Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

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Ist die Steuerbelastung angemessen in Deutschland?

Ja
21
41%
Nein
30
59%
 
Abstimmungen insgesamt: 51
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 21:55

Realist2014 hat geschrieben:(16 Sep 2016, 19:33)

Die Lösung wäre doch eine Verpflichtung zu gemeinnütziger Arbeit.


Nein ist es nicht. Das ist entqualifizierung und demütigung.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Sep 2016, 21:58

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:55)

Nein ist es nicht. Das ist entqualifizierung und demütigung.


es erfüllt das Recht auf Arbeit...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Sep 2016, 22:00

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:46)

Wie es zu sein hat haben wir auch in ein Gesetz gegossen.

Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft.

Preisniveaustabilität Definiert bei 1,9%

hoher Beschäftigungsstand Außerhalb der geschönten statistik herrscht unterbeschäftigung und Maßenarbeitslosigkeit...

außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Nicht gegeben!

bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum

Da kann man dann auch mal sehen, wo hier einige sich mit ihrem wirtschaftlichen Verständnis auf der Zeitachse bewegen. Realist ist soweit hinter dem was wir heute über Ökonomie wissen, da war Adam Smith noch nichtmal geboren.



in der Realität..

nicht im linken Takka Tukka land...
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:00

Adam Smith hat geschrieben:(16 Sep 2016, 20:14)

So etwas gibt nur im Sozialismus. Wobei im Sozialismus auch gilt:


Ach also haben wir in den 60ern u. 70ern also im deutschen Sozialismus gelebt als zweites in Deutschland Politik war ? Verzapf nicht so einen Schwachsinn. Wenn euch nichtsmehr einfällt, schwiegt ihr die Sozialmusskeule. Primitiv.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Sep 2016, 22:01

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:54)

Hat Grichenland jemand aufgefordert? NEIN
Hatte Griechenland spielräume? NEIN

Es hat schlicht nur keiner so genau hingesehen oder hinsehen wollen!

Ich habe all die Jahre nichts davon gehört und ich wette das auch ein Realist oder jemand wie du das auch nicht gesehen haben. Aber kaum ist es passiert kommen die Neunmalglucken deutschen Oberlehre aus ihren Ecken gekrochen.


speziell die Griechen nicht...
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 19. Sep 2016, 22:02

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:00)

Ach also haben wir in den 60ern u. 70ern.



magst du nicht noch in das 18. Jahrhundert zurück?
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Fazer » Mo 19. Sep 2016, 22:08

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 21:53)

Was eine große lüge ist. http://www.zeit.de/2011/50/Steuern-Reichtum


Im wesentlichen ein ziemlich unsinniger Beitrag in der Zeit. Aber du bist offenbar nicht mal bereit, den wirklich zu lesen:

Die Reichen zahlen heute einen Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Dazu kommt die sogenannte Reichensteuer , das ist ein auf Betreiben der SPD 2007 eingeführter Aufschlag für die besonders gut Verdienenden. Ab einem Einkommen von 250.731 Euro beträgt der Steuersatz 45 Prozent. Mit Solidaritätszuschlag sind es 47,5 Prozent.


Das ist Fakt. Aufgrund des Progressionstarifes zahlen die Besserverdienenden auf jeden Euro, den sie mehr verdienen, den Höchststeuersatz. Wenn man z.B. den Grundfreibetrag erhöht, weil jeder Mensch 1000 Euro mehr haben soll, die er nicht zu versteuern hat, dann wirkt sich das für die Menschen auf der Netto-Seite entsprechend ihrem Grenzsteuersatz aus. Je mehr Einkommensteuer jemand zahlt, umso grösser ist die steuerliche Entlastung. DAs ist schlicht Folge eines Progressionstarifs. Und diese banale ERkenntnis führt bei den linken Parteien zu einem Neidreflex: "denen dürfen wir doch nicht so viel geben". Obwohl ihnen nicht gegeben wird. Ihnen wird nur weniger genommen, z.b. die 1000 Euro Grundfreibetrag. Eine verlogene linke Steuerdiskussion.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:09

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 20:11)

lern du erst mal den Begriff "verteilungsneutral" richtig zu interpretieren... :D


Ich brauche nichts zu interpretieren Lohnzuwachs = Produktivitätszuwachs + Inflationsrate
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Fazer » Mo 19. Sep 2016, 22:09

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:55)

Nein ist es nicht. Das ist entqualifizierung und demütigung.


Linke fordern ein "Recht auf Arbeit". Das muss einhergehen mit "Pflicht zur Arbeit", denn offensichtlich kann ein Staat nicht einfach wechselnd je nach Gusto der lieben Arbeitnehmer mal jenen und mal jenen Arbeitsplatz schaffen. Und insoweit ist auch die Verpflichtung zur Aufnahme solcher Tätigkeiten keine Demütigung, sondern Erfüllung des linken Traums auf "REcht auf ARbeit".
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:15

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 20:33)


nicht bei dem EK in den Unternehmen...


Doch und zwar Gesammtwirtschaftlich gesehen aber wir haben ja bereit festgestellt, dass das deinen Horizont überschreitet.

Du machst wieder die gleichen fehler. Wie war gleich nochmal Einsteins definition von Wahnsinn? :D
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:19

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:00)
und da bezahlt der "Besserverdienende" sowohl absolut als auch relativ am meisten Steuern im Bezug auf sein Einkommen.....


Nö nicht bei eurer bescheidenen Definition von Besserverdienern, welche unterste grenze ihr viel zu tief setz.
Aber du hast ja auch schon den umstand mit der höheren Belastung bei höheren Konsumquoten nicht verstanden.
Deine Aussage überrascht mich also ohnehin nicht. :x
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:22

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:15)

diese Zusammenhänge bestreitet doch niemand..

nur EURE abstrusen Ableitungen..


Es gibt keine Ableitungen bei der Buchhaltung.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:28

Adam Smith hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:42)

Wenn einige Unternehmen Darlehen aufnehmen und andere Unternehmen sich verschulden, dann braucht sich der Staat nicht zu verschulden.


Alter deine Unternehmen sind in den Kurven drin. Also sieht man doch, dass es nicht reicht. Die Kurve sagt eben aus, dass die große Mehrzahl der Unternehmen Sparer sind und eben keine Darlehen brauchen!
Wenn die Unternehmenskurve durch Unternehmen runtergebracht werden sollte, müsste die Unternehmen so viel Darlehen aufnehmen, wie die anderen Unternehmen sparen.
Unternehmen werden ohnehin nur dann Schulden aufnehmen, wenn es sich investitionstechnisch lohnt, es also eine Nachfrage gibt die befriedigt werden will. Man muss also erst mal wirtschaftliche Realitäten bei den Verbrauchern schaffen, damit das eintritt.

Man kann das Pferd nun mal nicht von hinten aufzäumen.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:32

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:01)

speziell die Griechen nicht...


Schwachsinn alle sind gleich schuld.
Es kann keinen dummen Schuldner ohne mindestens genauso dämliche Gläubiger (Kreditgeber) geben.
Zwei Seiten einer Medaille.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:33

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:02)

magst du nicht noch in das 18. Jahrhundert zurück?


Was soll ich da? Urlaub machen und schöne grüße von dir mit in die zukunft zurückbringen?
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:37

Fazer hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:08)

Im wesentlichen ein ziemlich unsinniger Beitrag in der Zeit. Aber du bist offenbar nicht mal bereit, den wirklich zu lesen:


Ähm kann ich nur Postwendent zurück schicken.
Also so wird das nichts. Nächster versuch kumpel. :D


Was beim Spitzensteuersatz meist übersehen wird: Er wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet, sondern nur auf dessen oberen Teil. Der tatsächliche Steuersatz beträgt selbst bei Menschen mit Jahreseinkünften von mehr als fünf Millionen Euro 37 Prozent, wie die Statistiker ermittelt haben.

Will man die Zahlen politisch einordnen, muss man bedenken, dass es sich bei den Spitzenverdienern nicht etwa um besonders fleißige Arbeitnehmer handelt, sondern meist um Selbstständige und Unternehmer . Darunter sind sogar Mittelständler mit Millionenumsätzen, denen ihr Unternehmen persönlich gehört. In ihrem Fall ist die Einkommensteuer in Wahrheit eine Unternehmenssteuer, die sich nach dem erwirtschafteten Gewinn richtet, und keine Steuer auf Arbeit, wie es den Anschein hat.

