Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Moderator: Moderatoren Forum 1

Hamilton
Beiträge: 1465
Registriert: Fr 5. Sep 2014, 21:06

Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Hamilton » Sa 23. Jan 2016, 15:56

Diese Frage stellt man sich, wenn man bedenkt, dass es immer mehr Regulierungen in der Wirtschaft geben soll. Daher die Frage: Ist das noch eine Marktwirtschaft?
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 6090
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon unity in diversity » Sa 23. Jan 2016, 16:18

Es ist mehr und mehr eine sozialistische Kommandowirtschaft, kreiert und designed von den Kommissaren aus Brüssel.
Wie konnte man nur diesen verhaßten und verräterische Begriff hoffähig machen.
Das stinkt ja geradezu nach EUdSSR.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13450
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Teeernte » Sa 23. Jan 2016, 16:25

Ob nun DIREKTE Bestechung oder der Umweg "Regulierung" durch Lobbyisten - es ist eine SCHWÄCHE des Staates -

Auf dem Markt stehen Politiker die man kaufen kann. (Grad hat die Versicherungswirtschaft da ein paar gekauft.. Allianz Titel sollten STEIGEN !)

Regulierung tritt hier zum SCHUTZ von Einzelinteressen auf.

Beispiel Mobilfunk Regulierung = JEDER Betreiber Muss ausserhalb von Gebäuden die Sendeanlage/Antenne selbst betreiben.

Technisch würde eine Sendeanlage mit Antennen - (so wie in JEDEM KAUFHAUS , Jedem Flugplatz , jeder (U) Bahnstation.....) ausreichen.

Das haben die Hersteller (Siemens, No.....) mal so gewünscht. Deshalb gibt es viele Türme, Maste und Sendeanlagen.... höhere Preise ....

>> und die Telekom muss "Keinen" mit auf ihre Anlage nehmen....<< (Extra "Kolokation" anmieten ...) flüster.... Damit wird auf LANGE SICHT das "Monopol" der Telekom gehalten...

Die AmeisenARMEE der Mobilfunker schafft nebenbei den Markt von Bauingenieuren, Stahlbauern, Statikern, ......

Dass nun (Fast) die gesamte Technik aus China kommt mit unterschiedlichen Etiketten - lässt die Politik die einmal gefasste Meinung nicht neu denken....

Die Minimierung der Strahlung wär ein Nebeneffekt genau wie eine Minimierung des Stromverbrauches des gesamten SEKTORS auf ein Drittel.. - falls das hier doch ein begrünter liest....falls CO2 Vermeidung wirklich ein Ziel sein sollte..... (Aufbau , Betrieb Wartung...Rückbau, Umbau)

Der Kunde jedenfalls hätte NUR VORTEILE.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 51138
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon zollagent » Sa 23. Jan 2016, 18:45

Eine reine Marktwirtschaft war sie nie. Und sollte es von Anfang an nicht sein. Der Markt ist das bestimmende Element in den wesentlichen Vorgängen, Der Staat greift aber ein, wo Marktbedingungen zu gesellschaftlichen Problemen führen können.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Skull
Vorstand
Beiträge: 18017
Registriert: Do 12. Apr 2012, 21:22
Benutzertitel: woaussie
Wohnort: NRW
Kontaktdaten:

Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Skull » Mo 26. Feb 2018, 20:48

Guten Abend,

hier das Angebot der Moderation, über das Thema Marktwirtschaft zu diskutieren.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
rain353
Beiträge: 661
Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon rain353 » Mo 26. Feb 2018, 20:49

Hamilton hat geschrieben:(23 Jan 2016, 15:56)

Diese Frage stellt man sich, wenn man bedenkt, dass es immer mehr Regulierungen in der Wirtschaft geben soll. Daher die Frage: Ist das noch eine Marktwirtschaft?


Nein, da schon allein die Staatsquote über 50% ist, was für Kohl damals Sozialismus gewesen ist...
Erhard warnte schon immer vor dem Wohlfahrtstaat, was für ihn das unsozialste überhaupt war.... Viele CDUler differenzieren wie verrückt von Erhard, denn er war ja selbst ein Liberal-Konservativer...
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12244
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Dampflok94 » Di 27. Feb 2018, 15:24

rain353 hat geschrieben:(26 Feb 2018, 16:26)

Dir ist schon klar, dass Erhard gegen den Begriff soziale Marktwirtschaft war, da die Marktwirtschaft per se für ihn sozial war..... Zu Recht!!

