Abschaffung von Bargeld

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Raskolnikof
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 9. Apr 2018, 12:10

jorikke hat geschrieben:(07 Apr 2018, 08:18)

Dem Rase mähenden Nachbarjungen die 5 € überweisen?
Das ist echtes Dachschadenniveau.

Oha, die meisten Dänen haben dann also einen Dachschaden. Köstlich!
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immernoch_ratlos
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 9. Apr 2018, 12:38

sollte ich wirklich gestern (08.04.2018) vergessen haben einen fertigen Beitrag einzustellen :?: Wenn ja, dann kommt der eben jetzt...

Ein etwas kritischer Artikel hatte die FAZ am 03.04.2018 mit "Mobiles Bezahlen : Werden manche Verbraucher abgehängt?" zu bieten. Da ich versuche das Thema so neutral wie möglich anzugehen, dieser Auszug :
Kontaktloses Bezahlen an der Ladenkasse im Vorbeigehen oder mit einer App auf dem Handy - neue Bezahlverfahren sind im Kommen. Doch nicht alle Menschen können oder wollen auf diese Weise ihre Einkäufe bezahlen. Nahezu alle Bundesbürger befürchten einer Umfrage der Bundesbank zufolge, dass sich beispielsweise ältere Menschen in einer Welt ohne Bargeld nicht mehr zurecht finden würden. „Verbraucher müssen auch künftig und durchgängig die Wahl haben, ob sie mit neuen Technologien oder lieber bar zahlen wollen“, fordert Finanzexperte Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Pauli warnt vor einer Entwicklung wie in Schweden. In der Hauptstadt Stockholm sind Schilder mit dem Hinweis „Keine Barzahlung“ in Geschäften und Restaurants keine Seltenheit mehr. In dem Land, das nicht dem Euroraum angehört, dürfen Einzelhändler und Firmen die Annahme von Bargeld verweigern. Die Entwicklung beschäftigt auch die schwedische Notenbank. „Im Grunde ist der Strukturwandel positiv, aber er muss in einem Takt gehen, der keine Probleme für gewisse gesellschaftliche Gruppen schafft oder jemanden vom Zahlungsmarkt ausschließt“, mahnte der Chef der Zentralbank, Stefan Ingves.
Mir fällt jede Methode schon deswegen leicht, weil ich streng genommen nicht sehr viele verschiedene Läden frequentiere. Genau die folgenden Zahlungen wickle ich "bar" ab, nicht weil ich einer andere Methode ablehne, sondern weil ich das immer noch praktischer finde und die Wahl habe.

Alle größeren Einkäufe per EC-Karte - mal mit und mal ohne Unterschrift - wenn das an der Kasse stört, ist mir recht egal - dafür schaufle ich meinen meist Monatseinkauf recht wenig "aufhaltsam" in den Korb, das würde ich mir durchaus auch bei anderen so wünschen. Einige scheinen hier die größeren Spaßbremsen die das Ganze noch mit ermüdender Suche nach Kleingeld toppen. Längere Bänder an den Kassen und oder jemand der hilfreich und schnell einräumt, wäre mir wichtiger, als die Methode mit der die eigentliche Bezahlung erfolgt. Doch was meint die FAZ weiter :
Statt die Geheimnummer einzutippen oder den Beleg zu unterschreiben, wird das Plastikgeld an ein Terminal gehalten. Möglich ist das - in der Regel für kleinere Beträge bis 20 oder 25 Euro - laut Kartenbetreiber Girocard bereits bei Handelsketten wie Rewe, Penny, Toom Baumarkt, Lidl, Kaufland, Aldi Süd und Nord, Norma sowie den dm-Drogeriemärkten. Allerdings haben noch nicht alle Kreditinstitute ihre Kunden mit neuen, kontaktlosfähigen Karten ausgestattet.

Und so ist kontaktloses Bezahlen in Deutschland mit gut einem Prozent Umsatz im Handel bislang nur ein Nischenphänomen. Aber auch in den meisten anderen Eurostaaten sieht es nicht wesentlich anders aus: Im Jahr 2016 wurde nach Erhebungen der EZB im Euroraum nur rund ein Prozent aller Zahlungen an der Ladenkasse bis 25 Euro kontaktlos beglichen.

