Elon Musk - Wann platzt die Blase?

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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon BlueMonday » So 19. Feb 2017, 11:15

Ich sach mal, in Zeiten, in denen die einen hohe Mauern bauen wollen, muss es andererseits auch ambitionierte Tunnelbohrer geben...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon BlueMonday » So 19. Feb 2017, 11:32

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)

und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden. Sowas kann man nur durchhalten wenn man ständig mit was neuem kommt und immer wieder Geld einsammelt. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von Flowtex, Cargo-Lifter, Schneider Immobilien, EM-TV, etc... Die Frage ist jetzt also: Wann geht das Schneeballsystem den Bach runter? Wer werden die Leidtragenden sein?


SpaceX bspw. wird wohl weitgehend von der NASA finanziert. Also das ist wenn, dann so eine "Blase" wie ... die Elbphilharmonie oder sowas nur halt in "cool" und größer.
Imo stecken da schon zu viele Steuermilliarden drin, als dass man das nicht weiter finanziert - sofern halt nicht die NASA "platzt".

Kannst ja mal ne Rakete buchen: http://www.spacex.com/about/capabilities
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 12:51

jack000 hat geschrieben:(18 Feb 2017, 22:43)

Musk (in seinem Leben noch nie was mit Tunnelbau zu tun gehabt) aber kennt sich mit der Sache besser aus als die Summe der Mitarbeiter von Herrenknecht in 40 Jahren Erfahrung im Tunnelbau?

Hä? Musk will laut Artikel mit Herrenknecht zusammenarbeiten und nicht konkurrieren. :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » So 19. Feb 2017, 13:36

frems hat geschrieben:(19 Feb 2017, 12:51)

Hä? Musk will laut Artikel mit Herrenknecht zusammenarbeiten und nicht konkurrieren. :?:

Aus deinem Artikel:
Genau wie SpaceX eigene Raketen konzipiert, um Transporte in den Weltraum erschwinglicher zu machen, soll Musks Projekt die Technik der Bohrmaschinen verbessern und verbilligen, um damit „die Bohrgeschwindigkeit dramatisch anzuziehen“.

Was hat denn Herrenknecht bisher falsch gemacht, bzw. was weiß Musk über Tunnelbormaschinen das sein Projekt diese deutlich besser werden?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 13:39

jack000 hat geschrieben:(19 Feb 2017, 13:36)

Aus deinem Artikel:

Was hat denn Herrenknecht bisher falsch gemacht, bzw. was weiß Musk über Tunnelbormaschinen das sein Projekt diese deutlich besser werden?

Ja, Musk will nicht Herrenknecht ausstechen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten, eben weil der deutsche Konzern Erfahrung in dem Bereich hat. Da soll kein Werk errichtet werden, wo Tesla-Bohrmaschinen produziert werden. :?:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » So 19. Feb 2017, 14:03

frems hat geschrieben:(19 Feb 2017, 13:39)

Ja, Musk will nicht Herrenknecht ausstechen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten, eben weil der deutsche Konzern Erfahrung in dem Bereich hat. Da soll kein Werk errichtet werden, wo Tesla-Bohrmaschinen produziert werden. :?:

Ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Was aber macht diese Bohrmaschinen besser, wenn Musk dazwischen ist, so dass sich neue Märkte öffnen weil es nun rentabel sein soll und vorher nicht?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » So 19. Feb 2017, 14:05

jack000 hat geschrieben:(19 Feb 2017, 14:03)

Ist ja auch nichts dagegen einzuwenden. Was aber macht diese Bohrmaschinen besser, wenn Musk dazwischen ist, so dass sich neue Märkte öffnen weil es nun rentabel sein soll und vorher nicht?

Arbeitsteilung, Genosse. Herrenknecht baut Maschinen. Den Tunnelbetrieb machen sie nicht.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 26. Feb 2017, 12:14

Ob nun Musk oder Google, Apple, Microsoft usw. diese sehr kapitalkräftigen und mit wenig "menschlichem Ballast" ausgestatteten Konzerne, kaufe den Innovationsmarkt geradezu systematisch leer (01.03.2016 ! - Laut Wikipedia-Listung kauften bisher Google 188, Microsoft 194, Apple 78, Yahoo! 114 und Facebook 56 junge Firmen mit neuen Ideen auf.). Ex-Mitarbeiter der gestrigen "Riesen" gründen in großer Zahl eigene "Start-up Unternehmen" oder "laufen zur Konkurrenz" (Beispiel China) über. "Unbeschäftigtes Geld" findet ins "Risikokapital"

Es ist typisch, davon unbeeindruckt, von platzenden Blasen zu schwadronieren. Während schlanke "Schnellboote" flexibel sich neuen "Fanggründen" zuwenden, sind die "großen Tanker" - selbst, wenn sie es anders wollen - noch immer auf Kurs in die "alten" längst nahezu leergefischten "Fanggründe". Wenn sich irgendwo der Markt "reguliert", dann hier.

Solche Unternehmen sind hoch spekulativ - ja und ? Wer Geld (im Überfluss) hat, kann sich genau da bedienen. Erweist sich eine der vielen neu entwickelten Modelle, als disruptiv, wird einfach eine der "großen Tanker" auflaufen. Es gibt wichtige Beispiele die das längst bewiesen haben. Oft haben diese unflexiblen Riesen, die neue Technologie bis zur Marktreife entwickelt, um dann dennoch weiter auf das "Vorgängermodell" zu setzen.
Quelle hat geschrieben:Für die meisten ist die Antwort klar: Kodak hat einfach die digitale Entwicklung am Fotomarkt übersehen und unterschätzt. Dazu einige Pressezitate vom 20. Jänner 2012: So schrieb eine österreichische Tageszeitung etwa: „Mehr als ein Jahrhundert lang war Kodak für hunderte Millionen Menschen in aller Welt der Inbegriff von Fotografie. Aber die digitale Revolution führte den Konzern nach verlustreichen Jahren in die Pleite.“ Eine andere schrieb: „Der Pionier für Kameras für jedermann und Vorreiter in der Film-Technologie schaffte den Umstieg auf die digitale Fotografie nicht.“
Die einzige Frage ist, wer ist der nächste Kandidat für solche Fehleinschätzungen in großen Stil und nicht, welche der kleineren (personell ausgestatteten) Unternehmen, "geht über die Wupper".
absatzwirtschaft hat geschrieben:Aus Managementsicht von Kodak war es immer nur logisch, dass eine Digitalkamera von Kodak, dem Erfinder der Digitalkamera Kodak heißen muss. Dabei übersah man nur zwei Punkte: (1) Die meisten Kunden wussten und wissen nicht, dass Kodak der Erfinder der Digitalkamera war. (2) Für die Kunden waren Kodak Digitalkameras immer nur die Digitalkameras eines Fotofilmproduzenten. Nichts Besonderes!

Die logische Lösung: Kodak hätte bereits in den 1990er-Jahren eine eigene Marke nur für die Digitalkameras entwickeln sollen. Damit hätte man zwar nicht den Niedergang des Fotofilms und der Marke Kodak verhindern können, aber man hätte heute eine zweite starke Marke im Konzern. Dies sollten viele (vor allem große) Unternehmen bedenken, die heute mit ihrer Hauptmarke am Zenit stehen. Das gilt heute etwa auch für Microsoft, Nokia, Thalia, oder auch Media-Markt/Saturn.
Betrachtet man die "disruptiven Ereignisse" der näheren Vergangenheit, so ist der Vorgang nahezu identisch. Was die "Weiterentwicklung" von e-cars angeht (hier wird lediglich aufgegriffen, was mangels geeigneter Batteriesystemen unterbrochen wurde), so wird dies längst von einer ganzen Reihe solventer Player AUSSERHALB der dt. Autoindustrie in sehr großer Geschwindigkeit vorangetrieben. Egal was die üblichen Kleinkarrieren hier vermuten, die weltweite Entwicklung (auch der Absatzzahlen) ist exponentiell. Noch im unteren Teil der "S-Kurve". Noch ist Zeit für notwendige Kursänderungen. Leider mit erheblichen Veränderungen bei der menschlichen Belegschaft. Während die Konkurrenz sofort den momentan höchst möglichen "Automatisierungsgrad" zu Einsatz bringt, hoffen einige auf das "Gottesgeschenk - Platzen der angeblichen Blase"... :dead:
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Do 2. Mär 2017, 21:26

Musks "Hyperloop":
John Hansman, Direktor des MIT International Center for Air Transportation sagte der MIT Technology Review, dass die Idee zwar physikalisch machbar sei, aber extrem teuer werden würde. Er sieht eine große Anzahl bislang nicht gelöster technischer Herausforderungen.[40] „Meine Frage ist nicht, ob es realisierbar ist, sondern ob es in einer Art umsetzbar ist, die von einem energietechnischen Standpunkt und auch von ökonomischer Seite Sinn hat.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperloop#Kritik
Das ist typisch für die Projekte von Musk => Nur ein theoretisches Modell wird vorgestellt, technisch fragwürdig und real gar nix vorhanden ...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Do 2. Mär 2017, 22:13

jack000 hat geschrieben:(27 Jan 2017, 11:43)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... -box-pager

Buchstäblich wieder eine neue Baustelle obwohl noch keine andere fertiggestellt wurde. Jetzt haben wir inzwischen:
- Tesla Elektroautos
- Riesige Batteriefabrik
- Raumfahrt zum Mars 2018
- Hyperloop
- Tunnelbau
und bei keinem besteht eine große Chance mal profitabel zu werden. Sowas kann man nur durchhalten wenn man ständig mit was neuem kommt und immer wieder Geld einsammelt. Das Ganze bewegt sich auf dem Niveau von Flowtex, Cargo-Lifter, Schneider Immobilien, EM-TV, etc... Die Frage ist jetzt also: Wann geht das Schneeballsystem den Bach runter? Wer werden die Leidtragenden sein?


So lange dieser Daniel Düsentrieb nicht das Geld der Allgemeinheit als Spielgeld einsetzt, soll uns das doch Wurst sein! Verrückt wird die Sache erst, wenn der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, auf welchen Schleichwegen auch immer.

Im nächsten Schritt könnte man noch sagen: So lange dazu nicht der deutsche Steuerzahler heran gezogen wird, so lange können wir voller Interesse dem Treiben zusehen. Vielleicht lernt man dabei sogar noch etwas. Etwa, wie man einen guten technischen Einfall vermarktet, oder ein Unternehmen gründet. Besser ist es doch, jemand spinnt technisch so aufregend herum, daß ein Jules Verne im Grabe auf Drehzahl kommt, als daß ein geltungssüchtiger deutscher Vorstand geplant seine ahnungslosen Kunden hinter das Licht führt.

Warum sollten wir uns nun aufregen?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon jack000 » Do 2. Mär 2017, 22:16

H2O hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:13)

So lange dieser Daniel Düsentrieb nicht das Geld der Allgemeinheit als Spielgeld einsetzt, soll uns das doch Wurst sein! Verrückt wird die Sache erst, wenn der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, auf welchen Schleichwegen auch immer.

Derzeit verbrät er 500.000.000$/Quartal ... und alles wird ihm verziehen ...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon H2O » Do 2. Mär 2017, 22:32

jack000 hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:16)

Derzeit verbrät er 500.000.000$/Quartal ... und alles wird ihm verziehen ...


Er hat diese Summen ja eingesammelt, wie auch immer, aber wohl nicht mit Schlägertrupps, die die Spendenbereitschaft steigern. Die Geldgeber tun das, weil sie auf einen gaaaanz tollen Superschlitten Anzahlungen leisten... mit der bangen Befürchtung, daß das am Ende ein Flop werden könnte. Na, wer's doch hat, ohne Frauen und Kinder unversorgt im Elend umkommen zu lassen, warum nicht? Schade, mich darf das alles nicht jucken: Mir fehlt das notwendige Spielgeld!

Schließlich gibt es auch staatlich geführte Spielbanken, wo Leute auf kürzerem Wege ihr Vermögen zum Vergnügen verpulvern.

Na ja, wenn der Tunnelbauer durch die Politik seiner Geschäftsführer demnächst keine Tunnels mehr baut, dann war dieses Unternehmen eben zu gutgläubig in der Hoffnung, demnächst mit Musk-Hilfe den gesamten Erdball zu durchlöchern. Oder die haben dann mit Daniel Düsentrieb auf das richtige Pferd gesetzt, und alle werden steinreich!
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Schnitter » Do 2. Mär 2017, 22:44

jack000 hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:16)

Derzeit verbrät er 500.000.000$/Quartal ... und alles wird ihm verziehen ...


Link für die 500 Milliarden pro Quartal ? Am besten inklusive Nachweis dass er sie "verbrennt".
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon elmore » Fr 3. Mär 2017, 02:28

Schnitter hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:44)

Link für die 500 Milliarden pro Quartal ? Am besten inklusive Nachweis dass er sie "verbrennt".


Wieso sollte er einen solchen Link bereitstellen? Eine halbe Milliarde je Quartal ist zwar ein nettes Sümmchen.
Aber leider tausendmal weniger als Sie "vermuteten"... ;)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon watisdatdenn? » Fr 3. Mär 2017, 04:54

jack000 hat geschrieben:(02 Mar 2017, 22:16)
Derzeit verbrät er 500.000.000$/Quartal ... und alles wird ihm verziehen ...

Wir haben Banken auch schon zig Milliarden an Steuergeldern hinterher geschmissen (an Griechenland denk ich erst gar nicht, sonst wird mir schlecht bei dem vielen weggeschmissenem Geld)..
Damit hätte Deutschland viele Raketen bauen können..
Aber unsere Banken haben das Geld lieber in amerikanische Hypotheken gesteckt die geplatzt sind.
Wäre es nicht besser gewesen dieses Geld wäre als Risikokapital in Deutschland "verbrannt" worden als für Häuser in Amerika?

Und dafür wären wir die Führer beim autonomen fahren und Elektro?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 3. Mär 2017, 10:03

Na ja 500.000.000 $ sind "nur" eine schlappe halbe Milliarde. Bei soviel Nullen kann man schon mal weitere drei mehr hineininterpretieren. Macht nix, die anderen Nullen sind schließlich auch nirgendwo belegt.

Eine Googlenachfrage "Elon Musk verbrät 500.000.000 $ pro Quartal" führt nicht zum Ziel, aber dafür zu politik-forum.eu aber auch indirekt zu Spezialisten des "unverständlichen Geldzwachses" :
Quelle hat geschrieben:....Der bekannte Hedgefonds-Manager spricht von einer "wandelnden Insolvenz" und geht davon aus, dass das fusionierte Unternehmen rund eine Milliarde Dollar pro Quartal verbrennen wird. Chanos macht keinen Hehl daraus, dass er von Musks Geschäftsgebaren nichts hält und auf einen Kursverfall der Aktien seiner Firmen wettet. Der Finanzinvestor mag ein Extrembeispiel für besonders verschärfte Ansichten sein.....
Immerhin spricht der gleich von einer Milliarde pro Quartal.

Dagegen macht sich das wallsteet : online (2017.02.27) ganz andere Sorgen - um Daimler !
Hat Daimler beim Tesla-Engagement 150 Milliarden weggeworfen?
Derzeit eilt Tesla (WKN:A1CX3T) mit seinen Elektroautos von Erfolg zu Erfolg. Was dabei die wenigsten wissen, ist, dass Daimler (WKN:710000) noch bis vor Kurzem einen großen Anteil an Tesla-Aktien besaß.
Mittlerweile haben sich die Stuttgarter von allen Anteilen getrennt, aber wenn man einem der erfolgreichsten Investoren glaubt, war das vielleicht der größte Fehler in der Geschichte des Unternehmens.

Der Erfinder des Automobils steigt groß bei einem Elektrostartup ein

Als Daimler im Jahr 2009 bei dem kalifornischen Elektroautohersteller Tesla einsteigt, hat sich das junge Unternehmen noch lange nicht bewiesen. Die Auslieferung des Model S würde erst drei Jahre später klappen, Daimler hingegen hatte selbst schon seit ein paar Jahren den elektrischen Smart auf der Straße.

Trotzdem hat Elon Musk die Stuttgarter von seinem ambitionierten Elektroprojekt überzeugen können, und Daimler hat 2009, damals natürlich noch zu viel niedrigeren Kursen, einen Anteil von 9,1 % an Tesla erworben. Das Projekt war allerdings zu Beginn auf mehr als nur einen finanziellen Deal ausgerichtet. Anfangs wollte man in vielen verschiedenen Bereichen kooperieren.

Ganz so eng, wie ursprünglich geplant, wurde die Beziehung zwischen dem Erfinder des Automobils und dem Revolutionär des Elektroautos dann aber doch nicht. Zumindest jedoch hat Tesla eine Zeit lang Batterie und Antrieb für den bisher einzigen Elektro-Mercedes (B-Klasse) geliefert. Allerdings hat Daimler schon kurze Zeit später wieder mehr auf hauseigene Technologie gesetzt und sein Aktienpaket in mehreren Schritten zwischen 2010 und 2014 veräußert. Was damals nach ein paar schnellen Millionen aussah, könnte allerdings ein riesiger Fehler gewesen sein.

Tesla-Kenner sagt, Daimlers Anteil sei in 13 Jahren 150 Milliarden wert

Ohne Frage lässt sich darüber streiten, ob Teslas Erfolg schon sicher ist. Allen voran werden oftmals die aufkeimende Konkurrenz und der riesige Kapitalbedarf genannt. Eine Wall Street-Legende ist aber von Teslas Erfolg überzeugt.

Ron Baron gehört zu den erfolgreichsten Investoren an der Wall Street und besitzt über die von ihm verwalteten Fonds Tesla-Anteile im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar. Er bekennt sich als Riesenfan von Tesla und besucht die Fabrik so oft wie möglich. Nach seinen eigenen Aussagen ist Tesla womöglich sogar das spannendste Unternehmen, das der 73-Jährige je gesehen hat.


Dagegen sprechen natürlich solche Horrorzahlen :
Quelle : ZON (2017.01.04) hat geschrieben:Tesla wollte im vorigen Jahr 80.000 Elektroautos verkaufen. Probleme mit dem Autopiloten und in der Logistik verhinderten das. Steckt sich Tesla-Chef Musk zu hohe Ziele?
Und was nun ? Wurden doch statt 80.000 so ungeheuerlich niedrige :
mit 76.230 Stück hat Unternehmenschef Elon Musk das selbst gesteckte Ziel verpasst. Was unter anderem an Problemen im vierten Quartal lag: Die Umstellung auf neue Bauteile beim Autopiloten habe zwischen Oktober und Dezember zu Produktionsschwierigkeiten geführt, erläutert der Autohersteller. Die Folge: Die Kalifornier produzierten in diesem Zeitraum in ihrem Werk in Fremont zwar 24.882 Autos, von denen aber nur 22.200 ausgeliefert werden konnten.
Statt der "angedachten" 100 %, lediglich 95,29 % !

47,125 Promille ! weniger als angekündigt (ich hätte auch 4,7125% schreiben können, aber "siebenundvierzig" klingt doch gleich nach nach ordentlich mehr.

Wenn Tesla (e-mobil) in den (noch eher bescheidenen) Massenmarkt vordringt, wird die Luft etwas dünner - fragt sich allerdings ob Tesla mit China konkurrieren möchte oder einfach im Sektor "reich" bleibt. Das man in D (allgemein) nur sehr schleppend zu e-mobilen wechselt, dürfte zu allererst an der generellen Marktsättigung mit nahezu jedem käuflichen f-mobil dieser Welt liegen. Kaum zu erwarten, jemand, der ein Fahrzeug "mittleren Alters" besitzt, dieses nun verlustbehaftet verkauft, um dann ein noch vergleichsweise teures e-mobil zu erwerben. Entweder, wird man / frau u.U. gleich ganz auf eine eigenes KFZ verzichten (wenn die Bedingungen dafür günstig sind) oder einfach abwarten. Der jährliche Wertverlust kombiniert mit Reparaturkosten auf der einen Seite und den sich verschärfende Bedingungen auf der "anderen Seite", werden auch in D zu höheren Verkaufszahlen von e-mobil führen.

Wie immer, wenn sich etwas "exponentiell" verändert, wird das der dafür ungeeignete "Allerweltsverstand" des Menschen nicht erkennen. Nur grafische Darstellungen helfen da weiter Allgemein wird sich wohl vor 2020 weltweit wenig tun. Doch die Situation in allen großen Städten dieser Welt läutet zumindest dort die Totenglocke für fossile KFZ. Wer dort weiter individuell "mobil" sein möchte, wird das nur noch über e-mobil sein können. Ob bis dahin die dt. Automobilindustrie noch ein ernsthafter Konkurrent sein wird ? In D jedenfalls hofft man wohl auf "das alles so bleibt". Ein interessante Spekulation...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Fr 3. Mär 2017, 10:09

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Mar 2017, 10:03)

Na ja 500.000.000 $ sind "nur" eine schlappe halbe Milliarde. Bei soviel Nullen kann man schon mal weitere drei mehr hineininterpretieren. Macht nix, die anderen Nullen sind schließlich auch nirgendwo belegt.

Ob bis dahin die dt. Automobilindustrie noch ein ernsthafter Konkurrent sein wird ? In D jedenfalls hofft man wohl auf "das alles so bleibt". Ein interessante Spekulation...


Amerikanischer Kapitalismus. Geld nach allen Seiten zu werfen....und da wo welches zurück kommt nachzulegen. Mit fremdem Geld.

...um die Deutschen Autofirmen mach ich mir keine Sorgen - die haben JEDES Auto auf dem "Reißbrett".... :D :D :D .


Wichtig ist - rechtzeitig DAS Auto - was die Politik zulässt - dann in Menge preiswert produzieren zu können....
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 3. Mär 2017, 10:56

Es gibt kein "fremdes Geld" - es sei denn es gehört ausgerechnet Dir nicht...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Fr 3. Mär 2017, 11:18

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Mar 2017, 10:56)

Es gibt kein "fremdes Geld" - es sei denn es gehört ausgerechnet Dir nicht...


Auch eine Einstellung zum Geld..... Nimm - es ist IMMER Deins.... :D :D :D
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon frems » Di 28. Mär 2017, 09:37

Musks Portfolio wieder wieder ein klein Ticken größer:

Der in Südafrika geborenne Unternehmer Elon Musk ist mit Tesla und SpaceX offenbar noch nicht genug ausgelastet: Jetzt hat er ein Unternehmen namens Neuralink gegründet, das menschliche Gehirne mit Künstlicher Intelligenz verbinden will.
http://www.elektronikpraxis.vogel.de/se ... es/594275/
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