Sammelstrang Sexarbeit

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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Kritikaster » Fr 8. Dez 2017, 13:57

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 13:53)

"Wer möchte soll auch dürfen", entspricht dem, was ich hier schrieb, wenn auch in einem anderen Sinn.

Das ist die gesellschaftliche Einstellung, auf die ich mich mit "Anspruch auf Triebstillung" bezog.
Wer möchte, dem muss auch ein Angebot zur Verfügung stehen. Ob es sich dabei um einen Döner handelt, oder es den Intimbereich eines anderen Menschen betrifft, der käuflich zur Verfügung zu stehen hat, um das "soll auch dürfen" zu erfüllen.

Mein "Wer möchte, sollte eben auch dürfen" bezog ich auf die Angebotsseite, der Du dieses Recht anscheinend absprechen möchtest ... ;)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 14:04

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 13:24)

Das unterstellt, dass das Angebot erst auf Nachfrage entsteht. Es dürfte sich aber anders herum verhalten. Jedenfalls lassen die Beobachtungen im Tierreich diese Vermutung zu.



Bei Prostitution generiert die Nachfrage das Angebot.

Das ist doch exakt das, was ich mit generellem Anspruch auf Trieberfüllung meine. Gäbe es diesen gesellschaftlichen Anspruch nicht, würde kein käufliches Angebot benötigt.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 14:06

Kritikaster hat geschrieben:(08 Dec 2017, 13:57)

Mein "Wer möchte, sollte eben auch dürfen" bezog ich auf die Angebotsseite, der Du dieses Recht anscheinend absprechen möchtest ... ;)


Deshalb schrieb ich, "in anderem Sinn".
Mein "wer möchte soll auch dürfen" bezieht sich auf den gesellschaftlichen Anspruch, der das Angebot überhaupt erst ermöglicht.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 14:22

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 14:04)

Bei Prostitution generiert die Nachfrage das Angebot.

Das ist doch exakt das, was ich mit generellem Anspruch auf Trieberfüllung meine. Gäbe es diesen gesellschaftlichen Anspruch nicht, würde kein käufliches Angebot benötigt.


Das gilt für jede Dienstleistung. Bei der Prostitution ist es doch so, dass das Angebot zwar aufgrund der Nachfrage entsteht, aber wiederum niemand auf legalem Weg dazu gezwungen wird, das Angebot zu unterbreiten. Und gerade ein verbot würde die einschlägige Kriminalität fördern. Zumindest hat man in Schweden dieser Erfahrung gemacht.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 14:56

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 14:22)

Das gilt für jede Dienstleistung. Bei der Prostitution ist es doch so, dass das Angebot zwar aufgrund der Nachfrage entsteht, aber wiederum niemand auf legalem Weg dazu gezwungen wird, das Angebot zu unterbreiten. Und gerade ein verbot würde die einschlägige Kriminalität fördern. Zumindest hat man in Schweden dieser Erfahrung gemacht.


Es ist die Legalisierung, die dem Anspruch Rechnung trägt.

Wenn ein Mann (ja, ich weiß, gilt auch in geringerem Maß für Frauen) meint, er würde jetzt gerade gerne seinen Trieb befriedigt haben, aber es steht kein Gegenpart zur Verfügung, aus welchen Gründen auch immer, und auf mechanische Hilfsmittel legt er auch keinen Wert, es muss ein Teil eines menschlichen Körpers sein, dann sagt der Staat, sagt die Gesellschaft, die Befriedigung deines Triebs muss gewährleistet sein, darauf hast du selbstverständlich Anspruch. Daher sorgen wir mittels Rechtsprechung dafür, dass du dir den Teil eines Menschen, den du dazu benötigst zeitweise kaufen kannst, damit unter allen Umständen gewährleistet ist, dass du deinen Trieb abbauen kannst. (Du könntest ja ansonsten durch mangelnde Triebbefriedigung gezwungen sein Frauen vergewaltigen, oder Kriege anzetteln, Zynismus off)

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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 15:03

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 14:56)

Es ist die Legalisierung, die dem Anspruch Rechnung trägt.

