Monsanto igitt igitt ...

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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Welfenprinz » Sa 14. Mai 2016, 18:40

NMA hat geschrieben:(14 May 2016, 07:43)

Yippi, Zukuntfsmärkte. Man muss sicherlich kein Grüner sein, um Genfood gruselig zu finden. Informiert seit ist genug, und das sind die Deutschen nunmal überdurchschnittlich gut.

n.


Es ist schon nicht falsch , diese Debatte als ein sehr deutsches Problem zu sehen.
Deutlich wird das in dem Mikrokosmos "Biolandwirtschaft"........... da ist Monsanto als Mitspieler ja wohl unverdächtig. ;)
Das europäische Biolabel lässt z.B. das CMS-Verfahren (auf Mitochondrientransfer beruhende Genveränderung ) zu........ was die deutschen Biolabel durchgehend ablehnen.

Und erst recht ist international im "organic agriculture" keinerlei Abwehrhaltung gegen Gentechnik zu verzeichnen. Eher im Gegenteil.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Boracay » So 15. Mai 2016, 07:52

odiug hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3536258#p3536258]
In Indien sind die meisten Kleinbauern Paechter und abhaengig vom Gutsherren,der das Saatgut, Pestizide/Herbizide und Duenger vorgibt und sich auch bezahlen laesst.
Das sind keine freien Unternehmer.


Aha - und wenn der Gutsherr also die Pächter zwingt einen Mercedes zu kaufen, dann schreien alle Weltverbesser "Daimler - pöse, pöse, pöse"?

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Monsanto ist also schuld an den absurden Gutsverhältnissen in Indien. Auch am Kastensystem und daran dass dich deine Frau betrügt?
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » So 15. Mai 2016, 08:28

Boracay hat geschrieben:(15 May 2016, 08:52)

Aha - und wenn der Gutsherr also die Pächter zwingt einen Mercedes zu kaufen, dann schreien alle Weltverbesser "Daimler - pöse, pöse, pöse"?

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Monsanto ist also schuld an den absurden Gutsverhältnissen in Indien. Auch am Kastensystem und daran dass dich deine Frau betrügt?

Der erste Abschnitt waere beinahe ein Argument wenn Korruption nicht ein wesentlicher Grund fuer die Verhaeltnisse in Indien waeren ... und dazu gehoeren immer zwei.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Boracay » So 15. Mai 2016, 09:19

odiug hat geschrieben:(15 May 2016, 09:28)

Der erste Abschnitt waere beinahe ein Argument wenn Korruption nicht ein wesentlicher Grund fuer die Verhaeltnisse in Indien waeren ... und dazu gehoeren immer zwei.


Hast du denn Belege für die angebliche Korruption von Monsanto? Na dann lass mal hören?

Und hast du auch zahlen zum indischen Saatgut und Pestizidmarkt? Na dann las mal hören?

Was ist denn der Marktanteil von Monsanto so in Indien? Und warum denkst du verkaufen die (deiner Meinung nach ohnehin korrupten) einheimischen Hersteller nichts?

Oder ist es so wie vermutet: Du hast keinen Peil, keine Ahnung von Landwirtschaft, hast Deutschland nie verlassen, warst nie in Indien, hast keine Zahlen zu gar nix und prabbelst einfach irgendeinen Mist nach den ein linker Schmierfink zu Papier gebracht hat?
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Orwellhatterecht » So 15. Mai 2016, 09:55

Boracay hat geschrieben:(15 May 2016, 10:19)

Hast du denn Belege für die angebliche Korruption von Monsanto? Na dann lass mal hören?

Und hast du auch zahlen zum indischen Saatgut und Pestizidmarkt? Na dann las mal hören?

Was ist denn der Marktanteil von Monsanto so in Indien? Und warum denkst du verkaufen die (deiner Meinung nach ohnehin korrupten) einheimischen Hersteller nichts?

