die deutsche bank

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Dieter Winter
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Dieter Winter » Fr 23. Dez 2016, 11:41

Skull hat geschrieben:(23 Dec 2016, 11:35)

Ist doch schön, wenn Dinge (Aktien) einen höheren Wert haben.

Oder ? :D

mfg


Mir ist das eigentlich egal. Liegt wohl auch daran, dass ich nicht an den Wert von Papieren glaube. Preis und Wert sind sowieso zwei völlig verschiedene Dinge.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Hamilton » Sa 24. Dez 2016, 04:08

Dieter Winter hat geschrieben:(23 Dec 2016, 09:52)

Und was wäre daran schlimm?

Das Vermögen in Deutschland wäre audgrund der niedrigen Aktienkurse deutlich geringer.
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Dieter Winter
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Dieter Winter » Sa 24. Dez 2016, 08:38

Hamilton hat geschrieben:(24 Dec 2016, 04:08)

Das Vermögen in Deutschland wäre audgrund der niedrigen Aktienkurse deutlich geringer.


Präzisieren wir mal: Das fiktive Vermögen der Aktienbesitzer in Deutschland wäre aufgrund der niedrigen Aktienkurse deutlich geringer. Die Aktionärsquote liegt hier bei rd. 6%, zählt man Fonds mit dann bei etwa 14%. Es sind zum überwiegenden Teil leitende Angestellte, Beamte und Selbstständige deren Vermögen geringer wäre. Wobei das Vermögen ohnehin nur eingebildet ist. In Wirtschaftskrisen, also wenn man das Geld bräuchte, fallen die Notierungen i. A. ebenfalls drastisch.
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Frank_Stein
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Frank_Stein » Sa 24. Dez 2016, 09:13

Hamilton hat geschrieben:(23 Dec 2016, 09:29)

Was ist daran das Problem? Ohne Anleger aus dem Ausland wurde der DAX heute weit tiefer notieren.


Das wäre gut, denn dann hätten wir ein besseres KGV - die Rendite der Anlagen wäre also höher und es würde sich mehr lohnen, in Aktien zu investieren. Die Gewinne durch Ausschüttungen blieben im Inland und könnten hier den Konsum ankurbeln. Stattdessen gegen diese Gewinne ins Ausland, während unsere Anleger ihr Geld zu 0% Zinsen auf der Bank liegen haben, weil es sich bei diesen Kursen für sie nicht mehr lohnt, in Aktien zu investieren, da das Rückfallrisiko zu groß ist, wenn dereinst die Zinsen wieder ansteigen würden.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Hamilton » Sa 24. Dez 2016, 09:18

Dieter Winter hat geschrieben:(24 Dec 2016, 08:38)

Präzisieren wir mal: Das fiktive Vermögen der Aktienbesitzer in Deutschland wäre aufgrund der niedrigen Aktienkurse deutlich geringer. Die Aktionärsquote liegt hier bei rd. 6%, zählt man Fonds mit dann bei etwa 14%. Es sind zum überwiegenden Teil leitende Angestellte, Beamte und Selbstständige deren Vermögen geringer wäre. Wobei das Vermögen ohnehin nur eingebildet ist. In Wirtschaftskrisen, also wenn man das Geld bräuchte, fallen die Notierungen i. A. ebenfalls drastisch.


Die Aktionärsquote ist in Deutschland unterdurchschnittlich, das stimmt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass - ausgelöst durch die andauernde Niedrigzinsphase - diese Kennzahl weiter steigen wird, auch weil verständliche Produkte wie ETFs an Bedeutung gewinnen. Das Vermögen ist auch nicht nur fiktiv, erhebliche Teile des Aktienvermögens werden - gerade jetzt am Jahresende - noch realisiert, um (die viel zu hoch angesetzen) Steuern auf Kapitalerträge zu sparen.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Hamilton » Sa 24. Dez 2016, 09:21

theo hat geschrieben:(24 Dec 2016, 09:13)

Das wäre gut, denn dann hätten wir ein besseres KGV - die Rendite der Anlagen wäre also höher und es würde sich mehr lohnen, in Aktien zu investieren. Die Gewinne durch Ausschüttungen blieben im Inland und könnten hier den Konsum ankurbeln. Stattdessen gegen diese Gewinne ins Ausland, während unsere Anleger ihr Geld zu 0% Zinsen auf der Bank liegen haben, weil es sich bei diesen Kursen für sie nicht mehr lohnt, in Aktien zu investieren, da das Rückfallrisiko zu groß ist, wenn dereinst die Zinsen wieder ansteigen würden.


