Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

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Boraiel
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Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Boraiel » Di 11. Nov 2014, 20:53

Was das im Fall Ikea heißen kann, belegt ein Schreiben vom 23. Januar 2012. Es ist ein Begleitbrief der Unternehmensberater von Pricewaterhouse-Coopers (PWC) zur Steuererklärung 2010. Die Berater erklären, wie viel Steuern die Inter Ikea Holding in jenem Jahr zu zahlen hat: 48 000 Euro. Damals lag der Nettogewinn der Inter Ikea Holding bei sagenhaften 2 572 436 000 Euro. Man kann sich den Spaß machen und den Steuersatz berechnen, es sind 0,001865935 Prozent.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2213559

Es muss sich etwas verändern meiner Meinung nach. Es ist nicht hinnehmbar, dass reguläre Steuern über solche Steuerschlupflöcher in verschiedenen Ländern vermieden werden können. Ich mache den Unternehmen und Privatpersonen keinen Vorwurf, wenn sie so etwas nutzen und es legal ist, sondern es müssen andere Gesetze her. Verwerflich finde ich allerdings, wenn diese ihr (erspartes) Geld dazu einsetzen über Lobbyarbeit dafür zu sorgen, dass die Steuervermeidungsmöglichkeiten bestehen bleiben, denn das schadet enorm dem Gemeinwesen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ist solche Steuervermeidung nicht auch erst möglich durch den freien Waren- und Kapitalverkehr? Ich würde diesen ungern eingeschränkt sehen, denn ich denke, dass dieser für unseren Wohlstand allgemein sehr positiv ist, aber die Frage ist, was kann man sonst verändern, um solche Steuervermeidung zu verhindern?
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Realist2014 » Di 11. Nov 2014, 21:31


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2213559

Es muss sich etwas verändern meiner Meinung nach. Es ist nicht hinnehmbar, dass reguläre Steuern über solche Steuerschlupflöcher in verschiedenen Ländern vermieden werden können. Ich mache den Unternehmen und Privatpersonen keinen Vorwurf, wenn sie so etwas nutzen und es legal ist, sondern es müssen andere Gesetze her. Verwerflich finde ich allerdings, wenn diese ihr (erspartes) Geld dazu einsetzen über Lobbyarbeit dafür zu sorgen, dass die Steuervermeidungsmöglichkeiten bestehen bleiben, denn das schadet enorm dem Gemeinwesen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ist solche Steuervermeidung nicht auch erst möglich durch den freien Waren- und Kapitalverkehr? Ich würde diesen ungern eingeschränkt sehen, denn ich denke, dass dieser für unseren Wohlstand allgemein sehr positiv ist, aber die Frage ist, was kann man sonst verändern, um solche Steuervermeidung zu verhindern?[/quote]


Die Frage ist- warum UnternehmeN überhaupt Steuern bezahlen sollen...

Sondern nur bei ZUFLUSS der Gewinne an den UnternehmeR

da ist allerdings dann Handlungsbedarf...Weltweit....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Tantris » Di 11. Nov 2014, 21:37

Sehr richtig. Eine gerechte gesellschaft wäre eine, in der ich keine steuern zahlen brauche, wohl aber die anderen.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Realist2014 » Di 11. Nov 2014, 21:50

Tantris » Di 11. Nov 2014, 21:37 hat geschrieben:Sehr richtig. Eine gerechte gesellschaft wäre eine, in der ich keine steuern zahlen brauche, wohl aber die anderen.



Steuern sollten nur bei Einkommen von NATÜRLICHEN Personen fällig werden...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Boraiel » Di 11. Nov 2014, 22:53

Realist2014 » Di 11. Nov 2014, 22:50 hat geschrieben:

Steuern sollten nur bei Einkommen von NATÜRLICHEN Personen fällig werden...

Wenn juristische Personen keinen Steuern mehr auf Gewinne zahlen müssen, dann kann ich als Besitzer mit dem Unternehmensgewinn doch einfach ein Ferienhaus in der Schweiz kaufen (keine Investition, die den Gewinn verringert). Folge: Ich kann ein schönes Ferienhaus nutzen, welche formell meinem Unternehmen gehört, habe aber keinerlei Steuern auf Gewinne oder Einkommen bezahlt. Es wäre also ziemlich dumm sich die Gewinne je ausschütten zu lassen und ich würde alle meine privaten Ausgaben durch mein Unternehmen bezahlen lassen.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon garfield336 » Di 11. Nov 2014, 23:45

Boraiel » Di 11. Nov 2014, 20:53 hat geschrieben:http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/l ... -1.2213559

Es muss sich etwas verändern meiner Meinung nach. Es ist nicht hinnehmbar, dass reguläre Steuern über solche Steuerschlupflöcher in verschiedenen Ländern vermieden werden können.


Die regulären Steuern wurden bezahlt.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon garfield336 » Di 11. Nov 2014, 23:47

Boraiel » Di 11. Nov 2014, 22:53 hat geschrieben:Wenn juristische Personen keinen Steuern mehr auf Gewinne zahlen müssen, dann kann ich als Besitzer mit dem Unternehmensgewinn doch einfach ein Ferienhaus in der Schweiz kaufen (keine Investition, die den Gewinn verringert). Folge: Ich kann ein schönes Ferienhaus nutzen, welche formell meinem Unternehmen gehört, habe aber keinerlei Steuern auf Gewinne oder Einkommen bezahlt. Es wäre also ziemlich dumm sich die Gewinne je ausschütten zu lassen und ich würde alle meine privaten Ausgaben durch mein Unternehmen bezahlen lassen.


Das ist auch wiederum wahr.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Tantris » Mi 12. Nov 2014, 03:20

Realist2014 » Di 11. Nov 2014, 22:50 hat geschrieben:

Steuern sollten nur bei Einkommen von NATÜRLICHEN Personen fällig werden...



natürlich. Das steuersystem soll ja den konzernen dienen und nicht den menschen.

Steuern zahlen ist was für doofe und arme.

Nix für uns!
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Tantris » Mi 12. Nov 2014, 03:27

Boraiel » Di 11. Nov 2014, 23:53 hat geschrieben:Wenn juristische Personen keinen Steuern mehr auf Gewinne zahlen müssen, dann kann ich als Besitzer mit dem Unternehmensgewinn doch einfach ein Ferienhaus in der Schweiz kaufen (keine Investition, die den Gewinn verringert). Folge: Ich kann ein schönes Ferienhaus nutzen, welche formell meinem Unternehmen gehört, habe aber keinerlei Steuern auf Gewinne oder Einkommen bezahlt. Es wäre also ziemlich dumm sich die Gewinne je ausschütten zu lassen und ich würde alle meine privaten Ausgaben durch mein Unternehmen bezahlen lassen.


Das ist ja wohl logisch. Man muss vielleicht ein bisschen mit dem geldwerten vorteil aufpassen... aber nicht zu sehr. Wir leben schließlich in einem land, indem 71 % der porsche-autos auf den strassen "Dienstwagen" sind. Also, dienstporsche, dienstvilla, dienstessen, diensreise, bewirtungspauschale... all die feuchten träume von realist sind schon längst wirklichkeit und das wüsste er mit sicherheit, hätte er soviel geld, wie er hier tut.... ;)
Ausserdem tun wir dienstporschefahre ja nun wirklich was für die deutsche wirtschaft:
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg ... d-BMW.html

auch wenn es die entsprechenden gesetze noch nicht sehr lange gibt. Es geht aufwärts!

Lieber steuerzahler, danke für meinen dienstwagen! Wählt weiterhin cdu! Ich bin nicht so gut zu fuss...
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon jorikke » Mi 12. Nov 2014, 05:37

Die Firma Ikea mal beispielhaft herausgegriffen:
Sie beschäftigt in Deutschland z.Zt. 16.000 Mitarbeiter.
Die zahlen jährlich etwa (grob geschätzt) 115 Millionen an Einkommenssteuern.
Erzwingt man höhere Unternehmenssteuern, bevor in Europa die Steuern harmonisiert sind, besteht die Gefahr der Abwanderung.
Man hätte dann den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und ein schönes Minus-Geschäft gemacht.
Obendrauf kämen dann die Kosten für die Arbeitslosenunterstützung.
Also, wie war das mit der Kavallerie?
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Realist2014 » Mi 12. Nov 2014, 06:51

