Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

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firlefanz11
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon firlefanz11 » Fr 2. Jun 2017, 10:12

Ein Terraner hat geschrieben:(02 Jun 2017, 11:00)
Einfach zusammen mit dem Kinderchor Buh brüllen, das hilft.

Nur bei den Linken nicht, wie man an den Wahlergebnissen sieht. :p :D
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Ein Terraner
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Ein Terraner » Fr 2. Jun 2017, 10:41

firlefanz11 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 11:12)

Nur bei den Linken nicht, wie man an den Wahlergebnissen sieht. :p :D


Das wird einfach spitze, unsere Schulen werden Eigentum eines chinesischen Milliardärs und unsere Straßen verkaufen wir an die Franzosen. :thumbup:
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Sybilla
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Fr 30. Jun 2017, 09:50

Arbeitsmarkt Deutschland Juni 2017:

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer wohl fühl Blase der herrschenden Nomenklatur die herrschenden Nomenklatur ließ sich von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ feiern. So vermelden die „Qualitätsmedien“ die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung.

Wie erkenne ich die wahrhaftigen Informationen zur soziale Lage in Deutschland?
Die herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen ( anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung) aber jede Blase platzt irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf eine Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung Humanismus und der Vernunft im Menschen ist die Hoffnung die ich habe.

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektor aber viel mehr Verlierer die nicht am wirtschaftlichen Gewinn teilhaben.

Faktencheck Krankenversicherung.

612 Millionen Euro Plus - trotzdem sinken die Leistungen der Krankenkassen

Quelle: Focus online Sonntag, 25.06.2017, 10:29

Und die Zusatzbeträge der Versicherten in der Krankenversicherung?

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden.

Quelle: http://www.zusatzbeitrag-2017.de

Gesundheitskosten steigen immer mehr Höhere Zusatzbeiträge: Ist auch Ihre Krankenkasse dabei? - Denn die Bundesregierung hat eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds beschlossen, um im Wahljahr 2017 nicht zu viele Wähler zu verärgern.

Quelle: focus-online Freitag, 30.12.2016, 18:03

Ähm, wie war das? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Rentenversicherung.

Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Quelle: www.handelsblatt.com 26.06.2017 11:14 Uhr

Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Arbeitsmarkt

Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen Juni seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt – nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“ die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt [url="http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47242/arbeitslosigkeit[/URL"]Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990[/url] Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind. Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.

Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grundsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland lebten Ende 2016 in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.
Auch im Juni 2017 benötigte weiterhin mehr als jeder zehnte Haushalt 10,1 Prozent in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Im Juni 2017 waren beachtliche 6.822.362 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht einer Hilfequote von 8,1 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Juni 2017 lebten in 3.304000 Bedarfsgemeinschaften 6.138.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.424.000) und 1.714.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Juni 2017 auf 3.495.569 Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III im Juni 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Rekordtief“ von 2.472.642 arbeitslosen Personen abgesenkt wurde. Allerdings gibt es auch 922.937 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 730.802 beziffert BA-X 235

Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen

Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten 6.926.753
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember 2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051

Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für April einer Hilfequote von 8,1 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

(Quelle aller Zahlen BA Bericht Juni 2017auf den Seiten
3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
3.7 Hilfequoten Seite 27
1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 56

https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201706/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201706-pdf.pdf

Die Zahl der Unterbeschäftigung sinkt auf 3.495.569 Personen ab Die Zahl der Arbeitslosigkeit registriert nach § 16 SGB III sinkt auf 2.472.642 Personen ab. Somit ergibt sich eine Differenz von 1.022.927 aus der Statistik Zahl der Arbeitslosigkeit verschwundener Personen

Faktencheck:

Rekordbeschäftigung?

Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Hilfequote BA Monatsbericht Juni 2017 Seite 27

3.7 Hilfequoten`*32


Im Juni 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Damit waren im Vergleich zum Vorjahresmonat anteilig genauso viele Haushalte und etwas mehr Personen (+0,2 Prozentpunkte) auf SGB II-Leistungen angewiesen

---------------------------

Die Hilfequote der Haushalte verharrt somit trotz offiziellen Rekordtiefs der Arbeitslosigkeit weiterhin auf exorbitant hohem Niveau seit langer Zeit fortlaufend über 10 %


32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch

Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ – gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung - es gibt Rekordbeschäftigung - transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 30.06.17 --- 10 Uhr 15
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Fr 30. Jun 2017, 10:11

Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten 5



das ist eine LÜGE

jeden Monat neu

wie mehrere andere LÜGEN in diesem linksgedrehten Faktenverdrehen
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Sa 1. Jul 2017, 15:32

Sybilla hat geschrieben:(30 Jun 2017, 10:50)
Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektor aber viel mehr Verlierer die nicht am wirtschaftlichen Gewinn teilhaben.
Faktencheck Krankenversicherung.
Ähm, wie war das? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?
Faktencheck Rentenversicherung.
Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?
Faktencheck Arbeitsmarkt
Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen
Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten 6.926.753
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember 2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051
Nur die lückenhafte Berichterstattung - es gibt Rekordbeschäftigung - transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.
Erstellt von Sybilla am 30.06.17 --- 10 Uhr 15

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 09923.html
FAZ 26. Juni 2016 Sozialabgaben steigen 2017 über die 40-Prozent-Marke
Infografik: Beitragsentwicklung der Sozialversicherungen unter Merkel in Prozent des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 09863.html
Seit 2011 bewegen sich die Beiträge für die Sozialversicherungen bei 40% seitwärts.
https://de.statista.com/statistik/daten ... ozialgeld/
Hartz IV: Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld im Jahresdurchschnitt von 2009 bis 2017
2017 ist die Zahl der Leistungsempfänger gestiegen, die Jahre davor seit 2011 ist eher eine Seitwärtsbewegung zu verzeichnen.
Für die künftige Diskussion bringt es auch vor dem Hintergrund der Flüchtlinge mehr, die Verlierer im Niedriglohnsektor nach Gruppen zu differenzieren, als bei einer jahrelangen Seitwärtsentwicklung auf die Gesamtzahl abzuheben.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Sa 1. Jul 2017, 19:54

Wähler hat geschrieben:(01 Jul 2017, 16:32)

h
Für die künftige Diskussion bringt es auch vor dem Hintergrund der Flüchtlinge mehr, die Verlierer im Niedriglohnsektor .


nur mal eine Verständnisfrage an dich:


Wieso ist jemand , der aus der Arbeitslosigkeit heraus einen Job mit Mindestlohn oder sogar höher, aber unterhalb der Niedriglohnschwelle bekommt- ein "Verlierer"?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » So 2. Jul 2017, 07:51

Realist2014 hat geschrieben:(01 Jul 2017, 20:54)
nur mal eine Verständnisfrage an dich:
Wieso ist jemand , der aus der Arbeitslosigkeit heraus einen Job mit Mindestlohn oder sogar höher, aber unterhalb der Niedriglohnschwelle bekommt- ein "Verlierer"?

Frage an Dich: Wieso sieht sich jemand, der aus der Mittelschicht in den Niedriglohnbereich abrutscht, als Absteiger? Das hängt wohl immer vom subjektiven Empfinden ab, auch derer, die sich mit diesen Menschen identifizieren und für sie eintreten. Ich hatte aber in meinem Beitrag angeregt, auf die qualitative Unterscheidung der verschiedenen Gruppen von Betroffenen einzugehen, um aus dem reinen Bewertungsmodus herauszukommen. ;)
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » So 2. Jul 2017, 13:25

Wähler hat geschrieben:(02 Jul 2017, 08:51)

Frage an Dich: Wieso sieht sich jemand, der aus der Mittelschicht in den Niedriglohnbereich abrutscht, als Absteiger?)


das ist ja nachvollziehbar.

nur stellt sich die Frage- welcher Anteil der heutigen "Niedriglöhner" in die von dir oben anführte Kategorie fällt,
welcher Anteil in die von mir angeführte ( aus ALG II kommend)
welcher Anteil aus ALG I kommend
und welcher Anteil schon immer nur "Niedriglohnjobs" hatte.


gibt es da überhaupt Statistiken mit dieser speziellen Differenzierung?
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Boracay » So 2. Jul 2017, 14:38

Sybilla hat geschrieben:(30 Jun 2017, 10:50)
[b] Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ – gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten.


