Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

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Wähler
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » So 2. Jul 2017, 17:41

Realist2014 hat geschrieben:(02 Jul 2017, 14:25)
gibt es da überhaupt Statistiken mit dieser speziellen Differenzierung?

Die einzigen empirisch erfassten Differenzierungen sind die für Alleinerziehende Hartz-IV-Empfänger und die für Langzeitarbeitslose. Die Flüchtlingsproblematik lasse ich jetzt außen vor. Es sollte vor allem etwas für die Kinder von Alleinerziehenden getan werden:
https://de.statista.com/infografik/5177 ... rziehende/
Von den acht Millionen Familien in Deutschland ist mittlerweile fast jede fünfte eine Familie mit nur einem Elternteil. Knapp eine Million Kinder von Alleinerziehenden leben von Hartz IV.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2778151
SZ 13. Dezember 2015 Keiner will Dich
In Deutschland sind mehr als eine Million Menschen langzeitarbeitslos, das heißt: länger als ein Jahr. 200 000 suchen mehr als vier Jahre.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... .2778151#2
27% der mehr als 24 Monate Arbeitslosen sind über 55 Jahre
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mo 31. Jul 2017, 16:26

http://www.sueddeutsche.de/politik/auss ... -1.3609386
SZ 30. Juli 2017 Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit - Vorsicht vor Illusionen
Aussagekräftiger ist die Gesamtzahl der Arbeitsstunden, die seit 2005 um etwa sieben Prozent gestiegen ist. In Vollzeitäquivalenten entspricht das einem Zuwachs von nur 2,24 Millionen Stellen - also knapp der Hälfte dessen, was die Zählung der Erwerbstätigen suggeriert.

Der Abbau der Arbeitslosigkeit in Gesamtdeutschland geht also seit 2007 fast ausschließlich auf das Konto Ostdeutschlands, während im Westen vor allem Langzeitarbeitslose trotz starker Wirtschaft faktisch kaum eine Perspektive haben.

Diese Generation hat sich jedoch nie in die Nicht-Erwerbstätigkeit zurückgezogen, wie man das aus Westdeutschland kennt, sondern ihren Anspruch auf Beschäftigung in Form der Arbeitslosmeldung aufrechterhalten. Altersbedingt verabschiedet sie sich nach und nach in den Ruhestand und verschwindet damit aus der Statistik. Der Prozess lässt sich verstärkt seit 2005 beobachten - er wird jedoch in absehbarer Zeit enden.

Statt beispielsweise die Zeitarbeit durch Regulierung immer weiter zurückzudrängen, sollte sie als Flexibilitätspuffer gestärkt werden. Dringend erforderlich ist zudem eine stärkere Nachfrageorientierung der akademischen Ausbildung, sonst drohen ähnliche Fehlentwicklungen, wie sie schon seit Langem in Südeuropa zu beobachten sind, wo Heerscharen junger Menschen am Markt vorbei ausgebildet werden. Deutschland muss außerdem erheblich besser werden, was die berufliche Integration von Flüchtlingen anbelangt. Nicht zuletzt gehört eine aktive Zuwanderungspolitik auf die Agenda, die den ernsthaften Versuch unternimmt, kluge Köpfe als Fachkräfte für Deutschland zu gewinnen.

Interessante differenzierte Analyse, gegen den Strich gebürstet, mit klaren einzelnen, aber diskussionsbedürftigen Schlussfolgerungen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Ger9374 » Mo 31. Jul 2017, 16:42

Aktive sinnvolle Zuwanderungspolitik heißt klar Menschen die hierher dürfen und unseren Arbeitsmarkt bereichern! Nicht noch mehr unqualifizierte die dem Staat auf der Tasche
liegen.Das sollte mal klar gesagt werden.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mo 31. Jul 2017, 17:49

Ger9374 hat geschrieben:(31 Jul 2017, 17:42)
Aktive sinnvolle Zuwanderungspolitik heißt klar Menschen die hierher dürfen und unseren Arbeitsmarkt bereichern! Nicht noch mehr unqualifizierte die dem Staat auf der Tasche
liegen.Das sollte mal klar gesagt werden.

