Abschaffung von Bargeld

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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » So 15. Apr 2018, 19:43

Skull hat geschrieben:(15 Apr 2018, 20:40)

Ja. Natürlich.

Darauf wurde doch schon gefühlte Hundertmal drauf hingewiesen. :)

mfg


Stimmt! Aber das Glaubensbekenntnis wird täglich millionenfach wiederholt. Aber natürlich nicht hier! :D
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Raskolnikof
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 15. Apr 2018, 21:29

H2O hat geschrieben:(15 Apr 2018, 20:09)

Jetzt 'mal technisch gesprochen: Wenn unser Land ohne Funklöcher mit Internet und Smartphones versorgt sein wird... gibt es dann überhaupt noch die Notwendigkeit von Bargeld? Dann wird es doch mit Sicherheit so etwas wie "Direktüberweisung" geben, wo also der Zahlungsempfänger sofort den Eingang der Zahlung angezeigt bekommt. Das war doch der große Vorzug der Barzahlung.

Soll dieser Ausbau des schnellen Internets in Deutschland nicht bis 2022 erledigt sein? Dann würde ich mich wundern, wenn sich danach noch längere Zeit große Mengen Bargeld im Umlauf befinden sollten.

Der wirklich flächendeckende Ausbau des schnellen Internet wird den bargeldlosen Zahlungsverkehr sicherlich vorantreiben, mehr aber noch ein einheitliches MobilePay-Bezahlsystem, was du "Direktüberweisung" nennst. Aber daran wird ja gearbeitet. Ich berichtete ja darüber. Was daraus wird und wie es vom Verbraucher angenommen wird bleibt abzuwarten.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » So 15. Apr 2018, 21:36

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Apr 2018, 22:29)

Der wirklich flächendeckende Ausbau des schnellen Internet wird den bargeldlosen Zahlungsverkehr sicherlich vorantreiben, mehr aber noch ein einheitliches MobilePay-Bezahlsystem, was du "Direktüberweisung" nennst. Aber daran wird ja gearbeitet. Ich berichtete ja darüber. Was daraus wird und wie es vom Verbraucher angenommen wird bleibt abzuwarten.


Na, ich vermute mit wachsender Begeisterung! Je weiter die Gewöhnung an das Smartphone fortschreitet, desto eher werden Menschen auch diesen Vorteil der Digitalisierung nutzen. Das ist ein Selbstläufer.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 15. Apr 2018, 22:17

Ja, gerade gelesen:
Der bargeldlose Zahlungsverkehr nimmt auch in Deutschland rasant zu, 2017 gegenüber dem Vorjahr in Deutschland um 8,8 Prozent.
Zitat:
„…Überdurchschnittlich stark, mit knapp 22 Prozent, stiegen dabei die bargeldlosen Transaktionen in Entwicklungs- und Schwellenländern, während der Zuwachs in sogenannten entwickelten Märkten bei 6,8 Prozent lag. Unter diesen verzeichnete Deutschland ein überdurchschnittliches Wachstum von 8,8 Prozent. 51 Prozent aller bargeldlosen Transaktionen in Deutschland entfielen dabei auf das elektronische Lastschriftverfahren….“
Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/ba ... 31248.html

Deutschland holt jetzt also auf. Die nächsten Jahre werden interessant.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 15. Apr 2018, 22:19

immernoch_ratlos hat geschrieben:Bargeld wird schon weil es Menschen wie Dich gibt, die dem Bargeld immer noch einen viel zu hohen Wert beimessen, wohl immer geben.

Auch wenn du nicht mich angesprochen hast: Angesichts der oben beschriebenen Tatsache, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr in Europa kontinuierlich zunimmt (in Deutschland von 2016 auf 2017 sogar überproportional um 8,8 Prozent auf 51 Prozent:
Was haben da die kommenden Generationen, die von Kindesbeinen an mit Smartphone, MobilePay und Karte aufwachsen, zu erwarten?

