Kapitalismuskritik und die Realität

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3x schwarzer Kater
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 10. Jul 2018, 09:36

KarlRanseier hat geschrieben:(09 Jul 2018, 23:31)

Die Sache mit den Krediten ist vollkommen absurd. Die Banken verleihen Geld, das sie nicht nur nicht besitzen, sondern es existiert gar nicht!

Ich werde in Zukunft Ferraris verleihen. Ich besitze keinen Ferrari, aber das Geschäftsmodell, Dinge zu verleihen, die man nicht hat, finde ich brilliant! :thumbup:

Der Kunde kann das nicht existierende Fahrzeug ein Jahr lang behalten. Dann muss er es zurückgeben, und da ich ja das Risiko trage, dass ich meinen nicht existierenden Ferrari nicht zurück bekomme, berechne ich "Zinsen". Da ich, im Gegensatz zu den Banken, äußerst bescheiden bin, reicht mir dafür ein Kleinwagen...

Kann der Kunde nach einem Jahr nicht Ferrari zzgl. Kleinwagen "zurückgeben", so haftet der Staat. Bevor ich mein Geschäft eröffne, muss ich allerdings noch von der Bundesregierung bestätigt bekommen, dass ich "systemrelevant" bin, weil mir ansonsten sozialistische Bestandsgarantien nicht zustehen und ich im Falle des "Kreditausfalls" keinen Gewinn mache... Für unrelevanten Pöbel gibt's leider nur Kapitalismus. :(


Mit diesem aus dem "Nichts" geschaffenen Luftgeld kann ich aber bezahlen. Warum? Weil die Bank mit ihrem Eigenkapital dafür geradesteht. Anders ausgedrückt, ich kann mir mit dem Kredit, den ich bei der Bank aufnehmen z.B. einen Ferrari kaufen. Mit diesem Ferrari kann ich tatsächlich auch fahren, was ich mit deinem nichtexistenten "Luftferrari" nicht kann. Und das ist schon mal der wesentliche Unterschied. Wenn ich diesen Ferrari nun bei meiner ersten Ausfahrt schrotte und dabei unglücklicherweise auch noch ums Leben und ich noch dazu kein nennenswertes Vermögen habe, auf dass die Bank zugreifen kann, dann bleibt die Bank auf der Forderung die sie gegenüber mir hat sitzen. Sie kann praktisch nicht mehr eingebracht werden. Das Geld existiert aber weiterhin, jetzt auf dem Konto des Ferrariverkäufers und der kann natürlich frei über den Betrag verfügen. Eine erfolgsneutrale Ausbuchung (Geldvernichtung) der Forderung gegen eine Verbindlichkeit gegenüber mir kann somit nicht mehr stattfinden. Das Geld existiert weiter und die Bank muss den Zahlungsverkehr damit abwickeln. Nachdem die Forderung nun nicht mehr erfolgsneutral (also ohne Gewinn oder Verlust) ausgebucht werden kann, die Forderung aber auch nicht mehr werthaltig ist bleibt nur eins übrig. Die Bank muss in Höhe des Kreditbetrages einen Verlust realisieren, die Forderung also abschreiben. Das reduziert nun exakt in der Höhe des noch offenen Kreditbetrages den Gewinn der Bank und damit auch das Eigenkapital. Tja und aus dem Eigenkapital werden die Dividenden der Aktionäre ausgeschüttet. Oder anders ausgedrückt. Jeder Kredit der nicht zurückgezahlt werden kann reduziert das Eigenkapital der Bank und verringert damit die Möglichkeiten zu einer Dividendenausschüttung.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Selina » Di 10. Jul 2018, 09:46

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 09:47)

WAS hat das nun mit DEUTSCHLAND zu tun?


Jeder Satz natürlich. Die deutsche Wirtschaftsordnung gehört logischerweise zum globalen Kapitalismus dazu.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon BlueMonday » Di 10. Jul 2018, 09:58

Selina hat geschrieben:(10 Jul 2018, 00:28)

Der leider bereits verstorbene CDU-Mann Heiner Geißler brachte es schon vor Jahren auf den Punkt.

Zitat:

[i]Der Kapitalismus ist genauso falsch wie der Kommunismus

Der Kapitalismus eliminiert die Arbeit und liquidiert die Menschen am Arbeitsplatz. Der Kapitalismus ist genauso falsch wie der Kommunismus.


