Batterie betriebener Elektrofahrzeuge aus, wie sie in ihrer im Journal "Energy" veröffentlichten Studie schreiben. In ihre Berechnung bezogen die Wissenschaftler verschiedene ökonomische und ökologische Faktoren für Zukunftsszenarien bis zum Jahr 2035 mit ein. So wollen sie Politikern Entscheidungshilfen liefern, in welche Technik am besten investiert werden sollte.
Sicher irren die oder sind die womöglich gekauft von der e-mobil Mafia :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Di 28. Nov 2017, 05:56

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Nov 2017, 00:46)

Was Musk alles Nicht kann und wie wenig Verlass auf ihn ist - da gibt es hier viel zu lesen.

Warum hat sich niemand bislang für diese Wette interessiert ? Quelle : Manager Magazin (15.03.2017)"Australien schreibt Speicher-Auftrag aus | Rivale zu Musks irrer 200-Millionen-Wette: Wir sind schneller"Das wäre doch die Gelegenheit gewesen dessen Unvermögen mal ganz groß zu feiern...

Nun hat leider nicht geklappt ... :dead:

Quelle : derStandarf.at (23.11.2017) "Musk gewann Wette: Tesla baute größten Akku der Welt in unter 100 Tagen"

Und weil man bei Musk besonders misstrauisch sein muss - was sagen denn die Australier - wissen die überhaupt was dazu :?: Nja tatsächlich : Quelle : FORTUNE (23.10.2017) "Tesla Just Finished Building the World's Biggest Battery on a Wind Farm in South Australia"
Nun können Interessierte beobachten wie diese EE (WKA) mit einem Speicher zusammenarbeiten. Ein französisches Unternehmen gewinnt so wertvolle Daten für den heimischen - europäischen Markt. Schau mer mal... :?:

Wieder ein Grund mehr für stark steigende Kobalt-Preise.
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Adam Smith
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Di 28. Nov 2017, 07:08

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Nov 2017, 01:07)

Nun was sagt man dazu : Quelle : heise online (28.11.2017 "Studie: Elektroautos mit Batterie sind effizienter als mit Brennstoffzelle" :?
Sicher irren die oder sind die womöglich gekauft von der e-mobil Mafia :?:

Es geht hier um das CO2. Die Erzeugung von Wasserstoff benötigt viel Energie. Dafür gehen dafür weniger Rohstoffe drauf. Wie viel Kobalt hat denn Musk in Australien verbraucht? Zu den Autos und LKWs kommen ja jetzt diese Akkus noch hinzu. Die irren sich nicht. Die übersehen nur etwas.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Di 28. Nov 2017, 08:08

garfield336 hat geschrieben:(27 Nov 2017, 17:26)

Wenn sie mit dem derzeitigen Modell 2019 Gewinn erwirtschten, Das mag sein, aber.

Sie werden den Gewinn reinvestieren müssen, um Technologisch aufzuholen. Die Tradionshäuser haben noch grossen Vorsrpung.

Tun sie es nicht werden sie das Jahr darauf wieder Verluste einfahren. Wer kauft schon ein Qualitativ Minderwertiges Produkt für einen astronomischen Preis?


Teslafanboys ;) Die alten Automobilkonzerne sind doch out.
Außerdem hat Tesla einen Vorteil. Die haben ein völlig neues Auto konzepiert, während die anderen Autohersteller nur etwas Verbrennungsmotor rausnehmen und Elektromotor reintun.
Dazu ist Tesla beim Thema Batterien recht gut aufgestellt und weniger abhängig von Zulieferern. Selbstfahrende Autos? Keine Ahnung, wie gut andere da sind, aber Tesla ist gut.

Ich persönlich finde, dass Tesla als Aktie in Ordnung bewertet ist, wobei das Upside- und Downsidepotential entsprechend hoch ist.

Ich hab BMW-Aktien :)
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon garfield336 » Di 28. Nov 2017, 08:55

franktoast hat geschrieben:(28 Nov 2017, 08:08)

Teslafanboys ;) Die alten Automobilkonzerne sind doch out.
Außerdem hat Tesla einen Vorteil. Die haben ein völlig neues Auto konzepiert, während die anderen Autohersteller nur etwas Verbrennungsmotor rausnehmen und Elektromotor reintun.
Dazu ist Tesla beim Thema Batterien recht gut aufgestellt und weniger abhängig von Zulieferern. Selbstfahrende Autos? Keine Ahnung, wie gut andere da sind, aber Tesla ist gut.

Ich persönlich finde, dass Tesla als Aktie in Ordnung bewertet ist, wobei das Upside- und Downsidepotential entsprechend hoch ist.

Ich hab BMW-Aktien :)



Selbstfahrende Autos sind auch deutsche Hersteller Spitze, sie machen nur weniger brimborium darum und nennen es auch nicht "Autopilot"....
Sie sind einfach konservativer um rechtliche Probleme aus dem Weg zu gehen. Mercedes ist da zum Beispiel nicht schlechter.