Ob das wohl mit dem extrem hohen Anteil an Migranten zusammen hängt??? Wie viele Deutsche nicht-Alleinerziehende gibt es denn noch die Hilfe erhalten? Die kannst du selbst in Dunkeldeutschland an einer Hand abzählen. Jeder Burger-Kind und jeder Supermarkt suchen händeringend Leute, selbst geistig komplett zurück gebliebene finden heute problemlos einen Job.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » So 2. Jul 2017, 17:41

Realist2014 hat geschrieben:(02 Jul 2017, 14:25)
gibt es da überhaupt Statistiken mit dieser speziellen Differenzierung?

Die einzigen empirisch erfassten Differenzierungen sind die für Alleinerziehende Hartz-IV-Empfänger und die für Langzeitarbeitslose. Die Flüchtlingsproblematik lasse ich jetzt außen vor. Es sollte vor allem etwas für die Kinder von Alleinerziehenden getan werden:
https://de.statista.com/infografik/5177 ... rziehende/
Von den acht Millionen Familien in Deutschland ist mittlerweile fast jede fünfte eine Familie mit nur einem Elternteil. Knapp eine Million Kinder von Alleinerziehenden leben von Hartz IV.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2778151
SZ 13. Dezember 2015 Keiner will Dich
In Deutschland sind mehr als eine Million Menschen langzeitarbeitslos, das heißt: länger als ein Jahr. 200 000 suchen mehr als vier Jahre.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... .2778151#2
27% der mehr als 24 Monate Arbeitslosen sind über 55 Jahre
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mo 31. Jul 2017, 16:26

http://www.sueddeutsche.de/politik/auss ... -1.3609386
SZ 30. Juli 2017 Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit - Vorsicht vor Illusionen
Aussagekräftiger ist die Gesamtzahl der Arbeitsstunden, die seit 2005 um etwa sieben Prozent gestiegen ist. In Vollzeitäquivalenten entspricht das einem Zuwachs von nur 2,24 Millionen Stellen - also knapp der Hälfte dessen, was die Zählung der Erwerbstätigen suggeriert.

Der Abbau der Arbeitslosigkeit in Gesamtdeutschland geht also seit 2007 fast ausschließlich auf das Konto Ostdeutschlands, während im Westen vor allem Langzeitarbeitslose trotz starker Wirtschaft faktisch kaum eine Perspektive haben.

Diese Generation hat sich jedoch nie in die Nicht-Erwerbstätigkeit zurückgezogen, wie man das aus Westdeutschland kennt, sondern ihren Anspruch auf Beschäftigung in Form der Arbeitslosmeldung aufrechterhalten. Altersbedingt verabschiedet sie sich nach und nach in den Ruhestand und verschwindet damit aus der Statistik. Der Prozess lässt sich verstärkt seit 2005 beobachten - er wird jedoch in absehbarer Zeit enden.

Statt beispielsweise die Zeitarbeit durch Regulierung immer weiter zurückzudrängen, sollte sie als Flexibilitätspuffer gestärkt werden. Dringend erforderlich ist zudem eine stärkere Nachfrageorientierung der akademischen Ausbildung, sonst drohen ähnliche Fehlentwicklungen, wie sie schon seit Langem in Südeuropa zu beobachten sind, wo Heerscharen junger Menschen am Markt vorbei ausgebildet werden. Deutschland muss außerdem erheblich besser werden, was die berufliche Integration von Flüchtlingen anbelangt. Nicht zuletzt gehört eine aktive Zuwanderungspolitik auf die Agenda, die den ernsthaften Versuch unternimmt, kluge Köpfe als Fachkräfte für Deutschland zu gewinnen.

Interessante differenzierte Analyse, gegen den Strich gebürstet, mit klaren einzelnen, aber diskussionsbedürftigen Schlussfolgerungen.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Ger9374 » Mo 31. Jul 2017, 16:42

Aktive sinnvolle Zuwanderungspolitik heißt klar Menschen die hierher dürfen und unseren Arbeitsmarkt bereichern! Nicht noch mehr unqualifizierte die dem Staat auf der Tasche
liegen.Das sollte mal klar gesagt werden.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mo 31. Jul 2017, 17:49

Ger9374 hat geschrieben:(31 Jul 2017, 17:42)
Aktive sinnvolle Zuwanderungspolitik heißt klar Menschen die hierher dürfen und unseren Arbeitsmarkt bereichern! Nicht noch mehr unqualifizierte die dem Staat auf der Tasche
liegen.Das sollte mal klar gesagt werden.

Heißt das, dass Langzeitarbeitslose, ausbildungsschwierige Hauptschüler und wenig gebildete, hier lebende Flüchtlinge auf einem zweiten Arbeitsmarkt, klarkommen sollen, was es in der Geschichte der BRD bis auf die paar 1-Euro-Jobber bisher so nicht gab. Das ist jetzt etwas überspitzt formuliert. ;)
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Di 1. Aug 2017, 10:18

Arbeitsmarkt Deutschland Juli 2017:

Es war einmal, ein Land mitten in Europa in dem lebten viele Menschen in einer von vielen Medien erzeugte wohlfühl Blase der herrschenden Nomenklatur sie waren davon überzeugt das es Ihnen gut geht und sie waren der Meinung die anderen müssten Eigenverantwortlich für sich sorgen, wenn jeder an sich selbst denkt ist auch an alle gedacht. Die herrschende Nomenklatur ließ sich von den „Qualitätsmedien“ für ihre „Erfolge“ feiern. So vermeldeten die „Qualitätsmedien“ die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung und die Rekordzahl der offenen Stellen. Wahlkampf vor einer Bundestagswahl (die älteren unter uns werden sich noch an den letzten tatsächliche Wahlkampf zweier Gestaltungsmöglichkeiten im Wahljahr 2002 Stoiber/Schröder erinnern) ist nicht mehr notwendig seit der Reform Agenda 2010 sind ja eh alle einer Meinung und wer nicht dieser „Einheitsmeinung“ ist, ist extrem entweder links oder rechts. Die Demokratie in Deutschland ist schweigend verstorben.
Die Bundestagswahl ist nicht mehr als das falten eines Wahlzettels der für die herrschende Nomenklatur ohne Bedeutung bleibt ihr Wahlsieg ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Medien vermelden die anhaltend gute Konjunktur spült viel Geld in den Säckel des Staates in die Sozialkassen - auch in die Krankenversicherung. Wie erkenne ich die wahrhaftigen Informationen zur sozialen Lage in Deutschland? Die herrschenden Nomenklatur hat durch ihre Medien Dominanz eine imaginäre sozialpolitische Blase geschaffen (anhaltend gute Konjunktur hohe Beschäftigung früher hieß das Planübererfüllung) aber jede Blase platzt irgendwann auch Claqueure der herrschenden Nomenklatur haben einmal eine Frage die sie beschäftigt. Die Antwort auf eine Frage die jeden Claqueur der herrschenden Nomenklatur irgendwann beschäftigt findet er dann nicht in der imaginären sozialpolitischen Blase der Gleichklingenden Medien. Ich hoffe das ist dann der Zeitpunkt an dem jeder Claqueur der herrschenden Nomenklatur die Wahrheit in der Wirklichkeit der Realität erkennen kann. Die Hoffnung die ich habe ist der Humanismus und die Vernunft im Menschen.

Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.

Faktencheck Krankenversicherung.

612 Millionen Euro Plus - trotzdem sinken die Leistungen der Krankenkassen

Quelle: Focus online Sonntag, 25.06.2017, 10:29

Und die Zusatzbeträge der Versicherten in der Krankenversicherung?

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden.

Quelle: http://www.zusatzbeitrag-2017.de

Gesundheitskosten steigen immer mehr Höhere Zusatzbeiträge: Ist auch Ihre Krankenkasse dabei? - Denn die Bundesregierung hat eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds beschlossen, um im Wahljahr 2017 nicht zu viele Wähler zu verärgern.

Quelle: focus-online Freitag, 30.12.2016, 18:03

Ähm, wie war das? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Rentenversicherung.

Rentenkasse mit 2,2 Milliarden Euro Minus

Quelle: http://www.handelsblatt.com 26.06.2017 11:14 Uhr

Wie jetzt? Die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung spült viel Geld in die Sozialkassen?