Das ist doch dieser "Arbeitsfetischismus", den du selber neulich abgelehnt hast ("Recht auf Faulheit").
Darauf muss man erst mal kommen, dass es "falsch" ist, wenn monotone, schwere körperliche Arbeit wegfällt durch Industrialiserung und Automatisierung ("Kapitalismus"). Das schafft man wohl bloß als weltferner Politiker, der nie wirklich hart arbeiten musste.

Es ist schon absurd in Zeiten des Spätetatismus und Maximalinterventionismus so zu tun, als ob es gar keinen "politischen Rhamen" gäbe, keine "makroökonomischen Konzepte". Solche Rezepte gab und gibt es noch und nöcher. Die Welt erstickt förmlich an lauter Rahmen, Umverteilungen, Auflagen und Regelungen. Die Interventionsspiralen laufen heiß mit riesigen Reibungsverlusten und solche Typen faseln was von Selbstheilungskräfte des Marktes. Als ob auf die je gewartet wurden von solchen Politniks. Solche Talkshowtingler und Beifallheischer der Marke Geißler bewegen sich schon am Rande der Volksverhetzung.

Ich meine, was will(wollte) er? Er saß als Politiker ja auf der Spitze eines bereits massiv interventionistischen Mischsystems, mit dem er dann offenbar auch nicht zufrieden war. Übliche Lösung: noch mehr Staat, noch mehr Intervention, noch mehr Verbot, noch mehr Regeln, noch mehr Steuern, noch mehr Umverteilung. Noch mehr vom Falschen. Am Ende kommt man da wieder heraus, wo man schon war: bei der zentralen Planwirtschaft, dem völlig Falschen.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon BlueMonday » Di 10. Jul 2018, 10:15

KarlRanseier hat geschrieben:(09 Jul 2018, 23:31)

Die Sache mit den Krediten ist vollkommen absurd. Die Banken verleihen Geld, das sie nicht nur nicht besitzen, sondern es existiert gar nicht!

. Bevor ich mein Geschäft eröffne, muss ich allerdings noch von der Bundesregierung bestätigt bekommen, dass ich "systemrelevant" bin, weil mir ansonsten sozialistische Bestandsgarantien nicht zustehen und ich im Falle des "Kreditausfalls" keinen Gewinn mache... Für unrelevanten Pöbel gibt's leider nur Kapitalismus. :(


Also bist du für "Kapitalismus" für jedermann und alles, auch für die Geldwirtschaft ? Ist ja schon mal was :thumbup:
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Skull » Di 10. Jul 2018, 11:53

Skull hat geschrieben:(09 Jul 2018, 23:56)

Guten Abend,

wenn die Diskussion nun Richtung GELD gehen sollte, behandel ich das entweder als Spam...
oder verschiebe das in einen anderen Thread. EInen der vielen Geld-Threads.

Guten Tag.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 10. Jul 2018, 12:09

Skull hat geschrieben:(10 Jul 2018, 12:53)

Guten Tag.


Das kann man wohl so nicht trennen.Wenn also der eine oder andere User aufgrund seiner Unkenntnis hier meint, dass das Thema Geldpolitik zum Thema Kapitalismuskritik gehört, dann ist das erstmal in Ordnung. Dazu muss es dann aber auch erlaubt sein zu erklären, was im (Im Gegensatz zum Luftferrarie tatsächlich dahintersteckt.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 12:17

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 10:08)

dir ist nicht klar was ich sagen wollte? lies doch einfach nochmal, dann siehst du was ich zum Thema Waageschale geschrieben hab.


unverständliches "Geblüme"


aber gut, warum nicht. geld ist eine Absprache und wenn die Mehrheit sich an Absprachen hält, dann funktioniert diese Absprache, Vorraussetzung man hält sich dran! und absprachen funktionieren in vielen Variationen, vorrausgesetzt man hält sich eben dran, weil es attraktiv genug ist.



das ist KEINE Antwort auf meine Frage, wo denn nun DEIN "Problem" mit einem NORMIERTEN TAUSCHMITTEL liegt.




ah, da ist er ja der zweite post, ich dachte schon du hättest tatsächlich so wenig von meinen post verstanden. die Scheissjobs... es gibt ja ein paar wenige... die machen die scheissjobs gerne, aber die werden durch kein system gefiltert und sind dann da, wo ihre Fähigkeiten nicht zur Geltung kommen. Deswegen ist doch die Verwirrung so groß. Da war ich doch der Meinung, das es auch eine Schule für alle braucht, mit Leuten, die Fähigkeiten erkennen können.