Das KGV des deutschen Leitindexes ist international gesehen auf einem völlig gesunden Niveau. Warum ist das Rückfallrisko deiner Meinung nach zu hoch? Wie ich bereits sagte, ist das Bewertungsniveau der Aktien deutscher Weltkonzerne auf einem völlig gesunden Niveau, dementsprechend sind - aufgrund einer angeblichen Überwertung - keine überdurchschnittlichen Rücksetzter zu erwarten.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Dieter Winter » Sa 24. Dez 2016, 09:43

Hamilton hat geschrieben:(24 Dec 2016, 09:18)

Die Aktionärsquote ist in Deutschland unterdurchschnittlich, das stimmt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass - ausgelöst durch die andauernde Niedrigzinsphase - diese Kennzahl weiter steigen wird, auch weil verständliche Produkte wie ETFs an Bedeutung gewinnen. Das Vermögen ist auch nicht nur fiktiv, erhebliche Teile des Aktienvermögens werden - gerade jetzt am Jahresende - noch realisiert, um (die viel zu hoch angesetzen) Steuern auf Kapitalerträge zu sparen.


25% auf Kapitaleinkünfte sind viel zu hoch?

Imho sind sie gegenüber Erwerbseinkommen aus Arbeit und dgl. sehr privilegiert.

Natürlich gibt es so genannte Gewinnmitnahmen, die aber wiederum neu, i. d. R. in andere Aktien investiert werden. Was ja nun mal im Interesse der Broker liegt.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Dieter Winter » Sa 24. Dez 2016, 09:53

Hamilton hat geschrieben:(24 Dec 2016, 09:21)

Das KGV des deutschen Leitindexes ist international gesehen auf einem völlig gesunden Niveau.


Das mag so sein. Nur bezweifle ich sehr, dass auf dem Finanzmarkt von "Gesund" auch nur ansatzweise die Rede sein kann. So weit ich das beurteilen kann, ist hier alles aus den Fugen geraten.

Hamilton hat geschrieben:(24 Dec 2016, 09:21)
Warum ist das Rückfallrisko deiner Meinung nach zu hoch? Wie ich bereits sagte, ist das Bewertungsniveau der Aktien deutscher Weltkonzerne auf einem völlig gesunden Niveau, dementsprechend sind - aufgrund einer angeblichen Überwertung - keine überdurchschnittlichen Rücksetzter zu erwarten.


Kommt etwas darauf an wie sich die Angelegenheit in Italien entwickelt. Vermutlich hat die Bankenkrise dort das Potential zum Auslöser einer neuen Wirtschaftskrise zu werden. Zumindest wird das von einigen Fachleuten so gesehen - wobei sich diese Spezialisten natürlich auch sehr oft irren. Jedenfalls: Wo die Indizes nach der Lehman Pleite standen, dürfte noch in guter Erinnerung sein - von 1929 gar nicht erst zu reden. Und dass früher oder später ein crash kommt, wird wohl kein vernünftiger Mensch ernsthaft bestreiten. Ich gehe davon aus, dass der um einiges heftiger ausfällt, als der Letzte. Einfach deshalb, weil sich die Schuldenblase noch erheblich vergrößert hat.
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Frank_Stein » Sa 24. Dez 2016, 10:38

Hamilton hat geschrieben:(24 Dec 2016, 09:21)

Das KGV des deutschen Leitindexes ist international gesehen auf einem völlig gesunden Niveau. Warum ist das Rückfallrisko deiner Meinung nach zu hoch? Wie ich bereits sagte, ist das Bewertungsniveau der Aktien deutscher Weltkonzerne auf einem völlig gesunden Niveau, dementsprechend sind - aufgrund einer angeblichen Überwertung - keine überdurchschnittlichen Rücksetzter zu erwarten.



