Abschaffung von Bargeld

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Raskolnikof
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 20. Mär 2017, 17:44

Teeernte hat geschrieben:(20 Mar 2017, 16:36)[/url]
Es gibt genug Varianten sein Geld "online" loszuwerden....ohne Bares.
Der Willen dazu fehlt....

Das ist alles eine Frage der Zeit. Die derzeitigen Umfragen bei uns in Deutschland beruhen immer auf das hier und jetzt, selbst wenn gefragt wird „Können sie sich vorstellen zukünftig ganz auf Bargeld verzichten zu können?“ Da denkt natürlich jeder gleich an seinen Bäcker, Frisör, Wochenmarkt, Pommesbude… wo sehr häufig oder zumeist nur Bares als Wahres akzeptiert wird. Mir geht das ja genau so. Auch ich als überzeugter Kartenzahler komme ganz ohne Bargeld noch nicht aus und müsste derzeit auch noch mit Nein stimmen. Noch!

Ich habe ja meinen Zweitwohnsitz in Dänemark, der noch in diesem Jahr zu meinem Erstwohnsitz wird und somit auch einen Vergleich. Vor ungefähr sechs oder acht Jahren sah es da noch ungefähr so aus wie bei uns. Dann erfolgte eine digitale Revolution, die wir noch vor uns haben. Aber ich will die Bartwickelmaschine nicht wieder anwerfen. Lasst euch überraschen und überzeugen.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Orwellhatterecht » Mo 20. Mär 2017, 18:30

Raskolnikof hat geschrieben:(20 Mar 2017, 08:27)

Was haben jetzt die Giro- oder Kreditkarte mit der Deutschland Card oder anderen "Datenkraken" zu tun? Richtig, rein gar nichts, jedenfalls nichts im Zusammenhang mit unserem Thema "Abschaffung von Bargeld". Mit der Deutschland-Card kann ich nicht bezahlen. Die Karte ist nichts anderes als das in den 1950er Jahren erfundene Rabattmarkenheft, wo unsere Mütter früher die Rabattmarken vom Lebensmittelhändler einklebten und für das volle Heft 1 DM oder 1,50 DM erhielten. Schon da musste der Name und die Anschrift eingetragen werden. Aber das nur nebenbei. Warum lenkst du vom Thema ab?




Du solltest einfach mal versuchen, in Zusammenhängen zu denken, denn die heutige Welt wird immer mehr vernetzt. Was zunächst wie eine Insellösung aussieht, ist es bei näherer Betrachtung keineswegs mehr. Und überall gibt es kleine Schaltstellen und Speicher, die hinterrücks Informationen über irgendwas aufzeichnen, eine einzelne Information ist dagegen natürlich völlig witzlos. Die heutigen, moderneren und komfortableren Autos enthalten beispielsweise bereits heute
Möglichkeiten, die die Überwachungsarbeit der Polizei und der Ordnungsämter überflüssig erscheinen lassen. Dank der Geo Koordinaten weiss das Bordsystem ständig, wo es sich gerade befindet und welche Verkehrsregelungen auf der betr. Strasse (Geschwindigkeitsbeschränkungen : gefahrene Geschwindigkeit) gerade existent sind. Es wäre dabei ein leichtes, genau diese Informationen unter Angabe von Datum und Zeit, aufzuzeichnen und den Halter in bestimmten Intervallen zu veranlassen, das Auto bzw. das Aufzeichnungsgerät bei der Polizei vorzuführen, damit er sich seine "negativen Streicheleinheiten", sprich Verwarnungen und Anzeigen wegen Verkehrsübertretungen dort persönlich abholen kann. Das ist bereits heute keinesfalls mehr Utopie, jedes moderne Auto zeichnet bereits Pannen und Störungen auf, es bedürfte lediglich einer kleinen Erweiterung, Festplattenspeicher ist mittlerweile "spottbillig"...

Um zurück auf das Bargeld zu kommen, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, was Staat und Institutionen mit den Informationen jedes einzelnen anfangen könnten, wüßte man haargenau, warum und wofür jemand sein Geld ausgibt.
Den Arbeitgeber könnte es interessieren, die diversen Versicherungen, und manchmal natürlich interessiert sich auch noch die Ehefrau dafür, es müßte ihr lediglich mal jemand "stecken", was ihr Gatte so treibt, wenn er wieder mal "Überstunden" leistet...
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mo 20. Mär 2017, 18:49

Orwell, nun mal gaaanz ruhig! Nehme es einfach hin, dass die Welt immer mehr vernetzt wird. Sehe das positiv. Auch du solltest dir darüber im klaren sein, dass du den Verlauf der Weltgeschichte nicht aufhälst, nicht den Bruchteil eines Millimeters. Das heißt natürlich nicht, dass man sich alles von der Politik und der Wirtschaft überstülpen lassen soll. Jeder soll für das auf die Strasse gehen oder sein Kreuz auf den Stimmzettel setzen wo er meint, dass es für ihn, seine Familie und die Welt richtig ist. Ich mache das so. Ich bin kein unpolitischer Mensch. Nein, ich engagiere mich sogar in verschiedenen Bereichen. Aber ich sortiere und schaue, wo es sich lohnt mich einzusetzen.
Und was die Digitalisierung betrifft stehe ich nun mal am anderen Ufer. Wir werden uns da nicht näher kommen, niemals. Also lassen wir doch das gegenseitige bekehren wollen.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 20. Mär 2017, 23:29

Raskolnikof hat geschrieben:(19 Mar 2017, 22:03)

Ich habe da nichts zu fürchten. Ich habe ja gelernt mit Karte zu zahlen. Was du morgen noch kannst oder nicht ist mir reichlich Schnuppe.


Ich habe auch gelernt mit Karte zu zahlen . Nur ich habe auch gelernt dass ich mich frei entscheiden kann wie ich bezahle.
Ich weiß auch, dass ich mit Bargeld überall bezahlen kann ,mit EC Karte oder Kreditkarte in vielen Geschäften nicht .
Mir ist auch Schnuppe ob verschwindende Minderheiten die Abschaffung von Bargeld fordern .
Ich muss nicht befürchten dass man Bargeld demnächst als Zahlungsmittel abschafft . Du muss halt ertragen ,dass die Menschen
meistens klüger sind als du deshalb Kartenzahlung und Barzahlung wahlweise nutzen .
Am vergangenen Wochenende kam mir Bargeld wieder zu Gute ,denn die Pension in der wir übernachteten, akzeptiert keine EC oder Kreditkarten .
Tanken musste ich auch . Auf dem Tresen der Tanke war ein Hinweisschild " Zahlung mit EC Karten nur für Beträge über 15 ,-€ möglich "
Nun kommen solche Traumtänzer wie du und meinen Menschen die Bargeld nutzen leben in einer Scheinwelt.
Du musst es ertragen dass Menschen weiter Bargeld nutzen .Vor allem für geringe Beträge und was ganz wichtig ist für Zahlungen
untereinander . Es geht nicht anders ..
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 21. Mär 2017, 10:19

Orwellhatterecht hat geschrieben:Du solltest einfach mal versuchen, in Zusammenhängen zu denken,

ist zwar "OT" aber was kann man zum leidigen Bargeld noch sagen was nicht schon mehrfach gesagt wurde :x

Quelle : VDA hat geschrieben:Zugang zum Fahrzeug und zu im Fahrzeug generierten Daten
Gibt schon mal einen Einblick was da noch kommt und was schon "da" ist... :?:
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon BlueMonday » Di 21. Mär 2017, 12:01

Der Staat hat doch von jeher schon Zugriff auf wesentliche Daten. Der Ottonormalorwell ist als Staatsbürger vor allem als Tributleistender interessant. Will er ja selbst so. Wünscht sich einen starken steuernden Staat. Dazu sind Steuern und Abgaben notwendig. Dazu eine wachsende Reihe anderer Zwangsbeiträge (Demokratieabgabe etc., die mit Erzwingungshaft notfalls abgepresst werden)
Der Staat weiß dazu, wer welches Einkommen hat. Womit dieses Einkommen generiert wird. Man wird geschätzt, taxiert, eingeordnet, überprüft... alles wird belegt. Wesentliche Transaktionen laufen seit langer Zeit bereits unbar über Konten. Arbeitsentgelte, Mieten, größere Rechnungen... Das Wesentliche eben. Wenn dann jemand mit einer größeren Geldmenge jenseits dieser kontrollierten "Legalsphäre" daherkommt, und in diese Sphäre einbringen will, dann hat er schon ein Problem. Muss sich erklären, woher das Geld denn stammt usw. Der Rest ist doch Pipifax. Taschengeld für den Enkel, anonymer Sockenkauf oder was hier seit über hundert Seiten aus dem Anekdotennähkästchen so angeschleppt wird.

Bargeld wäre vielleicht noch wesentlich, um aus dieser staatlich überwachten "Legalsphäre" auszubrechen, gewissermaßen um eine parallele Struktur zum Staat zu etablieren. Aber gerade das wird und kann ja nun nicht Herr Ottonormalmichel offen als Motivation anbringen - etatistisch, wie er nun mal geprägt ist. Letztlich muss man wohl konstatieren: die Menschen bekommen genau das, was sie verdienen, so sehr sie auch mosern und die Schuld von sich weisen. Das Kind ist schon längst tief in den Brunnnen gefallen. Praktisch an dem Punkt, wo man den imaginären Gesellschaftsvertrag innerlich akzeptiert, den Tribut als legitim und wünschenswert ansieht, dass letztlich mittels Staat jeder die Hände möglichst tief in den Taschen des anderen hat. Und dazu ist eben notwendig, dass man allgemein weiß, wie tief die Taschen der werten Mitmenschen sind, was sie verdienen und dass niemand ausschert und sich alle korrekt steuerlich erklären und offenbaren, sonst wird die Jagd eröffnet auf den Steuersünder...

Dazu kommt noch die inflationistische Geldsteuerfraktion, die gern das Deflationsschreckgespenst an die Wand malt. Für die müsste Bargeld doch auch ein schmerzender Dorn im Auge sein. Geld, das dem Geldkreislauf einfach so entzogen werden kann, "gehortet" werden kann, sich einem "Negativzins" entziehen kann. Sowas erschwert doch die zentrale Geldsteuerung ungemein.
Spending like there's no tomorrow means someday there'll be no tomorrow.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon schokoschendrezki » Di 21. Mär 2017, 13:22

Raskolnikof hat geschrieben:(20 Mar 2017, 16:07)

Das ist wirklich so. Ich war mit mit mehren Kilo 1, 2 und 5 DM Stücken aus zwei Spielautomaten meines sehr ruhig gewordenen Partykellers da (Filiale Oldenburg). Rollengeld wollen die nicht, weil jede Münze geprüft werden muss. Dazu werden die ganzen Münzen auf eine Art Fließbang geschüttet, welches die Münzen in eine Maschine befördert, die das Geld rasend schnell prüft und zählt. Das ist nicht vergleichbachbar mit den Geldzählautomaten in einigen Bankfilialen!

Ja, o.k., ich werd mich nächstens erkundigen. Meine Vermutung ist, dass es staalticherseits ein handfestes Interesse daran gibt, das nach wie vor in der Welt vagabundierende Geister-DM-BarGeld unter Kontrolle zu bekommen oder wenigstens wesentlich zu reduzieren. Im Tagesspiegel letztes Jahr war von 13 Milliarden die Rede. Was immer das finanzpolitisch/finanzökonomisch auch bedeuten mag.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Di 21. Mär 2017, 16:11

Raskolnikof hat geschrieben:(20 Mar 2017, 17:44)

Das ist alles eine Frage der Zeit. Die derzeitigen Umfragen bei uns in Deutschland beruhen immer auf das hier und jetzt, selbst wenn gefragt wird „Können sie sich vorstellen zukünftig ganz auf Bargeld verzichten zu können?“ Da denkt natürlich jeder gleich an seinen Bäcker, Frisör, Wochenmarkt, Pommesbude… wo sehr häufig oder zumeist nur Bares als Wahres akzeptiert wird. Mir geht das ja genau so. Auch ich als überzeugter Kartenzahler komme ganz ohne Bargeld noch nicht aus und müsste derzeit auch noch mit Nein stimmen. Noch!

Ich habe ja meinen Zweitwohnsitz in Dänemark, der noch in diesem Jahr zu meinem Erstwohnsitz wird und somit auch einen Vergleich. Vor ungefähr sechs oder acht Jahren sah es da noch ungefähr so aus wie bei uns. Dann erfolgte eine digitale Revolution, die wir noch vor uns haben. Aber ich will die Bartwickelmaschine nicht wieder anwerfen. Lasst euch überraschen und überzeugen.

Du beziehst dich ständig allein auf deine Meinung . Google einmal ,da wirst du einige Initiativen finden die sich für den Erhalt von Bargeld aussprechen .
Wenn du die Namen dieser Fürsprecher liest wirst du erkennen, dass es sich um Wissenschaftler ,Unternehmer
Ökonomen Banker und Politiker handelt.
Da nützt es dir wenig ständig auf Links hinzuwiesen wo man deine Ideologie unterstützt . Bundesbank Chef Jens Weidmann wird dort wie folgt zitiert . "Wir wollen den Bürgern die Zahlungsart ermöglichen die sie wünschen .
Ansonsten lese einfach die Meinungen von Prof . J Sarbatty , "wer Bargeld abschaffe der schaffe auch die gemünzte Freiheit ab ".
Die Liste der Fürsprecher zum Erhalt von Bargeld ist lang :Du darfst davon ausgehen ,dass es sich bei diesen Menschen nicht um pubertäres Verhalten handelt .
Du darfst trotzdem hier weiterhin so tun ,als wäre ich der einzige Mensch in diesem Land der sich für den Erhalt von Bargeld ausspricht .
Die Mehrheit aller Deutscher egal ob Wissenschaftler ,Ökonomen ,Unternehmer ,Privatpersonen spricht sich für den Erhalt von Bargeld aus.
Werde glücklich in Dänemark .Dort darfst du dann ja deinen Vermögenszuwachs durch Kartenzahlung in Ruhe auskosten .
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mi 22. Mär 2017, 19:56

Positiv Denkender hat geschrieben:(21 Mar 2017, 16:11)
Google einmal ,da wirst du einige Initiativen finden die sich für den Erhalt von Bargeld aussprechen .
Wenn du die Namen dieser Fürsprecher liest wirst du erkennen, dass es sich um Wissenschaftler ,Unternehmer Ökonomen Banker und Politiker handelt.
Da nützt es dir wenig ständig auf Links hinzuwiesen wo man deine Ideologie unterstützt .

Dem widerspreche ich keineswegs. Aber du sprichst von dem Jetztzustand. Und der verändert sich von Jahr zu Jahr. Unabhängig davon, welche Meinung Wissenschaftler oder Politiker vertreten werden einzig die Verbraucher bestimmen, wie und womit in der Zukunft bezahlt wird. Und die Verbraucher werden von den Unternehmen und Banken zunehmend gelockt, mit Karte zu bezahlen. Schaue dir doch die Initiativen der Banken an. Immer mehr Filialen werden geschlossen. Immer mehr Banken locken ihre Kunden mit entweder kostenloser oder kostengünstigeren Kontoführung, wenn sie den Schalterdienst nicht mehr in Anspruch nehmen und alle Bankgeschäfte online erledigen. Hingegen wird der Schalterkunde zunehmend mit Kontoführungsgebühren zur Kasse gebeten. Zudem locken immer mehr Banken ihre Kunden mit einer kostenlosen Kreditkarte. Die hat neben den bereits genannten Vorteilen in Nicht-Euro-Ländern noch den Vorteil, dass damit praktisch jeder Geldautomat, egal welche Bank, gebührenfrei genutzt werden kann.

Ich bin gefragt worden, für was ich den Geldautomaten gebrauche, wenn ich doch mit Karte bezahle. Ich sagte es bereits: Noch geht es nicht überall mit Karte. Bei 5 Prozent meiner Einkäufe brauche selbst ich noch Bargeld.
Aber es wird auch etwas anderes mit der Karte seitens der Banken bezweckt: Die wird den Kunden ja nicht hinterhergeworfen, damit sie sich die als Bild an die Wand hängen. Die soll benutzt werden. Glaubst du, dass die 2 – 3 Millionen neuen Kreditkartenbesitzer ihre Karten nicht nutzen?

Sicher gibt es jede Menge Fürsprecher unter Ökonomen und Politikern, die sich für den Erhalt von Bargeld aussprechen, wie der von dir genannte Prof. Sarbatty. Der wird jetzt übrigens 77 Jahre alt, viele andere so Denkende sind ebenfalls in seinem Alter. Und das trifft es. Die „alte Garde“ ist nicht mehr bereit umzudenken. Virtuelles Geld? Das kann nicht gut sein! Ich mache diesen Menschen auch keinen Vorwurf. Meine Eltern hätten mit Sicherheit genau so gedacht. Und falls ich so alt werde bin ich ja vielleicht auch nicht mehr bereit, jeden technischen Fortschritt mitzumachen.
Vergiß bitte nicht, dass immer mehr Politiker und Banker in die Führungsriegen aufsteigen, die mit iPhone, Notebook und Kartengeld aufgewachsen sind. Die ticken völlig anders als du.

Hier triffst du den Kern der Sache:
Positiv Denkender hat geschrieben:(21 Mar 2017, 16:11)
Bundesbank Chef Jens Weidmann wird dort wie folgt zitiert . "Wir wollen den Bürgern die Zahlungsart ermöglichen die sie wünschen .

Das war ein äußerst weiser Spruch von ihm! Der sagt nämlich rein gar nichts darüber aus, was die Bürger morgen oder übermorgen wünschen. Und wenn Weidmann von „den Bürgern“ spricht, dann meint er sicherlich die Mehrheit aller Bargeldliebhaber. Irgendwann beginnt nämlich auch ein Bundesbankchef an zu rechnen. Auch der muss wirtschaftlich denken. Das wird von ihm erwartet! Und wenn die Mehrheit dann mit Karte zahlt wird die Einstellung zum Bargeld bei den jetzigen Befürwortern in der Politik und bei der Bundesbank umschwenken.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 22. Mär 2017, 21:14

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Mar 2017, 19:56)

Dem widerspreche ich keineswegs. Aber du sprichst von dem Jetztzustand. Und der verändert sich von Jahr zu Jahr. Unabhängig davon, welche Meinung Wissenschaftler oder Politiker vertreten werden einzig die Verbraucher bestimmen, wie und womit in der Zukunft bezahlt wird. Und die Verbraucher werden von den Unternehmen und Banken zunehmend gelockt, mit Karte zu bezahlen. Schaue dir doch die Initiativen der Banken an. Immer mehr Filialen werden geschlossen. Immer mehr Banken locken ihre Kunden mit entweder kostenloser oder kostengünstigeren Kontoführung, wenn sie den Schalterdienst nicht mehr in Anspruch nehmen und alle Bankgeschäfte online erledigen. Hingegen wird der Schalterkunde zunehmend mit Kontoführungsgebühren zur Kasse gebeten. Zudem locken immer mehr Banken ihre Kunden mit einer kostenlosen Kreditkarte. Die hat neben den bereits genannten Vorteilen in Nicht-Euro-Ländern noch den Vorteil, dass damit praktisch jeder Geldautomat, egal welche Bank, gebührenfrei genutzt werden kann.

Ich bin gefragt worden, für was ich den Geldautomaten gebrauche, wenn ich doch mit Karte bezahle. Ich sagte es bereits: Noch geht es nicht überall mit Karte. Bei 5 Prozent meiner Einkäufe brauche selbst ich noch Bargeld.
Aber es wird auch etwas anderes mit der Karte seitens der Banken bezweckt: Die wird den Kunden ja nicht hinterhergeworfen, damit sie sich die als Bild an die Wand hängen. Die soll benutzt werden. Glaubst du, dass die 2 – 3 Millionen neuen Kreditkartenbesitzer ihre Karten nicht nutzen?

Sicher gibt es jede Menge Fürsprecher unter Ökonomen und Politikern, die sich für den Erhalt von Bargeld aussprechen, wie der von dir genannte Prof. Sarbatty. Der wird jetzt übrigens 77 Jahre alt, viele andere so Denkende sind ebenfalls in seinem Alter. Und das trifft es. Die „alte Garde“ ist nicht mehr bereit umzudenken. Virtuelles Geld? Das kann nicht gut sein! Ich mache diesen Menschen auch keinen Vorwurf. Meine Eltern hätten mit Sicherheit genau so gedacht. Und falls ich so alt werde bin ich ja vielleicht auch nicht mehr bereit, jeden technischen Fortschritt mitzumachen.
Vergiß bitte nicht, dass immer mehr Politiker und Banker in die Führungsriegen aufsteigen, die mit iPhone, Notebook und Kartengeld aufgewachsen sind. Die ticken völlig anders als du.

Hier triffst du den Kern der Sache:

Das war ein äußerst weiser Spruch von ihm! Der sagt nämlich rein gar nichts darüber aus, was die Bürger morgen oder übermorgen wünschen. Und wenn Weidmann von „den Bürgern“ spricht, dann meint er sicherlich die Mehrheit aller Bargeldliebhaber. Irgendwann beginnt nämlich auch ein Bundesbankchef an zu rechnen. Auch der muss wirtschaftlich denken. Das wird von ihm erwartet! Und wenn die Mehrheit dann mit Karte zahlt wird die Einstellung zum Bargeld bei den jetzigen Befürwortern in der Politik und bei der Bundesbank umschwenken.

Woher nimmst du dieses Weisheit ? Was du ablässt sind lediglich Vermutungen . Niemand bezweifelt dass bargeldloses Bezahlen zunimmt . Nur deswegen
muss niemand Bargeld aufgeben . Es ist doch einfach falsch zu behaupten Verbraucher hätten durch bargeldloses bezahlen finanzielle Vorteile.
Wenn Kreditinstitute erst einmal die Konsumenten in der Hand haben weil Bargeld nicht mehr als Zahlungsmittel anerkannt wird, werden sie doch
die Kostenschraube drastisch anziehen . Zig Millionen zusätzlicher Buchungen in Cent Beträge oder geringen € Beträgen werden sich
Kreditinstitute bezahlen lassen . Ein weiterer Irrglaube ist Verbraucher könnten Bargeld abschaffen . Abschaffen und als Zahlungsmittel verbieten
kann das nur eine Regierung .Ein Alleingang in der € Zone kann es eh nicht geben . Bargeld aufzugeben hat doch nichts mit Fortschritt zu tun .
Allein die Anschaffungskosten für Smartphone ,Kartenleser usw. sind doch durch bargeldloses bezahlen vom Verbraucher nicht auszugleichen .
Geldtransfers Schenkungen in Familien und unter Freunden wären ohne Bargeld fast unmöglich . Wer sollte denn in einer Sportmannschaft die Mannschaftskasse führen
ohne Bargeld ? Was z.B . würde dem Kameraden passieren wenn das Finanzamt die ständigen Überweisungen auf sein Konto überprüft ?
Es würde diese Einnahmen als Einkommen werten um darauf Steuern erheben . Diese Summen würden auf sein Gesamteinkommen angerechnet,
was dazu führen könnte das der Betreffende in eine höhere Steuerklasse rutschen würde. . Kinder haben keine Konten auch wenn du stets behauptest jedes Kind würde später über einen Kartenleser verfügen . Jede Zuwendung ab 10 Cent müsste dann wie bezahlt werden ohne Bargeld ? Bisher ist mir lediglich bekannt dass man diese Karten in ein
Lesegerät stecken muss dass auch autorisiert ist . Privatleute haben solche Geräte nicht . Also wie soll jemand Geldgeschenke machen ohne Bargeld.
Komme mir nicht damit kinder hätten alle ein Smartphone und ein eigenes Girokonto. Diese unpersönliche Zahlweise per Karte stößt an seine Grenzen .
Das ist gut so. Du musst es halt ertragen .Meinen Nachkommen wünsche ich nicht, dass jeder Dauerlutscher ,jedes Bonbon mit EC karte gezahlt werden muss.
Deine Illusionen das Bargeld abgeschafft wird darfst du natürlich behalten .Nur weder du noch deine Nachkommen werden es erleben .
Der Grund ist nachvollziehbar ,unpersönlich zudem gefährlich .Der Verlust einer EC karte würde den Besitzer tagelang zahlungsunfähig machen .
Zudem wäre nicht nur das Portemonnaie leer sondern das gesamte Konto.
Die Schäden und Verluste durch Internetkriminalität sind schon heute größer als die durch Diebstähle.
Bargeld bleibt als gesetzliches Zahlungsmittel erhalten ,dass ist gut so.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Mi 22. Mär 2017, 23:01

Du willst es nicht begreifen. Schon jetzt kann ich Übertweisungen ruck-zuck mit der Banking-App mit meinem Smartphone ausführen, gebührenfrei versteht sich. Innerhalb der nächsten Jahre wird der bargeldlose Zahlungsverkehr weiter revolutioniert werden. Dann werden Überweisungen in Echtuzeit möglich. Wenn du dann deinem Enkel mal eben 5 Euro rüberschieben willst sagt der dir 10 Sekunden nachdem du die Bestätigungstaste gedrückt hast bereits Danke. Von daher wird das Kartenlesegerät für Privatleute wohl nicht kommen, da überholt. Trotzdem arbeiten die Smartphonehersteller an Geräten mit eingebautem Kartenleser. Die Entwicklung auf diesem Gebiet verläuft eben mehrgleisig. Sportverein... Mannschaftskasse? Das ist das allerkleinste Problem. Da bedarf es dann auch keiner Blechkassette mehr. Mehrkosten durch viele Millionen Überweisungen im Centbereich wird es auch nicht geben, im Gegenteil. Zieh dir die Studie rein dessen Link ich schon mind. zweimal gepostet habe. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist um ein Vielfaches billiger als der Umgang mit Bargeld (Herstellung, Verteilung, teure Geldtransporte, ständige Echtheitsüberprüfung bei jedem Bankdurchlauf, Vernichtung, Personal...)
Was dein ewiges Gejammer bezgl. deiner verlorenen Karte betrifft: Da es heute schon fast üblich ist, dass die Banken ihren Kunden zwei Karten ausstellen (Giro-und Kreditkarte) dürfte das kein Problem darstellen. Und falls man mit Partner/Partnerin zusammenlebt sind nicht selten vier Karten im Haus. Zudem: Wer die Zentrale seiner Hausbank vor Ort hat bekommt eine neue Karte bei Selbstabholung noch am selben Tag. Selbst meine Onlinebank hat einen 24/7 Rundumservice. Ersatzkarten gehen noch am Tag der Verlustmeldung in die Post.
Ach, was rede ich da. Das ist doch Pillepalle. Dir fehlen einfach echte Argumente für den Erhalt von Bargeld.
Positiv Denkender (der Name passt überhaupt nicht zu deiner Weltanschauung): Dir wird das Bargeld kein Mensch nehmen! Ich sagte ja, dass das seine Zeit braucht. Aber unsere Kinder (also die, die jetzt noch den Kindergarten besuchen), werden irgendwann im Verlauf ihres Lebens über unsere derzeige Bezahlweise nur lachen können.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Do 23. Mär 2017, 00:18

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Mar 2017, 23:01)

Du willst es nicht begreifen. Schon jetzt kann ich Übertweisungen ruck-zuck mit der Banking-App mit meinem Smartphone ausführen, gebührenfrei versteht sich. Innerhalb der nächsten Jahre wird der bargeldlose Zahlungsverkehr weiter revolutioniert werden. Dann werden Überweisungen in Echtuzeit möglich. Wenn du dann deinem Enkel mal eben 5 Euro rüberschieben willst sagt der dir 10 Sekunden nachdem du die Bestätigungstaste gedrückt hast bereits Danke. Von daher wird das Kartenlesegerät für Privatleute wohl nicht kommen, da überholt. Trotzdem arbeiten die Smartphonehersteller an Geräten mit eingebautem Kartenleser. Die Entwicklung auf diesem Gebiet verläuft eben mehrgleisig. Sportverein... Mannschaftskasse? Das ist das allerkleinste Problem. Da bedarf es dann auch keiner Blechkassette mehr. Mehrkosten durch viele Millionen Überweisungen im Centbereich wird es auch nicht geben, im Gegenteil. Zieh dir die Studie rein dessen Link ich schon mind. zweimal gepostet habe. Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist um ein Vielfaches billiger als der Umgang mit Bargeld (Herstellung, Verteilung, teure Geldtransporte, ständige Echtheitsüberprüfung bei jedem Bankdurchlauf, Vernichtung, Personal...)
Was dein ewiges Gejammer bezgl. deiner verlorenen Karte betrifft: Da es heute schon fast üblich ist, dass die Banken ihren Kunden zwei Karten ausstellen (Giro-und Kreditkarte) dürfte das kein Problem darstellen. Und falls man mit Partner/Partnerin zusammenlebt sind nicht selten vier Karten im Haus. Zudem: Wer die Zentrale seiner Hausbank vor Ort hat bekommt eine neue Karte bei Selbstabholung noch am selben Tag. Selbst meine Onlinebank hat einen 24/7 Rundumservice. Ersatzkarten gehen noch am Tag der Verlustmeldung in die Post.
Ach, was rede ich da. Das ist doch Pillepalle. Dir fehlen einfach echte Argumente für den Erhalt von Bargeld.
Positiv Denkender (der Name passt überhaupt nicht zu deiner Weltanschauung): Dir wird das Bargeld kein Mensch nehmen! Ich sagte ja, dass das seine Zeit braucht. Aber unsere Kinder (also die, die jetzt noch den Kindergarten besuchen), werden irgendwann im Verlauf ihres Lebens über unsere derzeige Bezahlweise nur lachen können.

Woher weißt du das ? Reine Spekulation mehr nicht .Auch Enkel Urenkel und die da nach folgende Generation wird die persönliche Note durch Bargeld
schätzen . Was hats du gepostet ? Deine Vermutungen ? Mit Blechkassette hat das nichts zu tun sondern damit das dieses Geld nicht auf irgendein Konto
eingezahlt werden kann weil es dafür keinen Kontoinhaber gibt. Wahrer wird deine Leier, dass die Einstellung von Bargeld kostengünstiger für Verbraucher wird
auch nicht . Nichts hat der Verbraucher davon ,außer dass alle Welt weiß wieviel oder wie wenig Geld jemand besitzt .
Den Stuss den du hier verbreitest ,es wäre kein Aufwand wenn eine EC Karte oder Kreditkarte verloren geht ist lachhaft .Das Konto wird nach Verlustmeldung sofort gesperrt ,
da nützt auch die EC Karte des Partners nichts .Frühesten nach 24 Std. kann man eine neue Karte mit neuem PIN beantragen .
Technische Defekte sind weitere Hindernisse am Zahlungsverkehr teilzunehmen, wenn Bargeld nicht mehr zur Verfügung stehen würde..
Was zu meiner Weltanschauung passt entscheiden nicht solche Selbstdarsteller wie du .Du solltest lieber deine egoistische Anschauung hinterfragen
ob die zu einer freiheitlichen Weltanschauung passt . Freiheit bedeutet , es jedem selbst zu überlassen wie er bezahlt. Diese Einsicht geht
Egoisten wie dir ab . Wer wann über was lacht ,welche Regierung wann Bargeld als Zahlungsmittel verbietet kannst du Hellseher ja dann hier im Forum
bekanntgeben .Bisher hast du noch nicht einen Beweis dafür gebracht dass Bargeld als Zahlungsmittel abgeschafft wird.
Ganz abgesehen davon ,dass du Kosten für Smartphones .EC und Kreditkarten bestreitest .
Beruhigend für die Menschheit ,dass Egoisten wie du nur dicke Backen machen zum Glück nichts zu entscheiden haben .
Wie schon erwähnt versuch dich als Hellseher . Manche dieser Zunft sollen sogar noch Klienten haben .
Die Mehrheit aller hier lebenden Bürger steht für den Erhalt von Bargeld . Unabhängig davon dass dir dadurch persönliche Verluste entstehen .
Außer dir hat bisher noch niemand behauptet die Abschaffung von Bargeld würde automatisch zu Vermögenszuwächse der Bürger beitragen .
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 23. Mär 2017, 09:12

BlueMonday hat geschrieben:(21 Mar 2017, 12:01)

Der Staat hat doch von jeher schon Zugriff auf wesentliche Daten. Der Ottonormalorwell ist als Staatsbürger vor allem als Tributleistender interessant. Will er ja selbst so. Wünscht sich einen starken steuernden Staat. Dazu sind Steuern und Abgaben notwendig. Dazu eine wachsende Reihe anderer Zwangsbeiträge (Demokratieabgabe etc., die mit Erzwingungshaft notfalls abgepresst werden)
Der Staat weiß dazu, wer welches Einkommen hat. Womit dieses Einkommen generiert wird. Man wird geschätzt, taxiert, eingeordnet, überprüft... alles wird belegt. Wesentliche Transaktionen laufen seit langer Zeit bereits unbar über Konten. Arbeitsentgelte, Mieten, größere Rechnungen... Das Wesentliche eben. Wenn dann jemand mit einer größeren Geldmenge jenseits dieser kontrollierten "Legalsphäre" daherkommt, und in diese Sphäre einbringen will, dann hat er schon ein Problem. Muss sich erklären, woher das Geld denn stammt usw. Der Rest ist doch Pipifax. Taschengeld für den Enkel, anonymer Sockenkauf oder was hier seit über hundert Seiten aus dem Anekdotennähkästchen so angeschleppt wird.

Bargeld wäre vielleicht noch wesentlich, um aus dieser staatlich überwachten "Legalsphäre" auszubrechen, gewissermaßen um eine parallele Struktur zum Staat zu etablieren. Aber gerade das wird und kann ja nun nicht Herr Ottonormalmichel offen als Motivation anbringen - etatistisch, wie er nun mal geprägt ist. Letztlich muss man wohl konstatieren: die Menschen bekommen genau das, was sie verdienen, so sehr sie auch mosern und die Schuld von sich weisen. Das Kind ist schon längst tief in den Brunnnen gefallen. Praktisch an dem Punkt, wo man den imaginären Gesellschaftsvertrag innerlich akzeptiert, den Tribut als legitim und wünschenswert ansieht, dass letztlich mittels Staat jeder die Hände möglichst tief in den Taschen des anderen hat. Und dazu ist eben notwendig, dass man allgemein weiß, wie tief die Taschen der werten Mitmenschen sind, was sie verdienen und dass niemand ausschert und sich alle korrekt steuerlich erklären und offenbaren, sonst wird die Jagd eröffnet auf den Steuersünder...

Dazu kommt noch die inflationistische Geldsteuerfraktion, die gern das Deflationsschreckgespenst an die Wand malt. Für die müsste Bargeld doch auch ein schmerzender Dorn im Auge sein. Geld, das dem Geldkreislauf einfach so entzogen werden kann, "gehortet" werden kann, sich einem "Negativzins" entziehen kann. Sowas erschwert doch die zentrale Geldsteuerung ungemein.



Es geht doch dabei nicht nur um den Staat, auch private Datenschnüffler forschen den Bürger nach allen Regeln der Kunst auf seine Verwertbarkeit aus und verkaufen seine Daten an daran interessierte Firmen. So kann man sich die Adressen für ganze Werbefeldzüge in Gütersloh gegen entsprechende Entlohnung kaufen, gestaffelt nach Einkommensgruppen, Berufen, Mitglied in Vereinen, Parteien, Vorlieben, Hobbies etc. Und auch der Staat hat natürlich ein gebührendes Interesse daran, wie und wofür seine "Schäfchen" ihr Geld ausgeben, bei passender Gelegenheit kann er das dann auch als Argument gegen sie ausspielen. Z.B. wenn sich jemand darüber beklagt, dass er kein Auskommen mit dem Einkommen hat...
Politiker sind wie Tauben, sind sie unten, dann fressen sie einem aus der Hand, sind sie dagegen oben, dann sch...en sie einem auf den Kopf.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Mär 2017, 10:06

@ Positiv Denkender und Orwellhatterecht:

Ihr seid beide Menschen, die der Realität und der Zukunft nicht in die Augen schauen und im Gestern verharren wollt. Ihr baut euch ein Lügengebilde und versucht, darin euer verbleibenes Restleben zu fristen. Wahrscheinlich würdet ihr am liebsten wieder mit der Reichsmark bezahlen und euren nächsten Urlaub auf Atlantis verbringen wollen. Aber Vorsicht bei dem Unternehmen: Die Erde ist eine Scheibe! :D

Da ich aber ja stets daran glaube, dass jeder Mensch lernfähig ist wenn der Leidensdruck nur groß genug ist habe ich bei euch beiden noch Hoffnung. :thumbup:
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 23. Mär 2017, 10:09

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Mar 2017, 10:06)

@ Positiv Denkender und Orwellhatterecht:

Ihr seid beide Menschen, die der Realität und der Zukunft nicht in die Augen schauen und im Gestern verharren wollt. Ihr baut euch ein Lügengebilde und versucht, darin euer verbleibenes Restleben zu fristen. Wahrscheinlich würdet ihr am liebsten wieder mit der Reichsmark bezahlen und euren nächsten Urlaub auf Atlantis verbringen wollen. Aber Vorsicht bei dem Unternehmen: Die Erde ist eine Scheibe! :D

Da ich aber ja stets daran glaube, dass jeder Mensch lernfähig ist wenn der Leidensdruck nur groß genug ist habe ich bei euch beiden noch Hoffnung. :thumbup:



Du kannst mal davon ausgehen, dass ich als langjähriger Systemanalytiker und Programmierer ganz genau weiss, worüber ich rede bzw. schreibe. Kannst Du das von Dir auch behaupten?
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Mär 2017, 11:13

Aha, aufgrund deines Berufes glaubst du zu wissen, wie unsere Gesellschafft, also alle Menschen, die in unserem Staat zusammenleben, morgen oder übermorgen noch ihre Waren bezahlen wollen? Wie überheblich! Wie die Masse der Verbraucher in der Zukunft bezahlen wollen bestimmt ganz sicher kein Systemanalytiker oder gar Programmierer! Es bleibt dir aber unbenommen, einen Blick in die berühmte Kristallkugel zu werfen und dir etwas dabei zu wünschen. Das macht der auf deiner Seite stehende derzeitige Bandesbankpräsident so, aber auch dieser hier:

http://www.focus.de/finanzen/banken/aut ... 25888.html

Aber letztendlich entscheidet das Volk, genau so wie in unseren nordischen Nachbarländern. Und die Politik wird dies mit allen Kräften unterstützen. ;)
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Orwellhatterecht » Do 23. Mär 2017, 11:53

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Mar 2017, 11:13)

Aha, aufgrund deines Berufes glaubst du zu wissen, wie unsere Gesellschafft, also alle Menschen, die in unserem Staat zusammenleben, morgen oder übermorgen noch ihre Waren bezahlen wollen? Wie überheblich! Wie die Masse der Verbraucher in der Zukunft bezahlen wollen bestimmt ganz sicher kein Systemanalytiker oder gar Programmierer! Es bleibt dir aber unbenommen, einen Blick in die berühmte Kristallkugel zu werfen und dir etwas dabei zu wünschen. Das macht der auf deiner Seite stehende derzeitige Bandesbankpräsident so, aber auch dieser hier:

http://www.focus.de/finanzen/banken/aut ... 25888.html

Aber letztendlich entscheidet das Volk, genau so wie in unseren nordischen Nachbarländern. Und die Politik wird dies mit allen Kräften unterstützen. ;)



Nein, aufgrund meines Berufes weiss ich annähernd um die Möglichkeiten und auch um die Gefahren, die uns die "schöne neue Welt" a la Huxley, beschert. Hat also nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern vielmehr damit, dass es mich immer
wieder in Erstaunen versetzt, wie obrigkeitsgläubig und -hörig, wie gern sich viele Menschen in voraus eilendem Gehorsam üben, und willig letztendlich an ihrem eigenen Käfig basteln, anstatt sich gegen Zumutung und Bevormundung zur Wehr zu setzen. Die beabsichtigte Abschaffung des Bargeldes ist nur ein klitzekleines Steinchen in einer Reihe weiterer Maßnahmen. Die Kristallkugel dagegen überlasse ich Dir, ich weiss, bei Dir ist sie in guten Händen!
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Mär 2017, 12:06

