Wendung im Fall Schlecker

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Adam Smith
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Adam Smith » Fr 15. Apr 2016, 13:52

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Apr 2016, 14:46)

Immerhin war die Mitarbeiterin zuvor 17 Jahre dort beschäftigt. Wäre sie "keine gute Mitarbeiterin" gewesen, so hätte sich ihr AG sicherlich schon früher von ihr getrennt.

Bei großen Firmen ist das nicht so leicht. Bei kleinen Firmen geht so etwas problemlos.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Cobra9 » Fr 15. Apr 2016, 14:12

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Apr 2016, 16:49)

Man sagt: "Gut Ding braucht Weile"...und auch in Sachen Gerichtsverfahren sollte es keinen "Husch-Pfusch" geben.


Ich hab keine Eile. Sache des Gerichtes was es nun tun wird.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Cobra9 » Fr 15. Apr 2016, 14:15

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Apr 2016, 11:44)

Es gibt auch nicht wenige Finanzbeamte, die sich als Steuerberater selbständig machen. Ich brauchte in einem komplexen Zollverfahren mal die Unterstützung eines Fachanwalts. Da gibt's wenig Spezialisten. Den den ich fand, der saß 800km weiter nördlich. Der war Gold wert und arbeitete früher auch bei den Finanzbehörden. Der ist gut ausgebucht und lacht sich selbst bei einem relativ niedrigen Stundensatz von 200 € noch eins.


Tja Fachleute mit Know How fallen eben nicht vom Himmel. Aber ich finde es eben sehr interessant das der Seitenswechsel so selten nicht ist ,aber anderes Thema eigentlich
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 15. Apr 2016, 14:23

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Apr 2016, 14:46)

Immerhin war die Mitarbeiterin zuvor 17 Jahre dort beschäftigt. Wäre sie "keine gute Mitarbeiterin" gewesen, so hätte sich ihr AG sicherlich schon früher von ihr getrennt.


Hast du eine Ahnung, was es nicht alles gibt.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Fr 15. Apr 2016, 14:34

Orwellhatterecht hat geschrieben:(15 Apr 2016, 14:46)

Immerhin war die Mitarbeiterin zuvor 17 Jahre dort beschäftigt. Wäre sie "keine gute Mitarbeiterin" gewesen, so hätte sich ihr AG sicherlich schon früher von ihr getrennt.

Wenn der Arbeitsmarkt leergefegt ist, behält man erst mal auch noch "gerade-so-Mitarbeiter", so lange, bis man einen Ersatz gefunden hat.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 16. Apr 2016, 12:48

zollagent hat geschrieben:(15 Apr 2016, 15:34)

Wenn der Arbeitsmarkt leergefegt ist, behält man erst mal auch noch "gerade-so-Mitarbeiter", so lange, bis man einen Ersatz gefunden hat.




17 Jahre Arbeit zur vollen Zufriedenheit ohne jegliche Beanstandungen dürften kaum für einen "gerade so" Mitarbeiter zutreffend sein. Offenbar spielte wohl das fortgeschrittene Lebensalter der Mitarbeiterin dabei eine grosse Rolle.
Zum Vergleich, ein Beamter dagegen verliert erst dann seinen Status, wenn er wegen eines Vergehens zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden ist.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Sa 16. Apr 2016, 12:52

Orwellhatterecht hat geschrieben:(16 Apr 2016, 13:48)

17 Jahre Arbeit zur vollen Zufriedenheit ohne jegliche Beanstandungen dürften kaum für einen "gerade so" Mitarbeiter zutreffend sein. Offenbar spielte wohl das fortgeschrittene Lebensalter der Mitarbeiterin dabei eine grosse Rolle.
Zum Vergleich, ein Beamter dagegen verliert erst dann seinen Status, wenn er wegen eines Vergehens zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden ist.

"Ohne jegliche Beanstandungen" ist erstmal eine Behauptung. Glaub mir, die Vorgesetzten erinnern sich auch dann noch an Abmahnungen z.B., wenn diese längst aus der Personalakte entfernt sind. Übrigens solltest du Strafverfolgung und die Lösung eines Arbeitsvertrages nicht verwechseln.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon yogi61 » Mo 18. Apr 2016, 10:37

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(13 Apr 2016, 19:12)

Nun ... 4 Jahre Ermittlungszeit erscheint schon ziemlich lang.


Man sollte Anton diese vier oder fünf Jahre in Freiheit schon gönnen, schliesslich war er über Jahre ein Stütze der Gesellschaft.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon pikant » Mo 18. Apr 2016, 10:40

yogi61 hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:37)

Man sollte Anton diese vier oder fünf Jahre in Freiheit schon gönnen, schliesslich war er über Jahre ein Stütze der Gesellschaft.


ein Uli musst schon in den Knast, nur weil er vergass ordnungsgemaess zu deklarieren.
das kann sehr schnell gehen, wenn man harte Richter vor sich hat.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon yogi61 » Mo 18. Apr 2016, 10:43

pikant hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:40)

ein Uli musst schon in den Knast, nur weil er vergass ordnungsgemaess zu deklarieren.
das kann sehr schnell gehen, wenn man harte Richter vor sich hat.