Ich glaube ja auch nicht an die (staatliche) Abschaffung des Bargeldes. Wenn nun aber der bargeldlose Zahlungsverkehr infolge zunehmender Akzeptanz und Nutzung bei der jungen Generation und dem Wegsterben der überwiegend noch barzahlenden älteren Generation weiterhin wie bisher zunimmt, was dann?
Irgendwann in gar nicht mehr sehr langer Zeit wird das Bargeld „aussterben“, weil es kaum noch benutzt wird. Dafür muss man kein Hellseher sein. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Banken bei sagen wir mal noch 10 Prozent verbleibenden Barzahlern oder gar noch weniger Bargeld, Geldautomaten, den Bargeldtransfer, Geldscheinprüfung- und Druck und was da sonst noch alles mit zusammenhängt aufrecht erhalten wird. Und wenn doch, wird dieser Bargeldverkehr für die wenigen Bargeldnutzer sehr, sehr teuer werden. Man sieht es bereits daran, dass erste Banken Gebühren für die Nutzung des eigenen Geldautomaten verlangen (ggf. ab der zweiten oder dritten Abhebung im Monat) oder das gebührenfreie Geldabheben erst in Verbindung mit einem teureren Tarif ermöglichen.

In diesem Zusammenhang darf eines nicht vergessen werden: Es geht ja nicht allein um die Bezahlung von Wurst und Brot im Supermarkt. Die meisten Rechnungsbeträge, die früher bar getätigt wurden erfolgen heute „versteckt“ und unbar (z.B. bei Onlinekäufen). Die sichtbare Bezahlweise der Kunden im Aldi-Markt lässt nur bedingt auf die Zunahme des bargeldlosen Zahlungsverkehrs schließen.

Mir ist bei meinen Überlegungen zu dieser Thematik durchaus bewusst, dass jede Diskussion über „was ist morgen“ hypothetischer Natur ist. Dennoch sollte eine Diskussion dieser Thematik möglich sein, ohne dass den Diskutanten die Emotionen dabei durchgehen. Einfach zu sagen „das ist so und es bleibt so“ wäre zu einfach. Mit dieser Argumentationsweise wäre jede Diskussion überflüssig.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Misterfritz » So 15. Apr 2018, 22:28

Im Grunde könnte man den Thread schliessen. Alle Argumente sind rund hundertfach ausgetauscht, es kommt im Prinzip nix Neues, keiner hat eine Glaskugel, Standpunkte wurden nicht gewechselt (wäre auch eine Seltenheit in Interneforen :D ). Warum also noch mehr Daten produzieren? ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » So 15. Apr 2018, 22:47

Warum den Thread schließen? Weißt du, was morgen ist? Wenn der Thread geschlossen wird aber jemand das Bedürfnis hat, über etwas Neues zum Thema zu berichten, eine Frage los werden möcht oder was auch immer dann macht der einen neuen Thread auf. Das wäre recht unglücklich, weil dann das Thema zersplittert und die Moderatoren hätten die undankbare Aufgabe, Themen mit gleichem Inhalt zusammen zu führen oder gar zu löschen.
Ich denke, dass sich hier noch einiges tun wird, weil das bargeldlose Zahlen speziell in Deutschland sich erst gerade richtig entwickelt.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 16. Apr 2018, 07:30

Misterfritz hat geschrieben:Im Grunde könnte man den Thread schliessen. Alle Argumente sind rund hundertfach ausgetauscht, es kommt im Prinzip nix Neues, keiner hat eine Glaskugel, Standpunkte wurden nicht gewechselt (wäre auch eine Seltenheit in Interneforen :D ). Warum also noch mehr Daten produzieren? ;)
Darauf hat Raskolnikof schon geantwortet und ich habe eine neue Entwicklung zu bieten - unter dem Thementitel "Abschaffung von Bargeld" läuft eigentlich seit langem alles was mit dem Bezahlen zu tun hat. Ginge es hier strickt nach Thementiteln, müssten sehr viele Themen längst geschlossen werden / sein :p

Der Titel und Link : Quelle : FAZ (15.04.2018) "Banknoten : Der Geldautomat im Niedergang" befasst sich indirekt mit Bargeld. Was kostet Bargeld die Beteiligten eigentlich ?
FAZ hat geschrieben:Der Geldautomat verliert im deutschen Alltagsleben langsam, aber unaufhaltsam an Bedeutung. Nachdem die Banken über Jahrzehnte mehrere tausend neue Geräte pro Jahr installierten, schrumpften die Zahlen zuletzt. Nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft – des Dachverbands der deutschen Banken – gab es Ende 2017 noch knapp 58.400 Geldautomaten in Deutschland. Der Höhepunkt wurde mit 61.100 Maschinen im Jahr 2015 überschritten.

Ursachen sind Digitalisierung und Kostendruck. „Wir haben die Daumenregel, dass das Betreiben eines Geldautomaten in etwa zwischen 20.000 und 25.000 Euro (im Jahr) kostet“, sagt Jürgen Gros, Chef des Bayerischen Genossenschaftsverbands, zu dem die Volks- und Raiffeisenbanken gehören. „Das muss auch verdient werden. Dauerhaft ist Zuschießen kein Geschäftsmodell.“
Gründe dieses "Bargeldangebot" zu beschränken werden genannt :
FAZ hat geschrieben:Die Automaten haben an Bedeutung verloren, weil einerseits der Online-Handel blüht und andererseits immer mehr Geschäfte das Geldabheben an der Ladenkasse anbieten :eek:

Auch das dürfte aber nur eine vorübergehende Erscheinung sein. Der Münchner Bezahldienstleister Wirecard glaubt, dass in absehbarer Zukunft die komplette Infrastruktur des Bezahlens über das Handy organisiert wird. Für Einzelhändler bedeutet Barzahlung Kosten - allein deswegen, weil die Einnahmen zur Bank befördert werden müssen. Zahlen per App ist in China bereits Alltag, wird sich nach Einschätzung vieler Fachleute aber auch in Deutschland verbreiten.
Wobei man wohl anmerken muss, das "Bargeld" in den Läden (jedenfalls die ich kenne) gibt es nur in Verbindung mit einem Einkauf und die Höhe ist deutlich eingeschränkt. Überhaupt beklagen die Händler sich ebenfalls über die Kosten die bei ihnen der Einkauf mit Bargeld verursacht :
FAZ hat geschrieben:„Einzelhändler rechnen durch den Service mit einem Mehreinkauf an Waren und reduzieren nebenher den Bargeldbestand in den Kassen, der mit erheblichen Kosten verbunden ist
Es ist eher unwahrscheinlich, das Banken und Handel für diese Kosten selbst aufkommen :( Ganz gewiss werden die Kosten des Handels auf die Waren abgewälzt und die Geldautomatenbetreiber werden sich ganz sicher weitere "nette Gebühren" für das Automatengeld einfallen lassen oder die Dinger nach und nach "ausdünnen". Wer dann Bargeld von seinem Konto abheben möchte, darf das zukünftig mehr und mehr zu den ebenfalls "ausgedünnten" Servicezeiten SEINER Bank tun. Wie dort bemerkt wird "Auch die Anonymität, die Bargeld garantiert, ist noch vielen Menschen wichtig." Doch klar erkennbar, das kostet auch und wird vorsätzlich mühsamer gemacht. Der Trend das Bargeld weiter zurückzudrängen ist doch offensichtlich ;)

Wer noch die Einführung der Kontozahlung von Lohn und Gehalt miterleben durfte (davor mussten die Betriebe große Geldmengen am "Zahltag" bereithalten und jeder bekam seinen Wochen- Monatslohn in einer Tüte verpackt bar ausgehändigt) und welcher Aufwand und auch Druck ausgeübt wurde, um diese Neuerung durchzusetzen, welche Aufregung es bei den Betroffenen verursachte, die nun auf einmal KEIN Geld mehr in der Hand hatten, kann sich lebhaft vorstellen, was die o.g. Protagonisten unternehmen werden, um das für sie kostspielige Bargeld in letzter Konsequenz weiter zurückzudrängen. Mit "Zuckerbrot und Peitsche" wird Bargeld, wie schon einmal - damals für immerhin Millionen Arbeitnehmer, die zu diesem Zeitpunkt nur sehr selten über Bankkonten verfügten, nun in einer weiteren Welle wird Bargeld weiter nach und nach weggespült werden :rolleyes:

Ganz sicher - schon aus Rücksicht auf die Kunden die mit nostalgischem Elan am Bargeld hängen - und wegen dem mit diesen verbunden Umsatz - langsam, möglichst unmerklich, aber mit einem klaren Ziel. Weitere Einschränkung des teuren Bargeldumlaufs.

Mögen die Kunden Bargeld wieder unter der Matratze, in Socken oder zwischen der Wäsche stapeln, den Einbrechern, wird so wieder eine leicht umsetzbare Beute geboten und die Nostalgiker sind glücklich. So wird Bargeld sicherlich nicht abgeschafft, aber weiter in Richtung Bedeutungslosigkeit verschoben.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Apr 2018, 07:53

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Apr 2018, 22:29)

Der wirklich flächendeckende Ausbau des schnellen Internet wird den bargeldlosen Zahlungsverkehr sicherlich vorantreiben, mehr aber noch ein einheitliches MobilePay-Bezahlsystem, was du "Direktüberweisung" nennst. Aber daran wird ja gearbeitet. Ich berichtete ja darüber. Was daraus wird und wie es vom Verbraucher angenommen wird bleibt abzuwarten.


