Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

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Sybilla
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Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Di 20. Jan 2009, 13:51

1. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

„Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt und erheblicher Abbau der Arbeitslosigkeit“


Die Fakten:

Statistisch erfasste Arbeitslose Dezember 2008 : 3.102.085 Personen

LEISTUNGSEMPFÄNGER BA Bericht Dezember 2008 Seite 62

LEISTUNGSEMPFÄNGER
- Arbeitslosengeld 904.612*
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.771.367*
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.800.779*
*Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.

* 7.476.758 Leistungsempfänger
+ 414.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Dezember 2008 Seite 30)


Zum Vergleich

Im Dezember 2004 vor der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden von der BA 4.464.230 Personen als arbeitslos gemeldet. 1.377.822 Personen befanden sich in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Dezember 2004 wurden von der BA 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

Pressemitteilung Nr.025 vom 20.01.2009 -Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung im 1. bis 3. Quartal 2008

WIESBADEN – In der gesetzlichen Sozialversicherung ergab sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in den ersten drei Quartalen 2008 insgesamt ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit (in Abgrenzung der Finanzstatistik) von 2,4 Milliarden Euro. ...

...In den ersten drei Quartalen 2008 betrugen die Ausgaben der gesetzlichen Sozialversicherung insgesamt 355,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2007 errechnet sich eine Zunahme von 2,0%. Die Einnahmen stiegen um 1,3% auf 353,3 Milliarden Euro.


Der multimedial im Gleichklang verkündete Aufschwung am Arbeitsmarkt schlägt sich unter Berücksichtigung der gestiegenen Grundlohnsumme un unter Einbeziehung der Beitragssatzänderungen nicht in der Kasse der Sozialversicherung nieder.

2. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Konsumenten im Kaufrausch"

Die Fakten:

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.


GfK-Konsumklima November 2008 - Moderat steigende Konsumlaune
Im November 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland nach vorläufigen Daten aus sieben Bundesländern nominal 1,8% und real 3,0% weniger Umsatz als im November 2007.


Die Betrachtung seit März 2007 zeigt das der multimedial im Gleichklang berichtet Aufschwung für gut 85 % aller Bürger nie statt gefunden hat


März 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im März 2007 real + 0,5% gegenüber März 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 179 vom 30.04.2007
April 07 Gesamtindikator Konsumklima 5,3 Punkte
Einzelhandelsumsatz im April 2007 real - 0,6% gegenüber April 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 223 vom 01.06.2007
Mai 07 Gesamtindikator Konsumklima von 5,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2007 real - 3,7% gegenüber Mai 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 264 vom 29.06.2007
Juni 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,4 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Juni 2007 real - 0,8% gegenüber Juni 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 303 vom 31.07.2007
Juli 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2007 real um - 1,5% gegenüber Juli 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 345 vom 31.08.2007

August 07 Gesamtindikator Konsumklima 8,5 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2007 real - 2,2% gegenüber August 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 396 vom 28.09.2007
September 07 Gesamtindikator Konsumklima 7,6 Punkten
Einzelhandelsumsatz im September 2007 real - 2,2% gegenüber September 2007
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 435 vom 31.10.2007
Oktober 07 Gesamtindikator Konsumklima 6,7 Punkten
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2007 real - 0,6% gegenüber Oktober 2006
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 485 vom 30.11.2007
November 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008
Im November 2007 setzte der Einzelhandel in Deutschland - real 3,2% weniger um als im November 2006.
Dezember 07 Gesamtindikator Konsumklima 4,4 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Dezember 2007 real um - 6,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 040 vom 31.01.2008

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten

Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %

Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %

September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Wenn der Einzelhandel eine verbesserte Kauflaune erhofft gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Aganda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren einen Erfolg der Agenda 2010 Politik, den es so weder am Arbeitsmarkt noch in der Wirtschaft gibt?

3. Viele Medien verkündeten im Gleichklang

"Die Wirtschaftskrise - das Glas ist nicht halb leer sondern halb voll"

Die Faktenanalyse:

Das Glas ist für viele Bürger und Arbeitnehmer schlicht und einfach leer.
Der außer Rand und Band geratene Casino - Kapitalismus der die Finanzkrise ausgelöst hat, schlägt trotz diverser Konjunkturpakete voll auf die Wirtschaft durch.