Faktencheck Arbeitsmarkt

Abermals jubeln alle über die nach offiziellen Angaben des Pressediensts der BA historisch niedrigste Zahl der Arbeitslosen in D in einen Juli seit ….Jahren und über die anhaltend gute Konjunktur und die hohe Beschäftigung. Wir, die herrschende Nomenklatur, müssen dem Bürger sagen, wie viele Menschen als arbeitslos gezählt werden, dann tun wir so als gäbe es Vollbeschäftigung, und das Volk glaubt uns, weil es die Lage am Arbeitsmarkt nicht überblickt. Durch das halbstündliche Eintrichtern der immer gleichen „Informationen“ wird das Gefühl erzeugt, gut informiert zu sein. Bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge der Arbeitslosigkeit und des Arbeitsmarkt werden so „Nebulös“ oder gar „unsichtbar“, andere „Rekordbeschäftigung“ hervorgehoben und akzentuiert. Es entstehen bei den Bürgern Informationslücken. (Lückenpresse) Durch ständiges Wiederholen von erwünschten Inhalten der herrschenden Nomenklatur glaubt der Bürger schließlich an deren Wahrheitsgehalt – nach dem Motto steter Tropfen höhlt das Hirn. So kann es schon einmal passieren dass in den Talk Shows die Mär von der historisch niedrigsten Zahl der Arbeitslosen in Deutschland den Zuhörer unwidersprochen von den „Qualitätsmedien“ die ja den Begriff „Lügenpresse“ weit von sich weisen und ihre Seriosität betonen suggeriert wird. Ein Blick in die Geschichte zeigt [url="http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47242/arbeitslosigkeit[/URL"]Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik in den Jahren 1950 bis 1990[/url] Das die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland tatsächlich in den 1960er Jahren bei einer Zahl von rund 200.000 Personen historisch niedrig war. Womit wohl die „Qualitätsmedien“ und diverse Talk-Show Moderator*innen zumindest der sprachlichen Fehldeutung überführt sind. Hingegen alleine die offizielle Zahl der Arbeitslosen historisch immer noch sehr hoch ist, die Zahl der Unterbeschäftigung befindet sich nach wie vor auf historisch hohen Niveau.

Während dessen durch Jobzersplitterung immer mehr Beschäftigung im Teilzeitbereich entsteht. Die Löhne der im Niedriglohnsektor beschäftigten so gering sind das sie zusätzliche Grundsicherungsleistungen erhalten die Gewinne hoch und die Arbeitsbelastung extrem belastend ist und viele Menschen krank werden (Burnout). Die Schere zwischen Arm und Reich soweit offen ist wie niemals zuvor. Fast jeder dritte der rund 4,4 Millionen Menschen die Hartz IV ALG II Grundsicherungsleistung erhalten, können sich Dinge des täglichen Lebens nicht leisten. In Deutschland erhielten am Jahresende 2016 in der Summe aller Grundsicherungsleistungen ohne Asylleistungen 20,6 % der Bevölkerung Leistungen zur Grundsicherung sie sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Armut in Deutschland hat sich trotz oder vielleicht auch wegen der „Rekordbeschäftigung“ bei 15,4 % verfestigt. 19 Prozent oder 2,47 Millionen aller Kinder in Deutschland lebten Ende 2016 in Familien mit so wenig Geld, dass sie als arm oder armutsgefährdet gelten. Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland müssen sich regelmäßig Lebensmittel bei den Tafeln abholen. Weniger für die Ärmsten Essen bei den Tafeln reicht schon lange nicht für alle. Das ist die Realität hinter der Erfolgsmeldung vom Arbeitsmarkt.

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Im Juli 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für
Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter.

Auch im Juli 2017 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,1 Prozent). 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen bis zur Regelaltersgrenze waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Juli 2017 waren beachtliche 6.854.319 Personen Leistungsempfänger von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht nach wie vor einer Hilfequote von 8,1 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Juli 2017 lebten in 3.289.000 Bedarfsgemeinschaften 6.126.000 Regelleistungsberechtigte. Knapp drei Viertel von ihnen waren erwerbsfähig (4.409.000) und 1.717.000 zählten als nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Die Zahl der Unterbeschäftigten, wird für Juli 2017 auf 3.507.515 Personen 7,7 % beziffert. Hingegen die Zahl der Arbeitslosen ist im Sinne des § 16 SGB III im Juli 2017 laut Statistik des BA Pressedienst auf ein „Juli Rekordtief “ von 2.527.645 arbeitslosen Personen beziffert wird.. Allerdings gibt es auch 871.896 Personen (vorläufig und hochgerechnet) in der Teilnehme an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik.
Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht auf 750.346 beziffert BA-X 238

In der Stellenbörse der BA habe ich vor kurzem ein Stellenangebot gelesen in dem eine Zeit und Leiharbeitsfirma im üblichen Muster 150 offene Stellen im IT Support männlich/weiblich in Großstädten angeboten hat. Bis jetzt waren die Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirma Bürokauffrau/Bürokaufmann oder Lagerarbeiter auf 20 oder 30 beschränkt. Wenn ich diese imaginären Stellenangebote lese die sich natürlich in den verschieden Jobbörsen und bei unterschiedlichen Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren, denke ich immer an die Romane, in denen alles alltäglich beginnt, dann aber immer fantastischer und unwahrscheinlicher wird, bis sich gegen Ende des Buches utopisches mit der Wirklichkeit vermischt. Ich warte schon auf die erste Stellenanzeige in der Jobbörse in der eine einzige Zeit und Leiharbeitsfirma 1000 offene Stellen beziffert. Diese Stellen gibt es aber ob diese durch die Zeit und Leiharbeitsfirma zu besetzen sind ist zumindest fraglich.



Leistungsempfänger SGB II ohne Bezieher von Asylleistungen

Im Juli 2017 erhalten 6.854.319
Im Juni 2017 erhalten 6.822.362
Im Mai 2017 erhalten 6.824.875
Im April 2017 erhalten 6.873.442
Im März 2017 erhalten 6.907.966
Im Februar erhalten 6.926.753
Im Januar 2017 erhalten 6.877.926
im Dezember 2016waren es 6.714.797
im November 2016 waren es 6.617.051

Leistungsempfänger *2) Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII das entspricht für Juli 201 einer Hilfequote von 8,1 % erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

(Quelle aller Zahlen BA Bericht Juli 2017auf den Seiten
3.4 Bedarfsgemeinschaften und Regelleistungsberechtigte Seite 26
3.7 Hilfequoten Seite 27

32 * Vgl. zur Ermittlung der Hilfequoten:
http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Berechnung-der-Hilfequoten/Berechnung-der-Hilfequoten-Nav.html.

* § 235 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch
1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Seite 58

https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201707/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201707-pdf.pdf

Faktencheck:

Rekordbeschäftigung?

Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet.

Ist es Ihnen aufgefallen trotz immer neuer „Rekordzahlen“ – gibt es seit langer Zeit kaum Veränderung im Bereich der Hilfequoten. Warum wird das in der Lückenpresse nicht stärker thematisiert? Also es bleibt entgegen aller Jubelmeldungen bei den Hilfequoten alles so wie in den letzten Monaten/Jahren und auch im Vergleich zum Vorjahr ist keine signifikante Veränderung zu erkennen.

In dieser Definition ist das die Wahrheit allerdings nur wenn diese Definition so mit berichtet wird. Natürlich wird durch die Wahrhaftigkeit des Berichts das gewünschte positive emotionale Gefühl nicht an die Hörer und Leser transportiert, Denn wer nur mindestens eine Stunde in der Woche arbeitet ist im Allgemeinbefinden eben nicht in ausreichender Beschäftigung. Nur die lückenhafte Berichterstattung - es gibt Rekordbeschäftigung - transportiert das gewünschte Wohlbefinden an den Leser und Hörer.

Wirklichkeit und Wahrheit sind längst eine Frage von Gestaltung und Machbarkeit geworden. Wirklichkeit und Wahrheit quillt nicht mehr aus Erfahrung und Wahrhaftigkeit, sondern wird zur Projektion, letztlich sogar zur Suggestion.

Damit sind die Medien-mächtigen längst bei:
Wir gestalten die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit.
Wir erschaffen die Wirklichkeit.
Wir schaffen die Wirklichkeit nach unserer Doktrin

So gesehen ist die Zensur das kleinere Übel.
PR-tauglich formuliert sind wir bei: Wahrheit ist machbar, Herr Nachbar!

Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)

Erstellt von Sybilla am 01.08.17 --- 11 Uhr 00
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firlefanz11
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon firlefanz11 » Di 1. Aug 2017, 10:56

*schnarch*
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
pikant
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon pikant » Di 1. Aug 2017, 11:07

Sybilla hat geschrieben:(01 Aug 2017, 11:18)



Es gibt Gewinner der neoliberalen Politik des Niedriglohnsektors aber viel mehr Verlierer die nicht an der „anhaltend guten Konjunktur“ teilhaben. So sind die Löhne trotz gefühlter Rekordbeschäftigung erst wieder auf dem Niveau der Jahrtausendwende die Lohnzuwächse sind sehr gering. Was bei einer Rekordbeschäftigung sehr unlogisch erscheint. Ebenso steigt die Produktivität kaum an. Ein geteilter Arbeitsplatz bringt zwar zwei Personen in Beschäftigung aber der Lohn pro Person ist eben nur jeweils die Hälfte die Produktivität bleibt bestenfalls gleich.







[/b]

Erstellt von Sybilla am 01.08.17 --- 11 Uhr 00


Dann lesen Sie ihre Links nicht, denn in keinem Link ist von einer Mehrheit auch nur im Ansatz die Rede.
der grossen Mehrheit der Deutschen geht es gut nach eigener Aussage und ihre Links beschreiben so 10-20% der Deutschen.
also bitte auch mal die Links lesen und dann wuerden Sie solche Behauptungen nicht aufstellen - Danke!
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Sybilla » Mi 9. Aug 2017, 10:24

Fakt oder Fake? Wie kann ich Falschmeldungen im Internet entlarven?

1. Quelle: Überprüfen, wer hinter einem Inhalt steckt! Das IAB ist das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA eine objektive Beurteilung der tatsächlichen Lage am Arbeitsmarkt ist aufgrund der monatlichen „Jubelmeldungen“der BA nicht zu erwarten und tatsächlich die Zahl der freien Stellen wird nicht gezählt sondern durch eine Umfrage ermittelt und dann in Schätzmodellen hochgerechnet.

2. Fakten: Stimmt das, was behauptet wird? Nicht alles ist wahr! Die Meldung der „Rekordzahl“ der offenen Stellen“ wird in vielen Meiden ähnlich aufgearbeitet auch im MM am 09.08.2017, diie Meldung erscheint als Copy & Paste im exakt gleichen Wortlaut in vielen Printmedien. Die Meldungen in Radio und TV sind wortgleich. Das alles ist ein Indikator das es sich um eine Fakenews handeln könnte.

Faktencheck offene Stellen

UMFRAGE IN DEUTSCHEN BETRIEBEN - So viele offene Stellen wie noch nie

Die deutsche Wirtschaft bietet so viele Jobs an wie nie zuvor. Im zweiten Quartal gab es bundesweit rund 1,1 Millionen offene Stellen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag nach einer repräsentativen Betriebsumfrage mitteilte.

Quelle: www.handelsblatt.com 08.08.2017 12:06 Uhr


Ein Beispiel für eine wunderbare Vermehrung der offenen Stellen. Firma xy meldet eine offene Stelle an 20 Verleihfirmen jeder dieser Verleihfirmen meldet diese Stelle an die Jobbörse der BA die BA registriert 20 offene Stellen für einen Arbeitsplatz zusätzlich stellt jede Verleihfirma diesen Arbeitsplatz in ihre Jobbörse ein, somit steigt die Zahl der offenen Stellen für ein und denselben Arbeitsplatz auf mindestens 40 offene Stellen an. Allerdings können diese 40 offenen Stellen nur von einer Person besetzt werden. die anderen 39 offenen Stellen verschwinden dann nach der Neubesetzung der Arbeitsstelle aus der Statistik. So erklärt sich auch der gefühlte Fachkräftemangel wer das einmal verstanden hat, versteht die Logik des suggerierten Jobbooms.

Die wundersame Vermehrung der offenen Stellen geht weiter. So bieten überregionale Zeit und Leiharbeitsfirmen einfache Tätigkeiten in mehreren Großstädten an. Zum Beispiel Produktionshelfer 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,…. Oder Bürokaufmann/Frau 50 in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,…. Oder 150 offene Stellen als IT Servicetechniker/in in … in Hamburg; München, Köln, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,…. an ob diese Stellen tatsächlich durch diese Zeit und Leiharbeitsfirmen zu besetzen sind ist zumindest nebulös aber durch die zusätzliche Meldung von Stellen durch Zeit und Leiharbeitsfirmen wird die Statistik der offenen Stellen erheblich angehoben.

Wird die IAB Umfrage nun bei Leih und Zeitarbeitsfirmen durchgeführt kann es durchaus passieren das die befragte Zeitarbeitsfirma x die gleichen Stellenangebote meldet als die ebenfalls befragte Zeitarbeitsfirma y und das befragte Großunternehmen z. Datenredundanz wird in Umfragen nicht erfasst. So steigt die Zahl der offenen Stellen immer weiter an, die Bäume wachsen quasi in den Himmel.

Das kann jeder in der Jobbörse der BA selbst nachvollziehen, selbstverständlich werden in der Jobbörse Arbeitsangebote als Duplikat mehrfach gelistet. Datenredundanz ist ein Begriff der Datenorganisation  das mehrfache Führen der gleichen Daten, also das mehrfache Vorkommen  desselben Sachverhaltes

   
Aber warum der Realität ins Auge blicken wenn die Traumwelt von der BA/IAB in schönen bunten Farben gemalt wird?
     
  Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
  Benjamin Franklin.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Wähler » Mi 9. Aug 2017, 11:28

Sybilla hat geschrieben:(09 Aug 2017, 11:24)
Wird die IAB Umfrage nun bei Leih und Zeitarbeitsfirmen durchgeführt kann es durchaus passieren das die befragte Zeitarbeitsfirma x die gleichen Stellenangebote meldet als die ebenfalls befragte Zeitarbeitsfirma y und das befragte Großunternehmen z. Datenredundanz wird in Umfragen nicht erfasst. So steigt die Zahl der offenen Stellen immer weiter an, die Bäume wachsen quasi in den Himmel.

https://www.genios.de/document?id=HB__1 ... t&offset=0
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Nie seit der Wiedervereinigung war das Angebot an guten Jobs so hoch und die Nachfrage danach so gering wie heute. Immer mehr Unternehmen suchen den Arbeitsmarkt vergeblich ab - und sehen ihre Geschäfte bedroht. Der Fachkräftemangel ist längst zum Wachstumshemmnis geworden und die größte Sorge der Firmenchefs.

Fachkraftstellen bleiben länger unbesetzt und für immer mehr Lehrstellen werden keine interessierten oder geeigneten Bewerber gefunden. Altenpfleger ist übrigens auch ein Mangelberuf. Selbst Zeitarbeitsfirmen für Fachkräfte sehen ihr Geschäft bedroht.
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Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon Realist2014 » Mi 9. Aug 2017, 16:09

pikant hat geschrieben:(01 Aug 2017, 12:07)

Dann lesen Sie ihre Links nicht, denn in keinem Link ist von einer Mehrheit auch nur im Ansatz die Rede.
der grossen Mehrheit der Deutschen geht es gut nach eigener Aussage und ihre Links beschreiben so 10-20% der Deutschen.
also bitte auch mal die Links lesen und dann wuerden Sie solche Behauptungen nicht aufstellen - Danke!



Auf Seiten dieser Foristen besteht kein Interesse an einer sinnvollen Diskussion.

Sie platziert diese "linkslastigen Jammertexte" ja nicht nur in dieses Forum- sondern inhaltsgleich auch in andere Foren...

Sie ist eine Vertreterin des Erfurter Grundsatzprogrammes der SED-Nachfolgepartei...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation

Beitragvon KarlRanseier » Mi 16. Aug 2017, 13:28

Wähler hat geschrieben:(09 Aug 2017, 12:28)

https://www.genios.de/document?id=HB__1 ... t&offset=0
Infografik Handelsblatt 15. Februar 2017 Leergefegt

Fachkraftstellen bleiben länger unbesetzt und für immer mehr Lehrstellen werden keine interessierten oder geeigneten Bewerber gefunden. Altenpfleger ist übrigens auch ein Mangelberuf. Selbst Zeitarbeitsfirmen für Fachkräfte sehen ihr Geschäft bedroht.



Na vielleicht sollte man in solchen eher unbeliebten Berufen angemessene Löhne bezahlen und so Menschen dafür gewinnen? Oder verhindert das wieder die Konkurrenz aus dem Kongo und Burundi? Oder ist Unternehmern ein wenig Marktwirtschaft nicht mehr zuzumuten?

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