Vor allem 25- bis 39-Jährige zeigten sich dabei offen für die moderne Technik, am schwersten tat sich die Generation 65+. Und während 25- bis 39-Jährige demnach im Schnitt 51 Euro Euro Bargeld bei sich tragen, sind es bei den Menschen ab 65 Jahren 84 Euro.
Wenn "mein" Supermarkt der ca. 80% meiner monatlichen Einkäufe "liefert" - als selbst gewältes "Landei" zweimal 10km "nah" - Kassen einführt, die ohne Kassierer auskommt - ich also meinen vollen Warenkorb - nur einmal ein und danach ins Auto ausladen muss - wäre das für mich eine wichtiges Plus. Ob dann der Bezahlvorgang in einer der schon beschriebenen Methoden abläuft, rangiert für mich jedenfalls ganz "hinten". Wenn ich das was ich den Korb lege auf meinem Smartphone als Liste mit addierten Preisen finden könnte, wäre mir sehr geholfen. Das hat für mich einen bedeutend höheren Wert, als mit welcher Methode ich letztendlich den eigentlichen Geldtransfer übernehme. Kunde bei anderen Lieferanten, die läuft ohnedies längst bargeldlos und die Chance meine "Gewohnheiten" zu verbergen liegt in toto unter 10% all meiner Einkäufe. Wer glaubt, nur weil er / sie Bargeld als quasi "Tarnung" nutzt, sei er / sie weniger durchsichtig irrt schlicht.

Nur bei illegalen Geschäften ist Bargeld tatsächlich die richtige Wahl. Alles andere ist lediglich eine Frage was ist praktischer für mich und was eben nicht....
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 12:44

Ich stand die Tage hinter einer alten Oma, die zeitaufwendig ihr Kleingeld sortiert hat.

Das hat mich nicht mal ansatzweise gestört. Ich habe geduldig und ohne Groll einfach gewartet. Wer keine Zeit hat 2-3 Minuten zu warten, der hat ganz anderer Probleme als die Abschaffung von Bargeld.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Keoma » Mo 9. Apr 2018, 12:49

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 13:44)

Ich stand die Tage hinter einer alten Oma, die zeitaufwendig ihr Kleingeld sortiert hat.

Das hat mich nicht mal ansatzweise gestört. Ich habe geduldig und ohne Groll einfach gewartet. Wer keine Zeit hat 2-3 Minuten zu warten, der hat ganz anderer Probleme als die Abschaffung von Bargeld.


Hinter der Oma hättest du auch warten müssen, wenn sie mit Karte bezahlt hätte.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 9. Apr 2018, 14:17

Polibu hat geschrieben:(09 Apr 2018, 13:44)

Ich stand die Tage hinter einer alten Oma, die zeitaufwendig ihr Kleingeld sortiert hat.

Das hat mich nicht mal ansatzweise gestört. Ich habe geduldig und ohne Groll einfach gewartet. Wer keine Zeit hat 2-3 Minuten zu warten, der hat ganz anderer Probleme als die Abschaffung von Bargeld.

Wenn vor mir ein älterer Mensch an der Kasse steht, vielleicht nicht mehr gut sehen und hören kann und das passende Kleingeld in der Geldbörse nicht gleich findet übe ich selbstverständlich Nachsicht. Schließlich werde ich ja auch mal alt und vielleicht tüdelig. Was mich aber schon ein wenig nervt sind die Kunden vom Typ "Ich allein bin König Kunde". Das sind die, die das ganze Band mit waren vollgestapelt haben aber nicht zur Stelle sind wenn sie "dran" sind, weil die Packung Lachs fürs Frühstück noch eben geholt werden muss. Oder die offensichtlich recht agile Kundin (ja, es sind eher Frauen), so Mitte vierzig, die die Waren nach dem Motto "kommst nicht heute kommste morgen" in aller Seelenruhe in den Einkaufswagen laden. So langsam, dass die Kassiererin das Scannen der Waren immer wieder unterbrechen muss weil die kleine Ablage hinter dem Fließband voll ist. und dann die Kunden, die erst nachdem alle Waren sicher im Einkaufswagen verstaut sind nochmal nach dem Preis fragen und dann umständlich nach der Geldbörse suchen ("wo war die denn noch gleich?")
Solches Verhalten ärgert nicht nur andere Kunden in der Warteschlange sondern auch die Kassiererin. Die Kassensysteme besonders der Discounter registrieren die Scangeschwindigkeit, d.h. den Durchsatz der Waren pro Sekunde als auch die Dauer des Bezahlvorgangs (getrennt nach Bar- und Kartenzahlung). Da gibts dann vom Gebietsleiter schon mal einen Rüffel. Daran sollten die Schnarchnasen-Kunden auch mal denken. Besonders ärgerlich für Kassiererinnen sind solche Kunden, wenn für besonders schnelles Arbeiten an der Kasse Boni gezahlt werden.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » Mo 9. Apr 2018, 14:52