BMW schickt 26.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

BASF reagiert mit Kurzarbeit auf Konjunkturkrise

MAN stoppt Lkw-Produktion an 42 Tagen im ersten Halbjahr

AMD erwägt Kurzarbeit in Dresden

Aus der Finanzkrise wird eine Wirtschaftskrise in deren Folge eine Arbeitsmarktkrise folgt die schlussendlich in eine gefährliche politische Krise münden kann.

Die Vorboten und Machenschaften rund um die hessischen Landtagswahlen 2008/2009 und deren Wahlergebnis 2009 verheißen meines Erachtens eine Polarisierung der Politik in extreme Positionen. Diese durch die Stärkung des neo-rechtsliberalen Rand der radikal fundamentalistischen Wirtschaftsfanatiker seine Manifestation findet, diese Polarisierung der politischen Ideologien in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise war zuletzt in der Weimarer Republik zu beobachten und führte das Land in eine grausame und unmenschliche Diktatur.

Was ist zu tun, welche Alternative Politik ist erforderlich?

Ich bin der Meinung die Agenda 2010 Politik ist gescheitert. Jetzt ist ein rascher und bedingungsloser Politikwechsel erforderlich. Der fortschrittlichste ist immer der, der als erster umgekehrt, wenn er erkannt hat, das der Weg falsch ist.

Weder Zinssenkungen noch das überfluten der Märkte mit Liquidität ist ein Weg aus der Krise. Zinssenkungen sichern zumindest kurzfristig die Arbeitsplätze. Langfristig spült ein gesetzlicher Mindestlohn (westeuropäisches Niveau) und kräftige Lohnerhöhungen mehr Netto in die Taschen der Arbeitnehmer. Eine Anhebung der Renten und ein ALG II Regelsatz von 460 € stärken die Kaufkraft der Rentner und ALG II Leistungsempfänger. Die Bürger können wieder konsumieren die Wirtschaft nimmt Fahrt auf.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Watchful_Eye » Di 20. Jan 2009, 18:25

Wenn ich mir die "Kalender- und Saisonbereinigten Messzahlen" in deinem Link anschaue, stehen da aber etwas andere Zahlen.. wie kommst du z.B. auf die -6,3% im März?
"In a world where I feel so small, I can't stop thinking big." (Rush - Caravan)

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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Di 20. Jan 2009, 23:49

Watchful_Eye hat geschrieben:Wenn ich mir die "Kalender- und Saisonbereinigten Messzahlen" in deinem Link anschaue, stehen da aber etwas andere Zahlen.. wie kommst du z.B. auf die -6,3% im März?


Pressemitteilung Nr.171 vom 02.05.2008 - Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um 6,3% gesunken

Bei den "Kalender- und Saisonbereinigten Messzahlen" übersehen Sie die Anmerkung 1) Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne Tankstellen; vorläufige Ergebnisse.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 22. Jan 2009, 14:10

Die neoliberale Logik lehrt, wenn die Stimmung der Menschen positiv ist, wird sich auch die wirtschaftliche Lage positiv entwickeln.

Die Logik der Vernunft lehrt, wenn sich die wirtschaftliche Lage positiv entwickelt, steigt die Stimmung der Menschen positiv an.

Der Fehler der Neoliberalen ist, dass sie "das Pferd" immer am Hinterteil aufzäumen möchten. Erschwerend ist in dieser Krise das die Neoliberalen immer noch nicht realisieren das, „dass Pferd“ das die Neoliberalen reiten, möchten von außer Rand und Band geratenen Spekulanten zu tote geritten wurde.

Da können die Obrigkeiten in Politik (träumen vom Ende der Krise) und Medien (werden das Ende der Krise vor den Bundestagswahlen wunschgemäß im Gleichklang berichten) noch so gute und positive Stimmung verbreiten, "dass Pferd" ist schlicht und einfach tot, "tote Pferde" kann keiner reiten alle müssen absteigen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Talyessin » Do 22. Jan 2009, 16:53

Sybilla hat geschrieben:Die neoliberale Logik lehrt, wenn die Stimmung der Menschen positiv ist, wird sich auch die wirtschaftliche Lage positiv entwickeln.

Die Logik der Vernunft lehrt, wenn sich die wirtschaftliche Lage positiv entwickelt, steigt die Stimmung der Menschen positiv an.

