Monsanto igitt igitt ...

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Nomen Nescio
Moderator
Beiträge: 9882
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 13. Mai 2016, 16:08

G.Rasheimer hat geschrieben:(13 May 2016, 13:48)

gibt's da einen Beleg für diese Behauptung

welche belege man auch gibt, man verschließt die augen für die realität. DDT war zuerst ein wundermittel. bis alles fast dagegen konnte. nützliche tiere aber leider nicht.
eine weile wird es gut gehen - wie bei DDT. aber danach? jahrtausende hat die natur eine gute waage gehandhabt, in 100 jahr hat der mensch das gleichgewicht verstört.

schau mal nach penizillin. die menge menschen die damit nicht mehr behandelt werden kann, ist riesig. seit dezennien gibt es keine neue antibiotica. wenn ich mich nicht irre gibt es noch zwei, die sind reserviert für krankenhäuser. die helfen noch in mehreren fällen. sagt der name »MRSA« dir was?
MRSA kommen dort vor, wo häufig Antibiotika eingesetzt werden, vor allem in Krankenhäusern. In Deutschland sind derzeit ungefähr 20% aller in Krankenhäusern untersuchten Staphylococcus aureus-Bakterien multiresistent.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 8570
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Fr 13. Mai 2016, 17:15

Die Technik ist wertneutral ... kann ne feine Sache sein, kann aber auch das absolute Desaster werden.
Monsanto jedoch ist nicht wertneutral.
Die sind einfach nur Dr. Evil :eek:
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
DieBananeGrillt
Beiträge: 397
Registriert: Di 1. Okt 2013, 19:29

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 13. Mai 2016, 21:05

harry52 hat geschrieben:(13 May 2016, 12:34)

Wieso haben nur wir ein Problem?
Was ist mit den vielen Zuckerkranken, die gentechnisch erzeugtes Insulin spritzen, was viel viel viel bessser ist, als das Insulin von früher. Die haben ein Problem, wenn sich die Gentechnik-Gegener durchsetzen.Viele von Ihnen werden deutlich früher erblinden, ihre Füße verlieren, oder sogar früher sterben. Tue bitte nicht so, als wären die Chancen, die die Gentechnik bietet, auch beispielsweise bei Krebs, Alzheimer, .... nur was für Gentechnik-Befürworter. Du hast auch eine 33% Chance Krebs oder Zucker zu bekommen und dann redest Du auch anders.




Als wenn es hier um Gentechnik, gut für die Gesundheit gehen würde.
Warum gibt es eigentlich viele Erkrankte ?
Doch bestimmt nicht, weil die sich gesund ernährt haben.....
Sondern, weil die etwas konsumiert haben, was industriell hergestellt worden ist und aus einer Massenproduktion stammte. Nämlich Zucker in Überfluss, in vielen Lebensmitteln enthalten, wo man es nicht vermuten würde. Dazu noch andere Faktoren, die die Krankheit entstehen lassen.

Aber die Schäden werden natürlich durch weitere industrielle Produktionen wieder beseitigt, nur wenn es sich lohnt und genug Erkrankte vorhanden sind.

Monsanto hat das Ziel im Auge , es gibt bald 11 Milliarden Menschen auf dem Planeten und Alle wollen ernährt werden. Wie ist erst einmal egal, mit oder ohne Gentechnik.
Egal, wenn eine Handvoll Europäer dagegen ist, die restlichen 10,5 Milliarden sind froh darüber das Monopol Saatgut kaufen zu müssen....
Monsanto hat genug Kapital alle Regierungen in Afrika und Südamerika zu schmieren Verträge abzuschließen. Und Europa mit TTIP dann von hinten herum....

Aber ein Monopol ist nur ein Monopol, wenn man alles hat.
Und da gibt es die tollsten gentechnischen Errungenschaften, z.B. Hybridpflanzen , die nur einmal wachsen können und nicht vermehrt werden können. Man muß wieder erneut das Monopol- Monsanto - Saatgut kaufen, um die Pflanzen wieder wachsen zu sehen.
Oder gentechnische Monsanto- Pflanzen die nur mit Monsanto Pestiziden behandelt werden können.

Das nennt man Fortschritt....in der Finanzwelt, das Schaffen von Mehrwert in Reinsubstanz
Julian
Beiträge: 4219
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Julian » Fr 13. Mai 2016, 21:16

DieBananeGrillt hat geschrieben:(13 May 2016, 22:05)

Als wenn es hier um Gentechnik, gut für die Gesundheit gehen würde.


In den Achtzigerjahren haben die Grünen die rote Gentechnik ebenso bekämpft wie sie es nun mit der grünen Gentechnik tun. Die Hoechst AG hatte damals eine Anlage zur gentechnischen Produktion von Insulin, die dank Joschka Fischer und der ersten rot-grünen Koalition Deutschlands nicht in Betrieb gehen durfte.

DieBananeGrillt hat geschrieben:(13 May 2016, 22:05)
Warum gibt es eigentlich viele Erkrankte ?
Doch bestimmt nicht, weil die sich gesund ernährt haben.....
Sondern, weil die etwas konsumiert haben, was industriell hergestellt worden ist und aus einer Massenproduktion stammte. Nämlich Zucker in Überfluss, in vielen Lebensmitteln enthalten, wo man es nicht vermuten würde. Dazu noch andere Faktoren, die die Krankheit entstehen lassen.

Aber die Schäden werden natürlich durch weitere industrielle Produktionen wieder beseitigt, nur wenn es sich lohnt und genug Erkrankte vorhanden sind.


Diabetes gibt es schon seit Menschengedenken. Typ 1 hat überhaupt nichts mit der Ernährung zu tun, sondern ist eine Autoimmunerkrankung. Genau bei diesem Typ braucht man aber immer Insulin. Typ 2 hat in der Tat mit Ernährung zu tun, aber im Kurzschluss einfach die Industrie dafür verantwortlich zu machen, ist ein bisschen zu einfach.

DieBananeGrillt hat geschrieben:(13 May 2016, 22:05)
Monsanto hat das Ziel im Auge , es gibt bald 11 Milliarden Menschen auf dem Planeten und Alle wollen ernährt werden. Wie ist erst einmal egal, mit oder ohne Gentechnik.
Egal, wenn eine Handvoll Europäer dagegen ist, die restlichen 10,5 Milliarden sind froh darüber das Monopol Saatgut kaufen zu müssen....
Monsanto hat genug Kapital alle Regierungen in Afrika und Südamerika zu schmieren Verträge abzuschließen. Und Europa mit TTIP dann von hinten herum....

Aber ein Monopol ist nur ein Monopol, wenn man alles hat.
Und da gibt es die tollsten gentechnischen Errungenschaften, z.B. Hybridpflanzen , die nur einmal wachsen können und nicht vermehrt werden können. Man muß wieder erneut das Monopol- Monsanto - Saatgut kaufen, um die Pflanzen wieder wachsen zu sehen.
Oder gentechnische Monsanto- Pflanzen die nur mit Monsanto Pestiziden behandelt werden können.

Das nennt man Fortschritt....in der Finanzwelt, das Schaffen von Mehrwert in Reinsubstanz


Natürlich ist Monsanto profitorientiert. Allerdings muss ja niemand ihr Saatgut kaufen. Warum kaufen denn die Bauern Monsantos Saatgut? Ja eben: Weil die Bauern selbst davon auch profitieren. Obwohl sie das Saatgut bezahlen müssen, überwiegen offenbar die Vorteile - sonst würden sie einfach so weitermachen wie bisher.

