Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

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Skull
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Skull » Do 27. Jun 2013, 17:45

ahoops » Do 27. Jun 2013, 17:03 hat geschrieben:Wieso sind Staatsanleihen grundsätzlich sicherer als Aktien? Beim Staatsbankrott werden die Staatsanleihen wertlos, die Aktien aber nicht. Kann mir jemand diesen einfachen Zusammenhang erläutern?
Das kann Dir keiner beantworten.

Da das so auch hier niemand geschrieben hat.

Beim einem Staatsbankrott werden die Staatsanleihen wertlos, Aktien aber nicht.
Bei einem Unternehmensbankrott werden Aktien wertlos, Staatsanleihen aber nicht.
Bei einem Unternehmensbankrott und Staatsbankrott werden Aktien und Staatsanleihen wertlos.
Bei keinem Unternehmensbankrott und keinem Staatsbankrott werden Aktien und Staatsanleihen auch beide nicht wertlos.

Vielleicht fallen Dir ja noch ein paar andere Möglichkeiten ein.

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Was ist wichtig?

Beitragvon Atue » So 30. Jun 2013, 23:28

Wichtig ist ziemlich relativ.

Für einen vernünftigen menschlichen Umgang mit Kranken oder Alten brauche ich weder Mathematik noch Chemie noch Englisch - im Grunde genommen auch kaum Schulbildung. Und trotzdem ist das wichtig. In einer alternden Gesellschaft sowieso.

Anders als früher braucht man heute auch nur noch wenig Faktenwissen - da kann man vieles aus dem Internet schöpfen.

Medienkompetenz ist hingegen wichtig - und auch die Fähigkeit, adaptiertes Faktenwissen schnell einordnen und benutzen zu können.

Eine gute Allgemeinbildung ist praktisch - aber mit dem Wichtig muss man auch da vorsichtig sein.

Sozialkompetenz erscheint mir ziemlich wichtig zu sein - beispielsweise weil man mal wieder Mathe oder die letzte Steuererklärung nicht verstanden hat, und man nun einen Experten aus dem Bekanntenkreis um Erklärung bittet.

Braucht man Wirtschaftskompetenz? Na ja....
Praktisch ist es schon - das bedeutet aber nicht, dass man es studiert haben muss. Man kann sich die relevanten Punkte auch selbst anlesen - entsprechende Literatur ist gut erhältlich. Wenn man sich dafür interessiert, findet man alles relevante. Wichtig aber wäre, nicht dem ersten Fachbuch gleich sein ganzes Vertrauen zu schenken.....was da geschrieben steht, ist nicht DIE WAHRHEIT, sondern bestenfalls eine Sammlung anerkannter Thesen von renommierten Fachleuten, die vielen Prüfungen gegenüber der Realität bereits Stand gehalten haben.
Ich empfehle dennoch, auch und gerade im Bereich der Wirtschaft sich den gesunden Menschenverstand zu erhalten, und sich selbst ein Bild der Wirklichkeit zu machen.

Natürlich ist eine monatelange Ausbildung rund um Wirtschaft hilfreich.....aber letzten Endes hilft sie nur dem, der danach bereit ist, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Das gilt auch für Physik und andere Wissenschaften - Fortschritt entsteht nämlich nicht durch die, die nachplappern, was andere zuvor entdeckt haben, sondern durch die, die zweifeln, die nach Erkenntnis suchen, die eigene Gedanken denken.

In der Schule und der Ausbildung sollten wir deshalb nicht danach trachten möglichst viele Fakten zu sammeln - sondern danach, das Denken zu lernen, und auch das LERNEN! DAFÜR darf es dann ruhig auch ein Schulfach geben - ergänzt mit Theater, Schauspiel, Rhetorik u.ä. - und begleitet mit Sport/Spiel/Spaß!

