Staatsbankrott von Japan schon 2015?

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Geht der japanische Staat schon 2015 pleite?

Ja
4
7%
Nein, aber in den nächsten 10 Jahren
11
19%
Nein
42
74%
 
Abstimmungen insgesamt: 57
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Adam Smith
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Mi 24. Aug 2016, 21:36

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Aug 2016, 22:05)

Ja, wir haben 2016. Damit ist die Frage des Stranges zusammengefasst und zutreffend beantwortet. Mehr geht nicht ....

Doch. Ein Staatsbankrott innerhalb der nächsten 10 Jahre. Also Ende 2024.
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ThorsHamar
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon ThorsHamar » Mi 24. Aug 2016, 21:40

Adam Smith hat geschrieben:(24 Aug 2016, 22:36)

Doch. Ein Staatsbankrott innerhalb der nächsten 10 Jahre. Also Ende 2024.


Na, da machen wir dann eben einen neuen Strang auf. Dieser hier ist jedenfalls mit NEIN korrekt beantwortet.

PS: Ich stimme schnell noch mal ab .... :cool:
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Adam Smith
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Do 25. Aug 2016, 06:01

ThorsHamar hat geschrieben:(24 Aug 2016, 22:40)

Na, da machen wir dann eben einen neuen Strang auf. Dieser hier ist jedenfalls mit NEIN korrekt beantwortet.

PS: Ich stimme schnell noch mal ab .... :cool:

Du hast dir noch nicht mal die Antwortmöglichkeiten angesehen.
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ThorsHamar
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon ThorsHamar » Do 25. Aug 2016, 09:14

Doch, habe ich. Aber die einzig zutreffende, nicht spekulative Antwort ist, im Jahr 2016 gegeben, nunmal die Nr. 3.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon prime-pippo » Sa 3. Sep 2016, 08:56

Japan kann auch weiterhin NIEMALS in die Lage kommen, in seiner eigenen Währung nicht mehr zahlen zu können......allenfalls kann man in die Lage kommen, es nicht mehr zu wollen.

Wie auch immer, für Japan hat der IMF jetzt ein gutes Rezept vorgeschlagen:
IMF Wants Japan to Boost Wages Using Nixon Strategy in Reverse

In a sign of how worried it is about Japan’s economy, the International Monetary Fund is urging the country to resurrect a radical strategy once employed by former U.S. presidents Nixon, Ford and Carter -- only in reverse.
It’s called an incomes policy -- and it involves the kind of direct government intervention in the setting of wages that many economists now abhor.
But rather than employing it to try to contain salary and price pressures -- as U.S. leaders did in the 1970s -- the IMF wants Japan to use moral suasion, tax breaks and, as a last resort, penalties to prod companies into granting bigger pay gains and thus promote higher inflation.
“We need policies to support wage increases in Japan,” Luc Everaert, IMF mission chief for the country, told reporters on Aug. 2 after completion of the agency’s annual consultation with the world’s third-largest economy

http://www.bloomberg.com/news/articles/ ... n-its-head

Gute Idee......die Löhne müssen hoch!
"Banks do not, as too many textbooks still suggest, take deposits of existing money from savers and lend it out to borrowers: they create credit and money ex nihilo – extending a loan to the borrower and simultaneously crediting the borrower’s money account."
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Adam Smith
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Sa 3. Sep 2016, 09:28

prime-pippo hat geschrieben:(03 Sep 2016, 09:56)

Gute Idee......die Löhne müssen hoch!


Können sie ruhig machen, denn einen Ausweg aus dem Problem gibt es ja nicht mehr.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon ciesta » Mo 12. Sep 2016, 11:32

In Japan zeigt der Weg überspitzt gesprochen in Richtung einer ganz außergewöhnlichen Art von Staatskapitalismus.

Durch das QE der Zentalbank und dem japan. Pensionsfond GPIF sind staatliche Stellen direkt oder indirekt mittlerweile bei immer mehr der Aktiengesellschaften bereits größter Anteilseigener bzw. gehören sie zu den größten Eignern.