Dass die Pflanzen nur für eine Saison gut sind, müsste doch im Sinne der Angstmacher sein: Denn gerade so wird ja die Ausbreitung der gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert.
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Moderator
Beiträge: 9882
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 13. Mai 2016, 21:34

Julian hat geschrieben:(13 May 2016, 22:16)

Dass die Pflanzen nur für eine Saison gut sind, müsste doch im Sinne der Angstmacher sein: Denn gerade so wird ja die Ausbreitung der gentechnisch veränderten Pflanzen verhindert.

leider gibt es immer die möglichkeit von mutationen. besser gesagt »die gewißheit«. der himmel weiß was passieren könnte.
um dir ein beispiel zu geben »jeder mensch ist an sich schon eine mutation. an mindestens 6-8 stellen sind die chromosomen der eltern mutiert«.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
Boracay
Beiträge: 3368
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Boracay » Fr 13. Mai 2016, 21:35

odiug hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3534831#p3534831]
Genraub durch Patentierung von einheimischen Pflanzen ?


Von irgendwas muss man seine Forschung doch bezahlen?

Unfruchtbares Saatgut ?


In welcher kruden Welt lebst du? Kennst du persönlich einen einzigen Landwirt? Du wirrst gleich behaupten dass du das tust - dann frage ich dich etwas ganz einfaches: Behält dieser Landwirt einen teil der Ernte zurück und sät diese weider aus? Oder macht er das was 99,999999999999% aller Landwirte tun: Jedes Jahr neues Saatgut kaufen weil der Ertrag hier viel höher ist?

Finden Bauern ganz toll


Das würde ich doch den Bauern überlassen welches Saatgut sie kaufen. Aber nein, die linksgrünen Lehrerkinder aus der Stadt wissen es ja viel viel besser :?:
Boracay
Beiträge: 3368
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Boracay » Fr 13. Mai 2016, 21:40

DieBananeGrillt hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=3536033#p3536033]
Und da gibt es die tollsten gentechnischen Errungenschaften, z.B. Hybridpflanzen , die nur einmal wachsen können und nicht vermehrt werden können. Man muß wieder erneut das Monopol- Monsanto - Saatgut kaufen, um die Pflanzen wieder wachsen zu sehen.


Und wie kommst du auf die völlig absurde Idee das Monsanto auch nur irgendwo ein Monopol hätte? warst du schon mal in einem Raiba Markt und hast dir dort die Auswahl angesehen? Wenn Monsato ein Monopol haben möchte irgendwann in 1.000 Jahren, dann müssen die ein Produkt herstellen das viel besser ist als das der Wettbewerber. Und warum denkst du schläft die Konkurrenz?

Oder gentechnische Monsanto- Pflanzen die nur mit Monsanto Pestiziden behandelt werden können.


Und hier wird von den grünen Spinnern immer wieder Glyphosat heran gezogen, obwohl Monsanto hier einen absolut irrelevanten Marktanteil besitzt.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 8570
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Fr 13. Mai 2016, 22:11

Boracay hat geschrieben:(13 May 2016, 22:35)

Von irgendwas muss man seine Forschung doch bezahlen?



In welcher kruden Welt lebst du? Kennst du persönlich einen einzigen Landwirt? Du wirrst gleich behaupten dass du das tust - dann frage ich dich etwas ganz einfaches: Behält dieser Landwirt einen teil der Ernte zurück und sät diese weider aus? Oder macht er das was 99,999999999999% aller Landwirte tun: Jedes Jahr neues Saatgut kaufen weil der Ertrag hier viel höher ist?



Das würde ich doch den Bauern überlassen welches Saatgut sie kaufen. Aber nein, die linksgrünen Lehrerkinder aus der Stadt wissen es ja viel viel besser :?:

Ich weiss ... du magst keine Videos ... daher die Textversion:
http://www.daserste.de/information/poli ... e-100.html
Vielleicht hilft dir das mal ueber deinen Misthaufen hinaus zu sehen.

