Sammelstrang Sexarbeit

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Dieter Winter
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 10:20

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:01)

Prostitution ist würdelos und der Verweis auf victorianische Sichtweise, Sex=unrein, unter deiner Würde. Betrachtest du es als würdevoll, dass dir weibliches Fleisch selbstverständlich zur kurzfristigen männlichen Triebbefriedigung Verfügung zu stehen hat?


Ich betrachte es als Tatsache, dass es Prostitution gibt. Daran ändern auch Verbote nichts. In den USA (außer Nevada) in Thailand ist, und im früheren Ostblock war Prostitution verboten. Gebracht hat das Nullkommagarnix. Einfach deshalb, weil es nicht nur Nachfrager sondern auch daran interessierte Anbieter(innen) gab und gibt. Unter diesem Aspekt halte ich legale, regulierte und kontrollierte Prostitution für sinnvoll. Kriminalisierung scheint mir, auch wenn man das schwedische Modell betrachtet, eher kontraproduktiv zu sein, also Zwangsprostitution eher zu fördern, als sie zu bekämpfen.

Ich halte Prostitution nun mal nicht für würdelos. Wer sich dafür entscheidet damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, soll das meinetwegen tun.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 10:24

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:04)

Da wären wir wieder bei der Doppelmoral der Standards, die für die Verteidigung der Prostitution benötigt wird.


Wer doppelt sieht, wo nur eine Sache ist, sollte eventuell auf hochgeistige Getränke verzichten. Vor allem, wer Zwangsprostitution und freiwillige Sexarbeit in einen Topf wirft.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 11:41

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:20)

Ich betrachte es als Tatsache, dass es Prostitution gibt. Daran ändern auch Verbote nichts. In den USA (außer Nevada) in Thailand ist, und im früheren Ostblock war Prostitution verboten. Gebracht hat das Nullkommagarnix. Einfach deshalb, weil es nicht nur Nachfrager sondern auch daran interessierte Anbieter(innen) gab und gibt. Unter diesem Aspekt halte ich legale, regulierte und kontrollierte Prostitution für sinnvoll. Kriminalisierung scheint mir, auch wenn man das schwedische Modell betrachtet, eher kontraproduktiv zu sein, also Zwangsprostitution eher zu fördern, als sie zu bekämpfen.

Ich halte Prostitution nun mal nicht für würdelos. Wer sich dafür entscheidet damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, soll das meinetwegen tun.


Würden wir jede gesellschaftliche Einstellung als hinzunehmende Tatsache betrachten, wäre die Vergewaltigung in der Ehe heute noch legitim.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 11:45

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:41)

Würden wir jede gesellschaftliche Einstellung als hinzunehmende Tatsache betrachten, wäre die Vergewaltigung in der Ehe heute noch legitim.


Die gesellschaftliche Einstellung ist ja gerade "Vorne Buuuuuh, hinten Juhuuu." Viele Moralisten nehmen ja auch allzu gerne die Dienste von Sexdienstleisterinnen in Anspruch. Wenn wir offen damit umgehen, schlagen wir der gesellschaftlichen Einstellung ein Schnippchen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 11:45

Provokateur hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:24)

Wer doppelt sieht, wo nur eine Sache ist, sollte eventuell auf hochgeistige Getränke verzichten. Vor allem, wer Zwangsprostitution und freiwillige Sexarbeit in einen Topf wirft.



Das mag aus der Sicht eines Freiers, der auf allzeit zur Verfügung stehendes Fleisch beharrt, so scheinen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 11:48

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:45)

Das mag aus der Sicht eines Freiers, der auf allzeit zur Verfügung stehendes Fleisch beharrt, so scheinen.


Wie ich schon sagte: Ich bin kein Freier. Ich bin geizig.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 11:54

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:41)

Würden wir jede gesellschaftliche Einstellung als hinzunehmende Tatsache betrachten, wäre die Vergewaltigung in der Ehe heute noch legitim.


Bei Vergewaltigungen fehlt das Einverständnis einer Seite. Bei legaler Prostitution ist dem anders.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 12:10

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:54)

Bei Vergewaltigungen fehlt das Einverständnis einer Seite. Bei legaler Prostitution ist dem anders.