Das ist möglicherweise der Irrtum. Dass man Geld hat und benötigt als Verbraucher. Und nicht auch als (Staats-)Bürger. Ich hab' mich noch nicht allzuviel mit dem Thema "Bargeld" befasst ... aber vor kurzem ein längeres Feature dazu gehört: https://www.swr.de/-/id=20992188/property=download/nid=660374/bhu2m6/swr2-wissen-20180226.pdf. Darin wird ausführlich erläutert, dass die ganze Bargeldabschaffungsfrage keineswegs einfach nur ein Thema der Praktikabilität (Pro) oder der Nostalgie (Kontra) ist. Sondern dass im Hintergrund Machtkämpfe stattfinden. Es geht um den entscheidenden Zugriff auf das wichtigste und wertvollste Gut der Gegenwart: Persönliche Information. Staaten haben ein Interesse daran. Aber auch Unternehmen und Finanzdienstleister. Totale Kontrolle und Milliardengewinne stehen hinter dem Projekt Bargeldabschaffung. Und das bemerkenswerte gesellschaftspsychologische Phänomen besteht darin, dass man solche Entwicklungen wie ein Naturphänomen betrachtet. Es ereignet sich. Es wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass auch in Demokratien Entwicklungen nicht von Menschen, Bürgern so oder auch ganz anders gelenkt werden können sondern dass sie sich wie nichtabwendbare Naturprozesse "ereignen".
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon H2O » Mo 16. Apr 2018, 08:46

Das wird weder das erste Mal noch das letzte Mal sein, daß eine technische Neuerung wie ein Sturm durch die Gesellschaft pfeift. Das Bargeld bleibt als erstes auf der Strecke.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 16. Apr 2018, 09:11

Nun schokoschendrezki ich möchte Dich keineswegs ärgern, aber ist nicht alles was mit Geld, Religion usw. nicht im geringsten etwas "natürliches" sonder eine mehr oder weniger geniale Erfindung des Menschen ? Erfindungen - Kopfwelten - gleichgültig was da auch geschieht, da gibt es nichts was mit naturgesetzlichen Abläufen auch nur im Entferntesten vergleichbar ist.

Nach Außen gibt sich Geld und was damit zusammenhängt einen quasi wissenschaftlichen Anstrich. Es wird fleißig mit Mathematik versucht, diese Pseudowissenschaft wie etwas naturgesetzliches aussehen zu lassen. Da ist es eher wenig verwunderlich, wenn Interessengruppen versuchen das ihrem Sinn massiv zu beeinflussen. Das ist schlicht die Essenz des Geldes, es kann beliebig geformt und genutzt werden.

Da hast Du vollkommen recht da geschieht nicht einfach etwas so, das nicht auch beliebig veränderbar wäre. Da ist kein Naturgesetz wirksam, da darf der Apfel auch gern mal noch oben fallen - man muss das nur einfach "richtig" erklären. Das witzige ist ja - nach immerhin zwei Geldentwertungen - die geradezu religiöse Inbrunst und Hoffnung, die so mancher noch in Scheine und Münzen hat.

Das auch "Daten" die ja ebenfalls nur in unseren Köpfen "existieren" inzwischen noch stärker Teil des Geldes sind (ist war schon lange Teil der Geldwirtschaft, über das "Datenmaterial" Herrschaft auszuüben - da fällt mir sofort das "Haus Fugger" ein), ist für diesen gesamten Komplex inhärent. Ein innerer logischer Prozess, der die Bargeldwirtschaft schon lange, über weite Strecken als als ärgerliche Blackbox darstellt.

Der "Machtkampf" ist durch neue Technologien faktisch längst entschieden. Mit dem bereits vorhandenen Wissen das täglich aus Nutzerdaten weiter vermehrt wird, ist der Bargeldverkehr nur noch aus den unterschiedlichsten Gründen ein bloßes Ärgernis. Wenn man auch noch bei einer immer kleiner werdenden Gruppe nicht über detailliertes Wissen verfügt, lässt sich das über die vorhandenen Daten schlicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit berechnen. Der Bürger als "Blackbox" gibt es in diesem Sinn schon lange nicht mehr - da mag der auch noch so fleißig mit Bargeld hantieren. Das gilt selbstverständlich nicht - noch nicht - weltweit. Dort werden s. den o. verlinkten Artikel ca. 87 % aller Geschäfte in bar abgewickelt - das Barvolumen ist dennoch längst unbedeutend im Vergleich zu unbaren Geldflüssen.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 16. Apr 2018, 09:40

Selbstverständlich ist das eine Machtfrage und auch ein Machtkampf, der da hinter den Kulissen tobt. Ohne Bargeld ist der Bürger komplett der Willkür der Finanz"institute" ausgeliefert, ein (vorgetäuschter) technischer Fehler und schon kommt man nicht mehr an sein Geld, von der 100%igen Transparenz des Bürgers für staatliche Stellen gar nicht erst zu reden. In den Kontobewegungen schlumnmern viele interessante Informationen, das Bankgeheimnis ist Richtung Staat ja schon komplett ausgehöhlt, demnächst wird das sicher auch für Private fallen, dann nimmt der Handel mit diesen Infos so richtig Fahrt auf.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 16. Apr 2018, 09:48

schokoschendrezki hat geschrieben:(16 Apr 2018, 08:53)

Es geht um den entscheidenden Zugriff auf das wichtigste und wertvollste Gut der Gegenwart: Persönliche Information. Staaten haben ein Interesse daran. Aber auch Unternehmen und Finanzdienstleister. Totale Kontrolle und Milliardengewinne stehen hinter dem Projekt Bargeldabschaffung.

Diese nicht nur von dir in diesem Thread beschriebene Angst ist zum Teil unbegründet. Wer erfährt denn von deinen Kartentransaktionen? Einzig die Kontoführende Bank könnte feststellen, wo du unbar einkaufst. Dein Supermarkt oder Discounter, von dem immer wieder behauptet wird, dass er ein Einkaufsprofil von dir erstellen könnte um dich dann mit personalifizierter Werbung bombadieren zu können ist nicht richtig. Einfach deshalb nicht, weil auf Giro-und Kreditkarten keine persönlichen Daten gespeichert werden, weder auf dem Chip noch auf dem Magnetstreifen. Dort sind einzig die Karten ausgebende Bank, die Kartennummer und die Gültigkeitsdauer der Karte abgespeichert. Dies kann ein jeder selbst mit der für Android- und Apple kostenlos herunterladbaren App "Scheckkartenleser" geprüft werden.
Natürlich erstellt der Handel Einkaufsprofile von Kunden zu Marketingzwecken um beispielsweise festzustellen, welche Produkte gern zusammen während eines Einkaufs erworben werden. Dies lässt u.a. Rückschlüsse auf bestimmte Käuferschichten zu, wann diese überwiegend einkaufen und vieles mehr. Dabei ist der Kunde aber immer nur eine Kartennummer.

Als einziger Unsicherheitsfaktor bleibt da die Bank, weil die genau nachverfolgen könnte, wo der Kartenkunde überall einkauft. Wer da nun aber jedes Vertrauen zu seiner Bank verloren hat der sollte sein Geld vielleicht tatsächlich unter dem Kopfkissen oder in der Zuckerdose horten. ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 16. Apr 2018, 13:27

Ein jeder überlege sich einmal, wie viele Geldbeträge bereits regelmäßig online von seinem Konto an irgendwelche Institutionen und Einrichtungen fließen. Ich zähle da mal meine auf:
Grundsteuer, Wasser, Abwasser, Strom , Gas, Deichband, Haaren-Wasseracht, Tageszeitung, Zeitschrift 1, Zeitschrift 2, Hundesteuer, Hundehaftpflicht, Privathaftpflicht, Gebäudehaftpflicht, KFZ-Haftpflicht, Wohnwagen-Haftpflicht, Anhänger-Haftpflicht, KFZ-Steuer, Wohnwagen-Steuer, Anhänger-Steuer, Schornsteinfeger, Krankenversicherung, Krankenzusatzversicherung, Kabelfernsehen, GEZ, Telefon/Internet, Handyvertrag, ADAC-Mitgliedschaft und weitere, die mir auf die Schnelle nicht einfallen. Ach ja, regelmäßig ins Haus flatternde Rechnungen wollen auch überwiesen werden… Da könnten doch potenzielle Interessenten wesentlich mehr über mich in Erfahrung bringen.
Hinzu kommen Onlineeinkäufe, die zum größten Teil nur mit Karte bezahlt werden können.

Frage: Was macht es da noch aus, ob ich meine Einkäufe bei Aldi, Obi oder den Haarschnitt beim Frisör mit Karte bezahle?
Zuletzt geändert von Raskolnikof am Di 17. Apr 2018, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Skull » Mo 16. Apr 2018, 17:05

Guten Tag,

nachdem weitere Beiträge in die Ablage wanderten, ist der Strang erst einmal geschlossen.

Ich bin nicht die Müllabfuhr.





Edit: Strang wieder offen.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon schokoschendrezki » Di 17. Apr 2018, 13:31

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Apr 2018, 10:48)

Diese nicht nur von dir in diesem Thread beschriebene Angst ist zum Teil unbegründet. Wer erfährt denn von deinen Kartentransaktionen? Einzig die Kontoführende Bank könnte feststellen, wo du unbar einkaufst. Dein Supermarkt oder Discounter, von dem immer wieder behauptet wird, dass er ein Einkaufsprofil von dir erstellen könnte um dich dann mit personalifizierter Werbung bombadieren zu können ist nicht richtig. Einfach deshalb nicht, weil auf Giro-und Kreditkarten keine persönlichen Daten gespeichert werden, weder auf dem Chip noch auf dem Magnetstreifen. Dort sind einzig die Karten ausgebende Bank, die Kartennummer und die Gültigkeitsdauer der Karte abgespeichert. Dies kann ein jeder selbst mit der für Android- und Apple kostenlos herunterladbaren App "Scheckkartenleser" geprüft werden.
Natürlich erstellt der Handel Einkaufsprofile von Kunden zu Marketingzwecken um beispielsweise festzustellen, welche Produkte gern zusammen während eines Einkaufs erworben werden. Dies lässt u.a. Rückschlüsse auf bestimmte Käuferschichten zu, wann diese überwiegend einkaufen und vieles mehr. Dabei ist der Kunde aber immer nur eine Kartennummer.

Als einziger Unsicherheitsfaktor bleibt da die Bank, weil die genau nachverfolgen könnte, wo der Kartenkunde überall einkauft. Wer da nun aber jedes Vertrauen zu seiner Bank verloren hat der sollte sein Geld vielleicht tatsächlich unter dem Kopfkissen oder in der Zuckerdose horten. ;)


Ersteinmal habe ich gar nix von "Angst" geschrieben. Sondern vor allem davon, dass eine Gesellschaft tatsächlich die Freiheit hat, so oder so zu entscheiden. Der technologische Fortschritt ist kein Einzelpfad durch einen Wald, den man quasi nur "ausfindig" machen muss, sondern ein Netz von sich immer wieder verzweigenden Linien. Und darum "ereignet" er sich nicht zwangsläufig sondern kann bewusst sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gegangen werden. Wenn man denn überhaupt entscheiden und nicht einfach hinnehmen will.

Natürlich sind Einkäufe im Supermarkt per Karte anonym. Aber zumindest in meinem Leben machen solche Einkäufe bei den digitalen Transaktionen nur einen kleinen Bruchteil aus. Beim größeren Teil handelt es sich um Dienstleistungen und versendete Produkte, für die ich zwangsläufig Post- und/oder Email-Adressen und in der Regel auch Klarnamen zu hinterlegen habe.

Es ist nicht so sehr oder sogar überhaupt nicht das wahrscheinliche Ende des Bargeldverkehrs, das ich bedenklich finde. Sondern diesen verbreiteten Fatalismus der Sorte "Es kommt ja sowieso so".
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Di 17. Apr 2018, 13:54

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Apr 2018, 14:31)

Es ist nicht so sehr oder sogar überhaupt nicht das wahrscheinliche Ende des Bargeldverkehrs, das ich bedenklich finde. Sondern diesen verbreiteten Fatalismus der Sorte "Es kommt ja sowieso so".

Da gebe ich dir sogar recht. Aber nicht ohne aber. ;) "Es kommt ja sowieso" ist doch gleichbedeutend mit "daran können wir ja doch nichts ändern". Das stimmt im Falle der "Bargeldaussterbung" (nicht dessen Abschaffung!) nur bedingt. Diejenigen, die heute überwiegend mit Karte oder MobilePayment bezahlen machen dies doch aus Überzeugung und nicht aus Resignation! Wenn es gar keine Kartenzahler gäbe, sich also alle Verbraucher verweigern würden, würde ganz sicher nicht der bargeldlose Zahlungsverkehr, hier speziell Karten- und MobilePay, so dermaßen forciert werden. Wofür auch?
Das erinnert mich gerade an einen Spruch aus meiner Studentenzeit: "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin". :D
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 19. Apr 2018, 07:56

Na wie es der "Zufall" will gibt es auch eine "Gegenbewegung" : Quelle : FAZ (17.04.2018) "Studie : Bargeld wird weltweit wichtiger"
Der „World Cash Report“, der heute in Dublin vorgestellt wird, erstreckt sich auf 47 Länder, die 75 Prozent der Weltbevölkerung und über 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts abdeckten. Demnach ist der Bargeldumlauf im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt auf allen Kontinenten auf 9,6 Prozent von 8,1 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Am wichtigsten sei Bargeld in Südamerika, wo der Umlauf 16 Prozent der Wirtschaftsleistung betrage.

Online-Käufe werden in Asien meist bar bezahlt

Wie bar gezahlt wird, sei indes höchst unterschiedlich. In Europa etwa würden immer noch 79 Prozent aller Vor-Ort-Käufe bar abgewickelt, insgesamt erfolgten 60 Prozent aller Transaktionen bar.
Deutschland oder Schweden usw. allein, sind nun mal nicht die Welt. Was da "draußen" los ist findet beim Michel nur schwer Eingang in die eigenen Denkprozesse. Doch das macht auf jedenfall "Angst" und man möchte das "alles" eigentlich überhaupt nicht wissen und kocht leise im eigenen Saft vor sich hin.... :dead:
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Do 19. Apr 2018, 21:08

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 Apr 2018, 08:30)

Darauf hat Raskolnikof schon geantwortet und ich habe eine neue Entwicklung zu bieten - unter dem Thementitel "Abschaffung von Bargeld" läuft eigentlich seit langem alles was mit dem Bezahlen zu tun hat. Ginge es hier strickt nach Thementiteln, müssten sehr viele Themen längst geschlossen werden / sein :p

Der Titel und Link : Quelle : FAZ (15.04.2018) "Banknoten : Der Geldautomat im Niedergang" befasst sich indirekt mit Bargeld. Was kostet Bargeld die Beteiligten eigentlich ?Gründe dieses "Bargeldangebot" zu beschränken werden genannt :Wobei man wohl anmerken muss, das "Bargeld" in den Läden (jedenfalls die ich kenne) gibt es nur in Verbindung mit einem Einkauf und die Höhe ist deutlich eingeschränkt. Überhaupt beklagen die Händler sich ebenfalls über die Kosten die bei ihnen der Einkauf mit Bargeld verursacht :Es ist eher unwahrscheinlich, das Banken und Handel für diese Kosten selbst aufkommen :( Ganz gewiss werden die Kosten des Handels auf die Waren abgewälzt und die Geldautomatenbetreiber werden sich ganz sicher weitere "nette Gebühren" für das Automatengeld einfallen lassen oder die Dinger nach und nach "ausdünnen". Wer dann Bargeld von seinem Konto abheben möchte, darf das zukünftig mehr und mehr zu den ebenfalls "ausgedünnten" Servicezeiten SEINER Bank tun. Wie dort bemerkt wird "Auch die Anonymität, die Bargeld garantiert, ist noch vielen Menschen wichtig." Doch klar erkennbar, das kostet auch und wird vorsätzlich mühsamer gemacht. Der Trend das Bargeld weiter zurückzudrängen ist doch offensichtlich ;)

Wer noch die Einführung der Kontozahlung von Lohn und Gehalt miterleben durfte (davor mussten die Betriebe große Geldmengen am "Zahltag" bereithalten und jeder bekam seinen Wochen- Monatslohn in einer Tüte verpackt bar ausgehändigt) und welcher Aufwand und auch Druck ausgeübt wurde, um diese Neuerung durchzusetzen, welche Aufregung es bei den Betroffenen verursachte, die nun auf einmal KEIN Geld mehr in der Hand hatten, kann sich lebhaft vorstellen, was die o.g. Protagonisten unternehmen werden, um das für sie kostspielige Bargeld in letzter Konsequenz weiter zurückzudrängen. Mit "Zuckerbrot und Peitsche" wird Bargeld, wie schon einmal - damals für immerhin Millionen Arbeitnehmer, die zu diesem Zeitpunkt nur sehr selten über Bankkonten verfügten, nun in einer weiteren Welle wird Bargeld weiter nach und nach weggespült werden :rolleyes:

Ganz sicher - schon aus Rücksicht auf die Kunden die mit nostalgischem Elan am Bargeld hängen - und wegen dem mit diesen verbunden Umsatz - langsam, möglichst unmerklich, aber mit einem klaren Ziel. Weitere Einschränkung des teuren Bargeldumlaufs.

Mögen die Kunden Bargeld wieder unter der Matratze, in Socken oder zwischen der Wäsche stapeln, den Einbrechern, wird so wieder eine leicht umsetzbare Beute geboten und die Nostalgiker sind glücklich. So wird Bargeld sicherlich nicht abgeschafft, aber weiter in Richtung Bedeutungslosigkeit verschoben.

Wieder ein langer sinnloser Beitrag . Allein schon wenn es um die Kosten geht .Die Kosten für Ec Karte ,Kreditkarte ,Kontoführungsgebühren usw. trägt der Begünstigte .Deshalb verweigern ja auch viele Geschäfte Kreditkartenzahlungen unter 10 oder 20 € .
Die Umstellung von der Lohntüte auf Kontoüberweisungen habe ich miterlebt .Aufregung gabs da keine obwohl man damals gezwungen
war sein Geld vom Bankschalter abzuholen . Man konnte auch schon mit e Scheck bezahlen , Auch damals gab es schon Händler
die bis auf 400 ,-DM die Restsumme ausbezahlt haben .Natürlich hat im Gegensatz zur 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts bargeldloses
bezahlen zugenommen ,deswegen ist hat Bargeld weiter eine riesige Bedeutung . Bargeldlos bedeutet bezahlen vor allem
von kleineren Beträgen unter 100 -€ wird für die Begünstigten teurer . Frage kosten Smartphones kein Geld. Solange ich bar zahle
benötige ich keins . Übrigens auch EC Karten und Kreditkarten sind nicht kostenlos . Bargeld für den Verbraucher ist kostenlos und
übersichtlicher als alle Elektronischen Bezahlsysteme. Abschaffung von Bargeld ist sinnlos . Deshalb hat das auch niemand auf der Agenda.
Da musst du durch . Bargeld ist für den Verbraucher nicht teurer eine Falschaussage eventuell eine Lüge .
Die meisten Banken erhöhen z.Zt. ihre Gebühren für Kontoführungsgebühren und Kosten für Kreditkarten usw.
Übrigens die Schäden durch Internetkriminalität sind schon heute weitaus höher als durch Diebstahl .
Mein Geld hat noch niemand geklaut ,die EC Karte schon .Ist die weg wird's lustig . Nicht nur wie du meinst zu wissen das Geld unterm
Kissen ist weg sondern Konto ist leer. Der EH kontrolliert die Unterschriften gar nicht oder nur mangelhaft .
immernoch_ratlos
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 20. Apr 2018, 09:46

Positiv Denkender hat geschrieben:...Die Umstellung von der Lohntüte auf Kontoüberweisungen habe ich miterlebt .Aufregung gabs da keine obwohl man damals gezwungen
war sein Geld vom Bankschalter abzuholen .
Na viel hast Du da eher nicht "miterlebt" - von welchem "Bankschalter" - faselst Du da :?: Kaum jemand hatte da schon ein Bankkonto - das Geld wurde in Tüten direkt am Arbeitsplatz, oder im Betrieb im damals üblichen "Lohnbüro" überreicht.

Der recht gefährliche Aufwand den die Betriebe bis dahin hatten, wurde später - nachdem man nach und nach alle Beschäftigten zu einem Konto bei Banken und Sparkassen "überredet hatte - meist mtl. an das dazu extra eröffnete Konto überwiesen. Ein Gewinn für viele Familien, weil dann später auch automatisch die mtl. Zahlungen (Miete usw.) überwiesen wurden. So manche Ehefrau musste dann nicht mehr hilflos am "Zahltag" mit ansehen, wie der Göttergatte den Lohn versoff und sie "irgendwie" dennoch Essen auf den Tisch bekommen konnte.

Ja so erstaunlich Dir das vorkommen mag, Bargeld hat nicht nur gute Seiten....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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