Worauf kommt es im Leben an - darauf dass man seine eigene Steuererklärung machen kann? Oder darauf, dass man unter Einsatz des eigenen Verstandes einen vernünftigen Zugang zum persönlichen Glück findet?
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jmjarre
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon jmjarre » Mo 1. Jul 2013, 06:27

Fadamo » Fr 15. Mär 2013, 03:57 hat geschrieben:

Nicht studieren.Arbeiten ist angesagt :thumbup: :D



Arbeiter sind ersetzbar :thumbup:
Strang über die SED und deren Stasi Aktivitäten -neueste Enthüllungen...Hier:
viewtopic.php?f=20&t=39858
http://www.youtube.com/watch?v=uDvsezvR7LA
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Camarasaurus
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Camarasaurus » Mo 1. Jul 2013, 06:35

jmjarre » Mo 1. Jul 2013, 06:27 hat geschrieben:

Arbeiter sind ersetzbar :thumbup:


Sicher. Durch Akademiker z.B. :D Ein kleiner Teil von denen ist sicher geschickt genug zum Arbeiten. ;)
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Hiver » Mo 1. Jul 2013, 06:36

Skull » Do 27. Jun 2013, 17:45 hat geschrieben:Das kann Dir keiner beantworten.

Da das so auch hier niemand geschrieben hat.

Beim einem Staatsbankrott werden die Staatsanleihen wertlos, Aktien aber nicht.
Bei einem Unternehmensbankrott werden Aktien wertlos, Staatsanleihen aber nicht.
Bei einem Unternehmensbankrott und Staatsbankrott werden Aktien und Staatsanleihen wertlos.
Bei keinem Unternehmensbankrott und keinem Staatsbankrott werden Aktien und Staatsanleihen auch beide nicht wertlos.

Vielleicht fallen Dir ja noch ein paar andere Möglichkeiten ein.

mlg


Ist das eine Erklärung für Kinder?

Man braucht doch nur etwas in die Geschichte zu blicken. Staatsbankrotte gab es auch einige in Deutschland und Unternehmenspleiten ebenfalls zu Hauf. Was passierte zum Beispiel nach dem WK 1? Der Staat ging pleite und damit alle kaiserlichen Staatsanleihen mit Ausnahme der auf Goldstandards lautende Anleihe ausländischer Investoren. Insolvente Unternehmen wurden durch einen Verwalter abgewickelt und es gab durch die Verwertung der stillen Reserven und der Grundstücke immer eine Quote. Die IG Farben AG war 1945 pleite und wurde aufgelöst, die Aktionäre wurden aber bis in die 90-Jahre noch bedient.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Tantris » Mo 1. Jul 2013, 06:56

Hiver » Mo 1. Jul 2013, 07:36 hat geschrieben:
Ist das eine Erklärung für Kinder?

Man braucht doch nur etwas in die Geschichte zu blicken. Staatsbankrotte gab es auch einige in Deutschland und Unternehmenspleiten ebenfalls zu Hauf. Was passierte zum Beispiel nach dem WK 1? Der Staat ging pleite und damit alle kaiserlichen Staatsanleihen mit Ausnahme der auf Goldstandards lautende Anleihe ausländischer Investoren. Insolvente Unternehmen wurden durch einen Verwalter abgewickelt und es gab durch die Verwertung der stillen Reserven und der Grundstücke immer eine Quote. Die IG Farben AG war 1945 pleite und wurde aufgelöst, die Aktionäre wurden aber bis in die 90-Jahre noch bedient.


IG farben waren nicht pleite. Sie wollten doch bis ganz kurz vor kriegsende noch neue fertigungsanlange in auschwitz bauen.

Die IG wurde aufgespalten, weil sie ein kriegswichtiges unternehmen war. Und die aktionäre werden natürlich immernoch "bedient" (wenn du damit dividenden meinst).

Was sicherer ist, lässt sich nur im einzelfall sagen, wenn überhaupt.
Natürlich ist z.zt. eine aktie von philip morris eine sicherer anlage wie eine griechische staatsanleihe und eine schweizer staatsanleihe ist vermutlich als sicherer anzausehen,als eine aktie der pleite ag.

Dass die meisten deutschen von wirtschaft keine ahnung haben, halte ich sogar für absicht. Man will die gelder der sparer gar nicht an den börsen haben, sondern auf bankkonten,wo sie leichter weguinflationieren und zu besteuern sind.
Muss aber nicht immer so bleiben...
Zuletzt geändert von Tantris am Mo 1. Jul 2013, 06:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Skull » Mo 1. Jul 2013, 07:48

Hiver » Mo 1. Jul 2013, 06:36 hat geschrieben:Ist das eine Erklärung für Kinder?
Nein. Aber ein Hinweis für diejenigen, die sich auf Kindesniveau produzieren.

Sieht ja auch so aus, dass Du NULL von dem verstanden hast.

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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon mroehre » Do 11. Jul 2013, 12:28

Was mir am besten an dir gefällt, ist dein Hang zur Ironie. Selbst 0,0 Ahnung, aber anderen Ahnungslosigkeit unterstellen, das ist geradezu genial! :

Zitat: "Die grundlegende Ursache der Probleme ist, dass die Dummen todsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind."

Ja, und das ist auch unser Problem in ganz Europa und Deutschland. Ins Management kommen nur die völlig überzeugten Schwachmaten. Das Ergebnis sehen wir schon heute. Meldet ein Mitarbeiter von weiter unten zweifel oder Kritik an und das vielleicht noch mehrmals, dann ist sein Posten schon so gut wie Frei für einen Nachfolger.
Nicht Recht haben sondern Recht kriegen zählt heute.
Dieser Schwachfug wird Europa in den Ruin treiben.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon mroehre » Do 11. Jul 2013, 12:32

Kibuka » Mo 11. Mär 2013, 20:25 hat geschrieben:Eine Studie der TU Dresden hat nun aufgedeckt, dass ein Großteil der Bevölkerung eklatante ökonomische Wissensdefizite aufweisen.



Nicht einmal für die Zinsformel (K*p*t)/(100*360) reichte es.

Wie schlimm ist es um die ökonomischen Kenntnisse der Deutschen tatsächlich bestellt?


Diese Umfrage hätte man einmal bei Managern und einmal bei Arbeitnehmern machen müssen. Die Masse der Bevölkerung würde sich über das Ergebnis nicht wundern.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon mroehre » Do 11. Jul 2013, 12:36

Kibuka » Mo 11. Mär 2013, 20:25 hat geschrieben:Eine Studie der TU Dresden hat nun aufgedeckt, dass ein Großteil der Bevölkerung eklatante ökonomische Wissensdefizite aufweisen.



Nicht einmal für die Zinsformel (K*p*t)/(100*360) reichte es.

Wie schlimm ist es um die ökonomischen Kenntnisse der Deutschen tatsächlich bestellt?


Im übrigen lernen nur Dummköpfe Formeln auswendig. Es ist somit auch Schwachsinn so etwas spezifisches abzufragen. Intelligente Menschen versuchen alles selbst herzuleiten und filtern daher bei der Bildung das Wesentliche vom unwesentlichen.
der Auswendig-Lern-Wahnsinn (Stichwort: Faktenwissen) ist im übrigen der wesentliche Grund für das Scheitern unseres deutschen Bildungssystems.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Thomas I » Do 11. Jul 2013, 12:51

Kibuka » Mo 11. Mär 2013, 20:25 hat geschrieben:Eine Studie der TU Dresden hat nun aufgedeckt, dass ein Großteil der Bevölkerung eklatante ökonomische Wissensdefizite aufweisen.



Nicht einmal für die Zinsformel (K*p*t)/(100*360) reichte es.

Wie schlimm ist es um die ökonomischen Kenntnisse der Deutschen tatsächlich bestellt?


Wozu muß ich die blöde Formel kennen wenn mein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mir das binnen Sekunden ausrechnet?
Es genügt doch das ich weiß das es Zins und Zinseszins gibt und wie da grob funktioniert...
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon ToughDaddy » Do 11. Jul 2013, 12:54

Thomas I » Do 11. Jul 2013, 13:51 hat geschrieben:
Wozu muß ich die blöde Formel kennen wenn mein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mir das binnen Sekunden ausrechnet?
Es genügt doch das ich weiß das es Zins und Zinseszins gibt und wie da grob funktioniert...


Naja für die Zinsberechnung nutze ich auf die schnelle immer das:
http://basiszinssatz.info/zinsrechner/
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Skull » Do 11. Jul 2013, 14:09

mroehre » Do 11. Jul 2013, 12:28 hat geschrieben:Was mir am besten an dir gefällt, ist dein Hang zur Ironie. Selbst 0,0 Ahnung, aber anderen Ahnungslosigkeit unterstellen, das ist geradezu genial!
Welchen User meinst Du ?

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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Kibuka » Mo 15. Jul 2013, 19:08

Thomas I » Do 11. Jul 2013, 12:51 hat geschrieben:
Wozu muß ich die blöde Formel kennen wenn mein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mir das binnen Sekunden ausrechnet?
Es genügt doch das ich weiß das es Zins und Zinseszins gibt und wie da grob funktioniert...


Die Zinsformel gehört zum Allgemeinwissen, genau wie z.B. die Geschwindigkeitsformel v=s/t.

Natürlich kann man sich darauf berufen, dass der PC oder das Smartphone das binnen Sekunden ausrechnen, man kann auch behaupten, man müsse nicht wissen wieviele Menschen in Deutschland leben, wie der Dreisatz funktioniert oder wo ungefähr Berlin liegt, schließlich gibt es im Smartphone auch Wikipedia und Google Maps.

Wer aber sein Wissen immer nur bei Bedarf aus fremden Quellen beziehen muss, weil er selbst nicht einmal über grundlegendes Wissen verfügt, der ist unfähig viele Sachverhalte richtig zu verstehen und kann auch keine richtigen Schlussfolgerungen ziehen.

Du kannst auch addieren ohne den Taschenrechner zu bemühen. Nur weil man einen Taschenrechner hat, bedeutet das noch lange nicht, dass man auf das Wissen zur Addition verzichten kann.

Man muss verstehen, was addieren oder logarithmieren bedeutet, genauso wie man wissen sollte, wie sich Zinsen bilden.

Dazu muss man sich keine Formel merken, man muss einfach wissen wie man zu dieser Formel gelangt, so wie man weiß, dass Geschwindigkeit naturgemäß nur der zurückgelegte Weg durch die benötigte Zeit sein kann.

Das sind elementare Kenntnisse. Aber heutzutage wissen die meisten Personen mehr über Dieter Bohlen, als über Wirtschaft bzw. Physik. :rolleyes:
Have no heroes, look up to no-one, for if you do, the best you'll ever be is second. If you have to ask why, you'll never understand!

„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Tantris » Di 16. Jul 2013, 00:38

Kibuka » Mo 15. Jul 2013, 20:08 hat geschrieben:
Die Zinsformel gehört zum Allgemeinwissen, genau wie z.B. die Geschwindigkeitsformel v=s/t.

Natürlich kann man sich darauf berufen, dass der PC oder das Smartphone das binnen Sekunden ausrechnen, man kann auch behaupten, man müsse nicht wissen wieviele Menschen in Deutschland leben, wie der Dreisatz funktioniert oder wo ungefähr Berlin liegt, schließlich gibt es im Smartphone auch Wikipedia und Google Maps.

Sehr richtig. Den dreisatz kann ich mir eh logisch erschließen, statistiken, die sich jährlich ändern, ist unnötig und auf welchem längen und breitengrad berlin liegt, muss ich auch nicht wissen. Ich finde es schnell auf der karte. Ist irgendwo rechts oben, in der nähe von polen.

Ich muss nicht alles wissen, aber wissen, wie ich es herausfinde.



Man muss verstehen, was addieren oder logarithmieren bedeutet, genauso wie man wissen sollte, wie sich Zinsen bilden.

In manchen berufen ist das elementar.



Dazu muss man sich keine Formel merken, man muss einfach wissen wie man zu dieser Formel gelangt, so wie man weiß, dass Geschwindigkeit naturgemäß nur der zurückgelegte Weg durch die benötigte Zeit sein kann.

Das sind elementare Kenntnisse. Aber heutzutage wissen die meisten Personen mehr über Dieter Bohlen, als über Wirtschaft bzw. Physik. :rolleyes:[/quote]

Niemand kann sich alles merken und jeder ist in einer anderen branche.

Aber, egal, in welcher branche ich bin: meine branache ist die wichtigste!
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Forseti » Di 16. Jul 2013, 14:33

nichtkorrekt » Mo 11. Mär 2013, 21:54 hat geschrieben:Das Gefühl habe ich auch, ich finde man sollte Wirtschaft in der Schule als Pflichtfach einführen, finde ich persönlich wichtiger als Musik, Kunst, Erdkunde und vieleicht sogar Physik.

Ich selbst studiere BWL und selbst da finde ich sind die Kenntnisse die vermittelt werden ziemlich rudimentär, gerade was die Finanzmärkte bzw. Finanzdienstleistungen angeht.


Musik gibt es ja schon an vielen Schulen nicht mehr, übernehmen ja dann Vereine im Anschluß.
Physik zu streichen find ich katastrophal, die derzeitigen Unkenntnisse in Naturwissenschaften sind schon enorm genug.

Aber es gibt zwei bessere Ansätze, streich den Religionsunterricht oder Deutschland sollte langsam auf Ganztagsschulen überwechseln.

Natürlich wäre auch eine Idee, das Lehrer weniger Unterricht ausfallen lassen würden, dann hätten wir rund 2 Monate im Anschluß an den Lehrplan in denen wir Wirtschaftsabläufe lernen könnten.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Kibuka » Sa 11. Jan 2014, 18:04

Neue Informationen von der Bildungsfront.

Schüler wollen Wirtschaft als Fach - Grüne nicht

11.01.2014 · Eigentlich waren sich alle einig, dass Wirtschaft ein eigenes Schulfach werden sollte. Auch die Resonanz bei Modellversuchen war äußerst positiv. Warum Gewerkschaften und Grüne sich aus der breiten Allianz verabschiedet haben.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 43126.html


Mir gefällt das Argument der Linken, ein Fach Wirtschaft würde den Neoliberalismus verbreiten.

Es stellt den Kindern in Abrede, sich eine eigene Meinung bilden zu können. Man entscheidet stattdessen, was diesen Menschen zu denken haben. Pfui! :dead:
Zuletzt geändert von Kibuka am Sa 11. Jan 2014, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Blickwinkel » Sa 11. Jan 2014, 18:16

Kibuka » Sa 11. Jan 2014, 19:04 hat geschrieben:Neue Informationen von der Bildungsfront.



Mir gefällt das Argument der Linken, ein Fach Wirtschaft würde den Neoliberalismus verbreiten.

Es stellt den Kindern in Abrede, sich eine eigene Meinung bilden zu können. Man entscheidet stattdessen, was diesen Menschen zu denken haben. Pfui! :dead:


Ach, die Linken, auf die hört doch keiner in Deutschland. Solange die Kinder ein Fach Wirtschaft haben, werden sie sozialistischen Unsinn ala Hollande niemals akzeptieren.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Kibuka » Sa 11. Jan 2014, 18:19

Blickwinkel hat geschrieben:
Ach, die Linken, auf die hört doch keiner in Deutschland. Solange die Kinder ein Fach Wirtschaft haben, werden sie sozialistischen Unsinn ala Hollande niemals akzeptieren.


Dann lies doch einmal den letzten Abschnitt.

Doch die Aussichten sind nicht gut. Die rot-grüne Landesregierung habe den zunächst einjährigen Modellversuch, der von einer CDU-Ministerin beschlossen wurde, zwar um ein Jahr verlängert, stehe aber nicht so dafür, sagt Balbach. Wahrscheinlicher sei ein Fach Verbraucherbildung.


Die neue Landesregierung will kein Fach Wirtschaft, obwohl Lehrer und Schüler sich dafür einsetzen.
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„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
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Re: Deutsche haben von Wirtschaft keine Ahnung

Beitragvon Blickwinkel » Sa 11. Jan 2014, 18:25

Kibuka » Sa 11. Jan 2014, 19:19 hat geschrieben:
Dann lies doch einmal den letzten Abschnitt.



Die neue Landesregierung will kein Fach Wirtschaft, obwohl Lehrer und Schüler sich dafür einsetzen.


Das ist ein spezielles Problem der NRW-Landesregierung. Im Ländle setzt sich die Grün/Rot für Wirtschaftsunterricht ein. Alles andere ist grob fahrlässig, schließlich ist dieses Wissen essentiell notwendig für das weitere Leben.
Zuletzt geändert von Blickwinkel am Sa 11. Jan 2014, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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