Das stimmt mit der Ansicht, dass Sex auch in der Ehe als zu erbringende Gegenleistung betrachtet wird nicht überein.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 12:12

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:10)

Das stimmt mit der Ansicht, dass Sex auch in der Ehe als zu erbringende Gegenleistung betrachtet wird nicht überein.


Inwiefern denn? Einvernehmlichkeit ist grundsätzlich Voraussetzung.
Falls das Einverständnis eines der Beteiligten fehlt, bleibt als Konsequenz ja die Scheidung.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 12:19

Provokateur hat geschrieben:(07 Dec 2017, 11:48)

Wie ich schon sagte: Ich bin kein Freier. Ich bin geizig.


Wenn es um Schutzbehauptungen geht, war keiner der Herren, die hier vehement mit allen passenden und unpassenden Argumenten die Prostitution verteidigen, spgar bis zum Verständnis, dass Frau und Tochter sich als Prostituierte betätigen, jemals ein Freier.

Fragt sich, weshalb die Verteidigung so vehement ist, wenn aus diversen Gründen kein Bedarf an der als Dienstleistung verbrämten Nutzung des zur zumindest bedingt zur Verfügung zu stehenden Fleisches einer Prostituierten besteht.

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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 12:25

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:12)

Inwiefern denn? Einvernehmlichkeit ist grundsätzlich Voraussetzung.
Falls das Einverständnis eines der Beteiligten fehlt, bleibt als Konsequenz ja die Scheidung.


Die Begründung lautete, dass Sex als Gegenleistung geboten werden muss. Wer auch immer das als Grundlage einer Ehe betrachtet, der erwartet selbstverständlich, dass der einvernehmliche Vertrag eingehalten wird.

Ansonsten müsste er zusätzlich Kosten für Sex to go einplanen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon BlueMonday » Do 7. Dez 2017, 12:29

Worum soll es hier denn gehen? Im Geiste des Eingangsbeitrags wohl um die Dokumentation aller Entwicklungen und Schritte hin zu einer Entstigmatisierung und gesellschaftlichen wie rechtlichen Gleichstellung des Berufsfeldes "Sexarbeit".

Dann gehören hier so eine Beiträge in die "Ablage", denen es wohl darum geht moralisiernd das Stigma noch aufzublasen.

Mal was ontopic:
--

Anlässlich des 25. November 2017, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, veranstaltete die Kampagne "Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!" in Kooperation mit Hydra e.V., Treffpunkt und Beratungsstelle für Prostituierte eine Diskussionsrunde in Berlin.

"Gesellschaftliches Stigma und diskriminierende Gesetzgebung tragen dazu bei, dass Gewalt gegen Sexarbeiter*innen zunimmt" und fordert mehr Unterstützung für die Professionalisierung und das Empowerment von Sexarbeiter*innen, damit sie selbstbestimmt Entscheidungen treffen können und auch stark sind, wenn sie mit problematischen Situationen konfrontiert werden."

"In diesem Zusammenhang sind sich dann alle unsere Diskutant*innen einig, dass die neue Gesetzgebung Gewalt in der Sexarbeit nicht verringern oder eindämmen, sondern eher sogar noch verschärfen wird. Eine zentrale Forderung der internationalen Hurenbewegung ist, dass Sexarbeiter*innen in alle Entscheidungen und die sie betreffende Gesetzgebung einbezogen werden müssen: Nothing about us without us"


Q: https://www.sexarbeit-ist-arbeit.de


"Nothing about us without us"
Dieser Hang zur Selbstbestimmung ist schon bemerkenswert. Das geht ja vielen heutzutage schon ab. Sich eben nicht ergeben verregulieren lassen, sondern selber Regeln bestimmen und gestalten.