Wir HABEN bereits in D Bildungssystem, bei dem man "ganz lange" auf die Schule" gehen. ( bis zur Promotion)

WAS willst du daran denn ändern?

Dann gibt es auch noch, für die Berufstätigen , Abendschule, Fernstudium usw.

Und für die Langzeitarbeitslosen "Umschulungen" etc.

Also- WO soll da noch was "ergänzt" werden?
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Occham » Di 10. Jul 2018, 13:07

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 13:17)

unverständliches "Geblüme"

du besitzt einfach keinen Sendersuchlauf :p

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 13:17)





das ist KEINE Antwort auf meine Frage, wo denn nun DEIN "Problem" mit einem NORMIERTEN TAUSCHMITTEL liegt

muss ich mich jetzt witklich ein drittes mal erklären! das normierte tauschmittel geld stimuliert die gier, deswegen funktioniert doch der kapitalismus, weil gier die triebfeder ist. gier ist ein teil von etwas grösseren, nenn es wie du willst, ich nenne es selbstverwirklichung und die waagschale "selbstverwirklichung" schlägt meines erachtens in eine Richtung aus, die für die Entwicklung des Menschen gar nicht gesund ist. für dich gibt es natürlich keine selbstverwirklichung, wenn du eine firma hast, willst du einfach nur menschen die für dich arbeiten und wenn sie gut sind dann für immer. da bist du in diesem forum mit sicherheit schon auf viel wiederstand gestoßen, mit Burnout hat man es dir sicherlich auch schon erklärt.
Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 13:17)






Wir HABEN bereits in D Bildungssystem, bei dem man "ganz lange" auf die Schule" gehen. ( bis zur Promotion)

WAS willst du daran denn ändern?

Dann gibt es auch noch, für die Berufstätigen , Abendschule, Fernstudium usw.

Und für die Langzeitarbeitslosen "Umschulungen" etc.

Also- WO soll da noch was "ergänzt" werden?

meine vorstellung haben wir jetzt schon mehrmals breitgetreten. der mensch steht auf einer "treppe des lebens". ein kind muss ein baby gewesen sein um ein kind sein zu können... ein jugendlucher ein kind usw... das nnbe ich treppe des lebens oder Selbstverwirklichung, das geht aber im kapitalismus unter, weil auf der waagschale "selbstverklichung" die gier dominiert und DAS stört mich!! da ist mehr potential für viel effizientere Ordnungen als du dir das Vorstellen kannst. du besitzt einfach keinen Sendersuchlauf :p
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 13:11

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:07)




muss ich mich jetzt witklich ein drittes mal erklären! das normierte tauschmittel geld stimuliert die gier,


und deswegen möchtest du zurück in die Steinzeit und den Handel komplett einstellen?

Wie bescheuert ist DAS denn?

meine vorstellung haben wir jetzt schon mehrmals breitgetreten.


das ist KEINE Antwort auf MEINE konkrete Frage hinsichtlich des bereits bestehenden Bildungssystems in D ( = deine Treppe)

WAS genau ist denn an dem BESTEHENDEN System in D "schlecht" im Hinblick auf DEINE "Vorstellungen"

ch treppe des lebens oder Selbstverwirklichung, das geht aber im kapitalismus unter, weil auf der waagschale "selbstverklichung" die gier dominiert und DAS stört mich!


was dich "stört" , ist der Mensch , wie er schon immer IST

Wettkampf, Gewinnen, Besitzen wollen, Eigentum usw.

DAS stört dich wohl?
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Skull » Di 10. Jul 2018, 13:52

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:07)

das normierte tauschmittel geld stimuliert die gier, deswegen funktioniert doch der kapitalismus,
weil gier die triebfeder ist.

Nö. Das sehe ich anders.

Ohne dieses normierte Tauschmittel würde kaum was funktionieren.
Das ist Kapitalismus UNABHÄNGIG.

Und GIER ist da auch nicht die Triebfeder.

Es ist zu billig, Fehlentwicklungen, Auswüchse oder Negativbeispiele ... als Maßstab von allem zu sehen.