Schön, wenn du glaubst zu wissen...
Mit Obrigkeitsgläubigkeit hat es im Übrigen rein gar nichts zu tun, wenn immer mehr Menschen zunehmend bargeldlos bezahlen und auf Kartengeld setzen. Denn dann müsste es denen ja die "Obrigkeit" = Politik auferlegen bzw. sie zunehmend zur bargeldlosen Zahlung verpflichten. Das tut sie aber nicht. Die Bürger sind mündig genug darüber selbst zu entscheiden. Wie gesagt, jährlich 2 - 3 Millionen neue Kartenkunden, Kurve ansteigend und immer mehr Kartenterminals im deutschen Einzelhandel. Träume weiter an deinem Schreibtisch.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Positiv Denkender » Do 23. Mär 2017, 12:42

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Mar 2017, 12:06)

Schön, wenn du glaubst zu wissen...
Mit Obrigkeitsgläubigkeit hat es im Übrigen rein gar nichts zu tun, wenn immer mehr Menschen zunehmend bargeldlos bezahlen und auf Kartengeld setzen. Denn dann müsste es denen ja die "Obrigkeit" = Politik auferlegen bzw. sie zunehmend zur bargeldlosen Zahlung verpflichten. Das tut sie aber nicht. Die Bürger sind mündig genug darüber selbst zu entscheiden. Wie gesagt, jährlich 2 - 3 Millionen neue Kartenkunden, Kurve ansteigend und immer mehr Kartenterminals im deutschen Einzelhandel. Träume weiter an deinem Schreibtisch.

Richtig die Bürger sind mündig .Die entscheiden schon selbst wie sie bezahlen . Was hat der Zuwachs von EC Kartenzahlung mit der Forderung zu tun
Bargeld abzuschaffen ? Nichts , denn die höhe der Ausgabe und die eigene Entscheidung der Verbraucher wie sie zahlen wollen ist allein entscheidend.
Und die Mehrheit aller Bürger variiert nun mal zwischen elektronischer Zahlung und Barzahlung. Selbst wenn jeder hier lebende Bürger eine EC karte
nutzt, bedeutet dies nicht, dass er nicht auch Bargeld nutzt .Millionenfach geht nur Bargeld im privaten Bereich ist Bargeld unverzichtbar .
Deine Provisionen werden halt geringer fließen als du es dir erträumst .Merke die überwiegende Mehrheit wählt seit langer Zeit zwischen
Kartenzahlungen und Barzahlungen . Das wird auch so bleiben weil es die Menschen so möchten . Deshalb wird auch keine Regierung die Abschaffung von Bargeld
in Erwägung ziehen bzw. würden Parteien diese Forderungen in ihrem Wahlprogramm aufnehmen . Ausgenommen die Piraten nur die haben sich eh erledigt.
Da musst du durch auch wenn dir der Kamm schwillt . Bargeld bleibt uns erhalten alles andere beruht auf unbewiesene Spekulationen von Menschen
die sich durch die Abschaffung von Bargeld zusätzlichen Profit versprechen . Mit technischen Fortschritt hat die Forderung Bargeld zu verbieten nichts zu tun .
Auch mit Bargeld gehört Deutschland zu den 7 erfolgreichsten Industrienationen der Welt. Bargeld hat bisher den Fortschritt nicht behindert und wird
ihn auch in Zukunft nicht behindern . Die Menschen werden auch in Zukunft ihre Taxifahrt ,die Tasse Kaffee das Brötchen , wie viele anderen millionenfachen
Ausgaben incl. Geldgeschenke mit Bargeld begleichen . Wenn Bargeld abgeschafft ist darfst du dich gerne wieder melden . Nur ich bezweifele einmal
dass jemand der bereits auf dieser Erde weilt ein Verbot von Bargeld erlebt .Träume weiter ,mehr bleibt dir nicht.
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Re: Abschaffung von Bargeld

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Mär 2017, 14:54

Bei dem jährliche Kartenzuwachs von 2 - 3 Millionen spreche ich nicht von Girokarten sondern von Kreditkarten. Das habe ich aber bereits mehrfach erwähnt. Warum legst du mir immer etwas in den Mund, was ich nie gesagt habe? Weil dir die Argumente fehlen? Du hast natürlich völlig recht. Das Bargeld wird aus heutiger Sicht nicht von der Regierung abgeschafft. Das ist auch in Schweden, Norwegen und Dänemark nicht der Fall. Die Entwicklung zu einem bargeldfreien Staat wird allerdings auch nicht von der Regierung aktiv verhindert werden. Allerdings verfügst auch du über keine Kristallkugel, die dir das Programm der Regierungspartei/en der nächsten Wahlperioden zeigen. Ich orientiere mich da lieber an die Gegebenheiten und beobachte den Markt. Das solltest du auch einmal machen. Kein Kaufmann stellt sich zum Spass ein Kartenterminal auf seinen Verkaufsthresen. Warum werden das bloß immer mehr? Wie kommt es, dass immer mehr Gaststätten und Restaurants ihre Kellner mit WLAN-Kartenlesegeräte so groß wie eine Zigarettenschachtel ausgestatten und man bequem und diskret am Tisch mit Karte bezahlen kann, ohne dass die eingeladenen Gäste mitbekommen, was ihr Gastgeber löhnen muss?

Der bargeldlose Zahlungsverkehr wird zunehmend mehr und wird bei immer mehr jungen Menschen zur Routine. PD, du reitest ein totes Pferd. du merkst es bloß nicht, einfach weil du merkbefreit bist. :D
Und weil du gerade das Taxi erwähnst: Seit 2015 ist jeder Taxifahrer in Berlin verpflichtet Kreditkarten als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Und soviel ich weiß kannst du in jeder größeren deutschen Stadt das Taxi mit der Kreditkarte bezahlen. Manchmal kostet es noch Gebühren, manchmal nicht. Habe ich selbst probiert in Berlin, Hamburg, Bremen und Oldenburg. Klappt wunderbar und geht ratz-fatz.
Bei unserem Blumenladen im Dorf, ein zwei-Frauen-Betrieb kann ich seit diesem Jahr die Rosen für meine Frau an ihrem Geburtstag auch mit der Karte bezahlen. Und der böse, böse Staat registriert das. So was aber auch... :D
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