Boraiel » Di 11. Nov 2014, 22:53 hat geschrieben:Wenn juristische Personen keinen Steuern mehr auf Gewinne zahlen müssen, dann kann ich als Besitzer mit dem Unternehmensgewinn doch einfach ein Ferienhaus in der Schweiz kaufen (keine Investition, die den Gewinn verringert). Folge: Ich kann ein schönes Ferienhaus nutzen, welche formell meinem Unternehmen gehört, habe aber keinerlei Steuern auf Gewinne oder Einkommen bezahlt. Es wäre also ziemlich dumm sich die Gewinne je ausschütten zu lassen und ich würde alle meine privaten Ausgaben durch mein Unternehmen bezahlen lassen.



das kannst du doch auch HEUTE schon so machen- unabhängig, ob "Unternehmensgewinn" bezahlt werden muss..

viel Spaß dann bei der Betriebsprüfung....( Geldwerter Vorteil usw...)

Bei einer Personengesellschaft gibt es übrigens nichts zum "ausschütten"....
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Realist2014 » Mi 12. Nov 2014, 06:53

Tantris » Mi 12. Nov 2014, 03:27 hat geschrieben:
Das ist ja wohl logisch. Man muss vielleicht ein bisschen mit dem geldwerten vorteil aufpassen... aber nicht zu sehr. Wir leben schließlich in einem land, indem 71 % der porsche-autos auf den strassen "Dienstwagen" sind. Also, dienstporsche, dienstvilla, dienstessen, diensreise, bewirtungspauschale... all die feuchten träume von realist sind schon längst wirklichkeit und das wüsste er mit sicherheit, hätte er soviel geld, wie er hier tut.... ;)
Ausserdem tun wir dienstporschefahre ja nun wirklich was für die deutsche wirtschaft:
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auch wenn es die entsprechenden gesetze noch nicht sehr lange gibt. Es geht aufwärts!

Lieber steuerzahler, danke für meinen dienstwagen! Wählt weiterhin cdu! Ich bin nicht so gut zu fuss...



du hast doch selber den geldwerten Vorteil schon angeführt..( der ist nicht zu knapp...)

und lass dieses dümmliche persönliche....
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 12. Nov 2014, 07:13

Boraiel » Di 11. Nov 2014, 22:53 hat geschrieben:Wenn juristische Personen keinen Steuern mehr auf Gewinne zahlen müssen, dann kann ich als Besitzer mit dem Unternehmensgewinn doch einfach ein Ferienhaus in der Schweiz kaufen (keine Investition, die den Gewinn verringert). Folge: Ich kann ein schönes Ferienhaus nutzen, welche formell meinem Unternehmen gehört, habe aber keinerlei Steuern auf Gewinne oder Einkommen bezahlt. Es wäre also ziemlich dumm sich die Gewinne je ausschütten zu lassen und ich würde alle meine privaten Ausgaben durch mein Unternehmen bezahlen lassen.


Angesehen davon, dass diese Beispiel an den Haaren herbeigezogen ist, wäre so eine Konstruktion ja unabhängig davon, ob Unternehmen Steuern zahlen oder nicht.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 12. Nov 2014, 07:29

Was das im Fall Ikea heißen kann, belegt ein Schreiben vom 23. Januar 2012. Es ist ein Begleitbrief der Unternehmensberater von Pricewaterhouse-Coopers (PWC) zur Steuererklärung 2010. Die Berater erklären, wie viel Steuern die Inter Ikea Holding in jenem Jahr zu zahlen hat: 48 000 Euro. Damals lag der Nettogewinn der Inter Ikea Holding bei sagenhaften 2 572 436 000 Euro. Man kann sich den Spaß machen und den Steuersatz berechnen, es sind 0,001865935 Prozent.


Das ist natürlich wunderbar reißerisch. Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt solche Milchmädchenrechnungen aufzustellen. Ist es die Unkenntnis über die Sachlage? Das halte ich dann schon für bedenklich, wenn man als Journalist mit sowas durchkommt. Oder bewusst provokativ, weil die Realität nicht reißerisch genug ist.

Eine Schlagzeile wie: "Ikea zahlt mit undurchsichtiger Firmenstruktur nur 18% Steuern" würde wohl keinen Hund vorm Ofen hervorlocken, geschweige denn für eine Massenempörung sorgen.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Tantris » Mi 12. Nov 2014, 07:48

Realist2014 » Mi 12. Nov 2014, 07:53 hat geschrieben:

du hast doch selber den geldwerten Vorteil schon angeführt..( der ist nicht zu knapp...)


Nun, als chef bin ich immer im dienst, und wenn das wirklich stören würde, gäbs keine 71 % porsche dienstwagen.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon garfield336 » Mi 12. Nov 2014, 08:30

Luxemburgs Finanzminister meint, es müsse neue Regeln für Tax Rulings geben, diese Regeln müssen aber in einem Internationalen Kontext geändert werden. Er glaubt aber nicht, dass sich in nächster Zeit, viel Veränderungen geben soll.

Das glaube ich auch nicht. Es wird kompliziert alle Akteure an einen Tisch zu bekommen und sie zu einheitlichen Regeln zu zwingen.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Realist2014 » Mi 12. Nov 2014, 08:53

Tantris » Mi 12. Nov 2014, 07:48 hat geschrieben:
Nun, als chef bin ich immer im dienst, und wenn das wirklich stören würde, gäbs keine 71 % porsche dienstwagen.



befass dich einfach Mal mit dem Thema

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was ist daran nun das Problem?
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon John Galt » Mi 12. Nov 2014, 09:02

Die Steuer wird in der Regel nicht vermieden, sondern in die Zukunft verlagert. Apple und Google hocken auf rund 300 Milliarden Dollar die im Ausland lagern und bei Rückfluss in die USA zu versteuern wären.

Das führt auch zu diversen anderen Problemen, wo am Ende Fiskus und Unternehmen verlieren können. Unternehmenssteuern sind eben nicht ganz optimal und deshalb sollte man zu einer Politik zurückkehren wo nur der Anteilseigner Steuersubjekt ist.
Zuletzt geändert von John Galt am Mi 12. Nov 2014, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 12. Nov 2014, 09:08

jorikke » Mi 12. Nov 2014, 06:37 hat geschrieben:Die Firma Ikea mal beispielhaft herausgegriffen:
Sie beschäftigt in Deutschland z.Zt. 16.000 Mitarbeiter.
Die zahlen jährlich etwa (grob geschätzt) 115 Millionen an Einkommenssteuern.
Erzwingt man höhere Unternehmenssteuern, bevor in Europa die Steuern harmonisiert sind, besteht die Gefahr der Abwanderung.
Man hätte dann den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben und ein schönes Minus-Geschäft gemacht.
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Also, wie war das mit der Kavallerie?


Das Problem bei IKEA ist ja nicht, dass die Unternehmenssteuern zu niedrig sind, sondern dass das Unternehmen eine derart komplexe Struktur aus Unternehmensteilen, Stiftungen usw. aufweist, dass selbst Experten sie nicht mehr durchdringen.

Aber unabhängig von aller Steuerpolitik: Als Konsument habe ich die Freiheit, die Differenz zwischen dem öffentlich verbreiteten positiven Unternehmensbild und der Realität zu durchschauen. Diese Differenz ist ja gerade bei IKEA wirklich extrem. Ich überlege oft, wie man zum Beispiel diesen Kult der "Familiensamstagvormittage bei IKEA" irgendwie gezielt diskreditieren könnte.
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Re: Der Gipfel (?) des Eisberges - Steuervermeidung von Ikea

Beitragvon Tantris » Mi 12. Nov 2014, 09:13

Realist2014 » Mi 12. Nov 2014, 09:53 hat geschrieben:

befass dich einfach Mal mit dem Thema

was du schreibst - ist Unsinn

die meisten nehmen die 1% Regelung- damit ist der geldwerte Vorteil abgegolten

was ist daran nun das Problem?


Dass man personenbezogenen steuern nicht entkommt wenn man alle betriebe die steuern zu 100% schenken würde.

Und jetzt willst du uns erzählen, man habe keine finanziellen vorteile von einem dienstwagen? Und deswegen sind über 70% aller deutschen porsches dienstwagen? Weil die chefs allesamt blöd sind und gern ihr geld verschenken?

Unser steuersystem IST ungerecht und du forderst noch mehr ungleichheit?

Was sollen das werden?

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