Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Fr 9. Jun 2017, 18:44

MoOderSo hat geschrieben:(09 Jun 2017, 19:15)

Bis jetzt ist es doch noch nicht mal über die Jugend-forscht-Phase hinaus. :|

So würde ich erste funktionierende Prototypen nicht nennen. Dass ein Verkehrssystem nicht in drei Tagen entwickelt wird, sollte sich doch sogar in der SBZ herumgesprochen haben. Von daher ist die bisherige Leistung der Studententeams schon recht beeindruckend. Alternativ fragst Du einen Ingenieur Deines Vertrauens. Und damit mein ich nicht DDR-Sportler, die ihren Ing. aufm Internat machten. :?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Soldmann » Sa 10. Jun 2017, 02:11

MoOderSo hat geschrieben:(09 Jun 2017, 19:15)

Bis jetzt ist es doch noch nicht mal über die Jugend-forscht-Phase hinaus. :|
Fliegen ist halt flexibler und 1000 km/h schaffen die auch. Luftlinie.
Rom wurde auch nicht an einem Tag zerstört.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon MoOderSo » Sa 10. Jun 2017, 07:47

frems hat geschrieben:(09 Jun 2017, 19:44)

So würde ich erste funktionierende Prototypen nicht nennen. Dass ein Verkehrssystem nicht in drei Tagen entwickelt wird, sollte sich doch sogar in der SBZ herumgesprochen haben. Von daher ist die bisherige Leistung der Studententeams schon recht beeindruckend. Alternativ fragst Du einen Ingenieur Deines Vertrauens. Und damit mein ich nicht DDR-Sportler, die ihren Ing. aufm Internat machten. :?

Ich hab noch keinen funktionierenden Prototypen gesehen, der durch eine evakuierte Röhre mit Schallgeschwindigkeit gedonnert ist. Das Ding von den Münchnern war das Einzige, was es überhaupt bis zum Ende vom Tunnel geschafft hat. Die dabei erreichte Spitzengeschwindigkeit von 94km/h ließ die Genossen vom VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau nur müde schmunzeln. „Überholen ohne einzuholen" kennt man dort nur zu gut.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Ger9374 » Sa 10. Jun 2017, 08:27

Musik hat Tempo bei der E-auto Entwicklung
Gemacht, das kann ihm keiner mehr nehmen.
Er ist ein Visionär mit gut vernetzten und sehr werbeträchtigen Ideen. Ein Macher und Gründer
Typ der Start Up Generation. Er wird selbst wissen das nicht alle seine Ideen überleben werden, aber das hindert ihn nicht neues anzugehen, wovor andere Milliarden unternehmen zurückschrecken.
Ein Sympathieträger der auch etwas bereit ist zu riskieren.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 10. Jun 2017, 13:56

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 08:47)

Ich hab noch keinen funktionierenden Prototypen gesehen, der durch eine evakuierte Röhre mit Schallgeschwindigkeit gedonnert ist. Das Ding von den Münchnern war das Einzige, was es überhaupt bis zum Ende vom Tunnel geschafft hat. Die dabei erreichte Spitzengeschwindigkeit von 94km/h ließ die Genossen vom VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau nur müde schmunzeln. „Überholen ohne einzuholen" kennt man dort nur zu gut.

Die Höchstgeschwindigkeit ist da erstmal nicht so wichtig, sondern die störungsfreie Funktion des Systems und seiner Beschleunigung. Verlängern kann man die Bahn für weitere Tests noch immer. Das ist ja keine Raketenwissenschaft. Und die DB ist nicht grundlos in den Panikmodus geraten, nachdem man zuvor noch abfällig predigte, dass das Projekt niemals das Papier verlassen wird. Nun bemüht man sich dort um Schadensbegrenzung und will zumindest noch in die Projektentwicklung reingehen, wenn der Zug (höhö) für die Technologie schon abgefahren ist.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon MoOderSo » Sa 10. Jun 2017, 14:22

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 14:56)

Die Höchstgeschwindigkeit ist da erstmal nicht so wichtig, sondern die störungsfreie Funktion des Systems und seiner Beschleunigung. Verlängern kann man die Bahn für weitere Tests noch immer.

Ganz so trivial ist die Beschleunigung auf Schallgeschwindigkeit nun auch nicht. Zumal in einer Röhre, wo man hübsch interferierende Machwellen züchten kann.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 10. Jun 2017, 14:32

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:22)

Ganz so trivial ist die Beschleunigung auf Schallgeschwindigkeit nun auch nicht. Zumal in einer Röhre, wo man hübsch interferierende Machwellen züchten kann.