Bei der Einkommensteuer gibt es für die Gerissenen und Kundigen zahlreiche illegale, halblegale und legale Umgehungsmöglichkeiten. Die Steuer ist, wie der emeritierte Kölner Steuerprofessor Joachim Lang schreibt, »zu einer Dummensteuer degeneriert, die jene am stärksten trifft, die am schlechtesten informiert oder beraten sind oder die der Besteuerung wie zum Beispiel Lohnsteuerzahler am wenigsten ausweichen können«.

Das spiegelt sich in den Zahlen wider. Mehr als die Hälfte der Einkommensteuer wird von Menschen aufgebracht, die weniger als 80.000 Euro im Jahr verdienen. Den größten Teil dieser Steuer zahlt dann doch die Masse.


Bund und Länder nahmen im vergangenen Jahr 489 Milliarden Euro an Steuern ein, davon entfielen nur 159 Milliarden auf die Lohn- und Einkommensteuer, also weniger als ein Drittel. Mit 180 Milliarden Euro brachte die Mehrwertsteuer mehr ein.

Die Mehrwertsteuer zahlt jeder, der etwas kauft. Sie trifft sogar Kinder. Niemand kann ihr ausweichen, denn die Steuer ist in den Preisen enthalten. Für Millionäre gilt derselbe Steuersatz wie für Bettler: 19 Prozent im Allgemeinen, sieben Prozent bei Nahrungsmitteln und einigen anderen Gütern.

Während bei der Einkommensteuer die Gutverdiener stärker herangezogen werden, ist es bei der Mehrwertsteuer umgekehrt. Menschen mit niedrigen Einkommen geben, verglichen mit den Besserverdienenden, einen größeren Teil ihres Geldes aus. Von ihrem Einkommen führen sie deshalb einen höheren Anteil in Form der Mehrwertsteuer ab als Reiche, die einen Teil ihres Geldes nicht benötigen und sparen können.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Fazer » Di 20. Sep 2016, 00:20

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:37)

Ähm kann ich nur Postwendent zurück schicken.
Also so wird das nichts. Nächster versuch kumpel. :D


Was beim Spitzensteuersatz meist übersehen wird: Er wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet, sondern nur auf dessen oberen Teil. Der tatsächliche Steuersatz beträgt selbst bei Menschen mit Jahreseinkünften von mehr als fünf Millionen Euro 37 Prozent, wie die Statistiker ermittelt haben.

Will man die Zahlen politisch einordnen, muss man bedenken, dass es sich bei den Spitzenverdienern nicht etwa um besonders fleißige Arbeitnehmer handelt, sondern meist um Selbstständige und Unternehmer . Darunter sind sogar Mittelständler mit Millionenumsätzen, denen ihr Unternehmen persönlich gehört. In ihrem Fall ist die Einkommensteuer in Wahrheit eine Unternehmenssteuer, die sich nach dem erwirtschafteten Gewinn richtet, und keine Steuer auf Arbeit, wie es den Anschein hat.

Bei der Einkommensteuer gibt es für die Gerissenen und Kundigen zahlreiche illegale, halblegale und legale Umgehungsmöglichkeiten. Die Steuer ist, wie der emeritierte Kölner Steuerprofessor Joachim Lang schreibt, »zu einer Dummensteuer degeneriert, die jene am stärksten trifft, die am schlechtesten informiert oder beraten sind oder die der Besteuerung wie zum Beispiel Lohnsteuerzahler am wenigsten ausweichen können«.

Das spiegelt sich in den Zahlen wider. Mehr als die Hälfte der Einkommensteuer wird von Menschen aufgebracht, die weniger als 80.000 Euro im Jahr verdienen. Den größten Teil dieser Steuer zahlt dann doch die Masse.


Bund und Länder nahmen im vergangenen Jahr 489 Milliarden Euro an Steuern ein, davon entfielen nur 159 Milliarden auf die Lohn- und Einkommensteuer, also weniger als ein Drittel. Mit 180 Milliarden Euro brachte die Mehrwertsteuer mehr ein.