Heißt das, dass Langzeitarbeitslose, ausbildungsschwierige Hauptschüler und wenig gebildete, hier lebende Flüchtlinge auf einem zweiten Arbeitsmarkt, klarkommen sollen, was es in der Geschichte der BRD bis auf die paar 1-Euro-Jobber bisher so nicht gab. Das ist jetzt etwas überspitzt formuliert. ;)
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 11:07

Sybilla hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:18)



Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.







[/b]

Erstellt von Sybilla am 01.08.17 --- 11 Uhr 00


Dann lesen Sie ihre Links nicht, denn in keinem Link ist von einer Mehrheit auch nur im Ansatz die Rede.
der grossen Mehrheit der Deutschen geht es gut nach eigener Aussage und ihre Links beschreiben so 10-20% der Deutschen.
also bitte auch mal die Links lesen und dann wuerden Sie solche Behauptungen nicht aufstellen - Danke!
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mi 9. Aug 2017, 11:28

Sybilla hat geschrieben:(09 Aug 2017, 11:24)
Wird die IAB Umfrage nun bei Leih und Zeitarbeitsfirmen durchgeführt kann es durchaus passieren das die befragte Zeitarbeitsfirma x die gleichen Stellenangebote meldet als die ebenfalls befragte Zeitarbeitsfirma y und das befragte Großunternehmen z. Datenredundanz wird in Umfragen nicht erfasst. So steigt die Zahl der offenen Stellen immer weiter an, die Bäume wachsen quasi in den Himmel.

https://www.genios.de/document?id=HB__1 ... t&offset=0
Infografik Handelsblatt 15. Februar 2017 Leergefegt
Nie seit der Wiedervereinigung war das Angebot an guten Jobs so hoch und die Nachfrage danach so gering wie heute. Immer mehr Unternehmen suchen den Arbeitsmarkt vergeblich ab - und sehen ihre Geschäfte bedroht. Der Fachkräftemangel ist längst zum Wachstumshemmnis geworden und die größte Sorge der Firmenchefs.

Fachkraftstellen bleiben länger unbesetzt und für immer mehr Lehrstellen werden keine interessierten oder geeigneten Bewerber gefunden. Altenpfleger ist übrigens auch ein Mangelberuf. Selbst Zeitarbeitsfirmen für Fachkräfte sehen ihr Geschäft bedroht.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Mi 9. Aug 2017, 16:09

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:07)

Dann lesen Sie ihre Links nicht, denn in keinem Link ist von einer Mehrheit auch nur im Ansatz die Rede.
der grossen Mehrheit der Deutschen geht es gut nach eigener Aussage und ihre Links beschreiben so 10-20% der Deutschen.
also bitte auch mal die Links lesen und dann wuerden Sie solche Behauptungen nicht aufstellen - Danke!



Auf Seiten dieser Foristen besteht kein Interesse an einer sinnvollen Diskussion.

Sie platziert diese "linkslastigen Jammertexte" ja nicht nur in dieses Forum- sondern inhaltsgleich auch in andere Foren...

Sie ist eine Vertreterin des Erfurter Grundsatzprogrammes der SED-Nachfolgepartei...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon KarlRanseier » Mi 16. Aug 2017, 13:28

Wähler hat geschrieben:(09 Aug 2017, 12:28)

https://www.genios.de/document?id=HB__1 ... t&offset=0
Infografik Handelsblatt 15. Februar 2017 Leergefegt

Fachkraftstellen bleiben länger unbesetzt und für immer mehr Lehrstellen werden keine interessierten oder geeigneten Bewerber gefunden. Altenpfleger ist übrigens auch ein Mangelberuf. Selbst Zeitarbeitsfirmen für Fachkräfte sehen ihr Geschäft bedroht.



Na vielleicht sollte man in solchen eher unbeliebten Berufen angemessene Löhne bezahlen und so Menschen dafür gewinnen? Oder verhindert das wieder die Konkurrenz aus dem Kongo und Burundi? Oder ist Unternehmern ein wenig Marktwirtschaft nicht mehr zuzumuten?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mi 16. Aug 2017, 14:12

Wähler hat geschrieben:(09 Aug 2017, 12:28)
https://www.genios.de/document?id=HB__1 ... t&offset=0
Infografik Handelsblatt 15. Februar 2017 Leergefegt
Fachkraftstellen bleiben länger unbesetzt und für immer mehr Lehrstellen werden keine interessierten oder geeigneten Bewerber gefunden. Altenpfleger ist übrigens auch ein Mangelberuf. Selbst Zeitarbeitsfirmen für Fachkräfte sehen ihr Geschäft bedroht.