Dass noch einiges an Arbeit vor den Teams liegt, bestreitet ja keiner. Die Bedenkträger hielten bloß den jetzigen Stand für unmöglich.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon MoOderSo » Sa 10. Jun 2017, 14:47

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:32)

Dass noch einiges an Arbeit vor den Teams liegt, bestreitet ja keiner. Die Bedenkträger hielten bloß den jetzigen Stand für unmöglich.

Einen Schlitten mit 100 Sachen durch ne Röhre zu jagen ist jetzt noch nicht wirklich beeindruckend. Wer hat denn bitte daran gezweifelt, dass man das machen kann? Der Transrapid fährt schon fast mit halber Schallgeschwindigkeit. Interessant wird es doch erst, wenn es wirklich signifikant darüber hinaus geht.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 10. Jun 2017, 14:53

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:47)

Einen Schlitten mit 100 Sachen durch ne Röhre zu jagen ist jetzt noch nicht wirklich beeindruckend. Wer hat denn bitte daran gezweifelt, dass man das machen kann? Der Transrapid fährt schon fast mit halber Schallgeschwindigkeit. Interessant wird es doch erst, wenn es wirklich signifikant darüber hinaus geht.

Neben der Deutschen Bahn haben auch deutsche Professoren das Konzept bezweifelt -- bevor sie die Designstudie überhaupt gelesen haben. Ein Beispiel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 16316.html

14 Minuten für die Strecke Berlin--Leipzig oder 30 Minuten für Hamburg--Köln sind schon klare Ansagen. Ich bezweifle aber auch, dass wir in Deutschland eine Hyperloop-Strecke erleben werden. Technische Schwierigkeiten gehören aber nicht zu den Gründen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 10. Jun 2017, 19:18

Teeernte hat geschrieben:(01 May 2017, 22:44)

MD>H


Cool.
Kurzwort für Stau:
A2

Ist natürlich einleuchtend,dass jemand ,der in diesen Genuss kommt gnadenloser Verfechter des 1Mann-1Autoprinzips ist und jede Andeutung einer Alternative gnadenlos verteufelt.
Das zeugt von Vorstellungsvermögen,Kreativität und Flexibilität.


Letzte Woche einen abgeladen,der zehn Stunden für die letzten 300 km gebraucht hat. :D
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:42

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:22)

Ganz so trivial ist die Beschleunigung auf Schallgeschwindigkeit nun auch nicht. Zumal in einer Röhre, wo man hübsch interferierende Machwellen züchten kann.
die röhre ist nicht vom gas evakuiert?! bisher hab ich das projekt nur für unmöglich gehalten, jetzt lach ich mir ein ab....
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:43

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:53)

Neben der Deutschen Bahn haben auch deutsche Professoren das Konzept bezweifelt -- bevor sie die Designstudie überhaupt gelesen haben. Ein Beispiel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 16316.html

14 Minuten für die Strecke Berlin--Leipzig oder 30 Minuten für Hamburg--Köln sind schon klare Ansagen. Ich bezweifle aber auch, dass wir in Deutschland eine Hyperloop-Strecke erleben werden. Technische Schwierigkeiten gehören aber nicht zu den Gründen.
du solltest deine studiengebühren zurück verlangen!
:)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:46

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:47)

Einen Schlitten mit 100 Sachen durch ne Röhre zu jagen ist jetzt noch nicht wirklich beeindruckend. Wer hat denn bitte daran gezweifelt, dass man das machen kann? Der Transrapid fährt schon fast mit halber Schallgeschwindigkeit. Interessant wird es doch erst, wenn es wirklich signifikant darüber hinaus geht.
die effekte durch eine schallgeschwindigkeit zeigen sich doch exponentiell zur schallgeschwindigkeit. halbe schallgeschwindigkeit ist irrelevant.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:49

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 14:56)

Die Höchstgeschwindigkeit ist da erstmal nicht so wichtig, sondern die störungsfreie Funktion des Systems und seiner Beschleunigung. Verlängern kann man die Bahn für weitere Tests noch immer. Das ist ja keine Raketenwissenschaft. Und die DB ist nicht grundlos in den Panikmodus geraten, nachdem man zuvor noch abfällig predigte, dass das Projekt niemals das Papier verlassen wird. Nun bemüht man sich dort um Schadensbegrenzung und will zumindest noch in die Projektentwicklung reingehen, wenn der Zug (höhö) für die Technologie schon abgefahren ist.
ich glaub der stoff in hamburg ist ungleich härter als in muc.
niemand wird tunnel in dieser unglaublichen länge bauen!!
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:52

