Sammelstrang Sexarbeit

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BlueMonday
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon BlueMonday » Do 7. Dez 2017, 14:50

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 14:08)

, kann ich gar nicht anders, als wieder einmal auf GG Art 1 zu verweisen, der gegen jegliche Form von Prostitution spricht.


Spricht er nicht. Da steht allenfalls, dass man nicht der Würde beraubt werden kann, weil sie angeblich "unantastbar" ist.

Wobei nun massiv nach der Würde getastet und gegriffen wird, wenn man versucht in die vertragliche Gestaltungsfreiheit einzugreifen. Damit behandelt man erwachsene Menschen praktisch wie unmündige Kinder und schwingt sich zum Hüter der "richtigen" Moral auf. Es gibt kaum etwas Würdeloseres als so etwas zuzulassen und dem nicht entschieden entgegenzutreten.
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Dieter Winter
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 15:18

Mahmoud hat geschrieben:(07 Dec 2017, 14:23)

Und ich sage immer, wenn es hart auf hart kommt, haben Frauen immer eine Wahlmöglichkeit mehr als Männer. Nämlich sich zu prostituieren...


Auch Männer haben diese Option. Und sie wird auch durchaus genutzt.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Kritikaster » Do 7. Dez 2017, 16:35

JJazzGold hat geschrieben:(06 Dec 2017, 19:51)

Selbstverständlich ist diese Diskussion nicht zielführend. Die einen berufen sich auf die unverletzliche Würde des Menschen und den anderen ist diese egal, sobald es in der Hose juckt und es sich nicht gerade um die eigene Ehefrau und/oder Tochter, ggfls. auch den eigenen Sohn, handelt.

Aus meiner Sicht sieht es so aus, dass in dieser Diskussion die einen den Begriff "Würde" in Geiselhaft genommen haben und damit auch die Fälle für erledigt halten und zu verbieten versuchen, in denen die Dienstleistung einvernehmlich und freiwillig erbracht wird, ohne dass ein Dritter beteiligt ist.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 16:42

Zumal das Grundgesetz das Verhalten des Staates zum Bürger regelt und nicht das der Bürger untereinander.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Kritikaster » Do 7. Dez 2017, 17:08

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:19)

Wenn es um Schutzbehauptungen geht, war keiner der Herren, die hier vehement mit allen passenden und unpassenden Argumenten die Prostitution verteidigen, spgar bis zum Verständnis, dass Frau und Tochter sich als Prostituierte betätigen, jemals ein Freier.

Fragt sich, weshalb die Verteidigung so vehement ist, wenn aus diversen Gründen kein Bedarf an der als Dienstleistung verbrämten Nutzung des zur zumindest bedingt zur Verfügung zu stehenden Fleisches einer Prostituierten besteht.

Das mit der unterstellten Schutzbehauptung ist billig und eigentlich unter Deinem sonstigen Diskussionsniveau. :(

Desweiteren lässt sich Deine Frage nach der Vehemenz, ausgehend von Deiner "Analyse", genauso bezogen auf Deine Angriffe stellen. Müssen/sollen wir jetzt daraus schließen, dass Du einschlägige Erfahrungen als Dienstleistungsanbieterin im horizontalen Gewerbe hast, wenngleich Deine sonstigen, von mir immer gern gelesenen Beiträge einen anderen Eindruck vermitteln? Doch sicher nicht! Also bitte ... ;)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 17:19

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:19)

Wenn es um Schutzbehauptungen geht, war keiner der Herren, die hier vehement mit allen passenden und unpassenden Argumenten die Prostitution verteidigen, spgar bis zum Verständnis, dass Frau und Tochter sich als Prostituierte betätigen, jemals ein Freier.

Fragt sich, weshalb die Verteidigung so vehement ist, wenn aus diversen Gründen kein Bedarf an der als Dienstleistung verbrämten Nutzung des zur zumindest bedingt zur Verfügung zu stehenden Fleisches einer Prostituierten besteht.




Was mich betrifft halte ich ein Verbot der Prostitution für ein Konjunkturprogramm für die organisierte Kriminalität, ähnlich wie seinerzeit die Prohibition in den USA. Und dass mir das nicht sonderlich zusagt, dürfte nachvollziehbar sein.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 18:12

Kritikaster hat geschrieben:(07 Dec 2017, 16:35)

Aus meiner Sicht sieht es so aus, dass in dieser Diskussion die einen den Begriff "Würde" in Geiselhaft genommen haben und damit auch die Fälle für erledigt halten und zu verbieten versuchen, in denen die Dienstleistung einvernehmlich und freiwillig erbracht wird, ohne dass ein Dritter beteiligt ist.


Ich wiederhole mich noch einmal, es geht mir beim Thema Prostitution nicht um die Einvernehmlichkeit, oder die absurde Behauptung, es wäre eine Dienstleitung, wie jede andere auch, wogegen die, mit Ausnahme von Provokateur, unbeantworteten Fragen sprechen, ob der jeweilige User das seine Frau, Tochter oder Sohn betreffend ebenso sähe.

Mir geht um die gesellschaftliche Erwartungshaltung, dass zur kurzzeitigen Befriedigung eine Person zur Verfügung zu stehen hat und das hat sehr wohl etwas mit Würde des Einzelnen, als auch der gesamtgesellschaftlichen Würde zu tun.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 18:15

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 17:19)

Was mich betrifft halte ich ein Verbot der Prostitution für ein Konjunkturprogramm für die organisierte Kriminalität, ähnlich wie seinerzeit die Prohibition in den USA. Und dass mir das nicht sonderlich zusagt, dürfte nachvollziehbar sein.


Beantwortest du mir noch die Frage, ob du das im Fall deine Frau/Partnerin/Tochter möchte sich als Prostituierte betätigen, ebenfalls so sehen würdest?
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 18:16

Kritikaster hat geschrieben:(07 Dec 2017, 17:08)

Das mit der unterstellten Schutzbehauptung ist billig und eigentlich unter Deinem sonstigen Diskussionsniveau. :(

Desweiteren lässt sich Deine Frage nach der Vehemenz, ausgehend von Deiner "Analyse", genauso bezogen auf Deine Angriffe stellen. Müssen/sollen wir jetzt daraus schließen, dass Du einschlägige Erfahrungen als Dienstleistungsanbieterin im horizontalen Gewerbe hast, wenngleich Deine sonstigen, von mir immer gern gelesenen Beiträge einen anderen Eindruck vermitteln? Doch sicher nicht! Also bitte ... ;)


Das kannst du unter, “wie man in den Wald hineinruft,....“ verbuchen. ;)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 18:23

BlueMonday hat geschrieben:(07 Dec 2017, 14:50)

Spricht er nicht. Da steht allenfalls, dass man nicht der Würde beraubt werden kann, weil sie angeblich "unantastbar" ist.

Wobei nun massiv nach der Würde getastet und gegriffen wird, wenn man versucht in die vertragliche Gestaltungsfreiheit einzugreifen. Damit behandelt man erwachsene Menschen praktisch wie unmündige Kinder und schwingt sich zum Hüter der "richtigen" Moral auf. Es gibt kaum etwas Würdeloseres als so etwas zuzulassen und dem nicht entschieden entgegenzutreten.


Es existieren ausreichend Gesetze, die vertragliche Gestaltungsfreiheit einschränken oder untersagen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 09:02

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 18:15)


Beantwortest du mir noch die Frage, ob du das im Fall deine Frau/Partnerin/Tochter möchte sich als Prostituierte betätigen, ebenfalls so sehen würdest?


Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Weder meine Frau noch meine Tochter haben entsprechende Ambitionen. Hoffe ich jedenfalls.

Wenn, dann wäre es mir jedenfalls lieber, die Sache wäre legal, gesetzlich geregelt und sie könnten auf eigene Rechnung arbeiten, anstatt dies unter Zwang und im Verborgenen zu tun.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 8. Dez 2017, 09:18

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 14:08)


Wenn ich diese hoch spekulative “Argumentation“ zugunsten der Prostitution betrachte, kann ich gar nicht anders, als wieder einmal auf GG Art 1 zu verweisen, der gegen jegliche Form von Prostitution spricht.

[/color]


Es gibt aber keine verbindliche Definition von Würde. Warum gilt eigentlich "Mein Bauch gehört mir" wenn es um Abtreibung geht, aber "mein Körper gehört mir" gilt nicht, wenn es um Prostitution geht? Ist der Versuch, das über die Würde-Frage zu lösen nicht der Versuch, Würde über eine allgemeine Vorstellung vom Frau-Sein (oder auch Mann-Sein, es gibt ja auch männliche) zu bestimmen? Und wodurch unterscheidet sich das in seinen Grundlagen von beispielsweise religiös grundierten Ansätzen?
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 10:19

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 09:02)

Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Weder meine Frau noch meine Tochter haben entsprechende Ambitionen. Hoffe ich jedenfalls.

Wenn, dann wäre es mir jedenfalls lieber, die Sache wäre legal, gesetzlich geregelt und sie könnten auf eigene Rechnung arbeiten, anstatt dies unter Zwang und im Verborgenen zu tun.


Dann scheine ich die Einzige in diesem Thread zu sein, die alles versuchen würde, um mein Kind dazu zu bewegen, diesen Weg nicht einzuschlagen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 10:20

Sextus Ironicus hat geschrieben:(08 Dec 2017, 09:18)

Es gibt aber keine verbindliche Definition von Würde. Warum gilt eigentlich "Mein Bauch gehört mir" wenn es um Abtreibung geht, aber "mein Körper gehört mir" gilt nicht, wenn es um Prostitution geht? Ist der Versuch, das über die Würde-Frage zu lösen nicht der Versuch, Würde über eine allgemeine Vorstellung vom Frau-Sein (oder auch Mann-Sein, es gibt ja auch männliche) zu bestimmen? Und wodurch unterscheidet sich das in seinen Grundlagen von beispielsweise religiös grundierten Ansätzen?


Ich wiederhole mich noch einmal, es geht mir beim Thema Prostitution nicht um die Einvernehmlichkeit, oder die absurde Behauptung, es wäre eine Dienstleitung, wie jede andere auch, wogegen die, mit Ausnahme von Provokateur, unbeantworteten Fragen sprechen, ob der jeweilige User das seine Frau, Tochter oder Sohn betreffend ebenso sähe.

Mir geht um die gesellschaftliche Erwartungshaltung, dass zur kurzzeitigen Befriedigung eine Person zur Verfügung zu stehen hat und das hat sehr wohl etwas mit Würde des Einzelnen, als auch der gesamtgesellschaftlichen Würde zu tun.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Sextus Ironicus » Fr 8. Dez 2017, 10:38

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:20)

Ich wiederhole mich noch einmal, es geht mir beim Thema Prostitution nicht um die Einvernehmlichkeit, oder die absurde Behauptung, es wäre eine Dienstleitung, wie jede andere auch, wogegen die, mit Ausnahme von Provokateur, unbeantworteten Fragen sprechen, ob der jeweilige User das seine Frau, Tochter oder Sohn betreffend ebenso sähe.

Mir geht um die gesellschaftliche Erwartungshaltung, dass zur kurzzeitigen Befriedigung eine Person zur Verfügung zu stehen hat und das hat sehr wohl etwas mit Würde des Einzelnen, als auch der gesamtgesellschaftlichen Würde zu tun.


Das ist für mich in diesem Fall die falsche Perspektive. Ich möchte meine Verwandten in vielen Rollen nicht sehen, die durchaus auch größere gesellschaftliche Anerkennung genießen. Dieser Blickwinkel verkennt ein paar Dinge. Kinder oder Jugendliche finden beispielsweise die Vorstellung von Sex ihrer Eltern abstoßend, noch als Erwachsener schreckt man davor zurück. Und umgekehrt sieht man zumindest seine Kinder oder seine Partner auch nicht in sexuellen Szenen. Aber hier dann vom Besonderen aufs Allgemeine zu schließen halte ich für unangebracht, die subjektive Perspektive reicht nicht aus, um daraus einen allgemeinen Begriff der (Un)Würde abzuleiten.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 10:40

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:19)

Dann scheine ich die Einzige in diesem Thread zu sein, die alles versuchen würde, um mein Kind dazu zu bewegen, diesen Weg nicht einzuschlagen.


Versuchen kann man viel, die Entscheidungen treffen die Kinder aber ab einem gewissen Alter für sich selbst. Ob es den Eltern passt, oder nicht.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 10:42

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:40)

Versuchen kann man viel, die Entscheidungen treffen die Kinder aber ab einem gewissen Alter für sich selbst. Ob es den Eltern passt, oder nicht.


Inwieweit Einfluss bis ins Erwachsenenalter vorhanden ist, hängt vom aufgebauten gegenseitigen Vertrauen ab.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 10:46

Sextus Ironicus hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:38)

Und umgekehrt sieht man zumindest seine Kinder oder seine Partner auch nicht in sexuellen Szenen.


Letzteres bestreite ich in der Generalität. Die Spielart, dem Partner bei sexuellen Handlungen zuzusehen, ist vielleicht nicht üblich, aber auch nicht besonders außergewöhnlich. Nennt sich m. W. "cuckold".
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 10:48

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:42)

Inwieweit Einfluss bis ins Erwachsenenalter vorhanden ist, hängt vom aufgebauten gegenseitigen Vertrauen ab.


Sicher. Ich glaube das ist in meinem Fall auch vorhanden. Meine Tochter erzählt mir viel - aber, auch da bin ich mir sicher, nicht alles. Schon gar nicht, wenn es um ihre Sexualität geht.
Zuletzt geändert von Dieter Winter am Fr 8. Dez 2017, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 10:49

Sextus Ironicus hat geschrieben:(08 Dec 2017, 10:38)

Das ist für mich in diesem Fall die falsche Perspektive. Ich möchte meine Verwandten in vielen Rollen nicht sehen, die durchaus auch größere gesellschaftliche Anerkennung genießen. Dieser Blickwinkel verkennt ein paar Dinge. Kinder oder Jugendliche finden beispielsweise die Vorstellung von Sex ihrer Eltern abstoßend, noch als Erwachsener schreckt man davor zurück. Und umgekehrt sieht man zumindest seine Kinder oder seine Partner auch nicht in sexuellen Szenen. Aber hier dann vom Besonderen aufs Allgemeine zu schließen halte ich für unangebracht, die subjektive Perspektive reicht nicht aus, um daraus einen allgemeinen Begriff der (Un)Würde abzuleiten.


Entweder drücke ich mich unverständlich aus, oder Sie verstehen den Kern meiner Ablehnung nicht.

Was ich ablehne ist der in der Gesellschaft bis heute verankerte Anspruch, es müsse käuflicher Intimbereich zur Verfügung stehen. Daraus rekrutiert sich alles Weitere, von freiwilliger “Dienstleistung“ bis Zwangsprostitution.
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