KarlRanseier hat geschrieben:(16 Aug 2017, 14:28)
Na vielleicht sollte man in solchen eher unbeliebten Berufen angemessene Löhne bezahlen und so Menschen dafür gewinnen? Oder verhindert das wieder die Konkurrenz aus dem Kongo und Burundi? Oder ist Unternehmern ein wenig Marktwirtschaft nicht mehr zuzumuten?

Höhere Mindestlöhne innerhalb einer Branche zu erstreiten, ist Aufgabe der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Mi 16. Aug 2017, 15:55

KarlRanseier hat geschrieben:(16 Aug 2017, 14:28)

Na vielleicht sollte man in solchen eher unbeliebten Berufen angemessene Löhne bezahlen und so Menschen dafür gewinnen? Oder verhindert das wieder die Konkurrenz aus dem Kongo und Burundi? Oder ist Unternehmern ein wenig Marktwirtschaft nicht mehr zuzumuten?



erzähl das den KUNDEN, die alles immer "billig" haben wollen...

Höhere Löhne = höhere Preise

speziell bei den Dienstleistungen der "unbeliebten Berufe"

das Geschrei bei Erhöhung der Mietnebenkosten durch derartige Erhöhungen bei den Dienstleistungen kann ich jetzt schon hören...
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon KarlRanseier » Mi 16. Aug 2017, 16:43

Realist2014 hat geschrieben:(16 Aug 2017, 16:55)

erzähl das den KUNDEN, die alles immer "billig" haben wollen...

Höhere Löhne = höhere Preise

speziell bei den Dienstleistungen der "unbeliebten Berufe"

das Geschrei bei Erhöhung der Mietnebenkosten durch derartige Erhöhungen bei den Dienstleistungen kann ich jetzt schon hören...



In einer Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, richtig?

Und wenn die Arbeitgeber in bestimmten Bereichen nicht mehr in der Lage sind, Arbeitskräfte zu finden, dann können sie natürlich über den faulen Pöbel herumjammern, und die Medien, die ja bekanntlich Teil der Wirtschaft sind, werden zustimmen. Aber das ändert nichts, weil es einen zweiten GerHartz nicht geben wird, der Arbeitgebern ggf. fast gänzlich kostenlose Zwangsverpflichtete zur Verfügung stellt. Also müssen sie in den sauren Apfel beißen und höhere Löhne zahlen, was entweder ihre Profite schmälert oder tatsächlich zu höheren Kosten führt. Ist Letzteres der Fall und sind die Kunden nicht bereit, diese Preise zu zahlen, dann muss sich der Arbeitgeber eben einen anderen Bereich suchen oder, wenn's ganz blöde läuft, selbst arbeiten.

Das war auch die Diskussion bei den Mindestlöhnen. Aber tatsächlich haben Jobs, bei denen die Beschäftigten 5 Euro/Stunde verdienen, keinen Wert, weil kein Mensch davon leben kann.

Die Dienstleistung, anderen Leuten die Schuhe zuzubinden, gibt es auch nicht, eben weil ihr Wert viel zu gering wäre.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Mi 16. Aug 2017, 16:53

KarlRanseier hat geschrieben:(16 Aug 2017, 17:43)

In einer Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, richtig?

Und wenn die Arbeitgeber in bestimmten Bereichen nicht mehr in der Lage sind, Arbeitskräfte zu finden, dann können sie natürlich über den faulen Pöbel herumjammern, und die Medien, die ja bekanntlich Teil der Wirtschaft sind, werden zustimmen. Aber das ändert nichts, weil es einen zweiten GerHartz nicht geben wird, der Arbeitgebern ggf. fast gänzlich kostenlose Zwangsverpflichtete zur Verfügung stellt. Also müssen sie in den sauren Apfel beißen und höhere Löhne zahlen, was entweder ihre Profite schmälert oder tatsächlich zu höheren Kosten führt. Ist Letzteres der Fall und sind die Kunden nicht bereit, diese Preise zu zahlen, dann muss sich der Arbeitgeber eben einen anderen Bereich suchen oder, wenn's ganz blöde läuft, selbst arbeiten.