Herrn Schlecker muss man allerdings zugestehen, dass er anders als Uli. H. nicht heuchlerisch den Mo­ral­apos­tel gespielt hat. Bei Schlecker war jedem Menschen klar wie er tickt.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon pikant » Mo 18. Apr 2016, 10:46

yogi61 hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:43)

Herrn Schlecker muss man allerdings zugestehen, dass er anders als Uli. H. nicht heuchlerisch den Mo­ral­apos­tel gespielt hat. Bei Schlecker war jedem Menschen klar wie er tickt.


ich habe mich mit Schlecker nie eingehend befasst und bin in diesem Bereich ein LIdl-Fan!
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Mo 18. Apr 2016, 10:48

pikant hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:46)

ich habe mich mit Schlecker nie eingehend befasst und bin in diesem Bereich ein LIdl-Fan!

DAs merkt man. Schlecker führte keine Discounter-Kette, sondern eine Drogerie-Kette. Vergleichbar mit DM oder Rossmann. ;) :D :D :D
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon pikant » Mo 18. Apr 2016, 10:49

zollagent hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:48)

DAs merkt man. Schlecker führte keine Discounter-Kette, sondern eine Drogerie-Kette. Vergleichbar mit DM oder Rossmann. ;) :D :D :D


ach so,
in diesen Geschaeften bin ich nie.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 18. Apr 2016, 10:52

pikant hat geschrieben:(18 Apr 2016, 11:40)

ein Uli musst schon in den Knast, nur weil er vergass ordnungsgemaess zu deklarieren.


"vergessen" ist gut in dem Zusammenhang.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Fadamo » Mo 18. Apr 2016, 11:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(13 Apr 2016, 18:59)

4 Jahre nach der Pleite von Schlecker erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage. Und zwar nicht nur gegen Anton Schlecker, auch gegen seine Frau, seinen Sohn und seine Tochter. Ebenfalls sind 2 Wirtschaftsprüfer angeklagt. Das Delikt: Vorsätzlicher Bankrott und im Falle der Verwandten eben Beihilfe dazu. Dazu kommt noch Insolvenzverschleppung und Untreue. Das ganze Register. Insgesamt 13 Straftaten soll Schlecker laut Staatsanwaltschaft in "besonders, schwerem Fall" begangen haben. Sollte sich das als richtig herausstellen, droht eine langjährige Haftstrafe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 87025.html

Das sollte eigentlich Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die immer befürchten, dass die Justiz Unternehmer mit Samthandschuhen anfasst. Was meint ihr?



So müssten es allen Falschberatern ergehen,ob Versicherungen oder Bankern.
Die stürzen so manchen ins Unglücke.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Mo 18. Apr 2016, 11:40

Fadamo hat geschrieben:(18 Apr 2016, 12:33)

So müssten es allen Falschberatern ergehen,ob Versicherungen oder Bankern.
Die stürzen so manchen ins Unglücke.

Ich glaube nicht, daß Schlecker irgendjemanden "falsch beraten" hat, es sei denn, bei der Auswahl des Haarshampoos. :D
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon John Galt » Mo 18. Apr 2016, 11:43

https://en.wikipedia.org/wiki/Accountin ... g_scandals

Einfach mal zählen, wie oft Ernst&Young vorkommt. Die Firma ist dem Betrug nicht ganz abgeneigt. Man beschäftigt dort unzählige Leute, die die Grenzen des Rechts ausloten und dabei oftmals überschreiten.
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Mo 18. Apr 2016, 11:44

John Galt hat geschrieben:(18 Apr 2016, 12:43)

https://en.wikipedia.org/wiki/Accountin ... g_scandals

Einfach mal zählen, wie oft Ernst&Young vorkommt. Die Firma ist dem Betrug nicht ganz abgeneigt. Man beschäftigt dort unzählige Leute, die die Grenzen des Rechts ausloten und dabei oftmals überschreiten.

Sitzt die auf der Anklagebank?
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon Fadamo » Mo 18. Apr 2016, 11:47

zollagent hat geschrieben:(18 Apr 2016, 12:40)

Ich glaube nicht, daß Schlecker irgendjemanden "falsch beraten" hat, es sei denn, bei der Auswahl des Haarshampoos. :D



Die Staatsanwaltschaft sieht es anderst .
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Re: Wendung im Fall Schlecker

Beitragvon zollagent » Mo 18. Apr 2016, 11:48

Fadamo hat geschrieben:(18 Apr 2016, 12:47)

Die Staatsanwaltschaft sieht es anderst .

Die sieht vor allem ein anderes Delikt. :D
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