Der Fehler der Neoliberalen ist, dass sie "das Pferd" immer am Hinterteil aufzäumen möchten. Erschwerend ist in dieser Krise das die Neoliberalen immer noch nicht realisieren das, „dass Pferd“ das die Neoliberalen reiten, möchten von außer Rand und Band geratenen Spekulanten zu tote geritten wurde.

Da können die Obrigkeiten in Politik (träumen vom Ende der Krise) und Medien (werden das Ende der Krise vor den Bundestagswahlen wunschgemäß im Gleichklang berichten) noch so gute und positive Stimmung verbreiten, "dass Pferd" ist schlicht und einfach tot, "tote Pferde" kann keiner reiten alle müssen absteigen.


Welche Neoliberalen?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 29. Jan 2009, 13:49

Kurzfassung Arbeitsmarktanalyse

Mit Blick auf den deutschen Arbeitsmarkt schlittert Deutschland - wie ich denke - nicht nur wegen der globalen Finanzkrise sondern auch aufgrund der gescheiterten Agenda 2010 Politik nicht nur in Rezession sondern in eine gefährliche wirtschaftliche Depression.

Arbeitsmarkt Januar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 09.
Laut BA Bericht wurden im Januar 09 (Seite 47) 3.488.805 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst.

7.702.072 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2009 Seite 47. (Details weiter unten)

wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit § 170 / § 175 im Dezember 08 waren 402.285 Personen von Kurzarbeit betroffen. Für Januar 2009 stehen im BA Bericht keine aktuellen Zahlen zur Verfügung. (BA Bericht Januar 2009 Tabelle 06a: Anzeigen über Kurzarbeit und Anzahl betroffener Personen Seite 53)

Außer den Leistungsempfängern gab es im September (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat September 08 keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen.
(BA Bericht Januar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 26 BA Bericht Januar 2009)

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die Wirtschafts – und Arbeitsmarktkrise.

Details finden Sie bei
http://forum.politik.de/forum/showpost. ... ostcount=1
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Fr 30. Jan 2009, 12:21

Folgende Statistik verdeutlicht die tiefe der Krise.

Von Dezember 07 zu Januar 08 stieg die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 252.926 Personen oder 7,4 % an.

Von Dezember 08 zu Januar 09 stieg die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 386.720 Personen oder 12,5 % an.

Das heißt das die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar 09 zu Januar 08 um
52,9 % zugenommen hat.

Ich sehe mit großer Sorge das "notleidende" Banken zum Beispiel die HRE München immer neue Mrd. € von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler einfordern. Denn diese Mrd. € wurden von außer Rand und Band geratenen Spekulanten verbrannt. Das sozialisieren der Banken - Verluste ist unerträglich wenn zur gleichen Zeit das BSG feststellt das der ALG II Regelsatz für Kinder zu niedrig und verfassungswidrig festgelegt wurde.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Watchful_Eye » Fr 30. Jan 2009, 14:09

Dass derzeit so ziemlich alle Industriestaaten in einer Krise stecken, bezweifelt wohl kaum jemand - man muss allerdings auch bedenken, dass wir diesen Januar einen ziemlich kalten Winter haben/hatten, was für höhere Arbeitslosenzahlen in der Baubranche sorgt.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Di 3. Feb 2009, 13:13

Viele von uns werden sich noch an die triumphalen Meldungen erinnern die in vielen Medien im halbstunden Takt von einem vor-weihnachtlichen Kaufrausch der Konsumenten berichtet haben. Trotz das der Dezember 08 mit 25 Verkaufstagen einen zusätzlichen Verkaufstag hatte als der Dezember 07 erzielten die Einzelhändler/Einzelhandelumsätze (Statistisches Bundesamt)Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 real 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007.



Die Medienberichterstatter werden immer unglaubwürdiger, viele berichten nur noch von der Erfüllung der Pläne der politischen Obrigkeit.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 26. Feb 2009, 15:12

Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger.

Leistungsempfänger November 08 (BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht Februar 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)



Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18)

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Die statistische Auswertbarkeit
der neuen und neu zugeschnittenen Instrumente wird im Laufe des Jahres 2009 hergestellt werden. Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Scholz greift in die Trickkiste der Statistik

Ich sehe neben der globalen Finanzkrise die Agenda 2010 Politik als eine der Ursachen für die sich verschärfende Arbeitsmarktkrise.

Mehr Infos gibt es hier
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 5. Mär 2009, 18:14

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht

Arbeitsmarkt Februar 2009:

Der BA Monatsbericht berichtet von einem unerwartet hohen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im Februar 09.
Laut BA Bericht wurden im Februar 09 (Seite 46) 3.551.926 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. (November 2008 2.988.444 Personen)

Im Monat Februar befanden sich 1,55 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 25 BA Bericht Januar 2009)

Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober (nachfolgende Monatszahlen liegen noch nicht vor) noch 401.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 87 Prozent Leistungen. (BA Bericht Februar 2009 Seite 18 )

7.882.627 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Februar 2009 Seite 46. Das ist ein Anstieg von 180.555 Personen zum Vormonat( Details weiter unten) Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um 483.316 Leistungsempfänger.


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert Konsumklima hellt sich auf " - Statistisches Bundesamt berichtet von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen im Januar 2009

Die Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken


Januar 2009 Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,3 Punkten im Februar für März 2009 einen Wert von 2,6 Punkten.



Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 %
Februar 08 – 0,3 %
März 08 – 6,3 %
April 08 – 1,0 %

Mai 08 + 0,7 %
Juni 08 – 3,9 %
Juli 08 0 %
August – 3,0 %

September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag)
Oktober – 1,5 %
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger)

Dezmeber – 0,3 % (trotz zusätzlichen Verkaufstag)

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken
Januar 09 – 1,3 %



Wenn die GfK eine verbesserte Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

3. Lage der Wirtschaft





Die Abwrackprämie: Ein Strohfeuerchen, an dem sich alle wärmen

Angst vor aufflackernder Inflation treibt Anleger um

Die deutsche Wirtschaft im Sog der konjunkturellen Talfahrt der Weltwirtschaft

EZB: Kreditdynamik im Januar nahe Null
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Mo 20. Apr 2009, 23:14

Bericht zur Lage der Nation April 2009

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht

Arbeitsmarkt März 2009:

Der BA Monatsbericht berichtete von einem ungewöhnlichen Anstieg der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit im März 09.

Laut BA Bericht wurden im März 09 (Seite 48) 3.585.811 Personen von der BA – Statistik als arbeitslos erfasst. Das waren 33.885 mehr als im Februar 09 und 78.375 als im März 2008 gegenüber November 2008 2.988.444 Personen ist das ein rasanter Anstieg von 597.367 Personen in nur 4 Monaten.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.918.642 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht März 2009 Seite 48. Das ist ein Anstieg von 40.558 Personen zum Vormonat. Im Vergleich zu November 08 im Vergleich der vorläufige Zahlen, einen Anstieg um sage und schreibe 519.331 Leistungsempfänger.

(BA Bericht November 7.399.311 Leistungsberechtigte im BA Bericht März 09 auf 7.542.787 Leistungsberechtigte korrigiert)

Kurzarbeit:

Schlimmeres verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit, sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon zwischen Januar und März bis zu 1,7 Millionen Menschen betroffen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat März befanden sich 1,58 Millionen Personen ( + 30.000 zum Vormonat Februar) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht März 2009)

Somit hat sich die Lage am Arbeitsmarkt bei weitem schlechter entwickelt als das von allen „Fachleuten“ erwartet wurde.

2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert Konsumklima hellt sich auf " - Statistisches Bundesamt berichtet von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen im Januar 2009

Die Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

2007: Einzelhandelsumsatz 2007 real mindestens um 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 006 vom 09.01.2008

Real ist 2007 ein Einzelhandelsumsatz von - 1,8%. eingetreten.


GfK Prognosen seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.


Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um - 3,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufs-tagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0% gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real - 0,3% weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.


Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

2008 Veränderungen zum Vorjahresmonat (real)

Januar 08 + 0,6 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
Februar 08 – 0,3 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
März 08 – 6,3 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,5 Punkten.
April 08 – 1,0 %
GfK Konsumklima prognostiziert 4,8 Punkten
Mai 08 + 0,7 % GfK Konsumklima prognostiziert 5,6 Punkten.
Juni 08 – 3,9 % GfK Konsumklima prognostiziert 4,7 Punkten.
Juli 08 0 % GfK Konsumklima prognostiziert 3,6 Punkten.
August – 3,0 %
GfK Konsumklima prognostiziert 1,9 Punkten.
September + 1,2 % (zusätzlicher Verkaufstag) GfK Konsumklima prognostiziert 1,6 Punkten.
Oktober – 1,5 % GfK Konsumklima prognostiziert 1,8 Punkten.
November – 3,0 % (einen Verkaufstag weniger) GfK Konsumklima prognostiziert 1,9 Punkten

Dezmeber – 0,3 % (trotz zusätzlichen Verkaufstag) GfK Konsumklima prognostiziert 2,2 Punkten.
Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009 - Einzelhandelsumsatz 2008 voraussichtlich real leicht gesunken

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken






Januar 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1 Punkten.
Februar 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,3 Punkten im Februar.
März 2009 GfK Gesamtindikator prognostiziert für März 2009 einen Wert von 2,6 Punkten.
April 2009 der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,5 Punkten im März für April einen Wert von 2,4 Punkten und zeigt sich damit angesichts der wirtschaftlichen Situation weiterhin robust.

Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real -1,3% gesunken
Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009 Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real - 5,3% gesunken Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

Januar 09 – 1,3 % GfK Gesamtindikator prognostiziert 2,1 Punkten.
Februar 2009 – 5,3 % GfK Gesamtindikator prognostiziert 2,3 Punkten.


Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml


April 2009 der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 2,5 Punkten im März für April einen Wert von 2,4 Punkten und zeigt sich damit angesichts der wirtschaftlichen Situation weiterhin robust.




Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robust Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

3. Lage der Wirtschaft


Auftragslage immer schlimmer:

Maschinenbau erhält halb so viele Order

Deutscher Maschinenbau hat Talsohle noch lange nicht erreicht. - Der deutsche Maschinenbau hat in seiner schweren Krise die Talsohle noch lange nicht erreicht. "Wir sind eigentlich noch gar nicht richtig in der Krise angekommen, weil viele Unternehmen noch alte Aufträge haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Wenn wir bis Juli oder August keine Zeichen für eine Trendwende haben, dann wird es harte Einschnitte geben, auch bei den Beschäftigten." Der Maschinenbau, einer der wichtigsten deutschen Industriezweige, verzeichnet nach Jahren des Booms derzeit einen historischen Einbruch bei den Auftragseingängen. Im Februar halbierten sich die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen Produktionseinbruch von zehn bis 20 Prozent.






Plan Z oder der letzte Versuch den neoliberalen Kapitalismus vor dem finalen Ende zu retten.

Ergänzung zu Kurzarbeit - Staat erwägt massiven Eingriff in den Arbeitsmarkt

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und in den gleich klingenden Medien wird über das nahende Ende der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise (ausgelöst durch die Agenda 2010 Politik) berichtet und wenn diese psychologische Manipulation so viel Erfolg zeigt, als die prognostizierte Kauflust der Konsumenten durch die GfK Prognosen, sind die Neoliberalen mit ihrer Kunst mit höchster Wahrscheinlichkeit am Ende der Fahnenstange angekommen.
Der Erfolg der politischen Linken ist dann nur noch eine Frage der Höhe des Erfolges.
Zuletzt geändert von Sybilla am Di 21. Apr 2009, 02:08, insgesamt 1-mal geändert.
miss marple

Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon miss marple » Mo 20. Apr 2009, 23:24

mit großem interesse las ich den vorigen beitrag - das riecht nach erholung der konjunktur, das kann nicht mehr lange dauern, bis es so aufschwingt, dass diesmal die davon profitieren, die es am nötigsten hätten.

schätze mal 2011 oder 2018, irgendwann um die zeit wird es so weit sein.

wobei, heute hörte man, es müssen wieder "irgendwo" 90 millionen euro gelder reingebuttert werden, naja, wenns dann hinterher schwingt, ne?

:)
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Mi 22. Apr 2009, 01:13

"Bad Banks"

Fragen über Fragen

Welche Leistung erhält die Solidargemeinschaft der Steuerzahler für die Übernahme der "Giftpapiere" es sind doch immer die Neoliberalen die für jede Leistung eine Gegenleistung erwarten, zumindest dann wenn sie persönlich nicht betroffen sind?