Ein mit ironischem Unterton geschriebener Artikel dazu: http://finanzmarktwelt.de/aktien-gehoer ... pan-40432/
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon BlueMonday » Mo 12. Sep 2016, 11:51

Tja, der Neoliberalismus auf dem Weg zum Vollsozialismus.


"...the most devastating aspect of the financial meltdown is that central planning alchemy lost no credibility. Policymakers around the world are still turning to Keynesian and socialist interventionism to address problems caused by Keynesians and socialists. The twin sledgehammers of central banking and almost unlimited state power have so distorted global markets (again) that some economies are now terminal. The latest victim of the interventionists and micromanagers is the nation of Japan. A once genuinely productive and innovative nation has, over the years, slowly succumbed to the cancerous rot of interventionism."

[url]https://mises.org/blog/how-central-planners-crippled-japan’s-economy[/url]
But who would build the roads?
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon prime-pippo » Do 15. Sep 2016, 20:24

BlueMonday hat geschrieben:(12 Sep 2016, 12:51)

Tja, der Neoliberalismus auf dem Weg zum Vollsozialismus.


"...the most devastating aspect of the financial meltdown is that central planning alchemy lost no credibility. Policymakers around the world are still turning to Keynesian and socialist interventionism to address problems caused by Keynesians and socialists. The twin sledgehammers of central banking and almost unlimited state power have so distorted global markets (again) that some economies are now terminal. The latest victim of the interventionists and micromanagers is the nation of Japan. A once genuinely productive and innovative nation has, over the years, slowly succumbed to the cancerous rot of interventionism."

[url]https://mises.org/blog/how-central-planners-crippled-japan’s-economy[/url]


Bin ich völlig anderer Meinung. Ich teile die Diagnose von Richard Koo......wenn der Privatsektor sich entschulden will, bleibt nichts übrig als die totale Depression oder Staatsschulden.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Do 15. Sep 2016, 20:36

prime-pippo hat geschrieben:(15 Sep 2016, 21:24)

Bin ich völlig anderer Meinung. Ich teile die Diagnose von Richard Koo......wenn der Privatsektor sich entschulden will, bleibt nichts übrig als die totale Depression oder Staatsschulden.

Eine geplatzte Blase bringt Probleme mit sich. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 war Folge einer geplatzten Blase. Es kann aber nicht richtig sein aus dem Grund noch eine grössere Blase zu erzeugen.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Star-bird » Mo 19. Sep 2016, 22:47

Adam Smith hat geschrieben:(15 Sep 2016, 21:36)
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 war Folge einer geplatzten Blase. Es kann aber nicht richtig sein aus dem Grund noch eine grössere Blase zu erzeugen.


In Deutschland machte die Bruningsche Politik, als man versuchte in einer Rezession Staatsausgaben zu reduzieren alles noch schlimmer, was in der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges endete.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Di 20. Sep 2016, 04:54

Star-bird hat geschrieben:(19 Sep 2016, 23:47)

In Deutschland machte die Bruningsche Politik, als man versuchte in einer Rezession Staatsausgaben zu reduzieren alles noch schlimmer, was in der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges endete.

1933 war Deutschland aus der Rezession wieder raus. Wirtschaftlich gesehen war es wie in Lettland auch ein Erfolg. Und in Lettland ist politisch nichts passiert. Was genau aber wirtschaftlich richtig ist entscheidet sich durch Japan. Denn hier wird die Blase stetig vergrössert.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Mi 21. Sep 2016, 18:01

Die Exporte in Japan sind im August stärker gesunken als erwartet und haben damit den Abwärtstrend der vergangenen Monate fortgesetzt. Wie das Finanzministerium mitteilte, gingen die Ausfuhren um 9,6 Prozent auf 5,316 Billionen Yen oder umgerechnet rund 46,6 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Ökonomen hatten einen Rückgang von 7,2 Prozent erwartet. Es ist damit der elfte Monate in Folge, in dem die Exporte sinken. Die Importe sanken gegenüber dem Vorjahr um 17,3 Prozent auf 5,335 Billionen Yen. Das Handelsbilanzdefizit lag im August bei 18,7 Milliarden Yen. Ökonomen hatten mit einem Überschuss von 200,0 Milliarden Yen gerechnet.


http://www.finanznachrichten.de/nachric ... ik-015.htm

Die Exporte gehen weiter zurück. Die Importe sind aber auch im August regelrecht eingebrochen. Sie sanken im Vergleich zum Vorjahr um 17,30% Bisher wurde ja als Begründung immer der Ölpreis genommen. Nur das geht für diesen Monat nicht, weil der Ölpreis auch schon im August 2015 fast so niedrig war wie im August 2016.

http://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

Aus dem Grund will die japanische Zentralbank den Kauf von Staatsanleihen flexibel gestalten. Was davon zu halten ist erfahren wir vermutlich erst nach der US-Wahl. Die Ankündigung, dass die Inflation auch über 2% steigen darf verspricht die baldige Erwartung, dass die Blase platzen wird. Wird ja auch mal Zeit.

Generell soll zwar die Geldmenge weiter um jährlich 80 Billionen Yen (rund 700 Milliarden Euro) steigen. Die BoJ will aber nicht mehr starr an dieser Marke festhalten, sondern kurzfristig auch flexibel sein. Die Inflationsrate könne den Zielwert von zwei Prozent künftig auch überschreiten, erklärte die Zentralbank und deutete damit an, dass die extrem lockere Geldpolitik längere Zeit andauern dürfte.


http://www.wiwo.de/politik/ausland/zent ... 77522.html

Und mit dem Zinssatz nahe oder sogar unter 0% hilft die japanische Zentralbank die Blase weiter aufzublähen.

So soll der langfristige 10-Jahres-Zinssatz bei etwa null Prozent gehalten werden, auch der kurzfristige Zins bleibt vorerst bei minus 0,1 Prozent.


Im Jahr 2013 sah die Lage auf den ersten Blick dramatischer aus. Die Zinsausgaben waren viel höher.

30.09.2013
Genau die wirtschaftliche Erholung ist es also, die Japans Schulden-Regime jetzt zum Kippen bringen dürfte. Schon heute muss der japanische Staat die Hälfte seiner Einnahmen für den Schuldendienst aufbringen. Dabei sind die Zinsen für japanische Schuldtitel geradezu lachhaft niedrig. 10jährige Staatspapiere bringen dort eine Rendite von gerade mal 0,75 Prozent


30.09.2013
Schon heute muss der japanische Staat die Hälfte seiner Einnahmen für den Schuldendienst aufbringen.


http://www.finanzen100.de/finanznachric ... 005_63535/

Der Zinssatz für Staatsanleihen lag ja auch bei 0,75%. Auf dem zweiten Blick ist jetzt die Lage aber viel dramatischer, weil die Blase größer geworden ist.

Die EZB macht übrigens die gleiche Politik.

Minizinsen
Schäuble spart 122 Milliarden durch EZB-Politi


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 11045.html

Wobei Deutschland die Zinsen zahlen könnte. Das Problem sind hier die Schuldenstaaten.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon prime-pippo » Mi 21. Sep 2016, 18:36

Das Ziel, den langfristigen Zins zu drücken, hat auch weiterhin NICHTS damit zu tun, dass man "nur so" eine Staatspleite abwenden könnte......der Zusammenhang ist viel mehr so, dass realwirtschaftliche Investitionen angeregt werden sollen, da zum Beispiel Staatsanleihen mit hoher Rendite als Anlagemöglichkeit wegfallen.

Ich kann übrigens Adair Turners Vortrag im IFO-Institut sehr empfehlen, in dem er erklärt, warum zum Beispiel Japan Overt Monetary Financing einführen sollte. Die Herren Sinn und Co. bleiben natürlich skeptisch, aber ich glaube, so ein brillanter Redner wie Turner hat auch hier ein bisschen zum Nachdenken angeregt....

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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Mi 21. Sep 2016, 18:44

prime-pippo hat geschrieben:(21 Sep 2016, 19:36)

Das Ziel, den langfristigen Zins zu drücken, hat auch weiterhin NICHTS damit zu tun, dass man "nur so" eine Staatspleite abwenden könnte

Selbstverständlich geht das auch anders. Und es funktioniert auch nicht auf diese Weise. Und selbstverständlich sollte die Zentralbank den Zinssatz nicht senken, sondern erhöhen, damit der Staat rechtzeitig reagieren muss.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon prime-pippo » Mi 21. Sep 2016, 18:47

Adam Smith hat geschrieben:(21 Sep 2016, 19:44)

Selbstverständlich geht das auch anders. Und es funktioniert auch nicht auf diese Weise. Und selbstverständlich sollte die Zentralbank den Zinssatz nicht senken, sondern erhöhen, damit der Staat rechtzeitig reagieren muss.


Die Zielsetzung der Senkung langfristiger Zinsen hat überhaupt gar nichts mit der Abwendung von Staatspleiten zu tun! Gar nichts....
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Mi 21. Sep 2016, 18:50

prime-pippo hat geschrieben:(21 Sep 2016, 19:47)

Die Zielsetzung der Senkung langfristiger Zinsen hat überhaupt gar nichts mit der Abwendung von Staatspleiten zu tun! Gar nichts....

Dadurch sinken nur die Zinsausgaben des Staates. Im Jahr 2013 musste der japanische Stast sehr viel Geld für die Zinszahlungen aufwenden. Bei einem Zinssatz von 4% müsste er im Moment sogar mehr zahlen als er an Steuern einnimmt.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon prime-pippo » Mi 21. Sep 2016, 19:23

Adam Smith hat geschrieben:(21 Sep 2016, 19:50)

Dadurch sinken nur die Zinsausgaben des Staates. Im Jahr 2013 musste der japanische Stast sehr viel Geld für die Zinszahlungen aufwenden. Bei einem Zinssatz von 4% müsste er im Moment sogar mehr zahlen als er an Steuern einnimmt.


Natürlich sinken dadurch die Zinsausgaben des Staates.......aber der japanische Staat geht unabhängig von der Höhe der Zinszahlungen nicht pleite. JEDE Anleihe kann immer, bei jedem Zins, durch die Zentralbank bedient werden.....

Durch Ankauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt treiben die Zentralbanken den Preis dieser Anleihen in die Höhe, wodurch die Renditen fallen. Sinn des Ganzen ist, Staatsanleihen als Anlage unattraktiv zu machen und somit realwirtschaftliche Anlagen zu fördern.
Sinn ist nicht, den Japanischen Staat vor der (nicht drohenden) Pleite zu schützen.
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Adam Smith » Mi 21. Sep 2016, 19:56

prime-pippo hat geschrieben:(21 Sep 2016, 20:23)

Sinn ist nicht, den Japanischen Staat vor der (nicht drohenden) Pleite zu schützen.

Das ist auch völlig unmöglich mit dieser Massnahme.
Star-bird
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Re: Staatsbankrott von Japan schon 2015?

Beitragvon Star-bird » Fr 23. Sep 2016, 08:24

Adam Smith hat geschrieben:(20 Sep 2016, 05:54)
1933 war Deutschland aus der Rezession wieder raus.


Ja als die Nazis die Macht ergriffen und das Sparen einstellten. Und?

Wirtschaftlich gesehen war es wie in Lettland auch ein Erfolg.


Welches Geistes(krankes) Kind muss man sein um die Radikalisierung der Bevölkerung und dem daraus resultierenden Krieg als Wirtschaftlichen Erfolg zu etikettieren.
Was das Ganze mit Lettland zu tun hat, bleibt wohl auch dein geheimniss.
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