Ich glaube nicht, daß Erhard so blöd war dies zu glauben. Marktwirtschaft ist nicht eigentlich sozial, siehe Frühkapitalismus.

Marktwirtschaft kennt Gewinner und Verlierer. Und für letztere ist das alles andere als sozial.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12244
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Dampflok94 » Di 27. Feb 2018, 15:30

zollagent hat geschrieben:(23 Jan 2016, 18:45)

Eine reine Marktwirtschaft war sie nie.

Völlig richtig. Die gab es auch noch nie und nirgendwo. Und das wird wohl auch so bleiben. Es sei denn der feuchte Traum einiger Anarcho-Liberaler wird war. Aber dann werden die merken, daß das Ergebnis erst recht keine MArktwirtschaft mehr sein wird.

Wir haben jedenfalls eine. Wenn auch eine die sich sozial nennt, auch wenn sie dieses Versprechen nicht mehr komplett einlöst.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
rain353
Beiträge: 661
Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon rain353 » Di 27. Feb 2018, 17:46

Dampflok94 hat geschrieben:(27 Feb 2018, 15:24)

Ich glaube nicht, daß Erhard so blöd war dies zu glauben. Marktwirtschaft ist nicht eigentlich sozial, siehe Frühkapitalismus.

Marktwirtschaft kennt Gewinner und Verlierer. Und für letztere ist das alles andere als sozial.


Gibt es noch Kinderarbeit, gibt es noch wie mitten der industrielle Revolution sehr schwere Arbeiten??(wie 1890, der Markt hat sich selber reguliert) Durch Wachstum und Entwicklung der Wirtschaft während der Erhard-Ära nahmen auch die Löhne rasant zu...
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12244
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re:

Beitragvon Dampflok94 » Mi 28. Feb 2018, 10:04

rain353 hat geschrieben:(27 Feb 2018, 17:46)

Gibt es noch Kinderarbeit, gibt es noch wie mitten der industrielle Revolution sehr schwere Arbeiten??(wie 1890, der Markt hat sich selber reguliert) Durch Wachstum und Entwicklung der Wirtschaft während der Erhard-Ära nahmen auch die Löhne rasant zu...

Was hat sich der Markt? Selbst reguliert? Der ist gesetzlichen Bestimmungen gefolgt. Ohne z. B. den Regelungen zum Arbeitsschutz würde es heute noch ein vielfaches an echten Arbeitsunfällen geben. Schau dir Länder an, wo es derartige Regelungen nicht gibt.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
rain353
Beiträge: 661
Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: Re:

Beitragvon rain353 » Mi 28. Feb 2018, 11:09

Dampflok94 hat geschrieben:(28 Feb 2018, 10:04)

Was hat sich der Markt? Selbst reguliert? Der ist gesetzlichen Bestimmungen gefolgt. Ohne z. B. den Regelungen zum Arbeitsschutz würde es heute noch ein vielfaches an echten Arbeitsunfällen geben. Schau dir Länder an, wo es derartige Regelungen nicht gibt.


Die Entwicklung deren Wirtschaft wird durch unseren Subventionen massiv gebremst, dass z.B. Kinder auch arbeiten müssen, leider... Sollen die etwa verhungern???

Und es ist nicht so, dass man einfach Regelungen zum Arbeitsschutz erlassen muss und schon sind alle Probleme gelöst....
KarlRanseier
Beiträge: 1269
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:43

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon KarlRanseier » Do 1. Mär 2018, 01:24

Der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist marginal:
Im Sozialismus wird die Wirtschaft verstaatlicht und dann zerstört.
Im Kapitalismus wird die Wirtschaft zerstört und dann verstaatlicht.

Diese Erkenntnis ist leider nicht von mir, habe das irgendwo gehört. Aber es stimmt weitgehend.

Wir haben in Deutschland eine Mischform: Kapitalismus für den Pöbel, Sozialismus für Systemrelevante. Das ist für den Pöbel recht teuer...
Benutzeravatar
BlueMonday
Beiträge: 1621
Registriert: Mo 14. Jan 2013, 17:13

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon BlueMonday » Do 1. Mär 2018, 13:28

Markt ist es, wenn Menschen freiwillig Leistungen und Güter tauschen. Das gab es schon immer und wird es hoffentlich auch weiterhin geben. Der Tausch ist die wesentliche Grundoperation einer zivilisierten Gesellschaft, die sich entwickeln will. Sie ermöglicht die spontane Bildung von übergeordneter Struktur, wie von einer "unsichtbaren Hand" (Adam Smith) aber nur scheinbar "top down" erzeugt. Diese Struktur ist dabei immer Ergebnis, sie ist nicht Voraussetzung für dieses Benehmen. Sie kann, wenn sie sich bewährt, sicherlich für zukünftige Handlungen als "Rahmen" dienen. Die menschliche Sprache ist so entstanden, das Geld und andere wichtige gesellschaftliche Instititutionen.

Die gegensätzliche Strategie ist das "politische Mittel" (Franz Oppenheimer), also das gegenleistungslose Nehmen, Abgreifen, Rauben, Stehlen, Ergaunern ... von Gütern und Leistungen ohne die Zustimmung und Ablehnungsmöglichkeit des Gegenübers. Diese Strategie ist sicherlich begrenzt, denn wenn alle zum Räuber oder Dieb werden und nur noch "umverteilt" werden soll, gibt es niemanden mehr, der etwas produziert, das geraubt werden könnte. Meist entsteht dabei eine -wie es Anthony de Jasay nannte- "churning society", eine Umrührgesellschaft, bei der praktisch jeder dem anderen in die Brieftasche greift und sich bemüht auf Kosten des anderen zu leben. "Linke Tasche, rechte Tasche", ein großes Umverteilen mit viel Reibungsverlusten und Verwerfungen...

Beide Arten sich zu verhalten gibt es in unserer derzeitigen Gesellschaft. Übergänge fließend. Ganz klar und unverblümt tritt das politische Mittel in Gestalt des Abgaben eintreibenden Staates oder des "Gebührenservice" von ARD und ZDF auf. Das politische Mittel hat einen recht hohen Durchdringungsgrad. Aber wie gesagt, dem sind Grenzen gesetzt. Denn das produktive, erbeutbare Potential einer Gesellschaft ist erschöpflich. Irgendwann kippt die ganze Veranstaltung, wenn die Anreize produktiv zu sein, zu sehr belastet oder gar zerstört sind, wenn es großen Teilen einer Gesellschaft nur noch darum geht, per politischen Mittel Einkommen in ihre Richtung umzulenken.
But who would build the roads?
Benutzeravatar
Der Neandertaler
Beiträge: 1401
Registriert: Sa 12. Jul 2008, 02:48
Benutzertitel: Experimentální králíci

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Der Neandertaler » Do 1. Mär 2018, 14:53

Hallo Hamilton.
Hamilton hat geschrieben:Diese Frage stellt man sich, wenn man bedenkt, dass es immer mehr Regulierungen in der Wirtschaft geben soll. Daher die Frage: Ist das noch eine Marktwirtschaft?
Als was würdest Du sie denn bezeichnen?

Selbstverständlich ist dies eine Marktwirtschaft - nur der, der genau das Gegenteil haben möchte, würde dies "eine sozialistische Kommandowirtschaft" - um siezu diskreditieren ... und so zu eventuellen Alternativen aufzufordern. Die Alternative zu einer Marktwirtschaft wäre eine Planwirtschaft. Eine Marktwirtschaft kann aber vielschichtig aussehen.

Ludwig Erhard bezog sich im Wesentlichen auf die Freiburger Schule. Walter Eucken war deren Vordenker und vertrat den Ordoliberalismus. Erhard nannte seine Umsetzung einer Marktwirtschaft aber nicht Ordoliberalismus, sondern "Soziale Marktwirtschaft" - die Bezeichnung "Soziale Marktwirtschaft" geht auf Alfred Müller-Armack zurück.

Schon Walter Eucken plädierte für einen Staat, der oberhalb der Wirtschaft angesiedelt ist - der also (soziale) Rahmenbedingungen schafft und bestimmt, in dem sich (markt-) Wirtschaft bewegen darf oder muß.

Laut Lissaboner Vertrag strebt selbst die Europäische Union eine "wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft" an. Man kann darin eine "Kommandowirtschaft" sehen - JA!
    ... sogar "eine soziale Kommandowirtschaft"
      ... aber "eine sozialistische Kommandowirtschaft"?
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
Voight-Kampff
Beiträge: 242
Registriert: Di 13. Jun 2017, 17:39

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Voight-Kampff » Fr 2. Mär 2018, 20:11

Hamilton hat geschrieben:(23 Jan 2016, 15:56)

Diese Frage stellt man sich, wenn man bedenkt, dass es immer mehr Regulierungen in der Wirtschaft geben soll. Daher die Frage: Ist das noch eine Marktwirtschaft?

Inwiefern siehst du Regulierungen im Gegensatz zur Markwirtschaft?
GLÜ2010
Beiträge: 155
Registriert: Di 15. Mär 2011, 13:48

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon GLÜ2010 » Sa 3. Mär 2018, 12:41

Marktwirtschaft ? Für mich stellt sich vor ALLEM die Frage , haben wir eine Soziale-Marktwirtschaft wie sie z.B. Erhardt anstrebte .

Siehe : Der Neandertaler :

Ludwig Erhard bezog sich im Wesentlichen auf die Freiburger Schule. Walter Eucken war deren Vordenker und vertrat den Ordoliberalismus[/b]. Erhard nannte seine Umsetzung einer Marktwirtschaft aber nicht Ordoliberalismus, sondern "[b]Soziale Marktwirtschaft" - die Bezeichnung "Soziale Marktwirtschaft" geht auf Alfred Müller-Armack zurück.
Schon Walter Eucken plädierte für einen Staat, der oberhalb der Wirtschaft angesiedelt ist - der also (soziale) Rahmenbedingungen schafft und bestimmt, in dem sich (markt-) Wirtschaft bewegen darf oder muß.


Wenn der Markt sich unter Volkswirschaftlichen-Bedingungen entwickeln soll und nicht nur der obersten Gottheit des NEO-Liberalismus , der (kurzlebigen) ProfitMAXIMIERUNG dienen soll , bedarf er staatl. zum Gemeinwohl festgelegter RAHMEN-Bedingungen , innerhalb derer er sich frei entwickeln kann .
Der Markt regelt sich nämlich nicht von selbst (Neolib.) im Sinne einer blühenden Volkswirtschaft .


Dampflok 94 :
…….. Ohne z. B. den Regelungen zum Arbeitsschutz würde es heute noch ein vielfaches an echten Arbeitsunfällen geben. Schau dir Länder an, wo es derartige Regelungen nicht gibt. …..



Blue Monday :
Denn das produktive, erbeutbare Potential einer Gesellschaft ist erschöpflich. Irgendwann kippt die ganze Veranstaltung, ……. wenn es großen Teilen einer Gesellschaft nur noch darum geht, per politischen Mittel Einkommen in ihre Richtung umzulenken.


Siehe Warren Buffet (Erfolgreichster Investmentunternehmer und 3.reichste Mann der Welt):

https://deinweckruf.wordpress.com/2010/ ... r-reichen/



Der Multimilliardär Warren Buffett sagte zwei Jahre vor(!) der Weltwirtschaftskrise zur New York Times, Zitat:
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
Und dass er das vor der Weltwirtschaftskrise gesagt hat, ist schon bezeichnend, als wüsste er schon, wer für die von Bänkern und anderen reichen Bonzen verursachte Wirtschaftskrise in Wirklichkeit büßen muß – richtig, die kleinen Leute!


Siehe auch Georg Shramm : https://www.youtube.com/watch?v=H7S4h4plsS0


Um diese IHRE Ziele durchzusetzen brauchen diese Leute natürlich ein klares Feindbild für die Masse (Wähler) . Z. Zt. sehr beliebt : ´Die Flüchtlinge sind Schuld` . Lenkt wesentlich besser von den eigentlichen Ursachen ab , als eine Fußballweltmeisterschaft . (Von Olympischen-Spielen wollen wir lieber schweigen , da sie zu einer Gelddruckmaschine für eine ähnliche Klientel verkommen sind.)

Die Flüchtlinge verschlingen unser ganzes Geld !!-?


Ist der Großteil unseres Geldes , die Steuern , nicht in den Bankenrettungen verschwunden ; Motto Spekulations-Gewinne in die eigene Tasche Spekulations-Verluste zahlt der Steuerzahler . Er heißt ja auch so .

Löhne subventioniert der Staat dem Arbeitgeber ( Mindestlohn in 3 Legislaturperioden = Weltuntergang ) .

Zeitarbeit zum Lohndumping statt zur gut bezahlten Abdeckung von Auftragsspitzen .

Unbegründete Zeitverträge zur Verunsicherung von Arbeitnehmern ; Nachteil für Staat und Arbeit-Geber , der Arbeit -Nehmer produziert dank seiner Verunsicherung keinen deeuutschstämmigen Nachwuchs mehr und kann nicht genug für seine Rente einzahlen ; usw. , usw. .

