Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

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Wähler
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Wähler » Do 15. Dez 2016, 17:26

Wähler hat geschrieben:(15 Dec 2016, 06:24)
Wenn die einzelnen Bürger weniger Einkommenssteuer zahlen und die Unternehmen keine Unternehmenssteuern mehr entrichten wollen, wie soll dann die soziale Marktwirtschaft und der Sozialstaat aufrecht erhalten werden? Die Ausgaben für Familienpolitik und Grundsicherung werden in Deutschland aus Steuern bezahlt. Dann muss man in Deutschland auch so ehrlich sein und eine Verringerung des Steuerzuschusses für die versicherungsfremden Leistungen in der Rentenversicherung fordern. Dieser Topf macht etwa 100 Milliarden Euro jährlich aus. Die Veränderung der Umfragewerte kann man sich schon vorstellen. ;)

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Dec 2016, 09:39)
Die Frage stellt sich gar nicht. Da ein Unternehmen keinen eigenen Willen hat. Es ist lediglich ein rechtliche Gebilde. Kann also gar keine Steuern bezahlen, da Steuern letztendlich immer vom Bürger bezahlt werden.

Mir geht es garnicht um die Zusammensetzung des Steueraufkommens, sondern um dessen Verwendung für das Lissabon-Ziel "Soziale Marktwirtschaft". Vielleicht mag ja jemand noch etwas zu diesem meinem eigentlichen Anliegen schreiben.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon pikant » Do 15. Dez 2016, 17:32

Wähler hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:26)

Mir geht es garnicht um die Zusammensetzung des Steueraufkommens, sondern um dessen Verwendung für das Lissabon-Ziel "Soziale Marktwirtschaft". Vielleicht mag ja jemand noch etwas zu diesem meinem eigentlichen Anliegen schreiben.


da biste in Luxembourg richtig mit dem hoechsten Mindestlohn in der EU und der hoechsten Grundsicherung in der EU bei Arbeitslosigkeit!
oben wird toll verdient bei niedriger Steuerbelastung und unten wird sozial gut abgesichert.
geht aber wohl nur in so kleinen Laendern wie es eben im Grossherzogtum der Fall ist, wo man erfolgreich 'Nischenpolitik' betreibt.
Zuletzt geändert von pikant am Do 15. Dez 2016, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 15. Dez 2016, 17:32

Wähler hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:26)

Mir geht es garnicht um die Zusammensetzung des Steueraufkommens, sondern um dessen Verwendung für das Lissabon-Ziel "Soziale Marktwirtschaft". Vielleicht mag ja jemand noch etwas zu diesem meinem eigentlichen Anliegen schreiben.



Da wäre die Aufgabe, die Steuern effizient zu erheben mit geringen Kosten und möglichst wenig Gestaltungs- und Ausweichmöglichkeiten. Spricht schon mal nicht für die Unternehmensbesteuerung ;)
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Wähler » Do 15. Dez 2016, 17:42

Es stellt sich also auf der Einnahmenseite die Frage, ob und wie sich die Steuersysteme in den verschiedenen EU-Ländern einander angleichen können. Das Gleiche gilt für die Ausgabenseite: Annäherung der unterschiedlichen Sozialsysteme. Möge es nicht zu einem Wettlauf der Anpassung auf das Mindestmaß kommen. Bei der Rentenversicherung in Deutschland, die zu 100 Milliarden aus Steuermitteln finanziert wird, läuft es ja immer mehr in Richtung Durchschnittsrente mit geringem Abstand zur Höhe der Grundsicherung.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 15. Dez 2016, 19:52

Wähler hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:42)

Es stellt sich also auf der Einnahmenseite die Frage, ob und wie sich die Steuersysteme in den verschiedenen EU-Ländern einander angleichen können.


für mich war die Frage eher, ob unter gegebenen Umständen die Besteuerung von Unternehmen (die letztendlich sowieso keine Steuern zahlen) überhaupt noch Sinn macht.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon G.Rasheimer » Do 15. Dez 2016, 22:13

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Dec 2016, 19:52)

für mich war die Frage eher, ob unter gegebenen Umständen die Besteuerung von Unternehmen (die letztendlich sowieso keine Steuern zahlen) überhaupt noch Sinn macht.


Wenn ich mal übersetzen darf ….

also gibt es also „Ober“ Unternehmen, deren Firmenkonstrukte so verdeckt sind,
dass sie evtl. noch Steuern kassieren können,
…….auf jeden Fall keine zahlen ?
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 15. Dez 2016, 22:36

G.Rasheimer hat geschrieben:(15 Dec 2016, 22:13)

Wenn ich mal übersetzen darf ….

also gibt es also „Ober“ Unternehmen, deren Firmenkonstrukte so verdeckt sind,
dass sie evtl. noch Steuern kassieren können,
…….auf jeden Fall keine zahlen ?


Falsch übersetzt. Wie oben geschrieben, werden Steuern immer vom Bürger bezahlt, letztendlich. Ein Unternehmen hingegen ist nur ein rechtliches Konstrukt. Das kann weder Denken, noch Handeln, noch konsumieren und daher letztendlich eben auch keine Steuern zahlen. Selbst wenn es ein eigenes Steuersubjekt ist.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon G.Rasheimer » Fr 16. Dez 2016, 00:11

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Dec 2016, 19:52)

für mich war die Frage eher, ob unter gegebenen Umständen die Besteuerung von Unternehmen (die letztendlich sowieso keine Steuern zahlen) überhaupt noch Sinn macht.


es ist ein Unterschied ob ein Unternehmen seine Steuerlast in die Kalkulation einrechnet und sie dann auch abführt,
hier geht es um Unternehmen die Steuern vom Bürger einziehen, sie aber nicht abführen

3x schwarzer Kater hat geschrieben:
Ein Unternehmen hingegen ist nur ein rechtliches Konstrukt. Das kann weder Denken, noch Handeln, noch konsumieren und daher letztendlich eben auch keine Steuern zahlen. Selbst wenn es ein eigenes Steuersubjekt ist.


ok ...
das Wort Unternehmen wird von einigen Unternehmern zur Steuerhinterziehung mißbraucht,
...... diese Art müsste eigentlich WEGNEHMEN heissen
..da bleiben wir doch lieber bei Briefkasten,
sonst könnte man ja meinen das diese Unternehmer Diebe sind ;)
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Fazer » Fr 16. Dez 2016, 00:58

G.Rasheimer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 00:11)

es ist ein Unterschied ob ein Unternehmen seine Steuerlast in die Kalkulation einrechnet und sie dann auch abführt,
hier geht es um Unternehmen die Steuern vom Bürger einziehen, sie aber nicht abführen




An welcher Stelle jetzt genau ging es darum?
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Wähler » Fr 16. Dez 2016, 05:40

Wähler hat geschrieben:(15 Dec 2016, 17:42)
Es stellt sich also auf der Einnahmenseite die Frage, ob und wie sich die Steuersysteme in den verschiedenen EU-Ländern einander angleichen können. Das Gleiche gilt für die Ausgabenseite: Annäherung der unterschiedlichen Sozialsysteme. Möge es nicht zu einem Wettlauf der Anpassung auf das Mindestmaß kommen. Bei der Rentenversicherung in Deutschland, die zu 100 Milliarden aus Steuermitteln finanziert wird, läuft es ja immer mehr in Richtung Durchschnittsrente mit geringem Abstand zur Höhe der Grundsicherung.

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(15 Dec 2016, 19:52)
für mich war die Frage eher, ob unter gegebenen Umständen die Besteuerung von Unternehmen (die letztendlich sowieso keine Steuern zahlen) überhaupt noch Sinn macht.

Wie realistisch ist es, dass sich Deutschland gegenüber den Südländern Spanien, Frankreich und Italien mit seinen Vorstelllungen von einem modernen Steuersystem durchsetzt.? ;)
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 16. Dez 2016, 10:04

Fazer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 00:58)

An welcher Stelle jetzt genau ging es darum?




Manche User geben sich hier im Forum ganz betont weltfremd !
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Fazer » Fr 16. Dez 2016, 10:36

Orwellhatterecht hat geschrieben:(16 Dec 2016, 10:04)

Manche User geben sich hier im Forum ganz betont weltfremd !


Das muss man bei der Frage von Raesheimer sicherlich so feststellen. Denn darum, dass Unternehmen "Steuern einziehen und nicht weiter abführen" ging es bei dem Thema Luxemburg ganz sicher nicht.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 16. Dez 2016, 11:28

Fazer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 10:36)

Das muss man bei der Frage von Raesheimer sicherlich so feststellen. Denn darum, dass Unternehmen "Steuern einziehen und nicht weiter abführen" ging es bei dem Thema Luxemburg ganz sicher nicht.



Eigentlich hatte ich dabei eher an Dich gedacht, denn Steuervermeidung ist gerade bei grossen Firmen der ganz grosse Hit, wusstest Du das etwa nicht?!
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Fazer » Fr 16. Dez 2016, 11:55

Orwellhatterecht hat geschrieben:(16 Dec 2016, 11:28)

Eigentlich hatte ich dabei eher an Dich gedacht,


So kann man sich irren.

Orwellhatterecht hat geschrieben:(16 Dec 2016, 11:28)denn Steuervermeidung ist gerade bei grossen Firmen der ganz grosse Hit, wusstest Du das etwa nicht?!


Jedes Unternehnem wird seine Struktur und sein Gechäftsmodell auch (nicht: nur) an steuerliche Rahmen anpassen. Das ist richtig und normal. Was quatsch ist, ist was Raesheimer behauptet, nämlich das die Unternehmen "Steuern vereinnahmen und nicht abführen". Aber vielleicht bist du des Lesens nicht mächtig, wenn du den Unterschied da nicht erkennst?
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon G.Rasheimer » Fr 16. Dez 2016, 13:39

Fazer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 11:55)

Jedes Unternehnem wird seine Struktur und sein Gechäftsmodell auch (nicht: nur) an steuerliche Rahmen anpassen. Das ist richtig und normal. Was quatsch ist, ist was Raesheimer behauptet, nämlich das die Unternehmen "Steuern vereinnahmen und nicht abführen". Aber vielleicht bist du des Lesens nicht mächtig, wenn du den Unterschied da nicht erkennst?


Meine Aussage bezog sich auf die These vom Kater,
3x schwarzer Kater hat geschrieben:
ob unter gegebenen Umständen die Besteuerung von Unternehmen (die letztendlich sowieso keine Steuern zahlen) überhaupt noch Sinn macht.


ich habe daraufhin 2 mögliche Konkretisierungen seiner Aussage angeboten ....
der Kater erklärt:
3x schwarzer Kater hat geschrieben:Wie oben geschrieben, werden Steuern immer vom Bürger bezahlt, letztendlich. Ein Unternehmen hingegen ist nur ein rechtliches Konstrukt. Das kann weder Denken, noch Handeln, noch konsumieren und daher letztendlich eben auch keine Steuern zahlen. Selbst wenn es ein eigenes Steuersubjekt ist.


bist du mit dieser Erklärung zufrieden ?

ich hatte auch nachgefragt, wie dieses neue Steuerkonzept aussehen könnte ?
Stichwort: Wegfall der Unternehmensbesteuerung

... oder hat der Kater da in seinen eigenen Nebelkerzen die Orientierung verloren :D
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Fazer » Fr 16. Dez 2016, 14:01

G.Rasheimer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 13:39)

Meine Aussage bezog sich auf die These vom Kater,


ich habe daraufhin 2 mögliche Konkretisierungen seiner Aussage angeboten ....
der Kater erklärt:


bist du mit dieser Erklärung zufrieden ?

ich hatte auch nachgefragt, wie dieses neue Steuerkonzept aussehen könnte ?
Stichwort: Wegfall der Unternehmensbesteuerung

... oder hat der Kater da in seinen eigenen Nebelkerzen die Orientierung verloren :D


Nein, die Erklärung macht nicht wirklich Sinn. Wo der Kater richtig liegt ist bei dem zugrundeliegenden Ansatz, dass natürlich der Wohlstand der Gesellschaft auch vom Wohlergehen der Unternehmen abhängt.

Unternehmen zahlen zum einen Löhne, aus denen Steuern gezahlt werden. Sie zahlen selber auch noch Sozialabgaben. Weiterhin vereinnahmen sie in der Regel tatsächlich eine Steuer, nämlich die Mehrwertsteuer. Die wird abgeführt, da drückt sich kein normales Unternehmen vor.

Was in Diskussion ist, ist die Gewinnbesteuerung der Unternehmen. Unternehmen der produzierenden Industrie haben da gar keine grossen Ausweichmöglichkeiten. Bei Unternehmen insbesondere im Internetbereich (Google, Apple etc.) hat man das offenbar teilweise so aufgesetzt, dass z.B. die Tochter in Deutschland Lizenzgebühren an die irische Mutter zahlt, die dort nur gering besteuert werden. Das ist kein Steuerbetrug, auch wenn linke Zeitgeister das noch so oft wiederholen.

Für Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen gibt es die "arms lenght" Regel, d.h. Verträge müssen wie unter Dritten geschlossen werden. Das folgt den OSZE Transfer Pricing Regeln. Bei Betriebsprüfungen stürzen sich die Prüfer besonders gerne auf dieses Thema, denn wenn man dem zahlenden Unternehmen den Abzug für die Zahlung verweigert, erhöht sich das zu versteuernde Einkommen in dem Land.

Strukturen dabei vorab mit den Steuerbehörden zu besprechen und zu vereinbaren ist richtig und wichtig, da das zu Rechtssicherheit führt.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Fr 16. Dez 2016, 20:53

G.Rasheimer hat geschrieben:(16 Dec 2016, 13:39)


ich habe daraufhin 2 mögliche Konkretisierungen seiner Aussage angeboten ....


Ich kann keine zwei Konkretisierungen sehen.
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon garfield336 » Sa 17. Dez 2016, 13:25

H2O hat geschrieben:(15 Dec 2016, 11:50)

GB muß das ja auch nicht mehr, wenn GB als Drittstaat geführt wird. Dann ist GB von Europa handelspolitisch und steuerlich gesehen so weit weg wie die Virgin-Islands.


Virgin Island ist doch UK ?
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon H2O » Sa 17. Dez 2016, 15:26

garfield336 hat geschrieben:(17 Dec 2016, 13:25)

Virgin Island ist doch UK ?


Ja, aber nicht EU-Gebiet. Ist doch bisher sehr praktisch gewesen!
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Re: Die Luxemburg Leaks. Steuerhinterziehung ganz legal.

Beitragvon Orwellhatterecht » So 18. Dez 2016, 10:40

H2O hat geschrieben:(17 Dec 2016, 15:26)

Ja, aber nicht EU-Gebiet. Ist doch bisher sehr praktisch gewesen!





... und vor allen Dingen so schön billig. Und von den damit verbundenen Wettbewerbsvorteilen gegenüber Unternehmen, die brav ihre Steuern bezahlen, ganz zu schweigen. Da trifft es wieder mal zu, die einstige Aussage Ulrich Wickerts: "Der Ehrliche ist der Dumme..."
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