Unter dem Vorwand, sich für Opfer von Menschenhandel einzusetzen, versuchen sie, Sexarbeit generell als Gewalt gegen Frauen* zu definieren.
Es wird ein Verbot der Prostitution bzw. das Verbot der Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen gefordert. Dies bedeutet, den Sexarbeiter*innen die Lebensgrundlage zu entziehen.
Sexarbeiter*innen, die sich dagegen wehren, werden als fremdbestimmt, unmoralisch oder als Kriminelle stigmatisiert und diskriminiert.

Die Selbstbestimmung von Sexarbeiter*innen wird nicht respektiert.
Mit der EU-Erweiterung in 2004 und 2007 und dem dadurch erfolgten Zuzug süd- und osteuropäischer Bürger*innen verstärkte sich der rassistische Anti-Migrationsdiskurs. Konservative Feministinnen verknüpften den Diskurs gegen Prostitution mit fremdenfeindlichen Positionen und befürworteten eine Migrationskontrolle.
Arbeitsplätze, die Möglichkeiten für migrantische Sexarbeiter*innen boten, wurden vernichtet.
Diese Strategie richtet sich auch gegen alle Gruppen, die nicht der christlich-konservativen Sexualmoral entsprechen und/oder aus rassistischen Gründen ausgegrenzt werden.


Wobei ich nun glaube, dass sich mancher damit abfinden werden muss, dass das Ganze irgendwann als normale Arbeit Anerkennung findet.

Zudem sind wir heir im Wirtschaftsforum. Da kann es nicht vordergründig um moralische Befindlichkeiten gehen, die man anderen aufs Auge drückt.
Die einzige moralische Grenze in der Ökonomik ist die Gewaltfreiheit, dass jemand also selbstbestimmt und freiwillig einem Vertrag zustimmt. Consenting adults. Alles andere hat Dritte eigentlich einen feuchten Schmutz anzugehen.
Zuletzt geändert von BlueMonday am Do 7. Dez 2017, 12:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 12:31

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:25)

Die Begründung lautete, dass Sex als Gegenleistung geboten werden muss. Wer auch immer das als Grundlage einer Ehe betrachtet, der erwartet selbstverständlich, dass der einvernehmliche Vertrag eingehalten wird.



Eben. Wenn der Vertrag nicht eingehalten wird, dann wird er eben beendet, sprich die Ehe geschieden.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 13:10

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:31)

Eben. Wenn der Vertrag nicht eingehalten wird, dann wird er eben beendet, sprich die Ehe geschieden.


Wegen partiell verweigertem Sex? Verständlich, wenn das als Grundlage für eine Beziehung herhalten soll.
Kein Wunder, dass die Singlehaushalte zunehmen und die Prostitution blüht.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Do 7. Dez 2017, 13:28

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:10)

Wegen partiell verweigertem Sex?


Unter den genannten Bedingungen wohl schon. Wenn Sex der Grund für die Ehe ist, dann wäre ihr die Basis ja bei Verweigerung entzogen.

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:10)

Verständlich, wenn das als Grundlage für eine Beziehung herhalten soll.
Kein Wunder, dass die Singlehaushalte zunehmen und die Prostitution blüht. [/color]


Sind Singles denn häufiger Kunden, als Liierte? Gibt es da Statistiken?
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 13:40

Dieter Winter hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:28)

Unter den genannten Bedingungen wohl schon. Wenn Sex der Grund für die Ehe ist, dann wäre ihr die Basis ja bei Verweigerung entzogen.



Sind Singles denn häufiger Kunden, als Liierte? Gibt es da Statistiken?


Das hätte ich detaillierter ausführen müssen. Mit zunehmenden Singlehaushalten meinte ich Frauensinglehaushalte, da sich nur noch eine äusserst dezimierte Bereitschaft auf Sex als gegenseitige Vertragsgrundlage für eine Ehe finden lässt. Was zwangsläufig bedingt, dass sich der männliche Vertragsersteller ohne Vertragspartner anderweitig Bedürfnisbefriedigung sucht. Sex to go.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 13:50

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 12:19)

Wenn es um Schutzbehauptungen geht, war keiner der Herren, die hier vehement mit allen passenden und unpassenden Argumenten die Prostitution verteidigen, spgar bis zum Verständnis, dass Frau und Tochter sich als Prostituierte betätigen, jemals ein Freier.

Fragt sich, weshalb die Verteidigung so vehement ist, wenn aus diversen Gründen kein Bedarf an der als Dienstleistung verbrämten Nutzung des zur zumindest bedingt zur Verfügung zu stehenden Fleisches einer Prostituierten besteht.



Weil diese Frauen uns zum Beispiel gutes Geld einbringen und ich mit ihrer Kontrolle befasst sein werde. Und weil ich ein Verfechter der persönlichen Freiheit bin - bis hin zum Freitod (im klaren Kopf). Wenn sich zwei einig sind, sollte ein dritter da nichts zwischenpfuschen. Und wenn jemand sagt "Okay, für Geld habe ich Sex mit dir!" (was das Gegenteil von "Benutzen" ist - ehrlich, wer so ein Bild von Sex hat, hatte in seinem Leben noch keinen guten Sex), dann hat da niemand sonst etwas mit zu schaffen.

Und vielleicht kenne ich ja auch persönlich einige Leute, die in diesem Bereich ein Auskommen gefunden haben. Auf nicht professioneller Ebene.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Do 7. Dez 2017, 14:08

Provokateur hat geschrieben:(07 Dec 2017, 13:50)

Weil diese Frauen uns zum Beispiel gutes Geld einbringen und ich mit ihrer Kontrolle befasst sein werde. Und weil ich ein Verfechter der persönlichen Freiheit bin - bis hin zum Freitod (im klaren Kopf). Wenn sich zwei einig sind, sollte ein dritter da nichts zwischenpfuschen. Und wenn jemand sagt "Okay, für Geld habe ich Sex mit dir!" (was das Gegenteil von "Benutzen" ist - ehrlich, wer so ein Bild von Sex hat, hatte in seinem Leben noch keinen guten Sex), dann hat da niemand sonst etwas mit zu schaffen.

Und vielleicht kenne ich ja auch persönlich einige Leute, die in diesem Bereich ein Auskommen gefunden haben. Auf nicht professioneller Ebene.


Fassen wir mal kurz zusammen,
Ich bin besoffen, weil ich Doppelmoral in Prostitution erkenne, sobald es Frau und Tochter betrifft, halte Männer generell für grenzdebil, weil sie sich nicht anderer Dinge zur schnellen Befriedigung bedienen wollen, als gemietetem weiblichem Intimvereich und hatte in meinem Leben noch keinen guten Sex, weil ich einen zeitweise angemieteten Parkplatz ausschließlich zum Abstellen meines Autos benutze.

Wenn ich diese hoch spekulative “Argumentation“ zugunsten der Prostitution betrachte, kann ich gar nicht anders, als wieder einmal auf GG Art 1 zu verweisen, der gegen jegliche Form von Prostitution spricht.




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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Mahmoud » Do 7. Dez 2017, 14:23

JJazzGold hat geschrieben:(07 Dec 2017, 10:01)

Prostitution ist würdelos .....


Quatsch. Warum sollte sollte Prostitution würdelos sein? Zunächst mal ist es ein Dienstleistungsgewerbe.

Zu verurteilen ist es dann, wenn es sich um Zwangsprostitution handelt. Aber auch dann ist nicht Prostitution das Problem, sondern der Zwang. Zwang zum Brötchenbacken oder Zwang zum Autoreparieren ware genauso zu verurteilen.
Und ich sage immer, wenn es hart auf hart kommt, haben Frauen immer eine Wahlmöglichkeit mehr als Männer. Nämlich sich zu prostituieren... Mag für manch Einen zynisch klingen, aber eine Wahl zu haben ist immer besser als keine Wahl zu haben....
Political correctness: Nein, Danke. Ich bevorzuge die Wahrheit!
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Do 7. Dez 2017, 14:29

Provokateur hat geschrieben:(02 Jun 2016, 13:26)

In diesem Strang sollen Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Bereich der Sexarbeit gesammelt und diskutiert werden. Ohne moralische Bewertung dieses Komplexes, dafür haben wir das Thema im Gender!




Da sind wir wieder...
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