Es schlummern erhebliche Risiken im Markt. Wir wissen nicht, wie sich die USA entwickeln - kann sein, dass die ihre Märkte gegen Ausländer stärker abschotten und gleichzeitig durch ein Konjunkturprogramm die Zinsen global ansteigen. Kann auch sein, dass weitere Strafverfahren wegen Abgas bei Autos oder weitere Verfahren gegen die Deutsche Bank angestrebt werden. Da stecken viele Risiken drin und wenn der Handelskrieg China USA tobt, werden chinesische Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen und das könnte ebenfalls negative Auswirkungen haben. Wir wissen auch noch nicht, welche Auswirkungen der Brexit haben wird und ob uns die Eurozone nicht bald um die Ohren fliegt.
Der demografische Wandel schreitet in Deutschland und Europa voran. In 10-20 Jahren gehen die Babyboomer in Rente und es rückt nichts nach als Hauptschüler mit arabisch/türkisch/afrikanischen Migrationshintergrund (Siehe PISA-Ergebnisse in Bremen und Hamburg).
Das wird in Zukunft die LNK in die Höhe treiben und das wiederum zu höherer Arbeitslosigkeit im gering qualifizierten Bereich und das wiederum zu höheren LNK ... führen.
Wer will unter solchen Bedingungen in Deutschland investieren? Investitionen sind immer auf die Zukunft ausgerichtet und die ersten Rückflüsse bei größeren Investitionen wären dann erst in 5-10 Jahren zu erwarten.
Gleichzeitig hat die Energiewende die Energie verteuert und einige reden schon von einer Roboter - oder Maschinensteuer - keine günstigen Voraussetzungen, um langfristig zu investieren.
Einzig die niedrigen Zinsen verleiten dazu, Kredite für Investitionen aufzunehmen - aber man kann diese niedrigen Zinsen auch nutzen, um andernorts auf der Welt etwas aufzubauen, wo die Bevölkerungsstruktur noch gesund ist und die Menschen fleißig und intelligent und gut ausgebildet sind.
Möglicherweise sehe ich das alles ja zu schwarz - aber das sind Risiken, die im Raum stehen und wenn man bedenkt, dass Japan die Probleme, die wir erst in 20 Jahren haben werden, schon heute hat, lohnt ein Blick auf die Japanische Entwicklung der Börse in den letzten 30 Jahren. Aktien sind eben keine Einbahnstraße.
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die deutsche bank

Beitragvon Skull » So 19. Mär 2017, 18:00

Diese Woche beginnt die Kapitalerhöhung der Deutschen Bank.

Für 2 Aktien gibt eine neue mit 11,65.

Überlege mir gerade, ob ich Bezugsrechte kaufe...

mfg
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Dampflok94 » So 19. Mär 2017, 18:16

Skull hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:00)

Diese Woche beginnt die Kapitalerhöhung der Deutschen Bank.

Für 2 Aktien gibt eine neue mit 11,65.

Überlege mir gerade, ob ich Bezugsrechte kaufe...

mfg

Ist das günstiger als die Aktien direkt zu kaufen? Sollte ja in der Theorie nicht so sein. Oder hoffst Du auf Kurspflege seitens der DB?
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: die deutsche bank

Beitragvon Skull » So 19. Mär 2017, 19:17

Dampflok94 hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:16)

Ist das günstiger als die Aktien direkt zu kaufen? Sollte ja in der Theorie nicht so sein.

Oder hoffst Du auf Kurspflege seitens der DB?

Nö. Genaues Gegenteil.

Ich hoffe im Vorfeld auf Druck auf den Kurs. (BR-Abschlag dabei rauszurechnen)

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