MoOderSo hat geschrieben:(10 Jun 2017, 15:22)

Ganz so trivial ist die Beschleunigung auf Schallgeschwindigkeit nun auch nicht. Zumal in einer Röhre, wo man hübsch interferierende Machwellen züchten kann.
der ice 1 musste schon aerodynamisch an fahrten durch tunnel angepasst werden bei geschwindigkeiten um die 200 km/h. der tgv wäre bei solchen versuchen beschädigt worden.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 10. Jun 2017, 22:56

frems hat geschrieben:(10 Jun 2017, 14:56)

Die Höchstgeschwindigkeit ist da erstmal nicht so wichtig, sondern die störungsfreie Funktion des Systems und seiner Beschleunigung. Verlängern kann man die Bahn für weitere Tests noch immer. Das ist ja keine Raketenwissenschaft. Und die DB ist nicht grundlos in den Panikmodus geraten, nachdem man zuvor noch abfällig predigte, dass das Projekt niemals das Papier verlassen wird. Nun bemüht man sich dort um Schadensbegrenzung und will zumindest noch in die Projektentwicklung reingehen, wenn der Zug (höhö) für die Technologie schon abgefahren ist.
ganz genau! von raketenwissenschaft hast du offensichtlich keine ahnung ...- :)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » So 11. Jun 2017, 12:28

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(10 Jun 2017, 23:49)

ich glaub der stoff in hamburg ist ungleich härter als in muc.
niemand wird tunnel in dieser unglaublichen länge bauen!!

Dass es Tunnel sein müssen, ist ja Deine falsche Prämisse. Hätteste mal was Vernünftiges gelernt...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Do 15. Jun 2017, 18:52

Elon Musk, der größte Blender der Welt?

Von Wolfram Weimer

Es ist ein gewaltiges Marketing-Spektakel: Tesla verkündet die E-Auto-Revolution, sammelt Milliarden und überholt an der Börse Ford, GM und sogar BMW. Dabei macht Tesla hohe Verluste und es mehren sich Probleme. Platzt die Blase?

[...]
Doch für andere ist der Tesla-Chef ein schillernder Blender und Monopoly-Spieler, der das Geld seiner naiven Investoren in gewaltigen Dimensionen verbrennt. Tatsächlich meldet Tesla seit Jahren nur Verluste - und zwar gewaltige. Alleine für das erste Quartal 2017 steht ein Verlust von 330 Millionen Dollar zu Buche, fast doppelt so hoch, wie Analysten erwartet hatten. Tesla verbrennt damit jeden Tag 3,67 Millionen Dollar. Doch die Börse jubelt. Die Tesla-Aktie ist in nur sechs Monaten um 75 Prozent gestiegen. "Es herrscht Goldrauschfieber bei Tesla", urteilen erfahrene Börsianer.

Die Marktkapitalisierung des Elektroautobauers ist inzwischen größer als die der klassischen Autokonzerne Ford und General Motors. Und nun ist sogar BMW eingeholt, was bis vor Kurzem als undenkbar galt, denn noch im Dezember lag die Bewertung von BMW rund 30 Milliarden Dollar über der von Tesla. "30 Milliarden im Halbjahr! Es ist die weltgrößte Börsenwette des Jahres", raunen Aktienhändler aus New York. Kritiker warnen hingegen vor einem Mega-Bluff und einem bevorstehenden Platzen der Blase. Sie verweisen vor allem auf Zahlen: Während Tesla im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 7 Milliarden aufweisen konnte, dabei aber tiefrote Zahlen schrieb, kam BMW bei einem Umsatz von 94,16 Milliarden Euro auf einen Gewinn von 9,67 Milliarden Euro. Auch bei den verkauften Fahrzeugen hat BMW im vergangenen Jahr 2,37 Millionen Autos an die Kunden gebracht. Bei Tesla waren es rund 80.000. BMW verkauft also mehr als 30 Mal so viele Autos wie Tesla.

Großbanken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley warnen nun lautstark vor einer Überbewertung und einem hohen Crash-Risiko. Die Analystenlegende Marc Faber hält die Aktie gar für "wertlos", sie werde kollabieren, Kursziel sei 0 Euro. Der japanische Autobauer Toyota hat sein Aktienpaket von 3 Prozent jedenfalls - wie nach Pfingsten bekannt wurde - flugs abgestoßen und die Entwicklungskooperation mit Tesla beendet. Doch Musk findet immer neue Investoren und begeistert sie mit funkelnden Visionen von futuristischen elektrischen Autoschlitten, Transportkapseln, Raketen. Bis zum Mars will er eines Tages fliegen, völlig neue Batterien und Solarpanele in mega-innovativen Gigafabriken erfinden und ganz Amerika mit Hyperloop-Transporttunneln durchziehen.

http://www.n-tv.de/politik/politik_pers ... 86785.html

Sämtliche Anzeichen eines Schneeballsystems sind erkennbar!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Do 15. Jun 2017, 19:17

jack000 hat geschrieben:(15 Jun 2017, 19:52)

http://www.n-tv.de/politik/politik_pers ... 86785.html

Sämtliche Anzeichen eines Schneeballsystems sind erkennbar!


1. Inwiefern ist hier ein Anzeichen eines Schneeballsystems zu erkennen? Das ist doch das falsche Wort.
2. An der Aktie wird die Zukunft gehandelt.
Laut Analysten, liegt BMWs Umsatz aktuell bei etwa 95Mrd. und 2021 bei 105Mrd. Der Gewinn liegt aktuell bei 6,9Mrd. und 2021 bei 6,8Mrd. Dazu muss man sagen, dass BMW aktuell fast nur Buchgewinne erzielt. Der Cashflow lag 2015 nur etwa 1/8 so hoch wie der Gewinn, 2016 gut 40% des Gewinns. Die BMWs werden heutzutage eben oft auf Pump gekauft.

Wie sieht es bei Tesla aus.
Der Umsatz liegt aktuell bei 7Mrd. 2021 sagt man 42Mrd. voraus. Also liegt der Umsatz von BMW heute knapp 12mal so hoch, so ist er in 5 Jahren nur noch doppelt so hoch. Der Verlust wird dieses Jahr bei etwa 1Mrd. liegen, aber 2021 liegt man bei 3Mrd. Gewinn.

Die Unsicherheit bei Tesla ist enorm. Aber das Potential auch. Man stelle sich vor, die halten das Wachstum bis 2030 durch, wie das Google,Apple, Amazon und Co. auch geschafft haben.

Für mich wäre das Risiko auch zu hoch, aber ich kann die Bewertung verstehen. Man stelle sich mal Amazon vor, als die noch 7Mrd. Umsatz gemacht haben. Die Aktie lag damals bei etwa 50$, heute bei fast 1000$.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Do 15. Jun 2017, 19:39

franktoast hat geschrieben:(15 Jun 2017, 20:17)

1. Inwiefern ist hier ein Anzeichen eines Schneeballsystems zu erkennen? Das ist doch das falsche Wort.

Wieso das falsche Wort? Wenn ständig irgendwas neues aufgerissen wird um was altes zu stopfen um eine Größe darzustellen die nicht vorhanden ist, nennt man das Schneeballsystem!

Die BMWs werden heutzutage eben oft auf Pump gekauft.

Und die Teslas werden alle in bar bezahlt? Im Gegenteil sogar geben die Kunden schon eine Voranzahlung für den Tesla3 ohne das das Auto überhaupt fertig entwickelt war!

Wie sieht es bei Tesla aus.
Der Umsatz liegt aktuell bei 7Mrd. 2021 sagt man 42Mrd. voraus. Also liegt der Umsatz von BMW heute knapp 12mal so hoch, so ist er in 5 Jahren nur noch doppelt so hoch. Der Verlust wird dieses Jahr bei etwa 1Mrd. liegen, aber 2021 liegt man bei 3Mrd. Gewinn.

Soll der Gewinn liegen .. möglicherweise ...

Die Unsicherheit bei Tesla ist enorm. Aber das Potential auch. Man stelle sich vor, die halten das Wachstum bis 2030 durch, wie das Google,Apple, Amazon und Co. auch geschafft haben.

Man stelle sich das mal vor ... Nur haben Google, Apple, Amazon & CO auch einen Gegenwert. Wie kann denn eine Firma, die immense Verluste erwirtschaftet einen Gegenwert in der Börse von BMW haben die in 10 Tagen so viele Autos verkauft wie Tesla in 1 Jahr?

Für mich wäre das Risiko auch zu hoch,

Aha ...
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)

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