Wenn ein Mann (ja, ich weiß, gilt auch in geringerem Maß für Frauen) meint, er würde jetzt gerade gerne seinen Trieb befriedigt haben, aber es steht kein Gegenpart zur Verfügung, aus welchen Gründen auch immer, und auf mechanische Hilfsmittel legt er auch keinen Wert, es muss ein Teil eines menschlichen Körpers sein, dann sagt der Staat, sagt die Gesellschaft, die Befriedigung deines Triebs muss gewährleistet sein, darauf hast du selbstverständlich Anspruch. Daher sorgen wir mittels Rechtsprechung dafür, dass du dir den Teil eines Menschen, den du dazu benötigst zeitweise kaufen kannst, damit unter allen Umständen gewährleistet ist, dass du deinen Trieb abbauen kannst. (Du könntest ja ansonsten durch mangelnde Triebbefriedigung gezwungen sein Frauen vergewaltigen, oder Kriege anzetteln, Zynismus off)



Trotzdem wird vom Staat niemand dazu gezwungen sich entsprechend zur Verfügung zu stellen. Was ja auch kein Mensch fordert. Höchstens die ARGE. Die soll mal Frauen in Rotlichtlokale vermittelt haben, womit sie allerdings nicht durchkam.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 15:10

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 15:03)

Trotzdem wird vom Staat niemand dazu gezwungen sich entsprechend zur Verfügung zu stellen. Was ja auch kein Mensch fordert. Höchstens die ARGE. Die soll mal Frauen in Rotlichtlokale vermittelt haben, womit sie allerdings nicht durchkam.


Das habe ich auch nicht geschrieben.
Der Zwang zur "Dienstleistung" Prostitution rekrutiert sich aus dem vermeintlichen Zwang, Gesellschaft und Staat, Triebbefriedigung gewährleisten zu müssen.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 15:12

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 15:10)

Das habe ich auch nicht geschrieben.
Der Zwang zur "Dienstleistung" Prostitution rekrutiert sich aus dem vermeintlichen Zwang, Gesellschaft und Staat, Triebbefriedigung gewährleisten zu müssen.


Naja, trotzdem treffen die Prostituierten diese Entscheidung für sich letztlich selbst.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 15:54

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 15:12)

Naja, trotzdem treffen die Prostituierten diese Entscheidung für sich letztlich selbst.


Das ist richtig, aber vorher schafft der Staat, die Gesellschaft die Grundlage für Prostitution.

Kumm, lass mas bleim für heit, ess ma lieba a paar Platzl und san froh, dass koana vo unsra Familie involviert is. :)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Dieter Winter » Fr 8. Dez 2017, 16:04

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 15:54)


Das ist richtig, aber vorher schafft der Staat, die Gesellschaft die Grundlage für Prostitution.

Kumm, lass mas bleim für heit, ess ma lieba a paar Platzl und san froh, dass koana vo unsra Familie involviert is. :)


Suu machmers! :)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon JJazzGold » Fr 8. Dez 2017, 16:06

Dieter Winter hat geschrieben:(08 Dec 2017, 16:04)

Suu machmers! :)


An Guadn! :)
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon schelm » Fr 8. Dez 2017, 17:50

JJazzGold hat geschrieben:(08 Dec 2017, 13:53)

"Wer möchte soll auch dürfen", entspricht dem, was ich hier schrieb, wenn auch in einem anderen Sinn.

Das ist die gesellschaftliche Einstellung, auf die ich mich mit "Anspruch auf Triebstillung" bezog.
Wer möchte, dem muss auch ein Angebot zur Verfügung stehen. Ob es sich dabei um einen Döner handelt, oder es den Intimbereich eines anderen Menschen betrifft, der käuflich zur Verfügung zu stehen hat, um das "soll auch dürfen" zu erfüllen.

Bullshit. Ich möchte gern Urlaub auf dem Mond machen, die Technik dafür existiert, wieso setzt der Staat meinen Anspruch nicht um und sorgt für ein Angebot ? Sie versuchen wiederkehrend den Staat als Zuhälter darzustellen, der einen von Ihnen imaginierten " Anspruch " auf käufliche sexuelle Dienstleistungen " gewährleistet ".

Der Staat tut nichts dergleichen, er verbietet lediglich nicht auf dem Mond zu urlauben oder Sex käuflich zu erwerben, ob jemand entsprechende Angebote zur Verfügung stellt, ist die geschäftliche Entscheidung freiwilliger Anbieter.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Sammelstrang Sexarbeit

Beitragvon Provokateur » Di 12. Dez 2017, 07:48

Escort und Feministin? Weil sie es kann, weil sie es möchte.

Und genau das ist für mich der springende Punkt: Denn ihre Kritiker haben mit Hannas Beruf dasselbe Problem, das ich mit ihr als Freundin habe – nämlich ein emotionales. Sie verstehen nicht, dass man diesen Beruf trotz höchsten Bildungsgrads und ohne soziale Not vollkommen freiwillig ausüben kann. Sie begreifen nicht, dass man noch dazu erhobenen Hauptes darüber öffentlich debattieren kann. Und ja, ich gebe zu, es ist ein Gewöhnungsprozess. Zu verstehen, dass es die freie Wahl einer Feministin sein kann, als Callgirl zu arbeiten. Die einer Tochter. Einer Freundin.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.

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