Die "Geschenke" der Solidargemeinschaft der Steuerzahler sind exorbitant und unerträglich, die neoliberale Wahnidee des endlos wachsenden Profit ist gescheitert.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Di 28. Apr 2009, 00:08

Seit der Umsetzung der neoliberalen Politik aus der die missglückte und fruchtlose Agenda 2010 sowie die vermurkste Hartz IV Reform entsprungen ist. Ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch Wirtschafts und Arbeitsmarktkrisen, soziale Unruhen ausgelöst werden könnten, erheblich gestiegen.

Zudem die Obrigkeiten in den ARGEN die Leistungsberechtigten Bürger weiterhin unter verstärkt unter Druck setzen....

z.B..... mit einer sogenannten "Bettlägigkeitsbescheinigung" die zusätzlich zu den üblichen ärztlichen Krankenbescheinigungen bei Einladungen zu ARGE - Terminen oder "Maßnahmen" beizubringen ist, provozieren und drangsalieren sowie gegenüber "normaler" Arbeitnehmern bei Ärzten diskriminieren.
Die Stimmungslage der Betroffenen ALG II Berechtigten hat sich durch dieses Behördengebaren (eingefordert in sogenannten Eingliederungsvereinbarungen) erheblich verschärft.

Die Zahl von 8 Millionen Leistungsberechtigten sollte seitens der politischen Obrigkeiten nicht unterschätzt werden, ich fürchte die neoliberale Obrigkeit hat mit Hartz IV und Behörden - "Geistesblitzen" wie - "Bettlägigkeitsbescheinigung - 1 Euro Jobs, Fahrradständerbewachung o.ä." den sozialen Kessel enorm unter Druck gesetzt.

Seit der Einführung des SGB II (Hartz IV) ist die Mittelschicht in D um 5 Millionen Bürger geschmolzen, die Angst vor dem sozialen Abstieg, ist in der Mittelschicht in Zeiten drohender Arbeitslosigkeit verstärkt zu spüren.

Deutschlandradio Kultur 27.04.2009 · 19:30 Uhr

Zwischen Häuschen und Hartz IV - Die Verwundbarkeit der Mitte

Für Hartz-IV-Empfänger ist das eigene Haus nur selten noch zu halten.

Das Klavier ist verkauft, der Tanzunterricht für die Kinder gestrichen und wenn es so weiter geht, dann kommt das Reihenhaus unter den Hammer. So könnte sie aussehen, die Dramaturgie eines Absturzes aus der Mittelschicht. Und der vollzieht sich immer häufiger, glaubt man den Zahlen des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung.

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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon ToughDaddy » Di 28. Apr 2009, 00:32

@Sybilla

Vielleicht wird die Mittelschicht auch irgendwann mal wach. Aber zZ treten die meisten lieber noch nach unten und wundern sich aber, wenn sie plötzlich selber getreten werden.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Mi 29. Apr 2009, 01:02

@ToughDaddy

Die Zahl der Hartz IV Betroffenen wird erst in 2010 sprunghaft ansteigen.
Ich denke, bis dahin glauben die meisten die nach monatlanger Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit entlassen werden an die robuste Kauflust (GfK) und den Wahl - Versprechungen der politischen Obrigkeiten.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon ToughDaddy » Mi 29. Apr 2009, 01:33

Sybilla hat geschrieben:@ToughDaddy

Die Zahl der Hartz IV Betroffenen wird erst in 2010 sprunghaft ansteigen.
Ich denke, bis dahin glauben die meisten die nach monatlanger Kurzarbeit in die Arbeitslosigkeit entlassen werden an die robuste Kauflust (GfK) und den Wahl - Versprechungen der politischen Obrigkeiten.


Naja dann ist doch die Wahl gegessen und es kann so weitergehen. :sick:
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon hartmut » Mi 29. Apr 2009, 11:50

@ sybilla: weiß ich seit Jahren (nicht zuletzt dank Deiner Fleißarbeit), hat aber keinen Sinn: Allzu viele glauben gern an potemkinsche Dörfer...solange, bis auf einmal sie selbst in einem solchen leben müssen, und dann ist es zu spät.

Es gab nie einen Aufschwung am Arbeitsmarkt, es gab immer nur schöpferische Statistik.

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