Aber eigentlich will ich gar nicht ueber Gen-tec in der Landwirtschaft diskutieren, sondern ueber eine voellig sinnlose Uebernahmeschlacht, die weder BASF noch Bayer irgendwas bringen wird ausser Verluste.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 10990
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » Sa 14. Mai 2016, 06:36

Boracay hat geschrieben:(12 May 2016, 20:00)

Geil wie diese ganzen linken [...] sich irgendwelche geistig behinderten Youtube Videos reinziehen und sich dann an Monsanto aufgeilen.

Nicht den Hauch einer Ahnung von Landwirtschaft diese linken Kinder, aber über "Monsanto - pöse pöse pöse" schreien.

Was genau macht Monsato den so schlimmes (bitte kein Link auf irgendwelche saudummen und verlogenen Youtube Videos sonder mal was mit eigenen Worten)?


Monsanto will mit allen Mitteln das Saatgutmonopol an sich reißen. Das allein ist mir gruselig genug.
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 10990
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » Sa 14. Mai 2016, 06:43

Kibuka hat geschrieben:(12 May 2016, 22:38)

Ich war auch überrascht, als ich die Meldung las. Aber nicht, weil ich gegen eine Übernahme wäre, sondern weil diese BASF oder Bayer enorm viel kosten würde.

Die Übernahme von Monsanto ist keine schlechte Idee. Gentechnik und Saatgut sind Zukunftsmärkte. In Deutschland mag man beim Thema Gentechnik unter den Grünen immer aufschreien, aber das interessiert weltweit niemanden.


Yippi, Zukuntfsmärkte. Man muss sicherlich kein Grüner sein, um Genfood gruselig zu finden. Informiert seit ist genug, und das sind die Deutschen nunmal überdurchschnittlich gut.

Was einmal gedacht wurde, kann nicht zurückgenommen werden, das ist klar. Aber ich fühle mich nicht in der Lage, dieser Entwicklung etwas Positives abzugewinnen. Schon gar nich in Tateinheit mit Monopolen.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich in der Fränkischen Schweiz sehe und schmecke, was wir zu verlieren haben.
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 10990
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » Sa 14. Mai 2016, 07:42

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 May 2016, 11:43)

Rational begründen lässt sich dieses Unbehagen aber nicht.



Erstens lässt sich schwer vorhersagen, wo das hinführt. Das ist allerdings schwierig, da es um Ernährung geht. Und zweitens ist die Rationalität nicht die einzige Kategorie, um die es hier gehen muss. Man darf auch aus Apetitt- und Ästhetikgründen dieses Neuerungen unbehaglich finden und das auch kundgeben.

Ein Herz- und Nierenthema ist für mich auch die Entwicklung der Kulturlandschaft. Die kleinteilige (keineswegs Bio-)-Landwirtschaft in Süddeutschland, besonders pitoresk und reichhaltig in meiner Heimat, ist ein sehr wertvolles Gut, welches geschützt werden muss und nicht mit unabsehbaren Veränderungen der Agrarproduktion aufs Spiel gesetzt werden darf. Ich hole dazu gerne weiter aus, wenn das jemanden interessiert.
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 28825
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 14. Mai 2016, 08:25

NMA hat geschrieben:(14 May 2016, 08:42)

Erstens lässt sich schwer vorhersagen, wo das hinführt.

Richtig, das macht mir auch Sorgen, weil die Langzeitfolgen für den Körper und die Umwelt noch nicht richtig erforscht sind. Aber deswegen gleich rundweg ablehnen? Nö, sollte man nicht, sondern weiter erforschen, die Vorteile sind zu groß um das einfach aus einem diffusen Bauchgefühl heraus abzulehnen.

Man darf auch aus Apetitt- und Ästhetikgründen dieses Neuerungen unbehaglich finden und das auch kundgeben.