Lohn-DAUER-Subventionen , staatliche Rettung maroder Betriebe und Banken usw. , hat das etwas mit Sozialer-Marktwirtschaft zu tun ??

Hat das überhaupt etwas mit Marktwirtschaft zu Tun ?!

Jung-Unternehmer z.B. des Mittelstandes lehnen das mehr ab , als die meisten unserer durchweg neoliberal angehauchten Politiker in den Führungsgremien unserer Parteien . Sie sind ja auch Unternehmer und haften mit IHREM Kapital .
Die Vorstände der großen internationalen Konzerne beziehen Ihre Vergütungen nach der ¼ Jahresbilanz . Verhökern SIE das Tafelsilber fällt die ¼ Jahresbilanz gut aus und somit IHRE Vergütung . Fahren SIE das Unternehmen gegen die Wand , locken Millionen schwere Abfindungen . Von persönlicher Haftung keine Spur .

An unsere Parteien : Ist es denn unchristlich oder für die Christlich-Sozialen zusätzlich unsozial gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu fordern ???


Wer nun hat uns im wesentlichsten in die Sch…. geritten !??

Alles was man braucht , um den kleinen Mann von der Umverteilungsstrategie von Unten nach Oben abzulenken , ist ein solides Feindbild .


Man muß dem Gaul , der einem den Karren ziehen soll , nur die nötigen Scheuklappen mittels Feindbild verpassen , damit er nicht zu seinen so nah am Weg liegenden Weidegründen strebt .

Inzwischen aber dürfte sich hoffentlich herumgesprochen haben , daß man über den Neoliberalismus mit seiner obersten Gottheit der ProfitMAXIMIERUNG nicht zur Sozialen-Marktwirtschaft gelangen kann .


Der braune Neoliberalismus derAFD ist die selbe Sch… nur in braun . Was sich ausgerechnet die sogenannten abgehängten (…. (Parteijargon)) Wähler davon versprechen ist mir ähnlich schleierhaft , wie die Wahl Trumps , eines Milliarden schweren Immobilienspekulanten , durch Sie in den Staaten .

Der Ordo-Liberalismus mag mit ein paar sozialen Zusätzen zur Sozialen-Marktwirtschaft führen .

Last UNS daher lieber nach einem Weg zur Sozialen-Marktwirtschaft suchen , auch wenn sie einige nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr für nötig halten und vom Liberalismus zur Gottheit der Profit-MAXIMIERUNG des Neoliberalismus gewechselt sind .

Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATY


GLÜ2010
rain353
Beiträge: 661
Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon rain353 » So 4. Mär 2018, 18:50

unity in diversity hat geschrieben:(23 Jan 2016, 16:18)

Es ist mehr und mehr eine sozialistische Kommandowirtschaft, kreiert und designed von den Kommissaren aus Brüssel.
Wie konnte man nur diesen verhaßten und verräterische Begriff hoffähig machen.
Das stinkt ja geradezu nach EUdSSR.


Eigentlich wurden Rote_Galaxies Vorstellungen fast von Angela Merkel verwirklicht...
Weiß nur nicht, was für eine Meinung er über die Flüchtlingskrise hat. :D
Orwellhatterecht
Beiträge: 4548
Registriert: Mo 16. Feb 2015, 17:06

Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 7. Mär 2018, 15:00

rain353 hat geschrieben:(27 Feb 2018, 17:46)

Gibt es noch Kinderarbeit, gibt es noch wie mitten der industrielle Revolution sehr schwere Arbeiten??(wie 1890, der Markt hat sich selber reguliert) Durch Wachstum und Entwicklung der Wirtschaft während der Erhard-Ära nahmen auch die Löhne rasant zu...



Also, darauf wäre ich nun nicht gekommen, dass sich der Markt selbst reguliert haben soll. Ich stelle vielmehr fest, und das in zunehmendem Maße, dass der Markt eben viele Dinge selbst nicht regeln kann. Denke da vor allen Dingen an die riesigen Immobilien Spekulationen, die dazu geführt haben, dass vor allem in Ballungsgebieten Wohnraum für immer mehr Menschen unerschwinglich geworden ist, ja, dass sogar die einstigen Bewohner wegziehen müssen, weil sie sich die durch Spekulation immer teurer gewordenen Mieten nicht mehr leisten können. Gilt übrigens auch für die Badeorte an Nord- und Ostsee, immer mehr zeigt die Macht des Marktes vor allem ihr häßlichstes Gesicht!
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
rain353
Beiträge: 661
Registriert: Di 5. Dez 2017, 01:37

Re: Der Kommunismus - Planwirtschaft - Rote_Galaxie Sammelthread

Beitragvon rain353 » Mi 7. Mär 2018, 15:02

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Mar 2018, 15:00)

Also, darauf wäre ich nun nicht gekommen, dass sich der Markt selbst reguliert haben soll. Ich stelle vielmehr fest, und das in zunehmendem Maße, dass der Markt eben viele Dinge selbst nicht regeln kann. Denke da vor allen Dingen an die riesigen Immobilien Spekulationen, die dazu geführt haben, dass vor allem in Ballungsgebieten Wohnraum für immer mehr Menschen unerschwinglich geworden ist, ja, dass sogar die einstigen Bewohner wegziehen müssen, weil sie sich die durch Spekulation immer teurer gewordenen Mieten nicht mehr leisten können. Gilt übrigens auch für die Badeorte an Nord- und Ostsee, immer mehr zeigt die Macht des Marktes vor allem ihr häßlichstes Gesicht!


Natürlich kann man nicht alles selbst regeln... Es war richtig von Erhard , dass er einen Hochpreissektor und gleichzeitig einen Niedriglohnsektor(Währungsreform/Liberalisierung/Abschaffung der Zwangswirtschaft) geschaffen hatte, wordurch die DM zu einer der stärksten Währungen wurde und Deutschland zur stärksten Wirtschafts-und Industrienation der Welt.
Boracay
Beiträge: 3838
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Ist unsere Wirtschaft noch eine Marktwirtschaft?

Beitragvon Boracay » Mi 7. Mär 2018, 15:17

GLÜ2010 hat geschrieben:(03 Mar 2018, 12:41)
Die Flüchtlinge verschlingen unser ganzes Geld !!-? [/b]


Ja, das sind riesige Summen die dafür drauf gehen.

Ist der Großteil unseres Geldes , die Steuern , nicht in den Bankenrettungen verschwunden


Völliger Blödsinn. Die "Bankenrettung" (gerettet wurde nur eine staatliche Bank, die WestLB, die HRE wurde abgewickelt) hat Deutschland 15,8 Milliarden gekostet.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/ba ... 64302.html

Die Flüchtlinge haben alleine 2016 und 2017 43 Milliarden verschlungen, wobei deren Wechsel in Hartz 4 dann gar nicht mehr bei den Kosten mit auftaucht.

Motto Spekulations-Gewinne in die eigene Tasche Spekulations-Verluste zahlt der Steuerzahler . Er heißt ja auch so .


Und was genau haben die Investoren der HRE dabei verdient? Sie haben alles verloren.....

Löhne subventioniert der Staat dem Arbeitgeber


Es gibt keine Vollzeit Aufstocker in Deutschland, es sei denn sie haben eine sehr große Familie.

Wie genau subventioniert der Staat hier? Das ist schlichtweg totaler Blödsinn....

Zeitarbeit zum Lohndumping statt zur gut bezahlten Abdeckung von Auftragsspitzen .


Aufgrund von Mindestlohn keinerlei Subventionierung durch den Staat.

Unbegründete Zeitverträge zur Verunsicherung von Arbeitnehmern


In den meisten anderen Ländern der Welt wie Dänemark, Schweiz, Irland, UK,.... gibt es überhaupt gar keinen Kündigungsschutz und damit quasi nur Leiharbeit.

Nachteil für Staat und Arbeit-Geber , der Arbeit -Nehmer produziert dank seiner Verunsicherung keinen deeuutschstämmigen Nachwuchs mehr und kann nicht genug für seine Rente einzahlen ; usw. , usw. .


Der Anteil der Kinder pro Frau ist seit der Einführung von Hartz 4 gestiegen. Am meisten Kinder pro Frau werden in Irland geboren, Kündigungsschutz gib es dort nicht.

Ein vernünftiges Land würde die folgenden Schritte unternehmen:
- Abschaffung des Kündigungsschutzes
- Massive Senkung der Steuern
- Massives Einschränkung des Betriebsverfassungsgesetztes
-Keine Sozialleistungen für Migranten
- ALG1 nur 6 Monate damit man sich nicht in der Arbeitslosigkeit einrichtet
- Sofortige Sanktionierung auf 0 wenn Jobs abgelehnt werden

Aber stattdessen wird viel umverteilt [Mod: Hetze entfernt]

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste