Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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jack000
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Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Fr 27. Jan 2017, 11:43

Tesla-Gründer
Elon Musk will jetzt auch noch Tunnel bohren

"Der Verkehr macht mich wahnsinnig. Ich werde einen Tunnel bohren!" Elon Musk schreckt via Twitter die Baubranche auf: Will der Tesla-Gründer nun wirklich Marktführer Herrenknecht angreifen - oder ist die Idee einfach nur verrückt?

Daneben treibt Musk weitere, nicht minder ambitionierte Projekte voran. Die Raumfahrtfirma SpaceX etwa (soll 2018 eine Raumkapsel zum Mars schießen) oder das neuartige Transportsystem Hyperloop (soll Menschen mit 1225 Kilometern pro Stunde durch Röhren schießen).

Nun scheint es, als habe Musk die nächste Branche ins Visier genommen: den Tunnelbau. "Aufregende Fortschritte an der Tunnelfront", twitterte der Tesla-Gründer am Mittwoch. "Ich plane, in einem Monat oder so mit dem Graben zu beginnen."

Die Nachricht bereitet Branchenkreisen Kopfzerbrechen. Was hat Musk vor? Soll der Tunnel tatsächlich - wie in einem weiteren Tweet angekündigt - in Los Angeles verlaufen? Und, wichtiger noch: Darf er das überhaupt, einfach so einen Tunnel graben? Dieser Frage ist das "Wall Street Journal" nachgegangen. Die Antwort der US-Wirtschaftszeitung: Nein, eigentlich nicht. Bevor ein solches Projekt grünes Licht erhalte, müssten die Auswirkung auf die Umwelt untersucht, öffentliche Anhörungen abgehalten und Studien über die Auswirkungen von Lärm und Vibration eingeholt werden.

Musk hatte bereits im Dezember die Entwicklung neuartiger Tunnelbohrer angedeutet. Da saß er offenbar im Auto. "Der Verkehr macht mich wahnsinnig. Ich werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach zu graben beginnen", schrieb er auf Twitter.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager

Buchstäblich wieder eine neue Baustelle obwohl noch keine andere fertiggestellt wurde. Jetzt haben wir inzwischen:
- Tesla Elektroautos
- Riesige Batteriefabrik
- Raumfahrt zum Mars 2018
- Hyperloop
- Tunnelbau
und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden. Sowas kann man nur durchhalten wenn man ständig mit was neuem kommt und immer wieder Geld einsammelt. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von Flowtex, Cargo-Lifter, Schneider Immobilien, EM-TV, etc... Die Frage ist jetzt also: Wann geht das Schneeballsystem den Bach runter? Wer werden die Leidtragenden sein?
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 27. Jan 2017, 23:03

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager

Buchstäblich wieder eine neue Baustelle obwohl noch keine andere fertiggestellt wurde. Jetzt haben wir inzwischen:
- Tesla Elektroautos
- Riesige Batteriefabrik
- Raumfahrt zum Mars 2018
- Hyperloop
- Tunnelbau
und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden. Sowas kann man nur durchhalten wenn man ständig mit was neuem kommt und immer wieder Geld einsammelt. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von Flowtex, Cargo-Lifter, Schneider Immobilien, EM-TV, etc... Die Frage ist jetzt also: Wann geht das Schneeballsystem den Bach runter? Wer werden die Leidtragenden sein?



Wem platzt die Blase ??
Ist ja schrecklich, wenn dann Alles in die Hose geht.....

Aber, so doof sind die Kalifornier ( also Nichtdoofe US- Amerikaner ) nun nicht, zu merken, wenn etwas auslaufen würde.
Zumindest in der Wüste würde es verdampfen.

In Deutschland ist es jedoch Anders, es fehlt an Kapital, an Visionen und Machbarkeitsstudien.
So haben andere Länder stets die Nase vorn, wenn es darum geht die Zukunft zu gestalten.
Und Diese wird kommen.
Made in Germany ( und aufgekauft von China ) wird nicht dabei sein.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Welfenprinz » Fr 27. Jan 2017, 23:51

DieBananeGrillt hat geschrieben:(27 Jan 2017, 23:03)

So haben andere Länder stets die Nase vorn, wenn es darum geht die Zukunft zu gestalten.
Und Diese wird kommen.
Made in Germany ( und aufgekauft von China ) wird nicht dabei sein.


Sag mal was konkretes.
Sehr wahrscheinlich wette ich dagegen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 28. Jan 2017, 00:29

Welfenprinz hat geschrieben:(27 Jan 2017, 23:51)
Sag mal was konkretes.
Sehr wahrscheinlich wette ich dagegen.

Autonomes fahren.
Raketen die zum Teil wieder landen können.
Solarzellen die aussehen wie Dachziegel.
Roboter die auf zwei Beinen laufen können.
Satellitengestützter drohnenflug.
Internetfirmen wie Amazon, apple, Facebook und google.
Usw...

Leider alles nicht originär Made in Germany.. Wobei erstaunlich oft deutsche und Deutschstämmige Vordenker mit dabei waren/sind. Die denken aber leider in Amerika und nicht bei uns..

Die bedenkenträgerei und der zu starke Einfluss der bwller auf die produktgestaltung hält uns deutsche weit hinter unserem potential zurück.. Es gibt wahnsinnig viele kluge und kreative Leute in Deutschland.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 28. Jan 2017, 00:37

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)
und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden.

Ist Space X nicht profitabel? Die haben sich den Raketenbau revolutioniert durch Wieder verwendbare Antriebe.
Tesla ist auch im Plan. Das wird nach Plan erst mit Model 3 Gewinn machen.

Soo schlecht sehe ich die finanziellen Chancen da aktuell nicht.
Was die Mars Raumfahrt angeht, ist das ein anderes Thema. Aber da geht es nicht um Gewinn, sondern darum die Menschheit voran zu bringen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Sa 28. Jan 2017, 00:50

watisdatdenn? hat geschrieben:(28 Jan 2017, 00:29)

Autonomes fahren.
Raketen die zum Teil wieder landen können.
Solarzellen die aussehen wie Dachziegel.
Roboter die auf zwei Beinen laufen können.
Satellitengestützter drohnenflug.
Internetfirmen wie Amazon, apple, Facebook und google.
Usw...

Leider alles nicht originär Made in Germany.. Wobei erstaunlich oft deutsche und Deutschstämmige Vordenker mit dabei waren/sind. Die denken aber leider in Amerika und nicht bei uns...


In D wär das Hobby - von der Steuer nicht absetzbar.....Liebhaberei !
Autonomes fahren.
Raketen die zum Teil wieder landen können.
Solarzellen die aussehen wie Dachziegel.
Roboter die auf zwei Beinen laufen können.
Satellitengestützter drohnenflug.
Internetfirmen wie Amazon, apple, Facebook und google.
Usw...

...vielleicht noch in der Garage getüftelt ? Neeeee - hier nicht !

Der neue Adel - Dekadenzbeamte - will das so.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Sa 28. Jan 2017, 01:40

watisdatdenn? hat geschrieben:(28 Jan 2017, 00:37)

Ist Space X nicht profitabel?

Nein

Die haben sich den Raketenbau revolutioniert durch Wieder verwendbare Antriebe.

Die haben gar nix!

Tesla ist auch im Plan. Das wird nach Plan erst mit Model 3 Gewinn machen.

=> Also nix Bares in der Kasse. Tesla= Megaverlust, Model3 = Vision ohne Chance auf Gewinn, da viel zu billig angeboten und vor allem gar nicht vorhanden.

Soo schlecht sehe ich die finanziellen Chancen da aktuell nicht.
Was die Mars Raumfahrt angeht, ist das ein anderes Thema. Aber da geht es nicht um Gewinn, sondern darum die Menschheit voran zu bringen.

Es handelt sich um ein Start-Up => Diese wollen Gewinne machen und sind genau deswegen so angelegt wie sie angelegt sind.
Die Mondlandung war ein politisches Anliegen und da war es egal was es kostet. Was Musk da plant soll Gewinne bringen, aber wer das bezahlt hat er bisher verschwiegen.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 28. Jan 2017, 06:34

....
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 28. Jan 2017, 06:58

Es ging um “made in germany wird nicht dabei sein“ ;)


watisdatdenn? hat geschrieben:(28 Jan 2017, 00:29)

Autonomes fahren.

Es wär zwar nett,wenn du da was konkretisieren könntest,aber selbstverständlich wette ich,dass “made in germany dabei sein wird“.

Raketen die zum Teil wieder landen können.

Äh,Rakete gehörte zum militärisch-technischen Komplex und ist von den Grossmächten lange in Beschlag genommen worden.Es ist sinnfrei sich darüber auszuheulen,dass in Meck Pomm kein cape canevaral steht.
Und über die europäischen Projekte ist made in germany natürlich dabei.
Ich sehe nix was da jetzt zu wetten wäre

Solarzellen die aussehen wie Dachziegel.

Das fällt unter das Thema führende Zukunftstechnologie?
Vielleicht machen wir ja Solarzellen wie Eberklöten,wer weiss das schon.
Roboter die auf zwei Beinen laufen können.

Da führt Japan und das ziemlich uneinholbar,ja.
In einem Land ,in dem seit den 80ern die Robotersteuer immer wieder kehrendes Thema ist, braucht man nicht darum zu wetten,ganz vorne mit dabei zu sein.

Satellitengestützter drohnenflug.

Was meinst du jetzt konkret? Das was alle kids übern Schulhof kreiseln lassen und Massenware aus China ist,die zivilen Anwendungen,die inzwischen alle nutzen oder die highendtech ,die Bestandteil des milt-techKomplexes ist.
I
nternetfirmen wie Amazon, apple, Facebook und google.

Dieses Neuland ist so n Amiding,ja Erfindung,Massenbinnenmarkt,Vorsprung

Um was willst du da jetzt wetten?

Usw...

Topf die Watte quillt.
Dir fällt nix mehr ein.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 28. Jan 2017, 08:17

jack000 hat geschrieben:(28 Jan 2017, 01:40)
Nein

wow du hast wohl recht! aktuell ist spaceX wohl wirklich nicht profitabel (war es aber bis vor einem halben jahr)
http://www.fool.com/investing/2016/12/1 ... lrf0000001

jack000 hat geschrieben:(28 Jan 2017, 01:40)
Die haben gar nix!

doch! die haben eine technische revolution angezettelt!
das ist einfach nur unglaublich (und ich habe mir die videos zunächst 10 mal hintereinander angesehen, weil ich sowas heutzutage aufgrund der komplexität für technisch unmöglich gehalten habe):
https://www.youtube.com/watch?v=lEr9cPpuAx8

jack000 hat geschrieben:(28 Jan 2017, 01:40)Es handelt sich um ein Start-Up => Diese wollen Gewinne machen und sind genau deswegen so angelegt wie sie angelegt sind.

nein in diesem fall nicht! elon musk macht keinen hehl daraus, dass sein ziel nicht das generieren von gewinnen ist (wenn dann nur als mittel zum zweck), sondern die originäre motivation ist die menschheit (technisch) voran zu bringen. er warnt seine investoren auch ganz klar, dass seine firmen risikoinvestitionen sind!
in deutschland gibt es nicht genug leute die diese bereitschaft für risikoanlagen in dieser größenordnung haben, obwohl wir an sich mehr als genug geld dafür haben. wir investieren aber lieber in "sichere" amerikanische hypotheken, die dann 2008/2009 platzen.

Welfenprinz hat geschrieben:(28 Jan 2017, 06:58)
Es wär zwar nett,wenn du da was konkretisieren könntest,aber selbstverständlich wette ich,dass “made in germany dabei sein wird“.

ok stimmt.. wir werden bei den meisten dingen dabei sein, die aussage stimmt.

aber wir laufen da den amis hinterher, anstatt unsere natürliche technische führungsrolle zu übernehmen (sehr vergleichbar, wie die chinesen uns bisher hinterherlaufen.. die verdienen dadurch auch gutes geld).
ohne google und tesla hätte sich da NICHTS getan! das wäre in jeder größeren budgetrunde klar abgeblockt worden.

ein deutscher Sebastian Thrun muss zuerst nach amerika zu google gehen um den startschuss für das autonome fahren zu liefern. in deutschland wäre es angesichts der investitionskosten einfach nicht gegangen! niemand hätte das in deutschland finanziert und auch heute macht google überhaupt keinen gewinn damit!

was ich sagen will: natürlich sind wir technisch fit genug uns nicht abhängen zu lassen und hinterherzulaufen, wenn jemand was technisch neues macht.
aber! mein anspruch als deutscher ingenieur/informatiker ist es diese entwicklung voranzutreiben und diese dinge als erster zu machen. und hier scheitert es in deutschland allein an der finanzierung und (noch) nicht an der anzahl/qualität kluger und technisch kreativer leute.

allein für die flüchtlingskosten des bundes jährlich könnten wir uns locker eigene deutsche raketen bauen.. und ich bin überzeugt, wir könnten das besser als die amerikaner.


wir sind aber nicht die einzigen die technisch langsam die führung verlieren. auch die japanischen roboter sind den amerikanischen nicht mehr voraus! ein japanischer asimo kann sich nicht mehr mit einem amerikanischen atlas messen.
der grund ist auch hier derselbe: obwohl den japanern das geld aus den ohren wieder rausquillt und sie ähnlich wie deutschland noch mehr als genug kluge/gebildete/kreative leute haben, gibt es zu wenig risikoinvestitionen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 28. Jan 2017, 11:11

Ich glaube schlicht und ergreifend,dass das Denken in nationalen Dimensionen in Bereichen der Spitzentechnologie obsolet ist.

http://www.autonomes-fahren.de/bmw/
Deutschland(BMW),Israel(Mobileye),USA(Intel)
Wem willst du jetzt die Goldmedaille für die Technologie pole position umhängen?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon watisdatdenn? » So 29. Jan 2017, 08:47

Welfenprinz hat geschrieben:(28 Jan 2017, 11:11)
http://www.autonomes-fahren.de/bmw/
Deutschland(BMW),Israel(Mobileye),USA(Intel)
Wem willst du jetzt die Goldmedaille für die Technologie pole position umhängen?

USA(Tesla), USA(Tesla Vision), USA (Intel), USA (NVIDIA->devbox)
für mich ist in dem fall recht klar, wer hier an der pole position geht und weiter gehen wird..
und zwar nicht weil die amis klüger sind als wir deutsche, sondern weil hier in deutschland so viele neue ideen von BWlern zerredet werden (erst wenn in amerika gezeigt wird, dass es machbar ist, gibt es geld) und es zu wenig risikokapital gibt.

genau das was der threadersteller hier als negativ darstellt (Der mögliche finanzielle verlust von Tesla und co, aber trotzdem ausreichend finanzierung) ist keine schwäche, sondern eine stärke der amerikaner!

Welfenprinz hat geschrieben:(28 Jan 2017, 11:11)
Ich glaube schlicht und ergreifend,dass das Denken in nationalen Dimensionen in Bereichen der Spitzentechnologie obsolet ist.

sehe ich nicht so.
man kann auch national denken und sich trotzdem international nach guten lösungen umschaun (mobileye ist eine gute zwischenlösung, solange wir deutschen, da noch keine eigenen lösungen haben).
ich nutze ja für KI ja auch das "amerikanische" CNTK (was unter anderem von dem deutschen Frank Seide entscheidend mitentwickelt wird.. natürlich nicht in deutschland, sondern in USA.. hierzulande würde niemand die basis für künstliche intelligenz ohne absehbaren RoI finanzieren)
viewtopic.php?f=71&t=61796
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 29. Jan 2017, 10:57

Was ist denn hier los ? :x

Es gibt also noch (wenigstens eine handvoll) Menschen welche nicht wie Eintagsfliegen denken. Die es wagen wenigstens einige Jahre "in die Zukunft" zu denken - ach nee....

Es mach halt keinen Sinn das Heute als einige Markierung zu denken. Der realistische Vorgang nennt sich planen. Allerdings das Planen ohne fixierte Zielvorgaben. Plan B und auf Überraschungen vorbereitet sein, gehört einfach dazu.

Gänzlich anders, als das was da "geplant" wurde mit Zähnen und Klauen zu verteidigen - schlicht weil keiner die Zukunft vorweg nehmen kann. Was allerdings nicht bedeutet, mittels den heute zur Verfügung stehenden Planungsmethoden sich der am wahrscheinlichsten Zukunft schrittweise und im Voraus zu nähern. Stets bereit (im Gegensatz zur "Planwirtschaft") neue Ereignisse, neue Entwicklungen einzubinden und gegebenenfalls auch die Richtung zu verändern.

Es gibt sie einfach die "disruptiven Technologien". Vergleichbar mit den Methoden aus dem Obstbau, wird auf bereits dagewesenes "aufgepfropft", wenn der ursprüngliche "Baum" dafür geeignet erscheint. Wenn nicht anders möglich, wird der "Baum" auch geopfert. Ich persönlich betrachte es als ausgesprochen dumm, sich nicht stets nur die "denkbaren Entwicklungen" zum Ziel zu setzen. Die Illusion, "Heute" für einen wichtigen Zeitpunkt zu halten, ist bereits "Morgen" Vergangenheit. Das nutzlose sich an das was "Heute" noch ist, zu klammern, verstellt gründlich den klaren Blick wie das "Morgen" - die Zukunft aussehen wird. Wenn auch niemals exakt das Voraussehbare eintritt, ohne Zukunftsszenarien zu denken ist ausgesprochen dumm und rückständig.

Planung ist wie Krieg, Taktik anpassen, wechseln, strategisch denken. Dabei immer mehrere "Schritte" vorausdenken. Wer seine Position für fix hält und weder Erfolg noch Misserfolg "einplant", hat schon verloren. Keine Entwicklung findet in einer sozial neutralen Umgebung statt. "Wunschdenken" ist keine Planung - ähnelt eher der gescheiterten Planwirtschaft. Klar, das Ziel ist immer zuerst die Verbesserung und nur zeitweise das Halten eines erreichten status quo.

Die am wenigsten verstanden und am heftigsten bekämpften Menschen sind alle, die über den Tellerrand hinaus blicken. Die Mehrzahl der Menschen ist grundsätzlich nicht bereit die Zukunft einzuplanen und damit präemptiv zu handeln. Die mathematisch statistischen Methoden die es heute dank der immer rascher sich entwickelnden Technologie und immer neueren Algorithmen gibt, lassen durchaus "brauchbare" Zukunftsmodelle zu. Der allgemein verbreitete Blödsinn, aus der Vergangenheit entweder zu schließen "das war schon immer so" oder weil es das in "ähnlicher Form" schon mal gegeben hatte, ist dies oder das "genauso" oder gleich ganz "unmöglich", ist angesichts einer niemals zuvor so rasant, parallel verlaufender, sich gegenseitig bedingender Entwicklungen, oft noch nicht einmal Monate haltbar.

Das dies von breiten Bevölkerungskreisen nicht nur nicht gesehen werden will, sondern darüber hinaus, auf das heftigste angefeindet wird, zeigt schon der relativ kleine Ausschnitt der hiesigen Bedenkenträger. Immer mehr werden nachprüfbare Fakten durch einfache Gemütszustände ersetzt. Was danach nicht sein darf, kann selbstverständlich auch nicht sein.

Nur eine Sache, die "Solarziegel" gibt es schon länger. Ein klassisches Nischenprodukt, wer bei der Dach- Fassadengestaltung nicht "gehemmt" ist / wird, dürfte mit den günstigen Maßen handelsüblicher Module stets günstiger zu einer funktionierenden PV gelangen.

Einige Zukunftstechnologien werden hauptsächlich davon abhängen, ob es es gelingt, die tatsächliche globale Energiesituation ungeschminkt und so gnadenlos wie die daraus ableitbaren Folgen sein werden, in all den Zukunftsplanungen einzubinden.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 18. Feb 2017, 16:27

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)
Buchstäblich wieder eine neue Baustelle obwohl noch keine andere fertiggestellt wurde. Jetzt haben wir inzwischen:
- Tesla Elektroautos
- Riesige Batteriefabrik
- Raumfahrt zum Mars 2018
- Hyperloop
- Tunnelbau

Hast einiges vergessen, z.B. Solar-Ziegel (https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... l-vor.html), KI (https://de.wikipedia.org/wiki/OpenAI) und Powerwall (https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Powerwall). Beim Tunnelbau setzt er übrigens auf deutsche Ingenieurskunst der Marke Herrenknecht: https://www.wired.de/collection/busines ... eutschland

Ist der Hersteller auch irgendeine bald platzende Blase?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Sa 18. Feb 2017, 21:49

frems hat geschrieben:(18 Feb 2017, 16:27)

Hast einiges vergessen, z.B. Solar-Ziegel (https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... l-vor.html), KI (https://de.wikipedia.org/wiki/OpenAI) und Powerwall (https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Powerwall). Beim Tunnelbau setzt er übrigens auf deutsche Ingenieurskunst der Marke Herrenknecht: https://www.wired.de/collection/busines ... eutschland

Ist der Hersteller auch irgendeine bald platzende Blase?

Naja, aber auch nicht wirklich der Reißer:
Solarziegel und Powerwall: ok aber nichts wesentlich neues nur eine Verbesserung von bestehendem.

KI: Non-Profit Organisation durch Spenden finanziert

Tunnelbau: Es scheitert ja nicht am Wunsch Verkehr durch Tunnel zu leiten sondern an den finanziellen Möglichkeiten der Städte weltweit. Und warum Musk das nun besser, schneller und billiger können soll als der Hersteller mit 40 Jahren Erfahrung im Tunnelbau würde mich auch mal interessieren
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 18. Feb 2017, 22:07

jack000 hat geschrieben:(18 Feb 2017, 21:49)

Naja, aber auch nicht wirklich der Reißer:
Solarziegel und Powerwall: ok aber nichts wesentlich neues nur eine Verbesserung von bestehendem.

KI: Non-Profit Organisation durch Spenden finanziert

Raumfahrt und Autos sind auch nichts Neues.

Tunnelbau: Es scheitert ja nicht am Wunsch Verkehr durch Tunnel zu leiten sondern an den finanziellen Möglichkeiten der Städte weltweit. Und warum Musk das nun besser, schneller und billiger können soll als der Hersteller mit 40 Jahren Erfahrung im Tunnelbau würde mich auch mal interessieren

Wie kommst Du darauf, dass die Städte die Tunnel finanzieren sollen? :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Sa 18. Feb 2017, 22:22

frems hat geschrieben:(18 Feb 2017, 22:07)Wie kommst Du darauf, dass die Städte die Tunnel finanzieren sollen? :?:

Wer soll es denn (letztendlich) finanzieren :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Sa 18. Feb 2017, 22:25

jack000 hat geschrieben:(18 Feb 2017, 22:22)

Wer soll es denn (letztendlich) finanzieren :?:

Da musst Du Dich schon bei Musk erkundigen. Angesichts vieler privaten Straßen, Tunnel und Brücken in den USA, würde ich aber nicht davon ausgehen, dass eine öffentliche Finanzierung die einzig denkbare Option sei.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Sa 18. Feb 2017, 22:43

frems hat geschrieben:(18 Feb 2017, 22:25)

Da musst Du Dich schon bei Musk erkundigen. Angesichts vieler privaten Straßen, Tunnel und Brücken in den USA, würde ich aber nicht davon ausgehen, dass eine öffentliche Finanzierung die einzig denkbare Option sei.

Ok, Mautfinanziert ist ja soweit i.O. da es bei Schwerpunktstrecken da sicherlich einen Bedarf gibt.
Aber auch das ist nichts neues und warum sind denn die Tunnel, für die es einen Bedarf gibt nicht schon längst gebaut? Der einzige Grund wäre, weil das Preis-Leistungsverhältnis sich den Tunnelbau nicht lohnen lässt. Folglich muss Musk (wie ja auch angekündigt) das ganze billiger, besser und schneller machen.
Musk (in seinem Leben noch nie was mit Tunnelbau zu tun gehabt) aber kennt sich mit der Sache besser aus als die Summe der Mitarbeiter von Herrenknecht in 40 Jahren Erfahrung im Tunnelbau?

Es ist halt in Summe so, dass die Zeichen dafür, dass es sich um eine Luftblase handelt sehr eindeutig sind:
- Große Versprechungen
- Bislang quasi nix vorzuweisen
- Ein Fass nach dem anderen wird aufgemacht
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » So 19. Feb 2017, 00:03

jack000 hat geschrieben:(18 Feb 2017, 22:43)

Ok, Mautfinanziert ist ja soweit i.O. da es bei Schwerpunktstrecken da sicherlich einen Bedarf gibt.
Aber auch das ist nichts neues und warum sind denn die Tunnel, für die es einen Bedarf gibt nicht schon längst gebaut? Der einzige Grund wäre, weil das Preis-Leistungsverhältnis sich den Tunnelbau nicht lohnen lässt. Folglich muss Musk (wie ja auch angekündigt) das ganze billiger, besser und schneller machen.
Musk (in seinem Leben noch nie was mit Tunnelbau zu tun gehabt) aber kennt sich mit der Sache besser aus als die Summe der Mitarbeiter von Herrenknecht in 40 Jahren Erfahrung im Tunnelbau?

Es ist halt in Summe so, dass die Zeichen dafür, dass es sich um eine Luftblase handelt sehr eindeutig sind:
- Große Versprechungen
- Bislang quasi nix vorzuweisen
- Ein Fass nach dem anderen wird aufgemacht



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