Ich sehe schon, daß an den Kassenbändern Zeitmessungen notwendig sind. Bei Überschreitung einer vorgegebenen Wartezeit bekommen die Wartenden einen Ersatz als Gutschrift, der den Bummelanten auf den Laufbändern vorn in Rechnung gestellt wird. Dann wird Tüddel-Omi aber hektisch! Bei groben Verstößen gegen das Zeitgebot wird der Gebietsleiter tätig...oder so ähnlich.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Apr 2018, 22:59

Raskolnikof hat geschrieben:(09 Apr 2018, 15:17)

So langsam, dass die Kassiererin das Scannen der Waren immer wieder unterbrechen muss weil die kleine Ablage hinter dem Fließband voll ist.

Das mache ich allerdings auch. Ich packe meinen Einkauf an der Kasse so in meine Taschen, dass ich nicht nochmal umkramen muss. Ich sehe das gar nicht ein, mich hetzen zu lassen, nur weil die Supermärkte die Ablagen immer kleiner machen, damit noch schneller kassiert werden kann. In Deutschland muss man mal ein bisschen auf die Bremse treten, überall nur Hektik und schlechte Laune. Geht mal im Süden Europas in den Laden, da wird an der Kasse und in der Schlange getratscht, gelabert, gelacht, da macht der Einkauf dann auch als Fremder direkt viel mehr Spaß. Natürlich nicht in den Discountern, da ist das auch schon abgetötet.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 23:03

In unserem Makrtkauf sind die Kassierer relativ langsam. Nicht , dass mich das stört, aber man merkt es schon deutlich. Ich gehe davon aus, dass das eine Arbeitsanweisung ist um die Mitarbeiter zu schonen. Find ich gut.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Di 10. Apr 2018, 23:01

Ja, und der Gebietsleiter der sechs Aldi-Märkte in unserem Umland lädt seine Marktleiter und Kassiererinnen jeden Monat zum Essen beim Franzosen ein. Das soll das Miteinander und Füreinandern als auch die Verbundenheit zum Unternehmen fördern. Allzu flotte Mitarbeiter/innen werden angehalten alles ein wenig lockerer angehen zu lassen und an der Kasse ruhig mal zwischendurch das Kreuzworträtsel in der Tageszeitung zu lösen oder sich ein Hörbuch vorzunehmen. Aldi legt schließlich großen Wert darauf, dass seine Mitarbeiter/innen im Unternehmen gesund und rüstig alt werden und auch noch mit /0 Jahren in der Lage sind die Bananenkartons in die Regale zu hiefen. :D
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 10. Apr 2018, 23:55

Polibu hat geschrieben:(10 Apr 2018, 00:03)

In unserem Makrtkauf sind die Kassierer relativ langsam. Nicht , dass mich das stört, aber man merkt es schon deutlich. Ich gehe davon aus, dass das eine Arbeitsanweisung ist um die Mitarbeiter zu schonen. Find ich gut.


In unseren traditionellen Supermarkt Ketten wie Coles, Woolworth oder IGA ist die Kassenabfertigung sehr zuegig wenn man bedenkt das die Kassierin auch die Ware fuer den Kunden einpackt.

Bei ALDI geht es ruck zuck da die Waren nicht eingepackt werden. Dafuer haben sie weniger Kassen offen aber es funktioniert.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » Mi 11. Apr 2018, 06:38

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Apr 2018, 00:55)

In unseren traditionellen Supermarkt Ketten wie Coles, Woolworth oder IGA ist die Kassenabfertigung sehr zuegig wenn man bedenkt das die Kassierin auch die Ware fuer den Kunden einpackt.

Bei ALDI geht es ruck zuck da die Waren nicht eingepackt werden. Dafuer haben sie weniger Kassen offen aber es funktioniert.


Wir alle warten auf die Erfassung des Warenkorbs ohne ihn auspacken zu müssen; mit Zahlungsanweisung über Smartphone. Das ist dann die Zeit, wo wir im Hofladen ganz gerührt unsere Geldbörse zücken und Scheine und Münzen auf den Tisch zählen. Es war einmal eine Zeit, als Menschen mit bedrucktem Papier und Metallplättchen...
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Provokateur » Mi 11. Apr 2018, 06:52

Nebenbei bemerkt: Viele Märkte sehen derzeit von der flächendeckenden und alleinigen Einführung der Selbstbedienungskassen ab. Die Betrugsoptionen sind zu groß; die Kasse erkennt nicht, ob auf der Avocado der Sticker für Kartoffeln klebt. Die Kassiererin schon.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 14:38

Provokateur hat geschrieben:(11 Apr 2018, 07:52)

Nebenbei bemerkt: Viele Märkte sehen derzeit von der flächendeckenden und alleinigen Einführung der Selbstbedienungskassen ab. Die Betrugsoptionen sind zu groß; die Kasse erkennt nicht, ob auf der Avocado der Sticker für Kartoffeln klebt. Die Kassiererin schon.