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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Occham » Di 10. Jul 2018, 14:05

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:11)

und deswegen möchtest du zurück in die Steinzeit und den Handel komplett einstellen?

Wie bescheuert ist DAS denn?

wer sagt denn sowas, ich rede von anderen Ordnungen für die du nicht den Sendersuchlauf besitzt :p


Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:11)



das ist KEINE Antwort auf MEINE konkrete Frage hinsichtlich des bereits bestehenden Bildungssystems in D ( = deine Treppe)

WAS genau ist denn an dem BESTEHENDEN System in D "schlecht" im Hinblick auf DEINE "Vorstellungen"



was dich "stört" , ist der Mensch , wie er schon immer IST

Wettkampf, Gewinnen, Besitzen wollen, Eigentum usw.

DAS stört dich wohl?

der mensch will beim "sich selbst verwirklichen" natürlich auf gleicher höhe gegeneinander antreten, ausser der Mensch hat einen Entwicklungszyklus hinter sich, dann will er nicht mehr nach alten Mustern in einem Wettkampf sein, dann beginnt aber ein neuer Abschnitt mit neuen Herausforderungen, neue Dinge, neuer Wettkampf... Selbstverwirklichung... Die Treppe des Lebens... die Gier gehört ja auch zum Menschen, die muss man aber nicht gesondert stimulieren, nur damit sie als kleber in einem Gesellschaftssystem fungiert. Unstimuliert wäre die Gier einfach ein teil eines grösseren ganzen und würde viel vernünfter zur geltung kommen. aber das wäre eine effizientere Ordnung für die du nicht den Sendersuchlauf besitzt. Deswegen seh ich keinen grund noch mehr zu erklären.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Occham » Di 10. Jul 2018, 14:14

Skull hat geschrieben:(10 Jul 2018, 14:52)

Nö. Das sehe ich anders.

Ohne dieses normierte Tauschmittel würde kaum was funktionieren.
Das ist Kapitalismus UNABHÄNGIG.

Und GIER ist da auch nicht die Triebfeder.

Es ist zu billig, Fehlentwicklungen, Auswüchse oder Negativbeispiele ... als Maßstab von allem zu sehen.

mfg

Naja, in einer Wirtschaft arbeiten menschliche Akteure, nur vom "Kapitalismus" zu sprechen ist natürlich etwas eng betrachtet. Geld stimuliert aber die Gier, das halte ich für krank machend. Und das ohne geld kaum was funktioniert, mag auf unsere Wirtschaftsordnung zutreffen, es gibt aber auch noch andere Ordnungen, an die man sich aber halten muss, wenn sie funktionieren sollen. Andere Ordnungen müssen quasi attraktiv genug sein, damit sich der Mensch drauf einlässt :)
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Skull » Di 10. Jul 2018, 14:18

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:14)

Und das ohne geld kaum was funktioniert, mag auf unsere Wirtschaftsordnung zutreffen,
es gibt aber auch noch andere Ordnungen, an die man sich aber halten muss, wenn sie funktionieren sollen.

Das ist doch albern. :)

Wir reden im Jahr 2018 über knapp 82 Millionen Deutsche,
gute 750 Millionen Europäaer
und über insgesamt 7.500 Millionen Menschen weltweit.

Organanisiere Du heute oder morgen ... deren Zusammenleben, Zusammenarbeit und Arbeitsteilung
-> ohne GELD. :D

Fiktionen...

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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 14:44

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:05)

wer sagt denn sowas, ich rede von anderen Ordnungen für die du nicht den Sendersuchlauf besitzt :p


eine Welt OHNE Handel also..

stimmt, für derartigen Nonsens habe ich keinen Sendersuchlauf



der mensch will beim "sich selbst verwirklichen" natürlich auf gleicher höhe gegeneinander antreten, ausser der Mensch hat einen Entwicklungszyklus hinter sich, dann will er nicht mehr nach alten Mustern in einem Wettkampf sein, dann beginnt aber ein neuer Abschnitt mit neuen Herausforderungen, neue Dinge, neuer Wettkampf... Selbstverwirklichung... Die Treppe des Lebens... die Gier gehört ja auch zum Menschen, die muss man aber nicht gesondert stimulieren, nur damit sie als kleber in einem Gesellschaftssystem fungiert. Unstimuliert wäre die Gier einfach ein teil eines grösseren ganzen und würde viel vernünfter zur geltung kommen. aber das wäre eine effizientere Ordnung für die du nicht den Sendersuchlauf besitzt. Deswegen seh ich keinen grund noch mehr zu erklären.