Deswegen bin ich auf jeden Fall für eine Kennzeichnung, dann kann jeder kaufen, was er für richtig hält. Das ist aber ein Luxusproblem des Westens, in der Dritten Welt muss man sehen, dass man die Menschen satt bekommt und wenn Gentechnik dabei helfen kann, dann ist das sicher nichts, was man verteufeln sollte. Oder ist es besser, mit 20 zu verhungern als mit 60 an irgendeiner Krankheit durch Genfood zu erkranken?

Die kleinteilige (keineswegs Bio-)-Landwirtschaft in Süddeutschland, besonders pitoresk und reichhaltig in meiner Heimat, ist ein sehr wertvolles Gut, welches geschützt werden muss und nicht mit unabsehbaren Veränderungen der Agrarproduktion aufs Spiel gesetzt werden darf. Ich hole dazu gerne weiter aus, wenn das jemanden interessiert.

Warum gerade in dem Bereich so konservativ?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
G.Rasheimer
Beiträge: 674
Registriert: Sa 31. Dez 2011, 11:05

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon G.Rasheimer » Sa 14. Mai 2016, 08:30

Svi Back hat geschrieben:(13 May 2016, 14:30)

wie gesagt ich verspüre prinzipiell keine große Lust mich an solchen
Diskussionen zu beteiligen.
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0111629
wenn du dir die Studie etwas genauer ansiehst, stellts du fest, dass bei gentechnisch veränderten
Pflanzen 37% weniger Pestizide eingesetzt werden, bei gleichzeitig erhöhten Ertrag. Da kommen weltweit
locker Millionen Tonnen zusammen. Ich hatte das auch schon gelesen, bin aber schlicht zu faul zu suchen.
https://www.novo-argumente.com/artikel/aerger_auf_dem_biohof

auch hier kannst du mal einen Blick darauf werfen.


Ich habe ebenfalls keine Lust über den Nutzen der Genveränderung zur Pestizidresistenz zu diskutieren,
zumal eben, andere Studien zu einem anderen Ergebnis kommen
http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/studie-zu-gv-pflanzen-und-pestizidverbrauch-den-usa-2112/

im Endeffekt kann das heute auch jeder am Beispiel von Antibiotika nachvollziehen,
das alles sein Zeitintervall hat, in dem es funktioniert.
Benutzeravatar
Zinnamon
Beiträge: 1344
Registriert: Di 16. Jul 2013, 07:03

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Zinnamon » Sa 14. Mai 2016, 08:34

Boracay hat geschrieben:(13 May 2016, 22:35)(...)



Das würde ich doch den Bauern überlassen welches Saatgut sie kaufen. Aber nein, die linksgrünen Lehrerkinder aus der Stadt wissen es ja viel viel besser :?:


Diese ignorante Phrasendrescherei ist mittlerweile sooo öde zu lesen ..steck dir die linksgrünen Lehrekinder doch mal ganz kurz hin, wo die Sonne nicht scheint, während du ein kleines Meeting mit der Realität hältst:

Hier die tatsächliche Positionen nicht-linxsgrüner Parteien:

CDU: (..)Die CDU fordert umweltschonenden Pflanzenschutz und bedarfsgerechte Düngung. Sie plädiert für Sortenvielfalt beim Saatgut. Positive Anreize für die Landwirte und Forschungsförderung sollen den Tierschutz verbessern. Für Lebensmittel soll es eine Kennzeichnung von Herkunft und Produktionsort geben. Handelsabkommen sollen die Agrarwirtschaft einen einfachen und schnellen Zugang zu Märkten in Drittstaaten ermöglichen. Gentechnik lehnt die CDU nicht ab. Sie macht sich aber dafür stark, dass Mitgliedsstaaten selbst festlegen können, ob die den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen erlauben oder nicht. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sollen gekennzeichnet werden..

FDP: (..) Ein Gentechnikverbot lehnt die FDP ab. Sie fordert aber, dass alle Produkte, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten, gekennzeichnet werden.