Die warten wohl lieber ab, Amazon Go implementieren zu können. Die Selbstbedienungskassen sind eine Brückentechnik, deren Ende gerade eintritt.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 11. Apr 2018, 21:38

@Provokateur

Geb ja zu, immer und überall "am Ball zu bleiben" ist nahezu unmöglich. Nun seit es diese RFID Transponder gibt und die Dinger immer kleiner und vielfältiger, habe ich keinerlei Zweifel mehr, die smarten Label sind sozusagen das "Rückgrat" neuer Vermarktungs- und Verkaufmethoden ;)

Hier mal eine Google Suche um ein wenig auf den neusten Stand zu kommen - an anderen Stellen wird mir vorgeworfen, ich habe "Visionen" - nein, sondern ein recht breit angelegtes "Archiv" im Kopf und weiß meist wonach ich suchen muss - diesmal ging das so : Transponder in der Verpackung 2018 Ein Ergebnis von knapp 400.000 :

Quelle hat geschrieben:31. Januar 2018
Das niederländische Unternehmen „Smartrac“ hat seine neuen NFC-Tags „Circus Tamper Loop“ vorgestellt. Auf der „NRF 2018 Retail’s Big Show“ in New York City vom 14. bis 16. Januar 2018 wurden die „digitalen Siegel“ für Etiketten von Verpackungen im Konsum- und Industriegüterbereich erstmals öffentlich gezeigt.
„Circus Tamper Loop“ weisen die gleichen Funktionsmerkmale auf wie andere Produkte aus der „Circus“-Produktfamilie von Smartrac. Unter anderem haben sie mit 24 x 54 x 10 Millimetern sehr ähnliche Maße. Im Unterschied zum bisherigen Antennendesign haben die Entwickler des niederländischen RFID-Spezialisten nun einen „Tamper Loop“ in den Tag integriert. Dabei handelt es sich um eine spezielle stromführende Schleife mit integriertem Bruchsiegel.

Mit dieser Schleife wird es möglich, die Unversehrtheit von Verpackungen auf einfache Weise per „Near Field Communication“ (NFC) zu überprüfen. Grundsätzlich signalisiert eine geschlossene Schleife, dass mit der Produktverpackung und der darin befindlichen Ware alles in Ordnung ist. Ist die Schleife unterbrochen, wird dies als Hinweis gewertet, dass die Verpackung geöffnet wurde. Smartrac spricht von einer „digitalen Siegelfunktion“, die der höheren Produktsicherheit diene.....

....„Circus Tamper Loop“ ist sowohl als „Wet Inlay“ wie auch als „Dry Inlay“ erhältlich. „Herzstück“ ist jeweils ein „NTAG 213 TT“-Chip von NXP mit einer NXP-Originalsignatur und optional einer markenspezifischen Signatur. Zur Manipulationserkennung liefert der Chip gegebenenfalls den „Einmal geöffnet“-Status zurück. 144 Byte stehen als Nutzerspeicher zur Verfügung. Die Chip-ID kann als codierte URL-Adresse ausgegeben werden. Der „NFC-Tap“-Zähler registriert jede einzelne Nutzung der NFC-Funktion. Diese Produkteigenschaft kann unter anderem zur Nachverfolgung von Interaktionen mit Nutzerinnen und Nutzern genutzt werden.
Neben der Möglichkeiten die das nun wieder für die "Veranstalter" bietet, gibt es auch für den Verbraucher Nutzeffekte. Die muss man "nur" erkennen und eventuell auch fordern. :cool:

Wenn die Masse in D allerdings so gestrickt ist wie so mancher Protagonist hier im Forum, wird das nix mit der Führung durch den Verbraucher. Wer sowas einführt, ist nicht verärgert über diese unprofessionelle Ablehnung. Ganz im Gegenteil, die drücken auch die unangenehmen Dinge einfach durch. Wer nix versteht und ggf. darauf noch stolz ist, ist schlicht ein weiterer Dummkopf dem man so ziemlich alles überstülpen kann :thumbup:

Wobei ich Dich dabei eher nicht im Sinn habe. Was Obst und Gemüse angeht, mal will ja nicht auf Personal verzichten (sagt man), sondern nur klüger und effektiver einsetzen. Da wird halt ein Speziallabel draufgeklebt und wer den entfernt, bekommt sehr schnell Probleme. Ganz davon abgesehen, der Diebstahl von Waren durch Kunden UND Personal, ist derzeit beileibe nicht bei Null. Das kann nur besser werden. Ein Gegenstand, der mit Transponder ausgestattet ist funktioniert wie "die gute alte Diebstahlsicherung" die man von Kaufhäusern kennt. Nur ist dann alles mit diesen kleinen "Plaudertaschen" versehen und kann mühelos Personen zugeordnet werden. Wer klaut, der kann wahlweise sofort entdeckt werden oder man lässt es erst einmal einfach zu usw. usf.

HIER RFID – viele Möglichkeiten für die Verpackung und wer schon alles Gebrauch davon macht - nur damit nicht wieder meine "Visionen" an allem schuld sind....
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon unity in diversity » Do 12. Apr 2018, 00:46

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Apr 2018, 00:55)

In unseren traditionellen Supermarkt Ketten wie Coles, Woolworth oder IGA ist die Kassenabfertigung sehr zuegig wenn man bedenkt das die Kassierin auch die Ware fuer den Kunden einpackt.

Bei ALDI geht es ruck zuck da die Waren nicht eingepackt werden. Dafuer haben sie weniger Kassen offen aber es funktioniert.

Sind die Kunden von Coles, Woolworth oder IGA alle körperbehindert und wieviel kostet der Einpackservice, abgesehen vom zusätzlichen Plastikmüll?
Es deutet sich ein weiterer Trend an:
Was man häufig kauft, wird teurer und was man seltener in den Einkaufswagen legt, kann man billiger erwerben, dank Kundenrabattkarten...das ist Bedarfslenkung.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 12. Apr 2018, 01:03

unity in diversity hat geschrieben:(12 Apr 2018, 01:46)

Sind die Kunden von Coles, Woolworth oder IGA alle körperbehindert und wieviel kostet der Einpackservice, abgesehen vom zusätzlichen Plastikmüll?
Es deutet sich ein weiterer Trend an:
Was man häufig kauft, wird teurer und was man seltener in den Einkaufswagen legt, kann man billiger erwerben, dank Kundenrabattkarten...das ist Bedarfslenkung.


Soll ich an sich auf eine solch sau dumme Frage antworten (bezueglich Koerperbehinderte) ? Warum nicht! Ich bin Optimist :D

Der Einpackservice ist KOSTENLOS und ab 1.7 keine Plastiktueten mehr, die an sich praktisch sind da am sie als Muelltueten zu Hause verwenden kann. Check Out Chicks werden weiterhin einpacken. Wie Aldi verkaufen Coles und Woolworth wiederverwendbare Einkaufstaschen (10 cent das Stueck). Wir in Australien schaetzen Service.

Ausserdem haben Woolie und Coles loyalty programs. Pro $ ausgegeben 1 Punkt und entweder man bekommt per xxxx Punkte einen $ Nachlass auf die gesamte Rechnung oder man kann die Punkte auf ein FF program einer airline, zB Qantas ueberschreiben. zB fuer 5 Woolie Punkte = 1 QF FF Punkt.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 12. Apr 2018, 07:17

unity in diversity hat geschrieben:Sind die Kunden von Coles, Woolworth oder IGA alle körperbehindert und wieviel kostet der Einpackservice, abgesehen vom zusätzlichen Plastikmüll?
Es deutet sich ein weiterer Trend an:
Was man häufig kauft, wird teurer und was man seltener in den Einkaufswagen legt, kann man billiger erwerben, dank Kundenrabattkarten...das ist Bedarfslenkung.
Was soll das nun wieder ? "Rabattmarken" sind mindestens so alt wie der Verkauf außerhalb der üblichen "Tante Emma Läden". Selbst dort durfte man "anschreiben", was einen starken "Lenkungseffekt" - Abhängigkeit erzeugt.

Moderne Methoden mit "Pay Back" Systemen sind eine ganz andere Nummer, aber niemand wird gezwungen davon Gebrauch zu machen. Die "Bedarfslenkung" wie Du das nennst, ist über moderne Methoden Waren "auf allen Kanälen" zu bewerben weit einfacher möglich.

Was tatsächlich schon über "Bedenkliches hinausgeht", ist personenbezogenes Marketing über die Auswertung der Daten, welche jeder auf verschiedenste Weise hinterlässt. Da ist der Einkauf über Barzahlung, ein durchaus probates Mittel der Verschleierung. Dennoch, sollte es jedem überlassen bleiben welchen Weg er / sie als Bezahlmethode letztendlich wählt. Wer seinen Haushalt gezielt führt und mit den modernen Medien genau Buch führt, ist mit unbarer Zahlung im Vorteil.

Wogegen sich - statt wie so oft beim Anbellen falscher Bäume, seine Energie tatsächlich etwas verändern zu können zu vergeuden - sollte sich jeder kundig darüber machen, was da für eine "Welle auf alle zukommt. Dazu habe ich
HIER hat geschrieben:
eine nette Zusammenfassung gefunden :
Personenbezogenes Marketing
Ich bin fest davon überzeugt, dass das Interesse an einem Produkt oder an einer Dienstleistung in einer entsprechend definierten Zielgruppe immer grösser ist als in einer undefinierten, breiten und nicht messbaren Streuung:

Durch personenbezogenes Marketing kannst Du sämtliche Angaben wie: Region, Alter, Geschlecht, Sprache, Hobbies, Interessen und vieles mehr definieren oder von uns definieren lassen - wir liefern Deine Werbung nur an eine genau modellierte Zielgruppe um für Dich den grössten Effekt zu erzielen - auf Desktops, Tablets und natürlich Smartphones.

Wir schenken Dir genau das: zielgruppendefiniert bis 1'200 interessierte Besucher für Dein Produkt oder Deine Dienstleistung
Klingt doch toll - auch wenn dieser Tipp zu "Erfolgreichem Social-Media Marketing" von 2014 ist. Die aktuellen Versuche der "personenbezogenen" Strategien gehen noch weiter. Jedem "sein individuell zumutbarer Preis". Oder schnell wandelbare Preise für alle. Was geht mich der Preis von "Gestern" an, wenn ich Waren beliebig und ohne Mühe per Computer neu bepreisen kann ? Eine Ware läuft gut, dann sorgt ein "nützlicher kleiner Algorithmus" dafür, den Preis kontinuierlich zu erhöhen. Verkaufszahlen werden "on-the-fly" erfasst und der Preis "schwankt" gezielt in beide Richtungen. Die "Börse" an der Ladentheke.

Dem entgeht man auch durch Barzahlung eher nicht.....

Das jemand die Waren gleich verpackt oder schnell in den Einkaufswagen zurücksortiert (was ich bevorzugen würde), ist sicher kein Job für "Großverdiener" aber bin sicher in Zeiten, wo jeder "unten" mehr als einen Job benötigt, würde sich auch in der "Servicewüste D" jemand finden, der solche Aktivitäten übernimmt (an den noch üblichen Kassen). Wahlweise in die "Tüten" die ja durchaus auch aus Recyclingpapier bestehen können oder eben in Taschen oder Körbe des Kunden (wenn der das so möchte). Ich finde es weiterhin höchst ärgerlich, wenn ich im Eiltempo verhindern muss, dass Flaschen und Gläser meines Einkaufs nicht aneinander zerschellen und im Eiltempo das Hereinschmeißen der zuvor noch vernünftig sortierten Waren am Bandende in den Einkaufswagen zurück "unentgeltlich" durch mich erfolgen muss. Da ich es hasse andere zu belästigen, schaffe ich das gewöhnlich auch ungefähr zu dem Zeitpunkt, wenn die Kassiererin - seltener der Kassierer - die allerletzte Ware gescannt hat und ich zur Zahlung aufgefordert werde.

Das ist durchaus nicht bei jedem so - einigen ist völlig scheißegal, wie lange andere, deren eher dilettantischen Ladevorgängen inkl. der völlig unvorbereiteten Zahlung zusehen müssen. Das wäre zu verhindern, wenn der "Wagen" oder ein geeignetes Gerät (das man z.B. über sein Smartphone zuvor "bucht") schon beim Beladen des Einkaufswagens alles registriert und mir permanent anzeigt, was mich das bis dahin kostet. Möglichst mit einer Liste, die ich Zuhause dann meinem "elektronischen Haushaltsbuch" zukommen lasse.