was hat dieser seltsame, unkoordinierte Text nun mit der REALITÄT auf dem Planeten Erde im Jahr 2018 zu tun?
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 14:46

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:14)

. Geld stimuliert aber die Gier, das halte ich für krank machend. Und das ohne geld kaum was funktioniert, mag auf unsere Wirtschaftsordnung zutreffen, es gibt aber auch noch andere Ordnungen )




WANN und WO gab es diese "Ordnungen" auf dem Planeten ERDE?

wir sind hier im WIRTSCHAFTS-Forum

DU fabulierst da irgendetwas zusammen, was nun NULL Bezug dazu hat
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Occham » Di 10. Jul 2018, 14:49

Skull hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:18)

Das ist doch albern. :)

Wir reden im Jahr 2018 über knapp 82 Millionen Deutsche,
gute 750 Millionen Europäaer
und über insgesamt 7.500 Millionen Menschen weltweit.

Organanisiere Du heute oder morgen ... deren Zusammenleben, Zusammenarbeit und Arbeitsteilung
-> ohne GELD. :D

Fiktionen...

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geld ist eine absprache an die sich die mehrheit hält, weil sie ziemlich attraktiv ist und nur dadurch funktioniert. theoretisch sind absprachen in mehreren variationen möglich, wenn sie denn nicht mindestens genauso attraktiv oder attraktiver sind, damit sich die mehrheit dran hält. theoretisch, ob sich die mehrheit dann praktisch dran hält ist etwas anderes. es siegt eben die Attraktivität, damit es dann funktioniert, aber dazu muss man den Menschen als Wesen wahrnehmen, das sich selbst verwirklicht :)

Denn die Arbeitsteilung findet statt, weil Menschen unterschiedliche Fähigkeiten entwickeln und diese dann auch anschliesend verwirklichen wollen, aber da sind wir eben beim Thema Selbstverwirklichung, jeder will auf seiner 'Treppe' seinen nächsten Schritt klettern und das ist mit bestehenden Strukturen nicht immer vereinbar. Naja, dann bleibt es wohl leider bei Fiktion.
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 14:57

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:49)

g . theoretisch sind absprachen in mehreren variationen möglich, wenn sie denn nicht mindestens genauso attraktiv oder attraktiver sind, damit sich die mehrheit dran hält. .


dann nenne doch einfach mal ein paar dieser "Variationen" als Alternative zu einem normierten Tauschmittel für den Austausch von Dienstleistungen & Produkten.

Damit man sich mal KONKRET etwas darunter vorstellen kann...
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Occham » Di 10. Jul 2018, 14:58

Realist2014 hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:46)

WANN und WO gab es diese "Ordnungen" auf dem Planeten ERDE?

wir sind hier im WIRTSCHAFTS-Forum

DU fabulierst da irgendetwas zusammen, was nun NULL Bezug dazu hat

Naja, wenn du Planeten Erde sagst, scheinst du es als ferne Wahrheit wahrzunehmen, jetzt nur noch der richtige Sendersuchlauf, und es ist auch Teil deiner Vorstellung. :p
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 15:01

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:58)

Naja, wenn du Planeten Erde sagst, scheinst du es als ferne Wahrheit wahrzunehmen, jetzt nur noch der richtige Sendersuchlauf, und es ist auch Teil deiner Vorstellung. :p


nö, wir sind hier im WiFo

daher beziehen sich meine "Vorstellungen" auf das miteinander in dem, was man "Ökonomie" nennt

Geld ist auch eine "Maßeinheit" , um den relativen WERT von etwas zu beschreiben

WAS sind denn diesbezüglich deine "Alternativen"?
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Re: Kapitalismuskritik und die Realität

Beitragvon Skull » Di 10. Jul 2018, 15:01

Occham hat geschrieben:(10 Jul 2018, 15:49)

Naja, dann bleibt es wohl leider bei Fiktion.

Korrekt.

Das REALE Leben von Milliarden von Menschen ist heute so ... wie es ist.

Theoretische Fiktionen oder Modelle für Minigruppen, Familien oder Nachbarn...helfen da nicht weiter. :)

Das Threadthema ist ja: Kapitalismuskritik und die Realität

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