Die Mehrwertsteuer zahlt jeder, der etwas kauft. Sie trifft sogar Kinder. Niemand kann ihr ausweichen, denn die Steuer ist in den Preisen enthalten. Für Millionäre gilt derselbe Steuersatz wie für Bettler: 19 Prozent im Allgemeinen, sieben Prozent bei Nahrungsmitteln und einigen anderen Gütern.

Während bei der Einkommensteuer die Gutverdiener stärker herangezogen werden, ist es bei der Mehrwertsteuer umgekehrt. Menschen mit niedrigen Einkommen geben, verglichen mit den Besserverdienenden, einen größeren Teil ihres Geldes aus. Von ihrem Einkommen führen sie deshalb einen höheren Anteil in Form der Mehrwertsteuer ab als Reiche, die einen Teil ihres Geldes nicht benötigen und sparen können.


Du hast es immer noch nicht kapiert.

Der Spitzensteuersatz ist bei einem Single ab ca 53.000 Euro zu versteuernden Einkommen zu zahlen. Die "Besserverdienenden" zahlen insoweit mehr Einkommensteuer als Geringverdiener, da kann der Zeit Beitrag noch so viel Unsinn von Selbständige erzählen wie er will. 53.000 Euro verdienen schon viele Facharbeiter.

Wenn aufgrund steigender Lebenshaltungskosten der Grundfreibetrag steigt, dann wirkt sich das für jemand, der den Spitzensteuersatz zahlt, mit dem Grenzsteuersatz aus, nicht dem Durchschnittssteuersatz. Das ist auch richtig so, denn diese Person zahlt mehr Steuern als jemand, der darunter liegt. Aber die linken Parteien scheuen die Entlastung der angeblichen "Besserverdienenden" wie der Teufel das Weihwasser. Deswegen sind sie nicht bereit, die schlicht sinnvolle und richtige Anpassung des Verlaufs des Einkommensteuertarifes anzupassen. Reine linke Neiddebatte.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon pikant » Di 20. Sep 2016, 07:26

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 22:36)

Wir haben ein akutes Iportdefizit. Das muss beseitigt werden so oder so bzw. es wird so oder so beseitigt werden, wenn die Marktlogik es von außen erzwingt.
Wenn man nicht direkt in die Wirtschaft eingreifen will, bleibt nur eines. Staatliche Investition!
Das Geld kann man sich bei den Steuerzahlern hohlen
oder man schreibt es auf das Konto Staatsverschuldung.

Der Staat bestimmt letztlich für wenn es wie schmerzhaft wird. Wenn der Markt die Umkehr der deutschen Wirtschaftspolitik erzwingt, das wird quasi sehr kurzfristig mit heftigen Folgen vonstattengehen, trifft es alle hart und die unteren 50% am härtesten, inklusive mehr Staatsverschuldung um die Rezession abzumildern. In dem anderen Fall trifft es die Unternehmen, allerdings haben sie zeit sich anzupassen.


das hoert sich nicht gut an!
ich lehne Steuererhoehungen bei dieser Wirtschaftslage ab - man sollte eher entlasten.
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 20. Sep 2016, 07:41

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:09)

Ich brauche nichts zu interpretieren Lohnzuwachs = Produktivitätszuwachs + Inflationsrate



das ist DEINE Definition

nur ist die völlig sinnfrei- wenn sich die "Einsatzmittel" verändern...
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Re: Hohe Steuer- und Abgabenlast in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Di 20. Sep 2016, 07:44

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:37)

Ähm kann ich nur Postwendent zurück schicken.
Also so wird das nichts. Nächster versuch kumpel. :D


Was beim Spitzensteuersatz meist übersehen wird: Er wird nicht auf das gesamte Einkommen angewendet, sondern nur auf dessen oberen Teil. [b]Der tatsächliche Steuersatz beträgt selbst bei Menschen mit Jahreseinkünften von mehr als fünf Millionen Euro 37 Prozent, wie die Statistiker ermittelt haben.


. [/b]



die Einkommenssteuer wird auf das "zu versteuernde Einkommen" bezahlt

und nicht auf "Einkünfte"

daher sind diese 37% natürlich einfach nicht den Fakten entsprechend- einfaches Nachrechnen genügt

Es sind dann ca 47%
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