Oder ist es so wie vermutet: Du hast keinen Peil, keine Ahnung von Landwirtschaft, hast Deutschland nie verlassen, warst nie in Indien, hast keine Zahlen zu gar nix und prabbelst einfach irgendeinen Mist nach den ein linker Schmierfink zu Papier gebracht hat?


Hier werden Se jeholfen!

https://unserekorruptewelt.wordpress.com/tag/monsanto/
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... erwandert/
http://new.euro-med.dk/20150825-korrupt ... -sachs.php
http://www.nahrungskrieg.de/nahrungsnew ... to-und-co/
https://lobbypedia.de/wiki/Monsanto
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Mai 2016, 10:29

Ach du Scheiße, was für ein Horrorkabinett von weblinks :dead:
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » So 15. Mai 2016, 20:27

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 May 2016, 13:20)

Brillant argumentiert, herzlichen Glückwunsch :dead:


Etwas irritierend ist es ja schon, dass du Landschaftsschutz als konservativ bezeichnest.

Landschaftsschutz und Ernährung schließen sich nicht aus, sondern hängen vital zusammen. Und Landschaften sind nicht nur ein ideeller, sondern handfester Wert.

Aber wenn man sich sehr wenig Gedanken darum macht, wirkt man eben wie ein ahnungsloser Städter.

Als Beispiel die Fränkische Schweiz.

Woher hat sie ihren Namen?
Warum ist sie so grün, obwohl sie eigentlich sehr wasserarm ist?
Warum befinden sich die Waldflächen besonders häufig an den Hängen?
Weshalb ist die FS ein europaweit geschätztes El Dorado für Kletterer?

Inwiefern ist sie ertragreich und warum?
Inwiefern ist genveränderte Monopolisierung für die FS ein großes Problem?
https://www.google.de/search?q=Fränkisc ... 00&bih=790

Wenn das kein überzeugendes Argument für eine "konservative" Haltung ist, was dann?
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon steve1974 » So 15. Mai 2016, 21:03

NMA hat geschrieben:(15 May 2016, 21:27)

Etwas irritierend ist es ja schon, dass du Landschaftsschutz als konservativ bezeichnest.

Landschaftsschutz und Ernährung schließen sich nicht aus, sondern hängen vital zusammen. Und Landschaften sind nicht nur ein ideeller, sondern handfester Wert.

Aber wenn man sich sehr wenig Gedanken darum macht, wirkt man eben wie ein ahnungsloser Städter.

Als Beispiel die Fränkische Schweiz.

Woher hat sie ihren Namen?
Warum ist sie so grün, obwohl sie eigentlich sehr wasserarm ist?
Warum befinden sich die Waldflächen besonders häufig an den Hängen?
Weshalb ist die FS ein europaweit geschätztes El Dorado für Kletterer?

Inwiefern ist sie ertragreich und warum?
Inwiefern ist genveränderte Monopolisierung für die FS ein großes Problem?
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Wenn das kein überzeugendes Argument für eine "konservative" Haltung ist, was dann?

-
Wann werd ich noch mal mit dem Radl in die Hersbrucker Schweiz kommen,
bevor dort alles Maiswüste ist ?
Wann werd ich nochmal ins Altmühltal radeln bevor alles begradigt ist ?
Amerika ist unser Tod.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 16. Mai 2016, 12:51

NMA hat geschrieben:(15 May 2016, 21:27)

Etwas irritierend ist es ja schon, dass du Landschaftsschutz als konservativ bezeichnest.

Wieso? Das ist sogar stockkonservativ.

Landschaftsschutz und Ernährung schließen sich nicht aus, sondern hängen vital zusammen.

Die Produktion von Nahrungsmitteln muss kostendeckend erfolgen, schon jetzt wären viele Bauern ohne EU-Subventionen nicht mehr konkurrenzfähig und je kleiner der Hof, desto stärker sinkt die Wettbewerbsfähigkeit. Irgendwann rentiert es sich auch mit Subventionen nicht mehr und der Betrieb wird aufgegeben.

Und Landschaften sind nicht nur ein ideeller, sondern handfester Wert.