AfD:(..) Die regionale Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten soll unterstützt werden. Um übermäßigen Antibiotika-Einsatz zu vermeiden, will die AfD ein ausgewogenes Verhältnis von landwirtschaftlicher Fläche und Tierbesatz. Export-Subventionen will die AfD verringern. So sollen die wirtschaftlichen Chancen für Entwicklungsländer erhöht und der "Migrationsdruck" verringert werden. Bei der Gentechnik lehnt die AfD eine Zulassung von genmanipulierten Produkten durch die EU ab. Diese Entscheidung soll allein bei den Mitgliedsstaaten liegen.

CSU: (..) Über den Einsatz von Gentechnik soll Bayern selbst entschieden können. In dieser Frage fordert die Partei, dass "unsere Heimat gentechnikfrei bleibt". Ein EU-weites Verbot verlangen die Christsozialen für Klontiere in der Landwirtschaft und für Lebensmittel von geklonten Tieren.

https://www.tagesschau.de/europawahl/pa ... ft100.html

Wir halten fest: selbst, wer Gentechnik nicht grundsätzlich ablehnt ist ohne wenn und aber für die Kennzeichnungspflicht, die die Vermarktung empfindlich stören könnte, was möglicherweise auch Bauern, die ohne wenn und aber marktwirtschaftlich orientiert sind bei der Wahl ihres Saatgutes beeinflussen könnte.

Hier die realen Positionen diverser Bundesländer mit neuen und polit. unterschiedlich geprägten Regierungskoalitionen:

Baden-Württemberg: Der Koalitionsvertrag liest sich gentechnik-kritisch, so wollen Grüne und CDU „den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen (…) untersagen, weil in der kleinräumigen Agrarstruktur Baden-Württembergs eine Koexistenz mit dem konventionellen und ökologischen Landbau sowie mit Imkern nicht gewährleistet ist.

Grün-Schwarz will gegenüber dem Bund auf deutschlandweiten Gentechnik-Anbauverboten bestehen, den Anbau von gentechnikfreien Futterpflanzen fördern und Landwirte bei der Umstellung beraten. (..)

Rheinland-Pfalz: eher wortkarg. Zwar heißt es im Vertrag von SPD, FDP und Grünen: „Die rheinland-pfälzische Landwirtschaft arbeitet im Anbau gentechnikfrei; daran werden wir nichts ändern.“

Was die gentechnikfreie Fütterung angeht, findet sich dort aber kein konkretes Bekenntnis zur Unterstützung. Es heißt lediglich: „Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz stellen ständig steigende Anforderungen an die Produktionsverfahren und die Nachverfolgbarkeit der Produkte. Um zukünftig Nutztierhaltung in Rheinland Pfalz zu erhalten, bedarf es einer intensiven Begleitung durch Agrarpolitik und Förderung.“ (...)

Sachsen-Anhalt: wird gentechnik-kritischer. Das Bundesland galt bislang gentechnik-freundlich, die wichtigsten Freilandforschungsanlagen für Experimente mit transgenen Pflanzen befinden sich hier. Nun vereinbarten CDU, SPD und Grüne: „Die Koalition spricht sich dafür aus, dass in Sachsen-Anhalt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden.“

Die Parteien wollen sich „auf Bundesebene für eine Lebensmittelkennzeichnung bei der Verwendung von gentechnisch veränderten Substanzen“ einsetzen. Für die Tierhaltung heißt es: „Die Kennzeichnungssysteme für landwirtschaftliche Produkte und Erzeugnisse sind dahingehend zu verbessern, dass den Konsumenten Informationen über die Haltungsbedingungen der Tiere vermittelt werden.“

Das Landwirtschaftsministerium soll die Grünen-Politikern Claudia Dalbert übernehmen, sie wird auch für Umwelt und Energie zuständig sein. Mehrere Agrarverbände warnten in einem offenen Brief an die CDU vor einer „Schwächung der ländlichen Räume“ und der „Auflösung der dort gelebten Werte“.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 8570
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon odiug » Sa 14. Mai 2016, 08:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 May 2016, 09:25)

Richtig, das macht mir auch Sorgen, weil die Langzeitfolgen für den Körper noch nicht richtig erforscht sind. Aber deswegen gleich rundweg ablehnen? Nö, sollte man nicht, sondern weiter erforschen, die Vorteile sind zu groß um das einfach aus einem diffusen Bauchgefühl heraus abzulehnen.