Sie haben Recht, der Haupttrumpf von Tesla sind die Batterien.

Nun ich sehe die Aktie von Tesla als Hochrisikokapital.
BMW halte ich für solider und auch sehr gut aufgestellt.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Di 28. Nov 2017, 09:49

jack000 hat geschrieben:(27 Nov 2017, 23:28)

In der Tat sehe ich da die Brenstoffzelle noch lange nicht am Ende, aber Musk wird da nicht umschwingen wollen oder auch können.
=> Was die Zukunft bringt wird sich zeigen ... ob das bessere Konzept gewinnt hängt nicht davon ab ob es das bessere Konzept ist ....


Nach derzeitigem Kenntnisstand bin ich ganz wohlgemut, daß die Brennstoffzelle das Rennen machen wird. Bisher hatte es immer in mir rumort, daß das grundsätzliche Verfahren lange vor dem Verbrennungsmotor ersonnen wurde, und es dennoch fast 170 Jahre dauerte, bis man sich wieder sehr ernsthaft damit befaßt hatte. Da kommen Zweifel auf! Der Durchbruch scheint mir die Möglichkeit zu sein, auf Platin als Bestandteil des Katalysators für die "kalte Verbrennung" verzichten zu können.

Wie ich schon an anderer Stelle angemerkt hatte: Hier wird der Markt für Klarheit sorgen. Das Potential für einen 1:1-Ersatz der Verbrennungsmotoren liegt zweifellos bei der Brennstoffzelle. Weiterer Punkt: Die Wertschöpfung für Kfz-Hersteller und die "Einzigartigkeit" ihrer Fahrzeuge liegt in der selbst entwickelten Brennstoffzelle und der zugehörigen Steuerung. So weit ich das überblicke, entfällt auch jede Abhängigkeit von exotischen Materialien. Wenn das kein zusätzlicher Anlaß zu hohen Investitionen in diese Technik ist... die ja grundsätzlich schon in Kfz und Eisenbahnen und U-Booten und Flugzeugen (!) eingesetzt wird... dann wüßte ich nicht, wo Wissenschaft und Technik sonst noch ihren Schweiß vergießen sollten.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 29. Nov 2017, 11:28

Adam Smith hat geschrieben:(27 Nov 2017, 21:32)
Von Toyota gibt es den Mirai. Das war es aber auch schon.

Nö, nicht ganz. Hyundai hat den Tucson u. ix35 Fuel Cell...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Fr 22. Dez 2017, 13:33

Das US-Logistikunternehmen hat den bislang größten Batzen an Elektro-Sattelschleppern bei Tesla vorbestellt.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 24115.html

Das meint der Leser:

Laut Heise-Forum, Finanzen.net und anderen Expertenseiten ist Tesla doch bis Ende 2018 Pleite bzw. ist das alles physikalisch gar nicht machbar. Weshalb sollten namhafte Firmen nun - für ihre Größenverhältnisse zwar kleine - Bestellungen für ein Produkt aufgeben, welches aus oben genannten Gründen niemals existieren wird? Weshalb fragt der Einkauf dieser Großunternehmen nicht mal vorher hier im Forum?
Wie dumm kann man sein?


Er kennt wohl noch nicht das PF.
Labskaus!

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Fr 22. Dez 2017, 14:41

frems hat geschrieben:(22 Dec 2017, 13:33)

Das US-Logistikunternehmen hat den bislang größten Batzen an Elektro-Sattelschleppern bei Tesla vorbestellt.
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 24115.html

Das meint der Leser:



Er kennt wohl noch nicht das PF.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemassnahme.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Fr 22. Dez 2017, 15:22

H2O hat geschrieben:(28 Nov 2017, 09:49)
... die ja grundsätzlich schon in Kfz und Eisenbahnen und U-Booten und Flugzeugen (!) eingesetzt wird... dann wüßte ich nicht, wo Wissenschaft und Technik sonst noch ihren Schweiß vergießen sollten.


Es geht nur um die Brennstoffzelle an sich.

Guckstu Wiki....

Bipolarplatte als Elektrode mit eingefräster Gaskanalstruktur, beispielsweise aus leitfähigen Kunststoffen (durch Zugabe von zum Beispiel Carbon-Nanoröhrchen elektrisch leitend gemacht);
poröse Carbon-Papiere;
Reaktivschicht, meist auf die Ionomermembran aufgebracht. Hier stehen die vier Phasen Katalysator (Pt), Elektronenleiter (Ruß oder Carbon-Nanomaterialien), Protonenleiter (Ionomer) und Porosität miteinander in Kontakt;
protonenleitende Ionomermembran: gasdicht und nicht elektronenleitend.


Was hat der Onkel da hervorgehoben ?

Erschütterungen - Also die bekannten "Blumenschalen" (unbepflanzt) in der Fahrbahn - gibt es bei U-Booten und Fliegern gaaaaanz selten.



....You've got that touch so gentle and sweet .... >> hat der Flieger aufzusetzen...

Ähmmmmm das "Carbon" ist nicht Kohlefaser-Kunstoff......sondern Carbon - (>>CC = Carbon - Coppy..)

So ähnlich wie eine handelsübliche "Bleistiftmine"...

Je feiner die Struktur - je mehr Leistung auf geringem Raum......höhere Bruchgefahr. - und BRUCH - ist BRUCH - so wie bei einer Salatschüssel .

Sicher wird die Wissenschaft da was finden. Eine "Bewährung" ...wie das Eisen im Beton. Im Moment wird "gepresst"...

Natürlich kommt man da ohne Platin aus....nur dann muss der Brennstoff gaaaanz rein sein - und das Metall nicht "vergiften"//oxidieren.
Das gibt sonst Ausblühungen - die das Material auseinandertreiben.... (So wie nasses Mauerwerk aussen im Winter.)

Also - mit ein paar Kilo 10 Karätern (Diamant) sicher machbar...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Fr 22. Dez 2017, 16:56

Teeernte hat geschrieben:(22 Dec 2017, 15:22)

Es geht nur um die Brennstoffzelle an sich.

Guckstu Wiki.......
Also - mit ein paar Kilo 10 Karätern (Diamant) sicher machbar...


An der Lösung dieser Schwierigkeiten muß man eben geduldig arbeiten. Für Klugschnackereien ist dabei wenig Zeit verfügbar. Toyota und Hyundai haben da schon einmal praktische Lösungen vorgelegt. Die werden sicher nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. So wie ich diese Erdenbewohner einschätze, werden sie auch ihr Ziel erreichen. Vielleicht kümmert sich demnächst ja auch die Firma Samsung um dieses Produkt.

Die Firma Alsthom betreibt Regionalzüge mit Brennstoffzellen im Raum Braunschweig/Wolfsburg/Magdeburg. Da geht es sicher auch nicht besonders zartfühlend zur Sache.

Ich habe das Gefühl, daß unsere Innovationskraft nicht ausreicht, um mit diesen Leuten Schritt zu halten! Runter vom hohen Roß und 'ran an 'n Speck!
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Adam Smith » Fr 22. Dez 2017, 17:24

H2O hat geschrieben:(22 Dec 2017, 16:56)

An der Lösung dieser Schwierigkeiten muß man eben geduldig arbeiten. Für Klugschnackereien ist dabei wenig Zeit verfügbar. Toyota und Hyundai haben da schon einmal praktische Lösungen vorgelegt. Die werden sicher nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten. So wie ich diese Erdenbewohner einschätze, werden sie auch ihr Ziel erreichen. Vielleicht kümmert sich demnächst ja auch die Firma Samsung um dieses Produkt.

Die Firma Alsthom betreibt Regionalzüge mit Brennstoffzellen im Raum Braunschweig/Wolfsburg/Magdeburg. Da geht es sicher auch nicht besonders zartfühlend zur Sache.

Ich habe das Gefühl, daß unsere Innovationskraft nicht ausreicht, um mit diesen Leuten Schritt zu halten! Runter vom hohen Roß und 'ran an 'n Speck!


Bald werden wir es wissen.

15. Sep 2017

Tokio (JAPANMARKT/fr) – Die japanische Technologiegruppe Nisshinbo hat einen Katalysator für Brennstoffzellen entwickelt, der ohne Platin auskommt. Damit könnten die Kosten von Wasserstoff-Autos um Tausende von Euros sinken.

Teurer Brennstoffzellen-Katalysator

Das Brennstoffzellen-Fahrzeug Mirai von Toyota kostet in Japan 7,2 Millionen Yen (54.500 Euro). Ein Grund für den hohen Preis sind die Katalysatoren aus Platin und anderen hochwertigen Materialien, die 40 bis 45 Prozent der Kosten ausmachen können. Die Forschung von Toyota zielte jahrelang darauf ab, die Menge an Platin zu verringern, um die Zellkosten zu senken.

Nun hat Nisshinbo in einer elfjährigen Zusammenarbeit mit Professor Junichi Ozaki von der Universität Gunma ein Material perfektioniert, das fast genauso effizient als Katalysator wirkt wie die bisherigen Platinelektroden, aber weniger als einen Yen (0,8 Eurocent) pro Gramm kostet. Das ist drei- bis viertausendmal billiger als Platin.

Der kanadische Brennstoffzellen-Spezialist Ballard Power Systems nutzt das neue Material für seine Brennstoffzellen für Smartphones, die im Dezember auf den Markt kommen. Die Zelle mit einem Ausstoß von 30 Watt kann sechs Smartphones aufladen. Diese neue Technologie würde sich auch für den Einsatz in Brennstoffzellen für den Antrieb von Elektroautos eignen.


https://japanmarkt.de/2017/09/15/innova ... tin-kommt/

Wer Erdöl ersetzen will muss etwas anbieten, was nicht genauso begrenzt ist wie Erdöl. Und was bringt es, wenn Kinder in Afrika Cobalt abbauen, außer, dass dann behauptet werden kann, dass wir hier kräftig ausbeuten.

Hoffen wir mal, dass das stimmt.

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