Warum soll nur der Handel einseitig Vorteile aus modernen Techniken haben ? Hier im Forum eiert alles nur um die inzwischen eher nebensächliche Frage ums liebe Bargeld herum. Die tatsächlich wichtigen Begleiterscheinungen des Einkaufens im 21 Jahrhundert interessieren offensichtlich kaum jemand. Woran ich das erkenne ? Siehe oben, worüber sich einige doch tatsächlich aufregen.... :dead:

Ach ja TheManFromDownUnder so richtig "kostenlos" ist schon lange nichts mehr, aber dem Mensch, der da beim Einpacken behilflich ist, dafür etwas zu bezahlen, wäre mir durchaus zumutbar. Bei einem Einkaufbetrag von 120 bis 150 € (Singlehaushalt) meist einmal mtl. (neben anderen Lieferungen wie Tiefkühlwaren direkt nach "Hause"), wäre ich mindesten zu 2 €uronen bereit.... Wer das nicht will oder kann, darf weiterhin selbst einpacken - keiner muss - jeder kann. Leider muss das in D weiter ein Traum bleiben - Geiz ist eben sooo geil .... :thumbup:
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Fr 13. Apr 2018, 11:23

Provokateur hat geschrieben:(11 Apr 2018, 07:52)

Nebenbei bemerkt: Viele Märkte sehen derzeit von der flächendeckenden und alleinigen Einführung der Selbstbedienungskassen ab. Die Betrugsoptionen sind zu groß; die Kasse erkennt nicht, ob auf der Avocado der Sticker für Kartoffeln klebt. Die Kassiererin schon.

Ganz und gar nicht. Die Kassenlosen Supermärkte befinden sich im Aufmarsch und sind nicht aufzuhalten. Dabei wird sich das Amazon-Modell wohl nicht durchsetzen. Die Industrie setzt da mehr auf RFID-Chips, die auf die Verpackungen gedruckt werden können. Diese Drucktechnik gibt es bereits, jedoch ist sie derzeit für sehr preiswerte Produkte noch zu teuer.
Was Betrügereien angeht (Avocadopreis auf Kartoffel geklebt): Betrügereien und Diebereien wird es immer geben. Damit muss jeder Supermarkt leben. Aber sie werden speziell beim Einsatz von RFID-Chips auf den Waren minimiert.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Fr 13. Apr 2018, 12:11

Positiv Denkender hat geschrieben:(30 Jan 2018, 11:44)
Du darfst diesen Chip nutzen ,nur du musst damit leben , ihn nur selten einsetzen zu können .
Wem es so schwer fällt einige Münzen oder Banknoten zu tragen sollte sich damit abfinden in vielen Geschäften ,Gasstätten ,
Märkten nichts zu bekommen . Ich bekomme überall etwas weil ich flexibler bin als du .

Wie bzw. in welcher Form du deine Konsumartikel bezahlst bleibt dir doch völlig überlassen. Habe ich dir da jemals Vorschriften gemacht? Na also!
Allerdings solltest du dich einmal mit der Realität auseinandersetzen. Mittlerweile sind die Kassensysteme sämtlicher großen Supermarktketten und Discounter mit Kassenterminals ausgestattet, an denen kontaktlos und ohne PIN-Eingabe bezahlt werden kann, ebenso bei den bekannten Käufhäusern und allen Baumärkten. Nenne doch endlich einmal einen Markt in deiner Heimatstadt (Bremen?) in dem du nicht mit Karte bezahlen kannst, weshalb du da flexibler bist als ich. Da bin ich wirklich gespannt. :) So etwas hinterwäldlerisches gibt es (außer den besagten 2 Prozent) einfach nicht mehr. In jedem Restaurant in Oldenburg zahle ich mit Karte. Ok, beim "schmierigen Löffel" (Dönerbude) noch nicht. Darüber bin ich aber nicht traurig.
Ich habe auch nie behauptet, dass ich gänzlich ohne Bargeld unterwegs bin, weil ich in vielleicht bei 2 Prozent aller Bezahlvorgänge tatsächlich noch!!! auf Bargeld angewiesen bin (Trinkgeld). Aber auch da wird es immer seltener. Beispiel Restaurant: Da wird es immer selbstverständlicher mit Karte zu bezahlen. Dafür trägt der Kellner ein kleines Lesegerät am Hosengürtel. Da zahlt der Gast dann einfach den Rechnungsbetrag plus Trinkgeld. Das Trinkgeld einer gesamten Schicht nimmt sich dann der Kellner aus der Kasse. Die personalbezogene Abrechnung des Personals in Restaurants ist heute schließlich Standard. Bei Bedarf spuckt die Kasse dann den Rechnungsbetrag (ohne Trinkgeld) aber mit Ausweisung der MwSt. aus. Wo ist das Problem?
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Positiv Denkender
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 13. Apr 2018, 14:47

Raskolnikof hat geschrieben:(13 Apr 2018, 13:11)

Wie bzw. in welcher Form du deine Konsumartikel bezahlst bleibt dir doch völlig überlassen. Habe ich dir da jemals Vorschriften gemacht? Na also!
Allerdings solltest du dich einmal mit der Realität auseinandersetzen. Mittlerweile sind die Kassensysteme sämtlicher großen Supermarktketten und Discounter mit Kassenterminals ausgestattet, an denen kontaktlos und ohne PIN-Eingabe bezahlt werden kann, ebenso bei den bekannten Käufhäusern und allen Baumärkten. Nenne doch endlich einmal einen Markt in deiner Heimatstadt (Bremen?) in dem du nicht mit Karte bezahlen kannst, weshalb du da flexibler bist als ich. Da bin ich wirklich gespannt. :) So etwas hinterwäldlerisches gibt es (außer den besagten 2 Prozent) einfach nicht mehr. In jedem Restaurant in Oldenburg zahle ich mit Karte. Ok, beim "schmierigen Löffel" (Dönerbude) noch nicht. Darüber bin ich aber nicht traurig.
Ich habe auch nie behauptet, dass ich gänzlich ohne Bargeld unterwegs bin, weil ich in vielleicht bei 2 Prozent aller Bezahlvorgänge tatsächlich noch!!! auf Bargeld angewiesen bin (Trinkgeld). Aber auch da wird es immer seltener. Beispiel Restaurant: Da wird es immer selbstverständlicher mit Karte zu bezahlen. Dafür trägt der Kellner ein kleines Lesegerät am Hosengürtel. Da zahlt der Gast dann einfach den Rechnungsbetrag plus Trinkgeld. Das Trinkgeld einer gesamten Schicht nimmt sich dann der Kellner aus der Kasse. Die personalbezogene Abrechnung des Personals in Restaurants ist heute schließlich Standard. Bei Bedarf spuckt die Kasse dann den Rechnungsbetrag (ohne Trinkgeld) aber mit Ausweisung der MwSt. aus. Wo ist das Problem?

Probleme liegen bei dir nicht bei mir. Mit der Realität solltest du dich auseinandersetzen . Die Mehrheit der Gäste in Restaurants
zahlt bar .Das ist die Realität .Flexibler bin ich deshalb weil ich selbst entscheiden kann was ich wann wie bezahle.
Auch dort wo EC Karten nicht akzeptiert werden . Heute hatte ich gerade in einem Gartencenter erlebt wie jemand seinen Einkauf von 8,50
mit EC Karte bezahlen wollte . Ging nicht da der Markt für Einkäufe unter 10 € keine EC Karten akzeptiert .Einfach deswegen, weil die
Kosten, im Verhältnis zur Einkaufssumme , die Banken berechnen, zu hoch sind . Trinkgeld wird durch Kartenzahlung offengelegt .
Genau darin besteht das Problem . Eine Falschbehauptung in Restaurants wird mehrheitlich mit Karte gezahlt.
Genauso sieht es im LEH aus . 70 % der Einkäufe werden dort bar bezahlt.
Eine Frechheit von dir zu behaupten ,lediglich in dreckigen Döner Buden würde noch bar bezahlt.
Mein Stammrestaurant sehr gut frequentiert in der Nähe des Stadions hat weder Kartenleser noch andere Möglichkeiten
die Rechnungen zu bezahlen . Ohne Tischreservierung kein Platz . Ich besuche öfter mit Freunden und Bekannten nach dem Sport
nach Wanderungen usw. Restaurant .:Noch nie hat auch nur einer aus der Gruppe nicht bar bezahlt. Fakt bleibt niemand bestreitet
dass elektronische Zahlungen zunehmen . Nur deshalb schafft niemand Bargeld ab . Im privaten Bereich geht Geldverkehr ohne Bares
nicht . Deine Dauerlutscher darfst du trotzdem mit Karte zahlen .Jeder kann sich lächerlich machen wann und wo er will.
Fakt ist die überwiegende Zahl der täglichen Einkäufe werden mit Bargeld bezahlt. Es stört außer dir niemanden .
Bargeld ist die persönlichste Art zu bezahlen . Das geht in der Familie los .Jeder hat das Recht Geld auszugeben ohne jedem auf die
Nase binden zu müssen wofür .Zum Glück halten wir es in unserer Ehe so dass nicht jeder persönliche Ausgabe belegt wird.

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