Deswegen bin ich auf jeden Fall für eine Kennzeichnung, dann kann jeder kaufen, was er für richtig hält. Das ist aber ein Luxusproblem des Westens, in der Dritten Welt muss man sehen, dass man die Menschen satt bekommt und wenn Gentechnik dabei helfen kann, dann ist das sicher nichts, was man verteufeln sollte. Oder ist es besser, mit 20 zu verhungern als mit 60 an irgendeiner Krankheit durch Genfood zu erkranken?


Warum gerade in dem Bereich so konservativ?

Ein Problem ist, Monsanto arbeitet nach US Recht ... das heisst "Nachsorge".
Ist die Scheisse mal am dampfen, dann muessten sie zahlen, koennen sie aber nicht, weil so viel Geld haben die nicht ... ist wie bei der Atomkraft und der Endlagerung.
Zu deinem geloeschten Beitrag:
In Indien sind die meisten Kleinbauern Paechter und abhaengig vom Gutsherren,der das Saatgut, Pestizide/Herbizide und Duenger vorgibt und sich auch bezahlen laesst.
Das sind keine freien Unternehmer.
Und dort hat Monzanto ein nahezu Monopol ... haettest du den verlinkten Artikel gelesen, anstatt ihn als "Bloedsinn" abzuqualifizieren, dann haettest du dir deinen geloeschten Artikel auch ganz sparen koennen.

Und wenn deutsche oder europaeische Chemieriesen EU Recht umgehen wollen, dann koennen sie sich eine US Firma kaufen wo sie Dr Frankenstein spielen koennen ... nur sollten sie von Mosanto besser die Finger lassen.
Abgesehen vom PR Fiasko ist zu befuerchten, dass es ihnen dabei ergeht, wie Daimler Benz mit Chrysler.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
NMA
Beiträge: 10990
Registriert: Mo 24. Mai 2010, 14:40
Benutzertitel: mit Augenmaß
Wohnort: Franken

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon NMA » Sa 14. Mai 2016, 08:51

@ Tom Bombadil

Mach mal Urlaub in der Fränkischen Schweiz und mach dir vor allem bewusst, dass das alles keine Wildnis ist, sondern das Ergebnis von stark ausdifferenzierter, bedachter, liebevoller Bewirtschaftung. Denke darüber nach, weshalb sich diese Art der Bewirtschaftung dort noch rechnet und warum, im Umkehrschluss, diese Landschaft durch diese Bewirtschaftung in vielerlei Hinsicht so wertvoll bleibt.

Und denke über die Auswirkung einer globaliserungsbedingten Monokulturisierung, die durch Gentechnik potenziert wird, nach. Und wenn das Zeug einmal in der Luft ist, ist es nicht wieder wegzukriegen.

Ich bin da kein Romantiker, sondern kenne einfach nur den handfesten, auch monetär bezifferbaren Wert dieses Gutes ausdiffernzierter Kulturlandschaft.
Benutzeravatar
harry52
Beiträge: 1507
Registriert: Fr 30. Jan 2015, 09:35

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon harry52 » Sa 14. Mai 2016, 09:29

NMA hat geschrieben:Monsanto will mit allen Mitteln das Saatgutmonopol an sich reißen. Das allein ist mir gruselig genug.

Das ist emotional verständlich, aber ein blödes Totschlag Argument.