Das war auch die Diskussion bei den Mindestlöhnen. Aber tatsächlich haben Jobs, bei denen die Beschäftigten 5 Euro/Stunde verdienen, keinen Wert, weil kein Mensch davon leben kann.

Die Dienstleistung, anderen Leuten die Schuhe zuzubinden, gibt es auch nicht, eben weil ihr Wert viel zu gering wäre.


Ich schreibe von den KUNDEN...

die dann höhere Preise bezahlen müssen


dann geht das "Teuro" Geschrei wieder los...

Warum die linksgedrehten immer den Unternehmerlohn "schmälern" wollen, wird mir immer ein Rätsel bleiben...
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Mi 16. Aug 2017, 16:54

KarlRanseier hat geschrieben:(16 Aug 2017, 17:43)

In einer Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, richtig?

. Ist Letzteres der Fall und sind die Kunden nicht bereit, diese Preise zu zahlen, dann muss sich der Arbeitgeber eben einen anderen Bereich suchen oder, wenn's ganz blöde läuft, selbst arbeiten.

.



welche Unternehmer "arbeiten" selber denn nicht?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon pikant » Fr 29. Sep 2017, 11:16

Arbeitsmarkt ist sehr robust, auch weil die Konjunktur weiter auf hohem Niveau bleibt.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Alpha Centauri » Do 2. Nov 2017, 12:43

KarlRanseier hat geschrieben:(16 Aug 2017, 14:38)

Es ist alles eine Frage der Zählweise. Wenn ich Arbeitsminister werde, bekommen wir garantiert eine Arbeitslosenquote von 0. Viel besser als Kranke, Alte, Minderbeschäftigte, Sanktionierte und Leute in sinnfreien Kursen herauszurechnen ist es doch, alle Arbeitslosen einfach nicht mitzuzählen! :thumbup:

Auch der Einwand unserer professionellen Jubelperser, dass dann vor Wahlen die Arbeitslosenquote nicht weiter sinken könne, ist falsch. Beachtet man nämlich, dass immer mehr Menschen mehrere Jobs haben, ergibt sich bei Herausrechnung aller Arbeitslosen sogar eine Arbeitslosenquote von deutlich unter 0! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Und Armut haben wir auch nicht mehr, wenn man sie einfach "richtig" definiert.


Bei dem nicht mitzählen dass du zurecht erwähnst, beginnt das"herum getürke" an den aufgehübschten Zahlen, machen sie aber nicht ehrlicher.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Fr 3. Nov 2017, 22:05

Alpha Centauri hat geschrieben:(02 Nov 2017, 12:43)

Bei dem nicht mitzählen dass du zurecht erwähnst, beginnt das"herum getürke" an den aufgehübschten Zahlen, machen sie aber nicht ehrlicher.



da wird weder "herum getürkt" - noch "aufgehübscht"

das sind EU-weite Definitionen, die da verwendet werden.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Fr 1. Dez 2017, 07:19

Sybilla hat geschrieben:(31 Aug 2017, 10:04)


Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.




zumindest EIN richtiger Sachverhalt:

Die Produktivität steigt seit Jahren praktisch NICHT...

WOVON sollen dann Lohnsteigerungen kommen?


jedenfalls NICHT durch DEINE Vorstellungen von "höheren Löhnen", "Höheren Renten", Höherem ALG II" usw...

zum Thema Produktivitätssteigerung steht auch NICHTS im Wahlprogramm deiner Linkspartei...

also WOVON sollen eure "Wohltaten" dann finanziert werden?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon odiug » Fr 2. Feb 2018, 00:10

Fertig mit aufräumen, tut mir Leid wenn ich die Diskussion störte, aber noch mal so eine Tapetenschlacht, dann wandert der ganze Strang in die Ablage.
Zukünftig als Hinweis: Texte von überfordernder Länge werden in die Ablage verschoben.
Copy & Past Orgien sanktioniert.
Euer Boss !
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Do 8. Feb 2018, 17:58

odiug hat geschrieben:(02 Feb 2018, 00:10)

Fertig mit aufräumen, tut mir Leid wenn ich die Diskussion störte, aber noch mal so eine Tapetenschlacht, dann wandert der ganze Strang in die Ablage.
Zukünftig als Hinweis: Texte von überfordernder Länge werden in die Ablage verschoben.
Copy & Past Orgien sanktioniert.
Euer Boss !


Nachdem ich mit unseren "Boss" einige PN ausgetauscht habe, und er versichert hat, dass er nicht aufgrund des Thema dieses Stranges oder weil er von den Damen und Herrn vom Amt unter Druck gesetzt wurde, Beiträge gelöscht hat, sondern alleine aufgrund der Länge und der Wiederholungen meiner Beiträge, in diesen Strang "aufgeräumt" hat. Versuche ich jetzt das Thema in diesen Strang der seit 9 Jahren besteht in einer anderen verkürzten Form fortzusetzen. Mal sehen ob das gut geht, oder ob der Druck der Nomenklatur "auf den Boss" im Forum doch Zugross wird.

Arbeitsmarkt Januar 2018:

Im Januar 2018 waren beachtliche 6.782.896 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII (ohne Asylleistungen) das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 7,8 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Januar 2018 im BA Bericht auf 3.514.557 Personen 7,7 % beziffert.

Hingegen die Zahl der Arbeitslosen im Sinne des § 16 SGB III im Januar 2018 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Januar Rekordtief “ von 2.570.311 arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch (vorläufig und hochgerechnet) 846.404 Personen in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 736.231 BA-X 254 beziffert.

Quelle der Zahlen:
Hier der Link zum BA Bericht für Januar 2018

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... 01-pdf.pdf

2.3.7 Hilfequoten
Im Januar 2018 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (9,8 Prozent). 32 9,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 7,8 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig etwas weniger Haushalte (-0,3 Prozentpunkte) und Personen (-0,1 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen.

Quelle: Seite 23 BA Bericht Januar 2018

2.3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte

Im Januar 2018 lebten in 3.193.000 Bedarfsgemeinschaften 5.960.000 Personen die einen Anspruch auf Regelleistungen nach dem SGB II hatten. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.269.000) und 1.691.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind vor allem Kinder unter 15 Jahren, ihr Anteil an dieser Gruppe belief sich zuletzt auf 97 Prozent.

Quelle: Seite 22 BA Bericht Januar 2018

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Januar
Tabellenanhang zum Monatsbericht Januar 2018 (Tabelle 1)

Im Januar 2018 waren "nur noch" 6.782.896 Personen im Leistungsbezug SGB II/III allerdings schwankt diese Zahl trotz Demographie vermehrter Eintritt in Rente (Altersarmut) je nach Jahreszeit seit Jahren um die Marke von 7 Millionen Personen. Von einen Rekord oder einer signifikanten Veränderung keine Spur.

823.079 Personen erhalten Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit (ALG I)
4.268.861 Personen Arbeitslosengeld II (Hartz IV)
1.690.956 Personen Sozialgeld

Hilfequote erwerbsfähige Leistungsberechtigte 7,8 %

Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 3.514.557 Personen 7,7 %

1.4.6 Unterbeschäftigung
In der Unterbeschäftigungsrechnung nach dem Konzept der BA sind neben den Arbeitslosen die Personen enthalten, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder zeitweise arbeitsunfähig erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit wird ein umfassenderes Bild über die Zahl derjenigen Menschen gezeichnet, die ihren Wunsch nach einer Beschäftigung nicht realisieren können.

Quelle: Seite 15 BA Bericht Januar 2018

Rekordbeschäftigung?

Als erwerbstätig gelten, alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte, geringfügig Beschäftigte, Soldaten) oder als Selbstständige beziehungsweise als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben beziehungsweise in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen. Also auch Personen in Elternzeit. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen durch den späteren Renteneintritt Geburtsjahrgang 1953 Altersrente 2018 mit 65 Jahre + 7 Monat

Wie ist das, mit der wunderbaren Vermehrung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen?

Diese Zahlen spiegeln meine Erfahrungen wieder die ich im realen Leben mache, hingegen die Medienberichte vom niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit.... und einer Rekordbeschäftigung.nicht meiner Lebenserfahrung entsprechen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Do 8. Feb 2018, 18:06

Sybilla hat geschrieben:(08 Feb 2018, 17:58)



Arbeitsmarkt Januar 2018:

[b]Im Januar 2018 waren beachtliche 6.782.896 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII .



wann hörst du endlich auf , die KINDER im Bezug von ALGI II ( Bedarfsgemeinschaft) zum "Arbeitsmarkt" zu zählen?

Wann bist du in der Lage, KORREKTE Zahlen zu verwenden?
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