Jau, besonders schön sind solche Landschaften, wenn sie verwindspargelisiert sind ;)

Aber wenn man sich sehr wenig Gedanken darum macht, wirkt man eben wie ein ahnungsloser Städter.

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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Di 17. Mai 2016, 07:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 May 2016, 13:51)

Wieso? Das ist sogar stockkonservativ.


Die Produktion von Nahrungsmitteln muss kostendeckend erfolgen, schon jetzt wären viele Bauern ohne EU-Subventionen nicht mehr konkurrenzfähig und je kleiner der Hof, desto stärker sinkt die Wettbewerbsfähigkeit. Irgendwann rentiert es sich auch mit Subventionen nicht mehr und der Betrieb wird aufgegeben.


Jau, besonders schön sind solche Landschaften, wenn sie verwindspargelisiert sind ;)


Für frems bin ich ein Landei, für dich ein ahnungsloser Städter, ihr müsst euch schon mal einig werden :cool:

Das sind doch oeonomische Interessenkonflikte und keine ideologischen Grundsatzdiskussionen.
ZB Agrarwirtschaft versus Tourismusindustrie, wenn ein Bauer einen Schweinegrossmastbetrieb neben ein Hotel in Bad Toeltz stellen will.
Es sind selbst Konflikte innerhalb der Bauernschaft.
Ein Almbauer im Allgaeu hat mit einen LPG Betrieb in Sachsen Anhalt nix gemein ... aber auch rein gar nix.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Welfenprinz » Di 17. Mai 2016, 14:18

Und die Agrasteppen im Osten sind keine Folge des Kapitalismus und Monsanto sondern sind mit Kalaschnikow, Mord und Vertreibung durch den real existierenden Sozialismus geboren worden. :D

Warum bezeichnet eigentlich niemand die scheiss Weinberge als das , was sie sind?Langjährige Monokulturen und Agrarsteppe.
Weil sie nicht von Monsanto sind?
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Boracay » Di 17. Mai 2016, 19:48

odiug hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3538969#p3538969]
Es sind selbst Konflikte innerhalb der Bauernschaft.
Ein Almbauer im Allgaeu hat mit einen LPG Betrieb in Sachsen Anhalt nix gemein ... aber auch rein gar nix.


Ja, der Almbauer betreibt seinen Job nicht als wirklichen Beruf, sondern als Hobby.

Wenn ich eine Wand streiche hab ich auch rein gar nichts mit einem Maler gemein.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon jorikke » Di 17. Mai 2016, 21:56

Boracay hat geschrieben:(17 May 2016, 20:48)

Ja, der Almbauer betreibt seinen Job nicht als wirklichen Beruf, sondern als Hobby.

Wenn ich eine Wand streiche hab ich auch rein gar nichts mit einem Maler gemein.


Der Maler streicht die Wand mit Pinsel oder Rolle.
Wenn du das mit der Zunge machst, ist die Gemeinsamkeit tatsächlich nicht groß.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » Mi 18. Mai 2016, 05:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 May 2016, 13:51)

Wieso? Das ist sogar stockkonservativ.


Die Produktion von Nahrungsmitteln muss kostendeckend erfolgen, schon jetzt wären viele Bauern ohne EU-Subventionen nicht mehr konkurrenzfähig und je kleiner der Hof, desto stärker sinkt die Wettbewerbsfähigkeit. Irgendwann rentiert es sich auch mit Subventionen nicht mehr und der Betrieb wird aufgegeben.


Jau, besonders schön sind solche Landschaften, wenn sie verwindspargelisiert sind ;)


Für frems bin ich ein Landei, für dich ein ahnungsloser Städter, ihr müsst euch schon mal einig werden :cool:



Was ist denn stockkonservativ daran, wenn man gegen die Landschaftszerstörung für unnachaltig maximale Gewinnmaximierung ist? Also gut, so sei es, ich bin da stockkonservativ.