Apple möchte nämlich auch am liebsten mehr Handys verkaufen als alle Konkurrenten
und Greenpeace würde es sicher gerne sehen, wenn sie alle 7 milliarden Menschen als Mitglieder hätten. Es ist etwas völlig Normales, dass Unternehmen wachsen wollen und nicht ihre Kunden verlieren wollen. Dass Monopole umgekehrt schädlich sind, ist auch schon seit langem bekannt und dafür gibt es Kartellämter. Nur Kommunisten und Sozialisten finden Monopole toll und wollen, dass die gesamte Wirtschaft in der Hand einer Partei, bzw. eines Führers ist. In den westlichen Demokratien mit Marktwirtschaft achtet man hingegen auf Vielfalt und Konkurrenz.

Was mich wirklich wundert, ist, dass ausgerechnet Linksextreme dieses Argument sehr oft benutzen. Da muss man Loriot zitieren: "Vielleicht stimmt das was mit dem Gefühl nicht."
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
Benutzeravatar
prime-pippo
Beiträge: 16739
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 12:03

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon prime-pippo » Sa 14. Mai 2016, 10:36

Boracay hat geschrieben:(13 May 2016, 22:35)
Von irgendwas muss man Behält dieser Landwirt einen teil der Ernte zurück und sät diese weider aus? Oder macht er das was 99,999999999999% aller Landwirte tun: Jedes Jahr neues Saatgut kaufen weil der Ertrag hier viel höher ist?


Mein langjähriger Nachbar war Bioland-Bauer und hat in der Tat immer eigenes Getreide ausgesät. Es geht aber eher um Drittweltländer. Hier kann die Abhängigkeit vom Saatguterzeuger problematisch sein.

Das würde ich doch den Bauern überlassen welches Saatgut sie kaufen. Aber nein, die linksgrünen Lehrerkinder aus der Stadt wissen es ja viel viel besser :?:


"Lehrerkinder"? Wie kommt man denn auf sowas? :? :D
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
Lord Adair Turner
Benutzeravatar
Zinnamon
Beiträge: 1344
Registriert: Di 16. Jul 2013, 07:03

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Zinnamon » Sa 14. Mai 2016, 10:41

prime-pippo hat geschrieben:(14 May 2016, 11:36)
....



"Lehrerkinder"? Wie kommt man denn auf sowas? :? :D


Ich würde das als Sprung in der Schallplatte werten oder vllt ne Art Tick ..also im Sinne von Tourette. :?:
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 28825
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Monsanto igitt igitt ...

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 14. Mai 2016, 10:57

odiug hat geschrieben:(14 May 2016, 09:48)

...Monsanto...

Es ging um Gentechnik allgemein, nicht Monsanto speziell.

Zu deinem geloeschten Beitrag:

???

In Indien...

Nochmal: es geht um Gentechnik.

...haettest du den verlinkten Artikel gelesen, anstatt ihn als "Bloedsinn" abzuqualifizieren, dann haettest du dir deinen geloeschten Artikel auch ganz sparen koennen.

Kann es sein, dass du mich hier verwechselst? Weder wurde ein Beitrag von mir gelöscht noch habe ich einen Artikel als "Blödsinn" abqualifiziert.

Abgesehen vom PR Fiasko ist zu befuerchten, dass es ihnen dabei ergeht, wie Daimler Benz mit Chrysler.

Dem stimme ich zu.


NMA hat geschrieben:(14 May 2016, 09:51)

Ich bin da kein Romantiker, sondern kenne einfach nur den handfesten, auch monetär bezifferbaren Wert dieses Gutes ausdiffernzierter Kulturlandschaft.

Naja, wenn die Monokultur aber mehr Ertrag abwirft und mehr Menschen ernähren kann, kleinteilige Landwirtschaft nicht mehr konkurrenzfähig ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Fränkische Schweiz umdenkt. ich kenne das aus meiner Heimat, in meiner Kindheit gab es im Dorf viele kleine Milchbauern, auch einige im Nebenerwerb, jetzt sind es nur noch drei Große. Das ist der Lauf der Zeit, Erbrecht hin oder her.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste