Die Mär vom Fachkräftemangel

Moderator: Moderatoren Forum 1

hallelujah
Beiträge: 4028
Registriert: Mo 17. Mär 2014, 19:49

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon hallelujah » Mo 13. Okt 2014, 22:14

Star-bird hat geschrieben:Ich habe nicht den nötigen Führerkomplex bzw Asozialität. Außerdem sind die wirtschaftspolitischen Regeln nicht vorhanden die einen Unterbietungswettbewerb unterbinden.



ja, stimmt. Niemand da, der dir eine Idee zur Unternehmensgründung bringt, dir alles einrichtet, die Produkte oder Dienstleistungen entwickelt und vermarktet, die Angestellten bezahlt.
Echt beschissene Rahmenbedingungen. Also ich kann dich verstehen, daß du kein Unternehmen gründen möchtest.

:D :D :D :D
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 44792
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon zollagent » Mo 13. Okt 2014, 22:17

Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 23:03 hat geschrieben:
Es geht natürlich darum, wo ein Unternehmen eine Lücke hinterlässt, schließt sie ein anderes. Ob mit oder ohne Mindestlohn.

Tztztz Würdeloser Versuch Realist.... Würdelos.

..oder es investiert Keiner mehr in brotlose Kunst. Könnte doch auch sein, oder?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Star-bird
Beiträge: 2201
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 22:17

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 22:45

3x schwarzer Kater » Mo 13. Okt 2014, 22:07 hat geschrieben:5 € ins Phrasenschwein .... es sind immer die gleichen dümmlichen Ausreden, aus der immer gleichen Ecke.


Und immer die gleiche Anfeindung aus der anderen Ecke. Es ist nicht jeder ein geborener Unternehmer. Ich erhebe auch keinerlei Anspruch darauf. Mach du doch ein Unternehmen auf und erzähl, wie es war? Aber bitte nicht mir.
Aber da du ja deine Ecke schon als die bessere ausgemacht Hast, rutsch mir doch sonst wo runter. Ich muss mich vor einem kleinen Kätzchen nicht rechtfertigen.
“Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade”. Pestalozzi
Star-bird
Beiträge: 2201
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 22:17

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 22:48

hallelujah » Mo 13. Okt 2014, 22:14 hat geschrieben:ja, stimmt. Niemand da, der dir eine Idee zur Unternehmensgründung bringt, dir alles einrichtet, die Produkte oder Dienstleistungen entwickelt und vermarktet, die Angestellten bezahlt.
Echt beschissene Rahmenbedingungen. Also ich kann dich verstehen, daß du kein Unternehmen gründen möchtest.


Sagst du, weil du Unternehmer des Jahres bist, richtig?
Trolle kehrt doch vor euren eigenen armseligen Haustüren.
“Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade”. Pestalozzi
Star-bird
Beiträge: 2201
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 22:17

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 22:51

zollagent » Mo 13. Okt 2014, 22:17 hat geschrieben:..oder es investiert Keiner mehr in brotlose Kunst. Könnte doch auch sein, oder?


Obwohl es eine Nachfrage danach gibt, auch wenn sie nie so groß war, dass sie hunderter Taxiunternehmen durchfüttern konnte?
“Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade”. Pestalozzi
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 44792
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon zollagent » Mo 13. Okt 2014, 23:30

Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 23:51 hat geschrieben:
Obwohl es eine Nachfrage danach gibt, auch wenn sie nie so groß war, dass sie hunderter Taxiunternehmen durchfüttern konnte?

Es kommt aber darauf an, Nachfrage und Angebot in ein passendes Verhältnis zu bringen. Und man muß sehen, ob es Alternativprodukte gibt.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Star-bird
Beiträge: 2201
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 22:17

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Star-bird » Di 14. Okt 2014, 00:03

zollagent » Mo 13. Okt 2014, 23:30 hat geschrieben:Und man muß sehen, ob es Alternativprodukte gibt.


Staatliche Aufstockung wie es Vermittlungsschmarotzer gerne hätten ist keine Alternative. Die einzige Alternative ist der Mensch kann seinen Lohn ohne Angst vor Repressalien verhandeln.
Zuletzt geändert von Star-bird am Di 14. Okt 2014, 00:04, insgesamt 1-mal geändert.
“Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade”. Pestalozzi
Benutzeravatar
3x schwarzer Kater
Beiträge: 11824
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 15:25
Benutzertitel: Do legst di nieda
Wohnort: Lower Bavaria & Upper Austria

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 14. Okt 2014, 06:19

Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 23:45 hat geschrieben:
Und immer die gleiche Anfeindung aus der anderen Ecke. Es ist nicht jeder ein geborener Unternehmer.


Dann sag's halt so, wie es ist. Aber rede dich nicht raus, dass du nicht asozial genug wärst um Unternehmer zu sein.
Das ist schlichtweg nur Blödsinn.
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ (Karl Valentin)
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 31844
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Realist2014 » Di 14. Okt 2014, 08:39

Star-bird » Di 14. Okt 2014, 00:03 hat geschrieben:
Staatliche Aufstockung wie es Vermittlungsschmarotzer gerne hätten ist keine Alternative. Die einzige Alternative ist der Mensch kann seinen Lohn ohne Angst vor Repressalien verhandeln.



da kann ja jeder...

AUSSER er will Geld von ANDEREN ( ALG II) - dann muss er alles tun, um diesen Bezug zu verlassen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 31844
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Realist2014 » Di 14. Okt 2014, 08:40

Star-bird » Mo 13. Okt 2014, 22:48 hat geschrieben:
Sagst du, weil du Unternehmer des Jahres bist, richtig?
Trolle kehrt doch vor euren eigenen armseligen Haustüren.



armselig sind die, die immer nur von ANDEREN fordern..

und SELBER gar nichts machen- so wie du....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 44792
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon zollagent » Di 14. Okt 2014, 08:51

Star-bird » Di 14. Okt 2014, 01:03 hat geschrieben:
Staatliche Aufstockung wie es Vermittlungsschmarotzer gerne hätten ist keine Alternative. Die einzige Alternative ist der Mensch kann seinen Lohn ohne Angst vor Repressalien verhandeln.

Dann sollte man was können, was andere nicht können. Dutzendware wird nun mal nicht speziell verhandelt. Im Übrigen hast du den gleichen Makel wie die Mehrzahl der Linksgedrehten: Du hast keine Ahnung! "Vermittlungsschmarotzer" haben weder was von Aufstockung, noch was davon, wenn jemand ohne Aufstockung arbeitet. Diejenigen, die die schwerst Vermittelbaren vermitteln (wenn es denn geht), die bekommen eine staatliche Prämie, die zweigeteilt ist, einmal unmittelbar bei Abschluß und dann die andere Hälfte, wenn das Arbeitsverhältnis nach 6 Monaten noch besteht. Vermittler, die Fachkräfte vermitteln, haben mit dem ganzen staatlichen Theater nichts zu tun. Sie werden von Betrieben gezielt beauftragt und bekommen auch von diesen Auftraggebern ihr Honorar. Und diese Arbeitskräfte wird das Arbeitsamt höchst selten zu sehen bekommen. Und sie sind durchaus daran interessiert, daß diese Vermittelten gut verdienen, denn das vereinbarte Honorar bezieht sich auf die Höhe der vereinbarten Vergütung.
Zuletzt geändert von zollagent am Di 14. Okt 2014, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 11128
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon think twice » Di 14. Okt 2014, 09:06

zollagent » Di 14. Okt 2014, 08:51 hat geschrieben:Dann sollte man was können, was andere nicht können. Dutzendware wird nun mal nicht speziell verhandelt. Im Übrigen hast du den gleichen Makel wie die Mehrzahl der Linksgedrehten: Du hast keine Ahnung! "Vermittlungsschmarotzer" haben weder was von Aufstockung, noch was davon, wenn jemand ohne Aufstockung arbeitet. Diejenigen, die die schwerst Vermittelbaren vermitteln (wenn es denn geht), die bekommen eine staatliche Prämie, die zweigeteilt ist, einmal unmittelbar bei Abschluß und dann die andere Hälfte, wenn das Arbeitsverhältnis nach 6 Monaten noch besteht. Vermittler, die Fachkräfte vermitteln, haben mit dem ganzen staatlichen Theater nichts zu tun. Sie werden von Betrieben gezielt beauftragt und bekommen auch von diesen Auftraggebern ihr Honorar. Und diese Arbeitskräfte wird das Arbeitsamt höchst selten zu sehen bekommen. Und sie sind durchaus daran interessiert, daß diese Vermittelten gut verdienen, denn das vereinbarte Honorar bezieht sich auf die Höhe der vereinbarten Vergütung.


Ach, es gibt keine privaten Zeitarbeitsfirmen, die sich die Hälfte des Lohnes des von ihnen Vermittelten in die eigene Tasche stecken?
Wer mit mir nicht auskommt, muss eben noch etwas an sich arbeiten. ;)
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 44792
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon zollagent » Di 14. Okt 2014, 09:13

think twice » Di 14. Okt 2014, 10:06 hat geschrieben:
Ach, es gibt keine privaten Zeitarbeitsfirmen, die sich die Hälfte des Lohnes des von ihnen Vermittelten in die eigene Tasche stecken?

Erzähl mal, wie das geht. Ein Verrechnungssatz ist kein vereinbarter Lohn. Nur mal als Denkhilfe. ;)
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 31844
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Realist2014 » Di 14. Okt 2014, 09:18

think twice » Di 14. Okt 2014, 09:06 hat geschrieben:
Ach, es gibt keine privaten Zeitarbeitsfirmen, die sich die Hälfte des Lohnes des von ihnen Vermittelten in die eigene Tasche stecken?



eine typische Aussage ohne ökonomisches Grundverständnis...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Star-bird
Beiträge: 2201
Registriert: Sa 17. Aug 2013, 22:17

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Star-bird » Sa 18. Okt 2014, 13:03

3x schwarzer Kater » Di 14. Okt 2014, 06:19 hat geschrieben:Aber rede dich nicht raus, dass du nicht asozial genug wärst um Unternehmer zu sein.
Das ist schlichtweg nur Blödsinn.


Aus einer Unterstellung wird noch lange keine Wahrheit.
“Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade”. Pestalozzi
Dr. Nötigenfalls

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon Dr. Nötigenfalls » Sa 18. Okt 2014, 19:58

zollagent » Di 14. Okt 2014, 09:13 hat geschrieben:Erzähl mal, wie das geht. Ein Verrechnungssatz ist kein vereinbarter Lohn. Nur mal als Denkhilfe. ;)


Irrelevant.
Durch direktes Herantreten der Arbeitgeber an die Interessenten wären die Löhne nicht so niedrig.
Die Zeitarbeitsparasiten haben zu einem erheblichen Teil die Einkommensdelle des Mittelstandes mit zu verantworten.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 40881
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 18:21

Fachkräftemangel, Fachkräftemangel, überall Fachkräftemangel! Da sollte ein IT-Beruf ja eigentlich ein Jobgarant sein. Die Infografik von heise online und Statista lässt da leichte Zweifel aufkommen.

Die Klage über den Mangel an geeigneten IT-Fachkräften ist in der Wirtschaft seit Jahren allgegenwärtig. Laut einer der Statistik des Branchenverbands Bitkom waren allein 2016 rund 51.000 Stellen unbesetzt, ein Anstieg um fast 20 Prozent zum Vorjahr. Zugleich beklagten rund 70 Prozent der befragten Unternehmen, dass Mangel an IT-Spezialisten in Deutschland herrsche.

Umso mehr überrascht die Zahl von 27.600 IT-Fachleuten, die zumindest noch 2015 arbeitslos waren, wie die Infografik von heise online und Statista zeigt. Von 2012 bis 2015 ist die Zahl der ITler ohne Anstellung sogar um 3000 angestiegen.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 06625.html

Ehrlich gesagt erscheint mir 27.600 nicht sonderlich viel, wenn man von 825.000 Beschäftigten in der Branche ausgeht. Zu den arbeitslos gemeldeten Fachkräften gehören ja auch jene, die ihr Studium frisch beendet haben und sich auf Jobsuche befinden. Wie ein gewaltiger Mangel erscheint es aber auch nicht.
Labskaus!
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11550
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon H2O » So 19. Mär 2017, 18:32

frems hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:21)

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 06625.html

Ehrlich gesagt erscheint mir 27.600 nicht sonderlich viel, wenn man von 825.000 Beschäftigten in der Branche ausgeht. Zu den arbeitslos gemeldeten Fachkräften gehören ja auch jene, die ihr Studium frisch beendet haben und sich auf Jobsuche befinden. Wie ein gewaltiger Mangel erscheint es aber auch nicht.


In Deutschland dürfte es Regionen geben, in denen der Bedarf an IT-Spezialisten weniger groß ist. Dann kann es schon einmal sein, daß ein frisch gebackener Fachmann eine Weile versucht, dennoch dort sein Wissen und Können an zu bieten, anstatt vorhandene Angebote in weit entfernten Städten an zu nehmen.

Ich vermute auch, daß Unternehmen nicht so sehr an fleißigen Arbeitsbienen Mangel leiden, sondern an international gesuchten Spitzenleistern im Bereich MINT.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 40881
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon frems » So 19. Mär 2017, 18:45

H2O hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:32)

In Deutschland dürfte es Regionen geben, in denen der Bedarf an IT-Spezialisten weniger groß ist. Dann kann es schon einmal sein, daß ein frisch gebackener Fachmann eine Weile versucht, dennoch dort sein Wissen und Können an zu bieten, anstatt vorhandene Angebote in weit entfernten Städten an zu nehmen.

Ich vermute auch, daß Unternehmen nicht so sehr an fleißigen Arbeitsbienen Mangel leiden, sondern an international gesuchten Spitzenleistern im Bereich MINT.

Naja, die Verbände argumentieren schon mit der breiten Masse und fordern bspw. mehr Hochschulabsolventen. Nur um ein paar Koryphäen ihres Faches geht's da wohl nicht. Existenzbedrohend erscheint mir der Fachkräftemangel aber nicht zu sein, wenn ich es mit anderen Zustände vergleiche. Ich hab bspw. einige Verwandte und Bekannte in Norwegen. Dort hatte man vor ca. 15 Jahren wirklich große Probleme, Fachkräfte zu finden. Die norwegischen Firmen pilgerten dann quer durch Europa, klapperten Messen, Hochschulen, Sprachkurse usw. ab, um Leute anzulocken. Nicht selten hat man den kompletten Umzug bezahlt, den Bewerbern eine Wohnung gesucht, die Miete für mehrere im Voraus bezahlt und schickte sie für 1-2 Tage pro Woche (bei voller Vergütung) zu Sprachkursen, damit sie schnell Norwegisch lernen. Das galt zum einen für den medizinischen Bereich, aber auch Handwerk, Ingenieurwesen (Öl- und Gasindustrie) etc. Solche Beispiele kenn ich aus Deutschland nicht, aber das muss nichts heißen. Die fast 1.000 Kommentare unterm Heise-Artikel sind sicherlich auch nicht repräsentativ, da ja meist Gefrustete Dampf ablassen und nicht jene, die mit Arbeiten beschäftigen sind, aber da geht schon teilweise die Post ab.
Labskaus!
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11550
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Die Mär vom Fachkräftemangel

Beitragvon H2O » So 19. Mär 2017, 19:04

frems hat geschrieben:(19 Mar 2017, 18:45)

Naja, die Verbände argumentieren schon mit der breiten Masse und fordern bspw. mehr Hochschulabsolventen. Nur um ein paar Koryphäen ihres Faches geht's da wohl nicht. Existenzbedrohend erscheint mir der Fachkräftemangel aber nicht zu sein, wenn ich es mit anderen Zustände vergleiche. Ich hab bspw. einige Verwandte und Bekannte in Norwegen. Dort hatte man vor ca. 15 Jahren wirklich große Probleme, Fachkräfte zu finden. Die norwegischen Firmen pilgerten dann quer durch Europa, klapperten Messen, Hochschulen, Sprachkurse usw. ab, um Leute anzulocken. Nicht selten hat man den kompletten Umzug bezahlt, den Bewerbern eine Wohnung gesucht, die Miete für mehrere im Voraus bezahlt und schickte sie für 1-2 Tage pro Woche (bei voller Vergütung) zu Sprachkursen, damit sie schnell Norwegisch lernen. Das galt zum einen für den medizinischen Bereich, aber auch Handwerk, Ingenieurwesen (Öl- und Gasindustrie) etc. Solche Beispiele kenn ich aus Deutschland nicht, aber das muss nichts heißen. Die fast 1.000 Kommentare unterm Heise-Artikel sind sicherlich auch nicht repräsentativ, da ja meist Gefrustete Dampf ablassen und nicht jene, die mit Arbeiten beschäftigen sind, aber da geht schon teilweise die Post ab.


Wenn Verbände solche Wünsche ablassen, dann tun sie das doch ohne jede Mitverantwortung für den tatsächlichen Bedarf. Inzwischen bin ich zu lange aus dem Geschäft. Ich meine aber, daß die deutschen Personaler mit einiger Aufmerksamkeit beobachten, ob sie ausländische Fachleute der Spitzenklasse an sich binden können und daß sie auch entsprechend bekannte Hochschulen und Ausbildungsstätten nach herausragenden Bewerbern fragen. Da spielt dann schon einmal eine Rolle, daß ein erfolgreicher Mitarbeiter aus diesem Institut angeworben wurde, und der nun seinerseits alte Bekanntschaften zur Anwerbung nutzt. Daran ist ja nichts Schlechtes.

Mag sein, daß das heute weniger gebräuchlich geworden ist, weil heute die Zahl der Absolventen ganz einfach völlig andere Größenordnungen erreicht hat.

Zurück zu „1. Wirtschaft“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste