Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 7. Mär 2018, 15:23

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:17)
Völliger Blödsinn. Die "Bankenrettung" (gerettet wurde nur eine staatliche Bank, die WestLB, die HRE wurde abgewickelt) hat Deutschland 15,8 Milliarden gekostet.

Nach meinem Kenntnisstand kostet allein das aktuell grad abgeschlossene Finanzabenteuer "HSH Nord" den Steuerzahler unterm Strich rund 13 MIlliarden Euro.
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Skull » Mi 7. Mär 2018, 15:28

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:17)

Ein vernünftiges Land würde die folgenden Schritte unternehmen:
- Abschaffung des Kündigungsschutzes
- Massive Senkung der Steuern
- Massives Einschränkung des Betriebsverfassungsgesetztes
-Keine Sozialleistungen für Migranten
- ALG1 nur 6 Monate damit man sich nicht in der Arbeitslosigkeit einrichtet
- Sofortige Sanktionierung auf 0 wenn Jobs abgelehnt werden

Von diesen Punkten würde jemand mit Vernunft ... kaum bis gar nichts an Schritten unternehmen...

In welcher Eelt lebst Du eigentlich ? :D

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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Skull » Mi 7. Mär 2018, 15:30

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:23)

Nach meinem Kenntnisstand kostet allein das aktuell grad abgeschlossene
Finanzabenteuer "HSH Nord" den Steuerzahler unterm Strich rund 13 MIlliarden Euro.

Und ?

DIE, die den Einflusss des Staates erhöhen wollen,
müssen sich da ja fragen, warum die STAATLICHEN Banken den Steuerzahler soviel gekostet haben.

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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Boracay » Mi 7. Mär 2018, 15:43

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:23)

Nach meinem Kenntnisstand kostet allein das aktuell grad abgeschlossene Finanzabenteuer "HSH Nord" den Steuerzahler unterm Strich rund 13 MIlliarden Euro.


Nein, momentan ist das völlig unklar, gekostet hat die Rettung der staatlichen Bank (lustig das in der Liste fast nur staatliche Banken auftauchen) noch gar nix.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finanzmar ... pruchnahme
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Boracay » Mi 7. Mär 2018, 15:45

Skull hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:28)

Von diesen Punkten würde jemand mit Vernunft ... kaum bis gar nichts an Schritten unternehmen...


Geht es der Schweiz so schlecht? Da gilt das bereits..... Oder Dänemark, das soziale Paradies. Da wirst sofort auf 0 sanktioniert. Nur werden in allen Ländern staatliche Leistungen an Ausländer gezahlt was ein großer Fehler ist. Hierzu sollte man wie in den meisten Länder nach dem Ende der Versicherungsleistung ALG1 entsprechend abschieben.
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 7. Mär 2018, 15:45

Skull hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:30)

Und ?

DIE, die den Einflusss des Staates erhöhen wollen,
müssen sich da ja fragen, warum die STAATLICHEN Banken den Steuerzahler soviel gekostet haben.

mfg

Wären diese Bankgeschäfte (egal ob staatlich oder privat) transparent und von den wählenden Bürgern zu durchschauen, käme es ja möglicherweise nicht zu solchen Verlusten. Ich für mich persönlich muss ehrlich zugeben: Ich durchschaue nicht, was da läuft. Es ist mir zu hoch. Ich kann mir noch so oft eine Ursachenanalyse für das Scheitern der HSH Nordbank durchlesen. Worin so etwas wie "Die Finanztransaktion 'Omega 55'" eigentlich besteht, begreife ich einfach nicht. Oder warum eigentlich die Deutsche Bank. um auch mal eine private zu nennen, überall auf der Welt in Strafprozesse verwickelt ist.
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Skull » Mi 7. Mär 2018, 16:11

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:45)

Geht es der Schweiz so schlecht? Da gilt das bereits..... Oder Dänemark, das soziale Paradies. Da wirst sofort auf 0 sanktioniert. Nur werden in allen Ländern staatliche Leistungen an Ausländer gezahlt was ein großer Fehler ist. Hierzu sollte man wie in den meisten Länder nach dem Ende der Versicherungsleistung ALG1 entsprechend abschieben.

Lese mal Deine Beiträge. Und lese mal selbst ... EXAKT Deine Beiträge.
Und EXAKT "Deine Schritte"...

Die Bundesrepublik Deutschland sind weder DK noch CH.

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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Skull » Mi 7. Mär 2018, 16:13

schokoschendrezki hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:45)

Wären diese Bankgeschäfte (egal ob staatlich oder privat) transparent und von den wählenden Bürgern zu durchschauen, käme es ja möglicherweise nicht zu solchen Verlusten. Ich für mich persönlich muss ehrlich zugeben: Ich durchschaue nicht, was da läuft.

Ich schon. Ist aber nicht hier das Thema.

Wenn Politiker (der Staat) der Meinung ist, man müsste mit den Grossen "mitspielen"... dann passiert so etwas.

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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Mär 2018, 17:20

rain353 hat geschrieben:(28 Feb 2018, 11:09)

Die Entwicklung deren Wirtschaft wird durch unseren Subventionen massiv gebremst, dass z.B. Kinder auch arbeiten müssen, leider... Sollen die etwa verhungern???

Und es ist nicht so, dass man einfach Regelungen zum Arbeitsschutz erlassen muss und schon sind alle Probleme gelöst....


Seltsame Ansicht. Überall da wo keine Kinderarbeit existiert ist dies so weil Kinderarbeit verboten wurde. Überall wo dies der freie Markt regelt existiert Kinderarbeit, in einer Form die man nur Sklaverei nennen kann. Die reine Marktwirtschaft ist so. Brutal und schonungslos. Viele ahnen nicht mal was sie verlieren könnten wenn sie die freie Marktwirtschaft fordern. Ganz einfach weil sie es nicht einschätzen können.
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Re: Re:

Beitragvon Boracay » Mi 7. Mär 2018, 17:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Mar 2018, 17:20)
Seltsame Ansicht. Überall da wo keine Kinderarbeit existiert ist dies so weil Kinderarbeit verboten wurde.


Das ist falsch. Meist existiert diese in Kleinbauerei (die eigenen Kinder sind da die billigsten Arbeitskräfte) und in der dritten Welt. Bereits in Schwellenländern hast du keine Kinderarbeit mehr, völlig unabhängig von Verboten. Dort greift zum einen eine Schulpflicht zum anderen bringen Schulen auch mehr Kohle hinterher.
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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 7. Mär 2018, 18:02

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 17:53)

Das ist falsch. Meist existiert diese in Kleinbauerei (die eigenen Kinder sind da die billigsten Arbeitskräfte) und in der dritten Welt. Bereits in Schwellenländern hast du keine Kinderarbeit mehr, völlig unabhängig von Verboten. Dort greift zum einen eine Schulpflicht zum anderen bringen Schulen auch mehr Kohle hinterher.


Lachhaft. Ein Schwellenland wie Indien ist voll mit Kinderarbeitern. Nenne mir doch mal ein Schwellenland ohne Kinderarbeit.
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Re: Re:

Beitragvon Boracay » Mi 7. Mär 2018, 20:06

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Mar 2018, 18:02)

Lachhaft. Ein Schwellenland wie Indien ist voll mit Kinderarbeitern. Nenne mir doch mal ein Schwellenland ohne Kinderarbeit.


Ohne wird es nicht geben, auch nicht in Deutschland. Hier ist es auch in der Landwirtschaft völlig üblich das auf dem Hof mit geholfen wird. In Fabriken siehst du in China schon ewig lange keine Kinderarbeit mehr. Da ist es bereits ein riesen "Compliance" Thema für westliche Firmen wenn ein 16jähriger in einer Fabrik angetroffen wird was wiederum in Deutschland völlig üblich ist. Selbst die ärmsten verhätscheln ihrer Kinder. Das gilt für viele der Schwellenländer wie Brasilien, Tschechien, Korea, Taiwan,.... überall zählst Schuldbildung.

Mein Fehler Indien nicht zu den Schwellenländern zu zählen, ist eigentlich ein Entwicklungsland aber per MSCI Definition ein Schwellenland wie Korea oder Polen.
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Re: Re:

Beitragvon franktoast » Do 8. Mär 2018, 08:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Mar 2018, 17:20)

Seltsame Ansicht. Überall da wo keine Kinderarbeit existiert ist dies so weil Kinderarbeit verboten wurde. Überall wo dies der freie Markt regelt existiert Kinderarbeit, in einer Form die man nur Sklaverei nennen kann. Die reine Marktwirtschaft ist so. Brutal und schonungslos. Viele ahnen nicht mal was sie verlieren könnten wenn sie die freie Marktwirtschaft fordern. Ganz einfach weil sie es nicht einschätzen können.


Wenn es erlaubt wäre, würdest du deinen 10-jährigen Sohn von der Schule auf die Werkbank schicken? Kinderarbeit existiert da, wo die Produktivität so gering ist, dass es schlichtweg Sinn macht. Macht es da Sinn, das Kind hungrig in die Schule zu schicken oder in die Schwarzarbeit? Oder macht es Sinn, die Produktivität zu erhöhen?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon franktoast » Do 8. Mär 2018, 08:11

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:45)

Geht es der Schweiz so schlecht? Da gilt das bereits..... Oder Dänemark, das soziale Paradies. Da wirst sofort auf 0 sanktioniert. Nur werden in allen Ländern staatliche Leistungen an Ausländer gezahlt was ein großer Fehler ist. Hierzu sollte man wie in den meisten Länder nach dem Ende der Versicherungsleistung ALG1 entsprechend abschieben.

Wenn ein Land reich ist, hat das nicht unbedingt was mit der Wirtschafts- bzw. Sozialpolitik zu tun. Die Schweiz (Vermögenssteuer) oder Dänemark (hohe Steuern) haben entsprechend andere Regeln. Man kann sich nicht aus einem Land die Lieblingspunkte rauspicken und die blöden Punkte nicht und sagen, dass es dann funktioniert.
Kleine Länder wie HongKong, Singapur, Schweiz haben zudem oft niedrige Steuersätze, was Unternehmen anlockt und den Wohlstand genau deswegen hebt. Hätte jeder diese niedrigen Steuern würde ein Vorteil für diese wegfallen.

Nichtsdestotrotz bin ich natürlich für mehr Marktwirtschaft = mehr Basisdemokratie. Es führt schlichtweg zu einer besseren Steuern der Ressourcen, zu besseren Anreizen.
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Re: Re:

Beitragvon rain353 » Do 8. Mär 2018, 12:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Mar 2018, 17:20)

Seltsame Ansicht. Überall da wo keine Kinderarbeit existiert ist dies so weil Kinderarbeit verboten wurde. Überall wo dies der freie Markt regelt existiert Kinderarbeit, in einer Form die man nur Sklaverei nennen kann. Die reine Marktwirtschaft ist so. Brutal und schonungslos. Viele ahnen nicht mal was sie verlieren könnten wenn sie die freie Marktwirtschaft fordern. Ganz einfach weil sie es nicht einschätzen können.



Du bist ja dafür den Konzernen fette Subventionen zu gewähren.... So findet eine Umverteilung von unten nach oben statt, da sich so erst Monopole und Kartelle sehr leicht bilden können und so die Lohnkonkurenz und der Wettbewerb geschwächt werden..

Unter Erhard gab es übrigens eine freie Marktwirtschaft und Kinderarbeit war gar nicht nötig, weil das Wachstum schon besonders in den Boom-Jahren so fortgeschritten war, dass dies nicht nötig gewesen wäre..
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Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon pikant » Do 8. Mär 2018, 12:45

klares Ja - wir leben in einer Marktwirtschaft, wo der Staat die gesetzlichen Vorgaben macht, in welchem Rahmen sich der Markt zu bewegen hat.
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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Mär 2018, 15:15

Boracay hat geschrieben:(07 Mar 2018, 20:06)

Ohne wird es nicht geben, auch nicht in Deutschland. Hier ist es auch in der Landwirtschaft völlig üblich das auf dem Hof mit geholfen wird. In Fabriken siehst du in China schon ewig lange keine Kinderarbeit mehr. Da ist es bereits ein riesen "Compliance" Thema für westliche Firmen wenn ein 16jähriger in einer Fabrik angetroffen wird was wiederum in Deutschland völlig üblich ist. Selbst die ärmsten verhätscheln ihrer Kinder. Das gilt für viele der Schwellenländer wie Brasilien, Tschechien, Korea, Taiwan,.... überall zählst Schuldbildung.

Mein Fehler Indien nicht zu den Schwellenländern zu zählen, ist eigentlich ein Entwicklungsland aber per MSCI Definition ein Schwellenland wie Korea oder Polen.


Weißt. Es faszinierend wie du Probleme einfach kalt lächelnd als nicht existent erklärst. Und dann tust du noch so als gäbe es hier Kinderarbeit und in China nicht. [Mod:,editiert] Für Minderjährige gibt es in Deutschland sehr strenge Jugendschutzauflagen. Und fast alle halten sich auch daran! Meistens geht es um Taschengeldjobs oder eben Ausbildung. Das hat mit dem was man unter Kinderarbeit versteht nichts zu tun.

Indien ist Schwellenland und es exportiert mittlerweile mehr als Italien. Es ist ein Schwellenland und es gibt Kinderarbeit. Und über China gibt es keine offiziellen Zahlen. Deine Behauptung hat also gar keine Substanz. Allerdings gibt es Kinderschutzorganisationen die Kinderarbeit in China und im Rest der Welt im Auge haben. Da kannst du dich ja mal informieren. Da kann man sehr schön sehen: Je ungeregelter die Marktwirtschaft, je weniger staatlicher Schutz desto brutaler die Arbeitsbedingungen, desto mehr Kinderarbeit. Das ist die Wirklichkeit und nicht der abgehobene Scheiß den du hier verbreitest.
http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/ ... ien/china/
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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Mär 2018, 15:17

rain353 hat geschrieben:(08 Mar 2018, 12:43)

Du bist ja dafür den Konzernen fette Subventionen zu gewähren.... So findet eine Umverteilung von unten nach oben statt, da sich so erst Monopole und Kartelle sehr leicht bilden können und so die Lohnkonkurenz und der Wettbewerb geschwächt werden..

Unter Erhard gab es übrigens eine freie Marktwirtschaft und Kinderarbeit war gar nicht nötig, weil das Wachstum schon besonders in den Boom-Jahren so fortgeschritten war, dass dies nicht nötig gewesen wäre..

Erzähl mir mal wo ich für fette Subventionen an Konzerne bin. Das ist mir nämlich neu. Also! Bitte keine Fake-News verbreiten.
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Re: Re:

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Mär 2018, 15:22

franktoast hat geschrieben:(08 Mar 2018, 08:04)

Wenn es erlaubt wäre, würdest du deinen 10-jährigen Sohn von der Schule auf die Werkbank schicken? Kinderarbeit existiert da, wo die Produktivität so gering ist, dass es schlichtweg Sinn macht. Macht es da Sinn, das Kind hungrig in die Schule zu schicken oder in die Schwarzarbeit? Oder macht es Sinn, die Produktivität zu erhöhen?


Darum muß der Staat dies regeln. Dies hat schon Preussen haben die Kinderarbeit 1839 eingeschränkt. Nur ein Anfang und nicht konsequent. Aber ein Anfang. Und es zeigt daß es geht.
Man hätte auch weiterhin der Logik folgen können der du folgst.
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Re: Re:

Beitragvon rain353 » Do 8. Mär 2018, 17:16

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Mar 2018, 15:22)

Darum muß der Staat dies regeln. Dies hat schon Preussen haben die Kinderarbeit 1839 eingeschränkt. Nur ein Anfang und nicht konsequent. Aber ein Anfang. Und es zeigt daß es geht.
Man hätte auch weiterhin der Logik folgen können der du folgst.


Und wieso haben die es dann nicht komplett abgeschafft, wenn sie es schon teilweise abschaffen?????

Kann ich dir sagen, weil sonst viele Familien verhungert wären, weil das Einkommen der Eltern nicht ausreichte, um über die Runden zu kommen...
Die waren leider darauf angewiesen, dass ihre Kinder arbeiteten, was mit dem Wirtschaftswachstum und dem Wandel(=> Steigerung der Löhne) absank, bis man dann endgültig der Kinderarbeit verbieten konnte

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