Landwirte, und das haben viele nicht auf dem Schirm, werden nicht nur für die Nahrungsmittelherstellung benötigt, sondern auch für die Kulturlandschaftspflege. Hierbei ist eben die kleinteilige Landwirtschaft besonders erfolgreich/geeignet und unverzichtbar.

Und was haben die Windräder jetzt damit zu tun? Die stören nirgends die Kulturlandschaft, allenfalls Landschaftsbild, und um das geht es hier nicht.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 18. Mai 2016, 07:02

NMA hat geschrieben:(18 May 2016, 06:26)

Was ist denn stockkonservativ daran, wenn man gegen die Landschaftszerstörung für unnachaltig maximale Gewinnmaximierung ist?

Weil das gegen den Fortschritt ist.

Landwirte, und das haben viele nicht auf dem Schirm, werden nicht nur für die Nahrungsmittelherstellung benötigt, sondern auch für die Kulturlandschaftspflege. Hierbei ist eben die kleinteilige Landwirtschaft besonders erfolgreich/geeignet und unverzichtbar.

Unverzichtbar ist überhaupt nichts, jedenfalls nicht für die Natur. Ich kann dich ja verstehen, du willst die pittoreske Landschaft deiner Heimat (?) erhalten, weil du dort aufgewachsen bist und es dir gut gefällt, es ist nur eben alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit, wenn sich der Betrieb für den Landwirt nicht mehr rentiert, dann stößt er ihn ab.

Und was haben die Windräder jetzt damit zu tun? Die stören nirgends die Kulturlandschaft, allenfalls Landschaftsbild, und um das geht es hier nicht.

Windräder sind ein besonders hässlicher Teil der Kulturlandschaft.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 18. Mai 2016, 09:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 May 2016, 12:04)

Sollte man denn nicht rationale Gründe haben, um etwas abzulehnen?



Richtig, Prime-Pippo hat zuvor schon eine ganze Reihe rationaler Gründe aufgezeigt, warum man einer derartigen Technik zumindest skeptisch gegenüber stehen sollte. Wen das noch nicht überzeugt, der orientiere sich doch einfach mal an den Erfahrungen von Argentinien mit dieser hervorragenden Technik und den daraus resultierenden Folgen. Sich zuvor schlau zu machen, bevor man in den Brunnen springt, hat schon manchen vor bösen Folgen bewahrt.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon BlueMonday » Mi 18. Mai 2016, 10:23

NMA hat geschrieben:(18 May 2016, 06:26)

Was ist denn stockkonservativ daran, wenn man gegen die Landschaftszerstörung für unnachaltig maximale Gewinnmaximierung ist? Also gut, so sei es, ich bin da stockkonservativ.
Und was haben die Windräder jetzt damit zu tun? Die stören nirgends die Kulturlandschaft, allenfalls Landschaftsbild, und um das geht es hier nicht.


Mach dir doch mal den eigentlichen Wortsinn von "konservativ" klar: konservieren=erhalten, festhalten, bewahren, gegen eine als zu drastisch empfundene Veränderung/Neuerung gerichtet. Das Neue wird als Zerstörung der alten Struktur gefürchtet.

Und Windräder sind natürlich auch Teil einer Kulturlandschaft, verändern sie, gestalten sie, so wie früher Windmühlen oder klappernde Wassermühlen am rauschenden Bach etc. auch. Wie will man da überhaupt "Landschaftsbild" und "Kulturlandschaft" sinnvoll trennen? Der Mensch verändert seine Umwelt nun mal und das in immer wieder anderer Form, mit einem veränderten Bewusstsein, gerade im landwirtschaftlichen Bereich. Völlig unveränderte reine Landschaft gibt es jedenfalls im Lebensraum der Menschen praktisch nicht mehr.
Und diese bewusst affirmative Gestaltung der Umwelt ist nichts anderes als "Kultur" im gesellschaftlichen Kontext. Alles ist im Lebensraum der Menschen in irgendeiner Form "Kultur", also hergerichteter, eingerichteter, bearbeiteter, passender gemachter Lebensraum. Und sicherlich stehen da verschiedene Kulturen und Bewertungen im Konflikt oder Wettbewerb zueinander.
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon prime-pippo » Mi 18. Mai 2016, 10:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 May 2016, 08:02)
Unverzichtbar ist überhaupt nichts, jedenfalls nicht für die Natur. Ich kann dich ja verstehen, du willst die pittoreske Landschaft deiner Heimat (?) erhalten, weil du dort aufgewachsen bist und es dir gut gefällt, es ist nur eben alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit, wenn sich der Betrieb für den Landwirt nicht mehr rentiert, dann stößt er ihn ab.


Nun, es kann sinnvoll sein, sich die in Deutschland weitreichenden rechtlichen Regelungen anzuschauen. Gucken wir uns §1 Bundesnaturschutzgesetz mal an:

§ 1 Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege
(1) Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des
Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich nach
Maßgabe der nachfolgenden Absätze so zu schützen, dass
1.   die biologische Vielfalt,
2.   die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts einschließlich der Regenerationsfähigkeit und
nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie
3.   die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft
auf Dauer gesichert sind


http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf

Es fällt also schon bei oberflächlicher Betrachtung ins Auge, dass der Gesetzgeber selbst dem Erhalt der, wie du es nennst, "pittoresken Heimat" einen Stellenwert zuerkennt.

Dass die grüne Gentechnik bei falscher Verwendung die drei hier genannten Ziele, Schutz der Biodiversität, Erhalt der ökologischen Leistungsfähigkeit sowie die Sicherung landschaftlicher Schönheit unmittelbar gefährdet, steht meines Erachtens außer Frage.
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
Lord Adair Turner
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Do 19. Mai 2016, 06:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 May 2016, 08:02)

Weil das gegen den Fortschritt ist.


Unverzichtbar ist überhaupt nichts, jedenfalls nicht für die Natur. Ich kann dich ja verstehen, du willst die pittoreske Landschaft deiner Heimat (?) erhalten, weil du dort aufgewachsen bist und es dir gut gefällt, es ist nur eben alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit, wenn sich der Betrieb für den Landwirt nicht mehr rentiert, dann stößt er ihn ab.


Windräder sind ein besonders hässlicher Teil der Kulturlandschaft.

Zum letzten Punkt: findest du?
Warum?
Ich finde die manchmal ganz huebsch, vor allem wenn sie seriell aufgereiht, sind erinnert dass manchmal an Walter de Marias Landscape Art.
Aber ueber Geschmack laesst sich trefflich streiten, am besten mit Leuten die keinen haben ;)
Ich finde aber auch Autobahnbruecken schoen.
Die hier besonders: https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinbr%C ... cke_06.jpg
Was mich ankotzt sind Logistikzentren von Amazon oder sonstwen in der gruenen Wiese.
Ich finde es auch eigenartig, wenn man eine jahrhunderte alte Kulturlandschaft dem Mammon opfert, aber Fluechtlinge als identitaesbedrohend darstellt.
Geht jetzt nicht gegen dich und fuehrt auch vom Thema weg, aber wenn ein User hier die Almwirtschaft im Allgaeu als "Hobby" bezeichnet, dann stoesst mir das unangenehm auf, vor allem, weil ich einen guten Bergkaese aus der Gegend um Lindenberg fuer unerlaesslich halte fuer Kaesspaetzle :thumbup:
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Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Do 19. Mai 2016, 06:11

Boracay hat geschrieben:(17 May 2016, 20:48)

Ja, der Almbauer betreibt seinen Job nicht als wirklichen Beruf, sondern als Hobby.

Wenn ich eine Wand streiche hab ich auch rein gar nichts mit einem Maler gemein.

Im Vergleich zur US Agrarwirtschaft ist die gesamte, europaeische Landwirtschaft nur ein Hobby.
Mit so einer Aussage von dir, fluten dir franzoesische Bauern dein Wohnzimmer mit Guelle!
Und das mit Recht!
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