TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

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Fazer
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Fazer » Fr 28. Okt 2016, 15:48

Provokateur hat geschrieben:(28 Oct 2016, 08:06)

In Deutschland könnte CETA im Bundesrat scheitern. Dort sind Grüne und "Die Linke" an der Mehrheit der Regierungen beteiligt.


Warum muss der Bundesrat zustimmen?
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 28. Okt 2016, 16:03

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 16:48)

Warum muss der Bundesrat zustimmen?




Du meinst, es genüge, wenn der BDI,BDA, das Ifo Institut, die Bertelsmann-Stiftung und die INSM zustimmen? Das allerdings wäre dann höchst undemokratisch, dafür aber umso mehr neoliberal !
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Fazer » Fr 28. Okt 2016, 16:11

Orwellhatterecht hat geschrieben:(28 Oct 2016, 17:03)

Du meinst, es genüge, wenn der BDI,BDA, das Ifo Institut, die Bertelsmann-Stiftung und die INSM zustimmen? Das allerdings wäre dann höchst undemokratisch, dafür aber umso mehr neoliberal !


Boah, die Sinnfreiheit deiner Beiträge nimmer immer mehr zu. Hauptsache irgendwas rausgerotzt, schön mit Copy Paste dein BDI und Co. Spam abgelassen. Hirnrissig.

CETA wurde von der EU auf Drängen von Gabriel hin als gemischtes Abkommen eingestuft, so dass die nationalen Parlamente zustimmen müssen. Das ist in Deutschland der Bundestag. Nicht der Bundesrat.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 28. Okt 2016, 17:17

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 17:11)

Boah, die Sinnfreiheit deiner Beiträge nimmer immer mehr zu. Hauptsache irgendwas rausgerotzt, schön mit Copy Paste dein BDI und Co. Spam abgelassen. Hirnrissig.

CETA wurde von der EU auf Drängen von Gabriel hin als gemischtes Abkommen eingestuft, so dass die nationalen Parlamente zustimmen müssen. Das ist in Deutschland der Bundestag. Nicht der Bundesrat.



Offenbar hast Du vergessen, dass beispielsweise bei TTIP 119 Vertreter der von mir angegebenen Lobbyisten Gruppen befragt und mitwirken konnten, dagegen nicht ein einziger Gewerkschaftsvertreter und auch kein Vertreter des Verbraucher Schutzes. Mein Hinweis auf besagte Verbände war also mit Bedacht gewählt. Und bevor gerade Du also von "Sinnfreiheit" schwafelst, solltest Du mal zunächst Dein Oberstübchen auf "on" stellen, was zunächst wie "rausgerotzt" für Unbedarfte aussieht, ist es nämlich bei näherem Hinsehen oftmals nicht mehr.
Und über das "hirnrissig" solltest Du auch noch mal nachdenken, vielleicht trifft das möglicherweise auf Deines zu, Du solltest es aber keinesfalls deshalb gleich anderen unterstellen!
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Fazer » Fr 28. Okt 2016, 17:21

Orwellhatterecht hat geschrieben:(28 Oct 2016, 18:17)

Offenbar hast Du vergessen, dass beispielsweise bei TTIP 119 Vertreter der von mir angegebenen Lobbyisten Gruppen befragt und mitwirken konnten, dagegen nicht ein einziger Gewerkschaftsvertreter und auch kein Vertreter des Verbraucher Schutzes. Mein Hinweis auf besagte Verbände war also mit Bedacht gewählt. Und bevor gerade Du also von "Sinnfreiheit" schwafelst, solltest Du mal zunächst Dein Oberstübchen auf "on" stellen, was zunächst wie "rausgerotzt" für Unbedarfte aussieht, ist es nämlich bei näherem Hinsehen oftmals nicht mehr.
Und über das "hirnrissig" solltest Du auch noch mal nachdenken, vielleicht trifft das möglicherweise auf Deines zu, Du solltest es aber keinesfalls deshalb gleich anderen unterstellen!


Ich habe eine Frage gestellt: warum sollte der Bundesrat zustimmen. Und du bist mit deinem üblichen Copy/Paste Schwall der von dir verhassten Organisationen gekommen. Das ist sinnfrei und eben ohne Nachdenken von dir hingerotzt.

Und bevor du hier irgendeine Schwafelei zu Lobbyisten Gruppen von dir gibst kannst du dir ja mal die Frage stellen, auf welcher Basis der Bundesrat hier zustimmen müsste.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 28. Okt 2016, 17:31

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 18:21)

Ich habe eine Frage gestellt: warum sollte der Bundesrat zustimmen. Und du bist mit deinem üblichen Copy/Paste Schwall der von dir verhassten Organisationen gekommen. Das ist sinnfrei und eben ohne Nachdenken von dir hingerotzt.

Und bevor du hier irgendeine Schwafelei zu Lobbyisten Gruppen von dir gibst kannst du dir ja mal die Frage stellen, auf welcher Basis der Bundesrat hier zustimmen müsste.



Und ich habe Dir eine Antwort gegeben, die Dir offenbar nicht passt, hat also mit Sinnfreiheit wenig zu tun, eher wohl mit Abneigung gegenüber anderen Meinungen ! Nicht alles, was nicht mit Deinem eingeschränkten Weltbild vereinbar ist, muß deswegen "hingerotzt" oder "sinnfrei" sein.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon odiug » Fr 28. Okt 2016, 17:52

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 17:11)

Boah, die Sinnfreiheit deiner Beiträge nimmer immer mehr zu. Hauptsache irgendwas rausgerotzt, schön mit Copy Paste dein BDI und Co. Spam abgelassen. Hirnrissig.

CETA wurde von der EU auf Drängen von Gabriel hin als gemischtes Abkommen eingestuft, so dass die nationalen Parlamente zustimmen müssen. Das ist in Deutschland der Bundestag. Nicht der Bundesrat.

Da waere ich mir jetzt nicht so sicher.
Kommt darauf an, ob von Ceta oder TTIP Laenderkompetenzen betroffen sind.
Und ein CSU Minister in Bayern wird da sicherlich was finden, womit er sich dann zum deutschen "Hermann der Cherusker" aufplustern kann :p
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon unity in diversity » Fr 28. Okt 2016, 18:38

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 16:47)

Das war dann wohl prophetisch :D

Nein.
Die Wallonier und ihr Asterix haben zugestimmt, weil ihnen Erleichterungen zugesagt wurden, auf die jetzt alle EU-Länder Anspruch erheben dürfen.
Daran sieht man, daß die Finanzlobbyisten nicht immer das letzte Wort haben.
Menschen sind wichtiger als jede bedruckte Zettelwirtschaft.
Es wird noch Jahre dauern, bis der Vertrag mit allen Zusätzen und Ergänzungen in Kraft tritt.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Wähler » Sa 29. Okt 2016, 06:50

Fazer hat geschrieben:(28 Oct 2016, 17:11)
CETA wurde von der EU auf Drängen von Gabriel hin als gemischtes Abkommen eingestuft, so dass die nationalen Parlamente zustimmen müssen. Das ist in Deutschland der Bundestag. Nicht der Bundesrat.

Dass in Belgien auch Regionalparlamente über CETA abstimmen konnten, sollte in jedem Fall überdacht werden. In Deutschland hat das Urteil des Bundesverfassungsgericht zu CETA der Bundesregierung das Recht eingeräumt, CETA rückabzuwickeln. Inwieweit darin der Bundestag involviert würde, weiß ich nicht genau. Das Urteil kann aber indirekt als ein Argument für die Einstufung CETAs als gemischtes Abkommen gewertet werden.
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Re: TTIP - Was handeln wir uns da ein?

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 29. Okt 2016, 07:55

frems hat geschrieben:(14 Jun 2015, 12:58)
Dafür hat die Kommission keine Befugnisse. Setzt die Aluhüte doch einfach wieder ab.

Erzähl mir als aluhutträger doch bitte wieder warum ceta nicht ohne nationalen parlamentsbeschluss eingeführt werden kann.. Ich höre die Geschichte immer so gerne.
:mad2:

Kann man das vorgehen der Kommission jetzt als Verstoss gegen die freiheitlich demokratische grundordnung in Deutschland sehen?
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 09:01

Wähler hat geschrieben:(29 Oct 2016, 07:50)

Dass in Belgien auch Regionalparlamente über CETA abstimmen konnten, sollte in jedem Fall überdacht werden.

Das ist wohl Sache der Belgier, die wollen den ausgeprägten Föderalismus. Die EU hätte das vermeiden können, indem sie einen reinen Handelsvertrag aushandelt.
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Re: TTIP - Was handeln wir uns da ein?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 09:03

watisdatdenn? hat geschrieben:(29 Oct 2016, 08:55)

Kann man das vorgehen der Kommission jetzt als Verstoss gegen die freiheitlich demokratische grundordnung in Deutschland sehen?

Nein. Hat das BVerfG doch schon entschieden.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Itu » Sa 29. Okt 2016, 09:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Oct 2016, 10:01)

Das ist wohl Sache der Belgier, die wollen den ausgeprägten Föderalismus. Die EU hätte das vermeiden können, indem sie einen reinen Handelsvertrag aushandelt.

Das waren nicht DIE Belgier
Das war nichtmal Widerstand gegen Ceta
Ceta war da eher günstige Gelegenheit als Motiv
Das war eher Innenpolitik um der unbeliebten Zentralregierung eines reinzudrücken
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 09:19

Dass in Belgien auch Regionalparlamente über CETA abstimmen konnten liegt am stark ausgeprägten Föderalismus und der ist nunmal Wille und Sache der Belgier. Dass der Föderalismus in Deutschland immer mehr den Bach runtergeht, halte ich für deutlich bedenklicher.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 29. Okt 2016, 14:15

unity in diversity hat geschrieben:(28 Oct 2016, 09:25)

Die werden verlangen, daß bestimmte Erleichterungen, welche den Wallonen gewährt wurden, von allen EU-Mitgliedern bestätigt, oder verallgemeinert werden.
Wie man den, von Neid und Missgunst, zerfressenen Haufen kennt, geht das Theater noch mal von vorne los.
Die Visegrád-Gruppe scharrt schon mit den Hufen.

Früher gab es doch auch schon internationale Verträge und es genügte, wenn sich die Regierungen auf einer Konferenz einigten. Vermutlich würde nicht mal ein Abrüstungsbeschluß funktionieren, wenn dem Betriebsrat einer Waffenschmiede das Veto-Recht eingeräumt wird. Veto-Recht ist Luxus-Recht.

Die parteitaktischen Erwägungen eines südbelgischen Politikers haben Begünstigungen der lokalen Landwirtschaft erwirkt. Sie haben zugleich die Union beschädigt und das Selbstbewußtsein als globaler Akteur untergraben. "In pluribus unum" geht anders.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 29. Okt 2016, 14:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Oct 2016, 12:48)

Quelle dafür, dass der Handel mit Kanada nicht hinreichend floriert. Ab welchem Volumen wäre es hinreichedn?

Wie fast alle wissen, hängt unsere soziale Sicherheit vom Handel ab. Handel bedeutet Absatz, Aufträge, Produktion. Selbst ein Ölstaat wäre aufgeschmissen, wenn sein Rohstoff nicht mehr gehandelt werden könnte. Europäische Staaten leben aber kaum von Bodenschätzen, sondern von hochwertigen Industrie-Erzeugnissen. Es wird darauf ankommen, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Ein "Volumen" ist dann hinreichend, wenn wir Vollbeschäftigung, faire Lohn- und Tarifverträge, Sicherheiten und Perspektiven haben. Eine künstliche Drosselung des BIP ist abenteuerlich.

Was hat China mit TTIP zu tun? Dass China hohe Wachstumsraten hat und auch braucht, weiß man doch.

Wir brauchen auch Wachstum. Das gerät in der Debatte häufig in den Hintergrund.

Was ist damit? Genießen sing. Konzerne in Deutschland einen erhöhten Investitionsschutz? Können sie Deutschland vor einem privaten Schiedsgericht verklagen? Sind sie an "regulatorischer Kooperation" beteiligt?

Danach wird niemand fragen. Handelsverträge außerhalb des atlantischen Raumes können beinhalten, was immer sie wollen.

Demokratie und Rechtsstaat sind mit Geld nicht zu ersetzen.

Demokratie und soziale Existenzsicherheit mit PR-Gags zu zersetzen, ist gefährlich.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 14:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Oct 2016, 15:38)

Wie fast alle wissen, hängt unsere soziale Sicherheit vom Handel ab.

Der internationale Handel floriert.

Wir brauchen auch Wachstum. Das gerät in der Debatte häufig in den Hintergrund.

Irgendwann ist es aber ausgewachsen. Was dann?

Danach wird niemand fragen.

Ich frage dich danach, es war dein Beispiel.

Demokratie und soziale Existenzsicherheit mit PR-Gags zu zersetzen, ist gefährlich.

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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 29. Okt 2016, 15:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Oct 2016, 15:52)

Der internationale Handel floriert.

Es werden auch Autos gebaut, wenn nur zwei Fahrzeuge produziert werden würden. Dennoch haben wir in Europa keine Vollbeschäftigung.

Irgendwann ist es aber ausgewachsen. Was dann?

Für eine 4-köpfige Familie, die bei einem mittleren Einkommen mit einer Nettokaltmiete von 900 Euro belastet ist, sind die Grenzen des Wachstums von äußerst theoretischer Natur.
Die Idee einer Wachstumsgrenze halte ich für einen Mythos. Jedenfalls so weit es die nächsten paar tausend Jahre angeht. Ein späterer Zeitraum ist momentan nicht überschaubar.

Ich frage dich danach, es war dein Beispiel.

Abkommen, für die sich niemand interessiert, sind bedauerlicherweise auch nicht so transparent wie CETA oder TTIP. Der Chef des EU-Handelsausschusses, sagt auf die Frage "Wie groß ist die Freude in China, dass sich der Westen über seine Handelspolitik derart spaltet?":
Die wird schon groß sein, gerade weil China sich selbst derzeit nicht in einer Position der Stärke sieht. Wir haben einige Problemfelder mit China zu beackern, vom Subventionsmissbrauch bis hin zu Dumpingpreisen. Da wird in Peking schon aufmerksam registriert werden, wie uneinig der Westen derzeit ist.
http://www.extremnews.com/berichte/welt ... 604ef7bb01

Meine Meinung ist sehr skeptisch, was westliche Bewegungen betrifft, die suizidale Prozesse anstossen wollen.

Demokratie und soziale Gerechtigkeit mit demokratiefeindlichen Abkommen zu zersetzen, ist gefährlich.

Thilo Bode mag ein Fachmann für Walfang sein. Das parlamentarisch-demokratische System aber ist keine Party im Heim für verrückte Millionäre.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 15:45

DarkLightbringer hat geschrieben:(29 Oct 2016, 16:21)

Dennoch haben wir in Europa keine Vollbeschäftigung.

Vollbeschäftigung gab es in der DDR.

Jedenfalls so weit es die nächsten paar tausend Jahre angeht. Ein späterer Zeitraum ist momentan nicht überschaubar.

Nicht schlecht :D Ich glaube, außer dir traut sich niemand so weit in die Zukunft mit Prognosen!

Abkommen, für die sich niemand interessiert...

Warum führst du diese Abkommen denn dann als vermeintliches Argument auf?

Meine Meinung ist sehr skeptisch, was westliche Bewegungen betrifft, die suizidale Prozesse anstossen wollen.

Die EU will suizidale Prozesse anstoßen? :?

Thilo Bode...

Sehr merkwürdige Antwort auf das Zitat.
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Re: TTIP - Transatlantic Trade and Investment Partnership

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 29. Okt 2016, 16:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Oct 2016, 16:45)

Vollbeschäftigung gab es in der DDR.

Und deswegen dürfen jetzt Nicht-Millionäre keine Perspektive mehr haben? Politik hat immer etwas mit dem Gemeinwesen zu tun, sie kann oder sollte sich nicht auf Mikro-Klientschaften verengen.

Nicht schlecht :D Ich glaube, außer dir traut sich niemand so weit in die Zukunft mit Prognosen!

Wenn wir im Grundsätzlichen von Wachstum sprechen, dann geht es ja nicht unbedingt um die Anschaffung einer zweiten Waschmaschiene. Schau dir nur mal die Kardaschow-Skala an, dann wird dir klar, welch unglaublichen Energiemengen nötig sein werden, um dem Zivilisationstyp II oder gar III zu entsprechen. Daran gemessen, befinden wir uns gerade am Anfang, in einer Pionierzeit, kurz nach der Steinzeit. ;)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kardaschow-Skala

Warum führst du diese Abkommen denn dann als vermeintliches Argument auf?

Um zu verdeutlichen, dass die naive Sichtweise alles andere als ein Höchstmaß an Gesundheit, Transparenz und Demokratie aufweist. Es sollte dazu ermuntern, offensichtliche PR-Gags mal zu hinterfragen.

Die EU will suizidale Prozesse anstoßen? :?

Nicht die Union, sondern links- und rechtspopulistische Strömungen.

Sehr merkwürdige Antwort auf das Zitat.

Anders gesagt, zwei elitäre Vereine oder Clubs sind nicht ausreichend, um vorzugeben, was Demokratie ist.

Dazu ein kritischer Kommentar im "Tagesspiegel":
Die Blockade von Ceta ist undemokratisch
http://www.tagesspiegel.de/politik/veto ... 26884.html
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